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Die
Erfindung bezieht sich auf eine in dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebene Baugruppenträgergehäuseanordnung.
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Die
dort beschriebene Baugruppenträgergehäuseanordnung
weist jedoch den Nachteil auf, dass die darin angeordneten Baugruppen
mit zunehmender Verarbeitungsdichte und höheren Taktraten zum einen eine
erhöhte
elektromagnetische Belastung für die
Nachbarbaugruppen darstellt und zum anderen, das eine erhöhte Wärmeentwicklung
sich zwischen den Baugruppen bildet.
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In
DE 43 09 084 C2 wird
ein störstrahlsicheres
Gehäuse
mit U-förmigen Gehäuseschalen
beschrieben, wobei die Stoßfugen
ineinander greifen und miteinander verbunden sind.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Baugruppenträgereinheit
so auszubilden, dass ein ausreichender Gasaustausch zur Kühlung der Baugruppen
bereitgestellt werden kann.
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Gemäß der Erfindung
wird die gestellte Aufgabe bei der Anordnung der eingangs genannten
Art durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
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Durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen ergibt
sich der Vorteil, dass die abgeschirmte Ober- bzw. Unterseite der
Baugruppenträgereinheit
eine größere Fläche zum
Gasaustausch bietet als bei bisher integrierten frontseitigen bzw.
rückseitigen Öffnungen
bei Baugruppenträgergehäuseeinheiten.
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Die
Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass mit dieser Ausgestaltung
ein erhöhter
Durchsatz eines Wärmeaustauschmittels,
z.B. Luft, ermöglicht
wird.
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Die
Anordnung bringt den weiteren Vorteil mit sich, dass aufgrund der
Trennung und Abschirmung der Steuerungs- bzw. Überwachungseinheit von den
Wärmeaustauschaggregaten
eine EMV Störquelle
eingegrenzt wurde.
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Die
Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass die Abschirmung der
Baugruppenträgereinheit bei
möglichen
Wartungsarbeiten bzw. bei einem Austausch eines Lüftereinschubes
nicht zu unterbrochen werden braucht.
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Die
Anordnung bringt den weiteren Vorteil mit sich, dass die Lüftereinschübe eine
direkte Verbindung durch die Deckplane aufweisen, wodurch durch
eine bisher nötig
werdende Verkabelung vermieden wird.
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Die
Anordnung bringt den weiteren Vorteil mit sich, dass kostenaufwendige
und störanfällige Schirmdichtungen
vermieden werden.
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Weitere
vorteilhafte Ausbildungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Weitere
Besonderheiten der Erfindung werden aus der nachfolgenden näheren Erläuterung
eines Ausführungsbeispiels
anhand von Zeichnungen ersichtlich.
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Es
zeigen:
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1 eine
Baugruppenträgereinheit,
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2 ein
Prinzipschaltbild eines Strömungsweges
eines Wärmeaustauchmittels
durch oberhalb und unterhalb der Baugruppenträgereinheit angeordneter Gehäusemodule,
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3 einen
Ausschnitt aus einer Midplane,
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4 eine
Anordnung von gasdurchlässigen Elementen
bei der Baugruppenträgereinheit
und
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5 eine
weitere Explosionszeichnung.
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In 1 ist
schematisch eine Baugruppenträgereinheit
B wiedergegeben. Diese Baugruppenträgereinheit B bildet ein erstes
frontseitiges abgeschirmtes Volumen für frontseitig in eine Midplane 1 einzufügende frontseitig
anzuordnende Baugruppen 11F sowie rückseitig an die Midplane 1 anzuordnende
rückseitig
anzuordnende Baugruppen 11B. Die Midplane ist auch als
Schirmwand ausgebildet. Das abgeschirmte Volumen wird durch Seitenwände 7 des
Baugruppenträgereinheit
B sowie frontseitig und rückseitig
anzuordnende Blenden begrenzt. In 1 ist schematisch
die unterseitige und oberseitige Eingrenzung des zu schirmenden
Volumens durch eine wärmeaustauschmitteldurchlässige Abdeckung 2, 3 gezeigt.
Das Wärmeaustauschmittel,
z.B. Luft, gelangt durch die unterseitige Abdeckung 3 entlang
der in die Midplane 1 gesteckten frontseitigen angeordneten
Baugruppen 11F und rückseitigen
angeordneten Baugruppen 11B zum abdeckenden ebenfalls durchlässigen Element 2 der
Baugruppenträgereinheit
B. Der Luftstrom kann frontseitig durch Gehäusemodule an die Unterseite
der geschirmten Baugruppenträgereinheit
B zugeführt
und oberseitig durch ein dort angeordnetes Gehäusemodul rückseitig abgeführt werden.
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Der
bereits in 1 angesprochene Strom des Wärmeaustauschmittels,
das beispielsweise aus Luft sein kann, ist in 2 nochmals
erläuternd
dargestellt. In dieser Darstellung ist der Baugruppenträger B durch
eine erste Gehäuseeinheit
G1 auf der Unterseite sowie einer zweiten Gehäuseeinheit G2 auf der Oberseite
eingegrenzt. Ebenso ist aus 2 ersichtlich
das die Fläche
S1 der ersten Gehäuseeinheit
G1 um ein vielfaches geringer dimensioniert werden kann als die
Unterfläche
S2 der Baugruppenträger
B. Auf der Oberseite des Baugruppenträgers B ist die zweite Gehäuseeinheit
G2 angeordnet, die über die
Fläche
S3 das erwärmte
Wärmeaustauschmittel aufnimmt
und zur beispielsweise Rückseitigen Öffnung mit
der Fläche
S4 der zweiten Gehäuseeinheit G2
umlenkt.
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In
der in 3 gezeigten Ansicht ist ein Teil einer Midplane
dargestellt. Auf dieser sind Ausgleichkondensatoren AK angeordnet.
Zur EMV-sicheren Verbindung zwischen den Lüf ter- bzw. Lüftereinschüben und
der für
die Steuerung der Lüfter
notwendigen Steuerungseinheit sind auf der Midplane 1 Steckverbinderelemente
SF, SB angeordnet. Diese Steckverbinderelemente SF, SB sind schematisch
gezeigt und mit frontseitigen Steckverbinderelement SF und dem rückseitig
angeordneten Steckverbinderelement SB angedeutet.
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In 4 ist
eine detaillierte Explosionszeichnung der Baugruppenträgereinheit
B sowie der ersten Gehäuseeinheit
G1 und der zweiten Gehäuseeinheit
G2 wiedergegeben. In der ersten Gehäuseeinheit G1 sind schematisch
die Anordnungen der Lüfter LF
für die
frontseitig angeordneten Baugruppen sowie mit dem Lüfter LB
für die
rückseitig
angeordneten Baugruppen angedeutet. 4 zeigt
zudem wie ein Stromversorgungsmodule 12 sowie die Überwachungseinheit
bzw. Einheiten für
die Lüfter
LF, LB innerhalb eines abgeschirmten Volumens unterhalb der rückseitig
in die Baugruppenträgereinheit
B angeordneten Baugruppen 11B angeordnet sind. Das zusätzlich beispielsweise
rückseitig
angeordnete Schirmvolumen wird durch ein die Midplane verlängerndes
für ein
Wärmeaustauschmittel
durchlässiges Element 10,
durch die Abdeckung 3B sowie den Wandungen 7 der
Baugruppenträgeranordnung
BA begrenzt. Das Schirmvolumen wird durch die jeweiligen Fronteinheiten
der in diesem Bereich anzuordnenden elektrischen Einheiten abgeschlossen.
Die eigentliche Baugruppenträgereinheit
B wird durch oberseitig und unterseitig angeordnete Lochbleche 2a, 2b, 3a, 3b den
Wandungen 7 sowie der Frontseite der frontseitig anzuordnenden
Baugruppen 11F sowie der rückseitigen Midplane 1 begrenzt.
Das rückseitig
an der Midplane 1 angeordnete Schirmvolumen wird durch
die oberseitig und unterseitig angeordnete Lochblende 2b, 3b,
sowie der Frontseite der rückseitig
angeordneten Baugruppen 11B und der Midplane 1 begrenzt.
Die erste Gehäuseeinheit
wird durch den Lüftereinschub
LE mit den in diesen darin angeordneten Belüftungseinheiten LF, LB sowie
den rückseitig
geschirmten Bereich, indem die Steuerung für die Lüfter 11 und beispielsweise
eine Stromversorgungseinheit 12 angeordnet sein kann, begrenzt.
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In 5 ist
die in 4 beschriebene Baugruppenträgeranordnung und ihren explosionsartig angeordneten
einzelnen Elementen Midplane 1, Lochblende 2a, 2b, 3a, 3b,
Seitenwände 7 frontseitig angeordnete
Baugruppe 11F, rückseitig
angeordnete Baugruppe 11B steckbare Steuereinheit für die Lüfter 11 sowie
einen Teil der Rückwand 9 sowie
der Bodenplatte 12 dargestellt.
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Die
Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass der Luftwiderstand beim
Ein- und Austritt an der Baugruppenträgereinheit B sich wesentlich
verringert, da das schirmende Lochblech sich über den Flächenbereich der Baugruppenträgereinheit
B erstreckt und absolut betrachtet eine größere Öffnung aufweist als die für die Luftzufuhr
vorgesehenen frontseitige Öffnung
der ersten Gehäuseeinheit
G1. Dieser Flächenbereich
S2, S3 ist größer als
der Öffnungsquerschnitt
S1, S4 für
den Ein- bzw. Austritt. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass ein
erhöhter Luftdurchsatz
und damit eine bessere Kühlung
für die der
Baugruppenträgereinheit
B angeordneten Baugruppen 11F, 11B möglich wird.
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Die
Anordnung bringt den Vorteil mit sich das die Lüftereinschübe ohne Lüftersteuerung keine EMV- erzeugen,
da die dazugehörigen
Lüftersteuerungen
in einem separat geschirmten Bereich der Baugruppenträgeranordnung
BA angeordnet ist.
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Die
Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass die Schirmelemente der
jeweiligen Frontseite 4, 5 der Baugruppen 11F, 11B,
der Baugruppenträgereinheit
B bei Wartungsarbeiten wie beispielsweise dem Austausch eines Lüftereinschubes
nicht geöffnet
zu werden brauchen. Die Erfindung bringt den weiteren Vorteil mit
sich, dass wegen des festen Verbindens der oberseitigen und unterseitig
angeordneten Lochbleche auf eine störanfällige Schirmdichtung verzichtet
werden kann.
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Die
in 4 und 5 gezeigte Baugruppenträgereinheit
hat beispielsweise die in der Advanced Telecommunication Computing
Architecture TCA definierten Abmaße.
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- 1
- Midplane
- 2
- Lochblech
für Oberseite
- 2a
- Lochblech
für frontseitige
Oberseite
- 2b
- Lochblech
für rückseitige
Oberseite
- 2c
- Oberseite
der Baugruppenträgeranordnung
- 3
- Lochblech
für Unterseite
- 3a
- Lochblech
für frontseitige
Unterseite
- 3b
- Lochblech
für rückseitige
Unterseite
- 4
- Frontseite
- 5
- Rückseite
- 7
- Seitenteil
des Baugruppenträgers,
Baugruppenträ
-
- geranordnung
- 8
- Rückwand
- 9
- Teilrückwand
- 10
- Verlängerungselement
- 11F
- frontseitig
angeordnete Baugruppe
- 11FB
- Blende
an frontseitig angeordneter Baugruppe
- 11B
- rückseitig
angeordnete Baugruppe
- 11BB
- Blende
an rückseitig
angeordneter Baugruppe
- 12
- Bodenplatte
LE Lüftereinschub
- 11
- Steuerung
für Lüfter
- 12
- Stromversorgungseinheit
- LF
- Lüfter für frontseitig
angeordnete Baugruppen
- LB
- Lüfter für rückwärtig angeordnete
Baugruppen
- B
- Baugruppenträgereinheit
- G1
- erste
Gehäuseeinheit
- G2
- zweite
Gehäuseeinheit
- BA
- Baugruppenträgeranordnung
- L
- Wärmeaustauschmittel,
z.B. Luft
- RT
- Raum
im rückwärtigen Teil
der ersten Gehäuseeinheit