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Die
Erfindung betrifft eine elektrische Schalteinrichtung für ein automatisiertes
Getriebe.
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Derartige
Schalteinrichtungen werden bei Kraftfahrzeugen eingesetzt, die mit
einem automatisierten Schaltgetriebe ausgerüstet sind. Dabei wird der eigentliche
Schaltvorgang elektrohydraulisch oder elektromotorisch vorgenommen,
während
der jeweilige Schaltwunsch des Fahrers elektrisch/elektronisch erfasst
wird. Dem Fahrer stehen bei einem solchen automatisierten Schaltgetriebe
die elektrische Schalteinrichtung mit einem Schalthebel und gegebenenfalls
zusätzlichen,
etwa am Lenkrad angeordneten Wippschaltern zum Herauf- und Herunterschalten
zur Verfügung.
Der Schalthebel einer solchen Schalteinrichtung ist in einer Rastkurve
geführt, in
der – der
früheren
Fahrergewöhnung
entsprechend – dieser
in der jeweils angewählten
Fahrstufe verrastet gehalten ist. Anhand der Stellung des Schalthebels
kann der Fahrer die aktuell eingestellte Fahrstufe erspüren.
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Derartige
Schalteinrichtungen sind mit einer Einrichtung ausgestattet, dass
der Zündschlüssel nur dann
abgezogen werden kann, wenn sich die Schalteinrichtung bzw. ihr
Schalthebel in einer vordefinierten Stellung – typischerweise der P-Stellung
(P: Parken) – befindet.
Durch diese Maßnahme
wird sichergestellt, dass sich bei einem Neustart des Kraftfahr zeuges
die Schalteinrichtung bzw. sein Schalthebel in einer vorbestimmten
Schaltstellung befindet.
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Neben
den Fahrstufen N (Leerlauf), D (Vorwärtsfahrt) und R (Rückwärtsfahrt)
besteht in der Fahrstufe D die Möglichkeit
durch entsprechende Verstellung des Schalthebels, den automatischen Gangwechsel
auszuschalten, damit der Fahrer einen Gangwechsel selbst bestimmen
kann.
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Auch
wenn derartige vorbekannte Schalteinrichtungen zum Ansteuern eines
automatisierten Getriebes zufriedenstellend eingesetzt werden, besteht das
Bedürfnis
nach Schalteinrichtungen mit monostabilen Schalthebeln, die von
einer Nullstellung, beispielsweise der N-Stellung ausgehend nach
Einstellen einer Fahrstufe, etwa D in ihre Nullstellung zurückfallen.
Erschwerend kommt bei einer Konzeption monostabil gelagerter Schalthebel
hinzu, dass der nach Anwählen
einer Fahrstufe regelmäßig in seine Nullstellung
zurückgeführte Schalthebel
bezüglich seiner
Bewegungsfreiheit entsprechend der jeweils angewählten Fahrstufe begrenzt sein
soll.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine solche elektrische
Schalteinrichtung mit einem bezüglich
der einzelnen Fahrstufen monostabilen Schalthebel vorzuschlagen,
bei dem eine Realisierung der notwendigen Schaltwegbegrenzung auf möglichst
einfache Art und Weise gelöst
ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
elektrische Schalteinrichtung mit einem in einer oder mehreren Schaltgassen
monostabil gelagerten Schalthebel und mit einer relativ zu dem Schalthebel Fahrstufenanwahl
abhängig
bewegbaren Schaltbegrenzungskulisse zum Sperren einzelner, in einer
angewählten
Fahrstufe nicht definierter Schalthebelbewegungen gelöst.
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Bei
dieser elektrischen Schalteinrichtung für ein automatisiertes Getriebe
ist der Schalthebel monostabil in zumindest einer Schaltgasse, und
zwar in der für
eine Fahrstufenanwahl benutzten gelagert. Grundsätzlich können in diese monostabile Lagerung des
Schalthebels auch die manuellen Schaltmöglichkeiten eingebunden sein.
Gleichfalls ist es möglich, dass
der Schalthebel in zwei monostabile Stellungen gebracht werden kann,
wobei eine monostabile Stellung der Fahrstufenanwahl dient und die
weitere monostabile Stellung die Nullstellung des Schalthebels darstellt,
von der ausgehend der Fahrer manuell das sequentielle Schaltgetriebe
bedienen kann. Somit kann der Schalthebel bei einer solche Ausgestaltung in
zwei Schaltgassen bewegt werden, in denen er jeweils monostabil
gelagert ist. Bei Vorsehen von zwei monostabilen Schaltstellungen
des Schalthebels ist dieser manuell zwischen den beiden Nullstellungen an
einer Rastkurve geführt
verstellbar.
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Zum
Einschränken
der Freiheitsgrade des Schalthebels entsprechend der jeweilig angewählten Fahrstufe
dient eine Schaltbegrenzungskulisse. Diese kann beispielsweise beim
Bewegen des Schalthebels aus seiner Nullstellung in eine Fahrstufe
in ihre bestimmungsgemäße Stellung
zum Sperren einzelner, in der angewählten Fahrstufe nicht gewünschter Schalthebelbewegung
verstellt werden. Gleichfalls ist es möglich, eine Bewegungskopplung
zwischen der Schaltbegrenzungskulisse und dem Schalthebel dergestalt
zu realisieren, dass die Schaltbegrenzungskulisse bei der Zurückbewegung
des Schalthebels in seine Nullstellung in ihre Fahrstufenanwahl abhängige Stellung
bewegt wird. Die Schaltbegrenzungskulisse kann darüber hinaus
auch durch einen Aktor, beispielsweise einen Stellmotor bewegt werden,
der zweckmäßigerweise
die Schaltbegrenzungskulisse in ihre einer Fahrstufe zugeordnete
Position bewegt, nachdem die gewünschte
Fahrstufe angewählt
worden und der Schalthebel von dem Fahrer zum Zurückführen desselben
in seine Nullstellung losgelassen worden ist. Die Schaltbegrenzungskulisse
kann also mechanisch an eine Bewegung des Schalthebels der elektrischen
Schalteinrichtung angeschlossen sein, wobei sich bei derartigen
Lösungen
zweckmäßigerweise
eine Verriegelung der Schaltbegrenzungskulisse in der jeweils angewählten Fahrstufe
infolge der Konzeption der mechanischen Kopplung einstellt. Ebenso
sind elektromechanische Lösungen
denkbar, bei denen die Schaltbegrenzungskulisse zwar an eine Bewegung
zum Verstellen derselben mechanisch an eine Bewegung des Schalthebels
gekoppelt ist, dass jedoch eine Verriegelung der Schaltgasse in
der jeweiligen, einer Fahrstufe zugeordneten Stellung durch einen
ansteuerbaren Aktor, beispielsweise einen Hubmagneten mit einem
Sperrbolzen erfolgt. Bei Einsatz eines solchen, die Schaltbegrenzungskulisse
verriegelnden Aktor besteht zudem die Möglichkeit, auch die Schaltbegrenzungskulisse
ebenfalls monostabil zu lagern. Eine monostabile Lagerung der Schaltbegrenzungskulisse
ermöglicht
es bei einer mechanischen Mitnahmekopplung der Schaltbegrenzungskulisse
an eine Verstellung des Schalthebels, dass systemseitig die Schaltbegrenzungskulisse
vor einem Neustart des Kraftfahrzeuges in eine vordefinierte Nullstellung,
wobei zweckmäßigerweise
die N-Stellung als solche dient, gebracht werden kann, indem der
Verriegelungsaktor zum Lösen
seiner Verriegelung angesteuert wird. Eine solche Maßnahme ist
gewünscht,
wenn das Kraftfahrzeug ausgeschaltet bzw. verlassen wird, während sich
der Schalthebel noch in einer Fahrstufe oder in der manuellen Schaltstellung befindet.
Bei Vorsehen eines aktiven Stellaktors, beispielsweise eines Stellmotors
zum Bewegen der Schaltbegrenzungskulisse, ist es durch entsprechendes
Ansteuern des Aktors ohnehin möglich,
die Schaltbegrenzungskulisse entsprechend den jeweiligen Erfordernissen
systemseitig anzusteuern, ohne dass es einer monostabilen Lagerung
der Schaltbegrenzungskulisse bedarf.
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Bei
dieser elektrischen Schalteinrichtung zum Ansteuern eines automatisierten
Getriebes ist die Schaltbegrenzungskulisse relativ zu dem Schalthebel
bewegbar. In aller Regel wird man den Schalthebel bzw. seine Lagerung
als ortsfest definieren und gegenüber diesem die Schaltbegrenzungskulisse entsprechend
beweglich lagern. Ferner ist es möglich, die Schaltbegrenzungskulisse
als ortsfestes Element und den Schalthebel mit seiner Lagerung als diesbezüglich relativ
zu der Schaltbegrenzungskulisse bewegliches Element auszugestalten.
Selbst eine bewegliche Lagerung von beiden relativ zueinander bewegten
Elementen ist denkbar.
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Für den Fall,
dass das Einbringen des Schalthebels aus einer seiner Fahrstufenstellungen oder
aus seiner manuellen Schaltstellung heraus in die Schaltposition
R gesperrt sein soll, bietet es sich an, diese Schaltposition durch
einen Aktor, beispielsweise einen Hubmagneten mit einem Sperrbolzen
zu sperren. Freigegeben ist ein Einbringen des Schalthebels in seine
R-Stellung nur dann, wenn zuvor die Schaltstellung N eingestellt
war. Die Freigabe einer Bewegung des Schalthebels in seine R-Stellung kann
unabhängig
hiervon oder auch zusätzlich
von weiteren Faktoren abhängig
gemacht werden, beispielsweise abhängig davon, ob sich der Motor
in seiner Leerlaufdrehzahl befindet und/oder ob das Kraftfahrzeug
steht.
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Nachfolgend
ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1:
eine schematisierte Darstellung des Schaltschemas eines Schalthebels
einer ansonsten nicht näher
dargestellten elektrischen Schalteinrichtung für ein automatisiertes Getriebe
eines Kraftfahrzeuges,
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2:
das Schaltschema der 1 mit einer Schaltbegrenzungskulisse
als Teil der Schalteinrichtung in ihren den drei Fahrstufen jeweils
entsprechenden Stellungen,
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3:
eine Prinzipdarstellung einer mechanischen Kopplung zwischen dem
Schalthebel und der Schaltbegrenzungskulisse zum Bewegen und Verriegeln
derselben entsprechend der jeweilig angewählten Fahrstufe,
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3a, 3b:
die Schalteinrichtung der 3 beim Anwählen der
Fahrstufe R (3a) und nach Rückschwingen
des Schalthebels in seine Nullstellung (3b),
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4:
eine Prinzipdarstellung einer mechanischen Kopplung zwischen dem
Schalthebel und der Schaltbegrenzungskulisse gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
zum Bewegen und Verriegeln derselben entsprechend der jeweilig angewählten Fahrstufe,
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5:
eine Prinzipdarstellung einer mechanischen Kopplung zwischen dem
Schalthebel und der Schaltbegrenzungskulisse gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
zum Bewegen und Verriegeln derselben entsprechend der jeweilig angewählten Fahrstufe,
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5a, 5b:
die Schalteinrichtung der 5 beim Anwählen der
Fahrstufe R (5a) und nach Rückschwingen
des Schalthebels in seine Nullstellung (5b),
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6:
eine Prinzipdarstellung einer mechanischen Kopplung zwischen dem
Schalthebel und der Schaltbegrenzungskulisse gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
zum Bewegen und Verriegeln derselben entsprechend der jeweilig angewählten Fahrstufe
und
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6a:
die Schalteinrichtung der 6 beim automatischen
Verstellen des Schalthebels aus einer zweiten monostabilen Stellung
in seine Nullstellung zur Fahrstufenanwahl.
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Eine
elektrische Schalteinrichtung umfasst einen monostabil gelagerten
Schalthebel, der entsprechend dem in 1 gezeigten
Schaltschema bewegbar ist. Gemäß dem dargestellten
Schaltschema ist der Schalthebel in zwei unterschiedlichen Schaltgassen 1, 2 monostabil
gelagert. Die Nullstellung des Schalthebels in der Schaltgasse 1 ist
mit dem Bezugszeichen 3, diejenige der Schaltgasse 2 mit
dem Bezugszeichen 4 gekennzeichnet. Zwischen den beiden
Nullstellungen 3, 4 ist der in einer Rastkurve
geführte
Schalthebel bewegbar. Die Schaltgasse 1 dient einer Fahrstufenanwahl.
Durch entsprechendes Bewegen des Schalthebels innerhalb der Schaltgasse 1 können die
Fahrstufen N (Leerlauf), D (Vorwärtsfahrt)
und R (Rückwärtsfahrt)
angewählt werden.
Die Schaltgasse 1 umfasst somit ausgehend von der Nullstellung 3 in
jede Bewegungsrichtung jeweils zwei Schaltpunkte S1,
S2 bzw. S3, S4. Dieses ist notwendig, damit ein Fahrer
zum Wechseln der Fahrstufe R in die Fahrstufe D und umgekehrt haptisch den
Schalthebel über
zwei Schaltstufen bewegen kann. Dieses ist gewünscht, damit für einen
Fahrer nachvollziehbar bei einem solchen Fahrstufenwechsel der Schalthebel
durch die Schaltstellung N geführt
wird.
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Die
Schaltgasse 2 verfügt
ausgehend von ihrer Nullstellung 4 über jeweils einen Schaltpunkt
S5 bzw. S6 in jeder
Richtung. Die Schaltgasse 2 dient zum manuellen Ansteuern
des automatisierten Schaltgetriebes, so dass der Fahrer einen Gangwechsel
manuell durch entsprechendes Bewegen des Schalthebels auf den Schaltpunkt
S5 oder auf den Schaltpunkt S6 herauf-
bzw. herunterschalten kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird
im Schaltpunkt S5 der nächst höhere und im Schaltpunkt S6 der nächst
tiefere Gang eingelegt.
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Die
jeweilige Fahrstufeneinstellung bzw. der jeweils eingelegte Gang
können
einem Fahrer durch eine entsprechende Anzeige kenntlich gemacht
werden, so dass er nach Erfassen der jeweils aktuellen Fahrstufe
den Schalthebel bei einem Fahrstufen- oder Gangwechsel entsprechend
bewegt. Damit der Schalthebel jedoch nicht unbewusst in eine in
einer Fahrstufe nicht definierte Stellung gebracht werden kann,
verfügt
die elektrische Schalteinrichtung zusätzlich über eine Schaltbegrenzungskulisse 5,
die in Abhängigkeit
von der jeweils angewählten
Fahrstufe die Bewegungsfreiheit des monostabil gelagerten Schalthebels
fahrstufenabhängig
begrenzt (vgl. 2). In der linken Darstellung
der 2 befindet sich die Schaltbegrenzungskulisse in
der N-Stellung (Leerlaufstellung des Getriebes). Der Schalthebel selbst
befindet sich in der N-Stellung in der Nullstellung 3 der
Schaltgasse 1. Ausgehend von dieser Stellung können die
Fahrstufen R und D angewählt werden.
Die Fahrstufe R wird durch Bewegen des Schalthebels nach vorne (nach
oben in 2) und die Fahrstufe D durch
Bewegen des Schalthebels nach hinten (nach unten in 2)
eingestellt. Ein Wechsel des Schalthebels aus der N-Stellung der Schaltbegrenzungskulisse 5 heraus
in die Schaltgasse 2 ist blockiert. Durch die Schaltbegrenzungskulisse 5 ist
in der N-Stellung ebenfalls ein zweistufiges Schalten aufgrund der
Konzeption der Kulisse blockiert. Ist der Schalthebel ausgehend
von seiner Nullstellung 3 in die hinten liegende D-Stellung
(Schaltpunkt S3) bewegt worden, wird die
Schaltbegrenzungskulisse 5 entsprechend verstellt, wie
dieses in der mittleren Darstellung der 2 gezeigt
ist. Die Bewegungsfreiheit des Schalthebels ist in der D-Stellung
der Schaltbegrenzungskulisse 5 ausgehend von seiner Nullstellung 3 in
anderer Weise begrenzt als in der N-Stellung. Der Schalthebel kann
in der D-Stellung der Schaltbegrenzungskulisse 5 zweistufig
nach vorne über
den Schaltpunkt S1 (Leerlauf) auf den Schaltpunkt
S2 (Rückwärtsgang)
gebracht werden. Eine Bewegung des Schalthebels nach hinten ist
dagegen durch die Schaltbegrenzungskulisse 5 blockiert.
In der D-Stellung der Schaltbegrenzungskulisse 5 kann der
Schalthebel zudem in die zweite Schaltgasse 2 zum manuellen
Ansteuern des automatisierten Schaltgetriebes bewegt werden. Zu
diesem Zweck verfügt
die Schaltbegrenzungskulisse 5 über eine Schaltgassenverbindung 6.
Ist der Schalthebel in die zweite Schaltgasse 2 hineinbewegt
worden, befindet sich dieser grundsätzlich in der Nullstellung 4.
Von dieser ausgehend können
dann die Schaltpunkte S5 bzw. S6 angewählt werden.
Befindet sich der Schalthebel in der zweiten Schaltgasse ist naturgemäß eine Anwahl
der Schaltpunkte S1 – S4 nicht
möglich.
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Um
den Rückwärtsgang
des Getriebes einzulegen, muss der in der zweiten Schaltgasse 2 befindliche
Schalthebel zunächst
in die erste Schaltgasse 1 in die Nullstellung 3 gebracht
werden, bevor der Schalthebel zum Anwählen des Rückwärtsgangs zu dem Schaltpunkt
S2 hin bewegt wird. Ist der Rückwärtsgang
R angewählt,
befindet sich die Schaltbegrenzungskulisse 5 in einer Stellung
bezüglich
des Schalthebels, wie diese in der rechten Abbildung der 2 gezeigt
ist. Der Schalthebel selbst befindet sich naturgemäß in der
Nullstellung 3 der Schaltgasse 1 und ist in dieser
Stellung durch die Schaltbegrenzungskulisse 5 hinsichtlich
seiner Bewegungsfreiheit entsprechend begrenzt. In der R-Stellung
der Schaltbegrenzungskulisse 5 kann der Schalthebel ausgehend
von seiner Nullstellung 3 lediglich zu den Schaltpunkten
S3 (Leerlauf) und S4 (D-Stellung
des Getriebes) bewegt werden. Befindet sich die Schaltbegrenzungskulisse 5 in
der R-Stellung und dementsprechend auch das durch die elektrische
Schalteinrichtung angesteuerte Getriebe, ist eine Bewegung des Schalthebels
zu den Schaltpunkten S1, S2 und
in die zweite Schaltgasse 2 mit ihren Schaltpunkten S5, S6, nicht möglich.
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Durch
Vorsehen einer Schaltbegrenzungskulisse, wie zu dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
anhand der Schaltbegrenzungskulisse 5 gezeigt, ist es mit
einfachen Mitteln möglich,
in Abhängigkeit
von der jeweilig angewählten
Fahrstufe die für eine
monostabile Lagerung des Schalthebels notwendige Bewegungsfreiheit
Fahrstufenanwahl abhängig
zu begrenzen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird zu diesem
Zweck die Schaltbegrenzungskulisse 5 gegenüber dem
Schalthebel bzw. seiner Lagerung bewegt.
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3 zeigt
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
eine Möglichkeit
einer mechanischen Kopplung einer Schaltbegrenzungskulisse 7 und dem
Schalthebel 8 einer insgesamt mit dem Bezugszeichen 9 bezeichneten
elektrischen Schalteinrichtung. Der Schalthebel 8 ist entsprechend
dem in 1 gezeigten Schaltschema bewegbar gelagert. Die
Schaltbegrenzungskulisse 7 ist prinzipiell aufgebaut wie
die Schaltgasse 5. Der Übersicht
halber ist der linke Abschnitt der Schaltbegrenzungskulisse 7 betreffend
eine Führung
in der Schaltgasse 2 bei der Schaltbegrenzungskulisse 7 und
auch zu den weiteren Figuren beschriebenen Schaltbegrenzungskulissen
nicht dargestellt. Für
die weitere Beschreibung ist dieses jedoch ohne Belang. Eine Kulisse
für die Schaltgasse 2 ist
nicht notwendigerweise integraler Bestandteil der Schaltbegrenzungskulisse,
sondern kann auch auf andere Weise realisiert sein. Der Schalthebel 8 trägt eine
Zahnstange 10. Zum Übertragen
der Schaltbewegung des Schalthebels 8 auf die Schaltbegrenzungskulisse 7 bei
einer Fahrstufenanwahl innerhalb der ersten Schaltgasse zur Fahrstufenanwahl
greift die Zahnstange 10 in Abhängigkeit der jeweils durchgeführten Bewegung
in eine erste Übertragungseinheit 11 oder
eine zweite Übertragungseinheit 12 ein.
Die Übertragungseinheit 11 verfügt über ein Übertragungszahnrad 13,
in das die Zahnstange 10 eingreifen kann. In das Übertragungszahnrad 13 der Übertragungseinheit 11 greift die
Zahnstange 10 bei einer nach vorne gerichteten Bewegung
des Schalthebels 8 entsprechend der in 3 gezeigten
Pfeilrichtung ein. Das Übertragungzahnrad 13 sitzt
auf einer Achse und ist bei einer Bewegung des Schalthebels 8 mit
seiner Zahnstange 10 in der in 3 gezeigten
Richtung auf der Achse frei drehend gelagert, wie dieses durch die
Pfeilrichtung des Übertragungszahnrades 13 angedeutet
ist. In entgegengesetzter Drehrichtung des Übertragungszahnrades 13 ist
dieses drehmomentschlüssig mit
der Achse verbunden. Auf derselben Achse wie das Übertragungszahnrad 13 sitzt
in beiden Richtungen drehmomentschlüssig mit der Achse verbunden ein
weiteres Zahnrad, das als Abtriebszahnrad 14 im Rahmen
dieser Ausführungen
bezeichnet wird. Das Abtriebszahnrad 14 weist eine kleinere
Zahnanzahl auf als das Übertragungszahnrad 13.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Zahnzahl des Abtriebszahnrades 14 um einen Zahn
kleiner als diejenige des Übertragungszahnrades 13.
Das Abtriebszahnrad 13 greift seinerseits in eine Zahnstange 15 der
Schaltbegrenzungskulisse 7 ein. Die Übertragungseinheit 12 ist
ebenso aufgebaut wie die Übertragungseinheit 11 mit
dem Unterschied, dass das Übertragungszahnrad 16 der Übertragungseinheit 12 in
entgegengesetzter Richtung zu dem Übertragungszahnrad 13 freilaufend
gelagert ist.
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3 zeigt
die elektrisches Schalteinrichtung 9 in der D-Stellung
der Schaltbegrenzungskulisse 7. Zum Sperren einer direkten
Anwahl des Rückwärtsganges
befindet sich auf der Schaltbegrenzungskulisse 7 ein Hubmagnet 17 mit
einem Sperrbolzen 18. Durch den Sperrbolzen 18 ist
ein Einbringen des Schalthebels 8 zum Anwählen der
R-Fahrstufe blockiert. Durch die Schaltgasse 7 ist eine
Bewegung des Schalthebels 8 nach hinten und somit entgegen
der in 3 gezeigten Pfeilrichtung durch die Übertragungseinheit 12 gesperrt.
Wird der Schalthebel 8 in die nicht definierte Richtung
nach hinten bewegt, schlägt
dieser an der Schaltbegrenzungskulisse 7 an, so dass diese
grundsätzlich
bestrebt ist, in die nicht definierte Richtung bewegt zu werden.
Diese Bewegung der Schaltbegrenzungskulisse 7 wird übertragen
auf das Abtriebszahnrad 19 der Übertragungseinheit 12 und
somit auch auf das Übertragungszahnrad 16 entgegen
seiner Freilaufrichtung. Aufgrund der unterschiedlichen Zahnzahl zwischen
Abtriebszahnrad 19 und Übertragungszahnrad 16,
das seinerseits bei einer solchen Bewegung in die Zahnstange 10 des
Schalthebels 8 eingreift ist eine Selbstsperrung gegeben.
Der Schalthebel 8 kann somit in diese Richtung nicht bewegt
werden.
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Möglich ist
dagegen eine Bewegung des Schalthebels 8 aus der in 3 gezeigten
Stellung – der
D-Stellung der Schaltbegrenzungskulisse 7 – in die
N- und anschließend
die R-Stellung. Der Schalthebel 8 wird zu diesem Zweck
in der in 3 gezeigten Pfeilrichtung nach
vorne bewegt, wobei mit dem Erreichen des Schaltpunktes S1 der Sperrbolzen 18 des Hubmagneten 17 eingezogen
wird, damit der Schalthebel 8 an den Schaltpunkt S2 gebracht werden kann. Der auf den Schaltpunkt
S2 befindliche Schalthebel 8 ist
in 3a gezeigt. Die Bewegung des Schalthebels 8 mit
seiner Zahnstange 10 erfolgte in Freilaufrichtung des Übertragungszahnrades 13, so
dass die Schaltbegrenzungskulisse 7 zunächst nicht verstellt worden
ist. Ist die Fahrstufe R angewählt
und wird der Schalthebel 8 vom Fahrer losgelassen, schwingt
dieser aufgrund seiner monostabilen Lagerung selbsttätig in seine
Nullstellung 3 zurück.
Bei dieser Rückbewegung
des Schalthebels 8 wird das Übertragungszahnrad 13 der Übertragungseinheit 11 entgegen
seiner Freilaufrichtung und somit drehmomentschlüssig mit der Achse angetrieben,
so dass an die Rückbewegung
des Schalthebels 8 in seine Nullstellung 3 der
ersten Schaltgasse gekoppelt die Schaltbegrenzungskulisse 7 verstellt
wird. Bei dieser Rückbewegung
wird die Schaltbegrenzungskulisse 7 in ihre für die Fahrstufe
R vorgesehene Stellung verstellt. Die in ihrer R-Stellung befindliche
Schaltbegrenzungskulisse 7 ist in 3b gezeigt.
Der Schalthebel 8 ist sodann durch die Schaltbegrenzungskulisse 7 entsprechend
der R-Fahrstufenstellung bezüglich
seiner möglichen
Bewegungen begrenzt. Eine Bewegung des Schalthebels 8 nach vorne
ist aufgrund der Ausgestaltung der Übertragungseinheit 11 ebenso
gesperrt, wie dieses anhand der 3 bezüglich einer
nach hinten gerichteten Bewegung aus der D-Stellung beschrieben
ist.
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4 zeigt
eine elektrische Schalteinrichtung 20 gemäß einer
weiteren Ausgestaltung. Die elektrische Schalteinrichtung 20 verfügt über einen Schalthebel 21,
der monostabil ausgehend von seiner in 4 gezeigten
Nullstellung entsprechend einem Schaltschema, wie dieses zu den 1 und 2 beschrieben
worden ist, bewegbar ist. Lediglich der Einfachheit der Darstellung
halber ist der Schalthebel 21 verschiebbar dargestellt,
auch wenn dieser tatsächlich
um eine Achse monostabil schwenkbar ist. Zur mechanischen Bewegungskopplung
zwischen einer Bewegung des Schalthebels 21 und der Schaltbegrenzungskulisse 22 dient
ein auf einer Schaltwippe 23 angeordneter Klinkenmechanismus 24, 24'. Die Schaltwippe 23 trägt an ihrem
jeweiligen Ende einen Klinkenmechanismus 24 bzw. 24'. Der Klinkenmechanismus 24 besteht
aus einem unter Federvorspannung stehenden Klinkenhebel 25.
Dieser wirkt zur Bewegungskopplung mit Stellnasen 26 der
Schaltbegrenzungskulisse 22 zusammen. Die von dem Schalthebel 21 wegweisenden
Seiten der Stellnasen 26 dienen einer Bewegungsmitnahme der
Schaltbegrenzungskulisse 22 bei einer Rückbewegung des Schalthebels 21 nach
Anwählen
einer Fahrstufe. Bei der Hinbewegung des Schalthebels 21 zum
Anwählen
einer Fahrstufe werden dagegen die Klinkenhebel 25 entgegen
der Kraft der Rückstellfeder
an den zu dem Schalthebel 21 weisenden Seiten der Stellnasen 26 vorbeigeführt. Der
Klinkenmechanismus 24' ist
in gleicher Weise konzipiert.
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Zur
Verriegelung der Schaltbegrenzungskulisse 22 dienen auf
jeder Seite des Schalthebels 21 Rastbolzen 27,
die mit ihrer Spitze in entsprechende Ausnehmungen eingreifen. Befindet
sich die Schaltbegrenzungskulisse 22 in einer ihrer Endstellungen (R-Stellung
oder D-Stellung) wird die Bewegung des Schalthebels 21 in
einer Seite begrenzt. Der Schalthebel 21 liegt dann mit
seinem unterhalb der Schaltwippe 23 befindlichen Abschnitt
an einem federbelasteten Stellbolzen 28 an, der bei einer
Bewegung des Schalthebels 21 in die nicht definierte Richtung eingedrückt und
hinter den Rastbolzen 27 gebracht wird. Der Rastbolzen 27 kann
sodann nicht mehr aus seiner Rastvertiefung herausbewegt werden,
womit eine Bewegung der Schaltbegrenzungskulisse 22 in dieser
Richtung wirksam verhindert ist.
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5 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
monostabil gelagerten Schalthebels 29 einer elektrischen
Schalteinrichtung 30 und seiner Schaltbegrenzungskulisse 31.
Der Schalthebel 29 dieses Ausführungsbeispiels trägt eine
beidseitig wirkende Raste 32. Die durch die Schaltbegrenzungskulisse 31 definierte
Kulisse bei einer Fahrstufenanwahl weist an den jeweiligen Schaltpunkten
entsprechende Rastausnehmung auf. 5 zeigt
die Schaltbegrenzungskulisse 31 in ihrer D-Stellung. Die
Schaltbegrenzungskulisse 31 ist durch einen einen Sperrriegel 33 aufweisenden
Hubmagneten 34 verriegelt. Die einzelnen Verriegelungsstellungen
der Schaltbegrenzungskulisse 31 sind durch entsprechende
Riegelausnehmungen 35, 36, 37 gekennzeichnet.
In der D-Stellung der Schaltbegrenzungskulisse 31 greift der
Sperrriegel 33 in die Riegelausnehmung 35 ein. Zum
Anwählen
der R-Stellung wird der Schalthebel 29 nach vorne bewegt,
wie dieses durch den Pfeil in 5 gekennzeichnet
ist. Bei Erreichen des ersten Schaltpunktes (S1)
wird die Sperrung der R-Stellung aufgehoben, so dass der Schalthebel 29 in
die R-Stellung (S2-Schaltpunkt) gebracht
werden kann. Während
dieser Bewegung bleibt die Schaltbegrenzungskulisse 31 durch
Eingreifen des Sperrriegels 33 in die Riegelausnehmung 35 verriegelt.
Erst wenn der Schalthebel 29 den Schaltpunkt S2 erreicht
hat und vom Fahrer zum Zurückschwingen
in seine Nullstellung losgelassen wird, wie dieses in 5a durch den
Pfeil angedeutet ist, wird der Hubmagnet 34 aktiviert,
so dass der Sperrriegel 33 aus der Riegelausnehmung 35 herausbewegt
wird. Infolge des durch die Raste 32 gebildeten Formschlusses
mit der Schaltbegrenzungskulisse 31 wird diese bei der Rückbewegung
des Schalthebels 29 mitgenommen. Befindet sich der Schalthebel 29 in
seiner monostabilen Nullstellung, wie dieses in 5b gezeigt
ist, wird der Hubmagnet 34 angesteuert, damit der Sperrriegel 33 zum
Verriegeln der Schaltbegrenzungskulisse 1 in die Riegelausnehmung 37 eingreift.
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6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
elektrischen Schalteinrichtung 38 mit einem monostabil
gelagerten Schalthebel 39. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist die Schaltbegrenzungskulisse 40 über einen Elektromotor 41 und
einen Spindeltrieb 42 bewegbar. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird
die Schaltgasse 40 entsprechend der durch den Schalthebel 39 angewählten Fahrstellung
nachgefahren. Aufgrund des Spindeltriebes 42 ist der Antrieb
der Schaltbegrenzungskulisse 40 selbsthemmend, so dass
es keiner zusätzlichen
Verriegelungsmittel bedarf. Ein Hubmagnet 43 mit einem
Sperrbolzen 44 dient zum Sichern einer undefinierten Anwahl der
R-Fahrstellung. Die elektrische Schalteinrichtung 38 verfügt über ein
Rückstellglied 45,
mit dem der Schalthebel 39 aus der Nullstellung 4 der
zweiten Schaltgasse 2 in die Nullstellung 3 der
ersten Schaltgasse 1 gebracht werden kann. Eine solche
systemseitig bedingte Rückstellung
des Schalthebels 39 in die Nullstellung 3 der
Schaltgasse 1 wird für
den Fall gewünscht,
dass der Motor ausgestellt wird, ohne dass sich der Schalthebel 39 in
der vordefinierten Nullstellung 3 der ersten Schaltgasse 1 befindet.
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Mittels
des elektromotorische angetriebenen Spindeltriebes 42 ist
die Schaltbegrenzungskulisse 40, wie in 6a gezeigt, über ihre
in 6 gezeigte Stellung hinaus nach vorne (in 6a nach
oben) bewegbar, wodurch das Rückstellglied 45 in
der in 6a erkennbaren Weise bewegt
wird. Mit seinem Rückstellkopf 46 wird
der in der Nullstellung 4 befindliche Schalthebel 39 aus
dieser Stellung heraus und in die erste Schaltgasse 1 hereinbewegt.
Dabei ist es grundsätzlich
lediglich notwendig, dass der in einer Kulisse geführte Schalthebel 39 nur
bis über
den Totpunkt zum Trennen der beiden Nullstellen 3, 4 voneinander
bewegt wird, da dieser anschließend
aufgrund seiner Kulissenführung
selbsttätig
in die Nullstellung 3 der anderen Schaltgasse 1 fällt. Die
Schaltbegrenzungskulisse 40 verfügt zum Auffangen des aus der
Nullstellung 4 ausgeworfenen Schalthebels 39 über geneigte
Flächen
zum Begrenzen der Schaltgassenöftnung,
so dass der Schalthebel 39 an diesen zur Anlage gebracht
wird und erst wenn die Schaltbegrenzungskulisse 40 zurückbewegt
wird, fällt
der Schalthebel 29 in die Nullstellung 3 der Schaltgasse 1.
Auf diese Weise ist eine wirksame Dämpfung des Schalthebels realisiert.
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- 1
- Schaltgasse
- 2
- Schaltgasse
- 3
- Nullstellung
- 4
- Nullstellung
- 5
- Schaltbegrenzungskulisse
- 6
- Schaltgassenverbindung
- 7
- Schaltbegrenzungskulisse
- 8
- Schalthebel
- 9
- Schalteinrichtung
- 10
- Zahnstange
- 11
- Übertragungseinheit
- 12
- Übertragungseinheit
- 13
- Übertragungszahnrad
- 14
- Abtriebszahnrad
- 15
- Zahnstange
- 16
- Übertragungszahnrad
- 17
- Hubmagnet
- 18
- Sperrbolzen
- 19
- Abtriebszahnrad
- 20
- Schalteinrichtung
- 21
- Schalthebel
- 22
- Schaltbegrenzungskulisse
- 23
- Schaltwippe
- 24,
24'
- Klinkenmechanismus
- 25
- Klinkenhebel
- 26
- Stellnase
- 27
- Rastbolzen
- 28
- Stellbolzen
- 29
- Schalthebel
- 30
- Schalteinrichtung
- 31
- Schaltbegrenzungskulisse
- 32
- Raste
- 33
- Sperrriegel
- 34
- Hubmagnet
- 35
- Riegelausnehmung
- 36
- Riegelausnehmung
- 37
- Riegelausnehmung
- 38
- Schalteinrichtung
- 39
- Schalthebel
- 40
- Schaltbegrenzungskulisse
- 41
- Elektromotor
- 42
- Spindeltrieb
- 43
- Hubmagnet
- 44
- Sperrbolzen
- 45
- Rückstellglied
- 46
- Rückstellkopf
- S1 – S6
- Schaltpunkt