-
Die
Erfindung betrifft ein Getriebeschaltelement nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
-
Ein
derartiges Getriebeschaltelement ist zum Beispiel als Schaltgabel
für ein
manuelles Getriebe (Schaltgetriebe) oder ein Doppelkupplungsgetriebe eines
Kraftfahrzeuges bekannt.
-
Die
EP 1 191 261 A1 betrifft
eine Vorrichtung zum Übertragen
einer im wesentlichen linearen Schaltbewegung auf eine auf einer
Schaltgetriebewelle gelagerte Schaltgabel in einem mechanischen Getriebe.
Die Schaltgabel steht mit einem Verschiebeglied eines Eingriffselementes
in Eingriff. Das Verschiebeglied weist ein ausgespartes Teil auf,
in welches ein mit der Schaltbewegung bewegtes Wählglied eingreift. Das ausgesparte
Teil ist mit der Gabel fest verbunden. Das Wählglied greift in die Aussparung
mit einem Spiel ein, dem eine Feder entgegenwirkt.
-
Die
EP 1 079 154 B1 offenbart
eine Schaltschiene mit daran befestigter Schaltgabel für Kraftfahrzeugschaltgetriebe.
Die Schaltgabel und die Schaltschiene sind durch einen rechtwinklig
zur Schaltschienenachse gerichteten Schwenkzapfen in Richtung der
Schaltschienenachse relativ zueinander unverschiebbar festgelegt.
Die Schaltgabel ist jedoch um einen geringen Winkelbetrag relativ
zur Schaltschiene verschwenkbar, wobei an die Schaltschiene ein
Aufnahmevorsprung für
die Aufnahme der Schaltschiene angeformt ist. Der Aufnahmevorsprung
weist eine Öffnung
mit zwei gegenüberliegenden
zueinander planparallelen Führungsflächen auf. Die
Führungsflächen führen die
Schaltgabel verschwenkbar um den durch den Aufnahmevorsprung senkrecht
zu den Führungsflächen und
durch die Schaltschiene hindurch geführten Schwenkzapfen an der
Schaltschiene.
-
Die
DE 101 25 450 A1 befaßt sich
mit einer Betätigungsvorrichtung
für eine
Schaltmuffe eines Kraftfahrzeugs, mit einem entlang seiner Achse
verschiebbaren Schaltelement, sowie mit einer Schaltgabel und einem
Mitnehmer, die starr mit dem Schaltelement verbunden sind. Das Schaltelement
und die Schaltgabel sind einstückig
aus einem einzigen Material hergestellt. Der Mitnehmer ist an dem
so gebildeten Schaltglied befestigt.
-
Die
Zusammenfassung der
JP
09196167 A offenbart ein Getriebeschaltelement. Das Getriebeschaltelement
weist zumindest einen Gabelteil (shift fork) auf, dessen Schaft
in axialer Richtung beweglich geführt ist.
-
Bei
einem aus der Praxis bekannten Getriebeschaltelement ist das Schienenteil
mit dem Gabelteil stoffschlüssig
verbunden, vorzugsweise verschweißt. Das Schienenteil hat eine
langgestreckte Grundform mit zwei freien Enden und dient zur Führung des
Getriebeschaltelementes innerhalb eines Getriebes. Entlang einer
im Getriebe vorgesehenen Führungseinrichtung
ist das Getriebeschaltelement hin und her verschiebbar. Zur Verbindung
mit dem Gabelteil weist der Schienenteil einen Verbindungsbereich
auf. Der Gabelteil ist im Wesentlichen U-förmig und besitzt zwei Gabel schenkel,
die über
ein Rückenteil
einstückig
miteinander verbunden sind. Das Rückenteil bildet oberseitig
einen ebenen Flächenbereich,
der hier einen Verbindungsbereich als Gegenstück zum Verbindungsbereich des
Schienenteils bildet.
-
Aus
der Praxis ist es alternativ auch bekannt, ein Getriebeschaltelement
als einstückiges
Gußteil, insbesondere
Feingußteil,
herzustellen.
-
In
einem in ein Getriebe eingebauten Zustand ist das Getriebeschaltelement
in Schienenteil-Längsrichtung
beweglich geführt.
Die Gabelschenkel übertragen
die Schaltbewegungen entsprechend der Verschiebung des Schienenteils
auf drehmomentübertragende
Elemente des Getriebes.
-
Als
Hauptnachteil dieses aus der Praxis bekannten Standes der Technik
mit einem Getriebeschaltelement der vorstehend angegebenen Art ist anzusehen,
daß Ungenauigkeiten
und Toleranzen, die zwischen dem Gabelteil und einer mit dem Gabelteil
in einem Getriebe in Eingriff stehenden Schaltmuffe bestehen, sich über den
Schienenteil und weitere Verbindungselemente als Vibrationen bis
zu dem von einem Fahrer eines Kraftfahrzeuges betätigten Gangschalthebel
fortpflanzen. Diese Vibrationen wirken störend beim Schalten des Getriebes,
so daß einem
Fahrer des Kraftfahrzeuges ein unkomfortables Schaltgefühl übermittelt
wird.
-
Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Getriebeschaltelement
der eingangs genannten Art dahin gehend zu verbessern, daß sich für einen
Fahrer des Kraftfahrzeuges ein weicheres, geschmeidigeres Schalten
ohne Vibrationen des Gangschalthebels ergibt.
-
Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe durch ein Getriebeschaltelement mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
-
Mit
der Erfindung wird vorteilhaft erreicht, daß Ungenauigkeiten und Toleranzen,
die zwischen dem Gabelteil und einer mit dem Gabelteil in einem Getriebe
in Eingriff stehenden Schaltmuffe bestehen und zu Vibrationen führen, sich
nicht mehr über
den Schienenteil und weitere Verbindungselemente bis zu dem von
einem Fahrer eines Kraftfahrzeuges betätigten Gangschalthebel fortpflanzen
können,
weil die Ungenauigkeiten und Toleranzen in der beweglichen Verbindung
von Schienenteil und Gabelteil aufgenommen und ausgeglichen werden.
Hierdurch werden ein weicheres Anlaufen beim Beginn der Schaltbewegung
und ein geschmeidigerer Schaltvorgang sowie eine angenehme Vibrationsfreiheit
des Gangschalthebels erreicht. Für
den gewünschten Ausgleich
genügt
ein kleines relatives Bewegungsspiel zwischen Schienenteil und Gabelteil,
sodaß die nötige Genauigkeit
der Schaltbewegungen unbeeinträchtigt
erhalten bleibt.
-
Zum
einen kann das Gabelteil über
das Bewegungsspiel relativ zum Schienenteil parallel zur Längsrichtung
des Schienenteils beweglich sein. Hierbei ist vorteilhaft vorgesehen,
daß die
Längsverschieblichkeit
von Schienenteil und Gabelteil zueinander relativ klein bemessen
ist. Beispielsweise kann ein Verschiebungsweg zwischen 0,5 und 1
mm, vorzugsweise zwischen etwa 0,7 bis 0,8 mm, zur Erzielung der
gewünschten
Wirkung völlig
ausreichend sein.
-
Zum
anderen kann alternativ oder ergänzend
das Gabelteil relativ zum Schienenteil begrenzt so verdrehbar sein,
daß freie
Enden der Gabelschenkel des Gabelteils in einer Richtung in etwa
parallel zur Längsrichtung
des Schienenteils gegensinnig beweglich sind. Zweckmäßigerweise
ist auch vorgesehen, daß die
relative Verdrehbarkeit von Schienenteil und Gabelteil zueinander
ebenfalls auf relativ kleine Werte begrenzt ist. Die Verdrehbarkeit
kann im Sinne der Erfindung vorteilhaft derart begrenzt sein, daß sich am
freien Ende der beiden Gabelschenkel des Gabelteils ein Bewegungsweg
von etwa 1 bis 2 mm in einer etwa parallel zum Schienenteil verlaufenden Richtung
ergibt. Selbstverständlich
liegt der Bewegungsweg der freien Enden der Gabelschenkel auf einer
Kreisbahn; da der Bewegungsweg aber relativ zum Kreisbahnradius
derart klein bemessen ist, ergibt sich ein in etwa linearer Bewegungsweg
der freien Enden der Gabelschenkel.
-
Um
eine leicht herstellbare und zugleich zuverlässige Verbindung des Gabelteils
mit dem Schienenteil zu erreichen, ist zweckmäßig vorgesehen, daß das Gabelteil
eine seitlich offene, im Querschnitt gesehen U-förmige Tasche mit einem Basissteg
und zwei U-Schenkeln aufweist, in die eine Lasche des Schienenteils
eingreift, wobei die Lasche in Längsrichtung
des Schienenteils begrenzt verschiebbar und/oder in Verdrehrichtung
begrenzt verdrehbar in der Tasche gelagert ist. Die Lasche bildet
einen Verbindungsbereich des Schienenteils und die Tasche bildet
einen Verbindungsbereich des Gabelteils. Beide Verbindungsbereiche
sind mit ihrer Ausgestaltung bevorzugt derart einander angepasst,
daß die Lasche
im montierten Zustand mit leichtem Spiel in Schienenteillängsrichtung
und/oder in Verdrehrichtung in der Tasche aufgenommen ist.
-
Bevorzugt
ist hierbei weiter vorgesehen, daß das Gabelteil eine Bohrung
in seinen U-Schenkeln aufweist, daß das Schienenteil in seiner
Lasche eine dazu korrespondierende Bohrung aufweist und daß das Verbindungselement
durch die Bohrungen verläuft,
wobei die Bohrung in der Lasche zum Verbindungselement ein Bewegungsspiel
aufweist und ein Langloch oder ein rundes Loch ist.
-
Zur
Verbindung des Schienenteils mit dem Gabelteil ist zudem zweckmäßig vorgesehen,
daß das
Verbindungselement Bolzenform hat und kraftschlüssig, bevorzugt unter Preßpassung,
in der Bohrung des Gabelteils aufgenommen ist.
-
Das
als Preßbolzen
ausgeführte
Verbindungselement ist zweckmäßig an zumindest
einer Stirnseite, bevorzugt an beiden Stirnseiten, angefast.
-
Bei
der Montage des Getriebeschaltelementes wird zweckmäßig das
Verbindungselement durch die zueinander kongruenten ausgerichteten
Bohrungen bis zur Fußseite
der Bohrung im Gabelteil eingepreßt. Das eingepreßte Verbindungselement
sitzt dann stramm in der Bohrung im Gabelteil. Die Bohrung in der
Lasche des Schienenteils, durch die das Verbindungselement ebenfalls
verläuft,
hat ein geringes Übermaß, um das
nötige
Bewegungsspiel zur Verfügung
zu stellen, und kann zudem als Langloch ausgeführt sein, z.B. mit einem Bewegungsspiel
von ca. 0,5 bis 1 mm in Längsrichtung
des Schienenteils.
-
Um
bei der relativen Beweglichkeit des Gabelteils in Längsrichtung
des Schienenteils zu erreichen, daß im unbelasteten Zustand des
Gabelteils dieses eine definierte Stellung relativ zum Schienenteil
einnimmt, ist vorteilhaft vorgesehen, daß zwischen dem Schienenteil
und dem Gabelteil zumindest ein Kraftspeicherelement, bevorzugt
eine Feder, angeordnet ist, das im unbelasteten Zustand des Gabelteils
diesen in einer definierten Verschiebungs- und/oder Verdrehungsstellung relativ
zum Schienenteil positioniert. Das Kraftspeicherelement kann bevorzugt
als Feder, etwa in der Art eines Federsteckers, ausgestaltet sein,
welcher eine relativ klein bemessene Vorspannkraft, beispielsweise
von etwa 50 N, aufweist. Das Kraftspeicherelement besteht beispielsweise
aus einem Stahldraht von etwa 1 mm Durchmesser. Durch das Kraftspeicherelement
wird vorteilhaft zumindest hinsichtlich der Längsverschieblichkeit von Schienenteil
und Gabelteil relativ zueinander unter Vorspannung eine definierte
Stellung im unbelasteten Zustand bewirkt. Alternativ oder zusätzlich kann
auch eine in Verdrehungsrichtung wirkende Rückstellfeder vorgesehen sein,
um eine definierte Lage der Gabelschenkel im unbelasteten Zustand
einzustellen, beispielsweise eine Mittelstellung zwischen den Verdrehungsendstellungen,
indem das Verbindungselement mit dem konvexen Fußteil des Kraftspeicherelements
in Kontakt tritt und in Richtung zum Anlageschenkel auslenkt.
-
Zur
verliersicheren Unterbringung des Kraftspeicherelements weist bevorzugt
das Schienenteil an seiner Lasche zumindest eine Vertiefung auf,
in der das Kraftspeicherelement aufgenommen ist, das im eingebauten
Zustand unter Vorspannung an dem Verbindungselement anliegt. Selbstverständlich können in
der Lasche auch mehrere, vorzugsweise zwei Vertiefungen und entsprechend
zwei Bohrungen angeordnet sein, die in Längsrichtung des Schienenteils
zueinander beabstandet sind. Bei einer derartigen Ausgestaltung
kann das Gabelteil in unterschiedlichen Positionen mit dem Schienenteil
verbunden werden.
-
Bei
der Montage des Getriebeschaltelementes mit Kraftspeicherelement
wird zunächst
die als Kraftspeicherelement dienende Feder in die zugeordnete Vertiefung
in der Lasche des Schienenteils eingelegt. Anschließend wird
das Schienenteil mit seiner Lasche seitwärts in die Tasche des Gabelteils eingeschoben.
Zuletzt wird das Verbindungselement eingepreßt.
-
Da
das Verbindungselement zumindest an einer seiner Stirnseiten, vorzugsweise
an seiner vorlaufenden Seite, angefast ist, wird vorteilhaft erreicht, daß das Verbindungselement
einen mit diesem in Kontakt tretenden Federschenkel auslenkt und
so vorspannt. Ein weiterer Vorteil der angefassten Stirnseite des
Verbindungselementes ist darin zu sehen, daß bei der Montage die Bohrungsmittellinie
der Laschenbohrung nicht unbedingt genau kongruent zu der Mittellinie
der U-Schenkelbohrungen sein muß, da
das Verbindungselement mittels der angefassten Stirnseite auch als
Zentrierelement wirkt.
-
Das
Gabelteil greift mit den freien Enden seiner Gabelschenkel in die
zugeordnete Schaltmuffe des Getriebes ein, wobei die Schaltmuffe üblicherweise
ein Stahlteil ist. Zur Erzielung einer günstigen Gleitpaarung ist daher
zweckmäßig vorgesehen,
daß das
Gabelteil ein Messinggußteil
oder ein Aluminiumdruckgußteil
ist. Alternativ kann das Gabelteil auch ein mit Messing beschichtetes
Stahlteil sein. Statt des Messingüberzuges kann auch ein Kunststoffüberzug vorgesehen
sein.
-
Das
Schienenteil ist zweckmäßig ein Stahlteil,
bevorzugt ein Stahlfeinblechteil. Damit besteht ein weiterer Vorteil
des erfindungsgemäßen Getriebeschaltelementes
darin, daß dieses
eine relativ große
Freiheit bei der Materialauswahl einerseits für das Schienenteil und andererseits
für das
Gabelteil zuläßt, weil
die beiden Teile nicht miteinander stoffschlüssig verbunden, z.B. verschweißt, werden müssen und
auch nicht miteinander einstückig
sind.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Die
Figuren der Zeichnung zeigen:
-
1 eine
perspektivische Gesamtansicht eines Getriebeschaltelementes mit
einem Schienenteil und einem Gabelteil,
-
2 das
Getriebeschaltelement aus 1 in einer
vergrößerten perspektivischen
Teilansicht, teils in aufgebrochener Darstellung, und
-
3 eine
Lasche des Schienenteils mit zugeordnetem Kraftspeicherelement als
Einzelheit in einer Draufsicht.
-
In
den jeweiligen Figuren sind gleiche Teile jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen, so daß diese
in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
-
1 zeigt
ein Getriebeschaltelement 1, welches als Schaltgabel ausgestaltet
ist. Das Getriebeschaltelement 1 kann z.B. in einem Doppelkupplungsgetriebe
oder Direktschaltgetriebe eines Kraftfahrzeuges eingesetzt werden.
Das Getriebeschaltelement 1 weist einen Schienenteil 2 und
einen Gabelteil 3 auf.
-
Das
Schienenteil 2 hat eine langgestreckte Grundform mit zwei
freien Enden 4 und 6 und dient zur Führung des
Getriebeschaltelementes 1 innerhalb des nicht dargestellten übrigen Getriebes.
Entlang einer im Getriebe vorgesehenen Führungseinrichtung ist das Getriebeschaltelement 1 in
seiner Längsrichtung
gemäß dem Doppelpfeil 7 hin
und her verschiebbar. Entsprechend der Verschiebung werden durch
das Gabelteil 3 drehmomentübertragende Teile des Getriebes
geschaltet. Etwa in einen mittleren Bereich des Schienenteils 2 ist
ein Positionserfassungselement 8 für eine Positionsdetektion des Getriebeschaltelementes 1 angeordnet.
-
Dem
Getriebeschaltelement 1 sind Lagerelemente 9,
beispielsweise Kugellager, zugeordnet, die das Getriebeschaltelement 1 in
einem in ein Getriebe eingebauten Zustand in Schienenteillängsrichtung 7 führen. In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist eines der Lagerelemente 9 direkt dem freien Ende 4 zugeordnet,
während
das andere Lagerelement 9 in Längsrichtung 7 gesehen
etwas zum freien Ende 6 beabstandet ist.
-
Das
Schienenteil 2 weist etwa in der Nähe des freien Endes 4 eine
Lasche 11 auf. Die Lasche 11 ist in dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
in einer Ebene einstückig
mit dem Schienenteil 2 hergestellt und besitzt eine flächige Ausgestaltung,
so daß ein Schienenteilverbindungsbereich
gebildet ist.
-
In
der Lasche 11 ist an einem zum freien Ende 4 weisenden
Endbereich 12 eine Vertiefung 13 angeordnet (2).
Die Vertiefung 13 ist in dem dargestellten Beispiel über die
gesamte Breite der Lasche 11 in diese eingebracht und nach
oben sowie zu einer Stirnseite 14 der Lasche 11 hin
offen.
-
Im
Bereich der Vertiefung 13 ist eine durch die Lasche 11 durchgehende
Bohrung 16 (3) eingebracht, die in Längsrichtung 7 gesehen
bevorzugt ein geringes Übermaß, zweckmäßigerweise
von ca. 0,5 bis 1 mm, aufweist, also als Langloch ausgeführt ist.
-
In
der Vertiefung 13 ist ein Kraftspeicherelement 17 angeordnet.
Das Kraftspeicherelement 17 ist als Feder, etwa in der
Art eines Federsteckers, ausgestaltet. Das Kraft speicherelement 17 weist
einen im Wesentlichen geradlinigen Anlageschenkel 18 und
einen von diesem im Wesentlichen umgekehrt S-förmig abgebogenen Kraftschenkel 19 auf. Mit
seinem geradlinigen Anlageschenkel 18 liegt das Kraftspeicherelement 17 an
einer Querkante 21 der Vertiefung 13 an. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
liegt der Anlageschenkel 18 an der dem freien Ende 4 nächstliegenden
Querkante 21 an.
-
Der
S-förmige
Kraftschenkel 19 ist derart ausgestaltet, daß ein Kopfteil 22 mit
seiner bezogen auf den Anlageschenkel 18 konkaven Wölbung zum Anlageschenkel 18 weist,
wobei ein Fußteil 23 mit seiner
bezogen auf den Anlageschenkel 18 konvexen Wölbung von
dem Anlageschenkel 18 wegweist.
-
Das
Kraftspeicherelement 17 ist bevorzugt aus einem geeigneten
Federstahldraht mit einem Durchmesser d1 von etwa 1 mm hergestellt.
Von einem freien Ende des Anlageschenkels 18 bis zu einem
Zenit der kopfseitigen Biegung weist das Kraftspeicherelement 17 hier
eine axiale Länge
1 von etwa 19 mm auf. Die Krümmung
der kopfseitigen Biegung weist hier einen Außendurchmesser D von etwa 9
mm auf (3).
-
Das
Gabelteil 3 ist im Wesentlichen U-förmig und besitzt zwei Gabelschenkel 24 und 26,
die über ein
Rückenteil 27 einstückig miteinander
verbunden sind. Dem Rückenteil 27 ist
ein Kopfteil 28 zugeordnet. Das Gabelteil 3 ist
mit seinen Gabelschenkeln 24 und 26, seinem Rückenteil 27 und
dem zugeordneten Kopfteil 28 einstückig hergestellt, z.B. als
Messinggußteil.
-
Das
Kopfteil 28 des Gabelteils 3 weist eine seitlich
offene, im Querschnitt gesehen U-förmige Tasche 29 mit
ei nem Basissteg 31 und zwei U-Schenkeln 32 und 33 auf.
Die U-förmige
Tasche 29 bildet einen Gabelteilverbindungsbereich.
-
In
den U-Schenkeln 32 und 33 ist eine Bohrung 34 eingebracht.
Der Teil der Bohrung 34 in dem U-Schenkel 32,
welcher mit seiner Außenseite gleichzeitig
eine Oberfläche 37 des
Kopfteils 28 bildet, ist durchgehend durch den U-Schenkel 32 eingebracht.
Der Teil der Bohrung 34 in dem zum U-Schenkel 32 gegenüberliegenden
U-Schenkel 33 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
fußseitig
geschlossen, kann aber auch durchgehend in dem U-Schenkel 33 eingebracht
sein. Der Teil der Bohrung 34 in dem U-Schenkel 33 ist
in den gewählten Darstellungen
nicht erkennbar.
-
Zur
Verbindung des Schienenteils 2 mit dem separaten Gabelteil 3 wird
die Lasche 11 des Schienenteils 2 mit vorab eingelegtem
Kraftspeicherelement 17 seitwärts in die Tasche 29 des
Gabelteils 3 eingeschoben. Das Schienenteil 2 wird
so weit in die Tasche 29 des Gabelteils 3 eingeschoben,
bis eine Mittellinie der Bohrung bzw. des Langlochs 16 im
wesentlichen kongruent zu der Mittellinie der Bohrung 34 ist.
-
Da
das Kraftspeicherelement 17 in der Vertiefung 13 vor
dem seitlichen Einschieben eingelegt wird, ist das Kraftspeicherelement 17 im
zusammengebauten Zustand unverlierbar gesichert. Zur Darstellung
der Lage des Kraftspeicherelementes 17 ist in 2 ein
Teil des U-Schenkels 32 des Gabelteils 3 weggebrochen,
so daß hier
das Kraftspeicherelement 17 sichtbar ist. In der Realität liegt
das Kraftspeicherelement 17 allerdings eingeschlossen in
der Tasche 29 des Gabelteils 3 und ist dann nicht
mehr sichtbar (1).
-
Zur
abschließenden
Verbindung des Gabelteils 3 mit dem Schienenteil 2 wird
als Letztes ein bolzenförmiges
Verbindungselement 38 durch die Bohrungen 34 und 16 eingepreßt.
-
Das
Verbindungselement 38 weist hier einen Durchmesser d von
etwa 6 mm auf und ist zumindest an einer seiner beiden Stirnseiten 39,
bevorzugt an beiden Stirnseiten 39, angefast. Das Verbindungselement 38 ist
vorzugsweise als Preßbolzen
ausgestaltet, der bei dem Einpressen durch die Bohrungen 34, 16 mit
dem Kraftspeicherelement 17, insbesondere mit seinem konvexen
Fußteil 23,
in Kontakt tritt und diesen seitwärts, bevorzugt in Richtung
zum Anlageschenkel 18, auslenkt und so vorspannt. Die Vorspannkraft
F (3) ist bevorzugt relativ klein bemessen und weist
beispielsweise einen Betrag von etwa 50 N auf.
-
Nach
dem Einpressen des Verbindungselementes 38 durch die jeweiligen
Bohrungen 34, 16, sitzt das Verbindungselement 38 stramm
im Gabelteil 3 fest, während
das Schienenteil 2 relativ zum Verbindungselement 38 und
zum Gabelteil 3 begrenzt beweglich bleibt. Mit seinem freien
Ende 41 schließt das
Verbindungselement 38 im Wesentlichen bündig mit der Oberfläche 37 des
Kopfteils 28 bzw. des U-Schenkels 32 ab.
-
Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung des
Getriebeschaltelementes 1 mit seinem separat miteinander
verbundenen Schienenteil 2 und Gabelteil 3 wird
ein verbessertes Getriebeschaltelement 1 zur Verfügung gestellt,
dessen Schienenteil 2 und Gabelteil 3 unter begrenzter
Beweglichkeit relativ zueinander miteinander verbunden sind.
-
Die
begrenzte Beweglichkeit relativ zueinander besteht hierbei bevorzugt
in zwei Koordinaten, nämlich
zum einen parallel zur Längsrichtung 7 des Schienenteils 2 und
zum anderen in einer Drehrichtung (Doppelpfeil 42) bezogen
auf eine Mittelachse X des Verbindungselementes 38.
-
Hinsichtlich
der Verschieblichkeit in Längsrichtung 7 des
Schienenteils 2 ist mittels des Kraftspeicherelementes 17 im
unbelasteten Zustand eine definierte Grundstellung erreichbar, da
im eingebauten Zustand bzw. im montierten Zustand des Schienenteils 2 mit
dem Gabelteil 3 das Kraftspeicherelement 17 die
Vorspannung F aufweist. Die relative Längsverschiebbarkeit (Pfeil 36 in 3)
von Schienenteil 2 und Gabelteil 3 zueinander
ist relativ klein bemessen und liegt beispielsweise in einem Bereich
zwischen 0,5 und 1 mm, vorzugsweise in einem Bereich zwischen etwa
0,7 bis 0,8 mm.
-
Die
Verdrehbarkeit von Schienenteil 2 und Gabelteil 3 relativ
zueinander ist ebenfalls auf relativ kleine Werte begrenzt. Die
Verdrehbarkeit kann derart begrenzt sein, daß sich an einem freien Ende
der Gabelschenkel 24 und 26 des Gabelteils 3 ein
Bewegungsweg von etwa 1 bis 2 mm in einer etwa parallel zum Schienenteil 2 verlaufenden
Richtung ergibt.
-
Die
Verdrehbarkeit ist in 1 übertrieben dargestellt. In
der Praxis können
bei der Verdrehung die Gabelschenkel 24 und 26 in
Richtung der Doppelpfeile 42 nach vorn und hinten um bis
zu jeweils etwa 1 mm gegensinnig ausdrehen, wobei die Drehachse durch
die Mittelachse des Verbindungselementes 38 gebildet wird.
Hierbei ergibt sich der Bewegungsweg der Gabelschenkel 24, 26 von
etwa 1 bis 2 mm in etwa parallel zum Schienenteil 2. Der
Bewegungsweg der freien Enden der Gabelschenkel 24, 26 liegt selbstverständlich auf
einer Kreisbahn. Da der Bewegungsweg aber derart gering ist, kann
von einem nahezu linearen Bewegungsweg in der etwa parallel zum
Schienenteil 2 verlaufenden Richtung ausgegangen werden.
-
Die
Lasche 11 des Schienenteils 2 ist derart ausgestaltet,
daß diese,
wenn sie in der Tasche 29 des Gabelteils 3 aufgenommen
ist, eine definiert begrenzte Bewegungsfreiheit in Drehrichtung
(Doppelpfeile 42), bezogen auf die Mittelachse des Verbindungselementes 38,
aufweist.
-
Bei
dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt das Kraftspeicherelement 17 vorteilhaft
in Richtung der Längsverschieblichkeit 7 von
Gabelteil 3 zum Schienenteil 2 gegeneinander. Die
Verdrehungsbeweglichkeit ist hier von dem Kraftspeicherelement 17 unbeeinflußt. Es kann
alternativ oder zusätzlich
auch eine in Verdrehungsrichtung wirkende Rückstellfeder vorgesehen sein,
um eine definierte Lage einzustellen, beispielsweise eine Mittelstellung
der Gabelschenkel 24 und 26 zwischen ihren Verdrehungsendstellungen.
-
Die
freien Enden der Gabelschenkel 24 und 26 des Gabelteils 3 greifen
innerhalb eines Getriebes in eine Schaltmuffe ein. Die Schaltmuffe
ist üblicherweise
ein Stahlteil. Zur Erzielung einer günstigen Gleitpaarung ist bevorzugt
das Gabelteil 3 ein Messinggußteil oder ein Aluminiumdruckgußteil oder
ein mit Messing oder Kunststoff beschichtetes Stahlgußteil. Das
Schienenteil ist wiederum bevorzugt ein Stahlteil.
-
Damit
läßt das erfindungsgemäße Getriebeschaltelement 1 eine
relativ große
Freiheit bei der Materialauswahl einerseits für das Schienenteil 2 und andererseits
für das
Gabelteil 3 zu, weil die beiden separaten Teile 2 und 3 nicht
miteinander verschweißt
werden müssen
und auch nicht miteinander einstückig
sind.