DE102005025645A1 - Konfigurationsverfahren für Steuergeräte - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Konfigurationsverfahren für ein Steuergerät (1) einer Maschine, das einen Datenspeicher (11) aufweist und in eine Maschinensteuerung (10) eingebaut wird, die wenigstens ein bereits konfiguriertes Steuergerät (2) mit einem Datenspeicher (12) aufweist, wobei das zu konfigurierende Steuergerät (1) mit dem bereits konfigurierten Steuergerät (2) der Maschinensteuerung (10) über eine Datenverbindung (4) kommuniziert und von diesem Konfigurationsdaten für seine eigene Konfiguration bezieht.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Konfigurationsverfahren für ein Steuergerät einer Maschine, das einen Datenspeicher aufweist und in eine Maschinensteuerung eingebaut wird, die wenigstens ein bereits konfiguriertes Steuergerät mit einem Datenspeicher aufweist.
- Durch ein derartiges Konfigurationsverfahren werden maschinenspezifische Daten oder Parameter wie beispielsweise Pumpen-, Ventil-, Mechanik-, oder Softwarekennwerte als Konfigurationsdaten an die jeweiligen Steuergeräte übertragen und in ROM, RAM oder EEPROM Datenspeichern gespeichert. Ein solches Konfigurationsverfahren kann dabei nach einer ersten Inbetriebnahme eines Steuergerätes zu dessen Neu- oder Erstkonfiguration oder mit jedem Start einer Maschinensteuerung als Systemstart-Konfigurationen durchgeführt werden.
- Bei Maschinen mit eingebauter Maschinensteuerung ist es häufig so, dass bestimmte Parameter der Steuerung maschinenspezifisch sind und bei der Inbetriebnahme als Konfigurationsdaten in den hier als Steuergeräte bezeichneten Elektronikkomponenten der Maschinensteuerung eingestellt bzw. eingegeben werden müssen. Die Werte dieser Konfigurationsdaten sind zum Teil von Maschine zu Maschine sehr unterschiedlich, insbesondere dann wenn es sich um verschiedene Maschinentypen handelt. Aber selbst bei Maschinen gleicher Bauart, können sich die Konfigurationsdaten vergleichbarer Steuergeräte stark unterscheiden. Dies liegt zum Teil an Toleranzen der verwendeten Maschinenkomponenten wie etwa Antriebskomponenten, als auch an individuellen Parametern der Maschinen, etwa individuellen Einsatzdauern, Betriebsstunden, Laufleistungen, Optionsfreischaltungen oder persönlichen Einstellungen der Benutzer der Maschinen.
- Bislang ist es insbesondere nach dem Austausch eines Steuergerätes meist zwingend notwendig, dem neu eingebauten Steuergerät der Maschine die individuellen Maschinenparameter als Konfigurati onsdaten neu einzugeben, da ein neues Steuergerät oder eine Austauschsteuerung nur Standardwerte beinhalten kann. Diese Konfigurationsarbeit erfordert einen erheblichen Zeitaufwand und ist oftmals nur durch geschultes Personal durchzuführen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich bei dem Steuergerät um ein zentrales Steuergerät wie die Zentralsteuerung der Maschine handelt, da die Maschine dann meist wie eine Neumaschine zu behandeln und komplett neu zu konfigurieren ist.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Konfigurationsverfahren für ein Steuergerät einer Maschine anzugeben, dass besonders einfach und schnell durchzuführen ist.
- Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Konfigurationsverfahren für ein Steuergerät einer Maschine, das einen Datenspeicher aufweist und in eine Maschinensteuerung eingebaut wird, die wenigstens ein bereits konfiguriertes Steuergerät mit einem Datenspeicher aufweist, wobei das zu konfigurierende Steuergerät mit dem bereits konfigurierten Steuergerät der Maschinensteuerung über eine Datenverbindung kommuniziert und von diesem Konfigurationsdaten für seine eigene Konfiguration bezieht. Bevorzugte Weiterbildungen des Verfahrens werden in den Unteransprüchen angegeben.
- Erfindungsgemäß werden also die auch als Lernwerte bezeichneten Konfigurationsdaten nicht nur in dem betreffenden Steuergerät selbst, sondern auch in anderen speicherfähigen Elektronikkomponenten der Maschinensteuerung hinterlegt. Wird nun ein Steuergerät ausgetauscht, kann sich das neu eingebaute und noch zu konfigurierende Steuergerät seine Konfigurationsdaten von den anderen in der Maschinensteuerung verbliebenen Steuergeräten selbst abholen. Somit kann ein manuelles Eingeben der Konfigurationsdaten entfallen. Das erfindungsgemäße Konfigurationsverfahren ist folglich insbesondere auch bei Neukonfigurationen besonders einfach und schnell durchzuführen. Die Datenverbindung kann eine Busverbindung z.B. ein CAN Bus sein.
- Bevorzugt werden die Konfigurationsdaten im Datenspeicher des zu konfigurierenden Steuergerätes gespeichert werden. Dies hat den Vorteil, dass das Steuergerät nicht bei jedem Start der Maschinensteuerung seine Konfigurationsdaten aufs Neue vom wenigstens einen anderen Steuergerät einlesen muss. Ein nach der Datenspeicherung vorgenommener Systemstart erfolgt also noch schneller und komfortabler. Der Datenspeicher kann ein ROM, EEPROM, RAM oder ähnliches sein.
- In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens führt das zu konfigurierende Steuergerät vor dem Bezug oder der Speicherung der Konfigurationsdaten eine Sicherungsabfrage durch. Hierbei kann eine Konfigurationsberechtigung abgefragt werden, die mit einer im Datenspeicher des zu konfigurierenden Steuergerätes hinterlegten Konfigurationsberechtigung verglichen wird. Diese Konfigurationsberechtigung kann etwa ein Passwort, ein Code oder ein Hardwaresignal sein. Nur bei Übereinstimmung der abgefragten mit der hinterlegten Konfigurationsberechtigung werden die von der Maschinensteuerung erhaltenen Konfigurationsdaten im Datenspeicher des Steuergerätes bezogen oder gespeichert. Die Konfigurationsberechtigung wird von einem Benutzer der Maschine mit Hilfe eines Eingabemittels eingegeben, das mit dem zu konfigurierenden Steuergerätes oder mit der Maschinensteuerung verbunden ist. Geeignete Eingabemittel sind hierbei Tastaturen, berührungssensitive Bildschirme oder ähnliches. Die Sicherheitsabfrage selbst kann in mehrere einzelne Abfragen aufgegliedert sein.
- Zweckmäßigerweise wird bei der Sicherungsabfrage eine Plausibilitätskontrolle durchgeführt, bei der die von der Maschinensteuerung erhaltenen Konfigurationsdaten mit im zu konfigurierenden Steuergerät hinterlegten Plausibilitätsdaten verglichen werden. Es wird also anhand von vorgegebenen Werten oder Wertebereichen überprüft, ob die erhaltenen Konfigurationsdaten mit diesen Daten übereinstimmen bzw. ob sie innerhalb eines zulässigen Wertebereichs liegen und somit sinnvoll erscheinen. Die Plausibilitätsdaten können im Datenspeicher des zu konfigurierenden Steuergerätes in einer Wertetabelle hinterlegt sein. Alternativ können die Plausibilitätsdaten auch in der Systemsoftware des Steuergerätes selbst integriert sein.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Konfigurationsverfahren kommuniziert das zu konfigurierende Steuergerät mit dem ersten und wenigstens einem zweiten bereits konfigurierten Steuergerät der Maschinensteuerung über Datenverbindungen und erhält von diesen wenigstens zwei Steuergeräten jeweils Konfigurationsdaten. Das heißt, dass die Maschinensteuerung dann insgesamt wenigstens drei Steuergeräte mit Speicher aufweist, die zum Beispiel mit einem oder mehreren Bussystemen verbunden sein können.
- Bevorzugt betreffen die Konfigurationsdaten, die das zu konfigurierende Steuergerät von den wenigstens zwei bereits konfigurierten Steuergeräten der Maschinensteuerung erhält, gleiche Konfigurationsparameter. Beispielsweise beziehen sich die dann erhaltenen Konfigurationsdaten auf ein und denselben Maschinenparameter wie etwa die Laufleistung der Maschine.
- In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird bei der Sicherungsabfrage eine Übereinstimmungsprüfung durchgeführt wird, bei der die von den bereits konfigurierten Steuergeräten erhaltenen Konfigurationsdaten untereinander verglichen werden. Damit kann eine vollautomatische Konfiguration des neu eingebauten Steuergerätes realisiert werden, bei dem stets vor der Übernahme der Konfigurationsdaten in das zu konfigurierende Steuergerät überprüft wird, ob und wieweit die Daten der beiden anderen Steuergeräte übereinstimmen. Daraus lassen sich dann auch Rückschlüsse auf die Funktionsweise der anderen Steuergräte bzw. der Maschinensteuerung schließen.
- Bevorzugt werden nur dann Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät gespeichert, wenn alle jeweils erhaltenen Konfigurationsdaten in den betreffenden Konfigurationsparametern übereinstimmen. Damit kann wirksam erhindert werden, dass Konfigurationsdaten auf das zu konfigurierende Steuergerät übertragen werden, wenn Abweichungen zwischen den erhaltenen Konfigurationsdaten festgestellt werden. Das heißt, dass sobald eine Abweichung zwischen den erhaltenen Konfigurationsdaten vorliegt, gar keine Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät gespeichert werden. Dies dient dem Schutz vor einer Konfiguration mit fehlerhaften Konfigurationsdaten.
- In einer alternativen Weiterbildung werden einzelne Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät gespeichert, wenn sie mit allen anderen jeweils erhaltenen und denselben Konfigurationsparameter betreffenden Konfigurationsdaten übereinstimmen. Das bedeutet, das anders als bei der zuvor beschriebenen Verfahrensvariante einzelne Konfigurationsdaten dann gespeichert werden, wenn in einzelnen Konfigurationsparametern übereinstimmen. Es werden also mit anderen Worten nur die Daten nicht gespeichert, bei denen eine Abweichung festgestellt wird.
- In einer weiteren Alternative werden einzelne Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät gespeichert, wenn sie mit der Mehrheit der anderen jeweils erhaltenen entsprechenden Konfigurationsdaten übereinstimmen. Das heißt, dass in einer Mehrheitsentscheidung das weitere Vorgehen mit den erhaltenen Konfigurationsdaten festgelegt wird. Diesbezüglich sind auch andere Strategien wie etwa gewichtete Mehrheitsentscheidungen zum weiteren Vorgehen denkbar.
- Zweckmäßigerweise sind verschiedenen Steuergeräten der Maschinensteuerung unterschiedliche Hierarchiestufen zugewiesen. Dabei wird den Konfigurationsdaten eines Steuergerätes einer höheren Hierarchiestufe Vorrang bei der Übereinstimmungsprüfung gegenüber den Konfigurationsdaten eines Steuergerätes einer niedrigeren Hierarchiestufe eingeräumt. Insbesondere sind Master-Slave Konfigurationen zweckmäßig, bei denen insbesondere ein Zentral-Steuergerät als Master dient. Dann erhalten die anderen untergeordneten Steuergeräte als Slaves ihre Konfiguration zwingend vom Master.
- Es ist vorteilhaft, wenn einzelne Konfigurationsdaten zu Konfigurationsdatensätzen zusammengefasst werden. So können maschinentypische Konfigurationsdaten zu Gruppen zusammengefasst werden und als Gruppe bearbeitet werden. In besonders zweckmäßiger Weise werden für einzelne Konfigurationsdatensätze Kennzahlen vergeben. Damit kann die Anzahl der abzugleichenden Datenmenge reduziert werden. Die Konfiguration erfolgt schneller.
- Bevorzugt werden bei der Übereinstimmungsprüfung statt sämtlicher Konfigurationsdaten zumindest teilweise nur die Kennzahlen einzelner Konfigurationsdatensätze überprüft. Soweit einzelne Kennzahlen nicht übereinstimmen, können dann die entsprechenden Datensätze einzeln abgeglichen werden und soweit nötig einzeln entweder manuell oder auch automatisch konfiguriert werden.
- In einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Konfigurationsverfahrens wird bei einer nicht ordnungsgemäß beantworteten Sicherungsabfrage eine manuelle Eingabe zumindest einzelner Konfigurationsdaten durch den Benutzer der Maschine angefordert.
- Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Konfigurationsverfahren automatisch nach einem Einbau eines neuen Steuergerätes durchgeführt wird. Damit wird nach jedem Einbau eines Steuergerätes in die bestehende Maschinensteuerung eine selbsttätige Konfiguration vorgenommen. Dies ist besonders komfortabel und auch kostengünstig, da nur bei Abweichungen in den Konfigurationsdaten eine manuelle Konfiguration etwa durch Servicepersonal notwendig wird. So kann der Einbau von Steuergeräten auch vom Bedienungspersonal der Maschine vorgenommen werden.
- Zweckmäßig ist es, dass bei jedem Start der Maschinensteuerung eine Konfigurationsberechtigung, eine Übereinstimmungsprüfung und/oder Plausibilitätsprüfung der Konfigurationsdaten zumindest einiger Steuergeräte der Maschinensteuerung durchgeführt. So wird sichergestellt, dass alle Steuergeräte stets, also nicht nur nach dem Einbau eines neuen Steuergerätes, ordnungsgemäß konfiguriert sind. Dann erfolgt das Konfigurationsverfahren bevorzugt so, dass wenn nicht alle ermittelten Konfigurationsdaten gleich sind, die Konfigurationsdaten aller Steuergeräte, durch solche Konfigurationsdaten ersetzt werden, die mit denen der Mehrheit der ermittelten Konfigurationsdaten übereinstimmen und/oder die von einem Steuergerät einer höheren Hierarchiestufe stammen.
- Bevorzugt enthalten die Konfigurationsdaten auf den Maschinentyp bezogene Daten und/individuelle Daten der einzelnen Maschine.
- In einer besonders bevorzugten Weiterbildung des Konfigurationsverfahrens werden zumindest zwei Steuergeräte unterschiedlicher Art zur Maschinensteuerung verwendet, so dass in zumindest einem der Steuergeräte Daten für ein Steuergerät einer anderen als seiner eigenen Art hinterlegt sind. In einem solchen Fall erhält das zu konfigurierende Steuergerät zum Beispiel Daten von einem Steuergerät einer anderen Bauart, das ganz andere Steuerfunktionen in der Maschinensteuerung erfüllt. Im bereits konfigurierten Steuergerät sind dementsprechend Daten gespeichert, die nicht für dessen eigene Funktion benötigt werden.
- Bevorzugt arbeitet ein Steuergerät als Zentralsteuergerät, dem die Aufgabe einer alle Steuergeräte koordinierenden Zentralsteuerung zugewiesen wird. Dann ist es zweckmäßig, wenn dieses Zentralsteuergerät die höchste Hierarchiestufe für die Übereinstimmungsprüfung hat. Es ist dann mit anderen Worten das Master-Steuergerät in einer Master-Slave Konfiguration der Maschinensteuerung.
- Bevorzugt kommt das erfindungsgemäße Verfahren bei der Konfiguration von Steuergeräten in Baumaschinen wie etwa Verdichtungsgeräten, Straßenbauwalzen, Vibrationsplatten oder ähnlichen Maschinen zur Anwendung, z.B. bei Fräsen und Müllverdichtern.
- Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Konfigurationsverfahren anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Darin zeigen schematisch:
-
1 eine schematische Darstellung einer Maschinensteuerung mit zwei Steuergeräten; -
2 ein Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des Konfigurationsverfahren mit zwei Steuergeräten; -
3 eine schematische Darstellung einer Maschinensteuerung mit drei Steuergeräten; -
4 ein Ablaufdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels des Konfigurationsverfahren mit drei Steuergeräten. - In
1 ist eine Maschinensteuerung10 für eine Bodenverdichtungswalze mit zwei Steuergeräten1 und2 gezeigt, die über einen CAN-Bus4 miteinander verbunden sind. Beide Steuergeräte1 und2 weisen jeweils einen EEPROM-Datenspeicher11 und12 auf. Das Steuergerät1 wird in die Maschinensteuerung10 eingebaut und bezieht nach dem Einbau in die Maschinensteuerung10 seine Konfigurationsdaten vom Steuergerät2 , das bereits konfiguriert ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Steuergerät1 ein Zentralsteuergerät höherer Hierarchieebene. Das heißt, dass das Steuergerät1 der Master und das Steuergerät2 der Slave ist. - Muss bei der in
1 gezeigten Maschinensteuerung10 eines der beiden Steuergeräte1 oder2 zum Beispiel aufgrund eines Defektes ausgetauscht werden, so kann die Konfiguration des neueingebauten Steuergerätes erfindungsgemäß halbautomatisch erfolgen. In2 wird gezeigt, wie im Falle des Neueinbaus eines ausgetauschten Zentralsteuergerätes1 das erfindungsgemäße Konfigurationsverfahren abläuft. - Das neueingebaute Steuergerät
1 ist zunächst noch ohne Konfigurationsdaten und startet mit seiner ersten Inbetriebnahme ein Initialisierungsprogramm für die Konfiguration. Darin erfragt das Steu ergerät1 zunächst in einem ersten Teil der Sicherheitsabfrage eine, auch als Freigabebedingung bezeichnete, Konfigurationsberechtigung des Benutzers. Dieser gibt manuell seine Konfigurationsberechtigung über eine Tastatur an das Steuergerät1 . Nach ordnungsgemäßer Passworteingabe kommuniziert das Steuergerät1 mit dem Steuergerät2 über den Datenbus und empfängt vom Steuergerät2 seine Konfigurationsdaten. Alternativ kann sich das Steuergerät1 die Daten auch selbst aus dem Speicher12 des Steuergeräts2 laden. Nach dem Empfang der Konfigurationsdaten überprüft das Steuergerät1 in einem zweiten Teil der Sicherheitsabfrage in einer Plausibilitätskontrolle, ob die vom Steuergerät2 bezogenen Konfigurationsdaten in einem üblichen Wertebereich liegen. Dies geschieht durch einen Vergleich der empfangenen Daten mit einer in einem ROM-Speicher hinterlegten Wertetabelle. Sind die Daten plausibel, werden sie automatisch im Speicher11 des Steuergeräts gespeichert und die Konfiguration ist erfolgreich abgeschlossen. Liegen die vom Slave2 empfangenen Daten nicht im plausiblen Bereich, werden nur die Konfigurationsdaten gespeichert, die plausibel sind. Die restlichen Konfigurationsdaten müssen vom Bedienungspersonal manuell in das Steuergerät1 eingegeben, bzw. werden aus der ROM-Tabelle übernommen, und gespeichert werden. - In
3 ist eine Maschinensteuerung10 für eine Bodenverdichtungswalze gezeigt, die drei Steuergeräte1 ,2 ,3 aufweist. Die Steuergeräte1 ,2 ,3 sind über drei CAN-Bus Verbindungen4 ,5 ,6 miteinander verbunden und weisen bei diesem Ausführungsbeispiel alle jeweils einen EEPROM-Datenspeicher11 ,12 ,13 auf. Zusätzlich haben die Steuergeräte1 ,2 ,3 alle auch einen Arbeitsspeicher14 ,15 ,16 . Das Steuergerät1 ist wie beim in1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel der Master, während die Steuergeräte2 und3 Slaves sind. - Wird nun das Steuergerät
1 in die bestehende Maschinensteuerung10 eingebaut und erstmalig in Betrieb genommen, erfolgt seine Konfiguration vollautomatisch mit Hilfe der Steuergeräte2 und3 , wie im Ablaufplan der4 gezeigt ist. Dabei startet die Zentralsteuerung1 mit einem Initialisierungsprogramm und fragt selbsttätig seine Konfigurationsdaten über eine Bus-Datenverbindung4 oder5 von den beiden Steuergeräten2 und3 ab, die im RAM-Arbeitsspeicher14 zwischengespeichert werden. Danach werden die empfangenen Konfigurationsdaten im Rahmen einer Sicherheitsabfrage einer Übereinstimmungsprüfung und einer Plausibilitätskontrolle unterzogen. Bei der Übereinstimmungsprüfung wird ermittelt, ob die von den Steuergeräten2 und3 erhaltenen Datensätze gleich sind und bei der Plausibilitätskontrolle wird überprüft, ob die von den Steuergeräten2 ,3 bezogenen Konfigurationsdaten in einem üblichen Wertebereich liegen. Sind die Konfigurationsdaten gleich und plausibel, werden sie in der Zentralsteuerung1 aktiviert und in dessen EEPROM-Speicher11 gespeichert. Danach stehen die Konfigurationsdaten dem Steuergerät1 bei jedem Systemstart zur Verfügung. - Im Normalbetrieb, also wenn keines der Steuergeräte neukonfiguriert werden muss, erfolgt eine Systemstart-Konfiguration des Steuergerätes
1 . Diese wird bei jedem Start der Maschinensteuerung automatisch durchgeführt, wobei das Zentralsteuergerät1 seine eigenen Konfigurationsdaten aus dem EEPROM11 und die in den Speichern11 und12 der Steuergeräte2 und3 hinterlegten Konfigurationsdaten ausliest und in den Arbeitsspeicher14 lädt. Dort vergleicht es im Rahmen der Übereinstimmungsprüfung die Konfigurationsdaten untereinander. Sind die Werte aller drei Komponenten gleich, wird der Startvorgang des Zentralsteuergerätes1 fortgesetzt. Stimmt jedoch ein Wert eines Steuergerätes nicht mit denen der anderen überein, so werden dessen Konfigurationsdaten durch die Daten der anderen Steuergeräte ersetzt. - Unabhängig davon, ob es sich um eine Neukonfiguration oder eine Systemstart-Konfiguration handelt, wird die automatische Konfiguration der Steuergeräte
1 ,2 , oder3 dann abgebrochen, wenn keine Entscheidung getroffen werden kann, welche Konfigurationsdaten gültig sind. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Zentralsteuergerät1 bei seiner Neukonfiguration von den beiden Slaves2 und3 widersprüchliche Konfigurationsdaten erhält. Dann werden die bereits bestehenden Werte verworfen und eine manuelle Konfiguration erzwungen.
Claims (25)
- Konfigurationsverfahren für ein Steuergerät (
1 ) einer Maschine, das einen Datenspeicher (11 ) aufweist und in eine Maschinensteuerung (10 ) eingebaut wird, die wenigstens ein bereits konfiguriertes Steuergerät (2 ) mit einem Datenspeicher (12 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das zu konfigurierende Steuergerät (1 ) mit dem bereits konfigurierten Steuergerät (2 ) der Maschinensteuerung (10 ) über eine Datenverbindung (4 ) kommuniziert und von diesem Konfigurationsdaten für seine eigene Konfiguration bezieht. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsdaten im Datenspeicher (
11 ) des zu konfigurierenden Steuergerätes (1 ) gespeichert werden. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zu konfigurierende Steuergerät (
1 ) vor dem Bezug oder der Speicherung der Konfigurationsdaten eine Sicherungsabfrage durchführt. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Sicherungsabfrage eine Konfigurationsberechtigung abgefragt wird, die mit einer im Datenspeicher (
11 ) des zu konfigurierenden Steuergerätes (1 ) hinterlegten Konfigurationsberechtigung verglichen wird, so dass nur bei Übereinstimmung der abgefragten mit der hinterlegten Konfigurationsberechtigung, die von der Maschinensteuerung (10 ) erhaltenen Konfigurationsdaten im Datenspeicher (11 ) des Steuergerätes (1 ) gespeichert werden. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsberechtigung von einem Benutzer der Maschine mit Hilfe eines Eingabemittels eingegeben wird, das mit dem zu konfigurierenden Steuergerät (
1 ) oder mit der Maschinensteuerung (10 ) verbunden ist. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Sicherungsabfrage eine Plausibilitätskontrolle durchgeführt wird, bei der die von der Maschinensteuerung (
10 ) erhaltenen Konfigurationsdaten mit im zu konfigurierenden Steuergerät (1 ) hinterlegten Plausibilitätsdaten verglichen werden. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zu konfigurierende Steuergerät (
1 ) mit dem ersten (2) und wenigstens einem zweiten (3) bereits konfigurierten Steuergerät der Maschinensteuerung (10 ) über Datenverbindungen (4 ,5 ,6 ) kommuniziert und von diesen jeweils Konfigurationsdaten erhält. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsdaten, die das zu konfigurierende Steuergerät (
1 ) von den wenigstens zwei bereits konfigurierten Steuergeräten (2 ,3 ) der Maschinensteuerung (10 ) erhält, gleiche Konfigurationsparameter betreffen. - Konfigurationsverfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Sicherungsabfrage eine Übereinstimmungsprüfung durchgeführt wird, bei der die von den bereits konfigurierten Steuergeräten (
2 ,3 ) erhaltenen Konfigurationsdaten untereinander verglichen werden. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass nur dann Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät (
1 ) gespeichert werden, wenn alle jeweils erhaltenen Konfigurationsdaten in den betreffenden Konfigurationsparametern übereinstimmen. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät (
1 ) gespeichert werden, wenn sie mit allen anderen jeweils erhaltenen und denselben Konfigurationsparameter betreffenden Konfigurationsdaten übereinstimmen. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Konfigurationsdaten im zu konfigurierenden Steuergerät (
1 ) gespeichert werden, wenn sie mit der Mehrheit der anderen jeweils erhaltenen entsprechenden Konfigurationsdaten übereinstimmen. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedenen Steuergeräten (
1 ,2 ,3 ) der Maschinensteuerung unterschiedliche Hierarchiestufen zugewiesen sind, wobei den Konfigurationsdaten eines Steuergerätes (1 ) einer höheren Hierarchiestufe Vorrang bei der Übereinstimmungsprüfung gegenüber den Konfigurationsdaten eines Steuergerätes (2 oder3 ) einer niedrigeren Hierarchiestufe eingeräumt wird. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Konfigurationsdaten zu Konfigurationsdatensätzen zusammengefasst werden.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für einzelne Konfigurationsdatensätze Kennzahlen vergeben werden.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Übereinstimmungsprüfung statt sämtlicher Konfigurationsdaten zumindest teilweise nur die Kennzahlen einzelner Konfigurationsdatensätze überprüft werden.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer nicht ordnungsgemäß beantworteten Sicherungsabfrage eine manuelle Eingabe zumindest einzelner Konfigurationsdaten durch den Benutzer der Maschine angefordert wird.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es automatisch nach einem Einbau eines neuen Steuergerätes (
1 ,2 ,3 ) durchgeführt wird. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Start der Maschinensteuerung (
10 ) eine Konfigurationsberechtigung, eine Übereinstimmungsprüfung und/oder Plausibilitätsprüfung der Konfigurationsdaten zumindest einiger Steuergeräte (1 ,2 ,3 ) der Maschinensteuerung (10 ) durchgeführt wird. - Konfigurationsverfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenn nicht alle ermittelten Konfigurationsdaten gleich sind, die Konfigurationsdaten aller Steuergeräte (
1 ,2 ,3 ), durch solche Konfigurationsdaten ersetzt werden, die mit denen der Mehrheit der ermittelten Konfigurationsdaten übereinstimmen und/oder die von einem Steuergerät (1 ) einer höheren Hierarchiestufe stammen. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsdaten auf den Maschinentyp bezogene Daten enthalten.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfigurationsdaten individuelle Daten der einzelnen Maschine enthalten.
- Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Steuergeräte (
1 ,2 ) unterschiedlicher Art zur Maschinensteuerung verwendet werden, so dass in zumindest einem der Steuergeräte (2 ) Daten für ein Steuergerät (1 ) einer anderen als seiner eigenen Art hinterlegt sind. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuergerät (
1 ) als Zentralsteuergerät arbeitet, dem die Aufgabe einer alle Steuergeräte (1 ,2 ,3 ) koordinierenden Zentralsteuerung zugewiesen wird. - Konfigurationsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zentralsteuergerät (
1 ) die höchste Hierarchiestufe für die Übereinstimmungsprüfung zugewiesen wird.
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