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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Luft, insbesondere
Raumluft, bei dem mit Hilfe wenigstens eines Filters flüchtige Fettreste und/oder
Schmutzpartikel aus der zu reinigenden Luft entfernt werden, sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens.
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Die
Verunreinigung von Luft kann durch chemische Ausscheidungsprozesse
von Gegenständen, Lebewesen,
durch Chemikalien, flüchtige
organische Verbindungen, verschiedene Pollenarten, Schimmelpilze,
Schimmelsporen, Staub, Batterien, Ozon, Geruchsmoleküle, Kohlenmonoxide,
Stickstoffoxide, Formaldehyde, Tabakrauch, Reste von Hausstaubmilden
und dergleichen hervorgerufen werden. Derartige Luftverunreinigungen
gefährden
die menschliche Gesundheit und sind häufig Primärursachen für verschiedene Krankheitsbilder.
Zur Luftreinigung werden Filter verschiedenster Art, beispielsweise Fettfilter,
HEPA-Filter (high effective particulate arresting filter), Membranfilter,
Karbonfilter, Ionen- oder Plasmafilter, katalytische Filter, photokatalytische
Filter, Ultraviolettlichtfilter sowie Filter, welche Ozon erzeugen,
und dergleichen verwendet.
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Aus
US 5,938,823 sind ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Entfernung von Bio-Aerosolen aus Raumluft
bekannt, wobei elektrostatische Abscheider in Form von Abscheiderplatten
mittels Mikrowellenstrahlung aufgeheizt werden. Die Abscheiderplatten
besitzen eine Beschichtung aus elektrisch leitenden und gleichzeitig
mikrowellenabsorbierenden Werkstoffen. Elektrostatisch abgefangene Bio-Aerosole und Schmutzpartikeln
sowie Mikroorganismen werden unmittelbar bei Beginn der Mikrowellenstrahlung
freigegeben, weil das elektrostatische Feld dann nicht mehr vorhanden
ist. Das elektrostatische Feld wird nämlich durch die elektromagnetischen
Strömungen,
die in den elektrisch leitenden Schichten der Abscheiderplatten
durch die Mikrowellenstrahlung induziert werden, neutralisiert.
Die Luftreinigung und Beseitigung von Bio-Aerosolen gestaltet sich
daher schwierig. Außerdem
reflektieren die Ablenkplatten, welche in der bekannten Vorrichtung zwischen
den Abscheiderplatten verwendet werden, die Mikrowellenenergie und
können
die Mikrowellenquelle somit zerstören.
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Aus
US 5,269,892 ist eine katalytische
Reinigung von Holzkohlegasen durch die Aufheizung mit Mikrowellenenergie
bekannt, wobei der aktivierte, katalytische Filter auf Karbonbasis
erhitzt wird. Aus
US 6,419,799 ist
eine Gasstromreinigung durch die Aufheizung des aktivierten katalytischen
Filters mittels Mikrowellenenergie bekannt. Das
US-Patent 6,171,479 beschreibt die
Benutzung der Mikrowellenenergie zur Erwärmung der katalytischen Werkstoffe
eines Filters, um deren katalytischen Eigenschaften zu verstärken.
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Bei
diesen Reinigungssystemen besteht Brandgefahr, da aktiviertes Karbon
bereits bei Temperaturen von ca. 400°C brennt. Bei hohen Sauerstoffkonzentrationen
verbrennt Karbon auch bei niedrigen Temperaturen. Darüber hinaus
haben diese Filter einen geringen Wirkungsgrad.
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Das
US-Patent 6,207,023 beschreibt
ein Verfahren zur Luftreinigung, bei dem Schmutzpartikel in einem
aktivierten Karbonfilter absorbiert werden. Im nachfolgenden Prozess
sollen die Schmutzpartikel durch mikrowelleninitiierte Desorption
zerstört werden.
Neben dem begrenzten Wirkungsgrad dieser karbonbasierenden Filter
besteht die Gefahr des schnellen Verlustes der Absorptionseigenschaften bei
unvollständiger
Desorption der Schmutzpartikel.
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Die
Druckschrift
DE 22 43
071 A offenbart eine Filtereinrichtung zum Entfernen flüchtiger
Fettreste und Schmutzpartikel in einer zu reinigenden Luft. Hierbei
wird die Luft zunächst
durch ein Grobfilter und anschließend durch ein Feinfilter geleitet,
wobei dies bevorzugt ein Holzkohlefeinfilter sein kann. In der Strömungsrichtung
der Luft stromauf vor dem Feinfilter kann eine UV-Lichtquelle vorgesehen
sein. Bei diesem photokatalytischen Reinigungsverfahren kann gesundheitsschädliches
Ozon entstehen. Es ist ferner erforderlich, das Feinfilter häufig auszuwechseln.
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Die
Druckschrift
DE 101
33 831 C1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Entfernen gasförmiger
Schadstoffe aus einer Raumluft, wobei Ionisationsprozesse verwendet
werden Insbesondere wird die zu reinigende Luft mit einer optischen
Strahlung bestrahlt, so dass die in der zu reinigenden Luft enthaltenen
Schadstoffe durch Einfach- und/oder Mehrfach-Photonenanregung ionisiert
werden. Hierbei kann gesundheitsschädliches Ozon entstehen. Zur
Ionisation kann auch eine Mikrowellenenergie (zur Erhöhung des
Ionisierungsgrads) zum Einsatz kommen.
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In
der Druckschrift
DE
12 46 675 A ist ein komplex aufgebautes Multihydrozyklon
mit mehreren Röhren
und Feinfilterelementen beschrieben. Feine Schmutzpartikel (spezifisch
leichte Teilchen), Chemikalien und Gerüche können mit diesem bekannten Verfahren
nicht entfernt werden, da nur Partikel bis zu einer bestimmten Größe entfernt
werden.
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Die
Druckschrift
DE 946 133 beschreibt
ein Gewebefilter für
die Gas- und Luftreinigung, wobei zwei oder mehr hintereinander
angeordnete Filterplatten vorgesehen sind und zumindest eine der
Filterplatten ölbenetzt
ist. Die zu reinigende Luft durchströmt die Filterplatten, so dass
sich ein erheblicher Luftwiderstand ergibt und in der Folge eine
häufige Reinigung
der Filterplatten erforderlich ist.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Reinigung von Luft, insbesondere von
Raumluft derart auszugestalten, dass nicht nur flüchtige Fettreste
und grobe Schmutzpartikel, sondern auch gesundheitsschädliche Bestandteile
jeglicher Art sowie Geruchsmoleküle
beseitigt werden.
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Diese
Aufgabe wird verfahrensmäßig bei
der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 und vorrichtungsmäßig durch
die Merkmale des Patentanspruches 10 gelöst.
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Bei
der Erfindung kommen einzelne Funktionskaskaden zur Anwendung, wobei
nach dem Entfernen der Fettreste und Schmutzpartikel durch ein Grobfilter
die Luft anschließend
durch ein Feinfilter geleitet wird, welches mittels kontinuierlicher
oder periodischer Mikrowellenstrahlung aufgeheizt wird. Hierdurch
erreicht man einen regenerierbaren Luftreingungsfilter. Insbesondere
werden katalytische Eigenschaften des aus Keramik mit durch die
Mikrowellenbestrahlung katalytisch aktivierbaren Zusatzwerkstoffen
bestehenden Feinfilters zur Luftreinigung aktiviert.
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Dabei
erreicht man neben der Luftreinigung auch eine Luftentfeuchtung.
Die erfindungsgemäße Lösung erfordert
technisch nur einen geringen Aufwand und kann bevorzugt zur Luftreinigung
und zur Luftentfeuchtung im Haushalt, beispielsweise bei Dunstabzugshauben,
Klimaanlagen oder auch als allgemeine Luftreinigungsanlage zum Einsatz
kommen.
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Bei
der Erfindung kommen im wesentlichen eine kontinuierliche oder periodische
Luftreinigung mit Hilfe eines Feinfilters und eine kontinuierliche oder
periodische Regenerierung und Entfeuchtung des Feinfilters durch
schnelle Aufheizung mittels Mikrowellenstrahlung zum Einsatz. Durch
die kontinuierliche oder periodische Mikrowellenbestrahlung kann
eine zusätzliche
mikrowellenunterstützte,
katalytische Luftreinigung erreicht werden.
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Gleichzeitig
können
die durchströmende
Luft gereinigt und die Feinfiltereinheit regeneriert werden. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
strömt
die verunreinigte Luft durch einen Bereich des Feinfilters, währenddessen
ein anderer Bereich des Feinfilters zeitgleich regeneriert wird.
Die Regenerierung wird in der raschen Mikrowellenaufheizphase erreicht.
Die Aufheiztemperaturen sind abhängig
vom Verschmutzungsgrad und sind vorzugsweise im Temperaturbereich
von 200°C
bis 1200°C
regelbar.
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Außerdem ist
es möglich,
die Luft am Grobfilter zu entfeuchten und weitere Luftfeuchtigkeitsanteile
im Mikrowellenraum zunächst
zu verdampfen und anschließend
zu kondensieren, so dass in einer zweiten Stufe der Luftentfeuchtung
das Kondensat entfernt werden kann.
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Zur
Beseitigung von Schmutzpartikeln und Fettpartikeln aus der zu reinigenden
Luft kommt ein dem Feinfilter vorgeschalteter Grobfilter zum Einsatz. Dieser
Grobfilter kann aus Edelstahl, aus Aluminium oder aus einer geeigneten
Legierung bestehen. Der luftdurchlässige Filterkörper des
Grobfilters, welcher beispielsweise aus Edelstahl oder Aluminium
besteht, ist in einer besonderen Ausführungsart mit Bismuth (Bi)
oder ähnlichen
Werkstoffen beschichtet.
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Mit
Hilfe von elektrischen Kontakten kann zwischen der Beschichtung
und dem Filterkörper eine
elektrische Spannung (U) angelegt werden, die von der Dicke der
Beschichtung abhängig
ist und im Bereich von 1 V bis 20 V gewählt werden kann. Aufgrund des
Seebeckeffektes wird eine thermoelektrische Abkühlung an der Filteroberfläche erreicht.
Damit ist es möglich,
dass erste Flüssigkeitsanteile
aus der Luft an der Oberfläche
des Grobfilters kondensiert und abgeführt werden können.
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Grundsätzlich ist
der Feinfilter aus einem mikrowellenabsorbierenden Werkstoff aufgebaut
und besitzt eine luftdurchlässige
Struktur. Dies kann eine Wabenstruktur oder eine aufgeschäumte poröse Struktur
sein.
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Für den Feinfilter
wird vorzugsweise ein keramischer Filter oder ein Filter aus Kompositionswerkstoffen
zur Luftreinigung verwendet. Dieser Feinfilter ist bezüglich seiner
Luftdurchlässigkeit
auf das zu filternde Luftvolumen pro Zeit ausgelegt. Dieser Filter
kann aus einem porösen
Keramikkörper, keramischen
Fasern und deren Kompositionen bestehen. In bestimmten Ausführungsarten
sind auch Metallpolymere im Feinfilter enthalten. Metallpolymere
sind bekannt aus:
- – D.D. Khalyarin et al: „Electrochemial
growth and properties of LaMn1-xCoxO3 (0 < x ≤ 1) single
crystrals", Cryst.
Res. Technol. 38, No. 9, 748–754 (2003);
- – Xian
Ouyan et al: „A
One-Dimensional Metallopolymer of 2,5-Dimethyl-N,N'-Dicyanoquinone Diimine (2,5-DM-DCNQ1)", Inorg. Chem. 1996,
35, 7188–7189;
- – Paul
W. Cyr et al: „Quantum
dots in a metallopolymer host: studies of composites of polyferrocenes and
CdSe nanocrystals," J.
Mater. Chem., 2003, 13, 2213–2219;
- – Christopher
L. Kean et al: "A
low band gap conjugated metrallopolymer with nickel bis (dithiolene)
crosslinks", Chem.
Commun, 2001, 815–816;
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Durch
die Verwendung von Metallpolymeren im Feinfilter kann die Reinigungsvorrichtung
auch bei Klima- und Filtersystemen auf dem medizinischen Sektor
zur biologischen, antimikrobiellen oder virologischen Reinigung
der Luft verwendet werden. Metallpolymere sind auch bei hohen Temperaturen
beständig
und können
bis 800°C
belastet werden. Ferner können
Metallpolymere Mikrowellen absorbieren und besitzen antimikrobielle
Eigenschaften.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
besteht der Feinfilter aus Keramik und katalytisch aktiven, mikrowellenempfindlichen
Zusatzwerkstoffen. Diese Zusatzwerkstoffe sind beispielsweise „elektronische Bronzen" oder Oxidbronzen,
wie NaxV2O5, die als komplexe Oxidsysteme in Kombination
mit Mikrowellenenergie den Wirkungsgrad des Filters erhöhen. Diese
Zusatzwerkstoffe zeichnen sich durch katalytische Wirkung, effektive
Oxidation von Gasen, wie NO, CO, SO, von Kohlenwasserstoffen und
von anderer gesundheitsschädlicher
Luftbestandteile sowie durch Zerstörung von Mikroben und Bakterien
aus. Diese speziellen Wirkungen beinhalten weiterhin die Beseitigung
von Geruchsmolekülen.
Beispiele für elektronische
Bronzen sind noch bekannt aus:
- – A Kuzmin
et al: „X-Ray
Absorption Study of the Short Range Order of Tungsten and Molybdenum Ions
in BaO-P2O5-WO3 and CaO-P2O5-MoO3 Glasses", J. Phys. IV France
7 (1997), C2 – 971–973;
- – A.
Kuzmin et al: « X-ray
diffraction, extended x-ray absorption fine structure and Raman
spectroscopy studies of WO3 powders and
(1-x)WO3-y·xReO2 mixtures", Journal of applied
Physics, Vol. 84, No. 10, 1998, 5515–5524;
- – Ozerov
RP et al: "Electron
density in the sodium vanadium oxide bronze beta-Na(x)V(2)O(5) at
9 K"; Acta Crystallogr.
B 2001, Jun; 57(Pt 3): 244-50;
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Eine
Abschirmung kann so ausgebildet sein, dass sie den Feinfilter umhüllt und
die Umgebung des Filtersystems vor Mikrowellenstrahlung schützt. Ferner
kann die Abschirmung so ausgebildet sein, dass die zugeführte Mikrowellenenergie
auf bestimmte Bereiche des Feinfilters konzentriert wird und nach
außen
isoliert wird. Ferner können
die Abschirmung und der Feinfilter beweglich zueinander angeordnet
sein, um die Mikrowellenstrahlung nur segmentweise oder in begrenzter
Fläche
auf den Feinfilter einzuleiten. Hier kann entweder das Feinfilter
oder die Abschirmung oder können
beide beweglich angeordnet sein. Durch das Erhitzen des Feinfilters
verdampfen weitere Luftfeuchtigkeitsanteile und kondensieren an
der Abschirmung. Luftfeuchtigkeit, die an der Abschirmung kondensiert
ist, wird durch die Abschirmung abgeführt.
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Die
Mikrowelleneinheit kann eine Mikrowellenquelle, ein Netzteil und
eine Steuereinheit aufweisen. Durch die Mikrowellenstrahlung wird
der Feinfilter regeneriert und/oder werden die katalytischen Eigenschaften
des Feinfilters aktiviert. Die Mikrowelleneinheit in Verbindung
mit dem Feinfilter bildet eine wesentliche Baugruppe des Luftreinigungssystems. Die
Mikrowellenquelle befindet sich im überwiegenden Fall außerhalb
des abgeschirmten Mikrowellenraums.
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Anhand
der Figuren wird an Ausführungsbeispielen
die Erfindung noch näher
erläutert.
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Es zeigt
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1 als
Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel
der Luftreinigungsvorrichtung, welche in Funktionskaskaden verschiedene
Baugruppen enthält;
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2 in
schematischer Darstellung eine Ausführungsform für ein Grobfilter,
welches beim Ausführungsbeispiel
der 1 zur Anwendung kommen kann; und
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3 eine
Ausführungsform
für eine
ein Feinfilter, eine Abschirmung und eine Mikrowelleneinheit enthaltende
Baugruppe, welche beim Ausführungsbeispiel
der 1 zum Einsatz kommen kann.
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Das
in den Figuren schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel einer Luftreinigungsvorrichtung 1 beinhaltet
in der Funktionskaskade als erste Baugruppe einen Grobfilter 2,
mit dem grobe Schmutz- und Fettpartikel aus der zu reinigenden Luft
beseitigt werden. Der Grobfilter 2 beinhaltet einen luftdurchlässigen Filterkörper 9 aus
Edelstahl, Aluminium oder einer anderen geeigneten Legierung, welche
elektrisch leitend ist. Der Filterkörper kann als Gewebe, Gestrick
oder Filtermatte ausgebildet sein. Der Filterkörper für das Grobfilter kann auch
aus einer oder mehreren Blechplatten mit ausgestanzten und gebogenen
Lamellen bestehen. Insbesondere zur Erzielung einer thermoelektrischen
Kühlung
(Peltier-Effekt) eignet sich ein Filterkörper aus gestanztem und/oder
gebogenem Blech, auf das vorher eine geeigneten Beschichtung aufgebracht
wurde. Zur Erzielung der thermoelektrischen Kühlung (Peltier-Effekt) kann
der Filterkörper 9 (2)
mit einer Beschichtung 10, beispielsweise mit Bismuth (Bi)
oder ähnlichen
thermoelektrischen Werkstoffen beschichtet sein. Über entsprechende
elektrische Kontakte 11, 12 wird zur Erzielung
eines thermoelektrischen Stromes zwischen einem Filtergrundkörper 13 aus elektrisch
leitendem Material und der ebenfalls elektrisch leitenden Beschichtung 10 eine
elektrische Spannung U zur Erzielung der thermoelektrischen Kühlung angelegt.
Diese Spannung U (Gleichspannung) kann in Abhängigkeit von der Art der Beschichtung 10 und
insbesondere der Dicke der Beschichtung 10 im Bereich von
1 V bis 20 V liegen. Hierdurch wird die Oberfläche des beschichteten Filterkörpers 9 abgekühlt und
man erreicht zur Entfernung von Flüssigkeitsanteilen aus der Luft
eine Kondensierung der Flüssigkeit,
die dann abgeführt
wird.
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Die
zweite Baugruppe bildet ein Feinfilter 3 mit einer Abschirmung 4 und
eine Mikrowelleneinheit 5, welche in 1 schematisch
dargestellt ist. Mit der Abschirmung 4 kann der Feinfilter 3 ganz
oder teilweise abgedeckt werden, so dass die Umgebung gegenüber der
von der Mikrowelleneinheit 5 abgegebenen Mikrowellenstrahlung
geschützt
wird.
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Beispielsweise
können
die Abschirmung 4 und der Feinfilter 3 gegeneinander
beweglich sein, wobei die von der Mikrowelleneinheit 5 abgegebene Mikrowellenenergie
dem Feinfilter 3 segmentweise oder auf einer begrenzten
Fläche
des Feinfilters zugeführt
wird.
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Bei
der in der 3 schematisch dargestellten
Ausführungsform
der zweiten Baugruppe ist der Feinfilter 3 um eine Achse 14 in
einem Gehäuse 17 drehbar
gelagert. Das Innere des Gehäuses 17 ist
in zwei Bereiche unterteilt. In den einen Bereich wird die Mikrowellenstrahlung
der Mikrowelleneinheit 5 auf einen Teil des Feinfilters 3 gerichtet.
Im anderen Bereich des Gehäuses 17 befindet
sich der Teil des Feinfilters 3, durch welchen die zu reinigende
Luft geleitet wird. Hierzu wird die Luft durch eine beispielsweise
rohrförmig
ausgebildete Luftleitung 15 vom Grobfilter 2 in
das Gehäuseinnere
geleitet. Die durch den Feinfilter 3 gelangte Luft wird
durch eine weitere Luftleitung 16 aus dem Gehäuse transportiert
und beispielsweise einer Steuereinheit 6, welche im einzelnen
noch erläutert
wird, zugeleitet. Für
den Transport der zu reinigenden Luft sorgt eine Lüftereinheit 7, wie
aus 1 zu ersehen ist. Anstelle der Drehbewegung, mit
welcher ein Teil des Feinfilters 3 in den Bestrahlungsbereich
und ein Teil des Feinfilters 3 in den Luftreinigungsbereich
im Gehäuse 17 gebracht
werden, kann auch eine andere Bewegung, beispielsweise Translationsbewegung
oder eine überlagerte Rotations- und Translationsbewegung
angewendet werden. Wie aus 3 zu ersehen
ist, ist zumindest der Bestrahlungsbereich, in welchem der zu regenerierende
und/oder zu entfeuchtende Teil des Feinfilters 3 sich befindet,
mit einer Abschirmung 4, welche strichliert dargestellt
ist, versehen. Die Abschirmung 4 kann an der Innenseite
des Gehäuses 17 vorgesehen
sein und den Bestrahlungsbereich vom Luftreinigungsbereich im Gehäuseinnern
trennen. Es ist natürlich
auch möglich,
die Abschirmung 4 an der gesamten Gehäuseinnenseite vorzusehen. Die
Mikrowelleneinheit 5 kann dann auch so angeordnet werden,
dass der gesamte von der zu reinigenden Luft durchströmte Feinfilter 3 mit
der Mikrowellenstrahlung bestrahlt wird.
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Hierdurch
lässt sich
ein kontinuierliches oder periodisches Luftreinigungsverfahren erreichen,
wobei eine kontinuierliche oder periodische Regenerierung und Entfeuchtung
des Feinfilters 3 durch die Aufheizung mittels der Mikrowellenstrahlung
erzielt wird. Ferner kann durch die Einlagerung von katalytisch
aktiven und mikrowellenempfindliche Zusatzwerkstoffe, die in den
keramischen Filterwerkstoff eingebunden oder eingesintert sind,
eine katalytische Luftreinigung bei der kontinuierlichen oder periodischen
Mikrowellenbestrahlung erreicht werden.
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Die
durch den Feinfilter strömende
Luft wird gereinigt, wobei der Feinfilter 3 durch die Mikrowellenbestrahlung
regeneriert wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform,
wie sie beispielsweise in 3 gezeigt
ist, strömt
die verunreinigte Luft durch einen Bereich oder ein Segment des
Feinfilters 3, während
ein anderer Bereich bzw. ein anderes Segment des Feinfilters 3 zeitgleich durch
die Mikrowellenaufheizung regeneriert wird. Die Aufheiztemperaturen
sind abhängig
vom Verschmutzungsgrad und können
in einem Temperaturbereich von 200°C bis 1200°C eingestellt werden. Ferner
kann dabei die Luft am Grobfilter entfeuchtet werden.
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Zusätzlich ist
es möglich,
restliche Luftfeuchtigkeitsanteile im Feinfilter bei der Aufheizung
durch die Mikrowellenbestrahlung zu verdampfen und an der Abschirmung 4 zu
kondensieren. Das Kondensat kann dann von der Abschirmung 4 in
einfacher Weise beseitigt werden. Man erreicht hierdurch eine zweite Stufe
der Luftentfeuchtung.
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Die
Steuereinheit 6 in der Luftreinigungsvorrichtung 1 erhält von verschiedenen
nicht näher
dargestellten Sensoren Signale, welche den Verschmutzungsgrad der
durchströmenden
Luft, die in der zu reinigenden Luft enthaltene Luftfeuchtigkeit,
die Temperatur der durchströmenden
Luft, Ozonwerte sowie den Verschmutzungsgrad des Grob- und Feinfilters angeben.
In Abhängigkeit
von diesen Informationssignalen, die in der Steuereinheit 6 rechnergestützt verarbeitet
werden, wird die gesamte Luftreinigungsvorrichtung und insbesondere
die Relativbewegung von Feinfilter 3 und Abschirmung 4 gegeneinander sowie
die von der Mikrowelleneinheit 5 abgegebene Mikrowellenstrahlung
gesteuert.
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Ferner
ist die Lüftereinheit 7 vorgesehen, welche
die Durchströmung
der einzelnen Funktionskaskaden mit der zu reinigenden Luft, insbesondere des
Grobfilters 2 und des Feinfilters 3 regelt. Die Steuerungen
der Lüftereinheit 7 und
der Regenerierungs- und Entfeuchtungsschritte für den Feinfilter 3 werden
von der Steuereinheit 6 durchgeführt.
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Die
Steuereinheit 6 kann ferner manuell von einem Bedienfeld 8 aus
mit von einer Bedienungsperson veranlassten Betätigungssignalen gegebenenfalls
zusätzlich
oder allein gesteuert werden.
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- 1
- Luftreinigungsvorrichtung
- 2
- Grobfilter
- 3
- Feinfilter
- 4
- Abschirmung
- 5
- Mikrowelleneinheit
- 6
- Steuereinheit
- 7
- Lüftereinheit
- 8
- Bedienfeld
- 9
- Filterkörper
- 10
- Beschichtung
- 11,
12
- elektrische
Kontakte
- 13
- Filtergrundkörper
- 14
- Achse
- 15,
16
- Luftleitungen
- 17
- Gehäuse