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DE102004061227B3 - Einrichtung zum Entfernen überflüssiger Flotte von einer laufenden Bahn - Google Patents

Einrichtung zum Entfernen überflüssiger Flotte von einer laufenden Bahn Download PDF

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DE102004061227B3
DE102004061227B3 DE200410061227 DE102004061227A DE102004061227B3 DE 102004061227 B3 DE102004061227 B3 DE 102004061227B3 DE 200410061227 DE200410061227 DE 200410061227 DE 102004061227 A DE102004061227 A DE 102004061227A DE 102004061227 B3 DE102004061227 B3 DE 102004061227B3
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Abstract

Die Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn, die ein Abstreifelement, welches mit einer Anlegeseite an einer Seite der Bahn anliegt, zeichnet sich dadurch aus, dass die Anlageseite 28 des Abstreifelements 15 von einem rohrförmigen Element 16 aus flexiblem Material gebildet ist (Fig. 2).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art.
  • Es ist bekannt, zum Auftrag von Flotte, wie Färbe- oder eine andere Behandlungsflüssigkeit, eine vorlaufende Bahn durch ein Foulard-Volumen zu leiten, welches die Flotte enthält und in welches ggfs. durch die die Bahn mitgerissene Menge an Flotte kontinuierlich nachgefüllt wird.
  • Um einen gleichmäßigen Flottenauftrag sowohl über die Länge, als auch über die Breite der Bahn zu erreichen, ist es erforderlich, überschüssige Flottenmengen von der Bahn zu entfernen.
  • Hierzu ist es bekannt, die Bahn nach Durchlaufen des Foulard-Volumens einem Zwei-Walzen-Quetschwerk zuzuführen. In diesem Quetschwerk durchläuft die Bahn einen von zwei rotierenden Walzen gebildeten Walzenspalt, in dem beide Walzen unter einer geringen Linienkraft an einander gegenüberliegenden Seiten der Bahn anliegen.
  • Zwar ist es mit derartigen Quetschwerken möglich, größere Mengen an Flotte von der laufenden Bahn zu entfernen, es hat sich jedoch gezeigt, dass zur Erzielung gleichmäßiger Ergebnisse ein Mindestliniendruck erforderlich ist, der einen Flottenanteil bezogen auf das Gewicht der trockenen Bahn von etwas 100% maximal erreichen lässt. Ferner ist der Einsatz derartiger Quetschwerke dann problematisch, wenn es sich bei der laufenden Bahn um ein elastisches Material handelt, welches sich beim Durchgang durch den Walzenspalt elastisch verformt.
  • Des Weiteren ist ein Auftragswerk mit einem Foulard-Volumen bekannt, das an seinem Boden einen Austrittsspalt für die von oben nach unten hindurch geführte Warenbahn aufweist. Der Austrittsspalt ist beidseitig durch pneumatischen Innendruck aufweisende Schläuche begrenzt, die beim Durchlaufen der Bahn an den beiden einander gegenüber liegenden Bahnoberflächen anliegen und somit zugleich ein unkontrolliertes Austreten in dem Foulard-Volumen befindlicher Flüssigkeit verhindern und ein Entfernen überschüssiger Flotte von der Warenbahn bewirken.
  • Zwar ist es mit einem derartigen Auftragswerk möglich, Flottenanteile von über 100% bezüglich auf das Gewicht der trockenen Warenbahn zu applizieren, nachteilig ist jedoch, dass der Austrittsspalt aus dem Foulard-Volumen zu Undichtigkeiten neigt und derartige Auftragswerke damit störanfällig sind.
  • Aus der DE 103 16 337 A1 ist ein weiteres Auftragswerk mit einer Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von der Bahn nach dem Auftrag bekannt. Die Einrichtung umfasst ein Abstreifelement, welches unter einer nachgiebigen Kraft an einer Seite der Bahn anliegt und mittels welchem die Bahn gegen ein auf die andere Seite der Bahn wirkendes Abstützelement angedrückt wird. Mit dieser Einrichtung kann ein Flottenauftrag von deutlich über 100% bezogen auf das Gewicht der trockenen Bahn erzielt werden, bei gleichzeitig erzielter hoher Gleichmäßigkeit der aufgetragenen Flottenmenge sowohl in, als auch quer zur Vorlaufrichtung der Bahn.
  • Das Abstreifelement ist mit einer zur Bahn konvexen Anlageseite versehen. Letztere ist von einem unter im Wesentlichen elastischer Verformung vorgebogenen Bandmaterial gebildet.
  • Ferner ist ein pneumatisches Element vorgesehen, welches an der der Anlageseite gegenüber liegenden Seite des Bandmaterials anliegt. Eine Erhöhung des Druckes, unter dem das pneumatische Element steht, führt zu einer Verringerung der Nachgiebigkeit des Bandmaterials und damit zu einer Erhöhung der Linienkraft, und umgekehrt. Durch Veränderung des pneumatischen Druckes in dem pneumatischen Element kann eine Feinregulierung der Breite des Abstandes der Anlagefläche des Abstreifelements zur Bahnoberfläche vorgenommen und somit die auf der Bahn verbleibende Flottenmenge variiert werden.
  • Zwar hat sich gezeigt, dass bei einem Auftragswert mit einer derart ausgestalteten Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von der Bahn nach dem Auftrag hohe Flottenmengen bis hin zu 150% bezogen auf das Gewicht der trockenen Warenbahn zuverlässig und gleichmäßig aufgetragen werden können, nachteilig ist jedoch, dass durch die zwischen der Anlageseite des Abstreifelements und der Warenbahn bestehenden Reibung das Bandmaterial einem nicht unerheblichen Verschleiß unterliegt. Ist die Verschleißgrenze erreicht, so muss das Band ausgetauscht werden, was nur während des Stillstandes des Auftragswerks möglich ist. Ein Produktionsausfall ist die Folge.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine von dem aus der DE 103 16 337 A1 bekannten Auftragswerk eingesetzte Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von der Bahn nach dem Auftrag derart weiter zu entwickeln, dass die Maschinenausfallzeiten reduziert werden.
  • Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn gelöst.
  • Dadurch, dass die Anlageseite des Abstreifelements von einem rohrförmigen Element aus flexiblem Material gebildet ist, braucht das rohrförmige Element nach Erreichen der Verschleißgrenze in dem an der Warenbahn anliegenden Bereich lediglich um einen solchen Winkel verdreht werden, dass das rohrförmige Element anschließend ausschließlich mit einem noch nicht verschlissenem Bereich an der Bahn anliegt. Dieser Vorgang kann wiederholt werden, bis schließlich das rohrförmige Element zumindest nahezu über seine gesamte Mantelfläche die Verschleißgrenze erreicht hat. Da die Drehung des rohrförmigen Elements stets nur eine sehr kurze Zeit in Anspruch nimmt, reduziert sich die Ausfallzeit eines mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung versehenen Auftragswerks gegenüber einem solchen gemäß der DE 103 16 337 A1 erheblich. Es ist sogar denkbar, das Auftragswerk für die Dauer der Drehung des rohrförmigen Elements unverändert weiter zu betreiben, da bestenfalls während des kurzen Verdrehvorgangs eine geringfügige Variation in der Abstreifwirkung der Einrichtung und damit der auf der Bahn befindlichen Flottenmenge zu erwarten ist.
  • Um den Wechsel von einem verschlissenen zu einem unverschlissenem Bereich des rohrförmigen Elementes während des Betriebs eines Auftragswerks bewerkstelligen zu können, können – wie bevorzugt – Mittel vorgesehen sein, durch welche das rohrförmige Element wahlweise undrehbar oder drehbar an einem Träger gelagert ist. Um die Drehung des rohrförmigen Elements zu bewirken, braucht dann während des Vorlaufs der Bahn lediglich die Fixierung des rohrförmigen Elements an dem Träger gelöst zu werden, bis dieses sich durch die von der vorlaufenden Bahn eingeleiteten Reibungskräfte um den gewünschten Winkelbetrag gedreht hat.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Einrichtung sind Druckmittel vorgesehen, mit denen eine nachgiebige Kraft auf zumindest einen Teil der inneren Mantelfläche des rohrförmigen Elements derart ausgeübt werden können, dass die Anlageseite gegen die Bahn angedrückt wird. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass durch Variation der nachgiebigen Kräfte der Anteil der mittels der Einrichtung entfernten Flüssigkeit an der ursprünglich auf der Warenbahn befindlichen Flüssigkeit variiert werden kann. So ist es beispielsweise möglich, die Flüssigkeitsmenge auf den für die jeweilige Anwendung optimalen Wert einzustellen.
  • Eine bevorzugte konstruktive Variante der Druckmittel weist hierzu einen Druckschlauch aus einem elastischen Material auf. An diesem sind Mittel zur Druckänderung, beispielsweise eine Druckluftquelle und ein Druckluftablass, angeschlossen. Der zur Erzielung optimaler Ergebnisse erforderliche Druck, mit dem die Anlageseite des Abstreifelements gegen die Bahn gedrückt wird, kann dann durch Variation des Innendrucks in dem Druckschlauch auf einfache Weise angepasst werden.
  • Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung sind auf der der Anlageseite gegenüber liegenden Seite des rohrförmigen Elements Gegendruckmittel vorgesehen, mit denen zumindest auf einen Teil der inneren Mantelfläche des rohrförmigen Elements eine nachgiebige Gegenkraft ausgeübt werden kann, die zumindest eine von der Bahn weggerichtete Kraftkomponente aufweist. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Querschnittsform des rohrförmigen Elements zu verändern. Ist es für den Fall, dass keine äußeren Kräfte einwirken, im Querschnitt kreisringförmig, so führt die Einleitung einer derartigen Gegenkraft zur Ovalisierung des Querschnitts. Da sich hierbei die Form der Anlagefläche in dem Bereich, in dem sie an der Bahn anliegt, ändert, können die Abstreifeigenschaften des Abstreifelements besonders feinfühlig den jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
  • Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung werden das Druck- und/oder das Gegendruckmittel zugleich dazu verwendet, das rohrförmige Element an dem Träger drehfest zu fixieren oder zum Zwecke der Weiterdrehung zu lösen. Hierzu sind zwischen dem Druckmittel und/oder dem Gegendruckmittel einerseits und der inneren Mantelfläche des rohrförmigen Elements andererseits Mittel zum wahlweisen Erzeugen eines Kraftschlusses vorgesehen.
  • Diese Mittel können, wie besonders bevorzugt, ein gummielastisches Element umfassen. Der Kraftschluss wird dann auf einfache Weise dadurch bewirkt, dass das Druckmittel und/oder das Gegendruckmittel mit einem solchen Druck beaufschlagt wird, dass es an der inneren Mantelfläche des rohrförmigen Elements anliegt.
  • Besonders vielseitig in der Anwendbarkeit ist die erfindungsgemäße Einrichtung dann, wenn zumindest die äußere Mantelfläche des rohrförmigen Elements aus einem säure- und laugenbeständigen Material besteht.
  • Hierzu kann die äußere Mantelfläche des rohrförmigen Elements eines oder mehrere der Materialien PVC, PE oder PP umfassen.
  • Das Einführen des Endes einer neuen Warenbahn und der Austausch des rohrförmigen Elements, beispielsweise nach Erreichen der Verschleißgrenze über nahezu dem gesamten Umfang, wird erheblich erleichtert, wenn die erfindungsgemäße Einrichtung Mittel umfasst, mittels denen das Abstreifelement von der Bahn abhebbar ist.
  • Diese Mittel können einen um eine in einer zur Bahnebene parallelen Ebene senkrecht zur Vorlaufrichtung der Bahn ausgerichteten Achse schwenkbar gelagerten Hebel oder eine entsprechend gelagerte Wippe umfassen.
  • Zur Verschwenkung des Hebels oder der Wippe um diese Achse ist dann vorzugsweise ein Längsversteller, beispielsweise eine Kolbenzylindereinheit, vorgesehen, der beabstandet von der Achse an den Hebel oder der Wippe angreift.
  • Ist darüber hinaus – wie besonders bevorzugt – ein die Betriebsstellung des Abstreifelements definierender Anschlag vorgesehen, so kann die für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Stellung des Abstreifelements vor dem Abheben eingestellt und das Abstreifelement zur Wiederaufnahme des Betriebs mittels des Längsverstellers gegen den Anschlag gefahren werden. Zeitaufwendige Arbeiten zur Neujustage können dadurch vermieden werden.
  • Die Erfindung erstreckt sich auch auf ein Auftragswerk mit einer Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn, wie sie vorab beschrieben worden ist.
  • In der Zeichnung ist – schematisch – ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn dargestellt. Es zeigen:
  • 1 die Einrichtung in einer Übersicht im Zusammenwirken mit einem Auftragswerk sowie
  • 2 die erfindungsgemäße Einrichtung in einer Einzeldarstellung, teilweise im Schnitt.
  • Das in 1 als Ganzes mit 100 bezeichnete Auftragswerk, von dem zwecks besserer Übersicht Maschinengestell- und Gehäuseteile nicht dargestellt sind, umfasst einen Foulard 1, dem in Richtung des Pfeils P eine Bahn B kontinuierlich zugeführt wird. Die Bahn B umschlingt vier Netzumlenkwalzen 2, 3, 4, 5, von denen die Walzen 2, 4 oberhalb des Foulard-Volumens 6, die Walzen 3, 5 innerhalb des Foulard-Volumens 6 angeordnet sind.
  • Das Foulard-Volumen 6 wird von einem Trog 7 gebildet, der um eine parallel zu den Rotationsachsen der Netzumlenkwalzen 2, 3, 4, 5 verlaufende Schwenkachse S zwischen einer oberen, normal eingezeichneten Betriebsstellung und einer unteren, dünn und gestrichelt dargestellten Wartungsposition verlagerbar ist.
  • Das Foulard-Volumen dient der Aufnahme einer in der Zeichnung nicht dargestellten Flotte, die über in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellte Mittel in der Menge, in der sie von der durchlaufenden Bahn mitgerissen wird, nachgefüllt wird.
  • In Vorlaufrichtung der Bahn nach dem Foulard 1 durchläuft die Bahn B einen Bahnbreithalter 8. Dieser umfasst eine Streckwalze 9, die im zur Laufrichtung der Bahn B entgegen gesetzten Drehsinne angetrieben ist. Sie weist eine in der Zeichnung nicht erkennbare Außenstruktur auf, die aufgrund des Schlupfes zwischen der Bahn B und der Streckwalze 9 eine Streckung der Bahn B quer zu deren Laufrichtung bewirkt.
  • Ferner umfasst der Bahnbreithalter eine Rakel 10, die über eine Andruckeinrichtung 11 derart gegen die laufende Bahn angestellt wird, das Letztere unter einem definierten Druck an dem Außenumfang der Streckwalze 9 anliegt.
  • Nach Durchlaufen des Bahnbreithalters 8 wird die Bahn B in einem in Laufrichtung ansteigenden Abschnitt einer zur Bewirkung des Bahnvorlaufs angetriebenen Umlenkwalze 12 zugeführt, die sie um einen Winkel von etwa 120 Grad zur Erzielung eines für die Übertragung der Vorlaufkräfte ausreichenden Reibschlusses durch Verwendung einer geeignet angeordneten Umlenkwalze 13 umschlingt.
  • Das Auftragswerk 100 umfasst des Weiteren eine Einrichtung 14 zum Entfernen überschüssiger Flotte von der Bahn B nach dem Auftrag. Diese Einrichtung soll nun anhand von 2 im Einzelnen beschrieben werden.
  • Die Einrichtung 14 zum Entfernen überschüssiger Flotte von der Bahn B nach dem Auftrag umfasst ein Abstreifelement 15, das von einem rohrförmigen Element 16 gebildet ist. Es besteht aus einem säure- und laugenbeständigen Kunststoff und weist in dem in der Zeichnung nicht durch eingeleitete Kräfte deformierten Zustand einen kreisringförmigen Querschnitt auf.
  • Das rohrförmige Element 16 ist an einem Träger 17 gelagert. Dieser weist ein im Querschnitt kastenförmiges Tragprofil 18 auf. An diesem Tragprofil ist auf der radial von dem rohrförmigen Element 16 zu der Bahn weisenden Seite ein im Querschnitt etwa „C"-förmiges Halteprofil 19 angebracht, in das ein zur inneren Mantelfläche 20 konvex gekrümmtes, gummielastisches Element 21 eingespannt ist.
  • Zwischen dem gummielastischen Element 21 und der Basis des Halteprofils 19 ist ein ein Druckmittel 22 bildender Druckschlauch 23 angeordnet, der sich über die gesamte Länge des rohrförmigen Elements 16 erstreckt und mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten Druckluftmenge mit einem vorbestimmbaren Druck befüllbar ist.
  • In einem Winkel von 180 Grad versetzt ist an dem Tragprofil 18 ein weiteres Halteprofil 24 mit einem gummielastischen Element 25 und einem Druckschlauch 26 vorgesehen, wobei das Halteprofil, das gummielastische Element und der Druckschlauch in ihrer Ausgestaltung dem vorab Beschriebenen entsprechen. Das Halteprofil 24, das gummielastische Element 25 und der Druckschlauch 26 bilden zusammen ein Gegendruckmittel 27, mit welchem eine derjenigen mittels des Druckmittels 22 entgegen gerichtete Kraftkomponente, d.h. eine solche, die von der Bahn B fort wirkt, erzielt werden.
  • Wie aus 2 sinnfällig wird, führt die Druckbeaufschlagung sowohl des Druckschlauchs 23, des Druckmittels 22, als auch des Druckschlauchs 26 des Gegendruckmittels 27 dazu, dass der im Ausgangszustand kreisringförmige Querschnitt eine mit zunehmendem Druck ovalere Form annimmt. Ferner wird durch den zwischen den gummielastischen Elementen 21 und 25 einerseits und der inneren Mantelfläche 20 des rohrförmigen Elements 16 andererseits erzeugten Kraftschluss das rohrförmige Element 16 undrehbar gegenüber dem Träger 17 gehalten, so dass die jeweilige Anlageseite 28, die in dem Fall, dass sich weder das rohrförmige Element, noch die Umlenkwalze 12 durch den Andruck verformen, linienförmig auf die Bahn B wirkt, zu dieser ortsfest ist.
  • Hat die Anlageseite ihre Verschleißgrenze erreicht, so muss lediglich das rohrförmige Element nach Ablassen des Druckes aus den Druckschläuchen 23 und 26 um einen solchen Winkel weitergedreht werden, dass der verschlissene Bereich außer Wirkung mit der Bahn B gelangt. Das rohrförmige Element 16 kann anschließend durch erneute Druckbeaufschlagung der Druckschläuche 23, 26 wieder fixiert werden.
  • Der Träger 17 und mit ihm das gesamte Abstreifelement 15 ist an einer Wippe 29 angebracht, die um eine in einer zur Bahn parallelen Ebene senkrecht zur Laufrichtung der Bahn B verlaufende Achse T verschwenkbar gelagert ist. Beabstandet zur Achse T ist an dem dem Träger 17 gegenüberliegenden Endbereich der Wippe 29 ein Längsversteller 30 angelenkt, der als hydraulische Kolbenzylindereinheit 31 ausgebildet ist. Mittels des Längsverstellers 30 kann die Anlageseite 28 von der Bahn B abgehoben werden, wie dies beispielsweise zum Einführen einer neuen Bahn B oder zum Wechsel des rohrförmigen Elements 16 notwendig ist.
  • Ferner ist auf der dem Längsversteller 30 gegenüberliegenden Seite der Wippe 29 ein verstellbarer Anschlag 32 vorgesehen, gegen den die Wippe 29 gefahren werden kann. Der Anschlag 32 definiert eine normale Betriebsstellung des Abstreifelements, so dass nach einem Abheben desselben die Betriebsstellung nicht aufs Neue definiert werden muss und so reproduzierbare Abstreifergebnisse sichergestellt werden.
  • 100
    Auftragwerk
    1
    Foulard
    2, 3, 4, 5
    Netzumlenkwalzen
    6
    Foulard-Volumen
    7
    Trog
    8
    Bahnbreithalter
    9
    Streckwalze
    10
    Rakel
    11
    Andruckeinrichtung
    12
    Umlenkwalze
    13
    Umlenkwalze
    14
    Einrichtung
    15
    Abstreifelement
    16
    rohrförmiges Element
    17
    Träger
    18
    Tragprofil
    19
    Halteprofil
    20
    innere Mantelfläche
    21
    gummielastisches Element
    22
    Druckmittel
    23
    Druckschlauch
    24
    Halteprofil
    25
    gummielastisches Element
    26
    Druckschlauch
    27
    Gegendruckmittel
    28
    Anlageseite
    29
    Wippe
    30
    Längsversteller
    31
    Kolben/Zylindereinheit
    32
    Anschlag
    B
    Bahn
    P
    Pfeil
    S
    Schwankachse
    T
    Achse

Claims (13)

  1. Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn (B), mit einem Abstreifelement (15), welches mit einer Anlageseite (28) an einer Seite der Bahn (B) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageseite (28) des Abstreifelements (15) von einem Teil eines rohrförmigen Elementes (16) aus flexiblem Material gebildet ist und dass Mittel vorgesehen sind, durch welche das rohrförmige Element (16) wahlweise undrehbar oder drehbar an einem Träger (17) gelagert ist.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Druckmittel (22) vorgesehen sind, mit denen eine nachgiebige Kraft auf zumindest einen Teil der inneren Mantelfläche (20) des rohrförmigen Elements (16) derart ausgeübt werden kann, dass die Anlageseite (28) gegen die Bahn (B) gedrückt wird.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittel (22) einen Druckschlauch (23) aus einem elastischen Material und Mittel zur Druckänderung umfassen.
  4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Anlageseite (28) gegenüberliegenden Seite des rohrförmigen Elements (16) Gegendruckmittel (27) vorgesehen sind, mit denen zumindest auf einen Teil der inneren Mantelfläche (20) des rohrförmigen Elements (16) eine nachgiebige Gegenkraft ausgeübt werden kann, die zumindest eine von der Bahn (B) weggerichtete Kraftkomponente aufweist.
  5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Druckmittel (22) und/oder dem Gegendruckmittel (27) einer seits und der inneren Mantelfläche (20) des rohrförmigen Elements (16) andererseits Mittel zum Erzeugen eines Kraftschlusses vorgesehen sind.
  6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel ein gummielastisches Element (21, 25) umfassen.
  7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die äußere Mantelfläche des rohrförmigen Elements (16) aus einem säure- und laugenbeständigen Material besteht.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die äußere Mantelfläche des rohrförmigen Elements (16) eines oder mehrere der Materialien PVC, PE oder PP umfasst.
  9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst, mittels denen das Abstreifelement (15) von der Bahn (B) abhebbar ist.
  10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel einen um eine parallel zur Breite der Bahn (B) ausgerichtete Achse (T) schwenkbar gelagerten Hebel oder eine entsprechend gelagerte Wippe (29) umfassen.
  11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Längsversteller (30) vorgesehen ist, der beabstandet von der Achse (T) an dem Hebel oder an der Wippe (29) angreift.
  12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Betriebsstellung des Abstreifelements (15) definierender Anschlag (32) vorgesehen ist.
  13. Auftragswerk mit einer Einrichtung zum Entfernen überschüssiger Flotte von einer laufenden Bahn nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US1956561A (en) * 1930-07-15 1934-05-01 Harriet D Coates Coating apparatus
US2861541A (en) * 1955-08-16 1958-11-25 Beloit Iron Works Device for coating a traveling sheet
DE29609053U1 (de) * 1996-05-20 1996-08-22 Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH, 89522 Heidenheim Vorrichtung zum direkten oder indirekten Auftragen oder Enddosieren eines flüssigen oder pastösen Mediums auf eine laufende Materialbahn
DE10316337A1 (de) * 2003-04-10 2004-10-28 Eduard Küsters Maschinenfabrik GmbH & Co. KG Auftragswerk zur Applikation von Flotte auf eine laufende Bahn

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