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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Absetzkipper nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
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Absetzkipper
dienen dem Transportieren von Transportbehältern, wie beispielsweise Containern, Kippmulden,
Containermulden, Baustellenbehältern oder
dergleichen, und weisen eine spezielle Absetzkippvorrichtung zum
Aufladen und Abladen wenigstens eines solchen Transportbehälters auf
eine bzw. von einer Ladefläche
des Fahrzeugaufbaus auf. Ferner ermöglichen diese Absetzkippvorrichtungen
ein so genanntes Abkippen oder Hinterkippen des Transportbehälters in
eine Schräglage,
um zum Beispiel Schüttgut
auszukippen. Solche herkömmlichen
Absetzkipper sind zum Beispiel aus der
DE 43 31 561 A1 , der
DE 297 08 263 U1 und der
DE 202 01 957 U1 bekannt.
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Neben
der Funktionalität
der Absetzkippvorrichtung zum Aufladen, Abladen und Abkippen eines Transportbehälters ist
ein weiterer wesentlicher Aspekt solcher Absetzkipper die sichere
Halterung des Transportbehälters
auf der Ladefläche
während
der Fahrt des Absetzkippers. Hierzu sind bei herkömmlichen
Absetzkippern im Allgemeinen Systeme aus verschiedenen Haken, Anschlägen und
dergleichen vorgesehen, durch welche die Position des Transportbehälters auf
der Ladefläche
des Absetzkippers fixiert werden soll. In der Praxis stellt sich
hierbei jedoch insbesondere das Problem, dass es eine Vielzahl verschiedener
Transportbehälter
mit unterschiedlichen Größen gibt,
und daher ein Absetzkipper üblicherweise
nur für
den Transport eines speziellen Transportbehälters geeignet ist. Dies erhöht wesentlich
die Kosten eines Fuhrparks, der für den Transport unterschiedlicher
Transportbehälter
ausgelegt ist.
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Die
DE 200 02 971 U1 offenbart
in diesem Zusammenhang einen Absetzkipper, auf dessen Ladefläche mehrere
Behälteranschläge vorgesehen sind,
die über
einen Antrieb verschiebbar oder schwenkbar und in Endstellung blockierbar
sind, sodass die Transportsicherung des Behälters auf der Ladefläche einfach
und sicher durchgeführt
werden kann.
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Zur
Sicherung von Ladungen in Kraftfahrzeugen ist es ferner aus der
DE 94 09 757 U1 bekannt,
zu sichernde Gegenstände
mit einem Textilgewebeband oder einem selbstklebenden Magnetband zu
versehen. Die
DE 94 09 334 U1 beschreibt
flexibel einsetzbare Befestigungswinkel als Anschläge für einen
zu sichernden Gegenstand, die an ihrer Unterseite mit einem Klettband
oder einem Magneten versehen sind. Diese beiden herkömmlichen
Sicherungsvorrichtungen sind allerdings nur für kleinere Gegenstände zum
Beispiel in Kofferräumen
von Pkws geeignet und nicht ohne Weiteres auf Absetzkipper übertragbar.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Absetzkipper
vorzusehen, mit dem das oben genannte Problem gelöst werden kann.
Insbesondere soll der Absetzkipper einen sicheren Transport wenigstens
eines Transportbehälters
gewährleisten,
wobei der Absetzkipper gleichzeitig für den Transport unterschiedlicher
Arten und Größen von
Transportbehältern
ausgelegt ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch einen Absetzkipper mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Der
Absetzkipper zum Transportieren von Transportbehältern der Erfindung weist eine
Absetzkippvorrichtung zum Aufladen und Abladen wenigstens eines
Transportbehälters
auf eine bzw. von einer Ladefläche
des Fahrzeugaufbaus sowie ferner wenigstens eine Haltevorrichtung,
welche in die Ladefläche
des Fahrzeugaufbaus integriert ist und welche wenigstens einen auf
der Ladefläche
abgesetzten Transportbehälter
zumindest während
eines Fahrbetriebs des Absetzkippers mittels magnetischer Anziehungskraft
festhalten kann, auf.
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Das
Halten der Transportbehälter
mittels magnetischer Anziehungskraft ist möglich, da die Transportbehälter im
Allgemeinen aus Metall gemacht sind. Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung
ermöglicht
auf einfache Weise das sichere Halten eines Transportbehälters auf
der Ladefläche
des Fahrzeugaufbaus des Absetzkippers un abhängig von der exakten Positionierung
des Transportbehälters
und insbesondere auch unabhängig
von der Größe und der
Form des jeweiligen Transportbehälters.
Die Haltevorrichtung kann vorteilhafterweise auch bei herkömmlichen
Absetzkippern zur Erhöhung
der Sicherheit eingesetzt werden, ohne die bereits vorhandenen Maßnahmen
zum Halten des Transportbehälters modifizieren
zu müssen.
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Die
wenigstens eine Haltevorrichtung enthält vorzugsweise einen Elektromagneten
und ist im Wesentlichen bündig
mit der Oberseite der Ladefläche des
Fahrzeugaufbaus angeordnet und ausgebildet, sodass ein möglichst
optimaler Kraftschluss zwischen der Haltevorrichtung und dem zu
haltenden Transportbehälter
gewährleistet
ist. Eine Gefahr einer Beschädigung
der Haltevorrichtung beim Aufladen und Abladen des Transportbehälters besteht nicht,
da der Transportbehälter
mittels der Absetzkippvorrichtung aufgesetzt bzw. abgehoben wird.
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In
einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung ist die der Ladefläche
zugewandte Oberseite der Haltevorrichtung mit einer Ablaufeinrichtung
zum Fernhalten von Wasser und Eis von ihrer Oberfläche versehen.
Beispielsweise ist die magnetische Haltevorrichtung mit Durchbrechungen
(z.B. aus voneinander beabstandeten Stäben gebildete Haltevorrichtung),
mit Vertiefungen (z.B. geriffelte Oberfläche) oder dergleichen versehen,
sodass sich zwischen der Oberfläche
der Haltevorrichtung und der Unterseite eines Transportbehälters auf
der Ladefläche möglichst
kein Wasser oder Eis befindet, welches die magnetische Haltekraft
für den
Transportbehälter verringern
würde.
Durch diese Maßnahme
kann eine größere Dimensionierung
oder Leistungsaufnahme des Elektromagneten zum sicheren Halten des Transportbehälters auf
der Ladefläche
vermieden werden.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung wird die wenigstens eine Haltevorrichtung
durch ein Nebenaggregat angetrieben, welches mit dem Fahrzeugmotor
gekoppelt ist. Da die Haltevorrichtung hauptsächlich während des Fahrbetriebs des
Absetzkippers funktionsfähig
sein muss und in diesem Fall auch immer der Fahrzeugmotor in Betrieb
ist, kann das Nebenaggregat für
die Haltevorrichtung vorteilhafterweise durch den Fahrzeugmotor
mit Energie versorgt werden.
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Ferner
weist der Absetzkipper eine Steuereinrichtung auf, welche den Betriebszustand
der wenigstens einen Haltevorrichtung steuert. Diese Steuereinrichtung
der Haltevorrichtung kann mit einer Eingabevorrichtung zum Beispiel
im Führerhaus
des Absetzkippers oder in Form einer Fernbedienung verbunden sein,
durch welche der Betriebszustand der wenigstens einen Haltevorrichtung
manuell eingestellt werden kann. Alternativ oder zusätzlich kann die
Steuereinrichtung der Haltevorrichtung mit der Fahrzeugsteuerung
des Absetzkippers verbunden sein, um den Betriebszustand der wenigstens
einen Haltevorrichtung in Abhängigkeit
des Fahrzustandes des Absetzkippers zu steuern, d.h. um die Haltevorrichtung
wenigstens während
des Fahrbetriebs des Absetzkippers automatisch im eingeschalteten
Zustand zu steuern.
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Außerdem kann
der Absetzkipper mit wenigstens einem Gewichtssensor versehen sein,
der das Gewicht des wenigstens einen auf der Ladefläche des
Fahrzeugaufbaus abgesetzten Transportbehälters erfasst und der mit der
Steuereinrichtung der Haltevorrichtung verbunden ist. Auf diese
Weise kann die Steuereinrichtung der Haltevorrichtung den Betriebszustand
der wenigstens einen Haltevorrichtung in Abhängigkeit des erfassten Gewichts
des wenigstens einen auf der Ladefläche des Fahrzeugaufbaus abgesetzten
Transportbehälters
steuern. Es kann somit zum Beispiel vermieden werden, dass die Haltevorrichtung
während
des Fahrbetriebs des Absetzkippers unnötigerweise im eingeschalteten
Zustand gehalten wird, obwohl kein Transportbehälter transportiert wird. Ferner
ist es möglich,
die durch die Haltevorrichtung erzeugte magnetische Haltekraft in Abhängigkeit
von dem Gewicht des Transportbehälters
zu regeln, d.h. im Fall von kleineren und leichteren Transportbehältern genügt eine
geringere magnetische Haltekraft als im Fall von größeren und schwereren
Transportbehältern.
Auf diese Weise ist ein energiesparender Betrieb der Haltevorrichtung möglich. Der
wenigstens eine Gewichtssensor ist zum Beispiel in die Ladefläche des
Fahrzeugaufbaus und/oder in die Absetzkippvorrichtung integriert.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinrichtung
der Haltevorrichtung zusätzlich
oder alternativ mit einer Steuereinrichtung der Absetzkippvorrichtung
gekoppelt, sodass die Steuereinrichtung der Haltevorrichtung die
wenigstens eine Haltevorrichtung während eines Auf- oder Abladevorgangs
eines Transportbehälters
automatisch im ausgeschalteten Betriebszustand steuert, um den Auf-
und Abladevorgang nicht zu stören.
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Des
Weiteren ist es möglich,
die Steuereinrichtung der Haltevorrichtung in die Steuereinrichtung
der Absetzkippvorrichtung zu integrieren.
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Vorteile
der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten,
aber nicht einschränkenden
Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich.
Darin zeigen:
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1 eine
schematische Perspektivansicht eines Absetzkippers gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung; und
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2 eine
schematische Darstellung zur Erläuterung
der Steuerung der Haltevorrichtung des Absetzkippers von 1.
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Der
in 1 dargestellte Absetzkipper 10 weist
eine Absetzkippvorrichtung 12 auf, mit welcher ein Transportbehälter 14 auf
die bzw. von der Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus aufgeladen und abgeladen werden kann. Der Transportbehälter 14 aus Metall
ist zum Beispiel ein Container, eine Containermulde, eine Kippmulde,
ein Baustellenbehälter
oder dergleichen.
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Die
Absetzkippvorrichtung 12 weist bekanntermaßen zwei
als Kipparme ausgebildete Hebearme 18 auf, welche um eine
gemeinsame horizontale und quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Schwenkachse
schwenkbar sind, um einen Transportbehälter 14 über das
Fahrzeugheck hinweg vom Fahrzeug auf den Boden abzusetzen bzw. einen Transportbehälter 14 vom
Boden aufzunehmen und auf die Ladefläche 16 des Fahrzeugaufbaus
aufzuladen. Zum Verschwenken der Hebearme 18 sind zwei zugeordnete
Hebearmantriebe 20 vorgesehen, bei denen es sich zum Beispiel
um hydraulische Zylinder handelt. Jeweils ein Zylinder ist einem
Hebearm 18 zugeordnet, wobei das Kolbenstangenende des
Zylinders gelenkig mit dem jeweiligen Hebearm 18 verbunden
und das abgewandte Ende des Zylinders am Fahrzeugaufbau angelenkt
ist. Durch Ausfahren bzw. Einziehen der Kolbenstangen der Hebearmantriebe 20 erfolgt
das Verschwenken der Hebearme 18 nach hinten bzw. nach
vorne.
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Die
Hebearme 18 sind außerdem
teleskopartig längenverstellbar
und weisen hierzu an ihren freien oberen Enden ausfahrbare bzw.
einziehbare Endausleger 22 auf. In dem Ausführungsbeispiel
von 1 sind in den Hebearmen 18 zusätzliche
Antriebe in Form von hydraulischen Zylindern zum teleskopartigen
Verschieben der Endausleger 22 vorgesehen.
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Die
Endausleger 22 der Hebearme 18 weisen jeweils
einen Befestigungsabschnitt auf, an dem Ketten 24 angehängt sind,
welche mit entsprechenden Anschlagzapfen 26 an der Außenseite
des Transportbehälters 14 verbunden
werden können. Statt
der in 1 dargestellten Ketten 24 können auch
Kettenstränge,
Traglaschen oder dergleichen eingesetzt werden.
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Der
Absetzkipper 10 weist außerdem im Heckbereich auf beiden
Seiten einen Stützfuß 28 auf. Der
Stützfuß ist ebenfalls
teleskopartig ausfahrbar und einziehbar und dient dem sicheren Stand
des Absetzkippers 10 während
des Aufladens oder Abladens eines Transportbehälters 14 mittels der
Absetzkippvorrichtung 12.
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Mittels
der Absetzkippvorrichtung 12 ist ein Aufladen und Abladen
eines Transportbehälters 14 auf
die bzw. von der Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus des Absetzkippers 10 möglich. Ferner kann der Transportbehälter 14 mittels
der Hebearme 18 auch in eine Hinterkippstellung oder Abkippstellung
gebracht werden, um zum Beispiel Schüttgut aus dem Transportbehälter 14 auszukippen.
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Es
sei an dieser Stelle ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die
oben beschriebene und in 1 dargestellte Absetzkippvorrichtung 12 beschränkt ist.
Vielmehr ist die nachfolgend in mehr Einzelheiten beschriebene Erfindung
unabhängig
von der jeweiligen Art der Absetzkippvorrichtung 12 bei
einem Absetzkipper 10 verwendbar.
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In 1 ist
auf dem Fahrzeugaufbau hinter dem Führerhaus des Absetzkippers 10 außerdem ein Nebenaggregat 30 angedeutet,
welches dem Antrieb der hydraulisch wirkenden Funktionselemente
der Hebearmantriebe 20, der Endausleger 22 der
Hebearme 18 sowie der Stützfüße 28 dient. Dieses
Nebenaggregat 30 ist üblicherweise
mit dem Fahrzeugmotor (nicht dargestellt) gekoppelt und das Aufladen, Abladen
oder Abkippen eines Transportbehälters 14 erfolgt
bei eingeschaltetem Fahrzeugmotor.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist in der Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus eine Haltevorrichtung 32 (in 1 nicht
dargestellt) integriert, welche bündig mit der Oberseite der
Ladefläche 16 angeordnet
und ausgebildet ist. Diese Haltevorrichtung 32 enthält insbesondere
einen (oder wahlweise auch mehrere) Elektromagneten, der im eingeschalteten Zustand
wenigstens einen auf der Ladefläche 16 abgesetzten
Transportbehälter 14 aus
Metall mittels magnetischer Anziehungskraft festhalten kann. Die Form
und die Größe dieses
Elektromagneten hängen von
dem jeweils zur Verfügung
stehenden Raum in der Ladefläche 16 sowie
der erforderlichen zur Verfügung
zu stellenden Magnetkraft ab und können vom Fachmann grundsätzlich ohne
Einschränkungen
beliebig angepasst werden.
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Grundsätzlich ist
es alternativ auch denkbar, den Elektromagneten der Haltevorrichtung 32 unterhalb
der Ladefläche 16 anzubringen.
Vorteilhafterweise muss in diesem Fall die Ladefläche 16 nicht verändert werden;
andererseits muss aber der Elektromagnet mit einer höheren Leistung
betrieben werden.
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Die
Haltevorrichtung 32 ermöglicht
ein sicheres Festhalten des Transportbehälters 14 auf der Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus des Absetzkippers 10 während des Fahrbetriebs des
Absetzkippers 10 unabhängig
von der exakten Positionierung des Transportbehälters 14 auf der Ladefläche 16 und
insbesondere auch unabhängig
von der jeweiligen Form und Größe des Transportbehälters 14.
Während
des Auflade- oder
Abladevorgangs des Transportbehälters 14 kann
die Haltevorrichtung 32 auf einfache Weise abgeschaltet
werden, um den Transportbehälter 14 mittels
der Absetzkippvorrichtung 12 in bekannter Weise frei bewegen
zu können.
Die Haltevorrichtung 32 der Erfindung kann zum Beispiel
auch in herkömmliche
Absetzkipper 10 eingebaut werden und wirkt dann mit den üblicherweise
vorhandenen Haltevorrichtungen in Form von Haken, Anschlägen und
dergleichen zusammen, um die Sicherheit während des Fahrbetriebs des
Absetzkippers 10 zu erhöhen.
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Da
bekanntermaßen
das Magnetfeld durch eine Wasser- oder Eisschicht auf dem Elektromagneten
abgeschwächt
wird, muss dieser Umstand bei der Dimensionierung und der Leistungsaufnahme
des Elektromagneten mit berücksichtigt
werden, um in jedem Fall ein sicheres Halten eines Transportbehälters 14 auf
der Ladefläche 16 zu
gewährleisten.
Gemäß einer
kostengünstigen
Alternative ist es auch möglich,
die der Ladefläche 16 zugewandte
Oberseite der magnetischen Haltevorrichtung 32 mit Durchbrechungen,
Vertiefungen oder dergleichen zu versehen, um ein Ablaufen von Wasser
zu ermöglichen und
damit die Bildung einer Wasser- oder Eisschicht zwischen der Oberseite
der Haltevorrichtung 32 und der Unterseite eines Transportbehälters 16 auf
der Ladefläche 16 zu
verhindern. Beispielsweise kann die Haltevorrichtung 32 zu
diesem Zweck aus voneinander beabstandeten Stäben gebildet oder deren Oberseite
mit einer Riffelung versehen sein.
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Falls
der Elektromagnet der Haltevorrichtung 32 unterhalb der
Ladefläche 16 angebracht
ist, ist es von Vorteil, in analoger Weise die Oberfläche der
Ladefläche 16 mit
einer derartigen Ablaufeinrichtung auszubilden.
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Der
Aufbau und die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 32 werden
nachfolgend unter Bezugnahme auf 2 näher erläutert.
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Die
Haltevorrichtung 32 mit dem Elektromagneten wird von einer
Steuereinrichtung 34 über
ein Nebenaggregat 30 gesteuert. Dieses Nebenaggregat 30 kann
zum Beispiel das gleiche Nebenaggregat der hydraulischen Komponenten
der Absetzkippvorrichtung 12 sein. Alternativ kann aber
selbstverständlich auch
ein zweites Nebenaggregat 30 vorgesehen sein, welches ebenfalls
mit dem Fahrzeugmotor 38 zur Energieversorgung gekoppelt
sein kann.
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Die
Steuereinrichtung 34 der Haltevorrichtung 32 ist
ferner mit der Fahrzeugsteuerung 36 gekoppelt. Hierdurch
ist es möglich,
dass die Steuereinrichtung 34 die Haltevorrichtung 32 in
Abhängigkeit von
dem Fahrzustand des Absetzkippers 10 steuert. Insbesondere
kann die Haltevorrichtung 32 so gesteuert werden, dass
sie sich im Fahrbetrieb des Absetzkippers automatisch immer im eingeschalteten Betriebszustand
befindet.
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Zusätzlich ist
die Steuereinrichtung 34 der Haltevorrichtung 32 mit
einer Steuereinrichtung 40 der Absetzkippvorrichtung 12 verbunden.
Auf diese Weise ist es möglich,
sicherzustellen, dass die Haltevorrichtung 32 während eines
Auf- oder Abladevorgangs eines Transportbehälters 14 durch die
Absetzkippvorrichtung 12 automatisch im ausgeschalteten Betriebszustand
ist.
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Durch
die Kopplung der Steuereinrichtung 34 der Haltevorrichtung 32 mit
der Fahrzeugsteuerung 36 des Absetzkippers 10 und
der Steuereinrichtung 40 der Absetzkippvorrichtung 12 ist
daher gewährleistet,
dass sich die Haltevorrichtung 32 während der beiden Hauptbetriebsarten
des Absetzkippers 10 im jeweils richtigen Betriebszustand
befindet. Mit anderen Worten ist sichergestellt, dass sich die Haltevorrichtung 32 während des
Fahrbetriebs des Absetzkippers 10 automatisch im eingeschalteten Betriebszustand
befindet und dass sich die Haltevorrichtung 32 während des
Auf- oder Abladevorgangs eines Transportbehälters 14 mittels der
Absetzkippvorrichtung 40 automatisch im ausgeschalteten
Betriebszustand befindet.
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Es
ist zusätzlich
möglich,
eine Eingabevorrichtung 42 vorzusehen, über die der Fahrer des Absetzkippers 10 oder
ein anderes Bedienpersonal manuell den Betriebszustand der Haltevorrichtung 32 einstellen
kann. Diese Eingabevorrichtung 42 kann zum Beispiel im
Führerhaus
des Absetzkippers eingebaut und/oder in Form einer Fernbedienung
vorgesehen sein. Diese Eingabevorrichtung 42 ist bevorzugt
mit einer Anzeigevorrichtung versehen, durch welche der Betriebszustand
der Haltevorrichtung 32 dem Benutzer angezeigt werden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist der Absetzkipper 10 ferner wenigstens
einen Gewichtssensor 44 auf, der das Gewicht des wenigstens
einen auf der Ladefläche 16 des Fahrzeugaufbaus
abgesetzten Transportbehälters 14 erfasst.
Der wenigstens eine Gewichtssensor kann zum Beispiel in die Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus und/oder in die Absetzkippvorrichtung 12 integriert
sein. Derartige Gewichtssensoren 44 sind dem Fachmann bekannt
und sollen deshalb in diesem Zusammenhang nicht näher erläutert werden.
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Mit
Hilfe einer derartigen Gewichtssensorik 44 ist es möglich, dass
die Steuereinrichtung 34 der Haltevorrichtung 32 den
Betriebszustand der wenigstens einen Haltevorrichtung 32 in
Abhängigkeit
des erfassten Gewichts des wenigstens einen auf der Ladefläche 16 des
Fahrzeugaufbaus abgesetzten Transportbehälters 14 steuert.
Zum Beispiel ist es möglich,
zu erkennen, dass während
des Fahrbetriebs des Absetzkippers 10 kein Transportbehälter 14 auf
der Ladefläche 16 vorhanden
ist, sodass auf den Betrieb der Haltevorrichtung 32 verzichtet
werden kann. Außerdem
ist es möglich,
die magnetische Haltekraft der Haltevorrichtung 32 in Abhängigkeit von
dem aktuell vorhandenen Gewicht des Transportbehälters 14 einschließlich dessen
Ladung auf ein geeignetes Maß einzustellen,
um einen sicheren Halt des Transportbehälters 14 zu gewährleisten. Das
Vorsehen einer solchen Gewichtssensorik 44 bietet daher
die Möglichkeit
eines energiesparenden Betriebs der Haltevorrichtung 32,
da die Haltevorrichtung nur bei Bedarf und nur in einem nötigen Maße betrieben
werden muss.
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In
diesem Zusammenhang kann die magnetische Haltevorrichtung 32 auch
mit einer weiteren Sensorik (nicht dargestellt) gekoppelt sein,
welche das Vorhandensein einer Wasser- oder Eisschicht auf der Oberseite
der Haltevorrichtung 32 bzw. auf der Ladefläche 16 erfasst.
Gegebenenfalls kann so die Leistungsaufnahme des Elektromagneten
an die jeweiligen Witterungsumstände
angepasst werden.
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Darüber hinaus
ist es offensichtlich, dass die Haltevorrichtung derart ausgelegt
bzw. betrieben werden muss, dass eine ausreichende magnetische Haltekraft
für den
jeweiligen Transportbehälter 14 gewährleistet
ist, um diesen auch bei positiven und negativen Beschleunigungen
sicher auf der Ladefläche 16 des
Absetzkippers 10 zu halten.
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Während die
Erfindung oben anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen vollständig beschrieben worden ist,
ist es selbstverständlich,
dass für
den Fachmann verschiedene Änderungen
und Modifikationen offensichtlich sind, die im Schutzumfang der
vorliegenden Erfindung liegen, wie er durch die anhängenden
Ansprüche
definiert ist.
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Während in
dem obigen Ausführungsbeispiel nur
eine Haltevorrichtung bzw. nur ein Elektromagnet und nur ein Transportbehälter 14 beschrieben
worden sind, ist die Erfindung nicht auf diese spezielle Ausführungsform
beschränkt.
Es ist insbesondere möglich,
dass mehrere Haltevorrichtungen 32 oder eine Haltevorrichtung 32 mit
mehreren Elektromagneten in der Ladefläche 16 integriert
sind. In diesem Fall können
je nach Form und Größe der zu
transportierenden Transportbehälter 14 alle
oder nur ein Teil der Haltevorrichtungen 32 bzw. Elektromagneten
zugeschaltet werden. Ferner ist die Erfindung auch bei Ansetzkippern 10 einsetzbar,
die mehr als einen Transportbehälter 14 transportieren
können.
In diesem Fall ist es von Vorteil, jedem zu transportierenden Transportbehälter eine
eigene Haltevorrichtung zuzuordnen, die ebenfalls nur bei Bedarf
und nur mit der erforderlichen Betriebskraft zugeschaltet werden muss.
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- 10
- Absetzkipper
- 12
- Absetzkippvorrichtung
- 14
- Transportbehälter
- 16
- Ladefläche
- 18
- Hebearme
- 20
- Hebearmantriebe
- 22
- Endausleger
von 18
- 24
- Ketten
- 26
- Anschlagzapfen
an 14
- 28
- Stützfüße
- 30
- Nebenaggregat
- 32
- Haltevorrichtung
(Elektromagnet)
- 34
- Steuereinrichtung
von 32
- 36
- Fahrzeugsteuerung
- 38
- Fahrzeugmotor
- 40
- Steuereinrichtung
von 12
- 42
- (manuelle)
Eingabevorrichtung
- 44
- Gewichtssensoren