DE102005026998A1 - Anordnung mit einem Registriergerät - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung (1) mit einem Registriergerät, insbesondere mit einem Fahrtschreiber (2) für ein Kraftfahrzeug, mit einer Spannungsquelle (3), die das Registriergerät mit Energie versorgt, mit einem Sensor (S), der ein Signal an das Registriergerät sendet, auf Basis dessen das Registriergerät Aufzeichnungen speichert, wobei verschiedene Module (7, 8, 9, MEM) des Registriergeräts Energie verbrauchen und abschaltbar sowie einschaltbar ausgebildet sind. Insbesondere aufgrund der verhältnismäßig unsicheren Spannungsversorgung hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, eine derartige Anordnung zu schaffen, deren Betrieb einerseits von Spannungsschwankungen und Unterbrechungen wenig beeinträchtigt wird und andererseits eine nur instabile Energieversorgung nicht zu stark durch die Anordnung belastet. Hierzu wird vorgeschlagen, dass im Falle einer Änderung der Betriegsspannung (U) der Energieversorgung einige der Module (7, 8, 9, MEM) abgeschaltet oder eingeschaltet werden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem Registriergerät, insbesondere mit einem Fahrtschreiber für ein Kraftfahrzeug, mit einer Spannungsquelle, die das Registriergerät mit Energie versorgt, mit einem Sensor, der ein Signal an das Registriergerät sendet, auf Basis dessen das Registriergerät Aufzeichnungen speichert, wobei verschiedene Module des Registriergerätes Energie verbrauchen und abschaltbar sowie einschaltbar ausgebildet sind.
- Anordnungen der eingangs genannten Art sind bereits aus der Verordnung der EWG 3821/85 über Kontrollgeräte im Straßenverkehr bekannt. Diese Geräte werden mittels der in dem Kraftfahrzeug zum Betrieb elektrischer Vorrichtungen vorgesehenen Batterie betrieben. Da bei einer derartigen Energiequelle nicht die gleichen Voraussetzungen wie bei einem Netzanschluss hinsichtlich Stabilität und Ausfallsicherheit gegeben sind, muss ein Registriergerät besondere Vorkehrungen für Spannungsschwankungen oder einen vollständigen Ausfall der Stromversorgung aufweisen, damit es in dem verhältnismäßig häufigen Fall derartiger Unregelmäßigkeiten nicht jedes mal zu einem Verlust bisheriger Aufzeichnungen oder gar zu einem Defekt des Gerätes kommt. Des Weiteren ist es wünschenswert, dass auch bei weit reichenden Schwankungen der Betriebsspannung nicht nur bisherige Aufzeichnungen erhalten bleiben, sondern auch solange wie möglich der Registrierbetrieb aufrechterhalten wird. Hierbei ist darüber hinaus jedoch zu berücksichtigen, dass die stromversorgende Fahrzeugbatterie nicht primär die Funktion des Registriergerätes gewährleisten soll, sondern in erster Linie diejenige des Kraftfahrzeuges sicherzustellen hat. Daher darf insbesondere im Falle einer sich leerenden Batterie das Registriergerät nicht als leistungsintensiver Verbraucher den geschwächten Stromkreislauf belasten.
- Angesichts dieser vielfältigen Problematik hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, eine Anordnung der eingangs genannten Art in der Weise weiterzubilden, dass einerseits Spannungsschwankungen und Unterbrechungen der Energieversorgung den Betrieb der Anordnung im geringst möglichen Maße beeinträchtigen und andererseits eine nur instabile Energieversorgung nicht zu stark durch die Anordnung belastet wird.
- Diese Aufgabe wird mittels einer Anordnung nach Anspruch 1 erfindungsgemäß gelöst. Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
- Der besondere Vorteil der Erfindung liegt zum einen darin, dass im Falle einer Schwankung der Betriebsspannung, beispielsweise einer Absenkung derselben unter einen definierten Schwellwert, Module des Registriergerätes abgeschaltet werden und auf diese Weise der Betrieb des Registriergerätes die instabile Stromversorgung nicht zusätzlich belastet. Das Abschalten nur eines Teiles aller Module des Registriergerätes hat daneben den Vorteil, dass besonders wichtige Funktionen aufrechterhalten bleiben können. Auf diese Weise kann ein erfindungsgemäßes Registriergerät auch im Falle des Absinkens der Betriebsspannung die eigentliche Aufgabe des Registrierens bei nur geringer Leistungsaufnahme solange wie möglich fortsetzen. Gleichermaßen kann im Falle einer Überspannung, die bei einem Kraftfahrzeug häufig durch äußere Umstände verursacht sein kann, eine Abschaltung eines Teiles der Module erfolgen, so dass zumindest besonders empfindliche Bauelemente keinen Defekt erleiden. Im Falle der Spannungsabsenkung ist es zweckmäßig, die besonders leistungsintensiven Verbraucher unter den Modulen des Registriergerätes abzuschalten, beispielsweise ein Anzeigemodul des Registriergerätes oder eine Beleuchtung einer Anzeige oder von Bedienelementen.
- Hierbei ist es sinnvoll, wenn unter den Modulen, die jeweils einen unterschiedlichen Energieverbrauch aufweisen, die Module, die über einer bestimmten Grenzverbrauchsleistung liegen, bei einem Abfall der Betriebsspannung abzuschalten. Diese besonders einfache Vorgehensweise kann mit Ausnahmen versehen werden für Module, deren Betrieb für die besonders wichtigen Aufgaben des Registriergerätes, beispielsweise der Speicherung von Aufzeichnungen, unentbehrlich ist. Im Einzelnen kann es zweckmäßig sein, wenn bestimmten Spannungsbereichen der Betriebsspannung bestimmte Betriebsmodi zugeordnet sind, die Module bestimmten Betriebsmodi zugeordnet sind, so dass dem aktuellen Betriebsmodus zugeordnete Module eingeschaltet und nicht zugeordnete Module abgeschaltet werden. In direkter Abhängigkeit von der Betriebsspannung erfolgt auf diese Weise das Wechseln des Betriebsmodus mit einer Optimierung in der Weise, dass bei sinkender Betriebsspannung unter einen bestimmten Schwellwert sequentiell energiesparendere Betriebsmodi aktiviert werden und bei steigender Betriebsspannung verbrauchsleistungsintensivere. Steigt die Betriebsspannung über die normale Betriebsspannung hinaus, kann in einem Überspannungsmodus die Abschaltung bestimmter elektronischer Komponenten erfolgen. Damit es hierbei nicht zu instabilen Zuständen infolge häufigen Wechselns des Betriebsmodus kommt, ist es sinnvoll, wenn die Spannungsbereiche, die bestimmten Betriebsmodi zugeordnet sind, von oberen und unteren Spannungsschwellwerten begrenzt werden, die jeweils für eine ansteigende Spannung und eine sinkende Spannung im Sinne einer Hysterese einen jeweils anderen Wert aufweisen. Beispielsweise kann dies bedeuten, dass der Übergang von dem normalen Betriebsmodus in einen Überspannungsbetriebsmodus bei steigender Spannung einen höheren Spannungsschwellwert aufweist als bei sinkender Spannung.
- Eine Möglichkeit des Abschaltens von Modulen bei unter einem bestimmten Spannungsschwellwert sinkender Betriebsspannung besteht darin, dass das Registriergerät ein als Microcontroller ausgebildetes Modul ausschaltet. Hierbei kann es sich auch um einen Microcontroller handeln, der die Vorgänge zentral steuert. Hierbei ist es sinnvoll, wenn das Registriergerät neben dem Microcontroller auch eine Systemuhr aufweist und während eines Inaktivmodus, bei welchem der Microcontroller nicht aktiv ist, die Systemuhr an den Microcontroller in periodischen zeitlichen Abständen einen Weckbefehl sendet, der das Registriergerät in einen Stromsparvormodus versetzt. Während des Stromsparvormodus wechselt der Microcontroller zwischen kurzer Aktivität und Inaktivität. Aus der Inaktivität wechselt der Microcontroller initiiert durch einen Weckimpuls von einer Systemuhr in die Aktivität. Das Systemprogramm wechselt in den Stromsparvormodus, wenn über einen bestimmten Zeitraum bestimmte Bedingungen gelten, insbesondere kein Fahrbetrieb des Fahrzeugs vorliegt und keine Bedienaktionen stattfinden. Einerseits kann auf diese Weise eine erhebliche Energieeinsparung erzielt werden und andererseits ist es möglich, die wesentlichen Funktionen des Registriergerätes mit einer nur etappenweisen Aktivität des Mikrokontrollers aufrechtzuerhalten. Während der Phasen der Aktivität des Microcontrollers ist es sinnvoll, wenn dieser nur Aufgaben erledigt, die bestimmte Notwendigkeitskriterien erfüllen bzw. eine entsprechend hohe Priorität aufweisen und mit der Zielsetzung der Energieersparnis die niedrig priorisierten Aufgaben unbearbeitet lässt. Nach Erledigung der hoch priorisierten Aufgaben ist es sinnvoll, wenn der Microcontroller in den Inaktivmodus geht, vorausgesetzt, die Betriebsspannung liegt über einem bestimmten Spannungsschwellwert. Der Übergang in den Inaktivmodus kann mit Vorteil von weiteren Bedingungen abhängig sein, hierzu können zählen: Zündung des Kraftfahrzeuges ist ausgeschaltet, keine Kommunikation auf externen Diagnoseschnittstellen zu einem Prüfgerät oder Diagnosegerät, keine eingehenden Impulse des Bewegungsgebers, die Spannungsversorgung des Bewegungsgebers ist in Ordnung, keine Ereignisanzeige (z.B. Anzeige von Fehlern), keine Datenkarte in Bearbeitung, Abschluss von Datenaufzeichnungen (Schreib-/Löschvorgang in einen Speicher), Betriebsspannung innerhalb der Spezifikation des Tachographen, Gehäuse des Tachographen nicht geöffnet, Tachograph befindet sich nicht in einer Betriebsart zur Inspektion oder Wartung, eine Bewertung von Aktivitäten nach EWG 3821/85 ist abgeschlossen (z.B. 3-Minutenregel, 120s-Regel gemäß EWG 3821/85), ein Ausdruckvorgang eines angesteuerten Druckers ist beendet oder ein Downloadvorgang ist beendet.
- Wird im Stromsparmodus ein Mikrocontollerbefehl "Power Down" gegeben, so bleibt eine Hauptschleife diese Betriebsmodus an dieser Stelle stehen und fährt dort nach dem Weckbefehl fort. Der Stromsparmodus ist unterbrechbar, dass heißt er kann verlassen werden entweder durch einen Hardware-Reset oder einen Interrupt (fast external Interrupt). Dieser Interrupt kann zweckmäßig sein: Zündung eingeschaltet, Takt der Systemuhr, Betätigen einer beliebigen Taste, Öffnen des Gehäuses, Abfall der Betriebsspannung des Sensors, Signale vom Sensor, Abfall der Betriebsspannung des Tachographen.
- Sinnvoll ist ein Wechsel in den Stromsparvormodus, wenn die Betriebsspannung so hoch ist, dass keine Gefahr besteht, die ungesicherten Daten zu verlieren. Bei zu niedrieger Spannung ist der Microcontroller bevorzugt aktiv zu schalten, da dieser dann genauer den Zeitpunkt des Verschwindens der Betriebsspannung feststellen und eine Speicherung dieses Zeitpunkts veranlassen kann. Diese Speicherung kann nach einem Neustart des Systems dann Anhaltspunkt für das Betriebsprogramm sein, ob in dem Speicher ein Fehlereintrag erfolgen sollte.
- Zu den hoch priorisierten Aufgaben des Microcontrollers während des Stromsparvormodus kann mit Vorteil die Speicherung aufgezeichneter Daten in einen internen Speicher des Registriergerätes zählen. Mit Vorteil kann es sich bei dem internen Speicher nur um eine Zwischenspeicherung dieser Daten handeln, insbesondere dann, wenn die endgültige Speicherung über eine Schnittstelle auf einen externen Speicher erfolgen soll und dieser Vorgang länger dauern würde.
- Bei einem weiteren Absinken der Betriebsspannung unter einen niedrigeren bestimmten Spannungsschwellwert ist es zweckmä ßig, wenn das Registriergerät aus einem Normalbetriebsmodus in eine Rettungsmodus wechselt, eingangs dessen die einzelnen Module jeweils eine Datensicherung durchführen und nach abgeschlossener Datensicherung melden, dass die Datensicherung abgeschlossen ist. Der Vorteil einer solchen Rückmeldung liegt darin, dass ohne Datenverlust der Rettungsmodus eingeleitet werden kann und der Zeitpunkt der Meldung als derjenige der Unterbrechung der Spannungsversorgung festlegbar ist. Der Wechsel in den Sicherheitsmodus schränkt den Betrieb des Registriergerätes zusätzlich ein, so dass der Energieverbrauch des Registriergerätes reduziert ist.
- Im Folgenden ist die Erfindung unter Bezugnahme auf Zeichnungen anhand eines speziellen Ausführungsbeispiels zur Verdeutlichung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung, -
2 eine schematische Darstellung der softwareimplementierten Funktionsweise einer erfindungsgemäßen Anordnung, -
3 eine Darstellung der Abhängigkeit der Betriebsmodi von der Betriebsspannung über die Zeit. -
1 zeigt eine Anordnung1 mit einem Fahrtschreiber2 , einem Sensor S, einer Spannungsquelle3 , einem Controller Area Network (CAN), einem Getriebe4 und einer Datenkarte5 . Der Fahrtschreiber2 empfängt Signale des Sensors S, der eine Drehzahl n von Bauteilen des Getriebes4 in Signalform überträgt. Ein Microcontroller MC wertet die Signale der Drehzahl n aus und übermittelt diese an einen internen Speicher MEM des Fahrtschreibers2 . - Der Fahrtschreiber
2 weist auf einer Frontseite6 ein Anzeigemodul7 , zwei Kartenaufnahmemodule8 , in welche Datenkar ten5 eingegeben werden können, ein Beleuchtungsmodul9 zur Beleuchtung des Anzeigemoduls7 und ein Stromversorgungsmodul10 sowie ein Druckmodul11 auf. Das Stromversorgungsmodul10 verbindet oder unterbricht Verbindungen der Module (7 ,8 ,9 , MEM) zu der Stromquelle3 infolge einer Ansteuerung des Microcontrollers. -
2 zeigt eine schematische Darstellung der verschiedenen Betriebsmodi S0–S2.6 sowie die möglichen Übergänge mit den hierfür erforderlichen Bedingungen (C00)–(C41) bzw. Ereignissen E. Ausgehend von unterbrochener Spannungsversorgung (E: Power Off) wechselt der Betriebsmodus mit dem Einschalten des Fahrtschreibers2 (E: Power Supplied) in einen Inaktiv-Betriebsmodus S0. Der Inaktiv-Betriebsmodus S0 ist gekennzeichnet durch den nicht aktiv geschalteten Microcontroller MC. Übersteigt die Betriebsspannung U nach dem Einschalten einen bestimmten Schwellwert (E: (C00)) wechselt das Registriergerät von dem Betriebsmodus inaktiv S0 in den Initialisierungsmodus S1. In diesem Modus erfolgt keine Datenerfassung, so dass ein etwaiger Spannungsabfall unkritisch ist. Ist die Initialisierung abgeschlossen (E: (C10)) wechselt das Registriergerät in einen Sicherheitsmodus S2.0, während dessen sich die Betriebsspannung noch in einem unsicheren Bereich befinden kann und der Betrieb demzufolge eingeschränkt ist, wobei keine Datenspeicherung erfolgt. Stabilisiert sich die Betriebsspannung und übersteigt sie einen gewissen Schwellwert, wechselt das Registriergerät in den Sicherheitsvorbereitungsmodus S2.1, während dessen weiterhin größere Stromverbraucher abgeschaltet sind, die Datenspeicherung jedoch bereits erfolgt. Übersteigt die Betriebsspannung U einen weiteren höheren Schwellwert, wechselt das Registriergerät in den Normalmodus S2.2, in welchem sämtliche Module der Anordnung dem normalen Betrieb nachgehen. Kommt es nun zu einer Überspannung, wechselt das Registriergerät in den Überspannungsmodus S2.6, während dessen zur Vermeidung von Zerstörungen der Betrieb dahingehend eingeschränkt wird, dass bestimmte Bauteile von der Spannungsquelle3 getrennt werden. Hierbei werden in erster Linie die starken Verbraucher von der Spannung getrennt, da die Verlustleistung in dem Gerät sonst kritische Werte übersteigt und thermisch verursachte Schäden eintreten können. - Kommt es ausgehend von dem Normalmodus S2.2 zu einem Spannungsabfall unter einen bestimmten Spannungsschwellwert, wechselt das Registriergerät in den Sicherheitsvorbereitungsmodus S2.1 und bei fortgesetztem Spannungsabfall zunächst in den Sicherheitsmodus S2.0, nachdem eine positive Rückmeldung betreffend die Datensicherung vorliegt, und bei weiterem Spannungsabfall findet ein Wechsel in den Inaktiv-Modus S0 statt. Ausgehend von dem Normalmodus S2.2 geht das Gerät in den Stromsparvormodus S2.3 über, wenn alle aufgerufenen Module Bereitschaft hierfür melden. Sobald diese Bedingung der Bereitschaft nicht mehr erfüllt ist, wird in den Normalmodus S2.2 zurückgewechselt. Wesentliche Bedingung für die Bereitschaft ist die Datensicherung. Solange die Bereitschaft für den Stromsparvormodus vorliegt, wechselt das System in zeitlich periodischer Folge zwischen dem Inaktiv-Modus S0 und dem Stromsparvormodus S2.3. Der Wechsel von dem Inaktiv-Modus S0 in den Stromsparvormodus S2.3 erfolgt hierbei mittels eines Weckbefehls WUP, den eine Systemuhr CLK regelmäßig an den Microcontroller MC sendet und damit auffordert, in den Stromsparvormodus S2.3 zu wechseln.
-
3 zeigt beispielhaft einen Spannungsverlauf über die Zeit und die jeweils auf Grund des Überschreitens oder Unterschreitens bestimmter Spannungsschwellwerte ausgelösten Wechsel der Betriebsmodi. Ausgehend von dem Normalmodus S2.2 fällt die Spannung auf einen ersten Spannungsschwellwert USFPM1 ab, wodurch ein Spannungsausfallinterrupt bei dem Microcontroller MC ausgelöst wird. Das Unterschreiten des Spannungsschwellwertes USFPM1 bewirkt einen Wechsel in den Sicherheitsvorbereitungsmodus S2.1, während dessen größere Stromverbraucher abgeschaltet sind und eine Datensicherung erfolgt. Der fortschreitende Spannungsabfall auf den zweiten Spannungsschwellwert USFM1 hat zur Folge, dass das Regist riergerät in den Sicherheitsmodus S2.0 geht, in dem der Betrieb eingeschränkt ist und keine Datensicherung erfolgt. Mit Unterschreiten der Betriebsspannung des Spannungsschwellwertes URSS1 begibt sich die Anordnung in den Inaktiv-Modus S0, was die Deaktivierung des Microcontrollers MC bewirkt. Der darauf folgende Anstieg der Betriebsspannung über den Spannungsschwellwert URSS2 lässt das Registriergerät wieder in den Sicherheitsmodus S2.0 wechseln, wobei der Spannungsschwellwert URSS2 über dem Spannungsschwellwert URSS1 liegt, was ein permanentes Wechseln bei einem Fahren der Betriebsspannung in einem Schwellwertbereich verhindert. Dieses Verhalten ist bei dem nachfolgenden Anstieg und Abfall über und unter den Spannungsschwellwert USFM1 zu beobachten, was keinen Wechsel des Betriebsmodus bewirkt. Erst das Übersteigen der Betriebsspannung über einen Schwellwert USFM2 bewirkt einen Wechsel in den Sicherheitsvorbereitungsmodus S2.1. In gleicher Weise ist das Hystereseverhalten auch in dem anschließenden Abschnitt der Aufzeichnung ablesbar. Der nachfolgende Verlauf bis zum Erreichen des Normalmodus S2.2 entspricht prinzipiell dem schon beschriebenen Verhalten der Registrieranordnung, wobei klar ablesbar ist, dass das Wechseln der Betriebsmodi nahezu ausschließlich von der Höhe der Betriebsspannung abhängig ist und die Dauer der Aufenthalte in den Betriebsmodi demnach spannungsgesteuert sind. Ausgehend von dem Normalmodus S2.2 bewirkt abschließend das Überschreiten eines Spannungsschwellwertes UOVM2, dass die Anordnung in den Überspannungsmodus S2.6 wechselt und bestimmte Module von der Spannungsversorgung getrennt werden. -
- (C00)–(C41)
- Bedingung
- 1
- Anordnung
- 2
- Fahrtschreiber
- 3
- Spannungsquelle
- 4
- Getriebe
- 5
- Datenkarte
- 6
- Frontseite
- 7
- Anzeigemodul
- 8
- Kartenaufnahmemodul
- 9
- Beleuchtungsmodul
- 10
- Spannungsversorgung
- CLK
- Systemuhr
- CPU
- Mikrokontroller
- E
- Ereignis
- MEM
- interner Speicher
- n
- Drehzahl
- S
- Sensor
- SO
- Inaktiv-Modus
- S1
- Initialisierungsmodus
- S2.0
- Sicherheitsmodus
- S2.1
- Sicherheitsvorbereitungsmodus
- S2.2
- Normalmodus
- S2.3
- Stromsparmodus
- S2.4
- Rettungsmodus
- S2.6
- Überspannungsmodus
- U
- Betriebsspannung
- UOVM, USFPM,
- Spannungsschwellwert
- USFM, URSS
- WUP
- Weckbefehl
Claims (12)
- Anordnung (
1 ) mit einem Registriergerät, insbesondere mit einem Fahrtschreiber (2 ) für ein Kraftfahrzeug, mit einer Spannungsquelle (3 ), die das Registriergerät mit Energie versorgt, mit einem Sensor (S), der ein Signal an das Registriergerät sendet, auf Basis dessen das Registriergerät Aufzeichnungen speichert, wobei verschiedene Module (7 ,8 ,9 , MEM) des Registriergeräts Energie verbrauchen und abschaltbar sowie einschaltbar ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung derart ausgebildet ist, dass im Falle einer Änderung der Betriebsspannung (U) der Energieversorgung einige der Module (7 ,8 ,9 , MEM) abgeschaltet oder eingeschaltet werden. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Module (7 ,8 ,9 , MEM) unterschiedlichen Energieverbrauch aufweisen und die Module (7 ,8 ,9 , MEM), die über einer bestimmten Grenzverbrauchsleistung liegen, bei einem Abfall der Betriebsspannung (U) abgeschaltet werden. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmten Spannungsbereichen der Betriebsspannung (U) bestimmte Betriebsmodi (S0–52.6) zugeordnet sind, die Module (7 ,8 ,9 , MEM) bestimmten Betriebsmodi (S0–52.6) zugeordnet sind, dem aktuellen Betriebsmodus S0 zugeordnete Module (7 ,8 ,9 , MEM) einschaltet und nicht zugeordnete Module (7 ,8 ,9 , MEM) abschaltet werden. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsbereiche, die bestimmten Betriebsmodi (S0–S2.6) zugeordnet sind, von oberen und unteren Spannungsschwellwerten begrenzt werden, die jeweils für eine ansteigende Spannung und eine sinkende Spannung im Sinne einer Hysterese jeweils einen anderen Wert aufweisen. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät als Modul (7 ,8 ,9 , MEM) einen Microcontroller (MC) und eine Systemuhr (CLK) aufweist und in einem energiesparenden Inaktiv-Modus (S0) der Microcontroller (MC) nicht aktiv ist, die Systemuhr (CLK) während des Inaktiv-Modus (S0) an den Microcontroller (MC) in periodischen zeitlichen Abständen einen Weckbefehl (WUP) sendet, der das Registriergerät in einen Stromsparvormodus (S2.3) versetzt, während dessen der Microcontroller (MC) aktiv ist. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät, wenn es sich in dem Inaktiv-Modus (S0) befindet durch einen Abfall der Betriebsspannung (U) aus dem Inaktiv-Modus (S0) in den Stromsparvormodus (S2.3) versetzt wird. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät nach einem Einschalten der Betriebsspannung (U) zunächst in den Inaktiv-Modus (SO) wechselt. - Anordnung (
1 ) nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät mit einer Zündung für ein Kraftfahrzeug in Verbindung steht und das Registriergerät nach einem Ausschalten der Zündung zunächst überprüft, ob die Voraussetzungen für einen Wechsel in den Inaktiv-Modus (S0) vorliegen und in den Inaktiv-Modus (S0) wechselt, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. - Anordnung (
1 ) nach einem der Ansprüche 5, 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Microcontroller (MC) im Stromsparvormodus (S2.3) Aufgaben erledigt, die bestimmte Notwendigkeitskriterien erfüllen und in den Inaktiv-Modus (S0) geht, wenn die Erledigung der Aufgaben abgeschlossen ist (E:(C40)). - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung aufgezeichneter Daten in einem internen Speicher des Registriergerätes die Notwendigkeitskriterien erfüllt. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät bei einem Absinken der Betriebsspannung (U) unter einen bestimmten Spannungsschwellwert aus einem Normalbetriebsmodus (S2.2) in einen Rettungsmodus (S2.4) wechselt, eingangs dessen die einzelnen Module (7 ,8 ,9 , MEM) jeweils eine Datensicherung durchführen und nach abgeschlossener Datensicherung melden, dass die Datensicherung abgeschlossen ist. - Anordnung (
1 ) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Registriergerät nach Meldung der datensichernden Module (7 ,8 ,9 , MEM), dass die Datensicherung abgeschlossen ist, den Abschluss der Datensicherung als Zeitpunkt einer Unterbrechung der Spannungsversorgung (10 ) aufzeichnet und in einen Sicherheitsmodus (S2.0) wechselt.
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Owner name: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE |
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