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DE102005026167B4 - Armaturenbrett mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel - Google Patents

Armaturenbrett mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel Download PDF

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DE102005026167B4 DE200510026167 DE102005026167A DE102005026167B4 DE 102005026167 B4 DE102005026167 B4 DE 102005026167B4 DE 200510026167 DE200510026167 DE 200510026167 DE 102005026167 A DE102005026167 A DE 102005026167A DE 102005026167 B4 DE102005026167 B4 DE 102005026167B4
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Abstract

Armaturenbrett (2) für ein Kraftfahrzeug mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel (15), wobei der Betätigungsmechanismus einen Schalter (1) zum Entriegeln und/oder Öffnen des Handschuhkastendeckels (15) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) in einer Schaumstoffschicht (4) unterhalb einer Oberflächenhaut (3) des Armaturenbretts (2) angeordnet ist und in einer Aussparung einer harten Kunststoffschicht (5) des Armaturenbretts eingeklipst ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Armaturenbrett mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel.
  • Aus der Praxis bekannt sind mechanische Betätigungs- und Verriegelungsmechanismen, bei denen eine mechanische Verriegelung zumeist mittig am Handschuhkastendeckel angeordnet ist. Durch Ziehen an einem Griff kann das Handschuhfach entriegelt und geöffnet werden.
  • Nachteilig an bekannten Handschuhkastenbetätigungsvorrichtungen hat sich gezeigt, dass die mechanischen Teile besonders gegen Fehlbedienungen empfindlich sind und bei Gewalteinwirkung leicht beschädigt werden. Darüber hinaus muss eine solche mechanische Verriegelung am Handschuhkasten selbst angeordnet sein und je nach Lage des Handschuhkastens ist es für den Fahrer umständlich, an die Betätigung heran zukommen.
  • DE 199 06 049 A1 zeigt eine Verschlusseinrichtung eines Handschuhkastendeckel mit einem Drucktaster. Solche Drucktastenschalter haben den Nachteil, dass sie empfindliche bewegliche mechanische Teile umfassen und sich nicht optimal in das Design eines Fahrzeugs einpassen lassen.
  • DE 199 22 657 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Wirksamsetzen einer Öffnungshilfe für verschließbare Teile an Fahrzeugen, wie Klappen, Türen oder dergleichen mit einem manuellen Betätiger, der im Betätigungsfall auf den Kontaktgeber eines Mirkoschalters einwirkt. Der betätigte Mikroschalter setzt dabei einen Antrieb zum Öffnen eines Verschlusses der Klappe bzw. der Tür wirksam. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Betätiger aus einer elastisch nachgiebigen Stelle der an sich starr ausgebildeten Karosserie des Fahrzeugs besteht und dass in den Nachgiebigkeitsweg dieser Karrosseriestelle der Kontaktgeber des Mirkoschalters angeordnet ist.
  • DE 100 15 887 C1 beschreibt ein Zugangssystem für ein wenigstens eine Tür aufweisendes Fahrzeug, bei dem ein im Fahrzeug angeordnetes Identifikationssystem auf eine außerhalb des Fahrzeugs verfügbare Zugangsberechtigung anspricht.
  • DE 34 40 442 A1 offenbart einen Einbaudrucktaster mit einem der Türblattdicke angepassten Gehäuse. Aufgabe der darin beschriebenen Erfindung ist es, einen für den Innen- und Außenraum kombinierten Drucktaster mit einem einzigen Kontakt zu schaffen. Dies wird mit der in DE 34 40 442 A1 beschriebenen Erfindung dadurch gelöst, dass in eine senkrecht zur Türebene verlaufende zylindrische Aussparung zwei napfartige Tastelemente mit dazwischenliegender Druckfeder eingesetzt sind, dass zwischen den Tastelementen ein ringförmiger Spalt verbleibt und dass in den Spalt ein Betätigungselement für einen Mirkoschalter hineinragt.
  • Der Erfindung liegt dem gegenüber die Aufgabe zu Grunde, ein Armaturenbrett mit einem Handschuhkastendeckelbetätigungsmechanismus zu schaffen, welches die Nachteile des bekannten Standes der Technik verringert. Insbesondere ist Aufgabe der Erfindung, ein Armaturenbrett mit einem Betätigungsmechanismus zu schaffen, welches sich optimal in das Design eines jeden Fahrzeugs integrieren lässt, einfach und billig herzustellen ist sowie ein optimalen Komfort bietet.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird bereits durch ein Armaturenbrett mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel nach Anspruch 1 erreicht. Danach ist gemäß der Erfindung ein Schalter zum Entriegeln oder Öffnen des Handschuhkastendeckels vorgesehen, welcher unterhalb einer Oberflächenhaut des Armaturenbretts oder Handschuhkastendeckels angeordnet ist. Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, einen Schalter für einen Handschuhkastendeckel so zu integrieren, dass er von außen nicht unbedingt sichtbar ist. Vielmehr wird der Schalter im Armaturenbrett oder Handschuhkastendeckel unter einer Oberflächenhaut integriert. Unter Oberflächenhaut wird jene Schicht verstanden, die das Armaturenbrett oder den Handschuhkastendeckel im Sinne einer den Insassen zugewandten Oberfläche abschließt, also beispielsweise eine Dekorschicht, eine Zierblende oder eine Lederbespannung. Gemäß der Erfindung ist es möglich, den Schalter an jeder beliebigen Stelle zu integrieren.
  • Bevorzugter Weise ist der Schalter im Armaturenbrett angeordnet. So kann der Schalter an jeder beliebigen Stelle, also auch auf der Fahrerseite, angeordnet sein, was die Bedienung erheblich erleichtert.
  • In bevorzugter Weise ist der Schalter von der Mitte des Handschuhkastendeckels aus betrachtet Fahrerseitig angeordnet. Das heißt der Schalter zum Öffnen des Handschuhkastens braucht nicht, wie herkömmlich vorgesehen, im Handschuhkastendeckel integriert zu sein, sondern kann auf dem Armaturenbrett beliebig in Richtung Fahrer angeordnet sein. Es ist vorgesehen, den Schalter auf der Fahrerseite des Fahrzeugs anzuordnen. Dadurch muss sich der Fahrer nicht mehr strecken, wenn er das Handschuhfach öffnen möchte.
  • Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird als Schalter ein Folienschalter verwendet. Derartige Folienschalter haben in bevorzugter Weise eine Dicke von unter einem Millimeter und sind dadurch besonders leicht im Armaturenbrett zu integrieren. Darüber hinaus sind derartige Schalter billig herzustellen und robust, da sie über wenige mechanisch bewegliche Teile verfügen. Auch benötigt ein Folienschalter keine aufwendigen Elektronikkomponenten zur Ansteuerung.
  • Alternativ ist gemäß der Erfindung vorgesehen, einen Drucksensor zu verwenden. Solche Drucksensoren sind noch unempfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung und lassen sich insbesondere aufgrund Ihrer geringen Bauhöhe in ein Armaturenbrett integrieren, beispielsweise als integral eingeschäumtes Bauteil.
  • Bei einer Weiterbildung in der Erfindung ist der Betätigungsmechanismus abschaltbar, insbesondere wenn das Fahrzeug steht. So wird beim Abstellen des Fahrzeugs das Handschuhfach gegen unbefugtes Öffnen gesichert. Es ist vorgesehen, die Handschuhkastenbetätigung mit der Schließvorrichtung des Fahrzeugs zu koppeln. Denkbar ist aber auch, den Betätigungsmechanismus an weitere Komponenten des Fahrzeugs zu koppeln. Beispielsweise ist vorgesehen, über den Sitzbelegungssensor im Beifahrersitz, welcher in modernen Fahrzeugen meistens ohnehin vorhanden ist, ab einer bestimmten Geschwindigkeit die Entriegelung des Handschuhfach nur bei belegten Beifahrersitz freizugeben. So wird verhindert, dass der Fahrer durch Öffnen des Handschuhkastendeckels bei hohen Geschwindigkeiten abgelenkt wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schalter im Armaturenbrett eingeschäumt. So ist der Schalter als integraler Bestandteil des Armaturenbrettes ausgestaltet. Das Einschäumen hat den Vorteil, dass es besonders preisgünstig ist und zu dem eingeschäumte Bauteile eine hohe Resistenz gegen Erschütterungen aufweisen.
  • Alternativ ist denkbar, den Schalter im Armaturenbrett einzuklipsen. Dies hat den Vorteil, dass der Schalter im Defektfall leicht einzeln ausgetauscht werden kann.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Handschuhkastendeckel über den Schalter automatisch aufmachbar und schließbar. So kann beispielsweise über einen Elektromotor das Handschuhfach geöffnet und geschlossen werden, was den Komfort des Fahrzeugs weiter verbessert.
  • Die Erfindung soll im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen 1 bis 5 näher erläutert werden.
  • 1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Folienschalters.
  • 2 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Drucksensors, eingebaut in einem Armaturenbrett.
  • 3 zeigt eine schematische Ansicht erfindungsgemäßer Drucksensoren.
  • 4 zeigt eine schematische Detailansicht eines erfindungsgemäßen Folienschalters.
  • 5 zeigt ein erfindungsgemäßes Handschuhkastenfach, eingebaut in einem Armaturenbrett.
  • In 1 ist schematisch ein in ein Ausschnittsweise dargestelltes Armaturenbrett 2 eingebauter Schalter 1, ausgestaltet als Folienschalter zu erkennen. Das Armaturenbrett 2 besteht aus einem Verbundmaterial. Es umfasst eine Oberflächenhaut 3, eine harte Kunststoffschicht 5 sowie eine dazwischen sich erstreckende Schaumstoffschicht 4. Der Schalter 1 ist unterhalb der Oberflächenhaut 3 angeordnet und ist mittels Widerhaken 6 in die harte Kunststoffschicht 5 eingeklipst. Die Oberflächenhaut 3 ist flexibel, so dass der Schalter 1 durch die Oberflächenhaut 3 betätigt werden kann. So ist der Schalter 1 von außen nicht sichtbar. Rückseitig verfügt der Schalter 1 über Kabel 7 zur Signalübertragung.
  • 2 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Armaturenbrett 2, welches Ausschnittsweise zusehen ist. Der Schalter 1 ist hier ebenfalls unter einer Oberflächenhaut 3, welche flexibel ist angeordnet. Es handelt sich aber im Gegensatz zu 1 um einen Drucksensor, welcher in der Schaumstoffschicht 4 eingeschäumt ist. Unterhalb der Schaumstoffschicht 4 befindet sich auch hier eine harte Kunststoffschicht 5. Die Kabel 7 zur Signalübertragung sind hier zunächst seitlich weggeführt. Insgesamt wird durch das Einschäumen eine wesentlich kompaktere Ausgestaltung ermöglicht.
  • 3 zeigt schematische Detailansichten verschiedener Drucksensoren 1a, 1b, 1c. Die Drucksensoren 1a, 1b, 1c umfassen verschieden ausgestaltete Sensorplatten 10, die in Dünnschichttechnik hergestellt sind. Über Leiterbahnen 8 sind die Sensorplatten 10 mit Kabeln 7 verbunden, über die die Schalter 1a, 1b, 1c angeschlossen werden können. Sowohl Sensorplatten 10, als auch Leiterbahnen 8 sind auf einem Substrat 9 aufgedruckt oder abgeschieden. Der Schalter 1c hat im Gegensatz zu Schalter 1a eine größere rund geformte Sensorplatte und kann daher in einem größeren Bereich betätigt werden. Der Schalter 1b hat eine quadratisch geformte Sensorplatte 10.
  • 4 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Folienschalter 11. Der Folienschalter 11 umfasst eine Deckfolie 12, eine Unterfolie 13 sowie eine dazwischen angeordnete Zwischenfolie 14. Die Zwischenfolie 14, welche darunter noch mal in Detail dargestellt ist, hat eine Aussparung 17. Deckfolie 12 und Unterfolie 13 sind jeweils mit einem Kontakt 18 versehen – für die Zwischenfolie 12 in Detail dargestellt.
  • Übt man auf den Folienschalter 11 einen Druck aus, stellen die Kontakte von Deckfolie 12 und Unterfolie 13 eine Verbindung her. Die Folien sind in diesem Ausführungsbeispiel aus Polyester, auf dem die Kontaktierungen aufgedruckt sind.
  • 5 zeigt schematisch ein Armaturenbrett 2 mit einem Handschuhkastendeckel 15, welcher beweglich am Armaturenbrett 2 angeordnet ist. Über einen im Armaturenbrett 2 angeordneten Folienschalter 1 wird ein Verriegelungsmechanismus 16 betätigt, der den Handschuhkastendeckel 15 öffnet. Der Schalter 1 befindet sich unter einer Oberflächenhaut in Form einer Zierleiste und ist von vorne nicht zu sehen.
  • 1
    Schalter
    2
    Armaturenbrett
    3
    Oberflächenhaut
    4
    Schaumstoffschicht
    5
    Kunststoffschicht
    6
    Widerhaken
    7
    Kabel
    8
    Leiterbahn
    9
    Folie
    10
    Sensorplatte
    11
    Folienschalter
    12
    Deckfolie
    13
    Unterfolie
    14
    Zwischenfolie
    15
    Handschuhkastendeckel
    16
    Verriegelungsmechanismus
    17
    Aussparung
    18
    Kontakt

Claims (9)

  1. Armaturenbrett (2) für ein Kraftfahrzeug mit einem Betätigungsmechanismus für einen Handschuhkastendeckel (15), wobei der Betätigungsmechanismus einen Schalter (1) zum Entriegeln und/oder Öffnen des Handschuhkastendeckels (15) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) in einer Schaumstoffschicht (4) unterhalb einer Oberflächenhaut (3) des Armaturenbretts (2) angeordnet ist und in einer Aussparung einer harten Kunststoffschicht (5) des Armaturenbretts eingeklipst ist.
  2. Armaturenbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Schalter (1) um ein Folienschalter handelt.
  3. Armaturenbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) einen Drucksensor aufweist.
  4. Armaturenbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) eine Dicke von weniger als 1 Millimeter, bevorzugt weniger als 0,5 Millimeter, besonders bevorzugt weniger als 2,5 Millimeter aufweist.
  5. Armaturenbrett nach einen der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsmechanismus abschaltbar ist, insbesondere bei stehendem Fahrzeug.
  6. Armaturenbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) im Armaturenbrett eingeschäumt ist.
  7. Armaturenbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (1) von der Mitte des Handschuhkastendeckels aus betrachtet Fahrerseitig angeordnet ist, insbesondere der Schalter (1) auf der Fahrerseite eines Kraftfahrzeuges angeordnet ist.
  8. Armaturenbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handschuhkastendeckel (15) über den Schalter (1) automatisch aufmachbar und/oder schließbar ist.
  9. Armaturenbrett nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsmechanismus über die Zentralverrieglung des Fahrzeuges deaktivierbar ist.
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