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Die
Erfindung betrifft eine Druckeinheit einer Rollenrotationsdruckmaschine
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Druckeinheiten
von Rollenrotationsdruckmaschinen, insbesondere von Zeitungsdruckmaschinen,
verfügen über mehrere
Druckwerke, wobei jedes Druckwerk aus einem Übertragungszylinder, einem
Formzylinder und einem Farbwerk sowie gegebenenfalls einem Feuchtwerk
besteht. Die Formzylinder werden auch als Plattenzylinder und die Übertragungszylinder
als Gummizylinder bezeichnet. Weiterhin können solche Druckeinheiten
Gegendruckzylinder aufweisen, wobei ein Gegendruckzylinder mit einem
oder mehreren Übertragungszylindern
unterschiedlicher Druckwerke zusammenwirken kann. Die Übertragungszylinder
werden auch als Satellitenzylinder bezeichnet. Neben Druckeinheiten,
die derartige Gegendruckzylinder aufweisen, sind auch Druckeinheiten
bekannt, die keine Gegendruckzylinder aufweisen, wobei bei solchen
Druckeinheiten ohne Gegendruckzylinder die Übertragungszylinder zweier Druckwerke
aufeinander abrollen. Eine Rollenrotationsdruckeinheit mit mehreren
Druckwerken umfasst demnach mehrere Formzylinder sowie mehrere Übertragungszylinder
sowie gegebenenfalls einen oder mehrere Gegendruckzylinder. Die
hier vorliegende Erfindung betrifft Druckeinheiten, die mehrere Formzylinder,
mehrere Übertragungszylinder
sowie zumindest einen Gegendruckzylinder aufweisen. Solche Druckeinheiten
werden auch als Satellitendruckeinheiten bezeichnet. Satellitendruckeinheiten von
Rollenrotationsdruckmaschinen verfügen üblicherweise über vier
Druckwerke und demnach vier Formzylinder sowie vier Übertragungszylinder
und einen oder zwei Gegendruckzylinder. Derartige Satellitendruckeinheiten
mit vier Druckwerken und einem Gegendruckzylinder werden als 9-Zylinder-Druckeinheiten
bezeichnet; Druckeinheiten mit vier Druckwerken und zwei Gegendruckzylindern werden
hingegen als 10-Zylinder-Druckeinheiten bezeichnet.
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In
einer solchen Satellitendruckeinheit werden im Bereich jedes Druckwerks
Teildruckbilder für vorzugsweise
mehrere Druckseiten in einer Druckfarbe auf einen zwischen den Übertragungszylindern und
dem oder jedem Gegendruckzylinder hindurchbewegten Bedruckstoff
aufgetragen. Hierzu muss in einer sogenannten Druck-An-Stellung
der Druckeinheit einerseits zwischen den Formzylindern und den Übertragungszylindern
der Druckwerke und andererseits zwischen den Übertragungszylindern und dem jeweiligen
Gegendruckzylinder eine Pressung aufgebracht werden, wobei diese
Pressung durch ein Einschwenken bzw. Anstellen der Übertragungszylinder an
den jeweiligen Formzylinder sowie an den jeweiligen Gegendruckzylinder
bereitgestellt wird. Die Übertragungszylinder
sind hierzu üblicherweise
exzentrisch gelagert und derart relativ zum jeweiligen Formzylinder
sowie Gegendruckzylinder positioniert, dass ein Mittelpunkt der Übertragungszylinder
nicht auf einer Verbindungslinie zwischen Mittelpunkten der entsprechenden
Formzylinder sowie Gegendruckzylinder liegt. Vielmehr schließt eine
Verbindungslinie eines Mittelpunkts eines Übertragungszylinders mit dem
Mittelpunkt des entsprechenden Gegendruckzylinders mit der Verbindungslinie
der Mittelpunkte der entsprechenden Formzylinder und Gegendruckzylinder
einen Winkel zwischen 5° und
40° ein.
Dabei sind jedoch die Übertragungszylinder
sowie Formzylinder bezüglich
einer vertikal verlaufenden Achse symmetrisch zueinander angeordnet.
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Die Übertragungszylinder,
die Formzylinder sowie der oder jeder Gegendruckzylinder solcher Druckeinheiten
unterliegen aufgrund ihres Eigengewichts sowie aufgrund der Pressung
bzw. Kontaktkräfte
einer Durchbiegung. Diese Durchbiegung hängt insbesondere von der Gestalt
der Zylinder ab, wobei relativ schlanke Zylinder einer stärkeren Durchbiegung
unterliegen. Infolge der Durchbiegung der Übertragungszylinder sowie Formzylinder
und Gegendruckzylinder kann sich zwischen die in den unterschiedlichen
Druckwerken der Druckeinheit zu druckenden Teildruckbildern eine
deutliche Umfangsregisterabweichung einstellen, welche die Druckqualität beeinträchtigt.
Wie bereits erwähnt,
sind diese Umfangsregisterabweichungen dann besonders stark ausgeprägt, wenn
relativ schlanke Zylinder vorliegen.
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Bei
relativ schlanken Zylindern ist das Verhältnis von axial nebeneinander
positionierten Druckseiten zu in Umfangsrichtung hintereinander
positionierten Druckseiten groß,
wie zum Beispiel bei 6/2-Zylindern, bei welchen in Axialrichtung
sechs Druckseiten nebeneinander und in Umfangsrichtung jeweils zwei
Druckseiten hintereinander positioniert ist. Gleiches gilt für 3/1-Zylinder
sowie 4/1-Zylinder.
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Hiervon
ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde,
eine neuartige Druckeinheit einer Rollenrotationsdruckmaschine mit minimierten
Umfangsregisterabweichungen zu schaffen.
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Dieses
Problem wird durch eine Druckeinheit einer Rollenrotationsdruckmaschine
gemäß Anspruch
1 gelöst.
Erfindungsgemäß sind die
Formzylinder und/oder die Übertragungszylinder
asymmetrisch positioniert. Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen, asymmetrischen
Anordnung der Formzylinder und/oder Übertragungszylinder der Druckeinheit
kann auf die Durchbiegung der Zylinder Einfluss genommen werden,
um so Umfangsregisterabweichungen zu minimieren. Hierdurch kann
die Druckqualität
deutlich gesteigert werden.
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Vorzugsweise
sind die Formzylinder und/oder die Übertragungszylinder bezüglich einer vertikal
verlaufen Achse asymmetrisch positioniert, wobei sich diese Achse
bei einer Druckeinheit mit einem Gegendruckzylinder durch die Drehachse
des Gegendruckzylinders erstreckt. Bei einer Druckeinheit mit zwei
Gegendruckzylindern hingegen sind die Gegendruckzylinder symmetrisch
zu dieser Achse positioniert.
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Die
Formzylinder und/oder die Übertragungszylinder
sind derart asymmetrisch positioniert, dass im Bereich aller Druckwerke
horizontale Linien bei der Übertragung
von der oder jeder Druckform auf den Bedruckstoff gleichmäßig und
bezogen auf die Transportrichtung des Bedruckstoffs in die gleiche
Richtung gekrümmt
sind.
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Im
Bereich aller Druckwerke sind demnach die Übertragungszylinder bezogen
auf die Transportrichtung des Bedruckstoffs stromabwärts bzw.
hinter oder stromaufwärts
bzw. vor einer sich durch die Mittelpunkte von Formzylinder und
Gegendruckzylinder des jeweiligen Druckwerks erstreckenden Verbindungslinie
positioniert.
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Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden, ohne hierauf beschränkt
zu sein, an Hand der Zeichnung näher
erläutert.
Dabei zeigt:
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1:
eine Druckeinheit einer Rollenrotationsdruckmaschine nach dem Stand
der Technik ;
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2:
eine sich bei dem Druckwerk der 1 einstellende
Umfangsregisterabweichung;
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3:
eine erfindungsgemäße Druckeinheit einer
Rollenrotationsdruckmaschine nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung; und
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4:
eine erfindungsgemäße Druckeinheit einer
Rollenrotationsdruckmaschine nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Bevor
nachfolgend unter Bezugnahme auf 3 und 4 die
Erfindung in größerem Detail beschrieben
wird, soll vorab unter Bezugnahme auf 1 und 2 eine
aus dem Stand der Technik bekannte Druckeinheit einer Rollenrotationsdruckmaschine,
nämlich
einer Zeitungsdruckmaschine, beschrieben werden.
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1 zeigt
eine aus dem Stand der Technik bekannte Druckeinheit 10 einer
Rollenrotationsdruckmaschine, wobei die Druckeinheit 10 vier Druckwerke 11, 12, 13 und 14 und
demnach vier Formzylinder 15, 16, 17 und 18 sowie
vier Übertragungszylinder 19, 20, 21 und 22 umfasst.
Neben den dargestellten Formzylindern 15 bis 18 sowie Übertragungszylindern 19 bis 22 verfügen die
Druckwerke 11 bis 14 über nicht-dargestellte Farbwerke
sowie gegebenenfalls Feuchtwerke. Bei der Druckeinheit 10 der 1 rollt
jeder Formzylinder 15 bis 18 eines jeden Druckwerks 11 bis 14 auf
dem jeweiligen Übertragungszylinder 19 bis 22 des
entsprechenden Druckwerks 11 bis 14 ab, wobei
alle Übertragungszylinder 19 bis 22 aller
Druckwerke 11 bis 14 auf einem gemeinsamen Gegendruckzylinder 23 abrollen.
Die Druckeinheit der 1 ist demnach als sogenannte 9-Zylinder-Druckeinheit
ausgeführt.
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In
der Druckeinheit 10 wird ein bahnförmiger Bedruckstoff 24 im
Bereich jedes Druckwerks 11 bis 14 mit Teildruckbildern
in einer Druckfarbe bedruckt, wobei gemäß 1 der Bedruckstoff 24 hierzu
zwischen den Übertragungszylindern 19 bis 22 und
dem Gegendruckzylinder 23 hindurchbewegt wird. Erste Teildruckbilder
werden dabei im Bereich des Druckwerks 11 auf den Bedruckstoff 24 aufgetragen,
weitere Teildruckbilder werden nacheinander in den Druckwerken 12, 13 und 14 auf
den Bedruckstoff 24 gedruckt, wobei zur Erreichung einer
möglichst
hohen Druckqualität
insbesondere Umfangsregisterverschiebungen zwischen den Teildruckbildern
minimiert werden müssen,
damit die Teildruckbilder in exakter Überdeckung auf den Bedruckstoff 24 gedruckt werden.
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Bei
der Druckeinheit 10 der 1 sind die Übertragungszylinder 19 bis 22 sowie
die Formzylinder 15 bis 18 bezüglich einer vertikal verlaufenden Achse
A-A, die sich bei der 9-Zylinder-Druckeinheit durch eine Drehachse
bzw. einen Mittepunkt des Gegendruckzylinders 23 erstreckt,
symmetrisch positioniert. Da die Formzylinder 15 bis 18,
die Übertragungszylinder 19 bis 22 sowie
der Gegendruckzylinder 23 in Folge ihres Eigengewichts
sowie der beim Drucken auf dieselben wirkenden Kontaktkräfte einer Durchbiegung
unterliegen, wird eine gerade, horizontale Linie auf den Formzylindern 15 bis 18 gekrümmt auf
dem Bedruckstoff 24 abgebildet. Demnach ergeben sich bei
der Druckeinheit 10 der 1 die in 2 dargestellten
Umfangsregisterabweichungen zwischen den in den Druckwerken 11 bis 14 zu druckenden
Teildruckbildern. In 2 ist auf der horizontal verlaufenden
Achse die axiale Erstreckung der Zylinder bzw. die Breite der Bedruckstoffbahn
und auf der vertikal verlaufenden Achse die Krümmung der von den Formzylindern 15 bis 18 übertragenen
Linien relativ zur Transportrichtung des Bedruckstoffs 24 aufgetragen.
Die Kurve 25 entspricht der Krümmung einer im Druckwerk 11 von
dem Formzylinder 15 und über den Übertragungszylinder 19 auf
den Bedruckstoff 24 gedruckten Linie. Die Kurve 26 entspricht
der Krümmung
einer im Druckwerk 12 von dem Formzylinder 16 und über den Übertragungszylinder 20 gedruckten
Linie. Ebenso wird eine gerade, horizontale Linie auf dem Formzylinder 17 in
Druckwerk 13 bei der Farbübertragung über den Übertragungszylinder 21 zur
gekrümmten
Kurve 27, und eine gerade, horizontale Linie auf dem Formzylinder 18 in
Druckwerk 14 wird bei der Farbübertragung über den Übertragungszylinder 22 auf
dem Bedruckstoff 24 zur gekrümmten Kurve 28. Der
vertikale Abstand zwischen den Kurven 25 bis 28 entspricht
der Umfangsregisterabweichung an der jeweiligen Axialposition des
Bedruckstoffs zwischen den in den Druckwerken 11 bis 14 zu
druckenden Teildruckbildern. Dabei sind insbesondere die Umfangsregisterabweichungen
zwischen den Druckwerken, die der Bedruckstoff 24 in einer
unterschiedlichen Transportrichtung durchläuft, besonders groß. So kann 1 entnommen
werden, dass sich die Transportrichtung des Bedruckstoffs 24 zwischen
den Druckwerken 12 und 13 ändert, weshalb die Umfangsregisterabweichungen
zwischen den Druckwerken 11 und 13, 11 und 14, 12 und 13 sowie 12 und 14 größer ausfällt als
die Umfangsregisterabweichungen zwischen Druckwerken 11 und 12 sowie 13 und 14.
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Zur
Minimierung von Umfangsregisterabweichungen wird im Sinne der hier
vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, die Formzylinder und/oder
die Übertragungszylinder
einer Druckeinheit asymmetrisch zu positionieren bzw. anzuordnen.
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So
zeigt 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Druckeinheit 29 einer Rollenrotationsdruckmaschine,
die als sogenannte 9-Zylinder-Druckeinheit
ausgeführt
ist, die also vier Druckwerke 30 bis 33 und demnach
vier Formzylinder 34 bis 37 sowie vier Übertragungszylinder 38 bis 41 und
einen Ge gendruckzylinder 42 umfasst. Die Übertragungszylinder 38 bis 41 aller
Druckwerke 30 bis 33 rollen auf dem gemeinsamen
Gegendruckzylinder 42 ab, wobei zwischen den Übertragungszylindern 38 und 41 und
dem Gegendruckzylinder 42 ein bahnförmiger Bedruckstoff 43 hindurchbewegt
wird, um auf den Bedruckstoff 43 im Bereich eines jeden Druckwerks 30 bis 33 ein
Teildruckbild aufzudrucken. Auf den Übertragungszylindern 38 bis 41 eines
jeden Druckwerks 30 bis 33 rollen die Formzylinder 34 bis 37 des
jeweiligen Druckwerks ab.
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Im
Ausführungsbeispiel
der 3 sind die Übertragungszylinder 38 bis 41 asymmetrisch
positioniert, wohingegen die Formzylinder 34 bis 37 symmetrisch
angeordnet sind. Gemäß 3 sind
hierbei die Formzylinder 34 bis 37 zu einer vertikal
verlaufenden Achse A-A, die sich bei der 9-Zylinder-Druckeinheit
der 3 durch eine Drehachse bzw. einen Mittelpunkt 44 des
Gegendruckzylinders 42 erstreckt, symmetrisch angeordnet.
Die Übertragungszylinder 38 bis 41 sind
hingegen relativ zu dieser vertikalen Achse A-A asymmetrisch positioniert.
Die Übertragungszylinder 38 bis 41 sind
dabei derart asymmetrisch zueinander angeordnet, dass für alle Druckwerke 30 bis 33 die
Summe der tangentialen Verschiebungen zwischen den Formzylindern 34 bis 37 und den
zugehörigen Übertragungszylindern 38 bis 41 sowie
zwischen den Übertragungszylindern 38 bis 41 und
dem Gegendruckzylinder 42 gleichmäßig und bezogen auf die Transportrichtung
des Bedruckstoffs 43 in die gleiche Richtung gekrümmt sind.
Im Ausführungsbeispiel
der 3 liegen im Bereich aller Druckwerke 30 bis 33 Abrollbereiche 45 der Übertragungszylinder 38 bis 41 auf
dem Gegendruckzylinder 44 bezogen auf die Transportrichtung
des Bedruckstoffs 43 stromabwärts bzw. hinter einer sich
durch Mittelpunkte 46 der Formzylinder 34 bis 37 und
durch den Mittelpunkt 44 des Gegendruckzylinders 42 erstreckenden
Verbindungslinie des jeweiligen Druckwerks 30 bis 33. 3 zeigt
diese Verbindungslinien zwischen dem Mittelpunkt 44 des
Gegendruckzylinders 42 und den Mittelpunkten 46 der
Formzylinder 34 bis 37 der Druckwerke in gestrichelter
Linienführung,
wobei die Abrollbereiche 45 der Übertragungszylinder 38 bis 41 eines
jeden Druckwerks und dem Gegendruckzylinder 42 bezogen
auf die Transportrichtung des Bedruckstoffs 43 stromabwärts bzw.
hinter diesen Verbindungslinien liegen.
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Wie
bereits erwähnt,
sind im Ausführungsbeispiel
der 3 im Bereich jedes Druckwerks die Abrollbereiche
zwischen den Übertragungszylindern und
dem Gegendruckzylinder bezogen auf die Transportrichtung des Bedruckstoffs
stromabwärts
der Verbindungslinien zwischen Formzylinder und Gegendruckzylinder
positioniert. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Übertragungszylinder derart
asymmetrisch zu positionieren, dass diese Abrollbereiche bezogen
auf die Transportrichtung stromaufwärts bzw. vor den Verbindungslinien
zwischen den Formzylindern und dem Gegendruckzylinder liegen.
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Im
Ausführungsbeispiel
der 3 ist die Druckeinheit als 9-Zylinder-Druckeinheit
ausgeführt. Im
Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist es auch möglich, die
Druckeinheit als 10-Zylinder-Druckeinheit auszuführen, wobei in diesem Fall
dann zwei Gegendruckzylinder vorhanden sind. In diesem Fall rollen
dann auf beiden Gegendruckzylindern jeweils zwei Übertragungszylinder
zweier Druckwerke ab, wobei die Gegendruckzylinder symmetrisch zu
der vertikalen Achse A-A positioniert sind. Auch bei einer derartigen
10-Zylinder-Druckeinheit können
durch entsprechend asymmetrische Positionierung der Formzylinder
und/oder Übertragungszylinder
Umfangsregisterabweichungen minimiert werden.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Druckeinheit 47 zeigt 4,
wobei die Druckeinheit 47 der 4 ebenso
wie die Druckeinheit 29 der 3 als 9-Zylinder-Druckeinheit
ausgebildet ist. Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen werden
für gleiche
Baugruppen gleiche Bezugsziffern verwendet und es wird nachfolgend
nur auf die Details eingegangen, durch die sich das Ausführungsbeispiel
der 4 vom Ausführungsbeispiel der 3 unterscheidet.
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Im
Ausführungsbeispiel
der 4 sind sowohl die Formzylinder 34 bis 37 als
auch die Übertragungszylinder 38 bis 41 asymmetrisch
positioniert, nämlich
asymmetrisch zu der vertikal verlaufenden Achse A-A, die sich bei
der 9-Zylinder-Druckeinheit durch
den Mittelpunkt 44 des Gegendruckzylinders 42 erstreckt.
Die Übertragungszylinder 38 bis 41 sowie
die Formzylinder 34 bis 37 sind dabei wiederum derart
asymmetrisch angeordnet bzw. positioniert, dass für alle Druckwerke 30 bis 33 die
Summe der tangentialen Verschiebungen zwischen den Formzylindern 34 bis 37 und
den zugehörigen Übertragungszylindern 38 bis 41 sowie
zwischen den Übertragungszylindern 38 bis 41 und
dem Gegendruckzylinder 42 gleichmäßig und bezogen auf die Transportrichtung
des Bedruckstoffs 43 in die gleiche Richtung gekrümmt sind,
dass also im Bereich aller Druckwerke 30 bis 33 Abrollbereiche
der Übertragungszylinder 38 bis 41 auf
dem Gegendruckzylinder 42 entweder stromabwärts bzw.
hinter oder stromaufwärts
bzw. vor einer Verbindungslinie zwischen den Formzylindern 34 bis 37 und
dem Gegendruckzylinder 42 liegen.
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Obwohl
in den Figuren nicht dargestellt, ist es auch möglich, nur die Formzylinder
der Druckwerke asymmetrisch zur vertikal verlaufenden Linie A-A zu
positionieren, die Übertragungszylinder
hingegen symmetrisch zu dieser vertikal verlaufenden Achse A-A anzuordnen.
Auch hierdurch lassen sich im Sinne der Erfindung Umfangsregisterabweichungen
zwischen in den Druckwerken auf den Bedruckstoff zu druckenden Teildruckbildern
minimieren.
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- 10
- Druckeinheit
- 11
- Druckwerk
- 12
- Druckwerk
- 13
- Druckwerk
- 14
- Druckwerk
- 15
- Formzylinder
- 16
- Formzylinder
- 17
- Formzylinder
- 18
- Formzylinder
- 19
- Übertragungszylinder
- 20
- Übertragungszylinder
- 21
- Übertragungszylinder
- 22
- Übertragungszylinder
- 23
- Gegendruckzylinder
- 24
- Bedruckstoff
- 25
- Kurve
- 26
- Kurve
- 27
- Kurve
- 28
- Kurve
- 29
- Druckeinheit
- 30
- Druckwerk
- 31
- Druckwerk
- 32
- Druckwerk
- 33
- Druckwerk
- 34
- Formzylinder
- 35
- Formzylinder
- 36
- Formzylinder
- 37
- Formzylinder
- 38
- Übertragungszylinder
- 39
- Übertragungszylinder
- 40
- Übertragungszylinder
- 41
- Übertragungszylinder
- 42
- Gegendruckzylinder
- 43
- Bedruckstoff
- 44
- Mittelpunkt
- 45
- Abrollbereich
- 46
- Mittelpunkt