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Die
Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung
und ein Ventil mit einer Aktorvorrichtung.
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In
der
DE 198 18 068
A1 ist ein piezoelektronischer Aktor für einen Stellantrieb offenbart.
Ein solcher piezoelektrischer Aktor weist einen Aktorstapel auf,
der von einem hohlzylindrischen Federelement umfasst ist, das zusammen
mit dem Aktorstapel zwischen einem Aktordeckel und einem Aktorboden
eingespannt ist. Zwischen dem hohlzylindrischen Federelement und
dem Aktorstapel ist ein Aktormantel angeordnet, in dem der Aktorstapel
und elektrische Anschlüsse
eingebracht sind.
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Die
elektrischen Anschlüsse,
die auch als Aktorzuleitungen bezeichnet werden können, sind aufgrund
ihres geringen Durchmessers von beispielsweise etwa 0,6 Millimetern
sehr empfindlich und können
so leicht bei einer Montage einer solchen Aktorvorrichtung in einem
Aktorgehäuse
beschädigt werden
oder Kurzschlüsse
verursachen.
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Die
Aufgabe der Erfindung ist, eine Führungsvorrichtung zu schaffen,
die einfach ist. Ferner ist die Aufgabe der Erfindung, ein Ventil
zu schaffen, das einfach und zuverlässig ist.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Gemäß eines
ersten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Führungsvorrichtung zum
Führen
mindestens einer Aktorzuleitung einer Aktorvorrichtung in einer
Ausnehmung eines Aktorgehäuses.
Die Führungsvorrichtung
umfasst einen Führungskörper, der
mindestens einen Führungskanal
aufweist, in dem die mindestens eine Aktorzuleitung führbar ist.
Ferner umfasst die Führungsvorrichtung
mindestens ein Positionierelement zum Positionieren der Führungsvorrichtung
an der Aktorvorrichtung, das an einem axialen Ende des Führungskörpers angeordnet
ist und das in eine entsprechende Positionierbuchse der Aktorvorrichtung
einbringbar ist. Der Führungskörper und
das mindestens eine Positionierelement sind einstückig ausgebildet
und die Führungsvorrichtung
ist in die Ausnehmung des Aktorgehäuses einführbar.
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Eine
solche Führungsvorrichtung
ist einfach und preisgünstig
in großen
Stückzahlen
herstellbar. Ferner ist eine solche Führungsvorrichtung sehr einfach
an der Aktorvorrichtung positionierbar und montierbar. Die Führungsvorrichtung
hat den Vorteil, dass Kurzschlüsse
zwischen Aktorzuleitungen oder zwischen einer Aktorzuleitung und
dem Aktorgehäuse verhindert
werden können
durch jeweils voneinander isoliertes Führen der mindestens einen Aktorzuleitung
in einem separaten Führungskanal
der Führungsvorrichtung.
Ferner kann ein Umknicken oder ein Beschädigen der mindestens einen
Aktorzuleitung verhindert werden, während die Führungsvorrichtung und die Aktorvorrichtung
in das Aktorgehäuse
eingebracht werden.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung ist das mindestens
eine Positionierelement ausgebildet oder angeordnet zum Fixieren einer
rotatorischen und/oder radialen Position der Führungsvorrichtung gegenüber der
Aktorvorrichtung, wenn das mindestens eine Positionierelement in
die ent sprechende Positionierbuchse der Aktorvorrichtung eingebracht
ist. Dies hat den Vorteil, dass die mindestens eine Aktorzuleitung
vor Beschädigung
geschützt
ist und dass Kurzschlüsse
durch ein Verdrehen der Führungsvorrichtung
gegenüber
der Aktorvorrichtung verhindert werden können. Ferner kann die Führungsvorrichtung
so gegenüber
der Aktorvorrichtung zentriert und fixiert werden, dass die mindestens
eine Aktorzuleitung an dem der Aktorvorrichtung abgewandten axialen
Ende der Führungsvorrichtung
einfach und zuverlässig
kontaktierbar ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung ist das mindestens
eine Positionierelement elastisch ausgebildet oder elastisch an
dem Führungskörper angeordnet.
Der Vorteil ist, dass so ein einfacher Toleranzausgleich möglich ist. Dadurch
sind die Anforderungen an die Fertigungspräzision reduziert und die Führungsvorrichtung und/oder
die Aktorvorrichtung sind so preisgünstig herstellbar.
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In
diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das mindestens eine
Positionierelement mindestens eine Einkerbung aufweist. Dies hat
den Vorteil, dass eine geeignete Elastizität des Positionierelements besonders
einfach ausgebildet werden kann.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung weist der
Führungskörper mindestens
ein Federelement auf zum Abstützen
des Führungskörpers in
radialer Richtung an einer Wandung der Ausnehmung des Aktorgehäuses. Dies
hat den Vorteil, dass Toleranzen, beispielsweise des Durchmessers
des Aktorgehäuses
oder des Durchmessers der Führungsvorrichtung,
sehr einfach ausgeglichen werden können und die Führungsvorrichtung
in der Ausnehmung zuverlässig
führbar ist.
Ferner kann die Führungsvorrichtung
in der Ausnehmung des Aktorgehäuses
einfach zentriert werden und ein Verkippen der Führungsvorrichtung in der Ausnehmung
des Aktorgehäuses
verhindert werden. Dadurch können
Kurzschlüsse
zwischen der mindestens einen Aktorzuleitung und dem Aktorgehäuse verhindert
werden. Ferner ist die mindestens eine Aktorzuleitung an dem der
Aktorvorrichtung abgewandten axialen Ende der Führungsvorrichtung einfach und
zuverlässig
kontaktierbar. Dieser Toleranzausgleich verringert die Anforderungen
an die Fertigungspräzision
und ermöglicht
ein besonders preisgünstiges
Herstellen der Führungsvorrichtung und/oder
des Aktorgehäuses.
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In
diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn der Führungskörper mindestens
drei Federelemente aufweist. Dadurch ist es besonders einfach, die
Führungsvorrichtung
in der Ausnehmung des Aktorgehäuses
präzise
und zuverlässig
zu positionieren oder zu zentrieren. Ferner ist die Führungsvorrichtung
so besonders zuverlässig
in der Ausnehmung des Aktorgehäuses
führbar.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung ist das Federelement
bogenförmig
oder zungenförmig
ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass die Führungsvorrichtung so besonders
einfach in die Ausnehmung des Aktorgehäuses einführbar ist und sich zuverlässig an
der Wandung der Ausnehmung des Aktorgehäuses abstützt.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung weitet sich
der mindestens eine Führungskanal
in einem Bereich des axialen Endes des Führungskörpers kegelförmig. Der
Vorteil ist, dass die mindestens eine Aktorzuleitung besonders einfach
in den mindestens einen Führungskanal
ein führbar
ist. Dadurch ist die Montage einfach. Ferner kann verhindert werden,
dass die mindestens eine Aktorzuleitung während der Montage umknickt
und beschädigt
wird.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Führungsvorrichtung ist die Führungsvorrichtung als
ein Kunststoffspritzgussteil ausgebildet. Dies hat den Vorteil,
dass Kunststoffspritzgussteile besonders einfach und preisgünstig in
großen
Stückzahlen
herstellbar sind. Ferner kann durch entsprechende Formgebung der
Führungsvorrichtung
sichergestellt werden, dass keine mechanischen Spannungen in der
Führungsvorrichtung
entstehen, die gegebenenfalls zu einem Verziehen der Führungsvorrichtung führen können. Das
Verziehen der Führungsvorrichtung
kann die Passgenauigkeit der Führungsvorrichtung
beeinträchtigen
und die Montage erschweren. Ferner kann das Verziehen der Führungsvorrichtung zu
Kurzschlüssen
beispielsweise zwischen der mindestens einen Aktorzuleitung und
dem Aktorgehäuse führen oder
das Kontaktieren der mindestens einen Aktorzuleitung an dem der
Aktorvorrichtung abgewandten axialen Ende erschweren. Ferner sind
nur geringe Mengen von Kunststoff für die Herstellung der Führungsvorrichtung
erforderlich.
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Gemäß eines
zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Ventil,
das die Führungsvorrichtung
und eine Aktorvorrichtung umfasst. Die Aktorvorrichtung weist mindestens
eine Aktorzuleitung auf. Die Führungsvorrichtung
ist so an der Aktorvorrichtung angeordnet, dass das mindestens eine Positionierelement
in jeweils eine entsprechende Positionierbuchse der Aktorvorrichtung
eingebracht ist. Ferner ist die mindestens eine Aktorzuleitung in
jeweils einem Führungskanal
der Führungsvorrichtung geführt. Das
Ventil umfasst ferner ein Aktorgehäuse mit einer Ausnehmung, in
die die Aktorvor richtung mit der Führungsvorrichtung eingebracht
ist. Die Vorteile eines solchen Ventils ergeben sich entsprechend
aus den Vorteilen der Führungsvorrichtung.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
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1 ein
Ventil,
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2a,
b, c eine Führungsvorrichtung,
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3, 4, 5 eine
Montage der Führungsvorrichtung,
einer Aktorvorrichtung und eines Aktorgehäuses.
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Elemente
gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
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Ein
Ventil, beispielsweise ein Einspritzventil einer Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs zum Einspritzen von Kraftstoff (1),
umfasst ein Aktorgehäuse 1,
einen Steuerventilkörper 2,
einen Injektorkörper 3,
eine Anschlagscheibe 4 und einen Düsenkörper 5. Ferner ist
eine Düsenspannmutter 6 vorgesehen,
die das Aktorgehäuse 1,
den Steuerventilkörper 2,
den Injektorkörper 3,
die Anschlagscheibe 4 und den Düsenkörper 5 umschließt und fixiert.
Das Ventil umfasst ferner einen Kraftstoffzuführanschluss 7, über den
dem Ventil Kraftstoff mit einem hohen Druck zugeführt werden
kann. Das Aktorgehäuse 1,
der Steuerventilkörper 2,
der Injektorkörper 3,
die Anschlagscheibe 4 und der Düsenkörper 5 weisen eine
Zulaufbohrung 8 auf, durch die der Kraftstoff geleitet
werden kann.
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In
dem Aktorgehäuse 1 ist
eine Ausnehmung 9 ausgebildet, in der eine Aktorvorrichtung 10,
eine Führungsvorrichtung 11 und
ein Dichtelement 12 angeordnet sind. Die Aktorvorrichtung
umfasst beispielsweise einen Piezoaktor, kann jedoch auch einen
beliebigen anderen Aktor umfassen, z.B. einen Magnetaktor.
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Die
Aktorvorrichtung weist zwei Aktorzuleitungen 13 auf, die
durch die Führungsvorrichtung 11 und
das Dichtelement 12 geführt
sind und über
die die Aktorvorrichtung mit elektrischer Energie versorgbar ist.
Die Aktorzuleitungen 13 haben beispielsweise einen Durchmesser
von etwa 0,6 Millimetern, können
jedoch auch einen größeren oder
einen kleineren Durchmesser aufweisen. Die Aktorzuleitungen 13 sind
elektrisch mit einem elektrischen Anschluss 14 des Ventils
gekoppelt. Das Dichtelement 12 ist so ausgebildet und angeordnet,
dass das Dichtelement 12 ein Eindringen von Schmutz oder
Flüssigkeiten verhindert
und die Aktorvorrichtung 10 so vor diesen schützt.
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In
dem Steuerventilkörper 2 sind
in einer entsprechenden Ausnehmung ein Ventilkolben 15,
ein Ventilpilz 16 und eine Ventilfeder 17 angeordnet.
Diese bilden ein Steuerventil, das abhängig von einer Ansteuerung
der Aktorvorrichtung 10 öffnet oder schließt. Die
Aktorvorrichtung 10 wirkt auf den Ventilkolben 15 ein,
der mit dem Ventilpilz 16 gekoppelt ist. Das Steuerventil
ist geschlossen, wenn der Ventilpilz 16 auf einem Ventilsitz
aufsitzt, der in dem Steuerventilkörper 2 ausgebildet
ist. Bei einem entsprechenden Ansteuern der Aktorvorrichtung 10 wird dazu
der Ventilpilz 16 von der Ventilfeder 17 auf den Ventilsitz
gepresst. Zum Öffnen
des Steuerventils wird durch entsprechendes Ansteuern der Aktorvorrichtung 10 der
Ventilkolben 15 und der Ventilpilz 16 entgegen
der Federkraft der Ventilfeder 17 bewegt, sodass der Ventilpilz 16 von
dem Ventilsitz abhebt.
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In
dem Injektorkörper 3 sind
eine Drossel 18, ein Steuerraum 19 und eine Ablaufbohrung 20 ausgebildet
und ein Steuerkolben 21 und eine Düsenfeder 22 angeordnet,
wobei mindestens eine Endfläche des
Steuerkolbens 21 einen Teil der Wandung des Steuerraums
bildet. Die Ablaufbohrung 20 ist hydraulisch mit einem
nicht dargestellten Niederdruckkreis gekoppelt.
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Die
Drossel 18 ist so angeordnet, dass die Zulaufbohrung 8 über diese
mit dem Steuerraum 19 kommunizieren und der unter hohem
Druck stehende Kraftstoff durch die Drossel 18 in den Steuerraum 19 gelangen
kann. Der Steuerkolben 21 ist axial beweglich in dem Injektorkörper 3 angeordnet.
Das Steuerventil und der Steuerraum 19 sind hydraulisch
so miteinander gekoppelt, dass Kraftstoff aus dem Steuerraum 19 in
den Niederdruckkreis abgelassen werden kann, wenn das Steuerventil
in einem geöffneten
Zustand ist. Der Druck in dem Steuerraum 19 kann durch
das Ablassen des Kraftstoffs verringert werden. Ist das Steuerventil
jedoch in seinem geschlossenen Zustand, kann der Kraftstoff nicht
in den Niederdruckkreis abfließen
und in dem Steuerraum 19 kann über die Drossel 18 ein
hoher Druck aufgebaut werden.
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In
dem Düsenkörper 5 ist
eine Hochdruckkammer 23, eine axiale Ausnehmung und eine
Einspritzdüse 24 ausgebildet.
Die Hochdruckkammer 23 und die Einspritzdüse 24 kommunizieren
durch die axiale Ausnehmung des Düsenkörpers 5. In der axialen
Ausnehmung des Düsenkörpers 5 ist
ferner axial bewegbar eine Düsennadel 25 angeordnet.
Die Zulaufbohrung 8 mündet
in die Hochdruckkammer 23, so dass der unter hohem Druck
stehende Kraftstoff durch die Zulaufbohrung 8 in die Hochdruckkammer 23 fließen kann.
Die Düsennadel 25 ist
mit dem Steuerkolben 21 gekoppelt. Abhängig von einer axialen Position
des Steuerkolbens 21 verschließt die Düsennadel 25 in einer
Schließposition
der Düsennadel 25 die
Einspritzdüse 24 oder
gibt diese ansonsten frei. In der Schließposition der Düsennadel 25 sitzt
die Düsennadel 25 auf
einem Ventilsitz auf, der in einem Bereich der Einspritzdüse 24 in
dem Düsenkörper 5 ausge bildet
ist. Ist die Einspritzdüse 24 freigegeben,
dann kann Kraftstoff aus der Hochdruckkammer 23 durch die
Einspritzdüse 24 beispielsweise
in einen Verbrennungsraum einer Brennkraftmaschine eingespritzt
werden.
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Die
Düsennadel 25 nimmt
ihre Schließposition
ein, wenn eine Summe aus einer durch die Düsenfeder 22 auf die
Düsennadel 25 ausgeübten Kraft
und einer durch den Druck in dem Steuerraum 19 axial in Richtung
der Düsennadel 25 auf
den Steuerkolben 21 wirkenden Kraft größer ist als eine Kraft, die
in entgegengesetzter Richtung auf die Düsennadel 25 einwirkt.
Die in entgegengesetzter Richtung auf die Düsennadel 25 einwirkende
Kraft ist abhängig
von dem Druck in der Hochdruckkammer 23 und in der axialen Ausnehmung
des Düsenkörpers 5 und
von einer Ausgestaltung der Düsennadel 25.
Die Düsennadel 25 nimmt
ihre Schließposition
ein, wenn das Steuerventil in seinem geschlossenen Zustand ist und
in dem Steuerraum 19 der hohe Druck herrscht.
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Wird
das Steuerventil jedoch geöffnet,
verringert sich der Druck in dem Steuerraum 19 und die Düsennadel 25 wird
durch den Druck, der in der Hochdruckkammer 23 und der
axialen Ausnehmung des Düsenkörpers 5 weiter
auf die Düsennadel 25 einwirkt,
von ihrem Ventilsitz in den Düsenkörper 5 abgehoben.
Durch das Schließen
des Steuerventils kann der Druck in dem Steuerraum 19 wieder
aufgebaut werden, sodass der Steuerkolben 21 die Düsennadel 25 wieder
in ihre Schließposition
drückt.
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Die
Führungsvorrichtung 11 ist
in einer Seitenansicht (2a), in
einer Draufsicht auf ein der Aktorvorrichtung 10 abgewandtes
axiales Ende der Führungsvorrichtung 11 (2b)
und in einer Draufsicht auf ein der Aktorvorrichtung 10 zuge wandtes axiales
Ende der Führungsvorrichtung 11 (2c) dargestellt.
Die Führungsvorrichtung 11 umfasst
einen Führungskörper 26,
in dem zwei Führungskanäle 27 ausgebildet
sind. Der Führungskörper 26 hat beispielsweise
eine axiale Ausdehnung von etwa 70 Millimetern, kann jedoch auch
kürzer
oder länger sein.
An dem der Aktorvorrichtung 10 zugewandten axialen Ende
der Führungsvorrichtung 11 weiten
sich die Führungskanäle 27 kegelförmig zu
jeweils einem Einführkegel 28 (2c).
An diesem axialen Ende der Führungsvorrichtung 11 sind
zwei Positionierelemente 29 vorgesehen, die beispielsweise
stiftförmig in
axialer Richtung aus dem Führungskörper 26 hervorstehen.
Vorzugsweise weisen die Positionierelemente 29 jeweils
eine axiale Einkerbung 30 auf. Ferner umfasst die Führungsvorrichtung 11 vier
gleichmäßig um den
Umfang des Führungskörpers 26 verteilte
Federelemente 31. Die Federelemente 31 sind bogenförmig in
axialer Richtung ausgebildet und sind geeignet zum Abstützen des
Führungskörpers 26 in radialer
Richtung an einer Wandung der Ausdehmung 9 des Aktorgehäuses 1.
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Die 3, 4 und 5 zeigen
verschiedene Montageschritte einer Montage der Führungsvorrichtung 11,
der Aktorvorrichtung 10 und des Aktorgehäuses 1.
Das Dichtelement 12 ist an dem der Aktorvorrichtung 10 abgewandten
axialen Ende der Führungsvorrichtung 11 angeordnet.
Die Aktorvorrichtung 10 umfasst an ihrem der Führungsvorrichtung 11 zugewandten
axialen Ende eine Kopfplatte 32 und an ihrem der Führungsvorrichtung 11 abgewandten
axialen Ende einen Aktorabtrieb 33. In der Kopfplatte 32 sind
zwei Positionierbuchsen 34 ausgebildet. Die Positionierbuchsen 34 sind
so angeordnet und ausgebildet, dass die Positionierelemente 29 der
Führungsvorrichtung 11 jeweils
in die zugehörige Positionierbuchse 34 einführbar sind.
Die Aktorzuleitungen 13 werden jeweils über einen Ein führkegel 28 in
einen Führungskanal 27 eingeführt. Die
Führungsvorrichtung 11 wird
dann so an der Aktorvorrichtung 10 positioniert, dass die
Positionierelemente 29 in jeweils eine Positionierbuchse 34 der
Kopfplatte 32 der Aktorvorrichtung 10 eingebracht
sind.
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Vorzugsweise
sind die Positionierelemente 29 elastisch ausgebildet,
so dass Fertigungstoleranzen der Positionierelemente 29 oder
der Positionierbuchsen 34, beispielsweise bezüglich ihrer
Position, ihres Durchmessers oder ihres Winkels, ausgeglichen werden
können.
Dadurch sind die Anforderungen an die Fertigungspräzision geringer,
so dass eine preisgünstige
Herstellung in großen
Stückzahlen möglich ist.
Die Einkerbung 30 ermöglicht
auf einfache Weise, den Positionierelementen 29 jeweils
die gewünschte
Elastizität
zu geben. Der Toleranzausgleich erfolgt durch ein mehr oder weniger
starkes Zusammenpressen der Einkerbung 30.
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Die
Elastizität
der Positionierelemente 29 kann jedoch auch anders erreicht
werden. Beispielsweise kann die Einkerbung 30 alternativ
oder zusätzlich
quer zur axialen Ausdehnung des jeweiligen Positionierelements 29 oder
als eine Nut entlang des Umfangs des jeweiligen Positionierelements 29 ausgebildet
sein, vorzugsweise möglichst
nahe dem Führungskörper 26.
Dadurch ist das jeweilige Positionierelement 29 schwenkbar.
Ferner kann durch Nutzen eines geeigneten Materials für die Positionierelemente 29 die
gewünschte
Elastizität
ausgebildet sein. Die Elastizität
soll geeignet sein, einen Ausgleich der Fertigungstoleranzen zu
ermöglichen
und ein Verdrehen der Führungsvorrichtung 11 gegenüber der
Aktorvorrichtung 10 zu hemmen, damit die Aktorzuleitungen 13 vor
Beschädigungen
und Kurzschlüssen
geschützt
sind. Die erforderliche Elastizität der Positionierelemente 29 ist
somit abhängig
von einer Größe der Fertigungstoleranzen,
die ausgeglichen werden sollen, und von einer Größe von Drehmomenten, die aufgenommen
werden müssen,
um das Verdrehen der Führungsvorrichtung 11 gegenüber der
Aktorvorrichtung 10 verhindern zu können.
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Vorzugsweise
sind mindestens zwei Positionierelemente 29 vorgesehen
zum Fixieren einer rotatorischen und/oder radialen Position der
Führungsvorrichtung 11 gegenüber der
Aktorvorrichtung 10. Es kann jedoch auch nur ein Positionierelement 29 vorgesehen
sein, das vorzugsweise so ausgebildet ist, dass die Führungsvorrichtung 11 zuverlässig an der
Aktorvorrichtung 10 positionierbar und fixierbar ist und
das Verdrehen der Führungsvorrichtung 11 gegenüber der
Aktorvorrichtung 10 gehemmt ist, z.B. durch ein nicht kreisrundes
Ausbilden des Positionierelements 29.
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Nach
der Montage der Führungsvorrichtung 11 an
der Aktorvorrichtung 10 können die Führungsvorrichtung 11 und
die Aktorvorrichtung 10 in die Ausnehmung 9 des
Aktorgehäuses 1 eingeführt werden. Durch
die Führungsvorrichtung 11 ist
sichergestellt, dass während
der Montage die Aktorzuleitungen 13 der Aktorvorrichtung 10 nicht
beschädigt
werden können.
Die Federelemente 31 der Führungsvorrichtung 11 sind
vorzugsweise so angeordnet und ausgebildet, dass die Führungsvorrichtung 11 in
der Ausnehmung 9 des Aktorgehäuses 1 nach der Montage zentriert
angeordnet ist. Die Federelemente 31 ermöglichen
den Ausgleich von Fertigungstoleranzen, beispielsweise des Durchmessers
der Ausnehmung 9, so dass die Führungsvorrichtung 11 zuverlässig in der
Ausnehmung 9 führbar
und zentrierbar ist. Dadurch ist sichergestellt, dass die Aktorzuleitungen 13 an
einem der Aktorvorrichtung 10 abgewandten Ende des Dichtelements 12 einen
genügend
großen Abstand
von dem Aktorgehäuse 1 haben
und so Kurzschlüsse
verhindert werden können.
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Ferner
ist die Position der Aktorzuleitungen 13 zuverlässig vorgebbar,
sodass die Aktorzuleitungen 13 einfach und zuverlässig kontaktierbar
sind, beispielsweise um diese mit dem elektrischen Anschluss 14 zu
koppeln. Die Federelemente 31 verhindern ferner ein Verkippen
der Führungsvorrichtung 11 in
der Ausnehmung 9. Das Verkippen der Führungsvorrichtung 11 in
der Ausnehmung 9 kann zu einem Kurzschluss zwischen einer
Aktorzuleitung 13 und dem Aktorgehäuse 1 führen.
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Vorzugsweise
sind mindestens drei Federelemente 31 an dem Führungskörper 26 angeordnet oder
ausgebildet. Vorzugsweise sind die mindestens drei Federelemente 31 gleichmäßig entlang
des Umfangs des Führungskörpers 26 verteilt
angeordnet oder ausgebildet. So kann die Führungsvorrichtung 11 besonders
zuverlässig
in der Ausnehmung 9 des Aktorgehäuses 1 positioniert
oder zentriert werden. Bei einer geeigneten Ausgestaltung der Federelemente 31 kann
jedoch gegebenenfalls auch mit nur ein oder zwei Federelementen 31 eine
geeignete Führung
und Positionierung der Führungsvorrichtung 11 in
der Ausnehmung 9 des Aktorgehäuses 1 sichergestellt
werden. Ferner können
die Federelemente 31 auch anders als bogenförmig ausgebildet
sein, z.B. zungenförmig.
Vorzugsweise sind die Federelemente 31 so angeordnet und
ausgebildet, dass die Führungsvorrichtung 11 einfach
und zuverlässig
in die Ausnehmung 9 des Aktorgehäuses 1 eingebracht werden
kann.
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Die
Führungsvorrichtung 11 ist
vorzugsweise einstückig
als ein Kunststoffspritzgussteil hergestellt. Wird die Führungsvorrichtung 11 in
einem Einspritzventil in einer Brennkraftmaschine genutzt, dann
ist die Führungsvorrichtung 11 vorzugsweise
aus einem Kunststoff hergestellt, der für einen Temperaturbereich von
z.B. -40°C
bis +150°C
nutzbar ist. Der Kunststoff ist beispielsweise ein Polyamid, kann
jedoch auch ein anderer Kunststoff sein.
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Vorzugsweise
ist die Führungsvorrichtung 11 so
ausgebildet, dass sie einfach und zuverlässig durch ein Kunststoffspritzgussverfahren
herstellbar ist. Vorzugsweise ist die Führungsvorrichtung 11 mit etwa
gleichen Wandstärken
des Kunststoffs ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass während der
Herstellung keine Materialanhäufungen
des Kunststoffs entstehen, die gegebenenfalls zu einem Verziehen der
Führungsvorrichtung 11 führen können. Dadurch ist
sichergestellt, dass die Führungsvorrichtung 11 zuverlässig in
der Ausnehmung 9 des Aktorgehäuses 1 geführt und
präzise
positioniert, z.B. zentriert, werden kann. Ferner ist so nur eine
geringe Menge Kunststoff für
die Herstellung der Führungsvorrichtung 11 erforderlich.
Dadurch ist eine sehr preisgünstige
Herstellung der Führungsvorrichtung 11 möglich.