DE102005001601A1 - Feldgerät mit Busschnittstelle - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Feldgerät (1) mit zumindest einem Sensor (18) zum Erfassen und/oder mit zumindest einem Aktor (19) zum Beeinflussen wenigstens eines chemischen und/oder physikalischen Prozessparameters (P), welches Feldgerät ferner eine Busschnittstelle (3) zu einem externen Feldbussystem (2), die als Zweidraht-Leitung (4) ausgelegt ist, sowie eine mit der Busschnittstelle (3) kommunizierende Versorgungs- und Betriebsschaltung (5) umfasst. DOLLAR A Solche Feldgeräte (1) werden häufig in der dezentralen Automations- und Prozesssteuerungstechnik eingesetzt, um die Kommunikation des Feldgerätes (1) über eine Zweidraht-Leitung (4) zu ermöglichen und ferner das Feldgerät (1) über diese Zweidraht-Leitung (4) stetig mit der notwendigen Energie, die den Standards und Vorschriften des Explosionsschutzes entspricht, zu versorgen.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Feldgerät mit zumindest einem Sensor zum Erfassen und/oder mit zumindest einem Aktor zum Beeinflussen wenigstens eines chemischen und/oder physikalischen Prozessparameters, welches Feldgerät ferner eine Busschnittstelle zu einem externen Feldbussystem, die als Zweidraht-Leitung ausgelegt ist, sowie eine mit der Busschnittstelle kommunizierende Versorgungs- und Betriebsschaltung umfasst.
- Die Fortschritte der Mikroelektronik in den letzten Jahren haben zu einer Miniaturisierung von Geräten und Integration der Funktionalitäten geführt, die in der Automatisierungstechnik eine effektive und kostengünstige Anwendung von integrierten dezentralen Systemen bewirkte. So werden in den Sensoren und Aktoren nicht nur die Messwerte ermittelt, sondern schon die Messwerte vorverarbeitet, linearisiert und sogar eine Selbstdiagnosen des Sensors oder Aktors implementiert. Die Vorraussetzung für das Einbringen dieser dezentralen Funktionalitäten in ein geschlossenes Automatisierungskonzept mit „intelligenten" Sensoren und Aktoren ist ein erhöhter Informations- und Datenaustausch dieser dezentralen Einheiten untereinander und mit einem Leitsystem. In der Automatisierungstechnik sind aus diesem Grund in den letzten Jahren eine Fülle von Feldbussystemen entstanden, die entweder firmenspezifische Anwendungsbereiche (z.B. BITBUS, CAN, MODBUS, RACKBUS) abdecken oder solche, die einer intenationalen Normung (z.B. HART, PROFIBUS-PA, Foundation FIELDBUS, Ethernet) unterliegen. Die große Anzahl von Feldbussystemen, die derzeit in der industriellen Automatisierungstechnik und Prozessleittechnik eingesetzt sind, werden weiterhin nur noch mit dem allgemeinen Begriff „Feldbus bzw. Feldbussystem" bezeichnet.
- Die üblichen Feldgeräte sind netzgespeiste Vierleiter-Messgeräte und müssen hierfür mindestens zwei elektrische Zuleitungen bzw. Leiter zur Energieversorgung des Feldgerätes haben. Des Weiteren sind zwei weitere Signalleitungen erforderlich, die das Messwert abbildende Messsignal oder sonstige Kommunikationsdatensignale zwischen den dezentralen Einheiten und der Leitstelle übertragen. Allgemein wird dieses Messsignal oder Kommunikationsdatensignal entsprechend einem hierfür üblichen Standard, z.B. entsprechend dem zwischen 4 mA und 20 mA liegenden Stromschleifen-Standard, einem üblichen Frequenz-Standard oder einem digitalen Standard, erzeugt und übermittelt.
- Darüber hinaus ist es in der Automatisierungstechnik auch üblich, die Feldgeräte in einer so genannten Zweileiter-Technik aufzubauen und miteinander zu verbinden, so dass die Energiespeisung und die Kommunikation zwischen den Geräten über ein einziges Paar Leitungen erfolgen kann, wodurch der Verdrahtungsaufwand und somit die Verdrahtungskosten von vernetzten dezentralen Automatisierungssystemen verringert werden kann.
- Solche Zweileiter-Feldgeräte sind unter anderem den Schriften
EP 0 883 097 B1 ,EP 0 895 209 B1 ,EP 1 158 274 A1 zu entnehmen. Diese Zweileiter-Feldgeräte erzeugen als Messsignal einen Ausgangsstrom, dessen Momentanwerte ein mittels eines physikalisch-elektrischen Messwandlers erzeugtes Messwandlersignal möglichst proportional abbilden. Die beiden Leiter dienen sowohl für die gesteuerte und geregelte Energiespeisung, wozu an die zwei Leiter von außen eine Gleichspannungsquelle anzulegen ist, als auch für die Übertragung des Messsignals. - Ein weiterer Aspekt, der in der Automationstechnik und besonders in der Prozess-Automationstechnik beachtet werden muss, ist dass die Betriebsmöglichkeit des Feldgerätes in einem explosionsgefährdeten Umfeld in dem die Eigensicherheit des Feldgerätes und des Feldbusses gewahrt wird. Solche eigensicheren, reflexionsarmen Feldbussysteme sind aus der
DE 100 49 233 A1 ,DE 101 27 561 A1 ,DE 102 45 273 A1 , und dem c-i-s-Energieversorgungskonzept der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig, die die Problematik von Wechselspannungs- oder Wechselstromsignalen auf Feldbussen behandeln, bekannt. All diesen Schriften ist gemein, dass die Energieübertragung über den Feldbus alleinig durch ein hochfrequentes Wechselsignal erfolgt und dieser Feldbus durch Schutzmassnahmen die Eigensicherheit gewahrt und/oder durch Anpassungen des Wellenwiderstandes reflexionsarm ausgeführt ist. - Ausgehend vom oben genannten Stand der Technik besteht daher eine Aufgabe der Erfindung darin, die Kommunikation des Feldgerätes über eine Zweidraht-Leitung zu ermöglichen und ferner das Feldgerät über diese Zweidraht-Leitung stetig mit der notwendigen Energie, die den Standards und Vorschriften des Explosionsschutzes entspricht, zu versorgen.
- Zur Lösung der Aufgabe besteht die Erfindung in einem Feldgerät mit zumindest einem Sensor zum Erfassen und/oder mit zumindest einem Aktor zum Beeinflussen wenigstens eines chemischen und/oder physikalischen Prozessparameters, welches Feldgerät ferner umfasst: eine Busschnittstelle zu einem externen Feldbussystem, die als Zweidraht-Leitung ausgelegt ist, sowie eine mit der Busschnittstelle kommunizierende Versorgungs- und Betriebsschaltung, wobei die Versorgung des Feldgeräts über die Zweidraht-Leitung zumindest zeitweise mit einem von der Busschnittstelle gelieferten Mischstrom erfolgt, der durch eine Überlagerung und/oder eine Modulation eines Wechselanteils auf einen Gleichanteil des Mischstroms gebildet ist, wobei das Feldgerät über die Zweidraht-Leitung Daten an das externe Feldbussystem sendet und/oder Daten von dem externen Feldbussystem empfängt, wobei zumindest der Wechselanteil des Mischstroms zur Versorgung des Feldgerätes mit elektrischer Energie dient, und wobei das Feldgerät seinen Energiebedarf zumindest teilweise über den Wechselanteil des Mischstroms deckt.
- Gemäß einer vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung wird vorgeschlagen, dass der Gleichanteil des Mischstroms als ein Informationsträger oder Kommunikationsmittel für via Zweidraht-Leitung übertragene Daten dient.
- Eine zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Feldgeräts besteht darin, dass der Gleichanteil des Mischstromes Werte innerhalb eines Strombereichs von 4 mA bis 20 mA annimmt. Bei Zweileiter-Feldgeräten entsprechend dem erwähnten, zwischen 4 mA und 20 mA liegenden Stromschleifen-Standard, entspricht ein bestimmter Stromwert innerhalb dieses Strombereichs genau einem elektrischen Sensorsignal oder Stellsignal. Deshalb kann lediglich der Strombereich von 4 mA für die gewährleistete Energieversorgung der Elektronik des Feldgeräts mit einer Zweidraht-Leitung eingeplant und genutzt werden. Dies bedingt, dass die Energieversorgung nur mit einer Leistung in der Größenordnung von 50 mW zur Verfügung steht, die im Folgenden als Niederleistung bezeichnet wird. Zweileiter-Feldgeräte mit dem erwähnten, zwischen 4 mA und 20 mA liegenden Stromschleifen-Standard sind aufgrund dieser Sachverhalte besonders gut geeignet für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung schlägt vor, dass der Mischstrom zumindest einen Effektivwert annimmt, der kleiner oder gleich einem höchsten zulässigen Grenzwert ist.
- Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Feldgeräts wird angeregt, dass der höchst zulässige Grenzwert des Effektivwerts des Mischstroms einen Wert von 20 mA annimmt. Um die Vorschriften des Explosionsschutzes nicht zu verletzen sollte der maximale Effektivwert des Mischstromes nicht größer als der vorgegebene Grenzwert sein.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist es, dass der Effektivwert des aufmodulierten Wechselanteils des Mischstroms einen gegebenenfalls vorhandenen Differenzwert des Gleichanteils des Mischstroms zum höchsten zulässigen Grenzwert des Mischstroms annimmt. Damit das Feldgerät immer mit dem maximal zulässigen Strom versorgt werden kann, wird die Differenz des Gleichanteils des Mischstroms durch den Effektivwert des beispielsweise gleichgerichteten Wechselanteils des Mischstroms ergänzt, so dass deren Summe den höchstzulässigen Grenzwert einnehmen. Dadurch wird das Feldgerät stetig mit der maximalen Energie bzw. Leistung versorgt.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Feldgerätes wird vorgeschlagen, dass ein negativer Effektivwert des aufmodulierten Wechselanteils des Mischstroms überschüssige Energie des Feldgeräts ableitet und somit den Energiebedarf bzw. Energiehaushalt des Feldgerätes regelt.
- Wird ein zur Basis des Gleichanteils negativer Effektivwert des Wechselanteils im AC/DC-Wandler erzeugt, in dem beispielsweise durch eine bestimmte Umwandlung des Wechselanteils des Mischstroms ein negativer gleichgerichteter Wechselanteil des Mischstroms entsteht, kann überschüssiger Strom aus dem Feldgerät abgeleitet werden.
- Eine sehr vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass der Wechselanteil des Mischstroms eine sinusförmige Signalform aufweist. Vorzugsweise werden als Wechselanteil des Mischstroms sinusförmige Signale verwendet, da deren Signalspektrum keine Oberwellen aufweisen. Wodurch sich Vorgaben bezüglich der "Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)" leichter einhalten lassen. Auch eine Überlagerung mit anderen Gleichanteilen bzw. Gleichsignalen ist leichter möglich, denn der zeitliche Mittelwert von sinusförmigen Signalformen ist Null und die Kodierung somit mittelwertfrei.
- Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung schlägt vor, dass der Wechselanteil des Mischstroms eine rechteckförmige und/oder gepulste Signalform aufweist.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung schlägt vor, dass eine gesteuerte Wechselstromquelle den Wechselanteil des Mischstroms erzeugt.
- Eine sehr vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass eine Schalteinheit den Wechselanteil des Mischstroms erzeugt.
- Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Feldgeräts sieht vor, dass eine Kontroll- und Steuereinheit in der Versorgungs- und Betriebsschaltung integriert ist, die zur Regelung der Schalteinheit anhand des aktuellen und zukünftigen Energiebedarfs bzw. Energiehaushalts des Feldgerätes dient und/oder ferner anhand des aktuellen und zukünftigen elektrischen Sensorsignals oder Stellsignals des Feldgerätes zur Steuerung und Regelung des Stromstellers, der die Einstellung des Gleichanteils des Mischstroms als Informationsträger übernimmt, dient.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung wird vorgeschlagen, dass die Kontroll- und Steuereinheit den zukünftigen Energiebedarf des Feldgeräts unter Berücksichtigung und Abschätzung der zukünftig ablaufenden Prozesse und Anwendungen ermittelt und berechnet.
- Ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Feldgeräts besteht darin, dass wenigstens ein einen chemischen und/oder physikalischen Prozessparameter sensorisch erfassenden Messwandler vorgesehen ist, der ein elektrisches Sensorsignal liefert.
- Eine sehr vorteilhafte Variante der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass wenigstens einen von einem elektrischen Stellsignal angesteuerten Signalwandler vorgesehen ist, der den wenigstens einen chemischen und/oder physikalischen Prozessparameter aktorisch einstellt.
- Ein zweckmäßiges alternatives Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Feldgeräts besteht darin, dass als ein integraler Teil der Versorgungs- und Betriebsschaltung zumindest ein AC/DC-Wandler und zumindest ein DC/DC-Wandler vorgesehen ist.
- Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass die gesendeten Daten mittels der Versorgungs- und Betriebsschaltung vom Sensorsignal abgeleitete und mittels der Busschnittstelle angepasste Messwerte MW sind.
- Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung schlägt vor, dass die empfangenen Daten mittels der Busschnittstelle anzupassende und mittels der Versorgungs- und Betriebsschaltung in das Stellsignal umzusetzende Stellenwerte sind.
- Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen, dass ein weiterer Wechselanteil des Mischstroms, z.B. das Hart-Signal, der unterscheidbar von dem anderen Wechselanteil, als Informationsträger bzw. als ein Kommunikationsmittel auf das Signal des Mischstroms aufmoduliert ist. Feldgeräte die ein zusätzliches Hart-Signal verwenden, tauschen ihre Daten über die Zweidraht-Leitungen des 4 bis 20 mA-Stromschleifen Standards aus. Mit Hilfe dieser Kommunikation lassen sich die Feldgeräte sehr flexibel parametrieren und in Betrieb nehmen oder ermittelte und gespeicherte Messwerte bzw. Daten auslesen. Das Hart-Protokoll ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation auch in explosionsgefährdeter Umgebung. Hart ermöglicht eine Punkt-zu-Punkt Übertragung von zumindest zwei Teilnehmern. Die diskretisierten und digitalisierten Daten werden einem speziellen Modem das in jedem Teilnehmer vorhanden sein muss, in ein Hart-Protokoll mit dem FSK-Verfahren übertragen und empfangen. Das FSK-Verfahren (Frequency Shift Keying) nutzt zur Unterscheidung der binären Zustände unterschiedliche Frequenzen eines sinusförmigen Signals (z.B. Bell 202-Standard: „0" 2200 Hz, „1" 1200 Hz). Da dieses Verfahren weitgehend pegelunabhängig arbeitet, bietet es auch bei Signaldämpfungen und sich ändernden Lasten eine hohe Störsicherheit. Selbstverständlich muss sichergestellt sein, dass das Übertragungsmedium in der Lage ist, die zur Kodierung verwendeten Frequenzen zu übertragen. Wird zur Energieversorgung des Feldgerätes eine sinusförmige Signalform des Wechselanteils verwendet, muss die Frequenz des Hart-Signals von der des Wechselanteil des Mischstroms verschieden sein, damit die beiden Wechselanteile durch beispielsweise einen Filter wieder getrennt und getrennt weiterverarbeitet werde können.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung wird vorgeschlagen, dass der Energiebedarf des Feldgeräts teilweise durch den Gleichanteil des Mischstroms gedeckt ist.
- Die Erfindung und ausgewählte Ausführungsbeispiele werden anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Zur Vereinfachung sind in den Zeichnungen identische Teile mit dem gleichen Bezugszeichen versehen worden, die jedoch nur dann wiederholt wurden, wenn es als sinnvoll erachtet wurde. Es zeigt:
-
1 : eine schematische Darstellung eines Feldgerätes, das über eine Busschnittstelle an den Feldbus angeschlossen ist, -
2 : ein erstes Ausführungsbeispiel der Schaltung eines erfindungsgemäßen Feldgerätes, das über eine Busschnittstelle an den Feldbus angeschlossen ist, -
3 : Diagramm der Ströme (IM, iE) des ersten Ausführungsbeispiels der Schaltung eines erfindungsgemäßen Feldgerätes aus2 , -
4 : ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung eines Feldgerätes, das über eine Busschnittstelle an den Feldbus angeschlossen ist, -
5 : ein erstes Diagramm der Ströme (IM, iE) des zweiten Ausführungsbeispiels der Schaltung eines erfindungsgemäßen Feldgerätes aus4 , -
6 : ein zweites Diagramm der Ströme (IM, iE) des zweiten Ausführungsbeispiels der Schaltung eines erfindungsgemäßen Feldgerätes aus4 , - Das in
1 dargestellte Blockdiagramm stellt die wichtigsten Teilkomponenten eines dezentralen Automatisierungssystems zur Prozessparametererfassung, -auswertung und -übertragung dar. Ferner sind Feldgeräte1 mit einer Zweidraht-Leitung4 häufig so ausgebildet, dass sie mit einem der üblichen externen Feldbussysteme2 zusammenarbeiten können. Dies kann einerseits durch direkten Anschluss an das Feldbussystem2 , z.B. entsprechend dem FIELDBUS-Protokoll, erfolgen. Andererseits kann das Zusammenarbeiten unter Zwischenschaltung eines Buskopplers3 , z.B. entsprechend dem so genannten HART-Protokoll, indirekt erfolgen. Die Komponenten in1 sind dahingehend miteinander verbunden, dass ein Feldgerät1 das nach dem PROFIBUS PA Protokoll arbeitet über eine Busschnittstelle bzw. Buskoppler3 indirekt an das externe Feldbussystem2 angeschlossen ist. - In dem Feldgerät
1 ist eine Versorgungs- und Betriebsschaltung5 integriert, die über die Zweidraht-Leitung4 mit dem Modul der gesteuerten Wechselstromquelle15 und der folgenden Busschnittstelle bzw. den Buskoppler3 verbunden ist. Der chemische oder physikalische Prozessparameter P wirkt auf den Sensor bzw. Messwandler18 ein oder wird durch den Aktor bzw. Signalwandler19 verändert oder bereitgestellt. Die erfasste oder eingestellte Veränderung des chemischen oder physikalischen Prozessparameters P durch den Sensor18 oder den Aktor19 wird durch die Versorgungs- und Betriebsschaltung5 weiter verarbeitet und über die Zweidraht-Leitung4 an die Busschnittstelle3 übermittelt. - Durch Schutzmassnahmen im Feldgerät
1 und eventuellen Maßnahmen in dem Buskoppler3 ist die Zweidraht-Leitung4 und das Feldgerät1 eigensicher ausgeführt und trennt den Explosionsschutz-Bereich Ex vom nicht Explosionsschutz-BereichEx . Das Feldgerät1 kann durch diese eigensichere Trennung in einem Explosionsschutz-Bereich Ex, in dem beispielsweise eine explosive Gasatmosphäre herrscht, eingesetzt werden. - In
2 sind diese Teilkomponenten detaillierter dargestellt, wobei in der Busschnittstelle3 symbolisch eine Gleichspannungsquelle U= integriert ist, die einen Messstrom IM liefert. Dieser Messstrom IM fließt durch einen Widerstand R und erzeugt eine vom Messstrom IM abhängige Spannung UM, die den Messwert MW repräsentiert. Dieses Spannung UM wird in der Busschnittstelle bzw. dem Buskoppler3 weiterverarbeitet, digitalisiert und auf das externe Feldbussystem2 ausgegeben. Der Kondensator C ist parallel zu dem Widerstand R geschalten und bildet mit diesem zusammen einen Tiefpass TP, der störende Wechselspannungssignale, die eine höhere Frequenz als die Grenzfrequenz des Tiefpasses TP besitzen, im Spannungssignal des Messwerts MW dämpft. Anstatt der oben beschriebenen Elementen – R, C – kann in der Busschnittstelle3 eine Auswerte- und Einspeiseeinheit in die Stromschleife integriert sein, welche Daten und Signale vom externen Feldbussystem2 in die Stromschleife der Zweidraht-Leitung4 einkoppelt oder den Messstrom IM umwandelt und nach dem Standard des externen Feldbussystems2 an das selbige aussendet. - Als weitere Komponente ist der Busschnittstelle bzw. dem Buskoppler
3 eine gesteuerte Wechselstromquelle I~ parallel geschalten, die den einen Einspeisungsstrom iE in die Zweidraht-Leitung4 einspeist. Die Wechselstromquelle I~ und die Gleichspannungsquelle U= kommunizieren über eine separate Steuer- und Datenleitung21 und einer dazwischen geschalteten Stromregeleinheit23 zur Regelung des Stromverhältnisses des Wechselanteils7 und des Gleichanteils8 des Mischstroms6 . Diese Stromregeleinheit23 ist dazu da, dass je nachdem wie viel Messstrom IM vom Feldgerät1 angefordert oder vom externen Feldbussystem durch die interne Elektronik des Buskopplers3 eingespeist wird, in einem bestimmten Verhältnis ein entsprechend angepasster, eingespeister Wechselstrom iE zusätzlich zu dem Messstrom IM hinzu gemischt wird, so dass sich der Effektivwert des Summenstroms (IM + iE)Eff unterhalb eines bestimmten eingestellten Grenzwert einstellt. - An die Zweidraht-Leitung
4 ist zumindest ein Feldgerät1 angeschlossen, das zumindest einen AC/DC-Wandler9 , der zur Auswertung und Umwandlung des Wechselanteils7 des Mischstroms6 oder Einseisungsstroms iE dient, zumindest einen DC/DC-Wandler10 , der zur Auswertung und Umwandlung des Gleichanteils8 des Mischstroms6 oder des Messstroms IM dient, zumindest eine Kontroll- und Steuereinheit17 , die das elektrische Sensorsignal Sens des Sensor18 auswertet und das elektrische Stellsignal Stell des Aktors19 einstellt sowie die Steuerung und Regelung der Kommunikation und Energieversorgung übernimmt, und zumindest einen Stromsteller20 , der zur Kommunikation den Strom der Stromschleife bzw. Messstrom IM einstellt, umfasst. Der chemische oder physikalische Prozessparameter P wird von dem Messwandler18 erfasst und als elektrisches Sensorsignal Sens über eine elektrische Verbindung an die Kontroll- und Steuereinheit17 übermittel, welche dieses Sensorsignal Sens auswertet und den Stromsteller20 entsprechen ansteuert, so dass ein proportionaler Messstrom IM in der Stromschleife fließt und dass ein entsprechender Messwert MW des chemische oder physikalische Prozessparameters P an den Buskoppler3 übertragen wird und dort weiterverarbeitet werden kann. An dem Knotenpunkt K trennen sich die beiden Ströme, der Messstrom IM und der Einspeisungsstrom iE im Feldgerät1 in zwei getrennte Stromzweige auf. Zu diesem Zweck kann im Knotenpunkt K eine Frequenzweiche bzw. ein Filter – der nicht explizit in der2 und der4 gezeigt ist – in die Schaltung integriert sein. Der DC/DC-Wandler10 und der AC/DC-Wandler9 sind über eine Steuer- und Datenleitung21 , über die beispielsweise eine Übermittlung der Stromwerte und/oder eine Steuerung der Stromwandlung stattfindet, mit der Kontroll- und Steuereinheit17 verbunden. Diese Kontroll- und Steuereinheit17 wird über die Versorgungsleitung22 von dem AC/DC- und DC/DC-Wandlern (9 ,10 ) mit der nötigen Energie versorgt. Die Kontroll- und Steuereinheit17 stellt das Herzstück des Feldgerätes1 mit einem Mikrocontroller μC als zumindest ein integraler Teil dar. Über diese Kontroll- und Steuereinheit17 wird die gesamte Prozessparametererfassung, -auswertung und -übertragung gesteuert, so wie das Energiemanagement des Feldgerätes1 und gegebenenfalls weiterer Buskomponenten geregelt. Unter dem Energiemanagement des Feldgerätes1 ist nicht nur die Steuerung des Stromstellers20 zu verstehen, vielmehr kann über eine gezielte Ansteuerung des DC/DC-Wandlers10 und des AC/DC-Wandlers9 und gegebenenfalls einem im Feldgerät1 beinhalten Energiepufferspeicher – der nicht explizit in2 und4 gezeigt ist – die Energiezufuhr in das Feldgerät1 geregelt werden. Über die Steuerung des AC/DC-Wandlers10 und der damit verbundenen Umwandlung des symmetrischen, mittelwertfreien Wechselanteils7 des Mischstroms6 in eine entsprechenden Effektivwert11 ist die Versorgung des Feldgerätes1 steuerbar, so dass beispielsweise immer die vom Feldgerät1 benötigte maximale Energie diesem Feldgerät1 zur Verfügung steht. Von den Energiequellen der Busschnittstelle bzw. des Buskopplers3 und dem Modul mit der gesteuerten Stromquelle15 wird immer der maximale Effektivwert des Summenstroms (IM + iE)Eff an das Feldgerät1 übertragen. Die Differenz der Energie die vom Feldgerät benötigt wird und der Energie, die als maximaler Effektivwert des Summenstroms (IM + iE)Eff von der Busschnittstelle3 und der gesteuerten Stromquelle zur Verfügung gestellt wird, ist über den AC/DC-Wandler9 dadurch regelbar, dass nur ein bestimmtes Maß des Wechselanteil7 in einen Gleichanteil8 umgewandelt wird. Bei einem Energieüberschuss im Feldgerät1 kann durch die Erzeugung eine negativen Effektivwertes11 des symmetrischen, mittelwertfreien Wechselanteils7 des Mischstroms6 zur Basis des Gleichanteils8 des Mischstroms6 bzw. des Messstroms IM überschüssige Energie bzw. Strom aus dem Feldgerät1 heraus abgeleitet werden und muss nicht im Feldgerät z.B. in Wärme oder eine andere Energieform umgewandelt werden. - In
3 ist ein Diagram der Ströme in einem dezentralen Automatisierungs-Systems aufgezeigt. Der Messstrom IM bzw. der Gleichanteil8 des Mischstroms6 der durch den Stromsteller20 oder eine Schalteinheit16 in der Stromschleife hervorgerufen wird, ist durch eine Trapezfunktion mit Teilstücken von Konstantwerten des Stromwertes aufgezeigt. Da Änderungen des chemischen und physikalischen Prozessparameter P meist ein gewisse Zeit benötigen und nicht sofort in den anderen Wert wechseln, ist zwischen den Konstantwerten, in denen der Stromwert sich nicht verändert, eine gewisse Zeitdauer in denen der Stromwert beispielsweise linear von einem Konstantwert in den anderen Konstantwert übergeht. Der Gleichanteil8 bzw. Messstrom IM nimmt nach dem Stromschleifen Standard Werte zwischen 4 mA und 20 mA an. Diesem Gleichanteil8 des Mischstroms6 ist ein Amplitudenmodulierter Wechselanteil7 mit einer beispielsweise sinusförmigen Signalform13 des Mischstroms6 – in der3 als gestrichelte Linie gezeigt – aufmoduliert. Die Amplitude des Wechselanteils7 ändert sich in der Weise, dass der Effektivwert des Summenstromes (IM + iE)Eff aus dem Wechselanteil7 und dem Gleichanteil8 des Mischstroms bzw. aus dem Messstrom IM und dem Einspeisungsstrom iE, der in dem AC/DC-Wandler9 Zweiweg gleichgerichteten wird, einen bestimmten konstanten Wert annimmt. Dieser bestimmte konstante Wert ist beispielsweise der gegenwärtig zur Energieversorgung benötigte Stromwert des Feldgeräts1 oder ein maximaler konstanter Grenzwert12 . Der Nachteil von Amplitudenmodulierten Signalen ist, dass sich – besonders bei großen Distanzen – die Signalamplitude innerhalb eines Netzes ändern kann, wodurch auch der Effektivwert11 verändert wird. Als Effektivwert11 eines Wechselanteils7 eines elektrischen Stromes bzw. Wechselstrom ist der Wert angegeben, der in einem Wirkwiderstand die gleiche Wärmemenge erzeugt, wie ein gleich großer Gleichanteil8 bzw. Gleichstrom bewirkt. - Die maximale positive Amplitude A und die maximale negative Amplitude A liegen in einem niedrigen Strombereich bei einer bestimmten Frequenz F des Wechselanteils
7 dessen Energie unter einer oberen Grenze liegt, bei dem eine explosive Atmosphäre gezündet wird. Die Abhängigkeit des Zündverhaltens von Wechselgrößen von Ströme bzw. Wechselströmen und der damit zusammenhängenden „Eigensicherheit" von Feldgeräten1 ist aus derDE 100 49 233 A1 , derDE 101 27 561 A1 , derDE 102 45 273 A1 bekannt. - In
4 wird im Gegensatz zu2 der Wechselanteil7 des Stromes nicht von einem der Busschnittstelle15 vorgeschaltenen gesteuerten Wechselstromquelle auf die Stromschleife bzw. Zweidraht-Leitung4 aufgeschalten, sondern eine Schalteinheit16 wird so angesteuert, dass der nötige Strom bzw. die notwendige Energie von dem Feldgerät1 dem externen Feldbussystem2 entnommen wird. Der Buskoppler bzw. die Busschnittstelle3 besitzt den gleichen Aufbau wie in2 und wird hier nicht mehr ausführlich diskutiert. - Der chemische oder physikalische Prozessparameter P wird von dem Sensor
18 erfasst oder von dem Aktor19 eingestellt, in dem der Sensor18 ein elektrisches Sensorsignal Sens an die Kontroll- und Steuereinheit17 sendet, welches dort weiterverarbeitet wird oder der Aktor19 von der Kontroll- und Steuereinheit17 ein elektrisches Stellsignal Stell empfängt. Die Kontroll- und Steuereinheit17 ist für die Verarbeitung des elektrischen Stellsignals Stell bzw. Sensorsignals Sens zuständig und steuert anhand der verarbeiteten Daten den Schalteinheit16 , die einen entsprechenden Gleichanteil8 bzw. Messstrom IM in der Stromschleife der Zweidraht-Leitung4 und dem Gleichstromzweig im Feldgerät1 erzeugt. Dieser Strom fließt durch den DC/DC-Wandler, der die Kontroll- und Steuereinheit17 mit dem Mikrocontroller μC und weiteren Bauteilen in der Versorgungs- und Betriebsschaltung5 des Feldgerätes1 mit der benötigten Energie versorgt. Die Differenz zwischen der benötigten Energie im Feldgerät1 und der von dem Gleichanteil8 bzw. Messstrom IM erzeugten Energie wird erfindungsgemäß durch ein Wechselanteil7 eines Stromes ausgeglichen. Dieser Wechselanteil7 wird durch das Schaltelement16 erzeugt, das beispielsweise ein Pulsweitenmoduliertes (PWM) oder Frequenzmoduliertes (FWM) Stufensignal erzeugt. Durch eine Begrenzung des Summenstromes IM + iE in der Schalteinheit16 , besitzt die maximale positive Amplitude A des Summenstromes IM + iE eine obere Grenze, die unterhalb des Zündpunktes einer explosiven Atmosphäre liegt, wodurch das Feldgerät1 mit der Zweidraht-Leitung4 eigensicher ausgelegt ist. Der DC/DC-Wandler10 und dem AC/DC-Wandler9 einerseits wandelt den Wechselanteil7 und den Gleichanteil8 des Mischstromes6 um und versorgt damit die Kontroll- und Steuereinheit17 über die Versorgungsleitung22 mit der notwendigen Energie andererseits wird der Wechselanteil7 und der Gleichanteil8 des Mischstromes6 gemessen und über die Steuer- und Datenleitung21 an die Kontroll- und Steuereinheit17 übermittelt. Mit diesen Messdaten und dem gegenwärtigen und zukünftigen Energiebedarf des Feldgerätes1 berechnet die Kontroll- und Steuereinheit17 das Verhältnis des Wechselanteils7 zu dem Gleichanteil8 des Mischstroms6 und steuert dementsprechend die Schalteinheit16 an. - Die Kontroll- und Steuereinheit
17 , die auch das Energiemanagement des Feldgerätes1 steuert, kann über die Steuer- und Datenleitung21 den DC/DC-Wandler10 und den AC/DC-Wandler9 regeln, dass nur soviel Energie umgewandelt wird, wie gegenwärtig oder zukünftig auch im Feldgerät1 benötigt wird. Durch die Erzeugung eines zur Basis des Gleichanteils8 negativen Effektivwert11 des Wechselanteils7 kann sogar die überschüssige Energie bzw. Strom, die das Feldgerät1 zur Versorgung nicht benötigt, abgeleitet werden. - In
5 ist eine Stromkurve aufgezeigt, die durch einen Schaltungsaufbau wie aus4 erzeugt wurde. Der Messstrom IM, dem eine Proportionalität zu dem gemessenen oder eingestellten chemischen und physikalischen Prozessparameter P des Feldgerätes1 entspricht, ist durch eine Trapezfunktion in einer dickeren Linienführung dargestellt. Diesem Messstrom IM ist eine rechteckförmige und/oder gepulste Signalform14 aufmoduliert, indem die Schalteinheit16 in der Art und Weise von der Kontroll- und Steuereinheit17 getaktet gesteuert wird, dass kurzzeitig Impulsströme als Wechselanteile7 des Mischstroms6 mit einer maximalen positiven Amplitude A auf den Gleichanteil8 des Mischstrom6 aufmoduliert werden. Die Zeitdauer bzw. die Anzahl der Impulse einer Impulsfolgen variiert, je nachdem wie viel Strom zusätzlich zu dem Messstrom IM bzw. Gleichanteil8 im Feldgerät1 benötigt wird. Das heißt, das je nachdem wie groß die Differenz des Strombedarfs zu dem Stromangebot ist, werden für ein entsprechendes Zeitfenster Stromimpulse einer bestimmten Frequenz f auf den Messstrom IM aufaddiert, so dass der Effektivwert des Summenstroms (IM + iE)Eff mit dem gegenwärtig benötigten Stromwert des Strombedarf zur Energieversorgung des Feldgerätes1 übereinstimmt. In der5 wurde der maximale Strombedarf des Feldgerätes angenommen, so dass der Effektivwert des Summenstroms (IM + iE)Eff den Grenzwert12 von 20 mA annimmt und das Feldgerät1 somit stetig und konstant mit maximalem Strom versorgt wird. Die rechteckförmigen und/oder gepulsten Signalformen von Wechselanteilen7 haben den Nachteil, dass diese Signalformen eine Vielzahl von Oberwellen besitzen und somit eine großen Frequenzbereich abdecken, wodurch in die Schaltung der4 Filter – welche nicht in4 explizit gezeigt sind – eingefügt werden müssen damit der Messstrom IM bzw. die Gleichanteile8 des Mischstroms6 nicht oder nur geringfügig durch diese Impulsfolgen verändert wird. Es kann auch durch negative Impulsfolgen, dessen Amplituden einen geringeren Stromwert aufweisen als der gegenwärtige Messstrom IM, dem Feldgerät1 nur soviel Energie zugeführt werden wie viel das Feldgerät1 gegenwärtig benötigt. Dadurch wird vermieden, dass das Feldgerät1 nur soviel Energie vom Feldbus zieht wie es gegenwärtig benötigt und der Gleichanteil8 des Mischstroms6 bzw. das Messstrom IM nahezu davon unbeeinflusst in Abhängigkeit der Änderung des Prozessparameters P eingestellt werden kann. - Das Diagramm in
6 unterscheidet sich von dem Diagramm in5 unter dem Aspekt, dass nicht in einem Zeitfenster einzelne Impulsfolgenpakete mit der selben Frequenz f auf moduliert wird, sondern in diesem Diagramm sind Rechteckfunktionen aufgezeigt, dessen Zeitdauer von dem Messstrom IM abhängt. Bei dieser Art der Modulation spricht man von einem Pulsweitenmodulierten Rechtecksignal (PWM). - Es sind auch andere Formen der Modulation angedacht – wie z.B. Frequenzmodulierte (FMW) Wechselsignale
7 – die aber nicht explizit aufgezeigt sind. -
- 1
- Feldgerät
- 2
- externes Feldbussystem
- 3
- Busschnittstelle, Buskoppler
- 4
- Zweidraht-Leitung
- 5
- Versorgungs- und Betriebsschaltung
- 6
- Mischstrom
- 7
- Wechselanteil
- 7a
- weiterer Wechselanteil, HART-Signal
- 8
- Gleichanteil
- 9
- AC/DC-Wandler
- 10
- DC/DC-Wandler
- 11
- Effektivwert
- 12
- Grenzwert
- 13
- sinusförmige Signalform
- 14
- rechteckförmige und/oder gepulste Signalform
- 15
- gesteuerte Wechselstromquelle
- 16
- Schalteinheit
- 17
- Kontroll- und Steuereinheit
- 18
- Messwandler, Sensor
- 19
- Signalwandler, Aktor
- 20
- Stromsteller
- 21
- Steuer- und Datenleitung
- 22
- Versorgungsleitung
- 23
- Stromregeleinheit
- MW
- Messwert
- D
- Daten
- P
- (chemischer oder physikalischer) Prozessparameter
- Sens
- elektrisches Sensorsignal
- Stell
- elektrisches Stellsignal
- μC
- Mikrocontroller
- Ex
- Explosionsschutz-Bereich, eigensicherer Bereich
-
Ex - kein Explosionsschutz-Bereich, nicht eigensicherer Bereich
- R
- Widerstand
- C
- Kondensator
- TP
- Tiefpass
- U=
- Gleichspannungsquelle
- I~
- gesteuerte Wechselstromquelle
- IM
- Messstrom, Stromschleifenstrom
- iE
- Einspeisungsstrom
- IM + iE
- Summenstrom
- (IM + iE)Eff
- Effektivwert des Summenstromes
- K
- Knotenpunkt
- A
- maximale positive Amplitude
- –A
- maximale negative Amplitude
- f
- Frequenz
Claims (20)
- Feldgerät (
1 ) mit zumindest einem Sensor (18 ) zum Erfassen und/oder mit zumindest einem Aktor (19 ) zum Beeinflussen wenigstens eines chemischen und/oder physikalischen Prozessparameters (P), welches Feldgerät ferner umfasst: eine Busschnittstelle (3 ) zu einem externen Feldbussystem (2 ), die als Zweidraht-Leitung (4 ) ausgelegt ist, sowie eine mit der Busschnittstelle (3 ) kommunizierende Versorgungs- und Betriebsschaltung (5 ), wobei die Versorgung des Feldgeräts (1 ) über die Zweidraht-Leitung (4 ) zumindest zeitweise mit einem von der Busschnittstelle (3 ) gelieferten Mischstrom (6 ) erfolgt, der durch eine Überlagerung und/oder eine Modulation eines Wechselanteils (7 ) auf einen Gleichanteil (8 ) des Mischstroms (6 ) gebildet ist, wobei das Feldgerät (1 ) über die Zweidraht-Leitung (4 ) Daten (D) an das externe Feldbussystem (2 ) sendet und/oder Daten (D) von dem externen Feldbussystem (2 ) empfängt, wobei zumindest der Wechselanteil (7 ) des Mischstroms (6 ) zur Versorgung des Feldgerätes (1 ) mit elektrischer Energie dient, und wobei das Feldgerät (1 ) seinen Energiebedarf zumindest teilweise über den Wechselanteil (7 ) des Mischstroms (6 ) deckt. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem der Gleichanteil (
8 ) des Mischstroms (6 ) als ein Informationsträger oder Kommunikationsmittel für via Zweidraht-Leitung (4 ) übertragene Daten (D) dient. - Feldgerät nach Anspruch 1 und 2, bei dem der Gleichanteil (
8 ) des Mischstromes (6 ) Werte innerhalb eines Strombereichs von 4 mA bis 20 mA annimmt. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem der Wechselanteil (
7 ) des Mischstroms (6 ) zumindest einen Effektivwert (11 ) annimmt, der kleiner oder gleich einem höchsten zulässigen Grenzwert (12 ) ist. - Feldgerät nach Anspruch 4, bei dem der höchst zulässigen Grenzwert (
12 ) des Effektivwerts (11 ) des Mischstroms (6 ) einen Wert von 20 mA annimmt. - Feldgerät nach Anspruch 4 und 5, bei dem der Effektivwert des aufmodulierten Wechselanteils (
7 ) des Mischstroms (6 ) einen gegebenenfalls vorhandenen Differenzwert des Gleichanteils (8 ) des Mischstroms (6 ) zum höchsten zulässigen Grenzwert (12 ) des Mischstroms (6 ) annimmt. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem ein negativer Effektivwert (
11 ) des aufmodulierten Wechselanteils (7 ) des Mischstroms (6 ) überschüssige Energie des Feldgeräts (1 ) ableitet und somit den Energiebedarf des Feldgerätes (1 ) regelt. - Feldgerät nach Anspruch 1, 6 oder 7, bei dem der Wechselanteil (
7 ) des Mischstroms (6 ) eine sinusförmige Signalform (13 ) aufweist. - Feldgerät nach Anspruch 1, 6 oder 7, bei dem der Wechselanteil (
7 ) des Mischstroms (6 ) eine rechteckförmige und/oder gepulste Signalform (14 ) aufweist. - Feldgerät nach Anspruch 8 oder 9, bei dem eine gesteuerte Wechselstromquelle (
15 ) den Wechselanteil (7 ) des Mischstroms (6 ) erzeugt. - Feldgerät nach Anspruch 9, bei dem eine Schalteinheit (
16 ) den Wechselanteil (7 ) des Mischstroms (6 ) erzeugt. - Feldgerät nach Anspruch 1, 10 oder 11, bei dem eine Kontroll- und Steuereinheit (
17 ) in der Versorgungs- und Betriebsschaltung (5 ) integriert ist, die zur Regelung der Schalteinheit (16 ) anhand des aktuellen und zukünftigen Energiebedarfs des Feldgerätes (1 ) dient und/oder ferner anhand des aktuellen und zukünftigen elektrischen Sensorsignals (Sens) oder Stellsignals (Stell) des Feldgerätes (1 ) zur Steuerung und Regelung des Stromstellers (20 ), der die Einstellung des Gleichanteils (8 ) des Mischstroms (6 ) als Informationsträger übernimmt, dient. - Feldgerät nach Anspruch 12, bei dem die Kontroll- und Steuereinheit (
17 ) den zukünftigen Energiebedarf des Feldgeräts (1 ) unter Berücksichtigung und Abschätzung der zukünftig ablaufenden Prozesse und Anwendungen ermittelt und berechnet. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem wenigstens einen chemischen und/oder physikalischen Prozessparameter (P) sensorisch erfassenden Messwandler (
18 ) vorgesehen ist, der ein elektrisches Sensorsignal (Sens) liefert. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem wenigstens einem von einem elektrischen Stellsignal (Stell) angesteuerten Signalwandler (
19 ) vorgesehen ist, der den wenigstens einen chemischen und/oder physikalischen Prozessparameter (P) aktorisch einstellt. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem als ein integraler Teil der Versorgungs- und Betriebsschaltung (
5 ) zumindest ein AC/DC-Wandler (9 ) und zumindest ein DC/DC-Wandler (10 ) vorgesehen ist. - Feldgerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die gesendeten Daten (D) mittels der Versorgungs- und Betriebsschaltung (
5 ) vom Sensorsignal (Sens) abgeleitete und mittels der Busschnittstelle (3 ) angepasste Messwerte MW sind. - Feldgerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die empfangenen Daten (D) mittels der Busschnittstelle (
3 ) anzupassende und mittels der Versorgungs- und Betriebsschaltung (5 ) in das Stellsignal (Stell) umzusetzende Stellenwerte sind. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem ein weiterer Wechselanteil (
7a ) des Mischstroms (6 ), z.B. das Hart-Signal, der unterscheidbar von dem anderen Wechselanteil (7 ), als Informationsträger auf das Signal des Mischstroms (6 ) aufmoduliert ist. - Feldgerät nach Anspruch 1, bei dem der Energiebedarf des Feldgeräts (
1 ) teilweise durch den Gleichanteil (8 ) des Mischstroms (6 ) gedeckt ist.
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| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20111029 |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |