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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeug-Scheinwerfer des Projektortyps und insbesondere einen Fahrzeug-Scheinwerfer zum Ausstrahlen von Licht zur Bildung eines Abblendlichtverteilungsmusters.
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Aus der
US 2001/0021112 A1 ist bereits ein Scheinwerfer bekannt, der eine Projektionslinse, eine Lichtquelle, einen ersten Reflektor, eine Blende, eine prismatische Linse, einen zweiten Reflektor und einen dritten Reflektor aufweist. In dieser Druckschrift wird Licht direkt von der Lichtquelle zunächst von einem ersten Reflektor zu einem weiteren Reflektor und dann parallel zur optischen Achse zur prismatischen Linse reflektiert, wobei ein zur optischen Achse paralleler Strahl erhalten wird.
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Ein Fahrzeug-Scheinwerfer ist allgemein derart konfiguriert, dass eine Projektionslinse auf einer optischen Achse angeordnet ist, die sich in der Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt, wobei eine Lichtquelle hinter einem hinteren Brennpunkt der Projektionslinse angeordnet ist und Licht aus der Lichtquelle nahe der optischen Achse durch einen Reflektor reflektiert wird.
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Die japanische Patentveröffentlichung
JP-A-2001-76510 gibt eine Leuchtenkonfiguration an, in der eine Blende zum Abschirmen eines Teils des durch den Reflektor reflektierten Lichts in der Nachbarschaft zu einem hinteren Brennpunkt der Projektionslinse angeordnet ist.
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Außerdem gibt die japanische Patentanmeldung
JP-A-4-39137 eine Leuchtenkonfiguration an, in der eine ringförmige prismatische Linse das direkt von der Lichtquelle in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach außen gehende Licht bricht, um es zu einer optischen Achse zu führen. Die Linse ist zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet.
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Wenn die in der japanischen Patentveröffentlichung
JP-A-2001-76510 angegebene Leuchtenkonfiguration verwendet wird, kann Licht zur Bildung eines Abblendlichtverteilungsmusters ausgestrahlt werden. Die Leuchtenergie des vom Fahrzeug nach vorne ausgestrahlten Lichts wird jedoch um die durch die Blende abgeschirmte Lichtmenge reduziert.
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Wenn diese Leuchtenkonfiguration das in der japanischen Patentveröffentlichung
JP-A-4-39137 angegebene ringförmige durchscheinende Glied umfasst, wird das direkt von der Lichtquelle zu dem Raum hinter der äußeren Peripherie der Projektionslinse gehende Licht von der Leuchte nach vorne ausgestrahlt, wodurch eine effektive Nutzung des Lichtflusses der Lichtquelle ermöglicht wird. Dementsprechend kann die Leuchtenergie des von dem Fahrzeug nach vorne ausgestrahlten Lichts erhöht werden.
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Die in der japanischen Patentveröffentlichung
JP-A-4-39137 angegebene prismatische Linse weist eine ringförmige Form auf. Dementsprechend kann das aus der prismatischen Linse ausgetretene Licht nicht mit hoher Genauigkeit kontrolliert werden. Weiterhin wird ein Teil des ausgetretenen Lichts zu einem nach oben ausgestrahlten Licht, wodurch die Bildung des Abblendlichtverteilungsmusters behindert wird. Dies ist problematisch.
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Der vorliegende Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeug-Scheinwerfer des Projektortyps anzugeben, der ein Abblendlichtverteilungsmuster bilden kann und die Leuchtenergie eines Abblendlichtverteilungsmusters erhöhen kann, ohne die Bildung des Musters zu behindern.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 6 gelöst.
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Die vorliegende Erfindung gibt eine Konfiguration für die prismatische Linse an und sieht außerdem einen zusätzlichen Reflektor vor.
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Ein Scheinwerfer, der konfiguriert ist, um Licht zum Bilden eines Abblendlichtverteilungsmusters auszustrahlen, umfasst eine Projektionslinse, die auf einer optischen Achse in einer Längsrichtung eines Fahrzeugs angeordnet ist und einen hinteren Brennpunkt umfasst, eine Lichtquelle, die hinter dem hinteren Brennpunkt angeordnet ist, und einen ersten Reflektor, der Licht von der Lichtquelle nach vorne und im wesentlichen nahe der optischen Achse reflektiert. Der Scheinwerfer umfasst weiterhin eine Blende, die in der Nähe des hinteren Brennpunkts angeordnet ist, sodass eine obere Kante der Blende nahe der optischen Achse ist, und einen Teil des durch den Reflektor reflektierten Lichts abschirmt, sowie eine prismatische Linse, die direkt von der Lichtquelle in einer Breitenrichtung des Fahrzeugs nach außen gehendes Licht bricht, um es zu der optischen Achse zu führen, und an einer Position außerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet ist. Außerdem umfasst der Scheinwerfer einen zweiten Reflektor, der direkt von der Lichtquelle in der Breitenrichtung nach innen gehendes Licht zu der prismatischen Linse reflektiert und an einer Position innerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet ist, wobei der zweite Reflektor in Breitenrichtung auf der in Bezug auf die prismatische Linse gegenüberliegenden Seite der optischen Achse Ax liegt.
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Weiterhin wird eine Leuchte mit einer optischen Achse in einer ersten Richtung angegeben, wobei die Leuchte einen Leuchtenkörper und eine Abdeckung an einer Öffnung des Leuchtenkörpers umfasst, um eine Leuchtenkammer zu bilden, wobei eine Leuchteneinheit in dem Leuchtenkörper positioniert ist. Die Leuchteneinheit umfasst einen ersten Reflektor mit einer Reflexionsfläche, die Licht von einer Lichtquelle zu der optischen Achse reflektiert, eine Linsenhalterung, die sich von einer Öffnung des Reflektors mit einer im wesentlichen zylindrischen und sich verjüngenden Form nach vorne erstreckt, und eine Projektionslinse mit einer im wesentlichen konvexen Vorderfläche und einer im wesentlichen planen Rückfläche, die auf der optischen Achse hinter dem hinteren Brennpunkt der Projektionslinse. angeordnet ist. Die Leuchtenhalterung umfasst weiterhin eine Blende, die einstückig mit der Linsenhalterung im wesentlichen in der unteren Hälfte eines Innenraums der Linsenhalterung ausgebildet ist, eine prismatische Linse, die an einer im wesentlichen rechteckigen Öffnung an der Außenseite einer Umfangswand der Linsenhalterung in einer Breitenrichtung angebracht ist, und einen zweiten Reflektor innerhalb der Umfangswand der Linsenhalterung in der Breitenrichtung. Die Reflexionsfläche reflektiert das direkt von der Lichtquelle zu der prismatischen Linse gehende Licht als im wesentlichen paralleles Licht. Der zweite Reflektor ist in Breitenrichtung auf der in Bezug auf die prismatische Linse gegenüberliegenden Seite der optischen Achse Ax angeordnet.
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Es wird keine Beschränkung hinsichtlich des Typs der Lichtquellenbirne auferlegt. Zum Beispiel kann eine Entladungsbirne, eine Halogenbirne oder ähnliches verwendet werden.
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Es wird keine Beschränkung hinsichtlich der spezifischen Konfiguration wie etwa der Größe oder der Form der prismatischen Linse auferlegt, solange die prismatische Linse an einer Position außerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet ist und konfiguriert ist, um das direkt von der Lichtquelle in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach außen gehende Licht zu brechen, um es näher zu der optischen Achse zu führen. Unter „prismatischer Linse” ist hier ein optisches Glied zu verstehen, das eine Funktion zur optischen Ablenkung aufweist, wobei es sich entweder um ein Prisma mit nur einer Funktion zur optischen Ablenkung oder um eine Linse handeln kann, die zusätzlich zu der Funktion zur optischen Ablenkung eine Funktion zur optischen Streuung aufweist. Die „Position”, an der die prismatische Linse angeordnet ist, ist nicht auf eine spezifische Position beschränkt, solange das aus der prismatischen Linse austretende Licht nach vorne ausgestrahlt werden kann, ohne dass das Licht durch die Projektionslinse geht. Die Position wird jedoch vorzugsweise derart gewählt, dass von der Lichtquelle ausgestrahltes und durch den Reflektor reflektiertes Licht nicht abgeschirmt wird.
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Es wird keine besondere Beschränkung hinsichtlich der Konfiguration wie etwa Größe oder der Form der Reflexionsfläche des zusätzlichen Reflektors auferlegt, solange der zusätzliche Reflektor an einer Position innerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet ist und derart konfiguriert ist, dass er das direkt von der Lichtquelle in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach innen gehende Licht zu der prismatischen Linse reflektiert. Außerdem ist die „Position”, an der der zusätzliche Reflektor angeordnet ist, nicht auf eine spezifische Position beschränkt. Die Position wird jedoch vorzugsweise derart gewählt, dass das von der Lichtquelle ausgestrahlte und durch den Reflektor reflektierte Licht nicht abgeschirmt wird.
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Wie oben beschrieben ist der Fahrzeug-Scheinwerfer gemäß der Erfindung derart konfiguriert, dass der Reflektor Licht von der Lichtquelle, die hinter dem hinteren Brennpunkt der Projektionslinse angeordnet ist, nach vorne und nahe zu der optischen Achse reflektiert, wobei ein Teil des durch den Reflektor reflektierten Lichts durch die Blende abgeschirmt wird, die in der Nähe des hinteren Brennpunkts angeordnet ist. Dementsprechend kann ein grundlegendes Lichtverteilungsmuster als Abblendlichtverteilungsmuster aus dem Licht gebildet werden, das von der Lichtquelle ausgestrahlt wird, durch den Reflektor reflektiert wird und durch die Projektionslinse geht.
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Außerdem ist eine prismatische Linse, die das von der Lichtquelle in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach außen gehende Licht reflektiert, um es zu der optischen Achse zu führen, ohne dass es durch die Projektionslinse geht, an einer Position außerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet. Auf diese Weise kann aus dem Licht, das aus der prismatischen Linse austritt, ein zusätzliches Lichtverteilungsmuster in der Breitenrichtung des Fahrzeugs außerhalb des grundlegenden Lichtverteilungsmusters, das aus dem von der Lichtquelle ausgestrahlten, durch den Reflektor reflektierten und durch die Projektionslinse gegangenen Licht gebildet wird, vorgesehen werden.
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Außerdem ist ein zusätzlicher Reflektor zum Reflektieren des direkt von der Lichtquelle in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach innen gehenden Lichts zu der prismatischen Linse an einer Position innerhalb der optischen Achse in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse und dem Reflektor angeordnet. Dementsprechend kann ein zweites zusätzliches Lichtverteilungsmuster aus dem von der Lichtquelle ausgestrahlten, durch den zusätzlichen Reflektor reflektierten und durch die prismatische Linse gehenden Licht gebildet werden. Dabei weist das durch den zusätzlichen Reflektor reflektierte und zu der prismatischen Linse gerichtete Licht einen größeren nach außen in der Bereitenrichtung des Fahrzeugs geöffneten Abweichungswinkel in Bezug auf die optische Achse auf. Folglich wird das zweite zusätzliche Lichtverteilungsmuster außerhalb des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters in der Breitenrichtung des Fahrzeugs gebildet.
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Indem das zusätzliche Lichtverteilungsmuster und das zweite zusätzliche Lichtverteilungsmuster zusätzlich zu dem grundlegenden Lichtverteilungsmuster gebildet werden, kann die Leuchtenergie des Abblendlichtverteilungsmusters erhöht werden.
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Außerdem wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster außerhalb des grundlegenden Lichtverteilungsmusters in Bezug auf die Breitenrichtung des Fahrzeugs gebildet, und wird das zweite zusätzliche Lichtverteilungsmuster außerhalb des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters in derselben Richtung gebildet. Daraus resultiert, dass die Sicht nach vorne beim Fahren von Kurven verbessert werden kann, ohne dass der Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs oder andere Personen geblendet werden.
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Wie oben beschrieben, gibt die vorliegende Erfindung einen Fahrzeug-Scheinwerfer des Projektortyps an, der konfiguriert ist, um ein Abblendlichtverteilungsmuster zu bilden, wobei er die Leuchtenergie des Abblendlichtverteilungsmusters erhöhen kann, ohne die Bildung des Musters zu behindern.
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Wenn bei der oben beschriebenen Konfiguration die prismatische Linse durch eine Vielzahl von Linsenelementen gebildet wird, kann die Lichtablenksteuerung mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden, wobei die Dicke der prismatischen Linse im wesentlichen gleichmäßig ist.
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Wenn bei der oben beschriebenen Konfiguration die prismatische Linse unter der optischen Achse angeordnet ist und der zusätzliche Reflektor über der optischen Achse angeordnet ist, kann verhindert werden, dass nach oben ausstrahlendes Licht aus der prismatischen Linse austritt, ohne dass dazu die vertikale optische Ablenkung der prismatischen Linse kontrolliert werden muss. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Fahrer von entgegenkommenden Fahrzeugen oder andere Personen geblendet werden. Daraus resultiert, dass die Konfiguration der prismatischen Linse vereinfacht werden kann.
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Wenn die oben beschriebene Konfiguration weiterhin derart beschaffen ist, dass die Projektionslinse mittels einer im wesentlichen zylindrischen Linsenhalterung an dem Reflektor befestigt ist, die prismatische Linse an einer Öffnung in einer Umfangswand der Linsenhalterung angebracht ist und der zusätzliche Reflektor als Teil der Linsenhalterung konfiguriert ist, können die Positionsgenauigkeit der prismatischen Lisen und der zusätzliche Reflektor verbessert werden, wodurch die Leuchtenkonfiguration vereinfacht werden kann.
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Wenn in der oben beschriebenen Konfiguration ein zweiter zusätzlicher Reflektor zum Reflektieren des direkt von der Lichtquelle ausgestrahlten Lichts zu dem zusätzlichen Reflektor angeordnet ist, kann ein drittes zusätzliches Lichtverteilungsmuster zusätzlich zu dem ersten zusätzlichen Lichtverteilungsmuster und dem zweiten zusätzlichen Lichtverteilungsmuster gebildet werden. Dementsprechend kann die Leuchtenergie des Abblendlichtverteilungsmusters weiter verbessert werden. Weiterhin kann der zweite zusätzliche Reflektor entweder einstückig mit dem Reflektor oder separat ausgebildet werden.
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1 ist eine Querschnittansicht einer Leuchte gemäß einer beispielhaften Ausführungsform.
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2 ist eine Draufsicht im Querschnitt auf die Leuchte gemäß der beispielhaften Ausführungsform.
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3 ist eine seitliche Querschnittansicht auf eine Leuchteneinheit gemäß der beispielhaften Ausführungsform.
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4 ist eine Draufsicht im Querschnitt auf die Leuchteneinheit gemäß der beispielhaften Ausführungsform.
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5 ist eine Vorderansicht auf die Leuchteneinheit gemäß der beispielhaften Ausführungsform.
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6 ist eine perspektivische Ansicht eines Abblendlichtverteilungsmusters aus Licht, das von dem Scheinwerfer auf eine vor der Leuchte aufgestellte virtuelle Projektionsfläche geworfen wird.
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7 ist eine 5 ähnliche Ansicht, die eine Modifikation der beispielhaften Ausführungsform zeigt.
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8 ist eine 4 ähnliche Ansicht, die eine Modifikation der beispielhaften Ausführungsform zeigt.
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9 ist eine 6 ähnliche Ansicht, die die Effekte der Modifikation zeigt.
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Im Folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Die Leuchte kann in einem Fahrzeug verwendet werden, ist jedoch nicht hierauf beschränkt.
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1 ist eine seitliche Querschnittansicht, die eine Leuchte 10 gemäß einer beispielhaften Ausführungsform zeigt, und 2 ist eine Draufsicht im Querschnitt auf die Leuchte. Die Leuchte 10 ist eine am rechten vorderen Ende eines Fahrzeugs montierte Leuchte, die wie folgt konfiguriert ist. In einer Leuchtenkammer mit einem Leuchtenkörper 12 und einer klaren, durchscheinenden Abdeckung 14 an einer vorderen Öffnung des Leuchtenkörpers 12 ist eine Leuchteinheit 20 bzw. ein Scheinwerfer untergebracht, die mittels eines Richtmechanismus 50 im wesentlichen vertikal und lateral gekippt werden kann. Die Leuchteneinheit 20 weist eine optische Achse Ax auf, die sich in einer Längsrichtung erstreckt (z. B. in der Längsrichtung des Fahrzeugs).
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Die Leuchteneinheit 20 ist derart konfiguriert, dass sich die optische Achse Ax nach Abschluss der Richtsteuerung durch den Richtmechanismus 50 in einer Richtung erstreckt, die mit 0,5 bis 0,6 Grad gegenüber der Längsrichtung nach unten ausgerichtet ist.
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Außerdem umfasst der Richtmechanismus 50 einen Schwenkmechanismus 52 wie in 2 gezeigt. Der Schwenkmechanismus 52 umfasst ein Stellglied wie etwa einen Schrittmotor, der an dem Leuchtenkörper 12 befestigt ist. Der Schwenkmechanismus 52 ist konfiguriert, um eine Ausgangswelle 52a in der Längsrichtung in Übereinstimmung mit z. B. einer Antriebsbedingung des Fahrzeugs zu bewegen, wodurch die Leuchteinheit 20 innerhalb eines Winkelbereichs in der lateralen Richtung wie durch eine strichpunktierte Linie angegeben drehend bewegt wird.
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Die durchscheinende Abdeckung 14 erstreckt sich von innen nach außen und hinten in der Breitenrichtung des Fahrzeugs in Übereinstimmung mit der Form des Fahrzeugkörpers an der rechten vorderen Ecke des Fahrzeugs. Ein Verlängerungspaneel 16 erstreckt sich entlang der durchscheinenden Abdeckung 14 in der Leuchtenkammer. Eine Öffnung 16a, die die Leuchteneinheit 20 in der Nachbarschaft zu dem vorderen Ende der Leuchteneinheit 20 umgibt, ist in dem Verlängerungspaneel 16 ausgebildet.
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3 ist eine seitliche Querschnittansicht der Leuchteinheit 20 bzw. des Scheinwerfers; 4 ist eine Draufsicht im Querschnitt auf dieselbe; und 5 ist eine Vorderansicht derselben. Die Leuchteneinheit 20 ist eine Leuchteneinheit des Projektortyps und umfasst eine Lichtquellenbirne 22, einen Reflektor 24, eine Linsenhalterung 26, eine Projektionslinse 28, eine Blende 32, eine prismatische Linse 34 und einen zusätzlichen Reflektor 36.
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Die Projektionslinse 28 wird durch eine plankonvexe Linse mit einer im wesentlichen konvexen Vorderfläche und einer im wesentlichen planen Rückfläche gebildet und ist auf der optischen Achse Ax angeordnet. Die Projektionslinse 28 ist derart konfiguriert, dass ein Bild auf der Brennebene einschließlich eines hinteren Brennpunkts F als umgekehrtes Bild nach vorne projiziert wird.
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Die Lichtquellenbirne 22 ist eine Entladungsleuchte wie etwa eine Halogenbirne, die einen Entladungslicht-Emissionsabschnitt als Lichtquelle 22a verwendet. Die Lichtquelle 22a ist eine Liniensegment-Lichtquelle, die sich parallel zu einer zentralen Achse der Birne erstreckt. Die Lichtquellenbirne 22 ist fix in einer am hinteren Scheitel des Reflektors 24 ausgebildeten Öffnung 24b eingesetzt, sodass die Lichtquelle 22a auf der optischen Achse Ax und hinter dem hinteren Brennpunkt F der Projektionslinse 28 angeordnet ist.
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Der Reflektor 24 umfasst eine Reflexionsfläche 24a zum Reflektieren von Licht von der Lichtquellenbirne 22 nach vorne und nahe zu der optischen Achse Ax. Die Reflexionsfläche 24a weist ein im wesentlichen elliptisches Querschnittprofil auf und ist derart konfiguriert, dass die Exzentrizität der Ellipse graduell von einem vertikalen Querschnitt zu einem horizontalen Querschnitt zunimmt. Dank der oben beschriebenen Konfiguration läuft das durch die Lichtquelle 22a ausgestrahlte und durch die Reflexionsfläche 24a reflektierte Licht im wesentlichen in der Nähe des hinteren Brennpunkts F in der vertikalen Schnittebene zusammen. Der Konvergenzpunkt ist in der horizontalen Schnittebene stark nach vorne verschoben.
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Der Reflektor 24 wird durch den Leuchtenkörper 12 über den Richtmechanismus 50 an Richtklammern 24d gehalten, die an drei Punkten des Reflektors 24 ausgebildet sind. Es kann jedoch, wie dem Fachmann deutlich sein sollte, auch eine andere Haltestruktur verwendet werden.
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Die Blende 32 ist einstückig mit der Linsenhalterung 26 ausgebildet und ist in einer im wesentlichen unteren Hälfte eines Innenraums der Linsenhalterung 26 positioniert. Die Blende 32 ist derart geformt, dass eine obere Kante 32a derselben durch den hinteren Brennpunkt F der Projektionslinse 28 verläuft. Wegen dieser Konfiguration wird ein Teil des durch die Reflexionsfläche 24a des Reflektors 24 reflektierten Lichts abgeschirmt, wodurch verhindert wird, dass der Großteil des nach oben gerichteten Lichts von der Projektionslinse 28 nach vorne austritt. Die obere Kante 32a der Blende 32 erstreckt sich im wesentlichen horizontal in der Form eines Bogens entlang einer hinteren Brennebene der Projektionslinse 28, wobei die rechte und die linke Seite der Kante unterschiedliche Höhen aufweisen.
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Die Linsenhalterung 26 erstreckt sich von einer vorderen Öffnung des Reflektors 24 in einer im wesentlichen zylindrischen Form, die sich etwas verjüngt. Der hintere Endabschnitt der Linsenhalterung 26 ist an dem Reflektor 24 befestigt, und der vordere Endabschnitt der Linsenhalterung 26 hält die Projektionslinse 28 fest.
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Eine im wesentlichen rechteckige Öffnung 26a ist außen in der Umfangswand der Linsenhalterung 26 ausgebildet und erstreckt sich in der Breite. Die Öffnung 26a ist etwas unterhalb der optischen Achse Ax angeordnet. Die prismatische Linse 34 ist passend in die Öffnung 26a eingefügt. Die prismatische Linse 34 umfasst eine Vielzahl von Linsenelementen 34s, die ein im wesentlichen vertikales Streifenmuster bilden. Die prismatische Linse 34 ist konfiguriert, um von der Lichtquelle 22a ausgestrahltes Licht nach außen in der Breitenrichtung zu brechen und zu der optischen Achse Ax zu führen. Auf diese Weise wird das Licht nach vorne ausgestrahlt, ohne durch die Projektionslinse 28 zu gehen. Die entsprechenden Linsenelemente 34s sind derart konfiguriert, dass sie das direkt von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte Licht in der horizontalen Richtung streuen und im wesentlichen nahe zu der optischen Achse Ax brechen.
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Der zusätzliche Reflektor 36 ist innerhalb der Umfangswand der Linsenhalterung 26 in der Breitenrichtung angeordnet. Der zusätzliche Reflektor 36 ist als ein Teil der Linsenhalterung 26 konfiguriert. Eine Reflexionsfläche 36a des zusätzlichen Reflektors 36 wird gebildet, indem ein Teil einer Innenumfangsfläche der Linsenhalterung 26 an einer Position etwas über der optischen Achse Ax verformt wird und eine Spiegelbehandlung auf denselben angewendet wird. Die Reflexionsfläche 36a wird aus einem Paraboloid gebildet, dessen Brennpunkt das Leuchtzentrum der Lichtquelle 22a ist. Bei dieser Konfiguration reflektiert die Reflexionsfläche 36a das von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte Licht zu der prismatischen Linse 34 als im wesentlichen paralleles Licht.
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Um das Einfallen von Licht von dem zusätzlichen Reflektor 36 zu der prismatischen Linse 34 zu gestatten, ist eine Vertiefung 32b an dem oberen Ende einer rechten Wand der Blende 32 ausgebildet.
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6 ist eine perspektivische Ansicht eines Abblendlichtverteilungsmusters, das durch das aus dem Fahrzeug-Scheinwerfer ausgestrahlte Licht auf einer virtuellen vertikalen Projektionsfläche mit einem Abstand von 25 m vor der Leuchte erzeugt wird. Das Abblendlichtverteilungsmuster PL1 ist ein nach links ausgerichtetes Abblendlichtverteilungsmuster. Das Muster PL1 weist an seinem oberen Rand Abschneidungslinien CL1 und CL2 auf, die sich auf der rechten und der linken Seite jeweils in der Höhe unterscheiden. Die Abschneidungslinien CL1 und CL2 erstrecken sich im wesentlichen horizontal und unterscheiden sich in der Höhe auf der rechten und linken Seite, wobei eine Linie V-V vertikal durch einen Punkt H-V verläuft. Der Punkt H-V ist ein Fluchtpunkt in der Strahlungsrichtung der Leuchte.
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Bei den Abschneidungslinien wird der Teil rechts von der Linie V-V in Entsprechung zu der der Gegenfahrbahn als untere Abschneidungslinie CL1 vorgesehen, während der Teil links von der Linie V-V in Entsprechung zu der eigenen Fahrbahn als obere Abschneidungslinie CL2 vorgesehen wird. Die obere Abschneidungslinie CL2 verläuft von der unteren Abschneidungslinie CL1 in Stufen und mit einem schrägen Abschnitt nach oben. In dem Abblendlichtverteilungsmuster PL1 ist der Kniepunkt E, d. h. der Schnittpunkt der unteren Abschneidungslinie CL1 mit der Linie V-V, an einer Position vorgesehen, die ungefähr 0,5 bis 0,6 Grad unterhalb des Punkts H-V liegt. Eine heiße Zone HZ mit hoher Intensität ist um den Kniepunkt E herum vorgesehen.
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Das Abblendlichtverteilungsmuster PL1 ist als ein zusammengesetztes Lichtverteilungsmuster vorgesehen, das durch das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 und die zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 gebildet wird.
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Das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 wird durch die Grundform des Abblendlichtverteilungsmusters PL1 gebildet. Das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 wird durch aus der Lichtquelle 22a ausgestrahltes, durch den Reflektor 24 reflektiertes und durch die Projektionslinse 28 hindurch gegangenes Licht gebildet. Insbesondere wird das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 gebildet, indem ein Bild durch aus der Lichtquelle 22a ausgestrahltes Licht auf der virtuellen vertikalen Projektionsfläche als umgekehrtes Projektionsbild gebildet wird – durch aus der Lichtquelle 22a ausgestrahltes und durch die Reflexionsfläche 24a des Reflektors reflektiertes Licht auf der hinteren Brennebene der Projektionslinse 28 gebildet wird. Die Abschneidungslinien CL1 und CL2 werden als umgekehrte Projektionsbilder der oberen Kante 32a der Blende 32 gebildet.
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Weiterhin wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 gebildet, um den rechten Streubereich des grundlegenden Lichtverteilungsmusters P0 zu verbessern und das Abblendlichtverteilungsmuster PL1 nach rechts zu erweitern, damit es breiter als das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 ist. Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 wird durch das direkt von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte und durch die prismatische Linse 34 hindurch gegangene Licht gebildet.
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Die entsprechenden Linsenelemente 34s der prismatischen Linse 34 sind konfiguriert, um das Licht aus der Lichtquelle 22a in der horizontalen Richtung zu streuen und nahe zu der optischen Achse Ax zu brechen. Auf diese Weise wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 als horizontal ausgerichtetes Lichtverteilungsmuster gebildet. Weil außerdem die prismatische Linse 34 etwas unterhalb der optischen Achse Ax angeordnet ist, wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 derart gebildet, dass sein oberer Rand etwas unter der Abschneidungslinie CL1 liegt.
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Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 ist ein Lichtverteilungsmuster, das gebildet wird, um den rechten Streubereich des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa1 zu. verbessern und das Abblendlichtverteilungsmuster PL1 nach rechts zu erweitern, damit es breiter als das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 und das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 ist. Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 wird aus Licht gebildet, das durch den zusätzlichen Reflektor 36 reflektiert wird und durch die prismatische Linse 34 nach vorne ausgestrahlt wird.
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Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 wird auch als horizontal ausgerichtetes Lichtverteilungsmuster gebildet. Weil jedoch das durch den zusätzlichen Reflektor 36 reflektierte Licht als im wesentlichen paralleles Licht in die prismatische Linse 34 einfällt, ist der Streuwinkel des reflektierten Lichts in der horizontalen Richtung kleiner als derjenige des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa1. Weil außerdem der zusätzliche Reflektor 36 etwas oberhalb der optischen Achse Ax angeordnet ist, wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 derart gebildet, dass der obere Rand etwas unterhalb der unteren Abschneidungslinie CL1 liegt.
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Wie oben im Detail beschrieben, ist der Fahrzeug-Scheinwerfer gemäß der beispielhaften Ausführungsform derart konfiguriert, das der Reflektor 24 der Leuchteneinheit 20 Licht von der Lichtquelle 22a, die hinter dem hinteren Brennpunkt der Projektionslinse 28 angeordnet ist, nach vorne und nahe zu der optischen Achse Ax reflektiert, wobei ein Teil des durch den Reflektor 24 reflektierten Lichts durch die Blende 32 abgeschirmt wird, die in der Nachbarschaft zu dem hinteren Brennpunkt F angeordnet ist. Dementsprechend kann das als Abblendlichtverteilungsmuster dienende grundlegende Lichtverteilungsmuster aus dem Licht gebildet werden, das von der Lichtquelle 22a ausgestrahlt wird, durch den Reflektor 24 reflektiert wird und durch die Projektionslinse 28 geht.
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Dabei ist an einer Position zwischen der Projektionslinse 28 und dem Reflektor 24 außerhalb der optischen Achse Ax in der Breitenrichtung des Fahrzeugs eine prismatische Linse 34 zum Brechen des von der Lichtquelle 22a in der Breitenrichtung des Fahrzeugs nach außen ausgestrahlten Lichts angeordnet, damit dieses näher zu der optischen Achse Ax geführt wird, ohne durch die Projektionslinse 28 zu gehen. Bei diesem Aufbau kann das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 aus dem aus der prismatischen Linse 34 austretenden Licht im wesentlichen außerhalb der Breitenausrichtung des grundlegenden Lichtverteilungsmusters P0 aus Licht gebildet werden, das von der Lichtquelle 22a ausgestrahlt wird, durch den Reflektor 24 reflektiert wird und durch die Projektionslinse 28 geht.
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Der zusätzliche Reflektor 36, der das direkte Licht, das von der Lichtquelle 22a in der Breitenrichtung nach innen geht, zu der prismatischen Linse 34 reflektiert, ist an einer Position innerhalb der optischen Achse Ax in der Breitenrichtung des Fahrzeugs zwischen der Projektionslinse 28 und dem Reflektor 24 angeordnet. Dementsprechend kann das zweite zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 aus dem Licht gebildet werden, das von der Lichtquelle 22a ausgestrahlt wird, durch den zusätzlichen Reflektor 36 reflektiert wird und durch die prismatische Linse 34 geht. Dabei weist das durch den zusätzlichen Reflektor 36 reflektierte und zu der prismatischen Linse 34 gerichtete Licht einen größeren Abweichungswinkel in der Breitenrichtung des Fahrzeugs in Bezug auf die optische Achse Ax auf. Folglich wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 außerhalb des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa1 in der Breitenrichtung des Fahrzeugs gebildet.
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Durch die Bildung der zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 zusätzlich zu dem grundlegenden Lichtverteilungsmuster P0 kann die Leuchtenergie des Abblendlichtverteilungsmusters PL1 erhöht werden.
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Außerdem wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1 außerhalb des grundlegenden Lichtverteilungsmusters P0 in der Breitenrichtung des. Fahrzeugs gebildet und wird das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa2 außerhalb des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa1 in der Breitenrichtung des Fahrzeugs gebildet. Daraus resultiert, dass die Sicht auf die Straße schräg rechts vor dem Fahrzeug verbessert werden kann, ohne dass der Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs oder andere Personen geblendet werden.
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Wie oben beschrieben kann gemäß der vorliegenden beispielhaften Ausführungsform die Leuchtenergie des Abblendlichtverteilungsmusters PL1 erhöht werden, ohne dass die Bildung des Musters behindert wird. Daraus resultiert, dass die Sicht auf die Straße vor dem Fahrzeug bei einer Kurvenfahrt verbessert wird, wodurch die Sicherheit beim Fahren des Fahrzeugs verbessert wird.
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Außerdem umfasst die Leuchteneinheit 20 der Ausführungsform die prismatische Linse 34, die durch die Vielzahl von Linsenelemente 34s gebildet wird. Dementsprechend kann die Lichtablenkung mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden, wobei die im wesentlichen gleichmäßige Dicke der prismatischen Linse 34 aufrechterhalten wird.
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Außerdem ist in der Leuchteneinheit 20 die prismatische Linse 34 unter der optischen Achse Ax angeordnet, während der zusätzliche Reflektor 36 über der optischen Achse Ax angeordnet ist. Dementsprechend kann ohne eine Kontrolle der vertikalen optischen Ablenkung durch die prismatische Linse verhindert werden, dass nach oben ausgestrahltes Licht aus der prismatischen Linse 34 austritt. Dadurch kann verhindert werden, dass ein Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs oder eine andere Person geblendet wird. Folglich kann die Konfiguration der prismatischen Linse 34 vereinfacht werden.
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Insbesondere ist in der Ausführungsform die prismatische Linse 34 etwas unterhalb der optischen Achse Ax angeordnet, während der zusätzliche Reflektor 36 etwas oberhalb der optischen Achse Ax angeordnet ist. Dementsprechend können die zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 derart gebildet werden, dass ihre oberen Ränder etwas unterhalb der unteren Abschneidungslinie CL1 liegen. Daraus resultiert, dass die Sicht nach vorne bei einer Kurvenfahrt oder ähnlichem weiter verbessert werden kann. Außerdem sind die entsprechenden Linsenelemente 34s der prismatischen Linse 34 konfiguriert, um das direkte Licht von der Lichtquelle 22a nicht nur nahe zu der optischen Achse Ax zu brechen, sondern zusätzlich in der horizontalen Richtung zu streuen.
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Dementsprechend können die zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 horizontal ausgerichtete Lichtverteilungsmuster sein. Weil die Straße schräg rechts (oder links) vor dem Fahrzeug breit beleuchtet werden kann, wird die Sicht nach vorne verbessert.
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Weiterhin ist in der beispielhaften Ausführungsform die Projektionslinse 28 mittels der im wesentlichen zylindrischen Linsenhalterung 26 an dem Reflektor 24 befestigt, ist die prismatische Linse 34 an der Öffnung 26a in der Umfangswand der Linsenhalterung 26 angebracht und ist der zusätzliche Reflektor 36 als ein Teil der Linsenhalterung 26 konfiguriert. Dementsprechend können die Positionsgenauigkeiten der prismatischen Linse 34 und des zusätzlichen Reflektors 36 erhöht werden und kann die Konfiguration der Leuchteneinheit 20 vereinfacht werden. Weil außerdem die Leuchteneinheit 20 kompakt konfiguriert werden kann, kann die Leuchteneinheit 20 insgesamt schwenkbar und kompakt vorgesehen werden, ähnlich wie die Leuchteneinheit 20.
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Im Folgenden wird eine Modifikation der Ausführungsform beschrieben. 7 ist eine seitliche Querschnittansicht einer Leuchteneinheit 120 eines als einzelner Artikel vorgesehenen Fahrzeug-Scheinwerfers gemäß der Modifikation. 8 ist eine Draufsicht im Querschnitt auf die Leuchteneinheit 120.
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Die Leuchteneinheit 120 der Modifikation weist dieselbe Grundkonfiguration auf wie die Leuchteneinheit 20. Die Leuchteneinheit 120 unterscheidet sich jedoch von der Leuchteneinheit 20 dadurch, dass sich die Konfiguration eines zusätzlichen Reflektors 136 von derjenigen des zusätzlichen Reflektors 36 der Leuchteneinheit 20 unterscheidet und dass die Leuchteneinheit 120 einen zweiten zusätzlichen Reflektor 138 aufweist.
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Der zusätzliche Reflektor 136 weist zwei Reflexionsflächen einschließlich einer Reflexionsfläche 136a und einer Reflexionsfläche 136b auf, die in zwei Schichten vertikal angeordnet sind. Die untere Reflexionsfläche 136a reflektiert das direkt aus der Lichtquelle 22a ausgestrahlte Licht zu der prismatischen Linse, wie im Fall der Reflexionsfläche 36a des zusätzlichen Reflektors 36.
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Der zweite zusätzliche Reflektor 138 ist unter der Lichtquelle 22a angeordnet. Der zusätzliche Reflektor 138 wird gebildet, indem der Reflektor 24 teilweise verformt wird, und ist somit als Teil des Reflektors 24 konfiguriert. Der zusätzliche Reflektor 138 reflektiert das direkt von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte Licht zu der oberen Reflexionsfläche 136b. Eine Reflexionsfläche 138a des zusätzlichen Reflektors 138 wird durch ein Sphäroid gebildet, dessen erster Brennpunkt an einem Leuchtzentrum der Lichtquelle 22a liegt und dessen zweiter Brennpunkt an einem Punkt zwischen dem Leuchtzentrum und der Reflexionsfläche 136b liegt. Bei diesem Aufbau wird das direkt aus der Lichtquelle 22a ausgestrahlte Licht durch die Reflexionsfläche 138a reflektiert und damit konvergiert, wobei es danach auf die obere Reflexionsfläche 136b einfällt.
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Die obere Reflexionsfläche 136b des zusätzlichen Reflektors 136 wird aus einem Paraboloid gebildet, dessen Brennpunkt ein zweiter Brennpunkt des Sphäroids der Reflexionsfläche 138a des zusätzlichen Reflektors 138 ist. Bei dieser Konfiguration reflektiert die Reflexionsfläche 136b das durch die Reflexionsfläche 138a reflektierte Licht als im wesentlichen paralleles Licht zu der prismatischen Linse 34.
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9 ist eine perspektivische Ansicht, die ein Abblendlichtverteilungsmuster zeigt, das von einem Fahrzeug-Scheinwerfer einschließlich der Leuchteneinheit 120 auf eine vertikale virtuelle Projektionsfläche geworfen wird, die mit einem Abstand von 25 m vor der Leuchte positioniert ist.
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Das Abblendlichtverteilungsmuster PL2 ist ein zusammengesetztes Lichtverteilungsmuster, das ein grundlegendes Lichtverteilungsmuster P0 und zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa1, Pa2 und Pa3 umfasst.
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Das grundlegende Lichtverteilungsmuster P0 und die zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 sind im wesentlichen identisch mit denjenigen der Abblendlichtverteilungsmuster PL1.
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Das dritte zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa3 ist ein Lichtverteilungsmuster, das zusätzlich gebildet wird, um die Helligkeit der zusätzlichen Lichtverteilungsmuster Pa1 und Pa2 zu verbessern. Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa3 wird durch Licht gebildet, das durch den zusätzlichen Reflektor 138 reflektiert und über den zusätzlichen Reflektor 136 und die prismatische Linse 34 nach vorne gerichtet wird. Das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa3 wird in dem zusätzlichen Reflektor 136 durch Licht gebildet, das durch die Reflexionsfläche 136b oberhalb der Reflexionsfläche 136a zum Bilden des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa2 reflektiert wird. Dementsprechend ist das zusätzliche Lichtverteilungsmuster Pa3 unterhalb des zusätzlichen Lichtverteilungsmusters Pa2 vorgesehen.
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Wenn die Konfiguration der Modifikation verwendet wird, kann die Helligkeit außerhalb des grundlegenden Lichtverteilungsmusters P0 in der Breitenrichtung des Fahrzeugs verbessert werden, während die Konfiguration der Leuchteneinheit 120 kompakt gehalten wird. Daraus resultiert, dass die Sicht auf die Straße vorne rechts vor dem Fahrzeug weiter verbessert werden kann.
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Die Ausführungsform und die Modifikation wurde mit Bezug auf einen Fall beschrieben, in dem die Leuchteneinheit 20, 120 eine Leuchteneinheit für einen Fahrzeug-Scheinwerfer auf der rechten Seite des Fahrzeugs ist. Jedoch auch im Fall einer Leuchteneinheit für einen linken Fahrzeug-Scheinwerfer, bei dem die prismatische Linse 34 und die zusätzlichen Reflektoren 36, 136, 138 lateral symmetrisch zu der Leuchteneinheit 20, 120 angeordnet sind, kann die Sicht auf die Straße schräg links vor dem Fahrzeug verbessert werden, wodurch die Sicherheit beim Fahren des Fahrzeugs bei einer Kurve nach links verbessert werden kann.