DE102004061426A1 - System und Verfahren zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Die
Erfindung betrifft ein System zum Temperieren eines Motoröls einer
Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, das einen Motorölkreis (25)
zum Temperieren eines Motoröls,
der die Brennkraftmaschine (10) und einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher
(28) umfasst; und einen Kühlmittelkreis
(11) zum Temperieren der Brennkraftmaschine (10), der in einem Hauptzweig (111) die Brennkraftmaschine (10), einen Kühlmittelkühler (12)
und eine erste Kühlmittelpumpe
(16) und in einem Nebenzweig stromab des Kühlmittelkühlers (12) den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher
(28) und eine zweite Kühlmittelpumpe
(36) umfasst, enthält.
Die Wärme
des Motoröls kann
so über
den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher
(28) an das Kühlmittel
und weiter über
den Kühlmittelkühler (12) an
die Umgebung abgegeben werden. Selbst bei einer begrenzten Kühlkapazität des Luft-Motorölkühlers (26)
kann so durch das Niedertemperatur-Kühlmittel und durch die gepumpte
Kühlmittelmenge
eine geeignete Motoröltemperierung
gewährleistet
werden.
Description
- Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 8.
- Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs einen Luft-Motorölkühler zu verwenden, der durch einen auf seine Oberfläche auftreffenden Luftstrom das darin strömende Motoröl kühlt. Problematisch ist es dabei, eine ausreichend große Luftanströmfläche zur Verfügung zu stellen. Insbesondere bei Hochleistungsfahrzeugen ist der Bauraum für einen entsprechend großen erforderlichen Luft-Motorölkühler nicht vorhanden.
- Des weiteren beschreiben zum Beispiel die Druckschriften
DE 199 43 002 C2 ,DE 102 26 928 A1 undDE 102 44 829 A1 zur Temperierung des Motoröls einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher. Ein Teil des Kühlmittels zum Kühlen der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs wird aus dem Kühlkreis abgezweigt und durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher geleitet, um das ebenfalls durch diesen geleitete Motoröl durch einen Wärmeaustausch zwischen dem Kühlmittel und dem Motoröl zu temperieren. Im Fall derDE 102 26 928 A1 und derDE 102 44 829 A1 wird das Kühlmittel dabei stromab der Brennkraftmaschine abgeleitet, d.h. das Kühlmittel zum Temperieren des Motoröls besitzt eine relativ hohe Temperatur. Ferner wird das Kühlmittel in den bekannten Systemen mittels der Kühlmittelpumpe des Kühlkreises auch durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher geleitet; eine Regelung der Kühlleistung des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers entsprechend der Motoröltemperatur ist daher nicht möglich. - Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein System und ein Verfahren zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs bereitzustellen, die auch bei Hochleistungs fahrzeugen mit einem begrenzten Bauraum für Motorölkühleinrichtungen eine geeignete Temperierung des Motoröls gewährleisten.
- Diese Aufgabe wird durch ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
- Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein System zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs vorgeschlagen, das einen Motorölkreis zum Temperieren des Motoröls, der die Brennkraftmaschine und einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher umfasst; und einen Kühlmittelkreis zum Temperieren der Brennkraftmaschine, der in einem Hauptzweig die Brennkraftmaschine, einen Kühlmittelkühler und eine erste Kühlmittelpumpe umfasst, enthält. Der Kühlmittelkreis weist ferner einen Nebenzweig stromab des Kühlmittelkühlers auf, der den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher und eine zweite Kühlmittelpumpe umfasst.
- Bei diesem Aufbau wird durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher einerseits ein in dem Kühlmittelkühler gekühltes Kühlmittel und andererseits durch die zweite Kühlmittelpumpe ein Kühlmittel einer regelbaren Menge geleitet. Hierdurch ist es möglich, das Motoröl entsprechend dem Betriebszustand der Brennkraftmaschine und einer Temperatur des Motoröls optimal zu temperieren. Bei dem erfindungsgemäßen System ist hierzu außerdem kein großer Bauraum für zum Beispiel einen Luft-Motorölkühler mit einer großen Luftanströmfläche erforderlich.
- In einer Ausführungsform der Erfindung mündet die Kühlmittelrückführleitung des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers in die Kühlmittelzuführleitung des Hauptzweiges stromauf der Brennkraftmaschine. In einer alternativen Ausführungsform kann die Kühlmittelrückführleitung des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers auch in eine Kühlmittelrückführleitung des Hauptzweiges stromab der Brennkraftmaschine geleitet werden.
- In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ferner eine Steuer- und Regeleinheit vorgesehen, die den Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe im Nebenzweig und parallel den Betrieb eines Lüfters des Kühlmittelkühlers in Abhängigkeit von einer Motoröltemperatur steuert. Hierdurch kann eine Temperaturerhöhung des Kühlmittels aufgrund des Wärmeaustausches im Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher durch eine höhere Kühlleistung des Kühlmittelkühlers ausgeglichen werden. Zusätzlich kann die Steuer- und Regeleinheit den Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe im Nebenzweig auch in Abhängigkeit von einer Kühlmitteltemperatur steuern, um eine Überhitzung des Kühlmittels zu verhindern.
- In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite Kühlmittelpumpe eine elektrisch angetriebene Kühlmittelpumpe, die unabhängig vom Betrieb der Brennkraftmaschine und der ersten Kühlmittelpumpe im Hauptzweig des Kühlmittelkreises betrieben werden kann.
- Zur Verbesserung der Temperierleistung des Motoröls enthält der Motorölkreis ferner einen Luft-Motorölkühler in Reihe mit dem Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher. Dieser Luft-Motorölkühler benötigt jedoch aufgrund des oben beschriebenen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers nur eine kleinere Luftanströmfläche als bei herkömmlichen Systemen, sodass hierfür auch nur ein kleineren Bauraum zur Verfügung stehen muss.
- Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, bei dem das Motoröl durch einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher geleitet wird, durch welchen ein Kühlmittel eines Kühlmittelkreises zum Temperieren der Brennkraftmaschine mit einem Kühlmittelkühler geleitet wird, um das Motoröl durch einen Wärmeaustausch zwischen dem Motoröl und dem Kühlmittel zu temperieren, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Kühlmittelkühler gekühlte Kühlmittel durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher in Abhängigkeit von einer Temperatur des Motoröls geleitet wird.
- Wie bereits oben erwähnt, wird durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher einerseits ein in dem Kühlmittelkühler gekühltes Kühlmittel und andererseits durch die zweite Kühlmittelpumpe ein Kühlmittel einer regelbaren Menge geleitet. Hierdurch ist es möglich, das Motoröl entsprechend dem Betriebszustand der Brennkraftmaschine und einer Temperatur des Motoröls optimal zu temperieren. Bei dem erfindungsgemäßen System ist hierzu außerdem kein großer Bauraum für zum Beispiel einen Luft-Motorölkühler mit einer großen Luftanströmfläche erforderlich.
- In einer Ausgestaltung der Erfindung wird das in dem Kühlmittelkühler gekühlte Kühlmittel durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher auch in Abhängigkeit von einer Temperatur des Kühlmittels geleitet wird.
- In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Kühlmittel nach Durchströmen des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers in eine Kühlmittelzuführleitung stromauf der Brennkraftmaschine geleitet oder alternativ in eine Kühlmittelrückführleitung stromab der Brennkraftmaschine geleitet.
- Das in dem Kühlmittelkühler gekühlte Kühlmittel wird bevorzugt mittels einer elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher geleitet, die unabhängig vom Betrieb der Brennkraftmaschine und der ersten Kühlmittelpumpe im Hauptzweig des Kühlmittelkreises betrieben werden kann.
- Es ist hierdurch zum Beispiel auch möglich, nach einem Abschalten der Brennkraftmaschine im Fall eines überhitzten Kühlmittels das Kühlmittel mittels der elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe durch den Kühlmittelkühler zu leiten und gleichzeitig einen Lüfter des Kühlmittelkühlers zu betreiben, um ein Abkochen des Kühlmittels zu vermeiden. Der Betrieb der elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe und des Lüfters des Kühlmittelkühlers werden nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit abgeschaltet, um die Bordnetzspannung zu schonen.
- Vorzugsweise wird das Motoröl ferner durch einen Luft-Motorölkühler geleitet.
- Obige sowie weitere Vorteile, Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung. Darin zeigt die einzige Figur eine schematische Darstellung des Aufbaus eines Systems zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs gemäß der vorliegenden Erfindung.
- In der Figur ist schematisch der Aufbau eines Systems zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine gemäß einem bevorzugten, aber nicht-einschränkenden Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Brennkraftmaschine
10 ist hierzu mit einem Kühlmittelkreis11 und einem Motorölkreis25 verbunden. - Der Kühlmittelkreis
11 enthält einen Hauptzweig111 und einen Nebenzweig112 . Der Hauptzweig111 des Kühlmittelkreises11 umfasst wie bei herkömmlichen Systemen die Brennkraftmaschine10 , einen Kühlmittelkühler12 und eine erste Kühlmittelpumpe16 . Das in dem Kühlmittelkühler12 mittels eines Lüfters14 gekühlte Kühlmittel (im Allgemeinen Motorkühlwasser) wird durch die Kühlmittelpumpe16 durch eine Kühlmittelzuführleitung22 ,24 der Brennkraftmaschine10 zugeführt, und das in der Brennkraftmaschine10 erwärmte Kühlmittel wird über eine Kühlmittelrückführleitung20 wieder dem Kühlmittelkühler12 zurückgeführt, um wieder gekühlt zu werden. - Um zum Beispiel bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine
10 die Brennkraftmaschine10 möglichst schnell auf die optimalen Betriebstemperaturen zu bringen, ist in dem Hauptzweig111 des Kühlmittelkreises11 ferner eine Bypassleitung18 vorgesehen, durch welche das Kühlmittel in der Kühlmittelrückführleitung20 an dem Kühlmittelkühler12 vorbei und ohne Abkühlung über die Kühlmittelzuführleitung24 direkt wieder in die Brennkraftmaschine10 geleitet wird. Zur Einstellung der Strömungsmengen des durch den Kühlmittelkühler12 strömenden Kühlmittels und des durch die Bypassleitung18 strömenden Kühlmittels ist bekanntermaßen in der Kühlmittelzuführleitung22 ,24 ein Regelventil, beispielsweise ein Zweiwegeventil, angeordnet. - Obwohl nicht dargestellt, kann der Hauptzweig
111 des Kühlmittelkreises11 der Brennkraftmaschine10 ferner in bekannter Weise einen Ausgleichsbehälter, einen Kühlmittel-Getriebeöl-Wärmetauscher, verschiedene Druck- und Temperatursensoren, Regelventile und dergleichen enthalten. - In dem erfindungsgemäßen System enthält der Kühlmittelkreis
11 ferner einen Nebenzweig112 stromab des Kühlmittelkühlers12 . Dieser Nebenzweig112 des Kühlmittelkreises11 umfasst eine zweite Kühlmittelpumpe36 und einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 . Das in dem Kühlmittelkühler12 gekühlte Kühlmittel strömt mittels der zweiten Kühlmittelpumpe36 durch eine Kühlmittelzuführleitung38 in den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 und wird über eine Kühlmittelrückführleitung40 des Nebenzweiges112 wieder in den Hauptzweig111 des Kühlmittelkreises11 zurück geleitet. - In dem dargestellten Ausführungsbeispiel mündet die Kühlmittelrückführleitung
40 des Nebenzweiges112 in die Kühlmittelzuführleitung24 des Hauptzweiges111 stromauf der Brennkraftmaschine10 . Alternativ ist es auch möglich, dass das Kühlmittel aus dem Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher36 über die Kühlmittelrückführleitung40 des Nebenzweiges112 in die Kühlmittelrückführleitung20 des Hauptzweiges111 des Kühlmittelkreises11 stromab der Brennkraftmaschine10 zurück geführt, d.h. an der Brennkraftmaschine10 vorbei geleitet wird. - Während die erste Kühlmittelpumpe
16 im Hauptzweig111 des Kühlmittelkreises zum Beispiel eine Pumpe ist, die über einen Abtrieb der Brenn kraftmaschine10 angetrieben wird, wird als zweite Kühlmittelpumpe36 im Nebenzweig112 des Kühlmittelkreises11 bevorzugt eine elektrisch angetriebene Pumpe verwendet, die von dem Bordnetz bzw. der Batterie des Kraftfahrzeugs gespeist wird. Hierdurch kann der Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe36 grundsätzlich unabhängig von dem Betriebszustand (Ein/Aus) der Brennkraftmaschine10 gesteuert werden. - Zur Steuerung der zweiten Kühlmittelpumpe
36 und des Lüfters14 des Kühlmittelkühlers12 ist eine Steuer- und Regeleinheit42 vorgesehen. Dieser Steuer- und Regeleinheit42 werden u.a. eine von einem Kühlmittel-Temperatursensor44 erfasste Kühlmitteltemperatur TKM und eine von einem Motoröl-Temperatursensor46 erfasste Motoröltemperatur TMÖ eingegeben. Der Kühlmittel-Temperatursensor44 und der Motoröl-Temperatursensor46 messen die Kühlmitteltemperatur TKM bzw. Motoröltemperatur TMÖ vorzugsweise am Ausgang der Brennkraftmaschine10 . - Der bereits erwähnte Motorölkreis
25 umfasst die Brennkraftmaschine10 , einen Luft-Motorölkühler26 und den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 . Das Motoröl wird zunächst in dem Luft-Motorölkühler26 durch einen Luftstrom gekühlt und dann über eine Motorölleitung32 an den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 ausgegeben. In dem Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 steht das Motoröl im Motorölkreis25 mit dem Kühlmittel im Nebenzweig112 des Kühlmittelkreises11 in Wärmeaustausch und kann so bei Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe36 gekühlt werden. Das in dem Luft-Motorölkühler26 und dem Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 gekühlte Motoröl wird mittels einer Pumpeinrichtung48 über eine Motorölzuführleitung34 der Brennkraftmaschine10 zugeführt. Das in der Brennkraftmaschine10 erwärmte Motoröl wird über eine Motorölrückführleitung30 wieder zu dem Luft-Motorölkühler26 zurückgeführt. - Aufgrund des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers
28 ist es möglich, den Luft-Motorölkühler26 kleiner zu dimensionieren oder sogar ganz wegzulassen. Wie nachfolgend beschrieben, kann jedoch jederzeit, insbesondere selbst bei hohen Lastzuständen der Brennkraftmaschine10 eine geeignete Temperierung des Motoröls gewährleistet werden. - Es wird nun unter Bezugnahme auf die einzige Figur die Funktionsweise des oben beschriebenen Systems zum temperieren des Motoröls der Brennkraftmaschine
10 erläutert. Die Funktionsweise des Hauptzweiges111 des Kühlmittelkreises11 entspricht dabei derjenigen von herkömmlichen System und soll deshalb im Rahmen dieser Erfindung nicht näher beschrieben werden. - Im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine
10 ist die zweite Kühlmittelpumpe36 abgeschaltet, sodass kein Kühlmittel durch den Nebenzweig112 des Kühlmittelkreises11 strömt. Das Motoröl wird daher nur durch den Luft-Motorölkühler26 gekühlt. Übersteigt die von dem Motoröl-Temperatursensor46 erfasste Motoröltemperatur TMÖ einen ersten Grenzwert (z.B. 120°C), so wird durch die Steuer- und Regeleinheit42 die zweite Kühlmittelpumpe36 zugeschaltet. Hierdurch wird ein Teil des in dem Kühlmittelkühler12 gekühlten Kühlmittels durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher28 geleitet, und dieses Kühlmittel nimmt Wärme von dem Motoröl auf. Die Abführung der aufgenommenen Wärme an die Umgebung erfolgt dann über den Kühlmittelkühler12 . Fällt die von dem Motoröl-Temperatursensor46 erfasste Motoröltemperatur TMÖ unter einen zweiten Grenzwert (z.B. 115°C) gleich oder niedriger als der obige erste Grenzwert, so wird durch die Steuer- und Regeleinheit42 die zweite Kühlmittelpumpe36 wieder abgeschaltet. - Gleichzeitig oder zeitlich etwas verzögert zu dem Einschalten der zweiten Kühlmittelpumpe
36 steuert die Steuer- und Regeleinheit42 auch den Lüfter14 des Kühlmittelkühlers12 so an, dass die Drehzahl des Kühlers14 erhöht wird, d.h. die Kühlleistung des Kühlmittelkühlers12 vergrößert wird. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass die aus dem Motoröl aufgenommene Wärme von dem Kühlmittel an die Umgebung abgegeben werden kann. - Vorzugsweise wird der Steuer- und Regeleinheit auch die von dem Kühlmittel-Temperatursensor
44 erfasste Kühlmitteltemperatur TKM zugeführt. Falls diese Kühlmitteltemperatur TKM einen oberen Grenzwert übersteigt, kann die Steuer- und Regeleinheit42 die zweite Kühlmittelpumpe36 abschalten und damit die Aufnahme von Wärme aus dem Motoröl beenden, um ein Überhitzen des Kühlmittels und damit der Brennkraftmaschine10 zu verhindern. - Die Steuerungen der zweiten Kühlmittelpumpe
36 und des Lüfters14 des Kühlmittelkühlers12 durch die Steuer- und Regeleinheit42 erfolgen üblicherweise lastabhängig, d.h. je nach Fahrzustand und Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs wird mehr oder weniger Kühlung des Kühlmittels und des Motoröls benötigt. - Mit dem oben beschriebenen System kann jederzeit eine geeignete Temperierung des Motoröls sichergestellt werden, selbst wenn der Luft- Motorölkühler
26 relativ klein dimensioniert ist, d.h. eine relativ kleine Luftanströmfläche aufweist, oder die Luftanströmung des Luft-Motorölkühlers26 aufgrund des Fahrzustandes des Kraftfahrzeugs (z.B. Bergfahrt, Wind seitlich oder von hinten) eingeschränkt ist. Für den Wärmeaustausch zwischen dem Motoröl und dem Kühlmittel wird das in dem Kühlmittelkühler12 gekühlte Kühlmittel benutzt, und die Strömungsmenge des für den Wärmeaustausch zur Verfügung gestellten Kühlmittels wird durch die zweite Kühlmittelpumpe36 optimal geregelt. - Mit dem oben beschriebenen System ist eine weitere vorteilhafte Betriebsweise durchführbar, die nachfolgend beschrieben wird.
- Falls die Brennkraftmaschine
10 zum Beispiel beim Abstellen des Kraftfahrzeugs ausgeschaltet wird und gleichzeitig das Kühlmittel sehr heiß ist (z.B. TKM > 118°C) kann ein Abkochen des Kühlmittels in dem Kühlmittelkreis11 wirksam verhindert werden. Obwohl die erste Kühlmittelpumpe16 im Hauptzweig111 des Kühlmittelkreises11 zusammen mit der Brennkraftmaschine10 abgeschaltet wird, kann die Steuer- und Regeleinheit42 über die zweite Kühlmittelpumpe36 einen Kühlmittelstrom durch den Kühlmittelkühler12 bewirken. Das Regelventil17 in der Kühlmittelzuführleitung22 ,24 vom Kühlmittelkühler12 zur Brennkraftmaschine10 verhindert, dass das Kühlmittel nur durch den Nebenzweig112 des Kühlmittelkreises11 zirkuliert. Durch das gleichzeitige Zuschalten des Lüfters19 des Kühlmittelkühlers12 wird das Kühlmittel gekühlt. - Nach Erreichen einer Kühlmitteltemperatur TKM von zum Beispiel 110°C oder nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer von zum Beispiel 10 Minuten werden die zweite Kühlmittelpumpe
36 und der Lüfter12 des Kühlmittelkühlers12 durch die Steuer- und Regeleinheit42 wieder abgeschaltet, um das elektrische Bordnetz nicht zu stark zu belasten.
Claims (15)
- System zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, mit einem Motorölkreis (
25 ) zum Temperieren des Motoröls, der die Brennkraftmaschine (10 ) und einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) umfasst; und einem Kühlmittelkreis (11 ) zum Temperieren der Brennkraftmaschine (10 ), der in einem Hauptzweig (111 ) die Brennkraftmaschine (10 ), einen Kühlmittelkühler (12 ) und eine erste Kühlmittelpumpe (16 ) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreis (11 ) ferner einen Nebenzweig (112 ) stromab des Kühlmittelkühlers (12 ) aufweist, der den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) und eine zweite Kühlmittelpumpe (36 ) umfasst. - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlmittelrückführleitung (
40 ) des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers (28 ) in eine Kühlmittelzuführleitung (24 ) des Hauptzweiges (111 ) stromauf der Brennkraftmaschine (10 ) mündet. - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlmittelrückführleitung (
40 ) des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers (28 ) in eine Kühlmittelrückführleitung (20 ) des Hauptzweiges (111 ) stromab der Brennkraftmaschine (10 ) mündet. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Steuer- und Regeleinheit (
42 ) vorgesehen ist, die den Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe (36 ) im Nebenzweig (112 ) und parallel den Betrieb eines Lüfters (19 ) des Kühlmittelkühlers (12 ) in Abhängigkeit von einer Motoröltemperatur steuert. - System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Regeleinheit (
42 ) den Betrieb der zweiten Kühlmittelpumpe (36 ) im Nebenzweig (112 ) auch in Abhängigkeit von einer Kühlmitteltemperatur steuert. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kühlmittelpumpe (
36 ) eine elektrisch angetriebene Kühlmittelpumpe ist. - System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motorölkreis (
25 ) ferner einen Luft-Motorölkühler (26 ) in Reihe mit dem Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) enthält. - Verfahren zum Temperieren eines Motoröls einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, bei dem das Motoröl durch einen Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (
28 ) geleitet wird, durch welchen ein Kühlmittel eines Kühlmittelkreises (11 ) zum Temperieren der Brennkraftmaschine (10 ) mit einem Kühlmittelkühler (12 ) geleitet wird, um das Motoröl durch einen Wärmeaustausch zwischen dem Motoröl und dem Kühlmittel zu temperieren, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Kühlmittelkühler (12 ) gekühlte Kühlmittel durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) in Abhängigkeit von einer Temperatur des Motoröls geleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Kühlmittelkühler (
12 ) gekühlte Kühlmittel durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) auch in Abhängigkeit von einer Temperatur des Kühlmittels geleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel nach Durchströmen des Kühlmittel-Motoröl-Wärme tauschers (
28 ) in eine Kühlmittelzuführleitung (24 ) stromauf der Brennkraftmaschine (10 ) geleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel nach Durchströmen des Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauschers (
28 ) in eine Kühlmittelrückführleitung (20 ) stromab der Brennkraftmaschine (10 ) geleitet wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Kühlmittelkühler (
12 ) gekühlte Kühlmittel mittels einer elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe (36 ) durch den Kühlmittel-Motoröl-Wärmetauscher (28 ) geleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Abschalten der Brennkraftmaschine (
10 ) in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur das Kühlmittel mittels der elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe (36 ) durch den Kühlmittelkühler (12 ) geleitet und ein Lüfter (14 ) des Kühlmittelkühlers (12 ) betrieben wird. - Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb der elektrisch angetriebenen Kühlmittelpumpe (
36 ) und des Lüfters (14 ) des Kühlmittelkühlers (12 ) nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit abgeschaltet werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Motoröl ferner durch einen Luft-Motorölkühler (
26 ) geleitet wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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