DE102005004674B4 - Vorrichtung zur Schalldämpfung von pulsierenden Gasströmen - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schalldämpfung von pulsierenden Gasströmen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- Derartige Vorrichtungen sind z. B. aus der
und derJP 11-013451 A bekanntJP 57-76220 A - Für die Schalldämpfung von pulsierenden Gasströmen, wie sie insbesondere in Ansaug- und Abgasanlagen von Verbrennungsmotoren auftreten, sind folgende einzeln oder in Kombination angewandte Maßnahmen bekannt: Reflektionsschalldämpfer, Längs- und Nebenschlussresonatoren (Helmholtz-Resonatoren), Bypass- oder Interferenzrohre sowie Absorptionsschalldämpfer. Da der insbesondere von Verbrennungsmotoren ausgehende Störschall nicht konstant, sondern von der Drehzahl des Motors abhängig ist, sind Schalldämpfer mit fester Geometrie unzureichend, da sie vorwiegend nur bestimmte Frequenzbereiche abdecken. Man hat daher bereits Schalldämpfer mit variabler Geometrie vorgeschlagen, bei welchen einzelne Parameter den unterschiedlichen Frequenzen und Amplituden des Störschalles anpassbar sind, so dass diese Schalldämpfer ein größeres Spektrum des Störschalles abdecken. Durch die
DE 197 43 446 C2 wurde eine Abgasanlage mit einem gasaustrittsseitig wahlweise verschließbaren zweiten Schalldämpfer bekannt, welcher bei geschlossenem Gasaustritt als Helmholtz-Resonator wirkt und damit zu einer zusätzlichen Geräuschdämpfung, insbesondere im unteren Drehzahlbereich führt. Andere Vorschläge sehen vor, dass die Geometrie eines Helmholtz-Resonators während des Betriebes der Brennkraftmaschine veränderbar und somit an die unterschiedlichen Schallfrequenzen anpassbar ist. Die schalldämpfende Funktion des Helmholtz-Resonators wird im Wesentlichen durch drei Parameter, sein Volumen sowie die Länge und den Querschnitt des Verbindungsrohres (Halses) zum schallführenden Kanal bestimmt. In derDE 43 05 333 C1 werden diese Parameter in Abhängigkeit von der Drehzahl eines Verbrennungsmotors durch geeignete konstruktive Maßnahmen mittels eines Stellmotors geändert. Damit wird eine stufenlose Anpassung der Geräuschdämpfung an die Motordrehzahl erreicht. Ähnliche Lösungen, z. B. Veränderung des Halsquerschnittes des Helmholtz-Resonators gehen aus derDE 100 04 991 A1 sowie derDE 197 54 840 C2 hervor. Damit wird eine stufenweise Anpassung der Resonanzfrequenz des Helmholtz-Resonators erreicht. Durch dieEP 1 017 936 B1 wurde ebenfalls ein Helmholtz- bzw. Nebenschlussresonator mit einstellbaren Parametern bekannt, wobei jeweils die Länge und der Querschnitt des Verbindungsrohres sowie das Resonanzvolumen in drei Stufen mittels eines Stellmotors veränderbar sind. - Auch bei Interferenz- oder Bypassrohren ist eine Anpassung an unterschiedliche Schallanteile bekannt. Bei der
DE 198 49 698 A1 wird die Länge eines U-förmig ausgebildeten Bypassrohres durch eine teleskopartige Anordnung der U-Schenkel verändert. Eine ähnliche Lösung nach dem Interferenzprinzip wurde durch dieEP 1 067 511 A2 für zwei Bypassrohre bekannt, deren akustisch wirksame Längen stufenlos – nach Art einer Posaune – veränderbar sind. - Durch die
EP 1 445 437 A1 wurde ein Schalldämpfer mit einem Gaseintrittsrohr bekannt, welches eine perforierte Wand aufweist, deren Durchtrittsquerschnitt mittels einer axial auf dem perforierten Rohr verschiebbaren Hülse stufenlos veränderbar ist. Damit wird eine Regelung des Eintrittsquerschnittes des Gasstromes in eine Resonanzkammer des Schalldämpfers erreicht, wobei die Verstellung der Hülse mittels eines Stellmotors erfolgt. - Aus der
DE 101 31 475 B4 ist ein Abgasschalldämpfer mit einer Ventilanordnung bekannt, welche vom Druck der eintretenden Gasströmung und einer der Gasströmung entgegenwirkenden Ventilfeder (Rückstellfeder) gesteuert wird. Dabei ist ein für eine Strömungsumlenkung ausgebildeter Ventilkörper vorgesehen, welcher in einem perforierten Rohr verschiebbar ist und somit den Eintrittsquerschnitt für die Gasströmung in das Gehäuse des Schalldämpfers proportional zur Verschiebung verändert. Die Verschiebung des Ventilkörpers erfolgt entweder automatisch, d. h. in Abhängigkeit vom Gasströmungsdruck oder durch ein Stellglied, welches am Ventilkörper angreift. - Die
DE 101 06 589 C1 offenbart einen Schalldämpfer für pulsierende Gase mit einem gasdruckgesteuerten Ventilteller, der durch eine Druckfeder in seine Schließstellung vorgespannt ist. - Aus der
DE 100 20 491 ist eine Abgasanlage bekannt, bei welcher der Durchströmungsquerschnitt einer Strömungsverzweigung mittels eines Ventiltellers veränderbar ist. Dabei ist zwischen der Innenwandung des Abgasrohrs und dem Ventilteller ein als Ringspalt ausgebildeter Durchtrittsspalt. - Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Schalldämpfung der eingangs genannten Art hinsichtlich ihres Aufbaus zu vereinfachen und in ihrer Funktion zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Patentanspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen dem gehäusefesten, gaseintrittsseitigen, perforierten Rohrabschnitt und dem Rohrkörper ein Durchtrittsspalt angeordnet ist. Der Rohrkörper wird vom Strömungsdruck im Rohrabschnitt gegen die Kraft einer Rückstellfeder verschoben und gibt mit wachsender Verschiebung einen zunehmenden Durchtrittsquerschnitt für den einströmenden Gasstrom frei. Bei nachlassendem Gasstrom wird der Rohrkörper durch die Rückstellfeder in eine Anfangsposition zurückgestellt, in welcher der Durchtrittsquerschnitt durch den Spalt zwischen verschiebbaren Rohrkörper und gehäusefesten Rohrabschnitt bestimmt wird. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ventilanordnung liegt in einer hohen Schalldämpfung bei geringen Durchflüssen, also bei Leerlauf des Verbrennungsmotors, bei Teillast und niedrigen Drehzahlen. Darüber hinaus ergibt sich als Vorteil ein geringer Gegendruck bei Volllast, d. h. der erfindungsgemäße Schalldämpfer zeigt ein dem Bedarf an Gegendruck und Schalldämpfung angepasstes, variables Verhalten. Vorteilhaft ist ferner, dass keine externen Stellelemente erforderlich sind, da die Steuerung des Rohrkörpers durch die Gasströmung induziert ist. Vorteilhaft ist ferner, dass keine Dichtigkeitsprobleme auftreten, weil sich die erfindungsgemäße Ventilanordnung innerhalb des Gehäuses befindet. Die Fertigung ist einfach und daher kostengünstig, weil vergleichsweise große Toleranzen möglich sind. Der erfindungsgemäße Schalldämpfer ist sowohl für Ansaug- und Abgasanlagen von Verbrennungsmotoren als auch für Kanäle von Lüftungsanlagen sowie Zu- und Ableitungen von Kompressoren verwendbar.
- Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist dem verschiebbaren Rohrkörper eine Führungseinrichtung zugeordnet, die am Gehäuse befestigt und innerhalb oder außerhalb des Gehäuses angeordnet sein kann. Vorteilhafterweise besteht die Führungseinrichtung aus einem gehäusefesten Rohrstück, auf welchem der verschiebbare Rohrkörper gleitend angeordnet ist. Rohrkörper und Rohrstück sind somit teleskopartig ineinander gesetzt. Vorteilhafterweise ist innerhalb des verschiebbaren Rohrkörpers und des gehäusefesten Rohrstückes eine Rückstellfeder angeordnet, welche als Druckfeder ausgebildet ist. Die Toleranzen zwischen dem verschiebbaren Rohrkörper und dem gehäusefesten Rohrstück können so abgestimmt werden, dass sich infolge eines eingeschlossenen Gasvolumens und viskoser Wandreibung ein Bedämpfungseffekt ergibt, was den Vorteil zur Folge hat, dass kein Verkanten und auch kein Klappern auftritt.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse durch eine Trennwand in zwei Kammern unterteilt, und der eintrittsseitige Rohrabschnitt ist durch die Trennwand hindurch bis in die austrittsseitige Kammer geführt. Durch eine beiderseits der Trennwand im Rohrabschnitt angeordnete Perforation und eine Perforation im verschiebbaren Rohrkörper ergibt sich bei hohen Durchflüssen, d. h. hohem Strömungsdruck eine Kurzschluss- bzw. Bypassströmung direkt von der eintrittsseitigen zu austrittsseitigen Kammer. Vorteilhafterweise ist in der Trennwand zusätzlich ein Bypassrohr mit relativ hohem Durchflusswiderstand angeordnet. Vorteilhaft bei dieser Lösung sind ebenfalls ein relativ hoher Gegendruck bei niedrigen Durchflüssen und eine gute Schalldämpfung sowie bei höheren Durchflüssen ein geringer Gegendruck infolge der Öffnung des Bypasses. Die Kurzschlussströmung kann auch durch äquivalente Mittel, z. B. eine örtliche Querschnittsverringerung des verschiebbaren Rohrkörpers erreicht werden.
- In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann durch eine Kombination der vorgenannten erfindungsgemäßen Maßnahmen eine Feinanpassung an die Drehzahl bzw. Strömungsverhältnisse, insbesondere in drei Stufen erreicht werden. In einer ersten Stufe, bei geringer Strömung gibt der verschiebbare Rohrkörper nur einen minimalen Durchtrittsquerschnitt frei, wobei eine maximale Dämpfung erzielt wird. In einer zweiten Stufe bei einem mittleren Strömungsdurchsatz wird ein größerer Durchtrittsquerschnitt infolge weiterer Verschiebung des Rohrkörpers freigegeben, wobei eine mittlere Dämpfung erzielt wird. In einer dritten Stufe bei einer maximalen Strömung werden der erste und ein weiterer Durchtrittsquerschnitt infolge Öffnung eines Bypassweges freigegeben; damit wird ein verminderter Gegendruck bei einer vergleichsweise geringen Dämpfung erzielt. Vorteilhafterweise ist dabei die Führungseinrichtung, die auch die Rückstellfeder aufnimmt, außerhalb des Gehäuses angeordnet und über ein Gestänge mit dem verschiebbaren Rohrkörper verbunden. Dies hat den Vorteil, dass die Führungseinrichtung einschließlich Feder weniger temperaturbelastet ist.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die oben erwähnte selbsttätige, strömungsinduzierte Verstellung des Rohrkörpers durch eine Zwangsverstellung mittels eines externen Stellgliedes unterstützt werden. Damit ist eine noch genauere Anpassung möglich.
- In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Querschnitte des verschiebbaren Rohrkörpers und des gehäusefesten Rohrabschnittes nicht auf kreisförmige Querschnitte beschränkt, vielmehr sind auch nicht kreisförmige Querschnitte, z. B. Polygone möglich.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine schematische Darstellung eines Schalldämpfers mit erfindungsgemäßer Ventilanordnung in nahezu geschlossenem Zustand (erstes Ausführungsbeispiel), -
2 den Schalldämpfer gemäß1 in geöffnetem Zustand, -
3 eine schematische Ansicht eines Schalldämpfers mit Trennwand und erfindungsgemäßer Ventilanordnung in nahezu geschlossenem Zustand (zweites Ausführungsbeispiel), -
4 den Schalldämpfer gemäß3 in geöffnetem Zustand, -
5 eine schematische Ansicht eines Schalldämpfers mit Trennwand und abgewandelter Ventilanordnung in nahezu geschlossenem Zustand (drittes Ausführungsbeispiel), -
6 den Schalldämpfer gemäß5 mit etwa halb geöffnetem Ventil und -
7 den Schalldämpfer gemäß5 mit voll geöffnetem Ventil. -
1 zeigt eine schematische Ansicht eines Schalldämpfers1 , der für eine nicht dargestellte Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges mit einem Verbrennungsmotor verwendbar ist. Der Schalldämpfer1 weist ein Gehäuse2 auf, welches eine von Abgas durchströmbare Kammer2a bildet. In die Kammer2a münden ein von einem nicht dargestellten Verbrennungsmotor kommendes Gaseintrittsrohr3 sowie ein zu einem nicht dargestellten Endrohr der Abgasanlage führendes Gasaustrittsrohr4 . Das Gaseintrittsrohr3 ragt mit einem perforierten Rohrabschnitt5 in die Kammer2a hinein, wobei der Rohrabschnitt5 einen in Richtung des Pfeiles E (Gaseintrittsströmung) verschiebbaren Rohrkörper6 in sich aufnimmt. Am Gehäuse2 ist eine rohrförmige Führungseinrichtung7 befestigt, auf welcher der Rohrkörper6 gleitend angeordnet ist. Innerhalb des verschiebbaren Rohrkörpers6 und der gehäusefesten Führungseinrichtung7 ist eine Druckfeder8 angeordnet, welche sich einerseits am Gehäuse2 und andererseits am Rohrkörper6 abstützt. Der Rohrkörper6 , welcher als Ventilkörper wirkt, ist also in Richtung des Pfeiles E geführt und bildet mit dem Rohrabschnitt5 einen Ringspalt9 . Der Anströmbereich des Ventilkörpers6 weist eine etwa halbkugelförmig ausgebildete Kappe10 auf. Die Längsführung zwischen der Führungseinrichtung7 und dem Rohrkörper6 ist relativ eng toleriert, so dass sich aufgrund eines eingeschlossenen Gasvolumens eine viskose Wandreibung ergibt, die einen Dämpfungseffekt bei der Längsbewegung des Ventilkörpers6 zur Folge hat. Damit wird ein Klappern vermieden. - Die dargestellte Position des Rohrkörpers
6 in1 entspricht einer geringen Abgasströmung, dargestellt durch den Pfeil E. Die durch die Druckfeder8 auf den Rohrkörper6 ausgeübte Federkraft ist gleich der von der Abgasströmung auf die Kappe10 ausgeübten Kraft. Der Rohrkörper6 befindet sich in einer vorderen Position und gibt lediglich den Ringspalt9 frei, so dass das Abgas – wie durch eine strichpunktierte Linie angedeutet – mit relativ starkem Druckabfall durch den perforierten Rohrabschnitt5 in das Gasaustrittsrohr4 strömt. Damit ergibt sich bei geringer Abgasströmung ein relativ hoher Gegendruck und eine gute Schalldämpfung. Der Ringspalt9 weist eine Querschnittsfläche auf, die wesentlich kleiner als die Querschnittsfläche des Gaseintrittsrohres3 ist. -
2 zeigt den Schalldämpfer1 gemäß1 mit einer geöffneten Ventilposition. Der Ventilkörper6 ist infolge eines erhöhten Strömungsdruckes durch das Abgas entsprechend Pfeil E um den Betrag x in Strömungsrichtung E verschoben, wobei die Druckfeder8 komprimiert wurde. Der Durchtrittsquerschnitt des perforierten Rohrabschnittes5 ist jetzt vollständig freigegeben, so dass das Abgas entsprechend der strichpunktierten Linie mit relativ geringem Druckabfall vom Gaseintrittsrohr3 zum Gasaustrittsrohr4 strömt. Der Verschiebeweg x des Rohrkörpers6 (Unterschied der Positionen gemäß1 und2 ) ist vorzugsweise größer als der Durchmesser D des Abgaseintrittsrohres3 bzw. des perforierten Rohrabschnittes5 . -
3 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Schalldämpfer11 mit einem Gehäuse12 , welches durch eine Trennwand13 (auch Trennboden genannt) in zwei Kammern, eine Eintrittskammer14 und eine Austrittskammer15 unterteilt ist. In die Eintrittskammer14 mündet ein Abgaseintrittsrohr16 , welches sich mit einem Rohrabschnitt17 bis zur Trennwand13 erstreckt und diese bis in die Austrittskammer15 hinein durchsetzt. An die Austrittskammer15 schließt sich ein Austrittsrohr18 an. In der Trennwand13 ist ein Bypassrohr19 angeordnet, über welches die Eintrittskammer14 mit der Austrittskammer15 kommuniziert, jedoch einen relativ hohen Strömungswiderstand aufweist. Der Rohrabschnitt17 weist zwei perforierte Wandbereiche20 ,21 beiderseits der Trennwand13 auf, wobei im Trennwandbereich ein glatter, nicht perforierter Abschnitt17a angeordnet ist. In dem Rohrabschnitt17 ist ein Rohrkörper22 verschiebbar unter Belassung eines Ringspaltes23 angeordnet und über eine Druckfeder24 gegenüber dem Gehäuse12 abgestützt. Der Rohrkörper22 ist über eine gehäusefeste, vorzugsweise rohrförmige Führungseinrichtung25 in Längsrichtung des Eintrittsrohres16 (Pfeil E) geführt. Der Rohrkörper22 weist – abweichend von dem Ausführungsbeispiel gemäß1 – im vorderen Bereich einen perforierten Rohrwandabschnitt26 auf, welcher eine radiale Durchströmung dieses Abschnittes – von außen nach innen und von innen nach außen – erlaubt. - Die in
3 dargestellte Position des Rohrkörpers22 entspricht einer geringen Abgasströmung entsprechend Pfeil E. Die Druckfeder24 hält den Rohrkörper22 in seiner vorderen Position, so dass lediglich der Ringspalt23 freigegeben ist, welcher vom Eintrittsrohr16 bis in die Austrittskammer15 reicht. Gleichzeitig besteht eine Strömungsverbindung für das eintretende Abgas vom Ringspalt23 radial nach außen durch den perforierten Abschnitt20 in die Eintrittskammer14 , von wo aus über das Bypassrohr19 eine Verbindung in die Austrittskammer15 besteht. In dieser Position ergibt sich somit für die Abgasströmung ein relativ hoher Strömungswiderstand, der einen entsprechenden Gegendruck zur Folge hat. Die Dämpfungswirkung in dieser Position ist relativ hoch. Der Strömungsweg des Abgases ist durch strichpunktierte Linien angedeutet. -
4 zeigt den Abgasschalldämpfer11 gemäß3 mit einer geöffneten Ventilposition, d. h. der Rohrkörper22 ist in Richtung des Pfeiles E aufgrund eines erhöhten Gasströmungsdruckes verschoben. In dieser geöffneten Position befindet sich der perforierte Wandabschnitt26 des Rohrkörpers22 im Bereich der Trennwand13 und der beiden perforierten Wandabschnitte20 ,21 des Rohrabschnittes17 . Damit ergibt sich für die Gasströmung ein Bypass bzw. Kurzschluss vom Eintrittsrohr16 in die Austrittskammer15 bzw. zum Austrittsrohr18 . Die Strömung – dargestellt durch eine strichpunktierte Linie – tritt somit zunächst von radial außen durch die Perforation in das Innere des Wandabschnittes26 ein und tritt dann stromabwärts radial nach außen wieder aus dem Wandabschnitt26 aus. Damit ergibt sich für die Abgasströmung bei erhöhtem Durchfluss ein geringerer Gegendruck. -
5 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Schalldämpfer30 mit einem Gehäuse31 , welches durch eine Trennwand32 in zwei Kammern33 ,34 unterteilt ist. Über ein Gaseintrittsrohr35 , entsprechend dem Pfeil E, gelangt die Abgasströmung in das Gehäuse31 und verlässt dieses über ein Austrittsrohr36 , entsprechend dem Pfeil A. Das Eintrittsrohr35 ist durch einen Rohrabschnitt37 mit zwei perforierten Wandbereichen38 ,39 bis in den Bereich der Trennwand32 verlängert. Das Gasaustrittsrohr36 ragt in die Austrittskammer34 hinein und weist im Bereich der Trennwand32 einen perforierten Abschnitt40 auf. Die Trennwand32 weist im Bereich des perforierten Abschnittes40 eine Öffnung41 und ein in die Eintrittskammer33 ragendes Teillastrohr42 auf. Im Rohrabschnitt37 ist ein Rohrkörper43 mit einem perforierten Wandabschnitt44 verschiebbar angeordnet und über ein Gestänge45 mit einer Führungseinrichtung46 verbunden, welche auch eine Rückstellfeder47 , in diesem Falle eine Schraubenzugfeder, aufnimmt. Die außerhalb des Gehäuses31 angeordnete Führungseinrichtung46 mit Rückstellfeder47 ist somit nicht den hohen Abgastemperaturen ausgesetzt. - Die in
5 dargestellte Position des Rohrkörpers43 entspricht einer geringen Abgasströmung. Der Durchgang vom Eintrittsrohr35 zum Austrittsrohr36 ist nahezu geschlossen. Die Abgasströmung tritt, entsprechend dem Pfeil E, ein, gelangt in den Ringspalt außerhalb des Rohrkörpers43 und gelangt durch den perforierten Wandabschnitt38 über die Einstrittskammer33 , das Teillastrohr42 und die Öffnung41 in das Austrittsrohr36 . Der Strömungsweg ist durch eine strichpunktierte Linie zwischen Pfeil E und A angedeutet; er ist durch einen relativ hohen Strömungswiderstand gekennzeichnet. Die Dämpfung ist in dieser Ventilposition maximal. -
6 zeigt den Schalldämpfer30 mit einer zweiten Ventilposition, welche einer mittleren Strömung, entsprechend dem Pfeil E, entspricht. Der Ventilkörper43 befindet sich in einer mittleren Position, d. h. der erste stromaufwärtige, perforierte Wandbereich38 ist jetzt freigegeben, so dass die Strömung durch diesen Bereich über das Teillastrohr42 in das Austrittsrohr36 gelangen kann. Der Strömungsweg ist wiederum durch eine strichpunktierte Linie zwischen den Pfeilen E und A angedeutet. In dieser Ventilposition bei einer mittleren Abgasströmung ergibt sich eine mittlere Dämpfung. -
7 zeigt den Schalldämpfer30 mit einer dritten Ventilposition bei maximaler Strömung, d. h. der Ventilkörper43 ist in seine äußerste Endstellung in Richtung des Pfeiles E verschoben. Der perforierte Wandbereich44 des verschiebbaren Rohrkörpers43 befindet sich jetzt im perforierten Bereich39 des Rohrabschnittes37 . Damit wird für die eintretende Gasströmung ein zusätzlicher Strömungsweg durch den Bypass des Wandabschnittes44 frei. Somit ergeben sich zwei Strömungswege, welche durch strichpunktierte Linien dargestellt sind. Der Gegendruck ist demzufolge relativ gering, ebenso die Dämpfungswirkung. - Das Ausführungsbeispiel gemäß den
5 ,6 ,7 stellt somit eine Kombination der Ausführungsbeispiele gemäß1 und3 mit einer abgestuften Anpassung der Dämpfung an die Strömungsverhältnisse bzw. die Motordrehzahl eines Verbrennungsmotors dar. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Schalldämpfer
- 2
- Gehäuse
- 2a
- Kammer
- 3
- Gaseintrittsrohr
- 4
- Gasaustrittsrohr
- 5
- perforierter Rohrabschnitt
- 6
- Rohrkörper
- 7
- Führungseinrichtung
- 8
- Druckfeder
- 9
- Ringspalt
- 10
- Kappe
- 11
- Schalldämpfer
- 12
- Gehäuse
- 13
- Trennwand
- 14
- Eintrittskammer
- 15
- Austrittskammer
- 16
- Abgaseintrittsrohr
- 17
- Rohrabschnitt
- 18
- Austrittsrohr
- 19
- Bypass
- 20
- perforierter Wandbereich
- 21
- perforierter Wandbereich
- 22
- Rohrkörper
- 23
- Ringspalt
- 24
- Druckfeder
- 25
- Führungseinrichtung
- 26
- Rohrwandabschnitt
- 30
- Schalldämpfer
- 31
- Gehäuse
- 32
- Trennwand
- 33
- Kammer
- 34
- Kammer
- 35
- Gaseintrittsrohr
- 36
- Gasaustrittsrohr
- 37
- Rohrabschnitt
- 38
- perforierter Wandbereich
- 39
- perforierter Wandbereich
- 40
- perforierter Abschnitt
- 41
- Öffnung
- 42
- Teillastrohr
- 43
- Rohrkörper
- 44
- perforierter Wandabschnitt
- 45
- Gestänge
- 46
- Führungseinrichtung
- 47
- Rückstellfeder
Claims (16)
- Vorrichtung zur Schalldämpfung von pulsierenden Gasströmen, insbesondere in Ansaug- oder Abgasanlagen von Brennkraftmaschinen bei Kraftfahrzeugen, mit einem von einem gasförmigen Medium (Gas) durchströmbaren Gehäuse (
2 ;12 ;31 ), welches ein Gaseintritts- und ein Gasaustrittsrohr (3 ,4 ;16 ,18 ;35 ;36 ) und eine Ventilanordnung mit einem federbelasteten, von der Gasströmung beaufschlagbaren, verschiebbaren Ventilkörper zur strömungsabhängigen Veränderung eines Durchtrittsquerschnittes für das einströmende Gas aufweist, wobei das Gaseintrittsrohr (3 ;16 ;35 ) einen in das Gehäuse hineinragenden, perforierten Rohrabschnitt (5 ;17 ;37 ) aufweist und der Ventilkörper als Rohrkörper (6 ;22 ;43 ) ausgebildet ist, der in dem perforierten Rohrabschnitt (5 ;17 ;37 ) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem perforierten Rohrabschnitt (5 ;17 ;37 ) und dem Ventilkörper ein Durchtrittsspalt (9 ;23 ) für den Durchtritt des Gases von dem Gaseintrittsrohr (3 ;16 ;35 ) in das Gehäuse (2 ;12 ;31 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, der Durchtrittsspalt (
9 ;23 ) ein Ringspalt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei am Gehäuse (
2 ;12 ;31 ) eine Führungseinrichtung (7 ;25 ;46 ) zur Führung des Rohrkörpers (6 ;22 ;43 ) in Verschieberichtung befestigt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Gehäuse (
12 ;31 ) durch eine Trennwand (13 ;32 ) in zwei Kammern (14 ,15 ;33 ,34 ) unterteilt ist, wobei der perforierte Rohrabschnitt (17 ;37 ) die Trennwand (13 ;32 ) durchsetzt und wobei der Rohrkörper (22 ;43 ) einen vorderen perforierten Wandbereich (26 ;44 ) oder einen im Querschnitt reduzierten Bereich aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei der Rohrabschnitt (
17 ) im Bereich der Trennwand (13 ) ein durchgehendes, nicht perforiertes Rohrstück (17a ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei in der Trennwand (
13 ) ein Verbindungsrohr (19 ) angeordnet ist, über welches die beiden Kammern (14 ,15 ) in Gasströmungsverbindung stehen. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, wobei der perforierte vordere Bereich (
26 ) des Rohrkörpers (22 ) – in Verschieberichtung – eine Länge aufweist, die etwa gleich oder größer als die Länge des durchgehenden Rohrstückes (17a ) ist. - Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Rohrkörper (
6 ,22 ) anströmseitig eine strömungsgünstige Kappe (10 ) aufweist. - Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei der Rohrabschnitt (
37 ) einen ersten, stromaufwärts gelegenen und einen zweiten, stromabwärts im Bereich der Trennwand (32 ) angeordneten, perforierten Wandbereich (38 ,39 ) aufweist und wobei der perforierte Rohrkörper (43 ) zwischen den perforierten Bereichen (38 ,39 ) verschiebbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei das Gasaustrittsrohr (
36 ) einen in die Austrittskammer (34 ) hineinragenden, bereichsweise perforierten Kanalabschnitt (40 ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei der Kanalabschnitt (
40 ) über eine Öffnung (41 ) und/oder ein Teillastrohr (42 ) mit der Eintrittskammer (33 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, wobei die Führungseinrichtung (
7 ;25 ;46 ) mindestens ein Federelement aufweist. - Vorrichtung nach einem der Anspruche 1 bis 12, wobei der Rohrkörper durch einen pneumatischen, elektrischen oder hydraulischen Stellmotor verstellbar ist.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Querschnitte des verschiebbaren Rohrkörpers (
6 ;22 ;43 ) und des gehäusefesten Rohrabschnittes (5 ;23 ;37 ) nicht kreisförmig ausgebildet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, wobei die Führungseinrichtung (
7 ;25 ) rohrförmig ausgebildet und teleskopartig im Rohrkörper (6 ;22 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, wobei die Führungseinrichtung (
46 ) außerhalb des Gehäuses (31 ) angeordnet und über ein Gestänge (45 ) mit dem Rohrkörper (43 ) verbunden ist.
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