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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Belüftungseinrichtung für eine Beleuchtungsvorrichtung eines
Fahrzeugs, wobei die Beleuchtungsvorrichtung ein Gehäuse aufweist,
das einen Gehäuseinnenraum umschließt.
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Beim
Absinken der Lufttemperatur unter den Taupunkt entsteht durch Kondensation
von Wasserdampf an einer kalten Wand ein Niederschlag oder Tau.
Bei einer Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge kann sich dieser
Niederschlag insbesondere an der Lichtscheibe bilden. Bei tiefer
Temperatur kann der Niederschlag auch an der Lichtscheibe anfrieren. Hierdurch
wird die Funktion der Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere wenn
diese ein Scheinwerfer ist, beeinträchtigt. Durch den kondensierten
Wasserdampf kann es zu einer stärker
gestreuten Lichtabstrahlung des Scheinwerfers und damit zu einer
ungünstigen
Fahrbahnausleuchtung kommen.
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Um
ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Gehäuseinnenraum und damit eine
Betauung der Lichtscheibe zu verhindern, wird das Gehäuse im Bereich
der Öffnungen
abgedichtet. Beispielsweise wurden bei den Öffnungen für die Lichtquelle oder den Stecker
Plattendichtungen aus Moosgummi verwendet. Die Plattendichtung ist
zwischen der Karosserie und den Öffnungen
des Leuchtengehäuses
angeordnet. Außerdem
ist es bekannt, den gesamten Träger der
Lichtquelle abzudichten. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass
trotz dieser Abdichtungen Feuchtigkeit in den Gehäuseinnenraum
gelangt.
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Es
wurde daher vorgeschlagen, hinten im Gehäuse der Beleuchtungsvorrichtung
Belüftungsöffnungen
vorzusehen. Derartige Belüftungsöffnungen
konnten jedoch das Problem der Betauung nicht lösen.
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In
der
DE 197 33 000
A1 wurde zum Verhindern des Kondensierens von Wasserdampf
im Scheinwerergehäuse
vorgeschlagen, in dem Gehäuse
eine Betauungsschutzvorrichtung vorzusehen. Diese Betauungsschutzvorrichtung
umfasst eine Heizvorrichtung zum Erzeugen vorgeheizter Luft in dem
Scheinwerfergehäuse.
Durch die Heizvorrichtung kann der Scheinwerfer als Ganzes gleichmäßig auf
eine Temperatur über
dem Taupunkt gebracht werden. Ferner wird in der
DE 197 33 000 A1 erwähnt, dass
man zusätzlich
oder ersatzweise für
die Betauungsschutzvorrichtung eine Kühlvorrichtung einbauen kann,
um bewusst Luftfeuchtigkeit kondensieren zu lassen und sie so der
Luft im Scheinwerfer zu entziehen. Nachteilhaft an dem in der
DE 197 33 000 A1 vorgeschlagenen
Scheinwerfer mit einer Betauungsschutzvorrichtung ist, dass die
Elemente der Betauungsschutzvorrichtung von außen sichtbar sind und dadurch
das Erscheinungsbild des Scheinwerfers, insbesondere wenn die Lichtscheibe
in Klarglas ausgeführt
ist, nachteilig beeinflusst wird.
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Eine
weitere Leuchte für
ein Fahrzeug mit einer Betauschutzvorrichtung ist in der
DE 103 31 835 vorgeschlagen.
Bei dieser Leuchte ist im Bereich zwischen den optischen Mitteln
und dem unteren Rand der Lichtaustrittsöffnung eine Designblende vorgesehen,
die zugleich als elektrische Widerstands-Heizvorrichtung ausgebildet
ist.
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Des
Weiteren wird in der
DE
197 26 198 A1 ein Fahrzeugscheinwerfer vorgeschlagen, der
ein Gehäuse
aus Kunststoff aufweist. Im Innenraum dieses Kunststoffgehäuses ist
ein wärmeleitendes
Bauteil ausgebildet, das mit einem wärmeleitenden und kälteren Fahrzeugteil
verbunden ist. Hierdurch soll eine Kältefalle geschaffen werden,
durch die eine Betauung auf eine optisch nicht relevante Stelle
verlagert wird. Nachteilhaft an diesem Scheinwerfer ist, dass die
Temperatur des wärmeleitenden
Bauteils, durch welches die Betauung der Lichtscheibe verhindert
werden soll, nicht beeinflussbar ist.
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Des
Weiteren wird in der deutschen Patentanmeldung 103 19 363 vorgeschlagen,
eine Betauschutzvorrichtung, die ein Peltier-Element umfasst, im
Gehäuseinneren
vorzusehen.
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Aus
der
DE 299 09 699
U1 ist ein Fahrzeugscheinwerfer mit einer Entlüftungsleitung
bekannt, bei dem die Ausbildung der Entlüftungsleitung dafür sorgt,
dass zwar Feuchtigkeit und Dampf aus dem Gehäuseinnenraum entweichen kann,
jedoch verhindert wird, dass Wasser in das Innere der Entlüftungsleitung
eindringt.
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Aus
der
DE 103 11 642
A1 ist eine Belüftungseinrichtung
für eine
Fahrzeugleuchte bekannt, bei welcher eine Abdeckfläche einen
Belüftungskanal überdeckt.
Diese Abdeckfläche
ist von einem Flächenbereich
des Befestigungsmittels der Fahrzeugleuchte gebildet.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Belüftungseinrichtung
der eingangs genannten Art bereit zu stellen, mit der eine Betauung im
Inneren der Beleuchtungsvorrichtung wirkungsvoll verhindert werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Belüftungseinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen
ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
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Die
erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Belüftungskanal vorgesehen ist,
der den Gehäuseinnenraum
der Beleuchtungsvorrichtung mit einem Trockenbereich des Fahrzeugs
verbindet. Es wurde erkannt, dass trotz einer Abdichtung des Gehäuses der Beleuchtungsvorrichtung
weiterhin Feuchtigkeit in den Gehäuseinnenraum gelangt, weil
während
des Betriebs der Beleuchtungsvorrichtung ein Unterdruck im Gehäuseinnenraum
entstehen kann. Die Druckveränderungen
im Gehäuseinnenraum
entstehen durch die Erwärmung
und Abkühlung
der Luft im Gehäuseinnenraum
durch das Ein- und Ausschalten der dortigen Lichtquelle. Ferner
wurde erkannt, dass zwar bei herkömmlichen Belüftungsöffnungen
versucht wurde, das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, dies
konnte jedoch nicht in ausreichendem Maße erfolgen. Durch den Belüftungskanal,
welcher von dem Gehäuseinnenraum
in einen Trockenbereich des Fahrzeugs führt, kann wirkungsvoll verhindert
werden, dass Feuchtigkeit von außen in den Gehäuseinnenraum
eindringt.
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Bei
einem Fahrzeug wird zwischen einem Nassbereich und einem Trockenbereich
unterschieden. Der Nassbereich des Fahrzeugs ist der Bereich, der
mit Umgebungsnässe
in Berührung
kommen kann. Der Trockenbereich ist nach außen abgedichtet. Dies ist insbesondere
der Fahrzeuginnenraum und der Kofferraum. Es ist daher bevorzugt,
dass der Belüftungskanal
in den Fahrzeuginnenraum oder den Kofferraum des Fahrzeugs führt.
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Herkömmliche
Beleuchtungsvorrichtungen weisen üblicherweise einen Stecker
für elektrische Anschlüsse auf.
Der Belüftungskanal
kann bevorzugt in diesem Stecker integriert sein. Dies hat den Vorteil, dass
keine weiteren Öffnungen
in das Gehäuse
der Beleuchtungsvorrichtungen gebildet werden müssen und der Belüftungskanal
einfach und kostengünstig in
eine herkömmliche
Beleuchtungsvorrichtung integriert werden kann. Es ist jedoch auch
möglich,
dass ein gesonderter Schlauch für
den Belüftungskanal eingesetzt
wird.
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Der
Innendurchmesser des Belüftungskanals
ist vorzugsweise größer 2 mm,
insbesondere größer 3 mm.
Besonders bevorzugt ist ein Innendurchmesser in einem Bereich zwischen
4 mm und 6 mm. Bei einem kleineren Innendurchmesser des Belüftungskanals
bestünde
das Risiko, dass Feuchtigkeit durch Kapillarkräfte in den Gehäuseinnenraum gezogen
werden würde.
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Bei
der Beleuchtungsvorrichtung handelt es sich insbesondere um eine
Heckleuchte.
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Die
Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug zu
den Zeichnungen erläutert.
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1 zeigt
ein Gehäuse
einer Heckleuchte ohne Abschlussscheibe und
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2 zeigt
die Aufnahmeöffnung
in der Fahrzeugkarosserie für
die Heckleuchte.
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Das
im Folgenden beschriebene Ausführungsbeispiel
betrifft die Heckleuchte eines Fahrzeugs. Die erfindungsgemäße Belüftungseinrichtung kann
jedoch gleichermaßen
bei anderen Beleuchtungsvorrichtungen, wie Scheinwerfern oder Signalleuchten,
eingesetzt werden.
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Der
grundsätzliche
Aufbau der Heckleuchte ist an sich bekannt. Sie weist ein Gehäuse 1 auf,
das einen Gehäuseinnenraum
umschließt.
In dem Gehäuseinnenraum
sind Reflektoren und ggf. weitere optische Elemente sowie zumindest
eine Lichtquelle untergebracht. In Lichtemissionsrichtung wird der Gehäuseinnenraum
von einer zumindest zum Teil transparenten Abschlussscheibe abgeschlossen. Ferner
weist das Gehäuse 1 eine Öffnung für einen Steckanschluss 2 auf,
der dicht in das Gehäuse 1 eingesetzt
ist. In den Steckanschluss 2 kann ein Stecker 6 eingeführt werden,
um die Heckleuchte elektrisch mit dem Fahrzeug zu verbinden.
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Die
Karosserie des Fahrzeugs weist eine Öffnung bzw. Aussparung für die Heckleuchte
auf, in welche die Heckleuchte eingesetzt werden kann, so dass die
Abschlussscheibe bündig
in die Außenhaut des
Fahrzeugs übergeht.
Bei der hinteren Wand der Aussparung ist ein Stecker 6 vorgesehen,
der mit dem Steckanschluss 2 der Heckleuchte verbunden werden
kann. Der Stecker 6 ist mit einem Zuleitungsschlauch 4 und
einem Anschluss 5, z. B. einer Gummitülle, verbunden. In dem Zuleitungsschlauch 4 verlaufen
die elektrischen Leitungen, durch welche die Heckleuchte mit Strom
versorgt wird und durch welche sie angesteuert wird.
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Erfindungsgemäß ist in
dem Zuleitungsschlauch 4 ein Belüftungskanal 3 vorgesehen,
welcher bei einer Verbindung des Steckers 6 mit dem Steckanschluss 2 mit
dem Gehäuseinnenraum
kommuniziert. Andererseits wird der Belüftungskanal 3 über den
Anschluss 5 in einen Trockenbereich des Fahrzeugs geführt. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist dies der Kofferraum des Fahrzeugs. Gleichermaßen könnte der
Belüftungskanal
jedoch auch in den Fahrzeuginnenraum geführt werden. Der Innendurchmesser
des Belüftungskanals
ist je nach Platzverhältnissen
so groß wie
möglich.
Er ist z. B. in einem Bereich zwischen 4 mm und 6 mm, bevorzugt 6
mm.
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Durch
den Belüftungskanal 3 kann
Luft von dem Trockenbereich des Fahrzeugs in den Gehäuseinnenraum
der Heckleuchte gelangen. Kühlt
sich beispielsweise die Luft im Gehäuse innenraum ab, wird auf diese
Weise verhindert, dass ein Unterdruck in dem Gehäuseinnenraum entsteht, da Luft
von dem Trockenbereich durch den Belüftungskanal 3 angesogen
werden kann. Da kein Unterdruck entsteht, gelangt auch keine Feuchtigkeit
durch die Abdichtungen des Gehäuses 1 gegen
den Außenraum,
d.h. den Nassbereich des Fahrzeugs, in den Gehäuseinnenraum. Hierdurch kann
verhindert werden, dass die Luftfeuchtigkeit im Gehäuseinnenraum
so groß wird,
dass es bei niedrigen Temperaturen zu einer Betauung insbesondere
der Abschlussscheibe der Heckleuchte kommt.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Steckanschluss
- 3
- Belüftungskanal
- 4
- Zuleitungsschlauch
- 5
- Anschluss
- 6
- Stecker