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DE102005006100A1 - Sicherheitsschaltung und Verfahren zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit - Google Patents

Sicherheitsschaltung und Verfahren zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit Download PDF

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DE102005006100A1
DE102005006100A1 DE200510006100 DE102005006100A DE102005006100A1 DE 102005006100 A1 DE102005006100 A1 DE 102005006100A1 DE 200510006100 DE200510006100 DE 200510006100 DE 102005006100 A DE102005006100 A DE 102005006100A DE 102005006100 A1 DE102005006100 A1 DE 102005006100A1
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Abstract

Eine Sicherungsschaltung (SSC) ist zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung (ES) vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit (EQ) und/oder bei Überspannung ausgebildet. Die Sicherungsschaltung (SSC) umfasst Mittel (TS, WS), welche derart ausgebildet sind, dass im Verpol- und/oder Überspannungsfall abhängig von einer an einem ersten Anschluss (M) der Sicherungsschaltung (SSC) auftretenden zeitlichen Stromänderung und einem Übersetzungsverhältnis eines Transformators (PW, SW, RK, WW) ein Spannungsimpuls in der Sicherungsschaltung (SSC) erzeugt wird. Die Mittel (TS, WS) sind des Weiteren derart ausgebildet, dass abhängig von dem Spannungsimpuls ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung (ES) von der Energieversorgungseinheit (EQ) durchgeführt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Sicherungsschaltung sowie ein Verfahren zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit oder im Falle einer Überspannung.
  • Es ist bekannt, dass alle in einem Kraftfahrzeug angeordneten elektrischen Schaltungsanordnungen, wie elektrische Steuergeräte und sonstige elektrische Komponenten, mit einem Verpolschutz ausgerüstet werden müssen. Ein derartiger Verpolschutz ist erforderlich, damit im Falle eines verpolten Fremdstarts oder verpolten Nachladens der Kraftfahrzeugbatterie die Steuergeräte und Komponenten keinen Schaden erleiden. Ohne derartige Verpolschutzmaßnahmen würde eine Verpolung dazu führen, dass die Bauelemente, insbesondere die Halbleiterbauelemente in den elektrischen Schaltungsanordnungen beschädigt oder zerstört werden würden. Um eine derartige Zerstörung der Bauelemente bzw. der elektrischen Schaltungsanordnungen verhindern zu können, sind verschiedene Verpolschutzmaßnahmen bekannt. Diesbezüglich ist bekannt, dass als Verpolschutz meist eine Diode oder ein zusätzlicher Transistor verwendet werden. Eine Verpolschutzschaltung ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 100 59 800 A1 bekannt. Diese Verpolschutzschaltung weist eine Diode auf, die derart zwischen Anschlüsse einer Batterie geschaltet wird, dass sie bei einer Falschpolung die Anschlüsse kurzschließt. Tritt eine Falschpolung auf, werden die Anschlüsse der Batterie kurzgeschlossen und es fließt ein großer Strom durch die Diode, wodurch sich diese aufgrund ihres elektrischen Widerstandes erwärmt. Ein Teil dieser Wärme wird über die thermische Kopplung zu einer Schmelzsicherung übertragen und abhängig von der entsprechenden Wärmemenge und/oder der resultierenden Temperatur der Schmelzsicherung unterbricht diese die elektrische Verbindung zwischen der Batterie und der angeschlossenen elektronischen Schaltungsanordnung. Ein wesentlicher Nachteil dieser Verpolschutzschaltung besteht darin, dass die Diode thermisch stabiler als die Schmelzsicherung ausgebildet werden muss. Dies ist nicht zuverlässig darstellbar, da Halbleiter bei Temperaturen von ca. 200 Grad Celsius zerstört werden und Schmelzsicherungen erst deutlich über einer Temperatur von 200 Grad Celsius schmelzen.
  • Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Sicherungsschaltung und ein Verfahren zu schaffen, bei welcher bzw. bei welchem nicht nur im Falle einer Verpolung sondern auch im Falle einer Überspannung keine unzulässige Spannung an die elektronischen Schaltungsanordnungen geführt wird. Des Weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, eine Sicherungsschaltung und ein Verfahren zu schaffen, bei dem keine Verlustleistung durch eine Verpolschutzmaßnahme entsteht und welche bzw. welches kostengünstig realisiert werden kann. Ziel ist es somit einen verbesserten Schutz von elektronischen Schaltungsanordnungen sowohl bei einer Verpolung als auch bei einer Überspannung erreichen zu können.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Sicherungsschaltung, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, und ein Verfahren welches die Merkmale nach Patentanspruch 11 aufweist, gelöst.
  • Eine erfindungsgemäße Sicherungsschaltung ist zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit ausgebildet. Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung derart ausgebildet, dass sie auch eine Absicherung der elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Überspannung gewährleistet. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist, dass die Sicherungsschaltung Mittel aufweist, welche derart ausgebildet sind, dass im Verpol- und/oder Überspannungsfall zumindest abhängig von einer an einem ersten Anschluss der Sicherungsschaltung auftretenden zeitlichen Stromänderung ein Spannungsimpuls in der Sicherungsschaltung erzeugt wird. Die Sicherungsschaltung und die entsprechenden Mittel sind des Weiteren derart ausgebildet, dass abhängig von dem erzeugten Spannungsimpuls ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit durchgeführt wird. Mit der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung kann erreicht werden, dass sowohl im Falle einer Verpolung als auch im Falle einer Überspannung eine wesentlich verbesserte Absicherung der elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung oder Zerstörung erreicht werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung kann gewährleistet werden, dass im Fall einer Verpolung und/oder im Falle einer Überspannung keine unzulässige Spannung zur e lektronischen Schaltungsanordnung geleitet wird, welcher keine Beschädigung oder Zerstörung an der elektronischen Schaltungsanordnung verursacht. Die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung und die darin angeordneten Mittel ermöglichen es, bereits bei einer minimalen zeitlichen Stromänderung einen entsprechenden Spannungsimpuls zu erzeugen, um ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit relativ schnell durchführen zu können. Zusätzlich zu diesem Vorteil, dass im Falle eines Verpolens oder im Falle einer Überspannung ein sehr schnelles Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit durchgeführt werden kann, sind des Weiteren Vorteile darin zu sehen, dass die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung im Normalfall keine Verlustleistung erzeugt und relativ kostengünstig realisiert werden kann. Ferner sind keine Verpol- und/oder Überspannungsschutzmaßnahmen in einzelnen Steuergeräten erforderlich. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung ist darin zu sehen, dass durch das mittels der Sicherungsschaltung realisierte Sicherungskonzept im Falle einer Verpolung und/oder einer Überspannung nicht in den regulären Stromkreis eingegriffen wird. Darüber hinaus kann angemerkt werden, dass durch die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung der Kraftstoffverbrauch reduziert werden kann.
  • In besonders vorteilhafter Weise weist die Sicherungsschaltung zumindest drei Anschlüsse auf. Die zumindest drei Anschlüsse sind derart ausgebildet, dass ein erster Anschluss als Masseanschluss ausgebildet ist. Darüber hinaus weist die Sicherungsschaltung zumindest einen Eingangsanschluss und zumindest einen Ausgangsanschluss auf. Die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung kann dadurch in flexibler Weise ausgestaltet und an die erforderlichen Gegebenheiten angepasst werden. Im Vergleich zu bekannten einfachen Schmelzsicherungen, welche zwei Anschlüsse aufweisen, und nicht erweiterbar oder flexibel gestaltbar sind, kann durch die erfindungsgemäße Sicherung lediglich durch die Hinzufügung eines zumindest weiteren Pins nicht nur eine wesentlich verbesserte Verpolschutz- und/oder Überspannungsschutzmaßnahme erreicht werden, sondern auch deren vielfältige Verwendung und Einsetzbarkeit erzielt werden. In besonders bevorzugten Fall ist die Sicherungsschaltung als Schmelzsicherung ausgebildet, welche mit zumindest drei Pins bzw. drei Anschlüssen ausgebildet ist. Eine derartige Schmelzsicherung hat gegenüber einer aus dem Stand der Technik bekannten Schmelzsicherung die zusätzlichen Funktionen einer "Verpolsicherung" und einer "Überspannungssicherung".
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine Thermosicherung und eine weitere Schaltung aufweisen. Die weitere Schaltung umfasst einen Transformator und ein Sicherungselement, wobei der durch den Transformator erzeugte Spannungsimpuls neben der Abhängigkeit der zeitlichen Stromänderung zusätzlich in Abhängigkeit von dem Übersetzungsverhältnis zwischen Primärwicklung und Sekundärwicklung des Transformators erzeugbar ist. Dadurch kann erreicht werden, dass bereits eine minimale zeitliche Stromänderung durch das Übersetzungsverhältnis des Transformators zu einem Spannungsimpuls führt, welcher so groß ist, dass ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Verpol- oder Überspannungsquelle erfolgt.
  • Es kann vorgesehen sein, dass die weitere Schaltung ein pyrotechnisches Element und/oder ein thermisches Element aufweist. Die weitere Schaltung ist über das pyrotechnische Element und/oder das thermische Element mit der Thermosicherung der Sicherungsschaltung gekoppelt.
  • Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass das pyrotechnische Element und/oder das thermische Element mit der Sekundärwicklung des Transformators elektrisch verbunden sind. Das pyrotechnische Element und/oder das thermische Element sind derart ausgebildet, dass sie durch den Spannungsimpuls aktivierbar sind und im aktivierten Zustand derart auf die Thermosicherung einwirken, dass die Thermosicherung die elektrische Verbindung zwischen der elektronischen Schaltungsanordnung und der Energieversorgungseinheit trennt. Die Thermosicherung kann dabei als Schmelzsicherungselement ausgebildet sein, welches durch das pyrotechnische Element und/oder das thermische Element zerstört wird und somit die Verbindung zwischen elektronischer Schaltungsanordnung und Energieversorgungseinheit unterbricht. Diesbezüglich kann beispielsweise der Spannungsimpuls dazu führen, dass das pyrotechnische Element gezündet wird und dadurch die Thermosicherung, beispielsweise eine Schmelzsicherung, aufgesprengt wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Spannungsimpuls über einen Zünder ein thermisches Element, welches beispielsweise als Thermit (Zusammensetzung aus Aluminium und Eisen-[III]-oxid) entzündet, wobei die Hitzeentwicklung des entzündeten Thermits zur Unterbrechung der Thermosicherung, beispielsweise der Schmelzsicherung, führt. In diesem Fall sind der Zünder bzw. der Thermit so auszulegen, dass sich keine Aus wirkungen auf die Umgebung der Sicherung ergeben (beispielsweise keine Splitterteile, nicht zu große Hitzeentwicklung, etc.).
  • In einer vorteilhaften Ausführung der Sicherungsschaltung ist das Sicherungselement der weiteren Schaltung mit dem ersten Anschluss der Sicherungsschaltung und der Primärwicklung des Transformators elektrisch verbunden. Es kann vorgesehen sein, dass dieses Sicherungselement als Diode ausgebildet ist und mit der Anode mit dem ersten Anschluss der Sicherungsschaltung und mit der Kathode mit der Primärwicklung des Transformators elektrisch verbunden ist. Vorteilhaft ist es, die Diode derart auszulegen, dass sie im Verpolfall oder im Überspannungsfall die angelegte Spannung auf die Diodendurchbruchspannung (ca. 1V) klammert bis die Thermosicherung den Stromfluss unterbricht. Die Diode kann auch als Zenerdiode (Zenerspannung ca. 18 bis 20V) ausgebildet sein. In diesem Fall kann ein zuverlässiger Überspannungsschutz bei einem sogenannten Jump-Start (ca. 28V) erzielt werden. Das Sicherungselement der weiteren Schaltung kann darüber hinaus jedoch auch als beliebiges anderes geeignetes elektronisches Bauteil ausgeführt sein. Diesbezüglich kann das Sicherungselement beispielsweise auch als Diac als UJT (Uni-Junction-Transistor) oder als sonstige aktive Schaltung, mit welche jede beliebige Charakteristik der Sicherung realisiert werden kann, ausgebildet sein.
  • Es kann vorgesehen sein, dass die Primärwicklung des Transformators mit einem ersten Ausgangsanschluss der weiteren Schaltung und dem ersten Ausgangsanschluss der Sicherungsschaltung elektrisch verbunden ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Transformator eine Primärwicklung, eine Sekundärwicklung und eine weitere dritte Wicklung aufweist, wobei diese weitere Wicklung mit einem ersten Ende mit dem ersten Anschluss der Sicherungsschaltung und mit einem zweiten Ende mit einem zweiten Ausgangsanschluss der Sicherungsschaltung elektrisch verbunden ist.
  • In besonders vorteilhafter Weise kann vorgesehen sein, dass die Sicherungsschaltung in einem Gehäuse angeordnet ist und die Eingangsanschlüsse und Ausgangsanschlüsse und der Masseanschluss der Sicherungsschaltung durch zumindest teilweise unterschiedlich geformte, aus dem Gehäuse herausragende elektrische Kontakte charakterisiert sind. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass zusätzlich oder anstatt der zumindest teilweise unterschiedlichen Formgebung der elektrischen Kontakte die Ein- und Ausgangsanschlüsse und der Masseanschluss in jeweils charakterisierender Weise an unterschiedlichen Positionen des Gehäuses herausgeführt sind. Dies ermöglicht, dass das Sicherungsgehäuse mit einer entsprechend darin angeordneten erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung einfach und kompakt ausgebildet werden kann und die zumindest drei Anschlusskontakte in vielfältiger Weise ausgebildet werden können. Dies ermöglicht des Weiteren das Gehäuse und die entsprechenden Kontakte sicherheits- und einsatzabhängig ausbilden zu können. Dadurch kann im Hinblick auf verschiedenste Verwendungen der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung und der entsprechenden Gestaltung des Gehäuses und der Kontakte ein optimaler Schutz im Hinblick auf eine falsche Verwendung oder einen falschen Einbau der Sicherung gewährleistet werden. Insbesondere kann eine Schmelzsicherung realisiert werden, weiche ein kompaktes Ausmaß aufweist und mit mindestens drei Anschlusskontakten ausgebildet ist.
  • Die Sicherungsschaltung kann als Verpolschutz- und/oder Überspannungsschutzschaltung für Energiequellen, insbesondere Kraftfahrzeugbatterien, ausgebildet sein. In einer derartigen Ausführung kann die Sicherungsschaltung mit einem ersten Eingangsanschluss mit der Energieversorgungseinheit und mit einem ersten Ausgangsanschluss mit der elektronischen Schaltungsanordnung elektrisch verbunden sein.
  • Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist zum Absichern einer elektronischen Schaltungsanordnung vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit und/oder für eine Überspannung ausgelegt. Beim Auftreten eines Verpol- und/oder Überspannungsfalls wird zumindest abhängig von einer an einem ersten Anschluss einer Sicherungsschaltung auftretenden zeitlichen Stromänderung ein Spannungsimpuls in der Sicherungsschaltung erzeugt. Die Erzeugung des Spannungsimpuls erfolgt dabei derart, dass abhängig von dem Spannungsimpuls ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit durchgeführt wird. Dadurch wird erreicht, dass im Falle einer Verpolung oder einer Überspannung ein relativ schnelles und sicheres Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit ermöglicht wird. Des Weiteren kann bereits bei einer minimalsten Stromänderung ein entsprechender Spannungsimpuls zum Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit erzeugt werden. Dadurch wird im Verpol- und/oder Überspannungsfall keine unzulässige Spannung an eine elektronische Schaltungsanordnung geleitet, welcher jedoch für die elektronische Schaltungsanordnung unschädlich ist.
  • In vorteilhafter Weise wird im Verpol- und/oder Überspannungsfall ein in der Sicherungsschaltung angeordnetes Sicherungselement stromleitend und abhängig von der zeitlichen Stromänderung und einem Übersetzungsverhältnis zwischen einer Primär- und einer Sekundärwicklung eines Transformators der Sicherungsschaltung ein Spannungsimpuls erzeugt. Vorteilhafterweise wird mit dem durch den Transformator erzeugten Spannungsimpuls ein pyrotechnisches Element und/oder ein thermisches Element aktiviert und eine Thermosicherung durch das aktivierte pyrotechnische Element und/oder das thermische Element derart beeinflusst, dass die elektronische Schaltungsanordnung von der Energieversorgungseinheit getrennt wird.
  • Vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung können in ihren damit verbundenen Funktionen auch als vorteilhafte Ausgestaltungen für das erfindungsgemäße Verfahren angesehen werden.
  • Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Schaltungsanordnung in die eine erfindungsgemäße Sicherungsschaltung geschaltet ist;
  • 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung;
  • 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung;
  • 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung; und
  • 5a bis f mehrere Ausführungsbeispiele von Sicherungsgehäusen mit einer erfindungsgemäßen Sicherungsgestaltung.
  • In allen Ausführungsbeispielen werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In 1 ist eine Schaltung gezeigt, in die eine erfindungsgemäße Sicherungsschaltung SSC geschaltet ist. In 1 ist ein Generator G gezeigt, wel cher mit einem ersten Anschluss mit Massepotenzial und mit einem zweiten Anschluss mit einem ersten Eingang E1 der Sicherungsschaltung SSC elektrisch verbunden ist. Des Weiteren ist eine Energieversorgungseinheit EQ, welche im Ausführungsbeispiel eine Batterie in einem Kraftfahrzeug ist, mit ihrem Minuspol an Massepotenzial geführt und mit dem Pluspol mit dem ersten Eingang E1 der Sicherungsschaltung SSC elektrisch verbunden. Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 weist die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung SSC drei Anschlüsse auf. Neben dem ersten Eingang E1 weist die Sicherungsschaltung SSC einen Anschluss M auf, welcher an Massepotenzial geführt ist. Des Weiteren weist die Sicherungsschaltung SSC einen ersten Ausgangsanschluss A1 auf. Dieser erste Ausgangsanschluss A1 ist mit einer elektronischen Schaltungsanordnung, beispielsweise einem elektrischen Steuergerät ES elektrisch verbunden. Ein weiterer Anschluss des elektrischen Steuergeräts ES ist mit Massepotenzial verbunden. Beispielhaft sind in der elektronischen Schaltungsanordnung bzw. in dem elektrischen Steuergerät ES mehrere Bauelemente, insbesondere Halbleiterbauelemente, dargestellt. Das elektrische Steuergerät ES ist über Ausgänge mit einem Motor M elektrisch verbunden. Des Weiteren ist in 1 gezeigt, dass eine Ladungsquelle LQ in verpolter Weise mit den Polen der Energieversorgungseinheit bzw. Batterie EQ elektrisch kontaktiert ist. Im Falle eines derartig gezeigten verpolten Anschlusses der Ladungsquelle LQ an die Batterie EQ wird ein Impuls bzw. ein Stromfluss über die gemeinsame Masseverbindung hervorgerufen. Der Strom I gelangt über den Masseanschluss M auch zur Sicherungsschaltung SSC. Der durch das Verpolen hervorgerufene Impuls und die damit verbundene Änderung des Stroms innerhalb eines Zeitintervalls wird von der Sicherungsschaltung SSC erkannt bzw. detektiert. Die Sicherungsschaltung SSC wechselt vom gesperrten in einen leitenden Zustand und erzeugt abhängig von der Stromänderung dl/dt einen Spannungsimpuls. Der Spannungsimpuls ist dabei derart, dass die elektrische Verbindung zwischen der Batterie EQ und dem elektrischen Steuergerät ES, welche über die Sicherungsschaltung SSC führt, getrennt wird. Es reicht dabei eine minimale Änderung des Stroms aus, um einen entsprechenden Spannungsimpuls für ein Trennen dieser elektrischen Verbindung in der Sicherungsschaltung SSC erzeugen zu können. Dies ermöglicht, dass bereits bei minimalen Strömen bzw. infinitesimal kleinen Stromänderungen ein effektiver Schutz für das elektrische Steuergerät ES bei einer Verpolung- und/oder einer Überspannung erreicht werden kann. An das Steuergerät ES selbst gelangt über den Masseanschluss im Falle einer Verpolung nur die Klammerspannung der Diode D1, welcher im Allgemeinen von dem elektri schen Steuergerät ES verkraftet werden kann, ohne dass dies zu Schädigungen oder Zerstörungen des elektrischen Steuergeräts ES führt. Detaillierte Ausgestaltungen der Sicherungsschaltung SSC werden in den nachfolgenden Figuren näher erläutert.
  • Ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung SSC ist in 2 gezeigt. Die Sicherungsschaltung SSC weist eine Thermosicherung TS auf, welche im Ausführungsbeispiel als Schmelzsicherungselement ausgeführt ist. Das Schmelzsicherungselement TS ist mit dem ersten Eingangsanschluss E1 und dem ersten Ausgangsanschluss A1 der Sicherungsschaltung SSC elektrisch verbunden. Darüber hinaus weist die Sicherungsschaltung SSC eine weitere Schaltung WS auf. Diese weitere Schaltung WS umfasst einen Transformator, welcher im Ausführungsbeispiel als Ringtransformator ausgeführt ist. Dieser Ringtransformator weist eine Primärwicklung PW, eine Sekundärwicklung SW und einen Ringkern RK auf. Des Weiteren weist die weitere Schaltung WS ein Sicherungselement auf, welches im Ausführungsbeispiel gemäß 2 als Zenerdiode D1 ausgebildet ist. Die Anode der Zenerdiode D1 ist mit dem Masseanschluss der Sicherungsschaltung SSC elektrisch verbunden. Des Weiteren ist die Kathode der Zenerdiode D1 mit einem ersten Ende der Primärwicklung PW elektrisch verbunden. Das zweite Ende dieser Primärwicklung PW ist mit einem ersten Ausgang der weiteren Schaltung WS und mit dem ersten Ausgang A1 der Sicherungsschaltung SSC elektrisch verbunden. Darüber hinaus weist die weitere Schaltung WS ein pyrotechnisches Element PE auf, welches mit einem ersten Anschluss mit dem ersten Ende der Sekundärwicklung SW und mit einem zweiten Anschluss mit dem zweiten Ende der Sekundärwicklung SW elektrisch verbunden ist. Die weitere Schaltung WS ist über das pyrotechnische Element PE mit der Thermosicherung TS thermisch gekoppelt.
  • Nachfolgend wird die Funktionsweise der gemäß 2 gezeigten Ausführung der Sicherungsschaltung SSC näher erläutert. Im Falle einer Verpolung und/oder einer Überspannung tritt eine zeitliche Änderung des Stroms am Masseanschluss M auf und wird durch die Sicherungsschaltung SSC, insbesondere durch die Zenerdiode D1, erfasst. Die Zenerdiode D1 wechselt vom sperrenden in den leitenden Zustand, wodurch der Strom durch die Primärwicklung PW des Transformators fließt. Aufgrund des Induktionsvorgangs im Transformator wird durch den Transformator in Abhängigkeit des Übersetzungsverhältnisses (Anzahl der Windungen der Primärwicklung zur Anzahl der Windungen der Sekundärwicklung) und der Stromänderung dl/dt ein Spannungsimpuls erzeugt. Wie aus der 2 zu erkennen ist, ist die Anzahl der Windungen der Sekundärwicklung SW größer als die Anzahl der Windungen der Primärwicklung PW. Es kann somit erreicht werden, dass durch einen relativ geringen Strom bzw. eine minimale Änderung des Stroms ein relativ großer Spannungsimpuls erzeugt wird. Der Spannungsimpuls ist dabei derart, dass das pyrotechnische Element PE gezündet wird. Aufgrund des Zündungsvorgangs des pyrotechnischen Elements PE wird die Schmelzsicherung bzw. die Thermosicherung TS aufgesprengt und die elektrische Verbindung zwischen der Batterie EQ (1) und dem elektrischen Steuergerät ES (1), welche über die Anschlüsse E1 und A1 der Sicherungsschaltung SSC führt, unterbrochen bzw. getrennt.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung ist in 3 gezeigt. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß 2 ist im Ausführungsbeispiel in 3 das pyrotechnische Element PE durch ein Zündungselement Z ersetzt. Des Weiteren ist zwischen dem Zündungselement Z und der Thermosicherung TS ein thermisches Element, welches im Ausführungsbeispiel als Thermit TE ausgebildet ist, angeordnet. Im Ausführungsbeispiel gemäß 3 wird der durch den Transformator erzeugte Spannungsimpuls an das Zündelement Z übertragen, welches den Thermit TE entzündet. Der Thermit TE erwärmt sich durch die Zündung und führt zur Unterbrechung des Schmelzsicherungselements bzw. der Thermosicherung TS. Somit wird auch hier die elektrische Verbindung zwischen der Batterie EQ und dem elektrischen Steuergerät ES (2) im Falle einer Verpolung oder einer Überspannung relativ schnell und sicher getrennt.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherungsschaltung SSC ist in 4 gezeigt. Die thermische Kopplung der weiteren Schaltung WS zur Thermosicherung TS erfolgt auch in diesem Ausführungsbeispiel über ein Zündelement Z und ein thermisches Element bzw. einen Thermiten TE. Entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 2 kann auch in dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel die thermische Kopplung der weiteren Schaltung WS mit der Thermosicherung TS lediglich über ein pyrotechnisches Element PE (1) erfolgen. Im Ausführungsbeispiel gemäß 4 weist der Transformator zusätzlich zur Primärwicklung PW und zur Sekundärwicklung SW eine weitere dritte Wicklung WW auf, welche mit einem zweiten Ende mit einem zweiten Ausgang der weiteren Schaltung WS sowie einem zweiten Eingang A2 der Sicherungsschalter SSC elektrisch verbunden ist. Das erste Ende der weiteren Wicklung WW ist mit dem Mas seanschluss M der Sicherungsschaltung SSC und mit der Anode der Zenerdiode D1 elektrisch verbunden. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Sicherungsschaltung SSC einen dritten Eingangsanschluss A3 aufweist, mit dem das zweite Ende der weiteren Wicklung WW zusätzlich elektrisch verbunden ist. Dieser dritte Eingangsanschluss A3 der Sicherungsschaltung SSC kann als Zusatzanschluss für eine mögliche Fernzündung verwendet werden. Diesbezüglich kann er als Anschluss für eine mögliche Fernzündung beispielsweise für einen Leitungsschutz mittels überwachter Schirmung oder im Hinblick auf eine Crashabschaltung oder zur Vermeidung von Fahrzeugbränden z. B. mittels Fototransistor oder NTC oder aber auch zur Abschaltung von detektierten parallelen Lichtbögen herangezogen werden.
  • Es sei angemerkt, dass die in der Sicherungsschaltung SSC als Sicherungselement verschaltete Zenerdiode D1 auch als einfache Diode oder als ein anderes geeignetes elektronisches Bauelement, wie beispielsweise ein Diac oder ein UJT oder aber auch als eine aktive Schaltung ausgebildet sein kann, so dass jede beliebige Charakteristik der Sicherungsschaltung SSC realisiert werden kann.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Sicherungskonzept kann somit bei bereits geringsten Stromänderungen ein entsprechender Verpol- und/oder Überspannungsfall detektiert werden, bei dem das Sicherungselement der Sicherungsschaltung SSC, welches in den Ausführungsbeispielen als Zenerdiode D1 ausgeführt ist, die angelegte Spannung auf einen niedrigen Wert klammert, insbesondere auf die Diodendurchbruchspannung klammert, wodurch der angeschlossene Verbraucher, insbesondere die elektronische Schaltungsanordnung bzw. das elektrische Steuergerät ES (1) nicht mehr beschädigt oder zerstört wird.
  • Im Hinblick auf eine optimale Realisierung eines Gehäuses mit den entsprechenden Kontaktfüßen, in dem die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung SSC angeordnet ist, sind in den 5a bis 5f mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt. Die erfindungsgemäße Sicherungsschaltung SSC kann dabei beispielsweise in einem Gehäuse einer herkömmlichen Schmelzsicherungsanordnung angeordnet sein. Wesentlich ist dabei, dass aus dem Gehäuse G zumindest jeweils drei Kontaktstifte herausgeführt sind. Gemäß der Ausführung in 5a ist ein Gehäuse G gezeigt, an dem an einer Seite drei gleichgroße Anschlusskontakte ausgebildet sind. Die drei Anschlusskontakte sind dabei im Wesentlichen äquidistant zueinander angeordnet. Diesbezüg lich kann somit eine maxifuse oder littlefuse Sicherung mit einem dritten Anschlussmesser zwischen den beiden Hauptanschlüssen ausgebildet werden. Die Ausführung gemäß 5a ist aufwandsarm in der Realisierung und auch aufwandsarm im Hinblick auf einen Einsatz in einem Kraftfahrzeug ausgebildet.
  • Ebenso kann die Ausführungsform gemäß 5b in relativ einfacher Weise realisiert und in relativ aufwandsarmer Weise im Fahrzeug eingesetzt werden. In diesem Ausführungsbeispiel in 5b ist der dritte mittlere Anschlusskontakt schmäler als die beiden anderen Anschlusskontakte ausgebildet und im Hinblick auf die Positionierung zueinander näher zu einem der beiden Hauptanschlüsse angeordnet. Durch die asymmetrische Ausbildung kann erreicht werden, dass ein falscher bzw. verdrehter Einbau der Sicherung in das Kraftfahrzeug verhindert werden kann.
  • In entsprechender Weise kann ein derartig falscher Einbau in das Kraftfahrzeug auch durch die Ausführungsform der Sicherung gemäß 5c verhindert werden. In diesem Ausführungsbeispiel ist ein am Rand befindlicher Anschlusskontakt schmäler als die anderen beiden Anschlusskontakte ausgebildet. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform gemäß 5c ist darin begründet, dass ein Einstecken einer herkömmlichen Sicherung ohne Überspannungs- und Verpolschutz in den entsprechenden Steckplatz der Sicherung nicht möglich ist. Die Verwendung einer falschen Sicherung bzw. einer Sicherung ohne dem erfindungsgemäßen Sicherungskonzept im Hinblick auf einen Schutz vor Überspannung und Verpolschutz kann dadurch verhindert werden.
  • Gehäuse G und Anschlusskontaktrealisierungen für eine erfindungsgemäße Sicherungsschaltung SSC, wie sie in dem Ausführungsbeispiel in 4 dargestellt ist, sind durch die Gehäuse- und Anschlusskontaktbeispiele in den 5d und 5e gezeigt. Im Hinblick auf die Ausführungsform der Sicherungsschaltung SSC mit einem Eingang E1 (4), einem Masseanschluss M sowie zwei oder drei Ausgangsanschlüssen A1 bis A3 weisen diese Ausführungsbeispiele der Gehäuseformen G mit den entsprechenden Anschlusskontakten gemäß 5d und 5e fünf bzw. vier aus dem Gehäuse G herausgeführte Anschlussmesser auf. Diese Ausführungsformen weisen somit Zusatzanschlüsse für eine Fernzündung auf und können im Hinblick auf die asymmetrische Ausbildung der Positionierung der Anschlusskontakte nicht verdreht in einen entsprechenden Steckplatz der Sicherung im Kraftfahrzeug eingebaut werden.
  • Wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß 5e gezeigt ist, werden fünf Anschlusskontakte bzw. 5 Anschlussmesser aus dem Gehäuse G herausgeführt. Drei Anschlusskontakte werden dabei mit im Wesentlichen gleicher Streifenbreite der Kontakte im Hinblick auf die Betrachtungsebene auf der linken Seite der Gehäuseunterseite G herausgeführt. Diese drei ersten Anschlusskontakte sind im Wesentlichen äquidistant zueinander angeordnet. Darüber hinaus werden zwei weitere Anschlusskontakte im Hinblick auf die Betrachtungsebene auf der rechten Seite der Gehäuseunterseite G herausgeführt. Die Breite dieser beiden Anschlusskontakte ist größer als die Breite der ersten drei Anschlusskontakte. Der Abstand zwischen den beiden breiteren, an der rechten Seite angeordneten Anschlusskontakten ist im Wesentlichen genau so groß wie der Abstand zwischen dem mittleren breiten Anschlusskontakt und dem unmittelbar benachbarten ersten schmäleren Anschlusskontakt. Die Abstände sowie die Anordnung der fünf Anschlusskontakte kann auch in vielfältiger Weise variiert werden.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß 5e ist ein Gehäuse G gezeigt, aus dem lediglich vier Anschlusskontakte bzw. Anschlussmesser herausgeführt sind. Diesbezüglich sind zwei erste Anschlussmesser im Hinblick auf die Betrachtungsebene auf der linken Seite der Gehäuseunterseite G herausgeführt und zwei weitere Anschlusskontakte auf der rechten Seite des Gehäuses G herausgeführt, wobei die Breite der auf der rechten Seite angeordneten Anschlusskontakte größer ist als die Breite der auf der linken Seite herausgeführten Anschlussmesser. Ebenso wie im Ausführungsbeispiel gemäß 5d sind die in der Ausführungsform in 5e gezeigten schmäleren Anschlusskontakte im Wesentlichen mit einer gleichen Streifenbreite ausgebildet. In entsprechender Weise sind die breiteren Anschlusskontakte im Wesentlichen mit einer gleichen Streifenbreite ausgebildet.
  • Eine weitere Ausgestaltungsform eines Gehäuses G mit entsprechenden Anschlusskontakten im Hinblick auf eine Realisierung als Streifensicherung ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß 5f gezeigt. Es sei angemerkt, dass die in den 5a bis 5f gezeigten Ausführungsbeispiele von Sicherungsgehäusen und entsprechend ausgebildeten Anschlusskontakten nicht abschließend ist. Auch für eine Vielzahl anderer Bauformen von Sicherungen ist eine Integration des erfindungsgemäßen Sicherungskonzepts bzw. der erfin dungsgemäßen Sicherungsschaltung zum Überspannungs- und Verpolschutz möglich.

Claims (13)

  1. Sicherungsschaltung zur Absicherung einer elektronischen Schaltungsanordnung (ES) vor Beschädigung oder Zerstörung bei Verpolung einer angeschlossenen Energieversorgungseinheit (EQ) und/oder bei Überspannung, wobei die Sicherungsschaltung (SSC) Mittel (TS, WS) aufweist derart, dass im Verpol- und/oder Überspannungsfall zumindest abhängig von einer an einem ersten Anschluss (M) der Sicherungsschaltung (SSC) auftretenden zeitlichen Stromänderung ein Spannungsimpuls in der Sicherungsschaltung (SSC) erzeugt wird derart, dass abhängig von dem Spannungsimpuls ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung (ES) von der Energieversorgungseinheit (EQ) durchgeführt wird.
  2. Sicherungsschaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest drei Anschlüsse (M, E1, A1 bis A3), wobei der erste Anschluss (M) als Masseanschluss ausgebildet ist und zumindest ein Eingangsanschluss (E1; A2, A3) und zumindest ein Ausgangsanschluss (A1) ausgebildet sind.
  3. Sicherungsschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (TS, WS) eine Thermosicherung (TS) und eine weitere Schaltung (WS) aufweisen, wobei die weitere Schaltung (WS) einen Transformator (PW, SW, WW, RK) und ein Sicherungselement (D1) aufweist und der durch den Transformator (BW, SW, WW, RK) erzeugte Spannungsimpuls zusätzlich abhängig von dem Übersetzungsverhältnis zwischen Primärwicklung (PW) und Sekundärwicklung (SW) des Transformators (PW, SW, WW, RK) ist.
  4. Sicherungsschaltung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schaltung (WS) ein pyrotechnisches Element (PE, Z) und/oder ein thermisches Element (TE) aufweist und über das pyrotechnische Element (PE, Z) und/oder das thermische Element (TE) mit der Thermosicherung (TS) gekoppelt, insbesondere thermisch gekoppelt ist.
  5. Sicherungsschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das pyrotechnische Element (PE, Z) und/oder das thermische Element (TE) mit der Sekundärwicklung (SW) des Transformators (PW, SW, WW, RK) elektrisch verbunden sind und durch den Spannungsimpuls das pyrotechnische Element (PE, Z) und/oder das thermische Element (TE) derart aktivierbar sind, dass die Thermosicherung (TS) die elektrische Verbindung zwischen der elektronischen Schaltungsanordnung (ES) und der Energieversorgungseinheit (EQ) trennt.
  6. Sicherungsschaltung nach einem der Ansprüche 3 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (D1) der weiteren Schaltung (WS) mit dem ersten Anschluss (M) der Sicherungsschaltung (SSC) und der Primärwicklung (PW) des Transformators (PW, SW, WW, RK) elektrisch verbunden ist.
  7. Sicherungsschaltung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement als Diode (D1) ausgebildet ist und die Diode (D1) mit ihrer Anode mit dem ersten Anschluss (M) der Sicherungs schaltung (SSC) und mit ihrer Kathode mit der Primärwicklung (PW) des Transformators (PW, SW, WW, RK) elektrisch verbunden ist.
  8. Sicherungsschaltung nach Anspruch 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Primärwicklung (PW) des Transformators (PW, SW, WW, RK) mit einem ersten Ausgangsanschluss der weiteren Schaltung (WS) und dem ersten Ausgangsanschluss (A1) der Sicherungsschaltung (SSC) elektrisch verbunden ist.
  9. Sicherungsschaltung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformator (PW, SW, WW, RK) neben seiner Primärwicklung (PW) und seiner Sekundärwicklung (SW) eine weitere Wicklung (WW) aufweist, wobei die weitere Wicklung (WW) mit einem ersten Ende mit dem ersten Anschluss (M) der Sicherungsschaltung (SSC) und mit einem zweiten Ende mit einem zweiten Eingangsanschluss (A2) der Sicherungsschaltung (SSC) elektrisch verbunden ist.
  10. Sicherungsschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsschaltung (SSC) in einem Gehäuse (E) angeordnet ist und die Eingangsanschlüsse (E1; A2, A3), die Ausgangsanschlüsse (A1) und der Masseanschluss (M) der Sicherungsschaltung (SSC) durch zumindest teilweise unterschiedlich geformte, aus dem Gehäuse (G) herausragende elektrische Kontakte charakterisiert und/oder an unterschiedlichen Positionen des Gehäuses (G) herausgeführt sind.
  11. Verfahren zum Absichern einer elektronischen Schaltungsanordnung (ES) vor Beschädigung bei Verpolung einer angeschlossenen Ener gieversorgungseinheit (EQ) oder bei Überspannung, wobei im Verpol- und/oder Überspannungsfall zumindest abhängig von einer an einem ersten Anschluss (M) einer Sicherungsschaltung (SSC) auftretenden zeitlichen Stromänderung ein Spannungsimpuls in der Sicherungsschaltung (SSC) erzeugt wird derart, dass abhängig von dem Spannungsimpuls ein Trennen der elektronischen Schaltungsanordnung (ES) von der Energieversorgungseinheit (EQ) durchgeführt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Verpol- und/oder Überspannungsfall ein in der Sicherungsschaltung (SSC) angeordnetes Sicherungselement (D1) stromleitend wird und abhängig von der zeitlichen Stromänderung und dem Übersetzungsverhältnis zwischen einer Primär- (PW) und einer Sekundärwicklung (SW) eines Transformators (PW, SW, WW, RK) der Sicherungsschaltung (SSC) ein Spannungsimpuls erzeugt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem durch den Transformator (PW, SW, WW, RK) erzeugten Spannungsimpuls ein pyrotechnisches Element (PE, Z) und/oder ein thermisches Element (TE) aktiviert wird und eine Thermosicherung (TS) durch das aktivierte pyrotechnische Element (PE, Z) und/oder das thermische Element (TE) derart beeinflusst wird, dass die elektronische Schaltungsanordnung (ES) von der Energieversorgungseinheit (EQ) getrennt wird.
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