-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Gehäuse zur Aufnahme mindestens
eines elektroakustischen Bauteils zum Einbau in Kraftfahrzeuge.
-
Der
Einbau von Radio- und Musikanlagen in den Fahrgastraum von Kraftfahrzeugen
ist bekannt. Dabei werden üblicherweise
ein Rundfunkempfangsgerät
und/oder ein Verstärker
und ggf. ein CD-Player im Armaturenbrett untergebracht, während die
erforderlichen Lautsprecher einzeln ebenfalls im Armaturenbrett
oder versteckt in den Türverkleidungen
oder sichtbar auf der Rückfensterbank
angeordnet sind.
-
Die
Art und Weise der Anordnung der Lautsprecher im Fahrgastraum hat
erheblichen Einfluss auf die Wiedergabequalität der Musik. Bei individuell zusammengestellten
hochwertigen HiFi-Anlagen sind
daher zahlreiche Lautsprecher erforderlich, insbesondere separate
Basslautsprecher oder Subwoofer. Derartige HiFi-Anlagen, insbesondere
der Verstärker
und die Lautsprecher, nehmen sehr viel Platz in Anspruch, so dass
ihre Anordnung vor allem in einem kleinen Fahrgastraum, bspw. eines
Sportwagens oder Kleinwagens, nicht ohne weiteres möglich ist.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit
für die
Anordnung von elektroakustischen Bauteilen zu schaffen, die eine optimale
Klangausbeute und zugleich eine Platz sparende Anordnung der Bauteile
gewährleistet.
-
Die
Lösung
besteht in einem Gehäuse
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass es mindestens
einen ersten Wandteil aufweist, welcher mindestens einen Teil einer
Wand und/oder des Bodens eines Fußraums des Kraftfahrzeugs bildet.
-
Die
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gehäuses erlaubt
es, elektro-akustische Bauteile im Fußraum eines Kraftfahrzeugs
unterzubringen. Damit ist es möglich,
Bauteile auch für
hochwertige HiFi-Anlagen, die große Abmessungen aufweisen können, Platz
sparend im Innenraum eines Kraftfahrzeugs zu verstauen und gewissermaßen zu verstecken.
Erstaunlicherweise hat sich herausgestellt, dass die Klangqualität dadurch
nicht beeinträchtigt wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Gehäuse können nunmehr
elektro-akustische Bauteile auch in kleinen Innenräumen von
Kraftfahrzeugen, bspw. von Sportwagen oder Kleinwagen, installiert
werden, ohne den Innenraum zu verbauen. Das Gehäuse ist dabei als solches nicht
mehr zu erkennen.
-
Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Der
erste Wandteil ist vorzugsweise ebenflächig geformt und dient besonders
bevorzugt als Fußstütze für den Beifahrer.
Dies hat den Vorteil, dass das Gehäuse im Fahrzeuginnenraum „versteckt" und als solches
nicht erkennbar ist. Je nach Ausgestaltung des Innenraums des jeweiligen
Kraftfahrzeugs kann der erste Wandteil statt ebenflächig ggf.
aber auch winkelförmig,
gewölbt
oder dgl. geformt sein.
-
In
einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist im ersten Wandteil
mindestens eine Ausnehmung zur Aufnahme mindestens eines elektro-akustischen
Bauteils, bspw. eines Verstärkerbauteils
oder eines Lautsprechers, vorgesehen. Insbesondere wenn der erste
Wandteil anschließend
abgedeckt ist, bspw. mit dem Fußbodenbelag
des Fahrzeuginnenraums, bietet diese Ausgestaltung die Möglichkeit, elektro-akustische
Bauteile wie Lautsprecher und Verstärker Platz sparend und nicht
sichtbar im Fahrzeuginnenraum unterzubringen.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist dem ersten Wandteil
ein zweiter Wandteil zugeordnet, der unter einem stumpfen Winkel
an dem ersten Wandteil angeordnet ist. Dieser zweite Wandteil kann
ebenfalls ein oder mehrere elektro-akustische Bauteile aufnehmen
und erweitert somit das Fassungsvermögen und die Anwendbarkeit des
Gehäuses
ganz erheblich. Auch der zweite Wandteil ist vorzugsweise ebenflächig geformt,
kann aber, je nach Gestaltung des Fahrzeuginnenraums auch winkelförmig, gewölbt oder
dgl. geformt sein.
-
In
besonders zweckmäßiger Weise
sind der erste und der zweite Wandteil mittels eines dritten Wandteils
derart verbunden, dass ein Resonanzraum gebildet ist. Dabei ist
der dritte Wandteil vorzugsweise konvex gewölbt. Auch der dritte Wandteil
kann mindestens ein elektroakustisches Bauteil aufnehmen.
-
Bei
einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist im zweiten Wandteil
mindestens eine Öffnung
zur Aufnahme mindestens eines elektro-akustischen Bauteils, bspw.
eines Verstärkers
oder eines Lautsprechers, vorgesehen. Wenn mindestens ein Lautsprecher
aufgenommen ist, sollte dieser so ausgerichtet sein, dass er in
den Raum hinter dem Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs ragt. Es
hat sich überraschend
herausgestellt, dass insbesondere beim Einbau von Basslautsprechern
oder Subwoofern damit keinerlei Beeinträchtigung, sondern eher eine
Verbesserung der Klangqualität
verbunden ist. Dennoch sind die Lautsprecher Platz sparend und „versteckt"; d. h. nicht mehr
sichtbar, im Fahrgastraum des Kraftfahrzeugs untergebracht.
-
Das
Gehäuse
kann mittels Steckbolzen an der Karosserie gehalten sein, was den
Vorteil hat, dass die Montage besonders einfach ist und keine Schrauben
oder Muttern benötigt
werden. Die Steckbolzen können
in der Karosserie angebracht sein und in korrespondierende Öffnungen
bzw. Ausnehmungen im Gehäuse
eingreifen. Vorzugsweise sind zwei Steckbolzen vorgesehen sind,
die senkrecht zueinander stehend angeordnet sind. Damit ist gewährleistet,
dass das Gehäuse
einen festen Halt hat und sich auch bei Erschütterungen während der Fahrt nicht bewegt.
-
Im
ersten Wandteil kann ferner ein Kabelkanal eingeformt sein. Damit
kann ein fertiger Bausatz bestehend aus dem Gehäuse und dem oder den elektro-akustischen
Bauteil(en) bereit gestellt werden, der nur noch in den Fahrgastraum
eingebaut und mit der Fahrzeugelektrik verbunden werden muss. Insbesondere
wenn der erste Wandteil mit dem im Fußraum des Kraftfahrzeugs verlegten
Bodenbelag abgedeckt ist, ist das Gehäuse mit dem oder den elektroakustischen
Bauteil(en) als solches nicht mehr zu erkennen.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
Es zeigen:
-
1 einen
Schnitt entlang der Linie I-I in 2 durch
ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Gehäuses in
einer schematischen, nicht maßstabsgerechten
Darstellung;
-
2 eine
Ansicht in Richtung des Pfeils A in 1 auf das
Gehäuse
gemäß 1 in
einer schematischen, nicht maßstabsgerechten
Darstellung;
-
3 eine
Ansicht in Richtung des Pfeils B in 1 auf das
Gehäuse
gemäß 1 in
einer schematischen, nicht maßstabsgerechten
Darstellung;
-
4 ein
in den Innenraum eines Kraftfahrzeuges eingebautes Gehäuse gemäß 1 mit
elektro-akustischen Bauteilen in einer schematischen, nicht maßstabsgerechten
Darstellung.
-
In
den 1 bis 3 ist ein erfindungsgemäßes Gehäuse 10 dargestellt,
das zur Aufnahme elektro-akustischer Bauteile, wie bspw. Lautsprecher und
Verstärker,
dient. Das Gehäuse 10 weist
einen mehrschichtigen, stabilen Aufbau aus glasfaserverstärktem Kunststofflaminat
auf. Es kann selbstverständlich
auch mittels anderer Verfahren hergestellt, bspw. gegossen werden.
Die Wanddicke des Gehäuses 10 ist
so bemessen, dass eine ausreichende Steifigkeit und Stabilität des Gehäuses 10 erzielt wird.
Dies vermindert während
des Betriebs bspw. der Lautsprecher oder bei der Fahrt des Kraftfahrzeug
die Entstehung von Resonanzschwingungen des Gehäuses bzw. seiner Wandteile.
Damit werden einerseits unerwünschte
Nebengeräusche
vermindert und andererseits wird der ganze Schall durch den oder
die Lautsprecher geleitet.
-
Das
Gehäuse 10 weist
einen ersten Wandteil 11 auf, in dem eine Ausnehmung 12 vorgesehen
ist, die zur Aufnahme eines Verstärkerbauteils 30 bestimmt
ist. In die Ausnehmung 12 ragt ein umlaufender Rand 13,
der dem Verstärkerbauteil 30 als
Auflage dient. Der umlaufende Rand 13 ist abgedichtet, bspw.
mittels einer Schaumstoffauflage (nicht dargestellt), damit der
Schall nicht zwischen der Ausnehmung 13 und dem Verstärkerbauteil 30 nach
außen dringt.
-
Das
Gehäuse 10 weist
ferner einen zweiten Wandteil 14 auf, in dem eine Öffnung 15 vorgesehen ist,
die zur Aufnahme eines Lautsprechers 40 bestimmt ist. Der
Lautsprecher 40 ist im Ausführungsbeispiel ein Basslautsprecher
oder Subwoofer. Selbstverständlich
können
auch andere Lautsprecher oder mehr als ein Lautsprecher aufgenommen sein.
Ein innerhalb der Öffnung 15 vorgesehener
umlaufender Rand 16 dient zur Auflage und Halterung des
Lautsprechers 40. Der umlaufende Rand 16 ist abgedichtet,
bspw. mittels einer Schaumstoffauflage (nicht dargestellt), damit
der Schall nicht zwischen der Öffnung 15 und
dem Lautsprecher 40 nach außen dringt.
-
Der
zweite Wandteil 14 ist im Ausführungsbeispiel unter einem
stumpfen Winkel α zum
ersten Wandteil 11 angeordnet. Der Winkel α ist so bemessen,
dass bei dem später
im Kraftfahrzeug eingebauten Gehäuse 10 eine
besonders funktionsgünstige Anordnung
des Lautsprechers erzielt wird.
-
Der
erste Wandteil 11 und der zweite Wandteil 14 sind
durch einen dritten Wandteil 17 derart miteinander verbunden,
dass sich, abgesehen von der Ausnehmung 12 und der Öffnung 15,
ein geschlossener Raum 18 ergibt. Der dritte Wandteil 17 hat
im Ausführungsbeispiel
eine im Großen
und Ganzen konvexe Form.
-
Wie
in den 2 und 3 gezeigt, sind der erste Wandteil 11 und
der zweite Wandteil 14 ebenflächig gestaltet. Im ersten Wandteil 11 sind
ferner ein Kanal 19 zur Aufnahme elektrischer Kabel und
Vertiefungen 20, 21 zur Aufnahme von bspw. Werkzeugen
oder Ersatzbauteilen angeordnet.
-
Eine
in 2 des Ausführungsbeispiels
erkennbare Ausbuchtung 22 berücksichtigt die im Einzelfall
in der Einbauumgebung vorhandene Karosserieform, wie dies weiter
unten beschrieben ist.
-
Das
erfindungsgemäße Gehäuse 10 dient
im Ausführungsbeispiel
zum Einbau eines Lautsprechers 40 in den Fußraum 50 eines
Kraftfahrzeugs 51. In 4 ist gezeigt,
dass das Gehäuse 10 in
den dem Beifahrersitz zugeordneten Fußraum 50 eines Kraftfahrzeugs 51 eingebaut
ist. Dabei ersetzt das Gehäuse 10 mit
seinem ersten Wandteil 11 dasjenige Fußbodenblech der Karosserie,
auf welchem der Beifahrer seine Füße abstützen kann. Ein Bodenbelag 53 deckt
das Wandteil 11 ab, so dass das eingebaute Gehäuse 10 nicht
mehr sichtbar ist. Der Beifahrer kann unbedenklich, wie bisher,
seine Füße auf der „Ersatzwand" abstützen.
-
Gehalten
und gesichert wird das Gehäuse 10 von
der Karosserie 52 mittels mindestens zweier Stifte oder
Bolzen (nicht dargestellt), die im Ausführungsbeispiel senkrecht zueinander
angeordnet sind. Das Gehäuse 10 wird
zunächst
mit einer Ausnehmung (nicht dargestellt) über einen Stift bzw. Bolzen geschoben
und mittels einer am Gehäuse 10 vorgesehenen
Bohrung (nicht dargestellt) über
und auf den anderen Stift bzw. Bolzen eingeschwenkt. Ein dritter Stift
bzw. Bolzen kann zusätzlich
zur Halterung des Gehäuses 10 vorgesehen
sein. Es sind keine Muttern oder Schrauben zur Befestigung des Gehäuses 10 an
der Karosserie 52 notwendig. Es ist auch unerheblich, wo
die Stifte bzw. Bolzen in Bezug auf das Gehäuse 10 positioniert
sind. Dies hängt
im Wesentlichen von der Gestaltung der Karosserie 52 im
Einzelfall ab. Der Umstand, dass mindestens zwei Stifte bzw. Bolzen
senkrecht aufeinander stehen, bewirkt, dass das Gehäuse 10 sicher
im Fußraum
des Kraftfahrzeugs 51 gehalten ist und sich auch bei Erschütterungen
während
der Fahrt nicht bewegt.
-
Wie
aus der 4 zu ersehen ist, ist das Gehäuse 10 im
Ausführungsbeispiel
mit einem Verstärkerbauteil 30 und
einem Lautsprecher 40 bestückt und so in das Kraftfahrzeug 51 eingesetzt,
dass das Fußbodenblech
durch den ersten Wandteil 11 des Gehäuses 10 wie oben beschrieben
ersetzt ist. In Abhängigkeit
vom Winkel des Fußbodenblechs
zur Vertikalen ergibt sich der Winkel α zwischen dem ersten Wandteil 11 und
dem zweiten Wandteil 14. Dieser Winkel α ist so gewählt, dass der Lautsprecher 40 im Wesentlichen
senkrecht nach oben in den hinter dem Armaturenbrett 55 befindlichen
Raum 54 ragt und der Schall in diesen Raum 54 abgestrahlt
wird. Das hat den Vorteil, dass vor allem beim Einsatz von Basslautsprechern
oder Subwoofern infolge des Raums 54, der einen Resonanzraum
darstellt, ein sonorer und wohltemperierter Bassklang erzeugt wird.
Ferner sind die oft recht groß bemessenen
und sperrigen Basslautsprecher Platz sparend untergebracht, was vor
allem in Kraftfahrzeugen mit kleinem Fahrgastraum, wie Sportwagen
oder Kleinwagen, von Vorteil ist.
-
Das
Gehäuse 10 sowie
der Verstärkerbauteil 30 und
der Lautsprecher 40 können
als fertig montierte Baueinheit hergestellt und verkauft werden. Über einen
ebenfalls vorgefertigten und über
einen Kanal 19 im ersten Wandteil 11 herausgeführten Kabelbaum
kann die Baueinheit direkt an die Autoelektrik angeschlossen werden.
-
Das
erfindungsgemäße Gehäuse ermöglicht es
also, elektroakustische Bauteile Platz sparend im Innenraum eines
Kraftfahrzeugs unterzubringen, wobei gleichzeitig die Klangqualität einer
hochwertigen HiFi-Anlage nicht beeinträchtigt, sondern eher verbessert
wird.