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Die
Erfindung bezieht sich auf eine abgewinkelte Spritzschutzkappe für Steckverbinder,
umfassend einen ersten, zum Befestigen an dem Steckverbinder vorgesehenen
Aufsatzabschnitt und einen zweiten, sich an dem Aufsatzabschnitt
anschließenden
Winkelabschnitt, der zur schützenden
Aufnahme der am Steckverbinder angeschlossenen Kabel sowie zum Anschluß eines
die Kabel über
ihre weitere Länge
schützend
umhüllenden
Wellschlauches vorgesehen ist, wobei der Winkelabschnitt und der
Aufsatzabschnitt jeweils aus zwei Halbschalen bestehen, die jeweils über ein
Filmscharnier miteinander verbunden sind.
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Solche
Spritzschutzkappen sind allgemein bekannt, sie werden von einer
Vielzahl von auf diesem Gebiet tätigen
Unternehmen hergestellt und angeboten. Diese bekannten Spritzschutzkappen
werden speziell im Kraftfahrzeugbau angewendet, damit die vielen
erforderlichen Steckverbindungen, die sich im Rahmen der Komplettverkabelung
eines Kraftfahrzeuges ergeben, vor Verschmutzungen bzw. Beschädigungen
geschützt
werden.
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In
den zurückliegenden
Jahren ist es üblich geworden,
daß die
Kabel in solchen Kraftfahrzeugen durch Wellschläuche geführt und durch diese gegen Beschädigungen
und Verschmutzungen geschützt werden,
wobei sich dann besondere Probleme stellen, wenn die Kabel in Steckern
und/oder Gegensteckern oder an irgendwelchen Aggregaten enden, dort müssen die
Wellschläuche über speziell
ausgebildete Adapter, beispielsweise Spritzschutzkappen, an dem
Steckverbinder angeschlossen werden, damit auch gerade diese Übergangsbereiche
vor Verschmutzungen und Beschädigungen
geschützt
werden müssen.
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Dabei
werden die in ein Kraftfahrzeug einzubauenden Kabel bereits vor
ihrem Einbau in das Kraftfahrzeug zu sogenannten Kabelbäumen zusammengefaßt, in denen
bereits sämtliche
erforderlichen Kabel und Anschlüsse
integriert und mit ihren speziellen Verzweigungen, Abzweigungen,
Anschlüssen etc.
für den
jeweiligen Kraftfahrzeugtyp vorgesehen sind.
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Auch
bei den abgewinkelten Anschlüssen von
Kabeln an Steckverbindern ist es erforderlich, den die Kabel schützenden
Wellschlauch über
ein entsprechend ausgebildetes Bauteil an dem Steckverbinder anzuschließen. Diese
abgewinkelte Ausbildungsform einer Spritzschutzkappe ist allerdings beim
Einbau eines Kabelbaumes in ein Kraftfahrzeug wegen der häufig sehr
beengten Platzverhältnisse schwer
zu montieren, speziell auch dann, wenn ein solches Bauteil nach
einer Beschädigung
durch ein neues Bauteil ersetzt werden soll.
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Aus
der
US 6248952 ist ein
Winkelstück
für eine
Kabelschutzvorrichtung bekannt, das einerseits auf einen Wellschlauch
aufsetzbar und andererseits in verschiedenen Winkellagen fest in
eine Gehäusewandung
einsetzbar ist.
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Die
DE 29521387 U1 offenbart
einen Winkelstecker mit einem Drehlager zwischen zwei Gehäuseteilen.
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Es
ist deshalb das Ziel dieser Erfindung, eine abgewinkelte Spritzschutzkappe
für Steckverbinder der
eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß sich bei dem Einbau derselben,
speziell beim nachträglichen
Einbau in einen Kabelbaum eine einfache Montage gewährleisten
läßt, wobei
diese Montage speziell dadurch vereinfacht werden soll, daß der Einbau
der Spritzschutzkappe ohne Rücksicht
auf die Richtung, in welche die an dem Steckverbinder angeschlossenen
Kabel abgewinkelt sind, erfolgen kann.
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Dieses
Ziel wird dadurch erreicht, daß bei
einer solchen Spritzschutzkappe für Steckverbinder der Winkelabschnitt
gegenüber
dem Aufsatzabschnitt verdrehbar ist und daß die Schwenkachsen der Filmscharniere
koaxial sind.
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Durch
diese Ausbildung der Spritzschutzkappe wird gewährleistet, daß der Aufsatzabschnitt ohne
Rücksicht
auf die Richtung der abgebogenen Kabel mit dem Steckverbinder verbunden
und in den passenden festen Sitz verbracht werden kann, denn der
Winkelabschnitt kann sich wegen seiner Drehbarkeit frei nach den
Kabeln ausrichten.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist der Übergangsbereich
vom Aufsatzabschnitt zum Winkelabschnitt nach Art eines kreisringförmigen Drehgelenkes
ausgebildet.
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Die
Form eines kreisringförmigen
Drehgelenkes bietet sich als vorteilhafte Lösung zur Herbeiführung der
Drehbarkeit des Winkelabschnittes auf dem Aufsatzabschnitt an und
kann in einfacher Form an diesen jeweiligen Abschnitten formtechnisch
verwirklicht werden.
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Vorteilhaft
besteht das Drehgelenk aus einem am oberen Rand des Aufsatzabschnittes
ausgebildeten, radial abstehenden und umlaufenden Ringflansch, der
in einer am unteren Rand des Winkelabschnitts ausgebildeten umlaufenden
Ringnut einsteht.
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Diese
besondere Ausbildung des Drehgelenkes gewährleistet vor allen Dingen,
daß in
diesem Bereich der gewünschte
Schutz vor Verschmutzungen etc. ohne weiteres gewährleistet
ist. Im übrigen lassen
sich ein Ringflansch sowie eine Ringnut in einfacher Weise an den
jeweiligen Abschnitten der Spritzschutzkappe ausbilden.
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Erfindungsgemäß besteht
der Winkelabschnitt aus zwei Halbschalen, die vorzugsweise im Bereich
der Ringnut über
das Filmscharnier miteinander verbunden sind, und wobei an den Längsseiten
der beiden Halbschalen Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen sind.
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Diese
halbschalige Ausbildung bewirkt, daß der Winkelabschnitt gänzlich von
dem Aufsatzabschnitt abgenommen werden kann, was auch bedeutet,
daß er
nachträglich
montiert werden kann. Dies wiederum bedeutet, daß deshalb der Aufsatzabschnitt
in umkomplizierter Weise auf dem Steckverbinder angebracht werden
kann. Das anschließende Aufsetzen
des Winkelabschnittes kann dann entsprechend der Ausrichtung der
abgewinkelten Kabel vorgenommen werden. Zur endgültigen Befestigung des Winkelabschnitts
auf dem Aufsatzabschnitt genügt es
dann, die Halbschalen des Winkelabschnittes zu schließen.
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Erfindungsgemäß besteht
auch der Aufsatzabschnitt aus zwei Halbschalen, die vorzugsweise
an jeweils einer ihrer Längsseiten über das
Filmscharnier miteinander verbunden sind, wobei das Filmscharnier
unterhalb des Ringflansches angeordnet ist, und wobei an den diesen
Längsseiten
gegenüberliegenden
freien Längsseiten
Verriegelungsvorrichtungen angeordnet sind.
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Durch
diese halbschalige Ausbildung des Aufsatzabschnittes läßt sich
insbesondere ein nachträglicher
Einbau in vormontierte Kabelbäume
durchführen,
speziell können
beschädigte
Teile an bereits in Kraftfahrzeugen eingebauten Kabelbäumen bzw. Steckverbindern
repariert werden.
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Ein
die Erfindung nicht beschränkendes
Ausführungsbeispiel
wird anhand der in den Zeichnungen dargestellten Figuren erläutert: Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht des Steckverbinders mit aufgesetzter Spritzschutzkappe,
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2 eine
um 90° gegenüber der
Seitenansicht gemäß 1 gedrehte
weitere Seitenansicht auf den Steckverbinder mit Spritzschutzkappe,
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3 eine
Draufsicht auf den Steckverbinder mit Spritzschutzkappe,
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4 einen
Schnitt gemäß Linie
IV-IV in 1,
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5 einen
Schnitt gemäß Linie
V-V in 2,
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6 eine
Seitenansicht auf die aus zwei Halbschalen gebildete und in einer
180° aufgeklappten
Stellung gezeigten Spritzschutzkappe,
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7 eine
um 90° gedrehte
Seitenansicht auf die Spritzschutzkappe gemäß 6,
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8 eine
Draufsicht auf die Spritzschutzkappe gemäß 6,
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9 einen
Schnitt gemäß Linie
IX-IX in 6 durch die dort gezeigte Halbschale
der Spritzschutzkappe,
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10 eine
Seitenansicht auf den Steckverbinder mit einer aufgesetzten Halbschale
der Spritzschutzkappe und abgeklappter zweiter Halbschale,
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11 eine
um 90° gedrehte
Seitenansicht auf den Steckverbinder mit Spritzschutzkappe gemäß 10,
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12 eine
Draufsicht auf den in 10 dargestellten Steckverbinder
mit Spritzschutzkappe und
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13 einen
Schnitt gemäß Linie
XIII-XIII durch den Steckverbinder mit aufgesetzter Halbschale der
Spritzschutzkappe gemäß 10.
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Die
in den Figuren gezeigte abgewinkelte Spritzschutzkappe 1 ist
zum Schutz von an einem Steckverbinder 2 anzuschließenden,
in den Zeichnungen nicht dargestellten Kabeln vorgesehen. Sie besteht
im wesentlichen aus zwei hintereinander angeordneten Abschnitten,
nämlich
einem ersten Abschnitt, der als Aufsatzabschnitt 3 ausgebildet
und dazu vorgesehen ist, auf den Steckverbinder 2 aufgesetzt
bzw. an diesem befestigt zu werden. Im weiteren besteht die Spritzschutzkappe
aus einem zweiten Abschnitt, der als Winkelabschnitt 4 ausgebildet
ist, der zur schützenden
Aufnahme der an dem Steckverbinder 2 anzuschließenden Kabel
dient. Dieser Winkelabschnitt 4 ist in dem in den Figuren
gezeigten Beispiel um 90° abgeknickt.
An dem Winkelabschnitt 4 kann ein Wellschlauch, ebenfalls
in den Zeichnungen nicht dargestellt, befestigt werden, der dem Schutz
der darin geführten
Kabel dient.
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Um
den Einsatz der Spritzschutzkappe 1 und auch deren Einbau
in ein Kraftfahrzeug zu vereinfachen, ist der Winkelabschnitt 4 auf
dem Aufsatzabschnitt 3 drehbar angeordnet. Dazu dient ein
ringförmiges
Drehgelenk 5, das besonders gut der 4 zu entnehmen
und im Übergangsbereich 6 vom
Aufsatzabschnitt 3 zum Winkelabschnitt 4 ausgebildet ist.
Dieses Drehgelenk 5 wird einerseits durch die besondere
Ausformung des oberen Randes 7 des Aufsatzabschnitts 3 und
andererseits des unteren Randes 8 des Winkelabschnitts 4 gebildet.
Dabei ist der obere Rand 7 des Aufsatzabschnitts 3 in
Form eines radial nach außen
abstehenden Ringflansches 9 ausgebildet, der untere Rand 8 des
Winkelabschnitts 4 ist dagegen als eine umlaufende Ringnut 10 ausgeformt,
in die der Ringflansch 9 des Aufsatzabschnitts 3 eingreift.
Durch diese Ausbildung des ringförmigen Drehgelenkes 5 kann
der Winkelabschnitt 4 um 360° auf dem Aufsatzabschnitt 3 verdreht
werden.
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Zur
weiteren Erleichterung der Montage der erfindungsgemäßen Spritzschutzkappe 1 sind
sowohl der Aufsatzabschnitt 3 als auch der Winkelabschnitt 4 jeweils
als Halbschalen 3', 3'' bzw. 4', 4'' ausgebildet.
Die Halbschalen 3' bzw. 3'' des Aufsatzabschnittes 3 sind über ein
Filmscharnier 11 miteinander verbunden, das zwischen zwei
Längsseiten 12' bzw. 12'' der Halbschalen 3' bzw. 3'' vorgesehen ist. Damit sind die
beiden Halbschalen 3' bzw. 3'' unverlierbar miteinander verbunden,
und das Filmscharnier 11 dient zudem als Schwenkachse zum Verschwenken
der Halbschalen 3' bzw. 3'' beim Verschließen der Halbschalen 3' bzw. 3''.
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Wesentlich
ist, daß das
Filmscharnier 11 unterhalb des Ringflansches 9 des
Aufsatzabschnittes 3 bzw. der Halbschalen 3' bzw. 3'' angeordnet ist und damit den Eingriffsbereich
des Ringflansches 9 in die Ringnut 10 des Winkelabschnittes 4 nicht
behindert.
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An
den den Längsseiten 12' bzw. 12'' gegenüberliegenden Längsseiten 13' bzw. 13'' der Halbschalen 3' bzw. 3'' des Aufsatzabschnittes 3 sind
Verriegelungsvorrichtungen 14 vorgesehen, die beispielsweise
nach Art von Haken 15 und Ösen 16, für einen
Zusammenhalt der zusammengeklappten Halbschalen 3' bzw. 3'' Sorge tragen.
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Auch
die Halbschalen 4' bzw. 4'' des Winkelabschnittes 4 sind über ein
Filmscharnier 17 miteinander verbunden, wobei wesentlich
ist, daß dieses Filmscharnier 17 im
Bereich der Ringnut vorgesehen ist, so daß die Schwenkachse dieses Filmscharnieres 17 koaxial
zur Schwenkachse des Filmscharnieres 11 des Aufsatzabschnittes 3 verläuft.
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Auch
die Längsseiten 18' bzw. 18'' wie auch die Längsseiten 19' bzw. 19'' dieser Halbschalen 4' bzw. 4'' weisen Verriegelungsvorrichtungen 14 auf, die
ebenfalls nach Art von Haken 15 und Ösen 16 ausgebildet
sein können.
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Durch
diese halbschalige Bauweise des Aufsatzabschnitts 3 wie
auch des Winkelabschnitts 4 wird eine enorme Flexibilität bei der
Montage dieser Spritzschutzkappe erreicht. So kann beispielsweise zunächst nur
der halbschalige Aufsatzabschnitt 3 auf dem Steckverbinder 2 angebracht
werden, nämlich indem
die beiden Halbschalen 3' bzw. 3'' um den Steckverbinder 2,
nämlich
seinem oberen Teil, an dem die in den Zeichnungen nicht dargestellten
Kabel angeschlossen sind, herumgelegt und dann verriegelt werden.
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Dabei
weisen die beiden Halbschalen 3' bzw. 3'' des
Aufsatzabschnitts 3 auf ihren Innseiten Ausformungen 20 auf,
die in entsprechend ausgebildete reziproke Ausformungen 21 eingreifen,
die am Steckverbinder 2 vorgesehen sind. Hierdurch ergibt
sich ein fester Sitz des Aufsatzabschnitts 3 auf dem Steckverbinder 2,
dieser kann dann nicht mehr von dem Steckverbinder 2 abgezogen
werden.
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In
den 1 bis 5 ist der mit der Spritzschutzkappe 1 abgedeckte
Steckverbinder 2 in der gebrauchsfertigen Version dargestellt,
wobei hier allerdings keine Kabel und keine Wellschläuche eingezeichnet
sind.
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In
den 6 bis 9 ist dann die Spritzschutzkappe 1 nur
mit ihrem Aufsatzabschnitt 3 und ihrem Winkelabschnitt 4 dargestellt,
und zwar in aufgeklappter Form.
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Die 10 bis 13 zeigen
dann noch einmal den Steckverbinder 2 mit aufgesetzter
Spritzschutzkappe 1, allerdings noch bei geöffneten
Halbschalen 3', 3'' bzw. 4', 4'' des
Aufsatzabschnitts 3 bzw. des Winkelabschnitts 4.
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Aufgrund
der vorbeschriebenen Konstruktionsweise der Spritzschutzkappe 1 und
der besonderen Ausgestaltung des ringförmigen Drehgelenkes 5 kann
der Winkelabschnitt 4 auch erst zu einem späteren Zeitpunkt
auf dem Aufsatzabschnitt 3 montiert werden, wodurch sich
die Flexibilität
bei der Montage dieser Spritzschutzkappe 1 noch weiter
erhöht.