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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum elektrischen Impulsschweißen von
Werkstücken
mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruches.
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Die
DE 198 29 679 A1 zeigt
eine Widerstandsschweißmaschine
zum Buckelschweißen
mittels Kondensatorentladung. Die Schweißmaschine besitzt Elektroden,
die mittels eines hydraulischen Antriebszylinders an die Werkstücke angedrückt werden,
wobei durch den auf geschalteten elektrischen Impulsstrom die Werkstücke an den
Kontaktstellen plastifiziert und verschweißt werden. Um den Übergangswiderstand
zu erhöhen,
haben die Werkstücke buckelförmige Kontaktstellen
für die
Stromkonzentration. Die gezeigte Widerstandsschweißmaschine
besitzt eine Nachsetzeinrichtung, mittels der die Elektroden weiter
zusammengepresst und nachgeführt werden,
wenn das Werkstückmaterial
in der Fügezone
in einen teigigen Zustand übergeht
und örtlich
verdrängt
wird. Für
das Nachsetzen wird mittels eines Nachlauf-Regelventils während des
Verschweißens der
Werkstücke
ein hoher Speicherdruck in den Antriebszylinder eingekuppelt (Nachsetzbetrieb).
Diese Art der Nachführung
ist für
die nur sehr kurzzeitigen Impulsströme und kurzen Schweißprozesse
zu träge und
ungenau.
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Aus
der
DE 12 99 975 B ist
eine konventionelle Buckelschweißmaschine mit nachsetzender Elektrode
bekannt. Die Nachsetzeinrichtung besteht aus einem einzelnen Kraftspeicher,
der von zwei Teller- oder Glockenfedern gebildet wird, die in unterschiedlichen
Stellungen zueinander angeordnet sein können.
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Andere
elektrische Vielpunkt-Widerstandsschweißmaschinen zum Herstellen von
geschweißten
Gitterrosten zeigen die
DE
27 31 879 B2 und die
DE 43 31 139 A1 . Die
DE 18 75 173 U befasst sich mit
einer konventionellen Schweißmaschine,
bei der zum Verschweißen
geringer Blechstärken
an der Elektrodenvorschubvorrichtung ein Anschlussstück mit einer
stufenlos einstellbaren Tellerfeder angebaut werden kann. Hierbei
ist es möglich,
verschiedene Tellerfedern mit unterschiedlicher Tragkraft in einem Ringmagazin
unterzubringen und die jeweils gewünschte Tellerfeder in die Betriebsposition
gegenüber
der Elektrode zu bringen. Eine andere konventionelle Buckelschweißmaschine
mit einem Tellerfederpaket als Nachsetzeinrichtung ist in der
DE 31 11 494 A1 offenbart.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Technik zum verbesserten
Nachsetzen der Elektroden bei einer Vorrichtung zum elektrischen
Impulsschweißen
aufzuzeigen.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
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In
der beanspruchten Ausführungsform
hat die Nachsetzeinrichtung mehrere integrierte Energiespeicher,
die vorzugsweise als Federn oder Federpakete ausgebildet sind, alternativ
aber auch ein Elastomer oder dergleichen sein können. Durch die unterschiedlichen
Schaltmöglichkeiten
dieser Energiespeicher in Reihenanordnung oder Parallelanordnung
oder kombinierter Reihen- und Parallelanordnung, können gezielt
unterschiedliche Nachsetzeffekte erreicht werden. Insbesondere kann
die Dynamik des Nachsetzens eingestellt werden. Dies betrifft einerseits
die Nachsetzschnelligkeit und das Ansprechverhalten und andererseits
die Aufrechterhaltung der Nachsetzbewegung und der Nachsetzkraft. Die
Energiespeicher können
hierfür
entsprechend ausgelegt werden und werden auch mit den bei einer Reihenanordnung
vorhandenen Zwischenmassen abgestimmt.
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Zur
gezielten Beeinflussung der Dynamik empfiehlt es sich, Energiespeicher
mit unterschiedlicher Dynamik einzusetzen, insbesondere bei einer Reihenschaltung
der Energiespeicher. Wenn Federn, Elastomere oder andere elastische
Elemente verwendet werden, können
sie unterschiedliche Federkonstanten haben. Hierbei kann man bei
einer Reihenanordnung z.B. den der Elektrode benachbarten Federelementen
eine höhere
Federsteifigkeit als den weiter entfernten und dem Schweißkopf benachbarten
Federelementen geben. Dies sorgt für ein schnelles Ansprechverhalten
durch die härteren
Federn, wobei deren Rückschwingverhalten
durch die weicheren Federn überlagert
wird, was zu einer längeren Aufrechterhaltung
der Nachsetzkraft führt
und eine vorzeitige Rückwärtsbewegung
der Elektrode verhindert.
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Durch
eine Parallelanordnung mehrerer Federelemente kann die Dynamik und
die Nachsetzkraft ebenfalls beeinflusst werden. Eine Parallelanordnung
hat darüber
hinaus Vorteile in Verbindung mit einer segmentierten Elektrode.
Die einzelnen Elektrodensegmente können sich unabhängig voneinander
in Zustellrichtung bewegen und sich dadurch besser an lokale Gegebenheiten
an den Werkstücken
und im Prozess anpassen. Eventuelle Verformungen oder Verzüge der Werkstücke können dadurch
kompensiert werden. Andererseits müssen die Werkstücke nicht
als ebene Platten ausgebildet sein, sondern können eine andere räumliche
Formgebung haben. Durch den Elektrodensegmenten zugeordnete eigene
Energiespeicher, die ggf. auch in Reihenanordnung geschaltet sein
können,
lassen sich außerdem
gezielt unterschiedliche Nachsetzkräfte und Dynamiken an unterschiedlichen
Stellen der Werkstücke
realisieren.
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Durch
die Überlagerung
der Federschwingungen kann durch eine optimierte Auslegung der Federkonstanten
und der Massen die Dynamik des Systems in Bezug auf Schwingungsdauer
und Amplitude besonders gestaltet und an die Prozessbedürfnisse
angepasst werden. Der Ablauf und die Kinematik der Schweißung kann
so in zwei oder mehr mechanische Pulse untergliedert werden, die
den Schweißprozess
günstig
beeinflussen.
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Die
beanspruchte Nachsetzeinrichtung hat verschiedene weitere Vorteile.
Sie erlaubt eine Ausschaltung oder Reduzierung unberechenbarer Einflüsse des
Hubzylinders, z.B. Losbrechmomente, Reibungseffekte oder dgl.. Die
Dynamik des Nachsetz-Systems lässt
sich besser als bisher einstellen und steuern. Die Reproduzierbarkeit
wird verbessert, was auch eine verbesserte und konstantere Schweißgüte mit sich
bringt. Der mechanische Nachsetzimpuls wird bei gleichbleibender
Reaktionsschnelligkeit verlängert.
Die Stauchkraft kann durch einen zweiten und evtl. weitere mechanische
Nachsetzimpulse erhöht
werden. Die Kinematik des Nachsetzens lässt sich zeitlich besser und
genauer an den Schweißprozess
anpassen. Insgesamt ergeben sich eine Erhöhung der Prozesssicherheit
und der Schweißqualität.
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Die
beanspruchte Pressschweißvorrichtung kann
durch die Variabilität
der Energiespeicher in ihrer Auslegung und Anordnung sowie durch
die eventuelle Abstimmung mit Zusatzmassen eine modulare Ausbildung
haben und sich nach Art eines Baukastensystems variieren lassen.
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In
den Unteransprüchen
sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
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Die
Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch
dargestellt. Im einzelnen zeigen:
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1:
Eine elektrische Widerstands-Pressschweißeinrichtung
in schematischer Darstellung und Seitenansicht,
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2:
eine Nachsetzeinrichtung mit in Reihe geschalteten Energiespeichern,
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3:
eine Nachsetzeinrichtung mit parallel geschalteten Energiespeichern
zusammen mit einer segmentierten Elektrode,
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4 und 5:
zwei Varianten der Anordnung der Energiespeicher in kombinierter
Parallel- und Reihenanordnung,
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6:
eine Draufsicht auf eine segmentierte Elektrode und
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7:
ein Diagramm mit den Federwegen.
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1 zeigt
in einer schematischen Seitenansicht eine elektrische Pressschweißvorrichtung zum
Widerstands-Pressschweißen von
metallischen und Strom leitenden Werkstücken (2, 3),
die z.B. als ebene Bleche ausgebildet sind. Die elektrische Pressschweißvorrichtung
(1) eignet sich besonders zum Buckelschweißen, wobei
zwischen den Werkstücken
(2, 3) in einem Spalt (5) eine oder mehrere Strom
konzentrierende Verformung (4), z.B. die in 1 dargestellten
Buckel, vorhanden sind. Der Schweißstrom ist ein Impulsstrom,
der von einer Schweißstromquelle
(6) durch Kondensatorentladung erzeugt wird.
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Die
Pressschweißvorrichtung
(1) besitzt zwei oder mehr Elektroden (9, 10),
die mittels einer steuerbaren Elektrodenanpressvorrichtung (7)
beidseits an die Werkstücke
(2, 3) angelegt werden und diese in Kontakt miteinander
bringen sowie zusammenpressen, wobei der vorerwähnte Schweißstrom aufgeschaltet wird.
Die Elektrodenanpressvorrichtung (7) besitzt einen pneumatisch,
hydraulisch, elektrisch oder auf andere geeignete Weise angetriebenen Hubzylinder
(8) oder ein anderes Schubelement, welches mit der einen
Elektrode (9) unter Zwischenschaltung mindestens einer
Nachsetzeinrichtung (13) verbunden ist. Die andere Elektrode
(10) kann ortsfest im Gestell der Pressschweißvorrichtung
(1) angeordnet sein. Alternativ kann auch sie mittels einer
Anpressvorrichtung bewegt werden. Die Pressschweißvorrichtung
(1) besitzt ferner eine nicht dargestellte programmierbare
elektronische Steuerung.
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Die
Nachsetzeinrichtung (13) dient zum selbsttätigen Nachführen der
beaufschlagten Elektrode (9) in Zustell- oder Anpressrichtung (12),
wenn durch den Schweißstrom
die Werkstücke
(2, 3) an ein oder mehreren Verbindungsstellen
in einen teigigen oder plastischen Zustand übergehen und in der Fügezone Material
verdrängt
wird. Durch die Nachsetzeinrichtung (13) wird der Anpressdruck
auf die Werkstücke
(2, 3) aufrecht erhalten und die beaufschlagte Elektrode
(9) entsprechend der plastischen Verformbarkeit der Werkstücke (2, 3)
nachgeführt.
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Die
Nachsetzeinrichtung (13) kann in unterschiedlicher Weise
ausgebildet sein. Sie besitzt mehrere eigene integrierte Energiespeicher
(14, 15, 16), die in Zustellrichtung
(12) parallel oder in Reihe oder parallel und in Reihe
angeordnet sind. Die Ausführungsbeispiele 2 bis 5 zeigen
hierfür
verschiedene Ausführungsformen.
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Die
Energiespeicher (14, 15, 16) werden beim
Zustellen der beaufschlagten Elektrode (9) durch die Elektrodenanpressvorrichtung
(7) gespannt und komprimiert. Diese gespeicherte Kraft und
der Weg können
bei der Plastifizierung der Werkstücke (2, 3)
unter Nachführung
der Elektrode (9) in Zustellrichtung (12) wieder
zumindest teilweise freigesetzt werden. Die Energiespeicher (14, 15, 16)
entspannen sich dabei nur teilweise, so dass der Anpressdruck der
Elektroden (9, 10) auf die Werkstücke (2, 3)
in ausreichender Höhe
aufrecht erhalten bleibt.
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Die
Energiespeicher (14, 15, 16) können in unterschiedlicher
Weise ausgebildet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beinhalten Sie
ein oder mehrere Federelemente (17, 18, 19),
die z.B. als Federn, insbesondere als vorgespannte Druckfedern, ausgebildet
sind. Die Federelemente (17, 18, 19) können hierbei
aus einer einzelnen Druckfeder, z.B. einer Schraubenfeder, oder
mehreren Federn, insbesondere einem Federpaket aus Blattfedern oder
ineinander gesteckten Schraubfedern oder dergl. bestehen. Die Federelemente
(17, 18, 19) besitzen eine geeignete
Halterung oder Führung
(nicht dargestellt).
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Alternativ
können
die Federelemente (17, 18, 19) die Form
von Blöcken
oder Stangen aus einem federelastischen Material, z.B. einem Elastomer oder
dgl. haben. Sie können
auch als pneumatische Federn, z.B. als Gasdruckfedern oder dgl.
ausgebildet sein.
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2 zeigt
eine Nachsetzeinrichtung (13) mit einer Reihenanordnung
von zwei Energiespeichern (14, 15), die unter
Zwischenschaltung einer Zwischenmasse (20), insbesondere
einer biege- und drucksteifen Zwischenplatte, in Zustellrichtung
(12) hintereinander angeordnet sind. Die Federelemente (17)
im oberen Energiespeicher (14) sind zwischen einem Grundkörper oder
einer Kopfplatte (21) und der hierzu parallelen Zwischenplatte
(20) angeordnet, endseitig befestigt und geführt. Die
Kopfplatte (21) ist am unteren Ende des Zylinders (8)
bzw. dessen Kolbenstange, befestigt. Die Federelemente (17) können untereinander
gleichartig ausgebildet und in einer einzelnen Reihe oder in mehreren
Reihen nebeneinander in der Art eines regelmäßigen Rasters verteilt angeordnet
sein.
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Die
Federelemente (18) des an der Elektrode (9) angeordneten
Energiespeichers (15) sind zwischen der Zwischenplatte
(20) und der Elektrode (9) angeordnet, endseitig
befestigt und geführt.
Die Anordnung der Federelemente (18) kann ebenfalls eine Reihen-
oder Rasteranordnung sein. Die Federelemente (18) sind
auch hier untereinander gleichartig.
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Die
beiden Energiespeicher (14, 15) haben eine unterschiedliche
Dynamik. Im Fall von Federelementen haben sie unterschiedliche Federkonstanten. Die
der Elektrode (9) benachbarten Federelemente (18)
haben z.B. eine größere Härte und
Federkonstante als die darüber
angeordneten Federelemente (17). Die Zwischenmasse (20)
und ggf. auch die Masse der beaufschlagten Elektrode (9)
können
dabei auf die Federkonstanten und die Zahl der Federelemente (17, 18)
in den Energiespeichern (14, 15) abgestimmt sein.
Durch diese Anordnung lässt
sich z.B. ein Federwegverhalten gemäß 7 erreichen. 7 zeigt
in einem Diagramm die Federwege über der
Zeit unter vereinfachten Bedingungen.
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Die
unteren härteren
Federelemente (18) sprechen bei einer Plastifizierung der
Werkstücke
(2, 3) schneller an als die oberen weicheren Federelemente
(17) und entspannen sich auch schneller als diese in einem
ersten mechanischen Nachsetzimpuls. Die weicheren Federelemente
(17) reagieren verzögert.
Durch eine gegenseitige Abstimmung und die Überlagerung der Federschwingwege
kann erreicht werden, dass die oberen weicheren Federelemente (17)
sich erst dann signifikant entspannen, wenn die unteren härteren Federelemente
(18) sich bereits entspannt haben und wegen der schwingenden
Kinematik wieder zurückkehren
wollen. Diese Rückwärtsbewegung
wird von den weicheren Federelementen (17) kompensiert,
so dass sich ggf. ein zweiter mechanischer Nachsetzimpuls ergibt.
Durch die Überlagerung
der in 7 in idealisierter Form dargestellten Federschwingungen
bildet sich der gezeigte Gesamtfederweg aus. Die von der Nachsetzeinrichtung
(13) beaufschlagte Elektrode (9) führt dabei
den in 7 mit der dicken durchgezogenen Linie gekennzeichneten
kontinuierlichen Nachsetzweg aus und verharrt am Ende in der Andruckstellung.
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Die
Wirkung der Nachsetzeinrichtung (13) kann ergänzt werden
durch ein prozessabhängiges gesteuertes
Nachfahren der Elektrodenanpressvorrichtung (7) und ihres
Hubzylinders (8).
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Die
gezeigte Ausführungsform
der Nachsetzeinrichtung (13) kann in verschiedener Hinsicht abgewandelt
werden. Zum einen können
mehr als zwei Energiespeicher (14, 15) in Reihe
geschaltet werden. Ferner sind andere Verteilungen der Federkonstanten
und auch der Federkraft möglich.
Die Federkraft wird auch durch die Zahl der innerhalb eines Energiespeichers
(14, 15) befindlichen Federelemente (17, 18)
bestimmt. In der gezeigten Ausführungsform
ist die Zahl der weicheren Federelemente (17) größer als
diejenige der härteren
Federelemente (18). Die Zahlverhältnisse können alternativ gleich oder
umgekehrt sein. Außerdem
ist eine ungleichartige Ausbildung der Federelemente (17, 18)
möglich. Zudem
ist es möglich,
die Federelemente mit Dämpfern
zum Dämpfen
der Rückschwingung
zu kombinieren, insbesondere parallel zu schalten.
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3 zeigt
eine Variante, in der mehrere Energiespeicher (16) bzgl.
der Andrückrichtung
(12) parallel geschaltet sind. Hierbei kommt auch eine
mehrteilige Elektrode (9) zum Einsatz, die aus mehreren eigenständig beweglichen
und nebeneinander befindlichen Elektrodensegmenten (11)
besteht. Jedes Elektrodensegment (11) hat hierbei seinen
eigenen Energiespeicher (16). Die Energiespeicher (16)
bestehen jeweils aus ein oder mehreren Federelementen (19)
der vorbeschriebenen Art, welche zwischen der Kopfplatte (21)
und dem Elektrodensegment (11) angeordnet, endseitig befestigt
und geführt
sind. Die Energiespeicher (16) bzw. die Federelemente (19) können untereinander
gleich oder unterschiedliche Federkonstanten, Federkräfte und
Abmessungen haben. Mit unterschiedlichen Federkonstanten können segmentweise
unterschiedliche Dynamiken und Nachsetzeffekte eingestellt werden. 6 zeigt
in der Draufsicht eine schematische Anordnung solcher Elektrodensegmente
(11) in einem gleichmäßigen Raster.
Die andere Elektrode (10) kann einteilig und entsprechend
groß ausgebildet
sein. Sie kann alternativ ebenfalls segmentiert sein.
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Die
einzelnen Elektrodensegmente (11) sind über Leitungen (22)
oder dgl. mit ein oder mehreren zentralen Stromanschlüssen oder
ggf. auch der elektrisch leitenden Kopfplatte (21) verbunden.
Die Leitungen (22) können
in beliebig geeigneter Weise ausgebildet und geführt sein. Eine Stromversorgung
der Elektrodensegmente (11) ist auch durch gegenseitigen
stromleitenden Kontakt oder durch eine andere Stromleitung untereinander
und in Verbindung mit einer zentralen Stromversorgung möglich.
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Die
einzeln beweglichen Elektrodensegmente (11) ermöglichen
eine selektive Druckbeaufschlagung verschiedener Werkstückbereiche
und eine Formanpassung der Elektrode an die Werkstückgestalt.
Dies ist z.B. sinnvoll, wenn das beaufschlagte Werkstück (2)
nicht die vorgegebene ebene Form hat, sondern örtliche Verwerfungen oder andere Formabweichungen
wegen Beschädigung,
Bautoleranzen etc. hat. Eine einteilige Elektrode (9) würde bei
derartigen Buckeln oder dergl. nur punktweise an den erhabenen Stellen
anliegen und mit den anderen Werkstückbereichen erst nach einer
Rückbildung
der Verwerfung in Kontakt kommen. Dies könnte zu ungünstigen Einflüssen auf
die Schweißgüte führen. Mit einer
segmentierten Elektrode (9) können derartige Probleme umgangen
werden. Darüber
hinaus ist es auch möglich,
dass das beaufschlagte Werkstück
(2) ganz bewusst im Elektrodenanlagebereich eine von einer
ebenen Platte abweichende Formgebung hat. Wie 3 ferner
verdeutlicht, können
sich im Bereich von ein oder mehreren Elektrodensegmenten (11)
stromkonzentrierende Buckel (4) im Spalt (5) befinden.
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4 und 5 zeigen
in einer ausschnittsweisen Darstellung Abwandlungen der Ausführungsform
von 3. In beiden Fällen
ist eine kombinierte Reihen- und Parallelschaltung von Energiespeichern (14, 16)
vorhanden. In der Variante von 4 ist die Zwischenplatte
(20) ebenfalls segmentiert, wobei jedes Elektrodensegment
(11) ein eigenes Plattensegment und einen eigenen zugeordneten
oberen Energiespeicher (14) besitzt. Wie im eingangs genannten Ausführungsbeispiel
von 2 sind hierbei die den Elektrodensegmenten (11)
benachbarten Energiespeicher (16) und deren Federelemente
(19) härter als
die weiter entfernten und dem Hubzylinder (8) benachbarten
Energiespeicher (14) und deren Federelemente (17).
Bei der Anordnung von 4 können sich nicht nur die Elektrodensegmente
(11), sondern auch die Zwischenplattensegmente eigenständig gegenüber den
seitlich benachbarten Segmenten bewegen und an die von der Werkstück- und
Prozessseite gegebenen Bedingungen anpassen.
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In
der Variante von 5 ist die Zwischenplatte (20)
einteilig ausgebildet, wobei zwischen den Platten (20, 21)
ein Energiespeicher (14) mit mehreren Federelementen (17)
angeordnet ist. Diese Anordnung entspricht der in 2 gezeigten
Ausführung.
Der Energiespeicher (14) bewegt die Zwischenplatte (20)
als Ganzes, wobei sich die Elektrodensegmente (11) individuell
relativ zur Zwischenplatte (20) in Zustellrichtung (12)
bewegen können.
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Die
Nachsetzeinrichtung (13) besitzt auch eine Führung für die zugehörige, einteilige
oder segmentierte Elektrode (9). Die Führung ist den jeweiligen Einsatzzwecken
und Einsatzbedingungen entsprechend ausgebildet. Sie kann z.B. eine
Geradführung
sein, mit der die Platten (20, 21) in Parallellage zur
Hauptebene der Elektrode (9) gehalten und geführt werden
können.
Dabei wird ein Verkippen oder Verkanten der einteiligen oder segmentierten
Elektrode (9) bei der Nachsetzbewegung verhindert. In anderen
Fällen
kann ein Kippen der Elektroden (9, 10) oder der
Elektrodensegmente (11) tolerabel oder sogar erwünscht sein.
Die Führung
kann für
diesen Zweck entsprechende Freiheitsgrade haben oder auch als spezielle
Kipp- oder Schwenkführung
ausgebildet sein.
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Für die Ausgestaltung
der Geradführung
gibt es verschiedene Möglichkeiten. 4 bis 6 zeigen
hierfür
eine Variante im Zusammenhang mit einer segmentierten Elektrode
(9). Die Führung
(23) besteht aus mehreren käfigartig angeordneten Führungsplatten,
die sich in Zustellrichtung (12) erstrecken und die ggf.
zur Kompensation der Nachsetzbewegung federnd gelagert sind.
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Diese
Platten oder Wände
können
gemäß der Draufsicht
von 6 ein regelmäßiges Gitter
bilden. Sie können
aus einem geeigneten reibungsarmen Werkstoff bestehen. Das Material
kann außerdem
elektrisch leitend sein und auf diese Weise für die Stromversorgung der Elektrode
(9) bzw. der Elektrodensegmente (11) sorgen. In
der Variante von 4 dienen die Wände auch
zur Führung
der Zwischenplattensegmente und sind in der Kopfplatte (21)
endseitig gelagert. In der Abwandlung von 5 befindet
sich die Führungslagerung
an der Zwischenplatte (20).
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Abwandlungen
der gezeigten Ausführungsformen
sind in verschiedener Weise möglich.
Dies betrifft einerseits die Zahl, Gestaltung und Anordnung der
Werkstücke
(2, 3) und der Elektroden (9, 10).
Die beschriebene Nachsetzeinrichtung (13) kann mehrfach
vorhanden sein. Abwandlungsmöglichkeiten
bestehen auch für
die Nachsetzeinrichtung (13) und ihre Komponenten.
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- 1
- Schweißvorrichtung,
Pressschweißvorrichtung
- 2
- Werkstück, Blech
- 3
- Werkstück, Blech
- 4
- Verformung,
Buckel
- 5
- Spalt
- 6
- Schweißstromquelle
- 7
- Elektrodenanpressvorrichtung
- 8
- Hubzylinder
- 9
- Elektrode
- 10
- Elektrode
- 11
- Elektrodensegment
- 12
- Zustellrichtung,
Anpressrichtung
- 13
- Nachsetzeinrichtung
- 14
- Energiespeicher,
Federanordnung
- 15
- Energiespeicher,
Federanordnung
- 16
- Energiespeicher,
Federanordnung
- 17
- Federelement,
Druckfeder, weich
- 18
- Federelement,
Druckfeder, hart
- 19
- Federelement,
Druckfeder
- 20
- Zwischenmasse,
Zwischenplatte
- 21
- Grundkörper, Kopfplatte
- 22
- Leitung
- 23
- Führung