[go: up one dir, main page]

DE102004052854B4 - Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen - Google Patents

Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen Download PDF

Info

Publication number
DE102004052854B4
DE102004052854B4 DE102004052854A DE102004052854A DE102004052854B4 DE 102004052854 B4 DE102004052854 B4 DE 102004052854B4 DE 102004052854 A DE102004052854 A DE 102004052854A DE 102004052854 A DE102004052854 A DE 102004052854A DE 102004052854 B4 DE102004052854 B4 DE 102004052854B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cavern
suspension
solid
flowable
caverns
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Revoked
Application number
DE102004052854A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102004052854A1 (de
Inventor
Peter Prof.Dr. Knoll
Kurt Dr. Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GTS GRUBE TEUTSCHENTHAL SICHER
Gts Grube Teutschenthal Sicherungs & Co KG GmbH
Original Assignee
GTS GRUBE TEUTSCHENTHAL SICHER
Gts Grube Teutschenthal Sicherungs & Co KG GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=36217086&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE102004052854(B4) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by GTS GRUBE TEUTSCHENTHAL SICHER, Gts Grube Teutschenthal Sicherungs & Co KG GmbH filed Critical GTS GRUBE TEUTSCHENTHAL SICHER
Priority to DE102004052854A priority Critical patent/DE102004052854B4/de
Publication of DE102004052854A1 publication Critical patent/DE102004052854A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102004052854B4 publication Critical patent/DE102004052854B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Revoked legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B09DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09BDISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B09B1/00Dumping solid waste
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B09DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
    • B09BDISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B09B3/00Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless
    • B09B3/20Agglomeration, binding or encapsulation of solid waste
    • B09B3/25Agglomeration, binding or encapsulation of solid waste using mineral binders or matrix
    • B09B3/27Binding by sodium silicate, e.g. cement or water glass
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D31/00Protective arrangements for foundations or foundation structures; Ground foundation measures for protecting the soil or the subsoil water, e.g. preventing or counteracting oil pollution
    • E02D31/002Ground foundation measures for protecting the soil or subsoil water, e.g. preventing or counteracting oil pollution
    • E02D31/004Sealing liners
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F17/00Methods or devices for use in mines or tunnels, not covered elsewhere
    • E21F17/16Modification of mine passages or chambers for storage purposes, especially for liquids or gases

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Abstract

Verfahren zur sicheren Langzeitverwahrung von mit gesättigter Sole gefüllter Kavernen und Kavernensysteme im Salzgebirge unter Verwendung der in der Kaverne befindlichen Salzlösung und einem aus Abfallstoffen hergestellten Feststoff, die nach Aufbereitung als Suspension in die Kaverne eingeleitet werden dadurch gekennzeichnet, dass als Baustoff für die Herstellung eines, den Kavernenraum ausfüllenden Festkörpers unter ständiger Aufrechterhaltung der Kavernenbefüllung mit Sole und ggf. eines zusätzlichen stabilisierenden Kopfdruckes schrittweise gesättigte Sole aus der Kaverne entnommen und mit einem feinkörnigen Abfallstoff und einem Bindemittel zu einer fließfähigen und abbindefähigen Feststoffsuspension vermischt werden, die so aufbereitete Feststoffsuspension danach in die Kavernen eingeleitet wird, wo sie ohne Entmischung zum Kavernenboden absinkt und überschusswasserfrei zu einem Festkörpers aushärtet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur sicheren Langzeitverwahrung von mit gesättigter Sole gefüllten Kavernen und Kavernensystemen nach endgültiger Aufgabe ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung, beispielsweise als Untertagespeicher für fließfähige Medien.
  • Kavernen im Salzgebirge werden im Solverfahren durch gezielte Auflösung des Salzgesteins mittels Süßwasser hergestellt. Die dabei entstehende Lösung an weitgehend gesättigter Sole, deren Volumen das entstandene Volumen der Kaverne weit übersteigt, wird entweder einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt oder entsorgt. Um die Standsicherheit der Kaverne zu gewährleisten verbleibt ein Teile der Sole in der Kavernen oder muss gegen ein anderes geeignetes Medium ausgetauscht werden, damit der geostatische Gebirgsdruck kompensiert wird und es in Verbindung mit dem Kriechen des Salzgesteins nicht zu einer zu großen Volumenverringerung kommt oder gar ein Zusammenbruch (Verbruch) der Kaverne eintritt.
  • Im Speicherbetrieb wird die Sole gegen das zu speichern Medium (Gas oder Flüssigkeit) ausgetauscht und zum Ausspeichern des Speichergutes zwischengelagert, wobei der für die Standsicherheit der Kaverne erforderliche Kaverneninnendruck auch über das in die Kaverne ganz oder teilweise eingelagerte Speichermedium durch dessen Eigengewicht oder einen zusätzlichen Kopfdruck aufrechterhalten werden muss.
  • Durch die nicht vollkommen unterdrückbare Kriechverformung des anstehenden Salzgesteins oder durch andere Defekte an der Kaverne oder an der Kavernenbohrung ist die Nutzungsdauer der Kaverne begrenzt. Kavernen verfügen im allgemeinen über ein sehr großes Volumen von mehreren hundert tausend Kubikmetern, die bei eintretender Instabilität zur einer Beeinträchtigung der Erdoberfläche und der Erdstruktur führen und/oder durch die anhaltende Konvergenz des Salzgesteins zum Austritt hochmineralisierter NaCl-Lösung bzw. von anderen Medien führen, die eine Gefährdung oder zumindest eine erhebliche Beeinträchtigung der Biosphäre nach sich ziehen.
  • Daraus entstehen bei Aufgabe ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung Forderungen nach einer stabilen Langzeitverwahrung der Kavernen, um auf Dauer ein Auspressen von in der Regel schädlichen Medien und/oder einen Verbruch der Kavernen zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Konvergenz der Kaverne unterbunden und Mittel und Wege gefunden werden den ständig wirksamen geostatischen Druck auf Dauer wirksam zu kompensieren bzw. die Gebirgsspannungen des anstehenden Salzgesteins auf Dauer sicher aufzunehmen.
  • Zur sicheren Langzeitverwahrung von Kavernen wurden daher bereits verschiedene Verfahren untersucht. In einem Forschungsvorhaben (BMBF Projekt 02 WA 8937: Gerardi u. a.: Experimentaluntersuchungen zur Ablagerung von Abfällen in Solkavernen; NGS m. b. H; 1989) wurde eine Feststofffüllung der Kavernen mit einem trockenen rieselfähigem Feststoff untersucht und theoretisch für möglich befunden.
  • Der Austausch des zu ihrer Standsicherung in der Kaverne befindlichen Mediums durch einen Feststoff muss aber so geschehen, dass die Kaverne zu keiner Zeit lufterfüllt ist und ständig unter einem zusätzlichen, sichernden Innendruck steht. Anderenfalls würde der Gebirgsdruck, der in großen Teufen von ca. > 500 m bis < 2.000 m, in der sich die Kaverne befindet, ansteht, eine beschleunigte Konvergenz auslösen, die zu erheblichen Schäden an der Kaverne, an der zur Erdoberfläche führenden Kavernenbohrung und an der Erdoberfläche selbst führt.
  • Für die Anwendung des vorstehend beschriebenen Verfahrens war jedoch die Kaverne zuvor zu entleeren. Mit der Entleerung der Kaverne kann auch der zu ihrer Standsicherheit notwendige Innendruck nicht mehr aufgebracht werden. Das bedeutet, dass die mit Fortfall des sichernden Innendruckes verbundenen Nachteile in Kauf zu nehmen waren. Die Dickstoff-Technologie und die Verfüllung mit rieselförmigem trockenen Feststoff wurde daher als nicht durchführbar verworfen.
  • In einer anderen Untersuchung (D.-A. Becker: Entwicklung und Anwendung eines Nahbereichsmodells zur Analyse der Langzeitsicherheit von Salzkavernen mit chemisch-toxischen Abfällen; GRS mbH und GFS GmbH; GRS 128, 08/1996; FKZ: 02 C 0153 und 02 C 04551) wurde das Dickstoff-Verfahren als weniger gut anwendbar gefunden und eine trockene Schüttung vorgeschlagen. Zur Durchführung dieses Verfahrens ist wiederum eine vollständige Entfernung der NaCl-Lösung aus der Kaverne erforderlich, was aus Gründen der Bergsicherheit, wie vorstehend beschrieben, äußerst bedenklich ist und daher verworfen werden musste. Darüber hinaus ist die Herstellung des Dickstoffes unter Verwendung von Wasser als Anmischflüssigkeiten aufgrund der Wasserlöslichkeit des Salzgebirges nachteilig und löst nach Einbringen des Dickstoffes in die Kaverne unerwünschte Solprozesse in den Kontaktzonen zwischen dem Salzgestein und dem Dickstoff aus.
  • Bekannt sind ferner Verfahren – beispielsweise DE 27 54 269 A1 und DE 38 17 549 C2 – nach denen geeignete Hohlräume im Salzgestein zur Endlagerung von radioaktiven und anderen umweltgefährdenden Abfällen genutzt und diese Abfälle als feste Gebinde in einer sicheren Umhüllung, die den Kontakt und die Aufnahme von Wasser durch den Abfallstoff verhindert, über eine Rohrtour oder eine Sonde in den Hohlraum eingelagert werden. Eine sichere Langzeitverwahrung von Kavernen ist mit diesen Lösungen ebenfalls nicht möglich, da die eingelagerten Stoffe lediglich lose Verfüllungen bilden, die nicht oder erst nach sehr langer Zeit in der Lage sind, der Konvergenz der Kaverne entgegenzuwirken, die Gebirgsspannungen sicher aufzunehmen und auf das anstehende Gestein zu übertragen.
  • DE 197 17971 C1 und DE 102 07 969 A1 beschreiben Verfahren zur Herstellung von Dickstoffen zur Verwendung als Bergversatz, der in standsicherheits gefährdete und instabile bergmännisch aufgefahrene Hohlräume und Abbauräume eingebracht wird. Diese Hohl- und Abbauräume sind vor dem Einbringen der aufbereiteten Dickstoffe leer, d. h. nicht verfüllt und in der Regel begehbar. Die Dickstoffe werden unter Einhaltung vorgegebener Bedingungen mit Wasser angemischt und erreichen nach dem Einbringen eine hohe Eigenfestigkeit vor Ort. Damit unterliegen die Dickstoffe den Forderungen an einen „Baustoff-Ersatz”. Für die sichere Langzeitverwahrung von Kavernen ist die technische Lehre aus DE 197 17971 C1 und DE 102 07 969 A1 nicht uneingeschränkt anwendbar, da die Einsatzbedingungen durch die mit gesättigter Sole gefüllten und unter einem Sicherungsinnendruck stehenden Hohlräume von Kavernen völlig anders sind.
  • Ein Verfahren zum Ein- oder Endlagern von festen, kleinteiligen Abfallstoffen in Salzkavernen ist ferner aus DE 34 11 998 C2 bekannt. Nach diesem Verfahren wird in sich wiederholenden Stufen fester, feinteiliger Abfallstoff mit der aus der Kaverne entnommenen Steinsalzlösung zu einem pumpfähigen Gemisch aufbereitet und anschließen in die Kavernen eingeleitet, wo die festen Abfallstoffe nach Einschaltung einer Ruhezeit am Boden der Kaverne sedimentieren und den Kavernenhohlraum allmählich verfüllen. Sofern die technischen und technologischen Voraussetzungen bestehen, kann der eingelagerte Feststoff jederzeit wieder entnommen und bei Bedarf einer Wiederverwertung zugeführt werden. Die nach diesem Verfahren aus der Kaverne entnommen Sole dient ausnahmslos als Transportflüssigkeit für das Einbringen der Feststoffe, wobei der infolge der Verfüllung des Kavernenhohlraumes entstehende Überschuss an Sole auf andere Weise entsorgt wird, beispielsweise durch Verpressen oder Versenken in geeignete poröse Gesteinsformationen. Das Verfahren nach DE 34 11 998 C2 ist mit den gleichen Nachteilen, wie vorstehend beschrieben, behaftet und für eine sichere Langzeitverwahrung von solegefüllten Kavernen nicht anwendbar, da die im Kavernenhohlraum sedimentierten Feststoffe, die im wesentliche eine lockere Schüttung bilden, nicht in der Lage sind, die sich aus der Konvergenz des Salzgesteins ergebenden geomechanischen Kräfte aufzunehmen und zu übertragen.
  • Ein weiteres Verfahren zur Endlagerung von pumpfähigen Abfallstoffen in Kavernen, die im Salzgestein errichtet worden sind und geschlossen werden sollen, ist aus DE 31 41 884 A1 bekannt. Nach diesem Vorschlag werden den in die Kaverne einzuführenden, wasserhaltigen, flüssigen und pumpfähigen Abfallstoffen, die auch Feststoffe suspendiert enthalten können, lösliche oder gelöste Salze, die unter Bindung von Kristallwasser kristallisieren, oder organische Stoffe, die sich in der flüssigen Phase des Kaverneninhaltes verfestigen oder die Dichte des Kaverneninhaltes erhöhen, oder anderweitige Feststoffe zugeführt. Für die sichere Langzeitverwahrung von solegefüllten Kavernen ist dieser Lösungsvorschlag ebenfalls nicht anwendbar.
  • Wenn die den Abfallstoffen zugefügten löslichen oder gelösten Salze tatsächlich unter den in der Kaverne veränderten Temperaturbedingungen ganz oder teilweise unter Bindung von Kristallwasser direkt oder nach chemischer Umwandlung auskristallisieren, bilden sich in der Lösung einzelne Salzkristalle oder Salzkristallgruppen in einer insgesamt breiigen Konsistenz innerhalb des flüssigen Kaverneninhaltes. Es bildet sich jedoch aus dem Kaverneninhalt kein Gesamtfestkörper, der eine eigene Scherfestigkeit besitzt oder im Zeitverlauf entwickelt und somit sofort oder nach einer bestimmten Abbindezeit die Gebirgsspannungen dauerhaft aufnehmen kann. Das gilt ebenso für die Beimengung fester, zerkleinerter Abfallstoffe. Diese sedimentieren am Kavernenboden, ohne einen Festkörper mit Scherfestigkeit zu bilden und setzen der Gebirgskonvergenz keinen ausreichenden Deformationswiderstand entgegen, der die Gebirgsspannungen dauerhaft im Gleichgewicht halten kann. Die Bildung eines Stoffgemenges mit höherer Dichte als der ursprüngliche Kaverneninhalt kann die Geschwindigkeit der Gebirgskonvergenz um einen bestimmten Betrag reduzieren, kann sie jedoch nicht – wie für die Langzeitsicherheit erforderlich – dauerhaft unterbinden.
  • Es ist weiterhin nicht gewährleistet, dass bei der Umbildung bzw. Kristallisation der zugemischten löslichen oder gelösten Salze die Bildung von freiem Kristallwasser, das den Löseprozess in dem die Kaverne umgebenden leicht löslichen Salzgestein fortsetzen kann, sicher auszuschließen ist.
  • Gegenstand der DD 272 972 A3 sind silikatische Zuschlagstoffe mit denen die Festigkeits- und sonstigen Eigenschaften von selbsterhärtenden, organischen und anorganischen Bindemitteln verbessert werden sollen. Derartig verbesserte Bindemittel werden beispielsweise zur Herstellung zementierter Intervalle in bzw. an Kavernenbohrungen eingesetzt. Einen Hinweis auf die sichere Langzeitverwahrung von Kavernen enthält diese Veröffentlichung nicht.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zu entwickeln, mit dem die gesättigte Sole in der Kaverne so verfestigt wird, dass der entstehende Block das Kavernenvolumen vollständig ausfüllt, eine eigene Scherfestigkeit entwickelt und somit in der Lage ist, die Konvergenz zu blockieren und die Gebirgsspannungen sicher aufzunehmen und zu übertragen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach den Merkmalen des Patentanspruches gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 13
  • Um eine mit gesättigter NaCL-Lösung gefüllte Kavernen oder ein äquivalentes Kavernensystem ohne Beeinträchtigung ihrer Standsicherheit auf effektive und kostengünstige Weise dauerhaft und sicher zu verwahren, wird die in der Kaverne enthaltene Sole über eine daraus hergestellte Feststoffsuspension, die in die mit Sole gefüllte Kaverne bodennah eingeleitet wird, zu einem Füllkörper mit Festkörpereigenschaften verfestigt, der in der Lage ist, den geostatischen Gebirgsdruck auf Dauer aufzunehmen und zu übertragen und durch Verhinderung der Konvergenz die endgültige, dauerhafte Stabilisierung der Kaverne herbei zu führen.
  • Nach der vorgeschlagenen Lösung wird zunächst ein geringer Anfangsanteil anderweitig verfügbarer gesättigte Sole übertage unter Zusatz eines Feststoffes und erforderlichenfalls eines Bindemittels zur Herstellung einer fließfähigen und pumpbaren Feststoffsuspension eingesetzt. Die so aufbereitete Feststoffsuspension wird nach dem Prinzip des Dickstoffversatzes anschließend über eine Förderrohrtour bodennah in die Kaverne eingeleitet, wo sie sich am Karvernenboden absetzt und überschusswasserfrei zu einem festen Festkörper aushärtet.
  • Für das Einleiten der übertage aufbreiteten Feststoffsuspension in die Kaverne sollte der Rohrschuh der Förderrohrtour zunächst möglichst nahe im Bereich des Kavernenbodens positioniert werden, um auf diese relativ einfache Weise unterstützend beizutragen, dass keine Entmischung der Feststoffsuspension erfolgt, die nachteilige Folgen für den Ablagerungs- und Aushärtungsprozess und für die Weiterverwendbarkeit der vom Festkörper verdrängten und entnommenen Überschuss-Sole hätte.
  • Für die Herstellung der fließfähigen Feststoffsuspension werden vorzugsweise partikelförmige Rückstände aus der Müllverbrennung oder Schlämme (z. B. kontaminierte Hafensedimente) eingesetzt werden, wobei der partikelförmige Feststoff vorzugsweise eine Korngrößenverteilung von 0 bis 500 μm und eine maximale Korngrößen von 0,5 bis 0,8 mm aufweist sollte, die eine rasche Sedimentation der Feststoffanteile ermöglichen und eine Entmischung der Suspension verhindern.
  • Vorteilhafter Weise wird der fließfähigen Feststoffsuspension unmittelbar vor Einleitung in die Kaverne eine weitere Feststofffraktion unmittelbar am Eintritt in das Verfüllbohrloch an der Kaverne zugeführt, deren Korngröße weit über der Korngröße der in der Suspension enthaltenen Feststoffe, jedoch deutlich unterhalb des Durchlassquerschnittes der Förderrohrtour liegt. Dabei darf der Anteil dieser grobkörnigen Phase nur so groß sein, dass die feinkörnige Phase in der Lage ist, die entstehenden Porenräume vollständig auszufüllen. Auf diese Weise kann ein besserer Verfestigungseffekt in der Kaverne erzielt werden. Die Porenräume müssen von den feinkörnigen Anteilen der Suspension vollständig ausgefüllt werden, damit keine freien Restmengen der Kavernenflüssigkeit in der Kaverne verbleiben.
  • Die Suspension wird in jedem Fall so eingestellt, dass sie sich nach Einleitung in die Kaverne am Boden absetzt und sich zu einem Festkörper verfestigt, wobei die Verfestigung vorrangig durch die Eigenschaften des eingesetzten partikelförmigen Feststoffes in Verbindung mit der NaCl-Lösung eintritt oder gegebenenfalls durch Zugabe eines Bindemittels in geringen Mengen erreicht wird
  • Als Bindemittels können beispielsweise Zement, Stein- bzw. Braunkohlenfilteraschen oder andere geeignete Stoffe mit Abbindeeigenschaften verwendet werden, die bei der Aufbereitung der Suspension dem Mischvorgang zuzusetzen sind, wobei der Bindemittelanteile in der Feststoffsuspension in etwa 5% bis 10% betragen sollte.
  • Der Zusatz von Bindemittel wird insbesondere bei der Verfüllung der Kaverne und der Verfestigung der Sole im oberen Kavernenbereich vorgenommen, um höhere Festigkeiten der sich verfestigenden Suspension insbesondere im oberen Kavernenbereich zu erzielen und damit das Auspressen evtl. nicht vollständig verfestigter Suspensionsanteile sicher zu verhindern.
  • Vor Einleitung der fließfähigen Feststoffsuspension in die Kavernen werden die beim Mischen des partikelförmigen Feststoffes mit der gesättigten Sole eventuell entstehenden Gase und eventuelle Reste des in der Kaverne eingelagerten Mediums, die in der aus der Kaverne entnommenen Sole mitgeführt werden, durch Scherung der aufbereiteten Suspension in einem Rührwerk freigesetzt und kontrolliert abgeführt. Durch Scherung in einem Rührwerk werden auch eventuell vorhandene tixotrophe Eigenschaften der aufbereiteten, fließfähigen Suspension durch mechanische Behandlung verändert, bis eine Feststoffsuspension mit konstanten rheologischen Fließeigenschaften entstanden ist.
  • Durch online-Messungen, vorzugsweise in einem Rührwerk, das der Mischanlage nachgeschaltet ist, werden die Fließeigenschaften der Suspension fortlaufend erfasst und über eine elektronische Rückkopplung zur Mischanlage werden die Streuungen in den Eigenschaften der Komponenten der partikelförmigen Feststoffe so ausgeregelt, dass immer eine Suspension mit weitgehend konstanten rheologischen Eigenschaften in die Kaverne eingeleitet wird.
  • Zur dauerhaften und sicheren Langzeitverwahrung wird der gesamte Kavernenhohlraum nach dem vorgeschlagenen Verfahren solange verfüllt, bis in der gesamten Kaverne ein fester Füllkörper entstanden ist, der zu etwa 50% aus der ehemals enthaltenen NaCl-Lösung (Kavernensole) und zu weiteren Teilen aus dem eingesetzten partikelförmigen Feststoff besteht und in der Lage ist, auf Dauer den Gebirgsdruck aufzunehmen und die Konvergenz zu verhindern. Der Überschuss an gesättigter Sohle, ca. 50% des vormaligen Kavernenvolumens, die für die Soleverfestigung und zur Verfüllung der Kaverne nicht benötigt wird, wird auf an sich bekannte Weise ausgelagert und entsorgt oder zwischengelagert.
  • Da die Kavernen von vornherein in mächtigen Steinsalzformationen angelegt wurden, bleiben die Strukturen der Steinsalzformationen im Umfeld der Kavernen auch nach ihrer Verfüllung gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren und der Ausbildung eines festen Füllkörpers erhalten. Deformationen in den geologischen Strukturen werden dadurch dauerhaft verhindert und die Kaverne bleibt dauerhaft dicht.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muss die unter Sicherheitsdruck stehende und mit gesättigter Sole gefüllte Kaverne zu keinem Zeitpunkt entleert oder druckentlastet werden. Ihre Standsicherheit ist somit immer gewährleistet und niemals gefährdet.
  • Ein weiterer, nicht unwesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass in der Absetzphase und bei der Aushärtung der in die Kaverne eingeleiteten Feststoffsuspension keine Lösungen freigesetzt werden, die weitere Solprozesse in den Kontaktzonen zwischen dem anstehenden Salzgestein und dem sich ausbildenden festen Füllkörper auslösen könnten.
  • Die nach dem Verfahren verfestigte Kaverne erfüllt die gesetzlichen Anforderungen der Langzeitsicherheit. Aus diesem Grunde können als partikelförmige Feststoffe auch gefährliche Abfallstoffe im Sinne einer Verwertung nach KrWAbfG verwendet werden, wie beispielsweise Rückstände aus der Müllverbrennung und andere, für die Herstellung der Feststoffsuspension geeignete Abfallstoffe. Damit ist das Verfahren zugleich wirtschaftlich und vorteilhaft für die Umwelt.
  • Die Erfindung soll nachstehend an Beispielen näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung eine mögliche Anlage zur Aufbereitung der fließfähigen Feststoffsuspension und zur Durchführung des Verfahrens.
  • Beispiel 1
  • Das in einer Speicherkaverne, die im Salzgestein errichtet worden war, eingelagerte Speichermedium wird durch die Einleitung von Treibsole – gesättigte NaCl-Lösung – vollständig ausgelagert und der Flüssigkeitsinhalt der Kaverne wird auf diese Weise ausgetauscht. Die Treibsole verbleibt in der Kaverne und übernimmt die Funktion einer Stützflüssigkeit für den Kavernenhohlraum. Zur Kompensation des anstehenden geostatischen Gebirgsdruckes wird die mit Sole gefüllte Kaverne mit einem erforderlichen Druck beaufschlagt und steht ständig unter diesem Innendruck.
  • Für eine sichere und dauerhafte Langzeitverwahrung der Kaverne wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gesättigte Sole aus der Kaverne entnommen und übertage zur Herstellung einer fließfähigen und pumbaren Feststoffsuspension eingesetzt. Die Suspension wird mit partikelförmigen Rückständen aus der Müllverbrennung und NaCl-Lösung aus der Kaverne so hergestellt, dass eine suspensionsstablile Mischung für den Leitungstransport und für den Eintrag in die Kaverne entsteht. Über die für den Speicherbetrieb installierte Förderrohrtour wird die über Tage mit der NaCl-Lösung angemischte Suspension unter gleichzeitiger Verdrängung der in der Kaverne befindlichen NaCl-Lösung bodennah eingebracht. Beim Eintritt in die Kaverne sinkt die Suspension ohne Vermischung mit der in der Kaverne befindlichen Sole zum Kavernenboden ab und in der Suspension setzt der Verfestigungsprozess ein, wobei der Verfestigungs- bzw. Abbindeprozess zur Ausbildung eines festen Füllkörpers im Innern der Kaverne führt. Ist die Kaverne auf diese Weise mit sich verfestigender Suspension gefüllt, sinkt die Kavernenkonvergenz nach kurzer Dauer auf Null. Die Gebirgsspannungen werden von dem entstandenen Festkörper aufgenommen. Die Kaverne bleibt stabil, gesättigte NaCL-Lösung oder eine durch den eingetragenen Feststoff kontaminierte Lösung können nicht mehr ausgepresst werden. Die Feststoffsuspension kann auch wie im Beispiel 2 angegeben hergestellt werden.
  • Die für die Herstellung der Feststoffsuspension nicht benötigte, überschüssige NaCl-Lösung wird auf an sich bekannte Weise entsorgt. Da das Abbinden der eingebrachten Feststoffsuspension nach entsprechend gestalteter Rezeptur der Mischung verfahrensgemäß überschusswasserfrei erfolgt, kann nur während des Prozesses des Einbringens der sich verfestigenden Suspension eine nicht kontaminierte NaCl-Lösung aus dem Kavernenvolumen oberhalb der am Boden verfestigten Suspension ausgetragen werden. Nach vollständiger Füllung der Kaverne mit der verfestigten Suspension wird keine Sole mehr ausgetragen.
  • Beispiel 2
  • Der Feststoffsuspension kann bei Fehlen des erforderlichen Eigenabbindevermögens des verwendeten Feststoffs ein geeignetes Bindemittel zugesetzt werden, wobei je nach Feststoffart eine Suspension von etwa 50% NaCl-Lösung und 50% Feststoff zur Anwendung kommt. Der Feststoffanteil besteht zu etwa 90 bis 95% aus einem partikelförmigen Feststoff, beispielsweise aus Rückständen aus der Müllverbrennung, und zu etwa 5 bis 10% aus einem Bindemittel. Die Komponenten sind je nach der chemischen Zusammensetzung der verwendeten Feststoffe und der Bindemittel im Vorfeld durch Versuche festzulegen. Als Bindemittel können Zement, Filterasche aus der Braun- und Steinkohleverbrennung, oder Bypassstäube aus der Zementindustrie verwendet werden.
  • Eine mögliche Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und zur Aufbereitung der Feststoffsuspension ist in der angefügten Zeichnung und schematisch dargestellt.
  • Mit 1 ist die mit gesättigter NaCl-Lösung gefüllte und unter einem Innendruck stehende Speicherkaverne bezeichnet, die in einem geeigneten Salzgebirge errichtet worden war und deren Speicherhohlraum nach Beendigung des Speicherbetriebes zur Gewährleistung der notwendigen Bergsicherheit dauerhaft und sicher verwahrt werden muss. Zur Herstellung einer geeigneten Feststoffsuspension, die zur Verfestigung der in der Kaverne enthaltenen Sole und zur Ausbildung eines dauerhaft festen Füllkörpers im Innern der Kaverne 1 dient, wird über ein Steigrohr 2 gesättigte NaCl-Lösung aus der Kaverne 1 entnommen und in eine Mischanlage 3 geleitet. Mit rechnergesteuerter Dosierung wird über die Zuführung 9 eine Feststoffkomponente und über die Zuführung 10 gegebenenfalls ein zusätzliches Bindemittel in die Mischanlage 3 eingebracht und mit der gesättigten NaCl-Lösung zu einer fließfähigen und pumpbaren Feststoffsuspension verarbeitet. Die so aufbereitete Feststoffsuspension wird anschließend in einen Scherbehälter/Rührwerk 4 geleitet, um die beim Mischen des partikelförmigen Feststoffes mit der gesättigten Sole eventuell entstandenen Gase freizusetzen und kontrolliert über die Ableitung 11 auszuleiten und eventuell vorhandene oder entstandene tixotrophe Eigenschaften der aufbereiteten Suspension durch Scherung mechanisch zu behandeln und die rheologischen Fließeigenschaften der Feststoffsuspension einzustellen. Die aufbereitete und behandelte Feststoffsuspension wird kontinuierlich messtechnisch überwacht und die Daten in einer Messstation, in der die relevanten Daten wie beispielsweise Suspensionsdruck an verschiedenen Stellen der Transportleitung, Temperatur der Suspension, stoffliche Zusammensetzung, rheologische Eigenschaften etc. erfasst und registriert werden, verarbeitet. Die Ergebnisse werden über eine Rückkopplung 13 zur Änderung und Einstellung der Dosierung an die Mischstation 3 gegeben. Mit Hilfe der Suspensionspumpe 6 wird die Feststoffsuspension über die Förderrohrtour 7 in die Kaverne 1 eingeleitet, wo die Feststoffanteile der Suspension auf dem Kavernengrund sedimentieren und unter Verfestigung der Sole zu einem festen Füllkörper aushärten.
  • Der Rohrschuh der Förderrohrtour ist zum Beginn des Verwahrungsprozesses möglichst im unmittelbaren Bereich des Kavernenbodens positioniert und wird dem sich im Laufe des Verfahrens bis zur vollständigen Verfüllung des Kaverneninnenraumes ständig ändernden Spiegel der eingebrachten Feststoffsuspension nachgeführt.
  • Die für die Durchführung des Verfahrens nicht benötigte, überschüssige NaCl-Lösung wird über die Leitung 8 abgeleitet und einer Zwischenlagerung oder einer Entsorgung zugeführt.

Claims (13)

  1. Verfahren zur sicheren Langzeitverwahrung von mit gesättigter Sole gefüllter Kavernen und Kavernensysteme im Salzgebirge unter Verwendung der in der Kaverne befindlichen Salzlösung und einem aus Abfallstoffen hergestellten Feststoff, die nach Aufbereitung als Suspension in die Kaverne eingeleitet werden dadurch gekennzeichnet, dass als Baustoff für die Herstellung eines, den Kavernenraum ausfüllenden Festkörpers unter ständiger Aufrechterhaltung der Kavernenbefüllung mit Sole und ggf. eines zusätzlichen stabilisierenden Kopfdruckes schrittweise gesättigte Sole aus der Kaverne entnommen und mit einem feinkörnigen Abfallstoff und einem Bindemittel zu einer fließfähigen und abbindefähigen Feststoffsuspension vermischt werden, die so aufbereitete Feststoffsuspension danach in die Kavernen eingeleitet wird, wo sie ohne Entmischung zum Kavernenboden absinkt und überschusswasserfrei zu einem Festkörpers aushärtet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung der fließfähigen Feststoffsuspension partikelförmige Rückstände aus der Müllverbrennung eingesetzt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung der fließfähigen Feststoffsuspension geeignete Schlämme, beispielsweise kontaminierte Hafensedimente eingesetzt werden
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der partikelförmige Feststoff vorzugsweise eine Korngrößenverteilung von 0 bis 500 μm und eine maximale Korngrößen von 0,5 bis 0,8 mm aufweist, die ein rasches und entmischungsfreies Absinken der Suspension ermöglichen.
  5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der fließfähigen Feststoffsuspension unmittelbar vor Einleitung in die Kaverne eine weitere Feststofffraktion zugeführt wird, deren Korngröße weit über der Korngröße der in der Suspension enthaltenen Feststoffe liegt.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der fließfähigen Feststoffsuspension ein zusätzliches Bindemittel zugemischt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Zement, oder Filterasche aus der Braun- und Steinkohleverbrennung, oder Bypassstäube aus der Zementindustrie oder ähnliche feinkörnige Stoffe mit Abbindeeigenschaften verwendet werden und der Bindemittelanteil in der fließfähigen Feststoffsuspension ca. 5% bis 10% beträgt.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel der fließfähigen Feststoffsuspension vorzugsweise zum Verfüllen der Kaverne im oberen, bohrlochnahen Bereich zugemischt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor Einleitung der fließfähigen Suspension in die Kaverne die bei der Mischung des partikelförmigen Feststoffes mit der gesättigten Sole eventuell entstehenden Gase durch Scherung der aufbereiteten Suspension in einem Rührwerk freigesetzt und kontrolliert abgeführt werden.
  10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass eventuell vorhandene tixotrophe Eigenschaften der aufbereiteten, fließfähigen Suspension solange durch Scherung in einem Rührwerk mechanisch behandelt werden, bis konstante rheologische Fließeigenschaften entstanden sind.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fließeigenschaften der Suspension durch online-Messung in einem Rührwerk, das der Mischanlage nachgeschaltet ist, erfasst und über eine elektrische Rückkopplung zur Mischanlage Streuungen in den Eigenschaften der Komponenten der partikelförmigen Feststoffe so ausgeregelt werden, dass eine Suspension mit weitgehend konstanten rheologischen Eigenschaften in die Kaverne eingeleitet wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrschuh der Förderrohrtour, über die die fließfähige Suspension in die Kaverne eingeleitet wird, unmittelbar über den Kavernensumpf positioniert ist und dem sich mit dem Grad der Verfüllung ändernden Spiegelstand der eingebrachten Suspension nachgeführt wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Überschuss an gesättigter Sohle, die zu ihrer Verfestigung und zur Verfüllung der Kaverne nicht benötigt wird, ableitet und auf an sich bekannte Weise zwischengelagert oder entsorgt wird.
DE102004052854A 2004-10-27 2004-10-27 Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen Revoked DE102004052854B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004052854A DE102004052854B4 (de) 2004-10-27 2004-10-27 Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004052854A DE102004052854B4 (de) 2004-10-27 2004-10-27 Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102004052854A1 DE102004052854A1 (de) 2006-05-11
DE102004052854B4 true DE102004052854B4 (de) 2010-03-04

Family

ID=36217086

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102004052854A Revoked DE102004052854B4 (de) 2004-10-27 2004-10-27 Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102004052854B4 (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007023595B4 (de) 2007-05-21 2014-08-28 K-Utec Ag Salt Technologies Verfahren zur langzeitsicheren Verwahrung von lösungserfüllten Kavernen durch Unterschichten mit industriellen Abfällen und einer weiteren Nutzung des verdrängten Lösungsinventars in industriellen Prozessen
EP2818256B1 (de) * 2013-06-27 2015-11-04 MINERALplus GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Stoffen für den Bergversatz
CN111379588B (zh) * 2020-04-10 2024-07-12 昆明理工大学 一种基于低频脉冲的矿山充填料浆沉降离析控制系统与方法

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3141884A1 (de) * 1981-10-22 1983-05-05 Wintershall Ag, 3100 Celle "verfahren zur endlagerung von pumpfaehigen abfallstoffen"
DE3411998C2 (de) * 1984-03-31 1989-10-05 Wintershall Ag, 3100 Celle, De
DD272972A3 (de) * 1987-08-24 1989-11-01 Wismut Sdag Silikatischer Zuschlagstoff für selbsterhärtende organische und anorganische Bindemittel und Verfahren zu dessen Herstellung

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3141884A1 (de) * 1981-10-22 1983-05-05 Wintershall Ag, 3100 Celle "verfahren zur endlagerung von pumpfaehigen abfallstoffen"
DE3411998C2 (de) * 1984-03-31 1989-10-05 Wintershall Ag, 3100 Celle, De
DD272972A3 (de) * 1987-08-24 1989-11-01 Wismut Sdag Silikatischer Zuschlagstoff für selbsterhärtende organische und anorganische Bindemittel und Verfahren zu dessen Herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
DE102004052854A1 (de) 2006-05-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT391872B (de) Verfestigungseinspritzmittel zur verbesserung von weichem, organisches material enthaltendem boden
DE3141884C2 (de) Verfahren zur Endlagerung von pumpfähigen Abfallstoffen
DE3141885C2 (de) &#34;Verfahren zum Einlagern von ganz oder teilweise wiederverwendbaren flüssigen Abfallstoffen in untertägige salzumschlossene Hohlräume bzw. Salzkavernen&#34;
EP0050371A1 (de) Verfahren zum schadlosen Deponieren von Abfallstoffen
EP0026301B1 (de) Verfahren zum Beseitigen oder Zwischenlagern von Abfällen
EP1994995B1 (de) Verfahren zur langzeitsicheren Verwahrung von lösungserfüllten Kavernen durch Unterschichten mit industriellen Abfällen und einer weiteren Nutzung des verdrängten Lösungsinventars in industriellen Prozessen
DE3641786A1 (de) Verfahren zur entsorgung von flugstaeuben und/oder schlacken aus muellverbrennungsanlagen
EP0500199B1 (de) Verfahren zum Aufbereiten von kontaminierten Gewässersedimenten
DE102004052854B4 (de) Verfahren zur Langzeitverwahrung von Kavernen und Kavernensystemen
EP0160708B1 (de) Verfahren zum Verfüllen von unterhalb der Erdoberfläche befindlichen Hohlräumen, wie stationär gelagerten Grossbehältern
DE2728469A1 (de) Verfahren und einrichtung zum verfestigen von insbesondere radioaktiven schad- und abfallstoffen
DE2225664A1 (de) Verfahren zur tieflagerung von fluessigen oder rieselfaehigen radioaktiven oder giftigen abfaellen
DE102007024057B4 (de) Verfahren zur Verfestigung und/oder Abdichtung lockerer geologischer Formationen im Zuge von geotechnischen Baumaßnahmen
DE4101347C2 (de)
DE2856875A1 (de) Verfahren zum erhoehen des sicherheitsgrades einer in einem unterirdischen hohlraum eines salzstockes befindlichen, mit verfestigten radioaktiven abfaellen gefuellten endlagerstaette gegen unvorhersehbare verschiebungen im salzgestein und/oder wassereinbruch in vorhandene hohlraeume innerhalb des bereichs der endlagerstaette
DE3041086C2 (de)
AT393975B (de) Verfahren zur entsorgung von abfallstoffen
DE2810593C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von radioaktiven Abfällen in einen unterirdischen Hohlraum
EP3633143B1 (de) Verfahren und materialien zur herstellung eines verschlussbauwerks
CH717173A2 (de) Verfahren zum Sichern einer Kaverne.
DE3929162C2 (de)
DE19846361B4 (de) Verfahren zum Verfüllen von untertägigen Hohlräumen
DE102020127927A1 (de) Behandlung von mineralischen Baureststoffen
DE102009036848B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Bauwerkelementes im Boden sowie Bodenmörtel
WO2005121277A1 (de) Verfahren zur behandlung eines gemenges sowie verfahren und vorrichtung zum herstellen eines additivs dafür

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8363 Opposition against the patent
R037 Decision of examining division or of federal patent court revoking patent now final

Effective date: 20130803

R107 Publication of grant of european patent cancelled

Effective date: 20131107