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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung
zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
eignen sich insbesondere zur Herstellung von – fehlerfreien – Gebinden
aus langgestrecktem Wickelgut, wie aus Kabeln, metallischem Draht,
insbesondere Draht aus Kupfer, Stahl usw., isoliertem metallischem
Draht, Litzen, insbesondere aus Kupfer, isolierten Litzen, Glasfaser,
d. h. im wesentlichen alle Arten von strangförmigem Gut, dessen Beschaffenheit
ein Wickeln gestattet.
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Derartiges
strangförmige,
wickelbare Gut findet beispielsweise in der Kraftfahrzeugtechnik
bzw. -fertigung, zum Beispiel in der Kabelbaumfertigung, generell
in der Elektrotechnik oder zur Verkabelung von elektrischen Geräten Verwendung.
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Ein
Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Gebinden, in diesem
Fall eine Ringwickelanlage zur Herstellung von Kabelringen, Drahtringen und
dergleichen sind aus der
DE
196 14 585 A1 bekannt.
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Aus
der
DE 196 14 585
A1 ist bekannt, dass die Ringwickelanlage, ein Vertikal-Doppelspuler,
mit zwei abwechselnd bewickelbaren Wickelkassetten arbeitet.
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Dazu
weist dieser Doppelspuler zwei Spulstationen auf, die um 180° versetzt
auf einer schwenkbaren Trageplatte angeordnet sind. Diese schwenkbaren
und damit instationären
Spulstationen weisen ihrerseits jeweils eine durch einen Antriebsmotor
rotierbare Wickelkassette auf. In den Spulstationen werden abwechselnd
die Kabelringe gewickelt, indem ein Kabel K zur Herstellung der
Kabelringe auf die rotierenden Wickelkassetten gewickelt werden.
Nach dem Wickelvorgang wird der Kabelring von der jeweiligen Wickelkassette
getrennt.
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Eine
Schwenkeinrichtung schwenkt die Tragplatte bzw. die Spulstationen
und damit die Wickelkassetten jeweils um 180° aus der jeweiligen Position in
die jeweils nächste
Position, wobei nur in einer räumlich
festen Position (Wickelposition) die Bewicklung der aktuell dort
befindlichen Wickelkassette erfolgt.
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Eine
Senuoreinrichtung erfasst den Füllungsgrad
der aktuell bewickelten, sich in der Wickelposition befindenden
Wickelkassette und wirkt derart mit einer Steuereinrichtung zusammen,
dass eine Schwenkbewegung dieser Schwenkeinrichtung – und damit
der Spulstation aus dieser Wickelposition – bewirkt wird, sobald diese
Wickelkassette einen vorbestimmten Füllungsgrad erreicht hat.
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Weiterhin
ist, wie in der
DE
196 14 585 A1 beschrieben ist, eine Kabelauflegeeinrichtung
vorgesehen, welche eine Trennung des Kabels K und das Auflegen des
Kabels K auf diese Wickelkassette bewirkt.
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Wie
die
DE 196 14 585
A1 weiter beschreibt, führt
eine stationäre
Verlegeeinrichtung das Kabel K der zur Aufwicklung vorgesehenen
und sich in der Wickeposition befindenden Wickelkassette entsprechend
einer vorbestimmten Verlegecharakteristik zu. Dazu weist die stationäre Verlegeeinrichtung
eine Zulauf- und eine Verlegerolle auf, welche vertikal verfahrbar
sind, um das Kabel K entsprechend der vorgesehen Verlegecharakteristik
zuzuführen.
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Weitere
Verfahren und weitere Vorrichtungen zum Herstellen von Gebinden
mit bei der Bewicklung horizontal ausgerichteten Spulen sind ebenfalls
aus dem Stand der Technik bekannt.
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Mit
derartigen Anlagen, wie beschrieben, hergestellte Gebinde werden
häufig – und in
zunehmenden Maße – in hochkomplexen
Systemen mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Funktionsfähigkeit
bzw. mit geringen Ausfallwahrscheinlichkeiten eingesetzt. Demzufolge
fordern Kunden auch von solchen Gebinden, dass diese fehlerfrei
sind (0-Fehler-Strategie).
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Bisher
bekannte Vorrichtungen und Verfahren zur Herstellung von fehlerfreien
Gebinden bei solchen, wie beschriebenen, Wickelmaschinen sehen vor,
dass das zu wickelnde Wickelgut, in der Regel bei der Bewicklung,
nach Fehlern im Wickelgut überwacht
wird.
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Entsprechende
Mess- bzw. Überwachungssysteme
sind bekannt, wie zum Beispiel ein sogenannter „Sparktester", beispielsweise
erhältlich
von der Fa. Beta Lasermike, (erhältlich
am 09.03.2005 unter:
http://www.betalasermike.com/Languages/German/GermanLiterature/SparkTesterGerman.pdf), welcher
auf Basis einer Isolationsdurchschlagsfestigkeit den Zustand des
Wickelgutes prüft.
Weiterhin sind hier auch, insbesondere optische, Mess- und Überwachungssysteme
bekannt, welche eine Knotenbildung im Wickelgut überwachen bzw. erkennen.
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Wird – bei der
Bewicklung einer Wickelspule – ein
Fehler im Wickelgut erkannt, so wird die Bewicklung dieser Spule
abgebrochen, die unfertig bewickelte Spule der Wickelvorrichtung
entnommen und das – bis
zum Abbruch – teilgewickelte
Gebinde ausgeschieden.
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Nachteilig
daran ist, dass hier viel, auch unnötiger, Ausschuss erzeugt wird,
welcher nämlich größtenteils
auch fehlerfreies Wickelgut umfasst, was hier zu hohen Kosten führt.
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Alternativ
sehen bestimmte Vorrichtungen auch vor, dass – bei erkanntem Fehler – die aktuell
in Bewicklung befindliche Spule fertig bewickelt wird, diese bzw.
das Gebinde dann manuell umgespult bzw. umgewickelt wird, wobei
das fehlerhafte Wickelgut aus dem Gebinde manuell rausgeschnitten
und ausgeschieden wird.
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Diese
Vorgehensweise ist allerdings auf Grund der notwendigen Nachbehandlung,
d.h. wegen des Umspulens der Spule, aufwendig, zeit- und demzufolge
kostenintensiv.
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Weiterhin
sind Wickelspulen, beispielsweise NPS-Spulen, mit unterschiedlichen
Spulengröße, insbesondere
unterschiedlichen Spulenhöhen, und/oder
mit unterschiedlichen Flanschdurchmessern bekannt.
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Weiter
sind Schienensysteme zur Realisierung von linearen und kurvenförmigen Bewegungen, beispielsweise
ein Ring- und Schienensystem der Fa. Zimm Maschinenelemente GmbH&Co., bekannt.
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Schleifringsysteme
und Drehdurchführungen sind
ebenfalls bekannt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut
zur Verfügung
zu stellen, durch welche sich fehlerfreie Gebinde einfacher und
kostengünstiger
als aus dem Stand der Technik bekannt herstellen lassen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausscheiden
von fehlerhaftem Wickelgut mit den Merkmalen gemäß dem jeweiligen unabhängigen Patentanspruch
gelöst.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Gegenstände der
Unteransprüche
beziehen sich sowohl auf das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut.
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Im
Folgenden sei dabei unter einem fehlerhaften Wickelgut im Allgemeinen
ein Teil eines Wickelgutes, beispielsweise ein Bereich in einem
Kabel, verstanden, wo der Zustand des Wickelgutes von einem gewünschten
Zustand des Wickelgutes abweicht.
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Im
Speziellen sind Fehler im Wickelgut Beschädigungen des Wickelgutes, insbesondere
Beschädigungen
einer Wickelgutisolierung, wie Einschlüsse von Schmutz, (Extruder-)Rückständen, Partikel
u.ä. in
der Wickelgutisolierung oder offene Stellen in der Wickelgutisolierung,
oder Durchmesserabweichungen vom Solldurchmesser beim Wickelgut
oder auch im Wickelgut gebildete Knoten.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut weist einen, insbesondere
scheibenförmigen,
Wickelkörper auf,
welcher mit Wickelgut, insbesondere fehlerhaftem Wickelgut, bewickelbar
ist.
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Besonders
bevorzugt kann vorgesehen werden, dass der, insbesondere scheibenförmige, Wickelkörper, im
Folgenden auch bezeichnet als „Schrottscheibe", eine konische oder
eine zylindrische Form mit konischem Fortsatz aufweist.
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Weiter
kann auch vorgesehen sein, dass die Schrottscheibe aus Stahl, Aluminium
oder Kunststoff gefertigt ist.
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Auch
kann vorgesehen sein, dass die Schrottscheibe einen teilbaren (Wickel-)Kern
oder – entsprechende – Mittel
aufweist, durch welche sich der Durchmesser der Schrottscheibe bzw.
der Scheibendurchmesser einstellen bzw. variieren bzw. ändern lässt.
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Ferner
sind erfindungsgemäß Positionierungsmittel
vorgesehen, mit welchen der, insbesondere scheibenförmige, Wickelkörper bezüglich einer mit
Wickelgut zu bewickelnden Wickelspule positionierbar ist.
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Hier
ist insbesondere eine Positionierung vorgesehen, bei der der Wickelkörper in
Wickelspulenlängsrichtung
bzw. koaxial zur Wickelspule angeordnet und/oder verfahrbar ist.
Hier kann weiter besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass der Wickelkörper zumindest
temporär,
beispielsweise während
der Bewicklung der Wickelspule, in unmittelbarem oder mittelbarem
Kontakt mit der Wickelspule steht.
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Die
Positionierungsmittel können
dabei direkt an dem Wickelkörper
bzw. an der Schrottscheibe angeordnet oder in diese integriert sein.
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Dies
können
beispielsweise Kopplungsmittel und/oder Eingriffsmittel für eine,
insbesondere lösbare
und/oder kraft- und/oder
formschlüssige,
Kopplung des Wickelkörpers
mit der Wickelspule, insbesondere mit einem Flansch der Wickelspule, und/oder
auch für
eine Kopplung des Wickelkörpers mit
einer Spulenaufnahmevorrichtung sein, wie Zentrierungen und/oder
(Mitnehmer-)Zapfen.
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Ferner
können
diese Positionierungsmittel auch Mittel sein, durch welche aktiv
die Positionierung des Wickelkörpers
bewirkbar ist, wie Verstellmittel, durch die die räumliche
Lage und/oder Ausrichtung des Wickelkörpers einstellbar ist, beispielsweise eine
Höhenverstellung
mittels eines linear verfahrbaren (Trag-)Armes.
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Hier
kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, den Wickelkörper in
eine Spulenaufnahmevorrichtung zu integrieren, so dass über eine
Verstellung der Spulenaufnahmevorrichtung – bei der Aufnahme und bei
einem Lösen
von einer Wickelspule – auch die
Positionierung des Wickelkörpers
bewirkt wird.
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Besonders
bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Änderung des Schrottscheibendurchmessers
abhängt
von der Positionierung der Schrottscheibe. Beispielsweise kann die
Schrottscheibe derart ausgebildet sein, dass ihr Scheibendurchmesser verkleinerbar
ist, wenn die – insbesondere
temporär, d.h.
während
der Bewicklung der Wickelspule, mit der Wickelspule gekoppelte – Schrottscheibe
von der Wickelspule getrennt wird.
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Weiterhin
sind erfindungsgemäß Wickelgutführungsmittel
vorgesehen, mit welchen das Wickelgut, insbesondere das fehlerhafte
Wickelgut und/oder insbesondere temporär während einem Bewickeln der Wickelspule,
von einem Wickelbereich der Wickelspule in einen Wickelbereich des,
insbesondere scheibenförmigen,
Wickelkörper
umverlegbar ist.
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Besonders
bevorzugt sind die Wickelgutführungsmittel
als Rollensystem mit mehreren, radial um den Wickelkörper versetzt
zueinander angeordneten, insbesondere zylindrischen, Rollen bzw.
Rollkörpern ausgebildet,
beispielsweise zwei um 180° versetzt zueinander
angeordnete Rollen.
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Weiterhin
kann vorgesehen sein, dass die Rollen am Umfang eines koaxial zu
dem Wickelkörper
angeordneten, insbesondere mittels eines Antriebsmotors antreibbaren,
bezüglich
der Wickelspule drehbaren Drehkranzes angeordnet sind.
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Ferner
kann vorgesehen sein, dass die Rollen höhenverstellbar sind. Diese
Höhenverstellung kann
mittels einer Kurvenscheibe oder einer Pneumatik bewirkt werden.
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Besonders
bevorzugt wirkt das Rollensystem mit einer Verlegeeinrichtung zusammen,
wobei beim Zusammenwirken insbesondere einer Bewegung der Verlegeeinrichtung
längs der
Spulenachse und einer Radialbewegung der Rollen um die Spulenachse
auf- bzw. absteigende Schlaufen bzw. Schleifen im Wickelgut gebildet
werden, welche das Umverlegen des, insbesondere fehlerhaften, Wickelgutes
von der Wickelspule zum Wickelkörper
bzw. zu der Schrottscheibe – und
wieder zurück – ermöglichen.
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Die
Bildung einer Wickelgutschleife ist insbesondere dazu geeignet,
das Wickelgut über
den Flansch der Wickelspule zu heben.
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Weiterhin
kann hier bevorzugt vorgesehen sein, dass die Verlegeeinrichtung
derart eingerichtet ist, dass, wenn ein fehlerhaftes Wickelgut erkannt wird,
eine Verlegerolle der Verlegeeinrichtung, insbesondere temporär, in eine
Position (Schrottposition) verfahren wird, in welcher das, insbesondere
fehlerhafte, Wickelgut auf die Schrottscheibe wickelbar ist.
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Weiterhin
können
Mess- bzw. Überwachungssysteme
zur Überwachung
des Wickelgutes und/oder zur Erkennung von Fehlern im Wickelgut vorgesehen
sein, wie zum Beispiel ein „Sparktester".
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Auch
kann weiterhin eine Funktion-/Steuereinheit vorgesehen werden, welche
die Bewicklung des Wickelkörpers
bzw. der Schrottscheibe unter Berücksichtigung von Wickeldurchmesser,
Flanschdurchmesser und/oder Wickelgeschwindigkeit der Wickelspule
und/oder vom Schrottscheibendurchmesser steuert.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut wird ein zu wickelndes
Wickelgut, insbesondere bei der Bewicklung einer Wickelspule, nach
Fehlern überwacht. Wird
ein Fehler in dem Wickelgut festgestellt, so wird das zu wickelnde
Wickelgut, insbesondere das fehlerhafte Wickelgut und/oder insbesondere
temporär während dem
Bewickeln der Wickelspule, aus einem Wickelbereich der Wickelspule,
insbesondere in einen Wickelbereich eines anderen Wickelkörpers, umverlegt.
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Weiterhin
kann dann bevorzugt vorgesehen sein, dass das dorthin, d.h. auf
den anderen Wickelkörper,
temporär
umverlegte und dort gewickelte, insbesondere fehlerhafte, Wickelgut
nach der Bewicklung der Wickelspule von dem Wickelkörper gelöst und ausgeschnitten
wird.
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In
einer besonders bevorzugten Weiterbildung werden folgende Schritte
durchgeführt:
– bei einem
Auftreten eines Fehlers im Wickelgut beim Bewickeln der Wickelspule
wird eine Verlegerolle der Verlegeeinheit aus einer ersten aktuellen
Verlegeposition temporär
in eine zur Verlegung des Wickelgutes auf den Wickelkörper bzw.
auf die Schrottscheibe ausgewählten
Schrottscheibenposition verfahren,
– die Verlegeeinheit verlegt
das Wickelgut temporär, insbesondere
für eine
vorgebbare Wickeldauer und/oder Wickelstrecke, welche insbesondere
abhängig
von einer Wickelgeschwindigkeit vorgegeben werden können bzw.
werden kann, auf die Schrottscheibe, wobei zumindest der Fehler
im Wickelgut auf die Schrottscheibe verlegt wird,
– anschließend wird
die Verlegeeinheit zur Weiterbewicklung der Wickelspule, insbesondere
zur Weiterbewicklung einer vorbestimmten Verlegecharakteristik,
wieder in eine zweiten aktuellen Verlegeposition, welche abhängt von
der ersten aktuellen Verlegeposition, verfahren.
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Besonders
vorteilhaft ist hierbei, dass die Bewicklung nicht abgebrochen wird
bzw. nicht abgebrochen werden muss.
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Weitere
vorteilhafte Aspekte der Erfindung seien nachfolgend genannt.
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Von
besonderem Vorteil erweist sich bei der Erfindung auch, dass diese
bei beliebigen Wickelvorrichtungen, unabhängig deren Art, d.h. sowohl
bei Vertikal- als auch bei Horizontal-Spulern, wie auch unabhängig deren
Drehrichtung einsetzbar ist.
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Weiterhin
kann mit der Erfindung die Fehlerausscheidung bereits während der
Bewicklung, d.h. bei laufender Maschine bzw. Anlage, durchgeführt werden.
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Somit
kann mittels der Erfindung eine Wickelvorrichtung, insbesondere
ein Doppelspuler, geschaffen werden, welche bzw. welcher einen vollständig kontinuierlichen
Betrieb der Anlage bei gleichzeitiger Gewährleistung einer 0-Fahler-Strategie
ermöglicht.
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Der
kontinuierliche Betrieb wird hier im Wesentlichen dadurch ermöglicht,
dass erfindungsgemäß – bei erkanntem
Fehler im Wickelgut – dieses bei
laufender Anlage temporär
auf einen anderen Wickelkörper
umverlegt wird, wobei nach Rückverlegung
des Wickelgutes dieses weiter bis zur vollständigen Bewicklung – oder bis
zur nächsten
temporären
Umverlegung bei einem weitern erkannten Wickelgutfehler – auf die
Wickelspule verlegt wird.
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Unterbrechungen,
Laufzeitstops der Anlage und Spulenwechsel wie aus dem Stand der
Technik bekannt sind erfindungsgemäß nicht nötig.
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Auch
aufwendige Nachbehandlungen, wie das aus dem Stand der Technik bekannte
Umspulen und Ausschneiden von Wickelgutfehlern bei vollbewickelten
Spulen, lassen sich dadurch bei der Erfindung vermeiden.
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Gerade
dadurch lässt
sich durch die Erfindung eine einfache, zeiteffiziente und kostengünstige 0-Fehler-Strategie
bei der Gebindeherstellung realisieren.
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Weiterhin
ermöglicht
die Erfindung, dass fehlerhaftes Wickelgut bzw. Wickelgutstücke in sehr
kurzen Längen,
ausgeschieden werden können.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
im Zusammenhang mit zugehörigen
Zeichnungen.
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Die
dort beschriebenen elektrischen Kabel K sind aus Litzen gefertigt
und isoliert, wie sie z. B. zur Herstellung von Kabelbäumen in
der Automobilindustrie oder generell zur elektrischen Verkabelung von
elektrischen Geräten
verwendet werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Begriff
Kabel K, wie er in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet
wird, in keiner Weise als Einschränkung für das zu verarbeitende Wickelgut
verstanden werden soll.
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Die
Fig. zeigen in schematisierter Weise:
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1 eine
Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Wickeln von langgestrecktem Wickelgut mit einer Vorrichtung zum
Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut (Schrottscheibe);
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2 eine
Aufsicht auf das Ausführungsbeispiel
gemäss 1;
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3 eine
weitere Seitenansicht der Wickelstation des Ausführungsbeispiels gemäss 1;
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4 eine
Aufsicht entsprechend 2 eines weiteren Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Wickeln von langgestrecktem Wickelgut mit. einer Vorrichtung
zum Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut;
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5a und
b verschiedene NPS-Wickelspulen mit unterschiedlichen Spulenhöhen sowie
mit unterschiedlichen Wickelbildern, wobei bei den Wickelspulen.
nach 5b der abgelegte Schrott dargestellt ist;
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6 eine
Detail-Seitenansicht einer Verlegung des Ausführungsbeispiels gemäß 1;
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7a und
b eine Detail-Seitenansicht und eine Detail-Aufsicht der Wickelstation
des Ausführungsbeispiels
gemäß 1;
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8a und
b eine Detail-Seitenansicht und eine Detail-Aufsicht von einer Spulstationen
mit einer Vorrichtung zum Aussondern von fehlerhaften Wickelgutstücken des
Ausführungsbeispiels
gemäß 1;
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9 eine
vergrößerte Detail-Seitenansicht der
Spulstation gemäß 8a;
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10 eine
vergrößerte Detail-Seitenansichteinen
einer Kappvorrichtung des Ausführungsbeispiels
gemäß 1;
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11a, b, c und d eine Abfolge von Detail-Aufsichten
des Ausführungsbeispiels
gemäß 1,
welche eine Umverlegung des Wickelgutes beim Bewickeln von Wickelspulen
im Uhrzeigersinn verdeutlichen;
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12a, b, c und d eine Abfolge von Detail-Aufsichten
des Ausführungsbeispiels
gemäß 1,
welche eine Umverlegung des Wickelgutes beim Bewickeln von Wickelspulen
gegen den Uhrzeigersinn verdeutlichen;
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13 eine
Detail-Seitenansicht eines alternativen Wickelantriebs mit einem
um 90° gedrehten Spulenantrieb
und einem Winkelgetriebe;
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14 eine
Detail-Seitenansicht einer horizontal ausgerichteten Spulstation
mit einer Vorrichtung zum Aussondern von fehlerhaften Wickelgutstücken.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand typischer Anwendungsfälle beschrieben,
nämlich
jeweils dem Wickeln von Kabeln K, in diesem Fall von Automobilkabeln.
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Das
erste Ausführungsbeispiel
der Erfindung nach den 1 bis 13 ist
ein Doppelspuler in vertikaler Bauweise, bei dem zwei stationäre Spulstationen
zum Bewickeln von vertikal ausgerichteten, ersten und zweiten Spulen
S1 bzw. S2 und eine instationäre
Verlegeeinrichtung, welche die Spulen S1 und S2 gemäß einer
vorgebbaren Wickelcharakteristik bewickelt und beim Umverlegen des
Kabels K um die stationären
Spulstationen kreist, vorgesehen ist.
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Die
Erläuterung
der Erfindung ist aber in keiner Weise als Einschränkung der
Erfindung bzw. der Anwendbarkeit der Erfindung zu verstehen.
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Das
symbolisch angedeutete Kabel K läuft, in
der Darstellung gemäss 1 auf
der linken Seite, von einer Extrusionsanlage kommend, in die Anlage ein
und läuft
zunächst über eine
Abziehscheibe 1a. Um ein Verschlingen des Kabels K zu verhindern, wird
das Kabel K dann über
eine Abheberolle 1b geführt.
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Um
die Abziehscheibe 1a ist ein Flachriemen 2 geführt, durch
welchen das Kabel K beim Durchlauf über die Abziehscheibe 1a gegen
diese verspannt wird.
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Der
Doppelspuler weist eine (nicht näher dargestellte)
Abschalteautomatik, d.h. eine Vorrichtung zum Schnellstopp, auf,
welche bei Drahtriss oder Störung
beim Umlegevorgang die Anlage schnellstmöglich stillsetzt wird.
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Die
Verspannung des Kabels K gegen die Abziehscheibe 1a mittels
des Flachriemens 2 verhindert dabei, dass das Kabel K bei
einem Schnellstop in der zuvor durchlaufenden Extrudieranlage reißt oder
von den Rollen springt. Der Kabelstrang bleibt in der voranstehenden
Anlage, d.h. hier in der Extrudieranlage, gespannt.
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Die
Rüstzeit
zum Wiederanfahren der Anlage bzw. des Doppelspulers ist dadurch
minimiert. Der Stillsetzschrott wird vor dem Doppelspuler abgelegt.
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Anschließend, d.h.
nach Durchlauf über
die Abziehscheibe 1a und die Abheberolle 1b, läuft dann das
Kabel K über
einen Tänzer 3 mit
einer erste Tänzerrolle 3a und
eine zweiten Tänzerrolle 3b zur
Verlegeeinrichtung 4.
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Anstelle
einzelner Tänzerrollen 3a und 3b im Tänzer 3 können auch
Rollensätze 3a' und 3b' verwendet werden.
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Die
Verlegeeinrichtung 4 dient neben der Bewicklung der Spulen
S1 und S2 gemäß der vorgebbaren
Wickelcharakteristik auch zur Verlegung bzw. zur Umverlegung des
Kabels K und zum Umlegen des Kabels K von der vollen auf die leere
Wickelspule.
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Der
Abstand der Tänzerrollen 3a und 3b zueinander
ist z. B. über
eine Feder oder einen Pneumatikzylinder veränderlich, wie im Stand der
Technik bekannt ist, so dass Inkontinuitäten der Kabelzuführung ausgeglichen
werden. Des Weiteren dient der Tänzer 3 hier
zur Regelung der Spulendrehzahl.
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Wie
in der 2 und insbesondere in den 11 und 12 sowie auch in den 1, 3 und 6 zu
erkennen ist, ist die Verlegeeinrichtung 4, kurz auch Verlegung 4,
bei diesem Doppelspuler – insbesondere
für die
Umverlegung des Kabels K von der ersten auf die zweite Spulstation
bzw. von der ersten Spule S1 auf die zweite Spule S2 bzw. jeweils umgekehrt – verfahrbar
am Gehäuse 45 des
Doppelspulers angeordnet bzw. montiert.
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Dazu
ist ein spezielles Laufschienen-Laufwagen-System 40, wie
es im allgemeinen aus dem Stand der Technik bekannt ist, in diesem
Fall aus zu einer geschlossenen, kreisformähnlichen Umlaufbahn angeordneten
Laufschienen 43 und einem in den Laufschienen 43 geführten, dadurch
entsprechend verfahrbaren Laufwagen 42 vorgesehen. An dem
Laufwagen 42 ist die Verlegung 4 montiert.
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Die
Laufschienen 43 bilden, wie aus der 2 und den 11 und 12 zu
erkennen ist, eine im Wesentlichen ovale oder ellipsenförmige Bahn,
in deren Inneren – in
etwa an den Brennpunkten der Ellipse – die zwei Spulstationen stationär angeordnet sind.
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Wie
insbesondere die 1, 3 und 6 erkennen
lassen, ist das Laufschienen-Laufwagen-System 40 oberhalb
der Spulstationen am Gehäuse
des Doppelspulers befestigt.
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Der
Antrieb 41 für
den Laufwagen 42, der diesen und damit die Verlegung 4 – je nach
Wickelrichtung gegen bzw. im Uhrzeigersinn 46 (vgl. 11 und 12) – in den
Laufschienen 43 verfährt,
ist, wie in der 2 zu erkennen ist, ebenfalls
am Gehäuse 45, in
diesem Fall an einem Rahmenteil, des Doppelspulers montiert.
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Bei
der Umverlegung des Kabels K kreist 46 somit die Verlegung 4 – je nach
Wickelrichtung (11 und 12) – um die
Spulstationen.
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Wie
weiterhin aus den 3 und 6 zu erkennen
ist, weist das Laufschienen-Laufwagen-System 40 eine linear
mitbewegte bzw. mitverfahrene Drehdurch- bzw. Dreheinführung 50 für die mit
einem Kabelschlepp 52 versehene Strom- und Sensorversorgung 53 mit
einer Hohlwelle 51 für
den Kabeleinlauf 54 im Zentrum auf. Dazu ist der Doppelspuler
oben im Fahrbereich der Dreheinführung 50 offen
gestaltet.
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Zur
Führung
des Wickelguts bzw. des Kabels K sind oberhalb des Laufschienen-Laufwagen-Systems 40 bewegliche
Umlenkrollen 55 angebracht, welche sich der Richtung des
Kabel K bzw. Kabelstrangs anpassen und damit eine jederzeit geradlinige
und sichere Führung
des Kabels K vom Tänzer 3 zur
mobilen bzw. instationären
Verlegung 4 gewährleisten.
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Ansonsten
weist die Verlegeeinrichtung 4, wie ebenfalls im Stand
der Technik bekannt ist, Zulaufrollen 13 und eine Verlegerolle 14 auf.
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Die
Zulaufrollen 13 und die Verlegerolle 14 bewegen
sich in Richtung des Doppelpfeils 15 nach oben und nach
unten, wobei die Bewegung durch eine (in 1 nicht
näher dargestellte
Steuereinrichtung) gesteuert wird.
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Dadurch
ist ein vorgebbares Wickelbild bzw. eine vorgebbare Wickelcharakteristik
auf den Wickelspulen S1 und S2 erzeugbar. In den 5b sind
zwei verschiedene Wickelbilder einer durch den ausführungsgemäßen Doppelspuler
bewickelten NPS-Spule dargestellt. Das Wickelbild der linken Spule
entspricht einer üblichen
Bewicklung, wohingegen das Wickelbild der rechten Spule eine durch
einen zusätzlichen
Schiebeschritt (mit X3 = X1/2, wobei Abweichungen (2 +/- Δx) einstellbar
sind) erzeugte spezielle kegelförmige
Abschrägung
in einem Bereich am oberen Flansch aufweist.
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Die
Bewegung der Verlegerolle wird über
einen (in 6 nur schematisch angedeuteten)
motorangetriebenen Kugelgewindetrieb 16 bewirkt.
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Die
insgesamt mit 100 bezeichnete Wickelstation weist beim
Ausführungsbeispiel,
wie aus 2 erkennbar ist, zwei nebeneinander
angeordnete und parallel mit den Wickelspulen S1 und S2 bestückbare,
stationäre
Spulstationen auf, nämlich
eine erste stationäre
Spulstation 101, die in der Darstellung gemäß 3 eine
unbewickelte Wickelspule S1 trägt,
sowie eine zweite stationäre
Spulstation 102, welche in der Darstellung gemäß 3 eine
bewickelte Wickelspule S2 trägt.
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Jede
Wickelspule S1, S2, beispielsweise im Stand der Technik bekannte
NPS-Spulen, von denen verschiedene Ausführungen mit verschiednen Spulenhöhen/-größen, verschiedenen
Flanschgrößen und
verschiedenen Wickelbildern in 5a und
b dargestellt sind, weist einen oberen Flansch 25 auf, der
eine im wesentlichen ebene kreisförmige Platte darstellt und
an welchem einstückig
der eigentliche Wickelkern 26 angeordnet ist.
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Der
Wickelkern 26 kann zylindrisch gestaltet sein – aber auch,
wie beim Ausführungsbeispiel,
konisch gestaltet sein. Am unteren Teil des Wickelkerns ist ein
zweiter vom Wickelkern 26 lösbarer Flansch 27 angeordnet,
der ebenfalls eine im Wesentlichen ebene kreisförmige Platte darstellt.
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Oberer
Flansch 25, Wickelkern 26 und unterer Flansch 27 sind
rotationssymmetrisch zu einer vertikalen Drehachse 20 gestaltet,
die auch die Drehachse des Wickelkerns bei der Rotationsbewegung bzw.
Wickelbewegung ist.
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Weiterhin
sind bei dem Doppelspuler 100 die beiden Spulstationen
jeweils mit einer Aufnahmevorrichtung bestehend aus einem Oberteil
bzw. oberen Aufnahmeteil/-vorrichtung mit einer Pinole 24,
und einem Unterteil bzw. unterem Aufnahmeteil/-vorrichtung 23 für die Spule
S1 bzw. S2 ausgestattet.
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Die
Pinole 24 jeder Aufnahmevorrichtung wird, wie insbesondere 9 erkennen
lässt,
höhenverstellbar
in einer vertikalen Linearführung 17 geführt. Mittels
eines Schneckengetriebemotors 28 mit Ritzel und Zahnstange
kann die Pinole 24, wie dies auch in 3 anhand
der dort dargestellten rechten Pinole verdeutlicht ist, in der Linearführung 17,
im Stillstand selbsthemmend, höhenverstellt
werden, wobei jede beliebige Höhe – zwischen
einer oberen Endposition, einer Spulen-Freigabeposition, und einer unteren
Endposition, einer Spulen-Aufnahmeposition,
anfahrbar ist.
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Die
Linearführungen 17 sind
dabei, wie die 3 und 9 deutlich
erkennen lassen, an einer, im Querschnitt in etwa rechteckigen,
Mittelsäule 80, welche
zwischen den Spulstationen 101, 102 angeordnet
ist, befestigt.
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Jedes
obere Aufnahmeteil des ausführungsgemäßen Doppelspulers
weist darüber
hinaus an ihrer der Wickelspule zugewandten Seite eine Vorrichtung 30 zum
Aussondern von fehlerhaften Kabelstücken oder Schrott auf.
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Diese
Vorrichtung 30, welche in den 1, 3, 8 und 9 erkennbar
ist, wobei in 8a und b insbesondere deren Funktionsweise
verdeutlicht wird, umfasst eine sogenannte konische Schrottscheibe 31,
beispielsweise aus Stahl, welche an ihrem unteren Ende einen konischen
Fortsatz mit geringerem Durchmesser als die Schrottscheibe 31 selbst
aufweist. Der Fortsatz wird beim Absenken des oberen Aufnahmeteils
in die Spulen-Aufnahmeposition mit dem oberen Flansch 25 einer
Wickelspule in Eingriff gebracht.
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Die
Schrottscheibe 31 ist weiter derart ausgebildet, dass beim
Anheben des oberen Aufnahmeteils ihr Durchmesser verkleinert, beispielsweise
um 1 mm, bzw. verjüngt
wird, wodurch auf der Schrottscheibe 31 aufgewickelter
Schrott bzw. aufgewickeltes Wickelgut nicht mitangehoben wird, sondern nach
Trennung der Pinole 24 von der Wickelspule auf dem oberen
Flansch 25 der Wickelspule liegen bleibt (vgl. 1, 3, 5b)
und mit dieser ausgewechselt wird. Nach Trennung des oberen Flansches vom
Wickelkern kann der Schrott bzw. die Schrottschlaufen im innen hohlen
konischen Wickelkern abgelegt und/oder vom Gebinde abgeschnitten
werden.
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Weiterhin
weist die Vorrichtung 30 einen oberhalb der Schrottscheibe 31 angeordneten
Drehkranz 32 auf. An dessen Umfang sind in 180° Versetzung
gegenüberliegend
zwei Rollen R1 und R2 angeordnet.
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Die
beiden Rollen R1 und R2 sind jeweils an ihrem oberen Ende im Drehkranz 32 gelagert.
Der Abstand der beiden Rollen R1 und R2 zueinander bzw. der Durchmesser
des Drehkranzes ist derart bemessen, dass die unteren Enden der
Rollen R1 und R2 den oberen Flansch 25 der Wickespule von
außen
nahezu berühren.
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Die
Höhe der
Rolle R1 ist variabel und wird entsprechend der Position des Drehkranzes 32 mittels
einer Kurvenscheibe 33 oder Pneumatik eingestellt. Der
Einstellbereich reicht von einer Mindesthöhe auf der Strecke S1, wobei
das freie Ende der Rolle R1 in den Wickelbereich hineinragt und
einer Maximalhöhe
auf der Strecke S2, wobei das freie Ende der Rolle R1 oberhalb der
oberen Kante des oberen Flansches 25 liegt.
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Die
Höhe der
Rolle R2 ist fest und derart bemessen, dass das untere, freie Ende
der Rolle R2 mit der Unterkante des oberen Flansches in etwa abschließt.
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Weiterhin
weist die Vorrichtung 30 zum Aussondern von Schrott, wie
in der 9 zu erkennen ist, einen auf der Oberseite der
oberen Aufnahmevorrichtung montierten Motor 34 für den Drehkranz 32 auf,
welcher über
einen Antrieb 35 den Drehkranz 32 mit den Rollen
R1 und R2 antreibt.
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Bei
Auftreten eines Fehlers im Kabel K, der als Schrott aus dem Gebinde
entfernt werden muss, fährt,
wie in den 8a und b verdeutlicht wird,
die Verlegerolle 14 der Verlegung 4 von ihrer
aktuellen Wickelposition Pos.1 im Schnellgang eine sogenannte Schrottposition
Pos.2 in ungefährer
Höhe des
unteren Randes der Schrottscheibe 31 an. Gleichzeitig verlängert sich
die Rolle R1 auf ihre maximale Länge.
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Erreicht
die Verlegerolle 14 die Schrottposition Pos.2, so beginnt
der Drehkranz 32 zu drehen. Die Rolle R1 zieht eine (aufsteigende)
Schlaufe R1.1, wobei gleichzeitig die Verlegerolle weiter eine Schrottverlegeposition
Pos.3, welche oberhalb der Schrottposition Pos.2 liegt, angefahren
hat.
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Während der
Drehbewegung zieht sich die Rolle R1 gemäß der Kurvenscheibe 33 auf
der Strecke S2 zurück
und gibt die Schlaufe R1.1 wieder frei.
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Das
Kabel K wird jetzt auf die Schrottscheibe 31 gemäß einer
einstellbaren Charakteristik verlegt. Der Drehkranz 32 dreht
je nach Schrottlänge
weiter, wobei jetzt die Rolle R2 eine (absteigende) Schlaufe zieht.
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Die
Verlegung 4 fährt
zeitgleich in die Wickelposition Pos.1, an der sie im Wickelbild
unterbrochen worden ist, nach unten und wickelt von dort das vorgegeben
Wickelbild weiter.
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Über ein
Programm werden die Drehzahlunterschiede für Wickeldurchmesser – Flanschdurchmesser – und Schrottscheibendurchmesser
berücksichtigt.
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Wie
weiter die 1, 3, 8 und 9 zeigen,
läuft die – konische – Wickelspule
im Kerndurchmesser auf den Schrottscheibendurchmesser zu, wie auch
das Wickelbild auf den Schrottscheibendurchmesser zuläuft.
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Zusammenfassend
lässt sich
dieses Verfahren zur Aussonderung von Schrott auch wie folgt beschreiben.
Bei Auftreten eines Fehlers im Wickelgut, welcher als Schrott aus
dem Gebinde entfernt werden muss, fährt die Verlegung aus der Spule
heraus, wobei ein Rollensystem R1 eine aufsteigende Kabelschlaufe über den
Flansch der Wickelspule hebt. Die Verlegung wickelt den besagten
Fehler auf die Schrottscheibe und kehrt über eine absteigende Kabelschlaufe
und das Rollensystem R2 per Schnellgang zu der Position zurück, an der
der Verlegevorgang unterbrochen wurde. Hier wickelt die Verlegung das
vorgegeben Wickelbild weiter.
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An
dem unteren Teil jeder Aufnahmevorrichtung ist in direkter Art und
Weise ein Spulenantrieb 8 angeordnet, auf dessen Ausgangswelle
eine Flanschplatte 97 und eine Leitscheibe 98 befestigt sind.
Die direkte Kopplung des Spulenantriebs 8 bzw. die direkte Übertragung
ist besonders geräuscharm.
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13 zeigt
einen hierzu alternativen Antrieb einer Wickelspule. In diesem Fall
ist ein um 90° gedrehter
Spulenantrieb 8' mittels
eines Winkelgetriebes an einer Spulenstation gekoppelt, wodurch niedrigere
Bauhöhen
realisierbar sind.
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Jede
Flanschplatte 97 weist, konzentrisch zur Drehachse eine
konische Erhöhung 23 auf,
die in eine entsprechende Öffnung
des unteren Flansches 27 die Wickelspule zentriert. Weiterhin
sind zur Aufnahme der Wickelspule O-Ringe in der Flanschplatte 97 vorgesehen.
Die Übertragung
der Rotationsbewegung erfolgt über Friktion.
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Wie
in der 2 zu erkennen ist, ist an jeder Spulstation weiterhin
eine Greifeinrichtung 70, 71 mit jeweils einem
Schwenkarm 75, 76 sowohl für „rechts-„ als auch „links- „drehende Wickelspulen vorgesehen.
An den Schwenkarmen 75, 76 sind jeweils zwei Greifbürsten 74 angeordnet.
Diese Greifbürsten 74 liegen
im geschlossenen Zustand so am Wickelgut einer Wickelspule an, dass
ein (Um-sich)-Schlagen des äußeren Seilendes
des geschnittenen Kabels K verhindert wird.
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Weiterhin
weist jede Spulstation 101, 102, wie aus der 7b erkennbar
ist, die Leitscheibe 98 mit einer Fangeinrichtung 95,
welche in diesem Fall mit einem Doppelfangmesser 96 für beide
Wickelrichtungen ausgestattet ist, auf.
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Diese
Fangeinrichtungen 95 wirken zur Trennung des Kabels K beim
Umverlegen mit an der Mittelsäule 80 angeordneten
Kappvorrichtungen 90 und Andrückrollen 94 zusammen.
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Diese
Kappvorrichtungen 90 sind an den den Wickelspulen zugewandten
(Front-)Seiten 85a, 85b der Mittelsäule 80,
wie die 7a und b sowie 10 deutlich
erkennen lassen, schwenkbar angebracht und weisen dazu jeweils ein
um 180° schwenkbares
Trägerteil 91 auf.
An dessen einem Ende ist eine Abheberolle 92 und an dessen
anderen Ende ist ein Kappmesser 93 zum Abschneiden des Kabels
K angeordnet. Beim Umschalten der Wickeldrehrichtung schwenkt die
Kappvorrichtung um 180°.
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An
den Längsseiten 86a, 86b der
Mittelsäule sind
die Andrückrollen 94 angeordnet,
welche beim Umverlegen das Kabel K in das jeweilige Fangmesser der
entsprechenden Fangeinrichtung 95 drücken.
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Die
Fangeinrichtung 95 der Spulstation, welche mit der leeren
Wickelspule bestückt
ist, bzw. deren für
die entsprechende Wickelrichtung vorgesehenes Fangmesser ergreift,
wie in der Darstellung gemäss 7b ersichtlich,
beim Umverlegen das Kabel K und bewegt es in diesem Fall entgegen
dem Uhrzeigersinn um die leere Wickelspule herum. Dabei kommt das
Kabel K in Anlage an den Kappstahl 93 der Kappvorrichtung 90,
durch welchen es abgeschnitten wird. Das Kabel K wickelt sich nun
um die leere Wickelspule.
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Hervorzuheben
ist, dass diese Kappvorrichtungen 90 das Umschneiden des
Kabels K auf die Leerspule bei voller Produktionsgeschwindigkeit
ermöglichen.
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Weiterhin
weist der Doppelspuler ein in den Doppelspuler integriertes Fördersystem 60 aus
Rollenförderer 61, 62, 63 und
Kettenförderer 72, 73 zur Erzielung
schneller Wechselzeiten auf.
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Über einen
ersten Rollenförderer 61,
welcher, wie aus der 2 erkennbar ist, längs den
beiden Spulstationen 101, 102 angeordnet ist,
werden zur Bestückung
der beiden Spulstationen 101, 102 entsprechend
den Pfeilen 103, 104 leere Wickelspulen S in den
Doppelspuler 100 gefördert.
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Jeweils
im rechten Winkel dazu und im Abstand der beiden Spulstationen 101, 102 zueinander versetzt
sind zwei, jeweils absenkbare bzw. anhebbare Kettenförderer 72 bzw. 73 angeordnet,
welche die leeren Wickelspulen, d.h. die Leerspulen, in die beiden
Spulstationen 101, 102 und gleichzeitig die dort
bewickelten Spulen, d.h. die Vollspulen, aus den beiden Spulstationen 101, 102 transportieren.
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Jeweils
in Verlängerung
der beiden Kettenförderer 72, 73 sind
ein zweiter und dritter Rollenförderer 62, 63 angeordnet,
welche die bewickelten Wickelspulen von den Kettenförderern 72, 73 übernehmen
und entsprechend den Pfeilen 105, 106 die bewickelten
Wickelspulen aus dem Doppelspuler 100 befördern.
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Wie
die 1 und 3 deutlich zeigen, sind die
Kettenförderer 72 und 73 von
einer ersten Position bzw. Höhe,
einer Förder-
bzw. Transportposition, in eine zweite Position bzw. Höhe, eine Spulposition,
absenkbar.
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Die
Kettenförderer 72, 73 werden
dann abgesenkt, sobald eine leere Wickelspule ihre Spulstation bzw.
ihre Wickelposition erreicht hat. Durch das Absenken wird die leere
Wickelspule vom Kettenförderer 72, 73 freigegeben,
die leere Wickelspule wird auf die Flanschplatte 97 abgesenkt,
die Spule wird zwischen Schrottscheibe 31 und Flanschplatte 97 gespannt
und über
Friktion angetrieben.
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Zusätzlich oder
alternativ kann hier auch eine formschlüssige Verbindung zwischen der
Spule und der Flanschplatte 97, beispielsweise mittels
eines (Mitnehmer-)Zapfens, vorgesehen sein.
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Solange
der Wickelvorgang einer Wickelspule andauert verweilt der Kettenförderer 72 bzw. 73 in seinem
abgesenkten Zustand. Sobald aber der Wickelvorgang beendet ist,
wird der Kettenförderer 72, 73 angehoben,
wodurch die volle Wickelspule vom Kettenförderer 72, 73 wieder
erfasst bzw. aufgenommen, die volle Wickelspule angehoben und damit vom
Spulenantrieb abgehoben und anschließend aus der Spulstation abtransportiert
wird.
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Die
Leitscheiben 98 der Spulstationen 101, 102 sind
entsprechend geformt, so dass der jeweilige Kettenförderer 72, 73 die
Wickelspule hochheben kann.
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4 zeigt
eine andere Ausführung
des Doppelspulers 110 mit einer alternativen Aufstellung des
integrierten Fördersystems 64.
Bei dieser Ausführung
fährt der
Kettenförderer 72 bzw. 73 jeweils um
90° gedreht
durch die Anlage
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Der
Doppelspuler wird durch eine (nicht dargestellte) Steuereinrichtung
gesteuert. Diese Steuereinrichtung verfügt über einen Programmspeicher,
in dem ein Programm abgespeichert ist, welches die Funktion steuert.
Weiterhin ist ein Datenspeicher vorgesehen, um die zur Funktionssteuerung erforderlichen
Daten abzuspeichern, sowie eine Vielzahl von Sensoren, die den Status
der einzelnen Teile dieser Vorrichtung erfassen. Außerdem ist
eine Vielzahl von elektrischen und elektropneumatischen Betätigungsorganen
vorgesehen, deren Betätigung
in Abhängigkeit
von der Steuereinrichtung ausgegebenen Signalen erfolgt.
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Die
Funktion des Doppelspulers, insbesondere das Umverlegen, wird nun
im Einzelnen, insbesondere mit Verweis auf die 11 und 12, welche das Umverlegen beim Wickeln
im bzw. gegen den Uhrzeigersinn verdeutlichen, beschrieben:
Das
Kabel K läuft über die
Abzugsscheibe 1a, gegen welche sie mit dem Flachriemen 2 verspannt
ist, die Abheberolle 1b und die Tänzerrollen 3a 3b in
die Anlage, den Doppelspuler 100, ein. Durch die Tänzerrollen 3a, 3b ist
sichergestellt, dass das Kabel K im Wesentlichen immer die gleiche
Spannung aufweist.
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Das
Kabel K wird, wie aus 1 erkennbar ist, über die
Rollen 55 nach oben über
die Spulstationen 101, 102 umgelenkt und weiter über die
Hohlwelle 51 der Drehdurchführung 50 der Verlegung 4 zugeführt.
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Anschließend wird
das Kabel K weiter über die
Zulaufrollen 13 und die Verlegerolle 14 der aktuell zu
bewickelnde Wickelspule S1 oder S2, wie in 2 angedeutet
ist, zugeführt.
Nach eingestellter Wickelrichtung wird die Wickelspule S1 oder S2
durch den Motor 8 in eine Richtung entgegen dem oder im
Uhrzeigersinn gedreht.
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Die
Verlegeeinrichtung
4 bewirkt, dass das Kabel K gemäss einer
vorbestimmten Wickelcharakteristik auf den Kern der Wickelspule
S1 oder S2 aufgelegt wird. Bei einem konischen Wickelkern wird man
dazu vorzugsweise das Verfahren benutzen, wie es in der
EP 334 211 B2 beschrieben
ist. Die Offenbarung dieser Druckschrift wird zum Zwecke der Offenbarung
in die vorliegende Patentanmeldung mit einbezogen.
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Statt
dieser Verlegecharakteristik kann auch eine Verlegecharakteristik
verwendet werden, bei welcher die Wicklung parallel zur Drehachse
der Wickelspule aufgebracht wird, was sowohl bei einer konisch gestalteten
Wickelspule als auch bei einer zylindrisch gestalteten Wickelspule
möglich
ist.
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Während des
Wickelvorgangs ist es möglich unter
Verwendung der Schrottscheibe fehlerhaftes Wickelgut bzw. Schrott
auszusondern.
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Der
Wickelvorgang wird mit der vorgegebenen Charakteristik solange fortgesetzt,
bis ein vorbestimmter Füllungsgrad
der zu bewickelnden Wickelspule S1 oder S2 erreicht ist.
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Sobald
dieser vorbestimmte Füllungsgrad erreicht
ist, gibt die Steuereinrichtung ein Signal aus, durch welches die
Umverlegung von der Vollspule auf die Leerspule, d.h. von der Spule
S1 auf die Spule S2 oder umgekehrt, eingeleitet wird (vgl. 11 und 12).
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Bei
der Umverlegung fährt,
wie die 11 und 12 verdeutlichen,
die Verlegung 4 – je
nach Wickelrichtung – im
oder gegen den Uhrzeigersinn entlang der durch das Schienensystem
vorgegeben elliptischen Bahn um die beiden Spulstationen 101, 102,
wobei das Kabel K von der Vollspule auf die Leerspule umgelegt und
dabei geschnitten wird.
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In 11 ist in Aufsicht auf die Wickelstation 100 die
Umverlegung für
die Bewicklung der Spulen S1 und S2 im Uhrzeigersinn dargestellt. 12 zeigt dieses für das Wickeln gegen den Uhrzeigersinn.
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Wie
in der 11a (11,
Wickeln im Uhrzeigersinn) erkennbar ist, bewickelt die Verlegung 4, welche
sich in Pos.1 befindet, die Spule S1 bis der vorbestimmte Füllungsgrad
erreicht ist und die Umverlegung eingeleitet wird.
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Die
Verlegung 4 verfährt
nun von der Pos.1 in Pfeilrichtung zur Pos.3, wobei das Kabel K
den durch die strichpunktierte Linie gekennzeichneten Verlauf einnimmt.
Gleichzeitig beginnt sich die Spule S2 zu drehen.
-
Das
Kabel K wird, wie im Prinzipiellen aus dem Stand der Technik bekannt
ist, dann durch die Andrückrolle 94 nach
unten gedrückt,
durch das Fangmesser der Fangvorrichtung der Spule S2 gefangen und
durch die Kappvorrichtung 90 geschnitten.
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Anschließend wird
die bewickelte Spule S1 stillgesetzt und gegen eine Leerspule ausgetauscht.
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Die
Verlegung 4 fährt,
bei gleichzeitigem Verlegen des Kabels, wie sich aus der 11b ergibt, von der Pos.3 in Pfeilrichtung weiter
zu der Pos.4 und verlegt das Kabel K auf die Spule S2.
-
Während die
Spule S2 aus der Verlegeposition Pos.4 bewickelt wird, ist es, wie
es in 11b verdeutlicht ist, möglich, mittels
der Schrottscheibe bzw. des entsprechenden Mechanismus Schrott auszusondern.
-
Sobald
auch bei der Spule S2 der vorbestimmte Füllungsgrad erreicht ist, erfolgt,
wie sich aus 11c ergibt, – entsprechend der vorherigen – die nächste Umverlegung
des Kabels von der Spule S2 auf die Spule S1.
-
Hierzu
verfährt
die Verlegung 4 von der Pos.4 in Pfeilrichtung zur Pos.6,
wobei das Kabel K auch hier wiederum den durch die strichpunktierte
Linie gekennzeichneten Verlauf einnimmt. Gleichzeitig beginnt sich
in diesem Fall die Spule S1 zu drehen.
-
Das
Kabel K wird dann auch hier wieder durch die Andrückrolle 94 nach
unten gedrückt,
durch das Fangmesser der Fangvorrichtung der Spule S1 gefangen und
durch die Kappvorrichtung 90 geschnitten.
-
Anschließend wird
in diesem Fall die bewickelte Spule S2 stillgesetzt und gegen eine
Leerspule ausgetauscht.
-
Die
Verlegung 4 fährt,
wie sich aus der 11d ergibt, von der Pos.6 in
Pfeilrichtung weiter zu der Pos.1 und verlegt das Kabel K auf die
Spule S1.
-
Während die
Spule S1 aus der Verlegeposition Pos.1 bewickelt wird, ist es auch
hier wieder möglich,
mittels der Schrottscheibe bzw. des entsprechenden Mechanismus Schrott
auszusondern.
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Wie
in der 12a (12,
Wickeln gegen den Uhrzeigersinn) erkennbar ist, bewickelt die Verlegung 4,
welche sich in Pos.2 befindet, die Spule S2 bis der vorbestimmte
Füllungsgrad
erreicht ist und die Umverlegung eingeleitet wird.
-
Die
Verlegung 4 verfährt
nun von der Pos.2 in Pfeilrichtung zur Pos.6, wobei das Kabel K
den durch die strichpunktierte Linie gekennzeichneten Verlauf einnimmt.
Gleichzeitig beginnt sich die Spule S1 zu drehen.
-
Das
Kabel K wird, wie im Prinzipiellen aus dem Stand der Technik bekannt
ist, dann durch die Andrückrolle 94 nach
unten gedrückt,
durch das Fangmesser der Fangvorrichtung der Spule S1 gefangen und
durch die Kappvorrichtung 90 geschnitten.
-
Anschließend wird
die bewickelte Spule S2 stillgesetzt und gegen eine Leerspule ausgetauscht.
-
Die
Verlegung 4 fährt,
wie sich aus der 12b ergibt, von der Pos.6 in
Pfeilrichtung weiter zu der Pos.5 und verlegt das Kabel K auf die
Spule S1.
-
Während die
Spule S1 aus der Verlegeposition Pos.5 bewickelt wird, ist es, wie
es in 12b verdeutlicht ist, möglich, mittels
der Schrottscheibe bzw. des entsprechenden Mechanismus Schrott auszusondern.
-
Sobald
auch bei der Spule S1 der vorbestimmte Füllungsgrad erreicht ist, erfolgt,
wie sich aus 12c ergibt, – entsprechend der vorherigen – die nächste Umverlegung
des Kabels von der Spule S1 auf die Spule S2.
-
Hierzu
verfährt
die Verlegung 4 von der Pos.5 in Pfeilrichtung zur Pos.3,
wobei das Kabel K auch hier wiederum den durch die strichpunktierte
Linie gekennzeichneten Verlauf einnimmt. Gleichzeitig beginnt sich
in diesem Fall die Spule S2 zu drehen.
-
Das
Kabel K wird dann auch hier wieder durch die Andrückrolle 94 nach
unten gedrückt,
durch das Fangmesser der Fangvorrichtung der Spule S2 gefangen und
durch die Kappvorrichtung 90 geschnitten.
-
Anschließend wird
in diesem Fall die bewickelte Spule 51 stillgesetzt und
gegen eine Leerspule ausgetauscht.
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Die
Verlegung 4 fährt,
wie sich aus der 12d ergibt, von der Pos.3 in
Pfeilrichtung weiter zu der Pos.2 und verlegt das Kabel K auf die
Spule S2.
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Während die
Spule S2 aus der Verlegeposition Pos.2 bewickelt wird, ist es auch
hier wieder möglich,
mittels der Schrottscheibe bzw. des entsprechenden Mechanismus Schrott
auszusondern.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel
der Erfindung nach 14 ist ein Spuler 200 in
horizontaler Bauweise, bei dem die Spulstation zum Bewickeln einer – horizontal – ausgerichteten
Spule S1 horizontal angeordnet ist.
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Auch
hier ist, wie die 14 zeigt, die Vorrichtung zum
Ausscheiden von fehlerhaftem Wickelgut 30 vorgesehen. Diese
entspricht auch im Fall der horizontalen Ausrichtung in Aufbau und
Funktion der vorig beschriebenen Vorrichtung zum Ausscheiden von
fehlerhaftem Wickelgut 30 bei vertikaler Ausrichtung. Entsprechend
sind die gleichen Bezugszeichen vergeben.
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Das – in Fall
der horizontalen Ausrichtung – rechte
Aufnahmeteil des Spulers weist hier, wie die 14 zeigt,
an ihrer der Wickelspule S1 zugewandten Seite die Vorrichtung 30 zum
Aussondern von fehlerhaften Kabelstücken oder Schrott bzw. die Schrottscheibe 31 auf.
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Auch
hier lässt
sich das Verfahren zur Aussonderung von Schrott wie dargestellt
beschreiben. Bei Auftreten eines Fehlers im Wickelgut, welcher als Schrott
aus dem Gebinde entfernt werden muss, fährt die Verlegung (14 zeigt
hier die Rolle 14 in Pos.1 und Pos.3) aus der Spule heraus,
wobei das Rollensystem R1 eine aufsteigende Kabelschlaufe über den
Flansch der Wickelspule hebt. Die Verlegung wickelt den besagten
Fehler auf die Schrottscheibe und kehrt über eine absteigende Kabelschlaufe
und das Rollensystem R2 per Schnellgang zu der Position zurück, an der
der Verlegevorgang unterbrochen wurde. Hier wickelt die Verlegung
das vorgegeben Wickelbild weiter.
-
Wie 14 weiter
zeigt, wird hier – vergleichbar 13 – die Wickelspule
mittels eines um 90° (bezüglich der
Spulenachse) gedrehten Spulenantriebs 8'' und
eines Winkelgetriebes 9' angetrieben.
-
- K
- Kabel
- S1,
S2
- Spulen
- R1,
R2
- zwei
Rollen, Rollensystem
- 1a
- Abziehscheibe
- 1b
- Abheberolle
- 2
- Flachriemen
- 3
- Tänzer
- 3a,
3a'
- erste
Tänzerrolle,
erstes Tänzerrollenpaket
bzw. -satz
- 3b,
3b'
- zweite
Tänzerrolle,
zweites Tänzerrollenpaket/-satz
- 4
- Verlegeeinrichtung
- 8
- Spulenantrieb
- 8'
- alternativer
Spulenantrieb
- 8''
- Spulenantrieb
bei einer horizontal ausgerichteten Spulstation
- 9
- Winkelgetriebe
- 9'
- Winkelgetriebe
bei einer horizontal ausgerichteten Spulstation
- 11
- Leerspule
- 12
- Vollspule
- 13
- Zulauf
rollen
- 14
- Verlegerolle
- 15
- Doppelpfeil
- 16
- motorangetriebener
Kugelgewindetrieb
- 17
- Linearführung
- 20
- vertikale
Drehachse
- 23
- unteres
Aufnahmeteil
- 24
- obere
Aufnahmevorrichtung mit Pinole
- 25
- einstückiger,
oberer Flansch
- 26
- Wickelkern
- 27
- lösbarer Flansch
- 28
- Schneckengetriebemotor
mit Ritzel und Zahnstange
- 30
- Vorrichtung
zum Aussondern von fehlerhaften Kabelstücken oder Schrott
- 31
- Schrottscheibe
- 32
- Drehkranz
- 33
- Kurvenscheibe
- 34
- Motor
- 35
- Antrieb
- 36
- Schrott
- 40
- Laufschienen-Laufwagen-System
- 41
- Antrieb
für Verlegung
- 42
- Laufwagen
- 43
- Laufschienen
- 45
- Gehäuse
- 46
- Laufrichtung
gegen bzw. im Uhrzeigersinn
- 50
- Drehdurch-
bzw. Dreheinführung
- 51
- Hohlwelle
- 52
- Kabelschlepp
- 53
- Strom-
und Sensorversorgung
- 54
- Kabeleinlauf
- 55
- Umlenkrollen
- 60
- Fördersystem
- 61
- ersten
Rollenförderer
- 62
- zweiter
Rollenförderer
- 63
- dritter
Rollenförderer
- 64
- andere
Ausführungsform
des Fördersystems
- 70,
71
- Greifeinrichtung
- 72,
73
- Kettenförderer
- 75,
76
- Schwenkarm
- 74
- Greifbürsten
- 80
- Mittelsäule
- 85a,
85b
- (Front-)Seiten
der Mittelsäule
- 86a,
86b
- Längsseiten
der Mittelsäule
- 90
- Kappvorrichtungen
- 91
- schwenkbares
Trägerteil
- 92
- Abheberolle
- 93
- Kappmesser,
Kappstahl
- 94
- Andrückrollen
- 95
- Fangeinrichtung
- 96
- Doppelfangmesser
- 97
- Flanschplatte
- 98
- Leitscheibe
- 100
- Doppelspuler
mit vertikaler Ausrichtung
- 101
- erste
Spulstation
- 102
- zweite
Spulstation
- 103,
104, 105, 106
- Förderrichtung,
Pfeile
- 110
- weitere
Ausführungsform
des Doppelspulers
- 200
- Spuler
mit horitontaler Ausrichtung