DE102004060179B4 - Einspritzventil mit einem verbesserten Anschluss eines Anschlusssteckers - Google Patents
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Abstract
Einspritzventil (1) mit einem Aktor (6), mit einem Gehäuse (3), in dem der Aktor (6) angeordnet ist, wobei der Aktor (6) mit elektrischen Leitungen (7) verbunden, über die der Aktor (6) ansteuerbar ist, wobei das Gehäuse (3) im Wesentlichen eine zylindrische Außenkontur aufweist, wobei ein Anschlussstecker (5) einen Anschlussbereich des Gehäuses (3) umfasst, wobei im Anschlussstecker (5) elektrische Anschlüsse (8) ausgebildet sind, die elektrisch leitend mit den elektrischen Leitungen (7) verbunden sind, wobei das Gehäuse (3) im Anschlussbereich, eine Nut (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (9) nicht rotationssymmetrisch zur Mittelachse des Gehäuses (3) angebracht ist und dass die Nut (9) eine sich in Umfangsrichtung des Gehäuses (3) verändernde Kontur aufweist, die ein Verdrehen des Anschlusssteckers (5) erschwert.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Einspritzventile weisen in der Regel ein Gehäuse auf, in dem ein Aktor zur Betätigung des Einspritzventils angeordnet ist. Als Aktoren werden beispielsweise piezoelektrische Aktoren oder elektromagnetische Aktoren verwendet. Zur Betätigung des Aktors weisen die Aktoren elektrische Leitungen auf, die zu einem Anschlussstecker geführt sind. Der Anschlussstecker ist am Gehäuse des Einspritzventils befestigt. Beispielsweise wird der Anschlussstecker an das Gehäuse des Einspritzventils angespritzt, wobei das Gehäuse in dem Bereich, in dem der Anschlussstecker das Gehäuse umfasst, eine umlaufende Nut aufweist. Durch die umlaufende Nut wird ein unbeabsichtigtes Abziehen des angespritzten Anschlusssteckers vom Gehäuse erschwert. An den Anschlussstecker können nun Anschlussleitungen angesteckt werden, um eine elektrische Verbindung zwischen der Steuereinheit der Brennkraftmaschine und dem Aktor herzustellen.
- Aus der
DE 10 2004 027 144 A1 ist eine Vorrichtung zur verdrehsicheren Fixierung einer Umspritzung in einem zylinderförmigen Gehäuse bekannt. Die Vorrichtung umfasst ein zylinderförmiges Gehäuse mit Vertiefungen und/oder Erhebungen, die in einem Bereich der Mantelfläche ausgebildet sind, und eine Umspritzung, die an das zylinderförmige Gehäuse angespritzt ist und das zylinderförmige Gehäuse und den Bereich der Mantelfläche umschließt. Die Vertiefungen und/oder Erhebungen in dem Bereich der Mantelfläche sind so angeordnet und ausgebildet, dass ein Formschluss in rotatorischer Richtung besteht zwischen der Umspritzung und dem zylinderförmigen Gehäuse. - Die
DE 100 59 177 A1 zeigt eine Anordnung mit einem ersten Element und einem damit verbundenen zweiten Element, die zum Einsatz in einem Kraftstoffeinspritzventil geeignet ist. Das zweite Element besteht im Wesentlichen aus einem an das erste Element angespritzten Kunststoff-Spritzguß. Zur Dichtung des Übergangs vom ersten Element zum zweiten Element ist eine Primärschicht zwischen dem ersten Element und dem zweiten Element angeordnet. Die Primärschicht wird vor der Erzeugung des zweiten Elements aufgebracht. - Aus der
ist ein Verfahren zur Herstellung eines Piezoaktorgehäuses sowie ein Piezoaktorgehäuse bekannt. Das rohrförmige Gehäuse für den Piezoaktor ist dabei aus einem Flachmaterial hergestellt und weist eine von einer ersten Stirnseite zu einer zweiten Stirnseite durchgehende Nahtstelle auf.WO 03/084691 A1 - Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Einspritzventil mit einem Anschlussstecker bereitzustellen, das robuster ausgebildet ist. Zudem besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Einspritzventil bereitzustellen, bei dem die Gefahr der Beschädigung reduziert ist.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch das Einspritzventil gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
- Ein Vorteil des neuen Einspritzventils besteht darin, dass in dem Bereich des Gehäuses, an dem der Anschlussstecker ausgebildet ist, eine Nut ausgebildet ist, die in Umfangsrichtung des Gehäuses eine sich verändernde Kontur aufweist, sodass ein Verdrehen des Anschlusssteckers in radialer Richtung um das Gehäuse erschwert ist.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Nut eine in Umfangsrichtung des Gehäuses sich ändernde Tiefe auf. Durch die sich ändernde Tiefe wird eine Verdrehung des Anschlusssteckers durch die sich ändernde Tiefe der Nut in der Umfangrichtung erschwert und/oder verhindert. Damit wird eine Beschädigungen der Anschlussleitungen, die vom Aktor zum Anschlussstecker führen, vermieden.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Nut in der Umfangsrichtung eine sich ändernde Breite auf. Auch mit der sich ändernden Breite kann eine einfache Geometrie erhalten werden, mit der ein Verdrehen des Anschlusssteckers gegenüber dem Gehäuse erschwert und/oder unterbunden wird.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Nut konische Seitenflächen auf. Durch die Ausbildung der Nut mit konischen Seitenflächen ist ein einfaches Herstellungsverfahren möglich.
- Vorzugsweise ist die Nut umlaufend um das Gehäuse in einer Ringform ausgebildet und die Nut weist eine kleinste und größte Tiefe auf, wobei die kleinste und die größte Tiefe der Nut an gegenüberliegenden Stellen des Gehäuses ausgebildet sind. Auf diese Weise wird eine sichere und zuverlässige Halterung des Anschlusssteckers gegen Verdrehen erreicht.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Nut als umlaufende Ringnut ausgebildet, wobei eine kleinste Breite und eine größte Breite der Nut an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses ausgebildet sind.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Einspritzventil als Aktor einen piezoelektrischen Aktor auf und der piezoelektrische Aktor ist in einem Aktorgehäuse angeordnet. Das Aktorgehäuse stellt einen Teil des Gehäuses dar, an dem der Anschlussstecker befestigt ist.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
-
1 einen schematischen Querschnitt durch ein Einspritzventil, -
2 eine Seitenansicht eines Aktorgehäuses, -
3 einen Querschnitt durch das Aktorgehäuse, -
4 eine vergrößerte Darstellung einer tiefsten Nutstelle, -
5 eine vergrößerte Darstellung einer flachsten Nutstelle, -
6 eine Teilansicht eines Aktorgehäuses mit einer weiteren Ausführungsform der Nut und -
7 einen Querschnitt in der Schnittlinie A' A durch das Aktorgehäuse der6 . -
1 zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung ein Einspritzventil1 , das einen Düsenkörper4 und ein Gehäuse3 aufweist. Der Düsenkörper4 ist über eine Spannschraube am Gehäuse3 gehaltert. Das Gehäuse3 weist ein Aktorgehäuse2 auf, in dem ein Aktor6 angeordnet ist. In dem dargestell ten Ausführungsbeispiel ist der Aktor6 als piezoelektrischer Aktor ausgebildet. Der Aktor6 dient zur Betätigung eines Servoventils, welches Querschnitte steuert, die zur Betätigung einer Düsennadel führen. Anstelle des piezoelektrischen Aktors kann auch ein elektromagnetischer Aktor oder jede andere Art von elektrisch betätigbarem Aktor vorgesehen sein. Der piezoelektrische Aktor6 weist elektrische Leitungen7 auf, die durch eine Kopfplatte10 des Aktorgehäuses2 geführt sind. Die elektrischen Leitungen7 sind in einem Anschlussstecker5 eingebettet, der am oberen Ende des Aktorgehäuses2 am Aktorgehäuse2 befestigt ist. Die elektrischen Leitungen7 sind mit Kontaktstiften8 elektrisch leitend verbunden, die in einem Anschlussbereich aus dem Anschlussstecker5 herausragen. Das Aktorgehäuse2 weist im oberen Endbereich eine Nut9 auf, in der ein Teil des Anschlusssteckers5 angeordnet ist. Das Aktorgehäuse2 besteht beispielsweise aus Stahl und der Anschlussstecker5 aus Kunststoff. Vorzugsweise wird der Anschlussstecker5 über ein Spritzgussverfahren an dem oberen Endbereich des Aktorgehäuses2 angespritzt. Auf diese Weise wird eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Anschlussstecker5 und dem Aktorgehäuse2 erreicht. -
2 zeigt in einer Seitenansicht das Aktorgehäuse2 und die Nut9 . Die Nut9 ist in dieser Ausführungsform als umlaufende Ringnut ausgebildet, wobei sowohl deren Breite als auch deren Tiefe variiert. Die Nut9 weist im linken Randbereich eine flachste und eine schmalste Nutstelle auf. Ausgehend von dem linken Randbereich nehmen stetig sowohl die Tiefe als auch die Breite der Nut9 bis zu einem gegenüber liegenden rechten Randbereich zu. Am rechten Randbereich, der gegenüberliegend zum linken Randbereich am Aktorgehäuse2 angeordnet ist, weist die Nut9 eine tiefste und breiteste Nutstelle auf. - In Abhängigkeit von der gewählten Ausführungsform kann die Ringnut
9 verteilt über den Umfang des Aktorgehäuses2 abwechselnd flachere und tiefere bzw. breitere und schmälere Nutstellen aufweisen. Wesentlich ist dabei, dass die Nut9 eine Kontur aufweist, die nicht rotationssymmetrisch um die Mittenachse des Aktorgehäuses2 ausgebildet ist. Dadurch wird eine Nut9 mit einer Kontur erreicht, die ein Verdrehen des Anschlusssteckers5 gegenüber dem Aktorgehäuse2 erschwert und/oder verhindert. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Anschlussstecker5 nicht bei der Montage des Einspritzventils1 im Motorraum unabsichtlich verdreht wird und dabei die elektrischen Leitungen7 beschädigt werden. -
3 zeigt einen Querschnitt durch das Aktorgehäuse2 , das zylinderförmig ausgebildet ist. Vorzugsweise wird das Aktorgehäuse2 aus einem Rundstahl hergestellt. Die Nut9 weist im Wesentlichen eine in der Kontur exzentrische Nut9 auf, wobei bei der Ausführungsform der2 die schmalste und flachste und die breiteste und tiefste Nutstelle auf einer Achse angeordnet sind, die durch den Mittelpunkt der Kreisform des Aktorgehäuses2 geht. -
4 zeigt in einer vergrößerten Darstellung die tiefste und breiteste Nutstelle der Nut9 . Vorzugsweise weist die Nut9 im Querschnitt eine Trapezform auf. Dies hat den Vorteil, dass mit einem einfachen Werkzeug die Nut in das Aktorgehäuse2 eingebracht werden kann und zusätzlich mit der Einstichtiefe, d. h. mit der Tiefe der Nut9 auch die Breite der Nut9 verändert wird. Damit werden gleichzeitig zwei Parameter, die Breite und die Tiefe der Nut9 verändert, die ein Verdrehen des Anschlusssteckers5 gegenüber dem Aktorgehäuse2 erschweren. Die Seitenflächen der Nut9 weisen vorzugsweise einen Winkel von 45° zur Oberlächennormalen des Aktorgehäuses2 auf. -
5 zeigt in einer größeren Darstellung die flachste Nutstelle, die gleichzeitig die schmälste Nutstelle darstellt. Durch die unterschiedliche Einbringtiefe kann die exzentrische Nut9 mit einem Werkzeug und in einem Arbeitsvorgang in das Aktorgehäuse2 eingebracht werden. -
6 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Aktorgehäuses2 , bei der die Nut9 als Ringnut ausgebildet ist und sowohl 2 gegenüberliegende tiefste und breiteste Nutstellen als auch zwei gegenüberliegende flachste und schmälste Nutstellen aufweist. In6 deutlich die in Umfangsrichtung variierende Breite der Nut9 erkennbar. -
7 zeigt einen Querschnitt durch die Schnittlinie A-A der6 . In diesem Querschnitt ist deutlich die variierende Tiefe der Nut9 erkennbar.
Claims (9)
- Einspritzventil (
1 ) mit einem Aktor (6 ), mit einem Gehäuse (3 ), in dem der Aktor (6 ) angeordnet ist, wobei der Aktor (6 ) mit elektrischen Leitungen (7 ) verbunden, über die der Aktor (6 ) ansteuerbar ist, wobei das Gehäuse (3 ) im Wesentlichen eine zylindrische Außenkontur aufweist, wobei ein Anschlussstecker (5 ) einen Anschlussbereich des Gehäuses (3 ) umfasst, wobei im Anschlussstecker (5 ) elektrische Anschlüsse (8 ) ausgebildet sind, die elektrisch leitend mit den elektrischen Leitungen (7 ) verbunden sind, wobei das Gehäuse (3 ) im Anschlussbereich, eine Nut (9 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (9 ) nicht rotationssymmetrisch zur Mittelachse des Gehäuses (3 ) angebracht ist und dass die Nut (9 ) eine sich in Umfangsrichtung des Gehäuses (3 ) verändernde Kontur aufweist, die ein Verdrehen des Anschlusssteckers (5 ) erschwert. - Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
9 ) eine sich ändernde Tiefe aufweist. - Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
9 ) eine sich ändernde Breite aufweist. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
9 ) konische Seitenflächen aufweist. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dass die Nut (
9 ) an einer ersten Stelle eine kleinste Tiefe aufweist, dass die Tiefe der Nut bis zu einer größten Tiefe zu nimmt, wobei die größte Tiefe gegenüber liegend zu der ersten Stelle an einer zweiten Stelle angeordnet ist. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Nut (
9 ) von der kleinsten Tiefe zur größten Tiefe stetig zunimmt. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dass die Nut (
9 ) an einer ersten Stelle eine kleinste Breite aufweist, dass die Breite der Nut (9 ) bis zu einer größten Breite zunimmt, wobei die größte Breite gegenüber liegend zu der ersten Stelle an einer zweiten Stelle angeordnet ist. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (
9 ) im Querschnitt eine Trapezform mit in Umfangrichtung des Gehäuses (3 ) sich ändernde Tiefe und Breite aufweist. - Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dass der Aktor (
6 ) als piezoelektrischer Aktor ausgebildet ist, dass der Aktor (6 ) in einem Aktorgehäuse (2 ) angeordnet ist, und dass das Aktorgehäuse (2 ) einen Teil des Gehäuses (3 ) darstellt, an dem der Anschlussstecker befestigt ist.
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