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DE102005027748B3 - Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger - Google Patents

Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger Download PDF

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DE102005027748B3
DE102005027748B3 DE102005027748A DE102005027748A DE102005027748B3 DE 102005027748 B3 DE102005027748 B3 DE 102005027748B3 DE 102005027748 A DE102005027748 A DE 102005027748A DE 102005027748 A DE102005027748 A DE 102005027748A DE 102005027748 B3 DE102005027748 B3 DE 102005027748B3
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Abstract

Kombination eines Baggers (10) welcher einen Unterwagen, einen endlos drehbaren Oberwagen, einen Auslegearm und ein Kupplungsstück (12) aufweist mit einem Kippanhänger (20), welcher eine durch ein geeignetes hydraulisches Antriebsmittel kippbare Kippmulde (24) und ein entsprechendem Kupplungsgegenstück (28) am Fahrgestell, welches ein An- und Abkoppeln des Kippanhängers (10) am Bagger (10) oder anderen mit entsprechenden Kupplungsstücken (8) ausgerüsteten Zugfahrzeugen (6) ermöglicht, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Kippanhänger (20) über hydraulische Kupplungen (30) an den hydraulischen Kreislauf des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) des Baggers (10) anschließen lässt und der Zu- und Rückfluss des hydraulischen Kreislaufes des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) durch Umschaltventile (18) auf das hydraulische System des Kippanhängers (20) umgeleitet wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kombination eines Baggers (10) mit einem Kippanhänger (20) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 43 41 313 C1 ist eine Kombination aus Bagger und Anhänger bekannt. Der Anhänger dieser Kombination weist jedoch keinen eigenen Antrieb zum Abkippen der beschriebenen Kippmulde auf. Die Kippmulde wird vom Baggerarm über eine besondere Greifvorrichtung angehoben und somit der Inhalt entleert. Nachteilig ist hierbei, dass die beladene Kippmulde zu schwer sein kann, um vom Bagger angehoben zu werden. Sollte der Kippanhänger schwer beladen sein, dürfte das Abkippen nicht mehr möglich sein, da das hydraulische System des Baggers auf die normalerweise üblichen Grab- und Verladetätigkeiten ausgelegt ist. Da aber das Muldenvolumen des Anhängers ein Vielfaches des Löffelinhaltes des Baggers beträgt, ist es wahrscheinlich, dass der Bagger nicht genügend Kräfte aufbringen kann, um den Kippvorgang der Mulde durchzuführen. Hinzu kommt, dass in der 1 der DE 43 41 313 C1 ein Bagger mit einer Greifervorrichtung dargestellt ist, welche normalerweise nicht üblich ist. Es besteht die Gefahr, dass durch Abrutschen des Haltebügels aus dem Greifer des Baggers, die Kippmulde unkontrolliert auf den Kipperrahmen zurückfällt und diesen beschädigt. Diese Gefahr ist besonders gegeben, falls der Anwender einen Bagger einsetzt, welcher nur mit einem Tieflöffel und nicht mit einem Greifer ausgerüstet ist. Eine hydraulische Verbindung zwischen Bagger und Anhänger, über die Hydraulikzylinder die Mulde zuverlässig abkippen, ist in der DE 43 41 313 C1 nicht vorgesehen. Weiterhin nachteilig wirkt sich die Behinderung durch den Haltebügel bei Verlade- oder Entladetätigkeit aus. Der Haltebügel muss bei dieser Kombination notwendigerweise in der Reichweite des Baggerarms befinden. Damit ist aber auch die Gefahr einer Kollision des Baggerarms mit dem Haltebügel während des Arbeitens gegeben. Dies würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Beschädigungen am Anhänger führen. Der Haltebügel stellt auch eine Sichtbehinderung für den Fahrzeugführer da.
  • In der DE 102 01 625 A1 wird ein Kipperfahrzeug beschrieben, welches die heruntergeklappte Rückwand als Auffahrrampe nutzt und somit zum Transport von Fahrzeugen genutzt werden kann. Die DE 102 01 625 A1 bezieht sich jedoch auf ein Kippfahrzeug und nicht auf eine Fahrzeugkombination zwischen Kippanhänger und Bagger. Nachteilig an dem in der DE 102 01 625 A1 beschriebenen Kipperfahrzeug ist, dass der Kipper die Hinterkippeinstellung einnehmen muss um eine genügend flache Schräge für auffahrende Fahrzeuge zu erreichen. Dies kann nur erreicht werden, wenn der Fahrzeugüberstand weit über die hintere Achse hinausreicht.
  • Bei dem in der DE 102 01 625 A1 beschriebenen Kipperfahrzeug steht der Kipper derart nach hintern über das Fahrgestell über, dass eine Anordnung der Räder im Heckbereich des Kippers nicht möglich ist. Durch den notwendigen langen Überstand ist dieses Kipperfahrzeug kaum für schlecht zugängliche Bereiche geeignet, da sich dort der lange Überstand als besonders hinderlich erweist. Durch diesen langen Überstand ist auch ein Abkoppeln des Kippanhängers vom Zugfahrzeug problematisch. Eine ungünstige Beladung kann dazu führen, dass der Massenmittelpunkt hinter der hinteren Achse liegt. Dies würde beim Abkoppeln unweigerlich dazu führen, dass der Heckbereich des Anhängers nach hinten kippt, während der Frontbereich mit der Zuggabel nach oben gehoben wird.
  • Des weiterem zeigt die DE 1 862 793 U eine an einem Bagger montierte Kippvorrichtung, welche mittels des Hydraulikzylinders des Schiebeschildes des Baggers ansteuerbar ist.
  • Ausgehend von Stand der Technik liegt der vorliegenden Anmeldung die Aufgabe zugrunde, eine Kombination aus einem Bagger und einem Anhänger zu schaffen, welche in der Lage ist die Kippmulde des Anhängers in jeder Situation sicher und zuverlässig abzukippen.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltung und Weiterbildung zu dieser Lösung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • In 4 ist eine Detaildarstellung der mechanischen und hydraulischen Kupplungen zu sehen. Durch eine am Schiebeschild (14) oder durch ein am Unterwagen des Baggers angebrachtes Kupplungsstück (12), wird eine mechanische Verbindung über das Kupplungsgegenstück (28) des Kippanhängers erzeugt. Die in 4 dargestellte Kupplungsverbindung zeigt eine für Kraftfahrzeuge gebräuchliche Kupplungsverbindung zwischen Kugelkopf und Kugelbecher. Die mechanische Kupplung ermöglicht es, den Kippanhänger (20) sowohl an einen dafür vorgesehenen Bagger (10), als auch an ein Zugfahrzeug (6) mit passendem Kupplungsstück (12, 8) anzukoppeln. Die 4 zeigt neben der mechanischen Kopplung (12, 28), auch die hydraulische Verbindung zwischen Bagger (10) und Kippanhänger (20). Der hydraulische Zu- und Rückfluss zwischen Bagger und Kippanhänger wird durch eine geeignete hydraulische Kupplung (30) hergestellt. Vorteilhaft sind hier so genannte Schnellkupplungen, welche durch Aufstecken eine sichere hydraulische Verbindung gewährleisten. Der hydraulische Zu- und Rückfluss wird vom Hydraulikzylinder (16) des Schiebeschildes (14) auf die Hydraulikzylinder (26) des Kippanhängers (20) durch Betätigen der Umschaltventile (18) umgeleitet. Die Umschaltventile (18) können dabei so ausgeführt sein, dass dabei gleichzeitig der hydraulischen Zu- und Rückfluss des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) gesperrt wird. Da das hydraulische Medium inkompressibel ist, wird durch die Sperrung des hydraulischen Kreislaufes des Hydraulikzylinders (16) am Schiebeschild (14), eine Arretierung des Schiebeschildes (14) erreicht. Das heißt, das Schiebeschild (14) verbleibt in der hochgefahrenen Stellung und schleift beim Fahren nicht auf dem Boden. Nach der Umlenkung des hydraulischen Kreislaufes des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) auf den hydraulischen Kreislauf der Hydraulikzylinder (26) des Kippanhängers (20), wird bei der Betätigung der Funktion Schiebeschild heben oder senken, nicht mehr erreicht, dass sich das Schiebeschild (14) hebt oder senkt, sondern, dass sich die Kippmulde (24) hebt oder senkt. Das Schiebeschild (14) verbleibt in der hochgefahrenen Stellung, da durch die Sperrung des Hydraulikzylinders (16) kein Hydrauliköl zu- oder abfließen kann.
  • Die 4 zeigt eine konstruktive Variante des Anspruchs 1. Die Nutzung des hydraulischen Kreislaufes des Hydraulikzylinders (16) Schiebeschildes (14) ist neuartig und vorteilhaft, weil der Aufwand für eine Umrüstung gering ist und so genannte Minibagger fast ausnahmslos über Schiebeschilder (14) verfügen. Die hydraulischen Leitungen des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) sind in den meisten Fällen relativ frei zugänglich und daher ist die Anbringung von Umschaltventilen (18) in den meisten Fällen unproblematisch. Vorteilhaft ist weiterhin, dass die Ansteuerung des Schiebeschildes meist über einen separaten Hebel in der Fahrerkabine erfolgt, welcher nur diese eine Funktion ausführt. Daher ist auch nach der Umstellung der Umschaltventile (18) eine eindeutige Ansteuerung beim Kippvorgang der Kippmulde (24) gewährleistet und einen ungewollte Ansteuerung kaum möglich.
  • Eine weitere Ausführungsform verfügt über einen separaten hydraulischen Kreislauf. Dies ist zwingend notwendig, falls der Bagger (10) über keinen Hydraulikzylinder (16) für ein Schiebeschild (14) erfügt, dessen hydraulischer Kreislauf genutzt werden könnte.
  • Wie in 3 dargestellt, kann der Kippanhänger (20) über eine besonders hohe Kippachse (22) verfügen. Diese ermöglicht es, Schüttgüter wie Aushubmaterial (2) über die Bordwände von Containern (4) hinweg zu entleeren. Die Kippmulde (24) des Kippanhängers (20) könnte durch einen üblichen zentralen Mehrfachzylinder angetrieben werden. Vorteilhafter ist es aber, die Kippmulde (24) durch zwei seitlich angeordnete doppeltwirkende Hydraulikzylinder (26) anzutreiben, weil der Kippwinkel der Kippmulde (24) so groß sein kann, dass der Massenmittelpunkt des Behälters über die Kippachse bewegt werden kann. Damit könnte die Kippmulde (24) nicht ohne Antrieb wieder die Ursprungsstellung zurückkehren. Da aber übliche hydraulische Mehrfachzylinder nur in einer Richtung Kräfte übertragen, sind diese nur bedingt geeignet.
  • Eine solche Ausführungsform mit besonders hoher Kippachse erfordert fange Hubwege. Diese langen Hubwege mit der aus der DE 43 41 313 C1 bereits bekannten Kombination aus Bagger und Anhänger mit Kippmulde konstruktiv zu realisieren, wäre kaum möglich, da dies die Reichweite des Baggerarms in den meisten Fällen bei weitem überschreiten würde. Die aus der DE 43 41 313 C1 bekannte Kombination würde daher besonders bei einer hohen Kippachse (22) nur unbefriedigend kleine Kippwinkel der Mulde zulassen. Aber auch bei einer üblichen niedrigen Kippachse könnten mit der aus der DE 43 41 313 C1 bekannten Kombination nicht so große Kippwinkel erreicht werden, wie es mit dem Einsatz Hydraulikzylindern (26) möglich wären.
  • Wie in 1 dargestellt, läßt sich die Kombination zum Abtransport von Schüttgütern wie Aushubmaterial (2) nutzen. In 2 ist zu sehen, wie das vom Bagger (10) aufgenommene Aushubmaterial (2) direkt in den am Schiebeschild (14) angehangenen Kippanhänger (20) verladen wird. Besonders vorteilhaft läßt sich die Bagger- Kippanhängerkombination bei Arbeiten einsetzen, bei denen ein häufiger Standortwechsel erforderlich ist. Würde statt der Bagger- Kippanhängerkombination ein Lkw eingesetzt, müsste bei jedem Standortwechsel des Baggers auch ein Standortwechsel des Lkws erfolgen. Dies würde es erforderlich machen, neben dem Fahrzeugführer für den Bagger, auch einen Fahrzeugführer für den Lkw einzusetzen. Falls nur ein Fahrzeugführer zur Verfügung stehen würde, wäre es erforderlich, dass der Fahrzeugführer den Lkw nachsetzt, um diesen wieder in die Reichweite des Baggers zu bringen. Diese Vorgehensweisen wären daher im Vergleich zum Einsatz der Bagger- Kippanhängerkombination entweder personalkostenintensiv oder sehr umständlich. Vorteilhaft ließe sich die Bagger-Kippanhängerkombination auch beim Erstellen von Kanal- oder Kabelgräben einsetzen. Da beim Ausbaggern von schmalen Gräben nur relativ wenig Material pro ausgebaggerter Strecke anfällt, ist auch bei diesem Vorgang ein häufiger Standortwechsel nötig.
  • Die 2 zeigt wie Aushubmaterial (2) von der Bagger- Kippanhängerkombination verladen wird. Hierbei wird Material durch die Drehung des Oberwagens des Baggers (10) über den angehangenen Kippanhänger (20) geschwenkt und in den Behälter des Kippanhängers (20) befördert. Vorteilhaft ist hierbei, dass der Abstand zwischen Kippmulde (24) und Drehachse des Baggers unveränderlich bleibt, egal wie sich der Bagger bewegt. Dies ist bei der Beladung eines Transportfahrzeuges nicht der Fall, da hierbei bei jeglicher Bewegung des Baggers der Abstand vom Transportfahrzeug verändert wird und somit ein Nachsetzen des Transportfahrzeuges erforderlich werden kann. Wie in 2 zu sehen, ist eine keilförmige Ausbildung der Kippmulde (24) vorteilhaft, da dadurch kaum Kollisionen zwischen Baggerarm und Kippmulde (24) beim Schwenken des Oberwagens des Baggers (10) stattfinden können. Ein weiterer Vorteil einer keilförmigen Kippmulde (24) ergibt sich durch die gute Sicht des Fahrzeugführers auf den Befüllungsgrad des Kippanhängers (20). Dies wäre bei einer kastenförmigen Formgebung mit durchgehender Bordwandhöhe nicht der Fall. Bei einer keilförmigen Kippmulde (24) besteht für den Fahrzeugführer auch die Möglichkeit das Material, welches sich im vorderen Bereich der Kippmulde (24) befindet, mit dem Baggerarm in Richtung Rückwand zu schieben. Wie in 2 zu sehen, reicht der Baggerlöffel nicht bis zur Rückwand der Kippmulde (24). Um dennoch das Volumen der Kippmulde (24) voll ausnutzen zu können, kann der Fahrzeugführer daher das Material durch Zurückschieben mit dem Baggerlöffel in den hinteren Bereich der Kippmulde (24) bringen. Dies ist durch die niedrige Bordwandhöhe im vorderen Bereich der Kippmulde (24) möglich.
  • Die Bagger- Kippanhängerkombination kann nach der Beladung der Kippmulde (24) das Aushubmaterial (2) abtransportieren. Der Fahrzeugführer rangiert den Kippanhänger (20) so, dass die Kippachse (22) zwischen Kippmulde (24) und Trägergestell des Kippanhängers (20) über die Bordwand eines bereitgestellten Containers (4) ragt. Wie in 3 dargestellt, ist dies durch die schräge Gestaltung am Heck des Kippanhängers (20) möglich. Durch betätigen der Funktion weiche ursprünglich dem Schiebeschild (14) zugeordnet war, wird nur die Kippmulde (24) des Kippanhängers (20) angehoben und entleert seinen Inhalt in den Container (4). In gleicher Weise kann die Kippmulde (24) wieder in die ursprüngliche Position zurück versetz werden, damit die erneute Beladung erfolgen kann. Da dieser Vorgang des Abkippens mit einer Schwerpunktverlagerung nach hinten verbunden ist, wäre es vorteilhaft ausfahrbare bzw. ausklappbare Abstützungen vorzusehen, die den Absenken des Kippanhängers (20) im Heckbereich beim Abkippvorgang entgegen wirken.
  • Sollte kein Container (4) oder sonstiges Transportbehältnis zur Verfügung stehen, ist auch ein Umkoppeln des beladenen Kippanhängers (20) vom Bagger (10) an ein Zugfahrzeug (6) möglich. Dabei wird der vom Bagger beladene Kippanhänger (20) von diesen abgekoppelt und an das Zugfahrzeug (6) angekoppelt. Dieser Vorgang ist in 8 dargestellt. Wie in 7 zu sehen, kann das Zugfahrzeug (6) den beladenen Kippanhänger (20) direkt zur Entladestelle transportieren. Dies ist besonders vorteilhaft, da bei dieser Vorgehensweise keine weiteren Transportfahrzeuge oder Transportbehälter notwendig sind.
  • Die Bagger- Kippanhängerkombination kann in gleicher Weise wie beim Abtransport von Material auch zum Antransport von Material eingesetzt werden. Hiebei kann das aufzubringende Material wie zum Beispiel Rindenmulch oder Mutterboden vom einem Lkw an einer zugänglichen Stelle abgekippt, vom Bagger (10) in den angehangenen Kippanhänger (20) verladen und zu dem unzugänglichen Bereich transportiert werden. Dort kann das Material von der Bagger-Kippanhängerkombination abgekippt, oder auch durch den Bagger (10) direkt vom Kippanhänger (20) entnommen werden. Vorteilhaft ist hierbei, dass man das Material so genau dosieren kann und es zu keiner Verschwendung von Material kommt. Analog zum Abtransport von Material, ist es auch möglich, einen mit Material beladenen Kippanhänger (20) durch ein Zugfahrzeug (6) anzufahren und diesen an den Bagger (10) umzukoppeln. Durch eine keilförmige Ausbildung der Kippmulde (24) ist der Fahrzeugführer in der Lage bei der Endnahme von Material aus der Kippmulde (24) diese gut einzusehen.
  • In einer weiteren Ausführungsform wird der Kippanhänger (20) durch eine umklappbare und verriegelbare Rückwand (32) als Transportanhänger für den Baufahrzeuge und Baugeräte genutzt werden. Dabei ist die Rückwand (32) am unteren Ende mit dem Behälter über ein Drehgelenk und in oberen Bereich mit einer lösbaren Verriegelung verbunden. Wie in (5) dargestellt, dient die heruntergeklappte Rückwand (32) als Auffahrrampe für die zu transportierenden Baumaschinen. Damit der Bagger (10) auf den Kipperanhänger (20) auffahren kann, muss die Verriegelung gelöst und die Rückwand (32) herunter gelassen werden. Gegebenenfalls kann es notwendig sein, eine zusätzliche Abstützung des Kippanhängers (20) vorzusehen, da unter Umständen der Kippanhänger (20) durch den auffahrenden Bagger (10) stark niedergedrückt wird. Nach dem Auffahrvorgang wird die Rückwand (32) wieder in die ursprüngliche Position zurück versetzt und verriegelt. Wie in (6) dargestellt, kann der Transport des Baggers (10) durch ein geeignetes Zugfahrzeug (6) erfolgen, welches auch als Zugfahrzeug (6) für den Transport von Schüttgütern dienen kann. Auch bei Einsatz des Kippanhängers (20) als Transportanhänger für einen Bagger (10) ist eine keilförmige Formgebung der Kippmulde (24) empfehlenswert, da sich so nach dem Auffahren des Baggers (10) die Tür des Baggers noch öffnen lässt, damit der Fahrzeugführer aussteigen kann. Dies wäre bei durchgehend hohen Bordwänden der Kippmulde (24) nicht der Fall, da in diesem Fall nur wenig Platz zwischen Baggertür und Seitenwand der Kippmulde (24) bestehen würde. Somit wäre es dem Fahrzeugführer nicht möglich den Bagger (10) nach dem Auffahren auf dem Kippanhänger (20) zu verlassen, da sich die Fahrzeugtür des Baggers nicht öffnen ließe. Eine keilförmige Kippmulde (24) ist auch deshalb beim Baggertransport notwendig, da sich so der Baggerlöffel auf den Boden der Kippmulde (24) auflegen lässt. Wie in 6 zu sehen, ragt ein Teil des Baggerarms beim Transport über die Kippmulde (24) hinaus, obwohl der Baggerlöffel auf dem Kippmuldenboden aufliegt.
  • Bei der Bagger- Kippanhängerkombination ist im Falle des Auf- und Abfahrens eines Fahrzeugs in die Kippmulde (24) das Einnehmen der Hinterkippstellung nicht nötig. Die Kippmulde (24) kann ich der Ruhestellung verbleiben und nur die Rückwand (32) wird heruntergeklappt. Durch die insbesondere im Unteranspruch 2 beschriebene hohe Kippachse ergibt sich eine besonders lange Rückwand (32). Diese ermöglicht auch ohne Einnahme der Rückkippstellung einen flachen Winkel beim Einsatz der Rückwand (32) als Auffahrrampe.
  • Auch ist ein langer Überstand der Kippmulde (24) nicht vorgesehen. Die Räder können im Heckbereich des Kippanhängers (20) angeordnet werden. Damit ist gewährleistest, das sich der Massenmittelpunkt des abgekoppelten Kippanhängers (20) immer zwischen dem ausgefahrenen Stützrad (34) und dem hinteren Rädern befindet. Dies ist notwenig, da bei der Bagger- Kippanhängerkombination, ein Abkoppeln des beladenen Kippanhängers (20) und ein Ankoppeln an anderen Zugfahrzeugen (6) zu den üblichen Tätigkeiten gehört. Ein solcher Vorgang ist in der 8 dargestellt.
  • 1 eine Seitenansicht der erfindungsmäßigen Bagger-Kippanhängerkombination.
  • 2 eine Seitenansicht der erfindungsmäßigen Bagger-Kippanhängerkombination beim Aufladen vom Material.
  • 3 eine Seitenansicht der erfindungsmäßigen Bagger-Kippanhängerkombination beim Entleeren des Inhaltes der Kippmulde in einen Container.
  • 4 eine Detailvergrößerung der Kupplungen (teilweise in Schnittdarstellung) der erfindungsmäßigen Bagger- Kippanhängerkombination.
  • 5 eine Seitenansicht des an ein Zugfahrzeuge angekoppelten Kippanhängers beim Auffahrvorgang eines Baggers.
  • 6 eine Seitenansicht des an ein Zugfahrzeuge angekoppelten Kippanhängers beim Transport eines Baggers.
  • 7 eine Seitenansicht des an ein Zugfahrzeuge angekoppelten Kippanhängers beim Transport von Aushubmaterial.
  • 8 eine Seitenansicht eines Umkopplungsvorgangs vom Bagger zu einem Zugfahrzeug.
  • 2
    Aushubmaterial
    4
    Container
    6
    Zugfahrzeug
    8
    Kupplungsstück (Zugfahrzeug)
    10
    Minibagger
    12
    Kupplungsstück (Bagger)
    14
    Schiebeschild
    16
    Hydraulikzylinder (Schiebeschild)
    18
    Umschaltventil
    20
    Kippanhänger
    22
    Kippachse
    24
    Kippmulde
    26
    Hydraulikzylinder (Kippanhänger)
    28
    Kupplungsgegenstück
    30
    hydraulische Kupplung
    32
    Auffahrrampe für Bagger/Rückwand
    34
    Stützrad

Claims (9)

  1. Kombination eines Baggers (10) welcher einen Unterwagen, einen endlos drehbaren Oberwagen, einen Auslegearm und ein Kupplungsstück (12) aufweist mit einem Kippanhänger (20), welcher eine durch ein geeignetes hydraulisches Antriebsmittel kippbare Kippmulde (24) und ein entsprechendem Kupplungsgegenstück (28) am Fahrgestell, welches ein An- und Abkoppeln des Kippanhängers (10) am Bagger (10) oder anderen mit entsprechenden Kupplungsstücken (8) ausgerüsteten Zugfahrzeugen (6) ermöglicht, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Kippanhänger (20) über hydraulische Kupplungen (30) an den hydraulischen Kreislauf des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) des Baggers (10) anschließen lässt und der Zu- und Rückfluss des hydraulischen Kreislaufes des Hydraulikzylinders (16) des Schiebeschildes (14) durch Umschaltventile (18) auf das hydraulische System des Kippanhängers (20) umgeleitet wird.
  2. Kombination eines Baggers mit Kippanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heck der Kippmulde (24) schräg nach oben läuft und dass die Kippachse (22) sowohl hinter der Hinterachse des Kippanhängers (20) als auch oberhalb der Bordwand eines Containers (4) angeordnet ist, sodass die Kippachse (22) über die Bordwand eines Containers (4) hinweg rangiert werden kann.
  3. Kombination eines Baggers mit Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippmulde (24) eine annähernd keilförmige Gestaltung hat, wobei die Bordwandhöhe im Heckbereich deutlich größer ist als im vorderen Bereich der Kippmulde (24).
  4. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsstück (12) am Oberwagen des Baggers (10) angebracht ist.
  5. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stange oder Kette zwischen Schiebeschild (14) und Unterwagen in einer solchen Weise lösbar angebracht ist, dass keine Bewegung des Schiebeschildes (14) stattfinden kann.
  6. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kippanhänger (20) als Dreiseitenkipper ausgebildet ist.
  7. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch verstellbare Stützen eine verbesserte Standsicherheit geschaffen wird.
  8. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rückwand (32) der Kippmulde (24) durch mindestens ein am unterem Bereich angebrachtes Drehgelenk und durch mindestens eine am oberen Bereich angebrachte Verriegelungsvorrichtung heruntergeklappt lässt, sodass ein Fahrzeug über die heruntergeklappte Rückwand (32) auf den Kippanhänger (20) auf- und abfahren kann, sowie innerhalb der Kippmulde (24) transportiert werden kann.
  9. Kombination eines Baggers mit einem Kippanhänger nach wenigstens einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rückwand (32) der Kippmulde (24) durch eine Verriegelungsvorrichtung von der Kippmulde (24) lösen lässt und so am Baden der Kippmulde (24) anbringen lässt, dass über die Rückwand (32) der Kippmulde (24) ein Fahrzeug auf den Kippanhänger (20) auf- oder abfahren kann, sowie innerhalb der Kippmulde (24) transportiert werden kann.
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