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DE102004060535A1 - Zerstäuberdüse - Google Patents

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DE102004060535A1
DE102004060535A1 DE200410060535 DE102004060535A DE102004060535A1 DE 102004060535 A1 DE102004060535 A1 DE 102004060535A1 DE 200410060535 DE200410060535 DE 200410060535 DE 102004060535 A DE102004060535 A DE 102004060535A DE 102004060535 A1 DE102004060535 A1 DE 102004060535A1
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DE
Germany
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atomizer
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valve seat
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DE200410060535
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Volker Holzgrefe
Stefan Arndt
Joerg Heyse
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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    • F02M61/18Injection nozzles, e.g. having valve seats; Details of valve member seated ends, not otherwise provided for
    • F02M61/1853Orifice plates
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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Abstract

Die erfindungsgemäße Zerstäuberdüse zeichnet sich als Ventil (100) dadurch aus, dass stromabwärts eines einen festen Ventilsitz (29) aufweisenden Ventilsitzkörpers (16) ein Zerstäubervorsatz (23) in Form einer Zerstäuberscheibe (24) angeordnet ist, die derart ausgestaltet ist, dass mehrere radial gerichtete, kanalartige Bereiche (35a) vorgesehen sind, entlang denen eine Strömung jeweils einen Halbfreistrahl bildet, welcher einseitig geführt wird und gegenüberliegend dazu eine freie Oberfläche zur Gasphase hat. Idealerweise sind die kanalartigen Bereiche (35a) als Teil von Radialöffnungen (35) sichelförmig gewölbt und mit radial nach außen hin abnehmender Breite ausgeführt. DOLLAR A Das Ventil (100) eignet sich besonders als Brennstoffeinspritzventil für den Einsatz in Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einer Zerstäuberdüse nach der Gattung des Hauptanspruchs.
  • Aus der DE 198 47 625 A1 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, bei dem am stromabwärtigen Ende eine schlitzförmige Austrittsöffnung vorgesehen ist. Die Austrittsöffnung ist entweder in einer Lochscheibe oder unmittelbar im Düsenkörper selbst ausgebildet. Die schlitzförmigen Austrittsöffnungen sind stets zentral an der Ventillängsachse eingebracht, so dass die Abspritzung des Brennstoffs achsparallel aus dem Brennstoffeinspritzventil heraus erfolgt. Stromaufwärts des Ventilsitzes ist eine Drallnut vorgesehen, die den zum Ventilsitz strömenden Brennstoff in eine kreisförmige Drehbewegung versetzt. Die flache Austrittsöffnung sorgt dafür, dass der Brennstoff fächerartig abgespritzt wird.
  • Bekannt ist zudem noch ein Brennstoffeinspritzventil zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine aus der US 6,019,296 A , bei dem am stromabwärtigen Ende eine schlitzförmige Austrittsöffnung vorgesehen ist, aus der Brennstoff unter einem Winkel zur Ventillängsachse austreten kann.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Zerstäuberdüse mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, dass auf einfache Art und Weise eine gleichmäßige Feinstzerstäubung eines Fluids, insbesondere eines Brennstoffs erreicht wird, wobei eine besonders hohe Aufbereitungsqualität und Zerstäubungsgüte mit sehr kleinen Fluidtröpfchen erzielt wird, und in beliebige Raumrichtungen Fluidsprays in Fächerstrahlform mit Mehrfachlamellen abgespritzt werden können. Dies wird in vorteilhafter Weise dadurch erreicht, dass in dem Zerstäubervorsatz mehrere radial gerichtete, kanalartige Bereiche vorgesehen sind, entlang denen eine Strömung jeweils einen Halbfreistrahl bildet, welcher einseitig geführt wird und gegenüberliegend dazu eine freie Oberfläche zur Gasphase hat.
  • In vorteilhafter Weise wird dem abzuspritzenden Fluid noch am Zerstäubervorsatz möglichst viel Energie übertragen, bevor es außerhalb der Zerstäuberdüse in Tröpfchen zerfällt. Mit einer großen Oberfläche, die erfindungsgemäß durch eine Vielzahl von Zerstäubergeometrien erzeugt wird, können die austretenden Strahlen in entsprechend viele kleine Tröpfchen zerfallen, da eine große Strahloberfläche Voraussetzung dafür ist.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Zerstäuberdüse möglich.
  • Besonders vorteilhaft ist es, die Zerstäubergeometrien unter Ausnutzung des maximal möglichen Zerstäubervorsatzdurchmessers möglichst gleichmäßig und großflächig zu verteilen. Durch diese Aufteilung ist pro einzelner Strömungsgeometrie die zu zerstäubende Durchflussmenge entsprechend klein. Je kleiner die zu zerstäubende Durchflussmenge ist, desto besser ist die Zerstäubung. In diesem Fall ist die einzelne Fluidlamelle wegen der geringen Durchflussmenge extrem dünn, hat also eine größtmögliche freie Strahloberfläche im Verhältnis zu der zu zerstäubenden Menge. Entsprechend zerfällt jede Lamelle in feinste Tröpfchen.
  • Mittels galvanischer Metallabscheidung lassen sich in vorteilhafter Weise Zerstäubervorsätze in reproduzierbarer Weise äußerst präzise und kostengünstig in sehr großen Stückzahlen gleichzeitig herstellen. Außerdem erlaubt diese Herstellungsweise eine extrem große Gestaltungsfreiheit, da die Konturen der Öffnungen in dem Zerstäubervorsatz frei wählbar sind.
  • In idealer Weise ist der Zerstäubervorsatz als zweischichtige Zerstäuberscheibe ausgeführt.
  • Zeichnung
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen 1 ein teilweise dargestelltes Ventil in der Form eines Brennstoffeinspritzventils mit einem Ausführungsbeispiel eines Zerstäubervorsatzes, 2 den Zerstäubervorsatz als Zerstäuberscheibe in einer Draufsicht, 3 eine Schnittdarstellung eines Schnittes entlang der Linie III-III in 2, 4 eine Schnittdarstellung eines Schnittes entlang der Linie IV-IV in 2, der dem in 1 bereits gezeigten Schnitt durch die Zerstäuberscheibe entspricht, 5 den Ausschnitt V in 3 in einer vergrößerten Darstellung und 6 den Ausschnitt VI in 3 in einer vergrößerten Darstellung.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • In der 1 ist als ein Ausführungsbeispiel für eine Zerstäuberdüse ein Ventil 100 in der Form eines Einspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen teilweise dargestellt. Das Ventil 100 hat einen nur schematisch angedeuteten, einen Teil eines. Ventilgehäuses bildenden, rohrförmigen Ventilsitzträger 1, in dem konzentrisch zu einer Ventillängsachse 2 eine Längsöffnung 3 ausgebildet ist. In der Längsöffnung 3 ist eine z. B. rohrförmige Ventilnadel 5 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen Ende 6 mit einem z. B. kugelförmigen Ventilschließkörper 7, an dessen Umfang beispielsweise fünf Abflachungen 8 zum Vorbeiströmen des Brennstoffs vorgesehen sind, fest verbunden ist.
  • Die Betätigung des Ventils 100 erfolgt in bekannter Weise, beispielsweise elektromagnetisch. Eine Betätigung des Ventils 100 mit einem piezoelektrischen oder magnetostriktiven Aktor ist jedoch ebenso denkbar. Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 5 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft einer nicht dargestellten Rückstellfeder bzw. Schließen des Ventils 100 dient ein schematisch angedeuteter elektromagnetischer Kreis mit einer Magnetspule 10, einem Anker 11 und einem Kern 12. Der Anker 11 ist mit dem dem Ventilschließkörper 7 abgewandten Ende der Ventilnadel 5 durch z.B. eine mittels eines Lasers ausgebildete Schweißnaht verbunden und auf den Kern 12 ausgerichtet.
  • In dem stromabwärts liegenden Ende des Ventilsitzträgers 1 ist ein Ventilsitzkörper 16 z.B. durch Schweißen dicht montiert. An seiner dem Ventilschließkörper 7 abgewandten, unteren Stirnseite 17 ist der Ventilsitzkörper 16 mit einem Zerstäubervorsatz 23, hier einer flachen, zweilagigen Zerstäuberscheibe 24 fest verbunden. Der Zerstäubervorsatz 23 weist eine innere Zuströmöffnung 19 auf, an die sich in Strömungsrichtung nachfolgend eine erfindungsgemäße Struktur mit mehreren Zerstäubergeometrien 25 anschließt, durch die dünnste Fluidlamellen, bei Brennstoffeinspritzventilen z.B. Brennstofflamellen aufweisende Brennstoffsprays mit sehr kleinen Tröpfchen abspritzbar sind. Anhand der 2 bis 6 wird der Aufbau des Zerstäubervorsatzes 23 näher beschrieben. Die Zuströmöffnung 19 im Zerstäubervorsatz 23 ist so groß gewählt, dass der aus einer Austrittsöffnung 27 im Ventilsitzkörper 16 kommende Brennstoff in die Zuströmöffnung 19 ungehindert eintreten kann. Die Verbindung von Ventilsitzkörper 16 und Zerstäubervorsatz 23 erfolgt beispielsweise durch eine umlaufende und dichte, mittels eines Lasers ausgebildete Schweißnaht 26, die z.B. am äußeren Umfang von Ventilsitzkörper 16 und Zerstäubervorsatz 23 vorgesehen ist.
  • Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 16 mit dem Zerstäubervorsatz 23 in der Längsöffnung 3 bestimmt die Größe des Hubs der Ventilnadel 5, da die eine Endstellung der Ventilnadel 5 bei nicht erregter Magnetspule 10 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 7 an einer sich stromabwärts konisch verjüngenden Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers 16 festgelegt ist. Die andere Endstellung der Ventilnadel 5 wird bei erregter Magnetspule 10 beispielsweise durch die Anlage des Ankers 11 an dem Kern 12 festgelegt. Der Weg zwischen diesen beiden Endstellungen der Ventilnadel 5 stellt somit den Hub dar.
  • Anhand der 2 bis 6 werden im Folgenden der Aufbau des Zerstäubervorsatzes 23 und die Geometrien der abspritzbaren Fluidlamellen, insbesondere Brennstoffsprays erläutert. Der Zerstäubervorsatz 23 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als zweischichtig aufgebaute Zerstäuberscheibe 24 ausgeführt. Insbesondere ist die Zerstäuberscheibe 24 mittels galvanischer Metallabscheidung hergestellt (Multilayergalvanik). In den einzelnen planaren Schichten jeweils konstanter Dicke sind Querschnitte für die Strömung ausgespart, so dass in diesen Bereichen über die ganze Schichtdicke kein Material vorhanden ist. Ausgesparte Querschnitte sind von annähernd senkrechten Wandungen begrenzt. Die Schichten der Zerstäuberscheibe 24 liegen formschlüssig aufeinander.
  • Eine stanztechnische Herstellung der Zerstäuberscheibe 24 ist ebenso denkbar. So kann der Zerstäubervorsatz 23 auch aus mehreren Blechlagen zusammengesetzt sein. Auch mittels Verfahren wie Drehen, Prägen, Fräsen, Sintern lassen sich einzelne Scheiben für einen Zerstäubervorsatz 23 erzeugen. Auf diese Weise können in den jeweiligen Scheiben ganz gezielt durch Vertiefungen oder Ausnehmungen die Zuströmöffnung 19 konturiert und Zerstäubergeometrien 25 definiert werden.
  • Erfindungsgemäß wird das Fluid, insbesondere der Brennstoff in Form mehrerer Lamellen über Zerstäubergeometrien 25, die gebogene Schlitze in der Zerstäuberscheibe 24 darstellen, abge spritzt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei kreisförmige Schichten vorgesehen, die den Zerstäubervorsatz 23 bilden, wobei die Schichten z.B. den gleichen Außendurchmesser aufweisen. Die Zerstäuberscheibe 24 weist eine erste stromaufwärtige Schicht 33 und eine zweite stromabwärtige Schicht 34 auf, wobei die zweite Schicht 34 deutlich dicker als die erste Schicht 33 ausgeführt ist. Die zweite Schicht 34 gibt der Zerstäuberscheibe 24 ihre Stabilität und definiert die Austrittsgeometrie. Mikrogalvanisch wird zuerst die zweite Schicht 34 und darauf die erste Schicht 33 abgeschieden. Zur Realisierung der durchströmten Geometrie gibt es pro Schicht 33, 34 strukturierte Bereiche, in denen über die vollständige Schichtdicke kein Galvanikmaterial abgeschieden wird. Es entstehen auf diese Weise Strömungshohlräume mit fast senkrechten Wandungen. Die aus beiden Schichten 33, 34 miteinander korrespondierenden Strömungshohlräume sind zur Erzielung der gewünschten Strömungseffekte teilweise lateral zueinander versetzt, d.h. deren Wandungen verlaufen nicht deckungsgleich. 3 und 4 verdeutlichen als Schnittdarstellungen entlang der Linien III-III und IV-IV in 2 anschaulich die Zuordnung von Materialbereichen, Absätzen und durchströmbaren Öffnungsstrukturen.
  • Von der inneren Zuströmöffnung 19 aus sind in der oberen Schicht 33 mehrere, im Ausführungsbeispiel acht radial nach außen verlaufende, sichelförmig gebogene Radialöffnungen 35 vorgesehen. Die Radialöffnungen 35 weisen jeweils zwei Bereiche 35a, 35b auf, die unmittelbar benachbart liegen. Die ersten Bereiche 35a der Radialöffnungen 35 gehen direkt aus der Zuströmöffnung 19 hervor und bilden weitgehend umschlossene Kanäle, die einerseits von der unteren Stirnseite 17 des Ventilsitzkörpers 16 abgedeckt sind und andererseits von unten durch Material der zweiten Schicht 34 der Zerstäuberscheibe 24 abgeschlossen sind. Einzig und allein sind die Kanäle der ersten Bereiche 35a der Radialöffnungen 35 offen zu den zweiten Bereichen 35b der Radialöffnungen 35. Unterhalb der zweiten Bereiche 35b der Radialöffnungen 35 in der ersten Schicht 33 weist die zweite Schicht 34 ebenfalls Öffnungen, nämlich die eigentlichen Austrittsöffnungen 36 auf. Im Übergang der beiden Bereiche 35a, 35b der Radialöffnungen 35 besitzt insofern jede Öffnungsstruktur einen wasserfallähnlichen Absatz 37 zur Austrittsöffnung 36. Der Bereich 35b weist z.B. eine deutlich größere Breite auf als der Bereich 35a jeder Radialöffnung 35, womit auch die Austrittsöffnungen 36 breiter als die Bereiche 35a, die die radialen Kanäle bilden, ausgeführt sind. Radial nach außen nimmt in Strömungsrichtung zudem die Breite der Bereiche 35a ab, wie der 2 zu entnehmen ist.
  • Die Übergangsbereiche 38 von der Zuströmöffnung 19 zu den Bereichen 35a der Radialöffnungen 35 haben den engsten Strömungsquerschnitt auf dem Weg der Strömung zu den Austrittsöffnungen 36. Folglich sind diese Übergangsbereiche 38 durchflussbestimmend; der statische Druck der Strömung erreicht dort annähernd den Umgebungsdruck, und es herrscht die höchste Strömungsgeschwindigkeit. Da die Querschnitte der Austrittsöffnungen 36 deutlich größer sind als die Querschnitte der Übergangsbereiche 38 füllt die Strömung die Austrittsquerschnitte nur zu einem geringen Teil aus und die Gasphase aus der Umgebung nimmt den restlichen Platz ein. Die Gasphase erstreckt sich folglich stromaufwärtig bis zur Strömung in den sichelförmigen Bereichen 35a der Radialöffnungen 35. Insofern handelt es sich bei der Strömung entlang der kanalartigen Bereiche 35a um einen Halbfreistrahl, welcher durch die sichelförmige Wandung in der Schicht 33 einseitig geführt wird und gegenüberliegend dazu eine freie Oberfläche zur Gasphase hat.
  • In den 5 und 6, die Ausschnitte V und VI in 3 in einer vergrößerten Darstellung sind, sind symbolhaft die Strömungsverhältnisse und -richtungen mit Pfeilen gekennzeichnet. Während die Strömung in der sichelförmigen Radialöffnung 35 gleichmäßig über den kanalseitig gelegenen Absatz 37 auf die Austrittsöffnung 36 verteilt wird, taucht sie als dünne Fluidlamelle in die Austrittsöffnung 36 ab. Die dünne Lamelle zerfällt in der Umgebung in entsprechend kleine Tröpfchen. Von Vorteil ist es, dass sich die gekrümmte Wandung der sichelförmigen Radialöffnung 35 in Strömungsrichtung gleichmäßig der Berandung der Austrittsöffnung 36 (Absatz 37) annähert. Der Abstand zwischen äußerer Wandung und Absatz 37 nimmt entlang der sichelförmigen Radialöffnung 35 von der Breite des Übergangsbereichs 38 bis auf nahe Null ab. Somit kann sich der Halbfreistrahl nicht vollständig im sichelförmigen Bereich 35a halten. Mit abnehmendem Abstand zwischen der äußeren Wandung und dem Absatz 37 wird kontinuierlich ein Teil der Strömungsmenge in die Austrittsöffnung 36 abgeleitet. Dies sichert zusätzlich eine gleichmäßige Mengenverteilung entlang dem Absatz 37 und damit der Berandung der Austrittsöffnung 36 und sorgt somit für eine gleichmäßig dünne Fluidlamelle.
  • Die erfindungsgemäß ausgestaltete Zerstäuberdüse eignet sich als Ventil 100 insbesondere als Brennstoffeinspritzventil zum Einspritzen von Brennstoff in ein Saugrohr oder zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine. Allerdings kann eine solche Zerstäuberdüse auch zum Abspritzen von Flüssigkeiten in Lamellenform, die dann in feinstzerstäubte Tröpfchen zerfallen, z.B. in der Chemie, Landwirtschaft, Lackiertechnik oder Heiztechnik zur Anwendung kommen.

Claims (12)

  1. Zerstäuberdüse zur Abgabe eines feinzerstäubten Fluids mit einer Längsachse (2) und mit einem am stromabwärtigen Ende angeordneten Zerstäubervorsatz (23), dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zerstäubervorsatz (23) mehrere radial gerichtete, kanalartige Bereiche (35a) vorgesehen sind, entlang denen eine Strömung jeweils einen Halbfreistrahl bildet, welcher einseitig geführt wird und gegenüberliegend dazu eine freie Oberfläche zur Gasphase hat.
  2. Zerstäuberdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zerstäubervorsatz (23) als Zerstäuberscheibe (24) ausgeführt ist.
  3. Zerstäuberdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäuberscheibe (24) zwei Schichten (33, 34) umfasst.
  4. Zerstäuberdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste stromaufwärtige Schicht (33) dünner ist als die zweite stromabwärtige Schicht (34).
  5. Zerstäuberdüse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Schicht (33) mehrere Radialöffnungen (35) vorgesehen sind, die jeweils zwei Bereiche (35a, 35b) aufweisen, wobei ein Bereich (35a) von Material der zweiten Schicht (34) von unten abgeschlossen ist, während der andere Bereich (35b) sich in einer Austrittsöffnung (36) der zweiten Schicht (34) fortsetzt.
  6. Zerstäuberdüse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergang der beiden Bereiche (35a, 35b) der Radialöffnungen (35) jede Öffnungsstruktur einen wasserfallähnlichen Absatz (37) zur Austrittsöffnung (36) besitzt.
  7. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kanalartigen Bereiche (35a) sichelförmig gebogen verlaufen.
  8. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kanalartigen Bereiche (35a) radial nach außen hin in ihrer Breite abnehmen.
  9. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kanalartigen Bereiche (35a) des Zerstäubervorsatzes (23) von einer unteren Stirnseite (17) des Ventilsitzkörpers (16) abgedeckt sind.
  10. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zerstäubervorsatz (23) mittels Multilayergalvanik hergestellt ist.
  11. Zerstäuberdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zerstäubervorsatz (23) mittels Stanzen, Drehen, Prägen, Fräsen und/oder Sintern hergestellt ist.
  12. Zerstäuberdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Ventil (100), insbesondere Brennstoffeinspritzventil, mit einem einen festen Ventilsitz (29) aufweisenden Ventilsitzkörper (16), mit einem mit dem Ventilsitz (29) zusammenwirkenden Ventilschließkörper (7), der entlang der Ventillängsachse (2) axial bewegbar ist, ausgebildet ist und der Zerstäubervorsatz (23) stromabwärts des Ventilsitzes (29) angeordnet ist.
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