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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Verstärker der
Unterdruckbauweise zum Gebrauch in einem Fahrzeugbremssystem und
insbesondere auf einen Verstärker
der Unterdruckbauweise, um einen Mangel einer Kraft an einem Bremspedal
auszugleichen, um so den Fahrer während einer Notfallbremsung
bzw. Vollbremsung zu unterstützen.
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Jüngste Untersuchungen
haben ergeben, dass in vielen Fällen
ein Fahrzeug darin versagt, seine Bremsfähigkeit ausreichend zur Verfügung zu stellen,
wenn ein Fahrer vor Schreck nach einem plötzlichen Auftauchen eines Hindernisses
auf dem Weg des Fahrzeugs auf ein Bremspedal steigt, d.h. während einer
Vollbremsung bzw. Notbremsung, da eine Kraft, die der Fahrer auf
das Bremspedal aufbringt, beträchtlich
kleiner als eine Kraft ist, die einen solchen Vollbremsungsfluiddruck
erzeugt, um die Räder
blockieren zu lassen. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse
wurden Vorrichtungen vorgeschlagen und in praktischen Gebrauch gebracht,
die aus der Geschwindigkeit, mit der auf das Bremspedal gestiegen
wird, oder der Zunahmerate des Fluiddrucks eines Hauptzylinders
entscheiden, ob der Bremsvorgang ein herkömmlicher Vorgang oder ein Vollbremsungsvorgang
ist, und während
einer Vollbremsung wird der Bremsfluiddruck automatisch auf ein
solches Niveau erhöht,
um ein Blockieren der Räder
hervorzurufen.
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Die
WO 01/32488 offenbart einen solchen Verstärkern der Unterdruckbauweise
verschiedener Strukturen. Der offenbarte Verstärker der Unterdruckbauweise
kann über
seine gesamte Eingabe/Ausgabecharakteristik zwischen einer herkömmlichen Bremscharakteristik
und einer Notfallbremscharakteristik umschalten. Während der
Notbremsung wird die Eingabe/Ausgabecharakteristik von der herkömmlichen Bremscharakteristik
auf die Notbremscharakteristik umgeschaltet, wodurch eine starke Bremskraft
erzeugt wird.
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Der
in der WO 01/32488 offenbarte Verstärker der Unterdruckbauweise
hat ein Gehäuse
mit einer darin ausgebildeten Druckkammer, eine in dem Gehäuse in einem
vorwärts/rückwärts beweglichem Zustand
und die Druckkammer in eine Kammer mit konstantem Druck und eine
Kammer mit variablem Druck teilende montierte bewegliche Membran;
einen an der beweglichen Membran angeschlossenen Kraftkolben; ein
in dem Kraftkolben in einem relativ zu dem Kraftkolben vorwärts/rückwärts beweglichen Zustand
vorgesehenes und eine äußere Betätigungskraft
aufnehmendes Eingabeelement; ein Ausgabeelement zum Ausgeben einer
durch den Kraftkolben erzeugten Achsschubkraft zu einer externen Vorrichtung;
ein zwischen dem Kraftkolben und dem Eingabeelement angeordnetes
und koaxial zu dem Kraftkolben in einem vorwärts/rückwärts beweglichem Zustand montiertes
Schiebeventil; Haltemittel zum Halten des Schiebeventils an einer
vorbestimmten Vorwärtsstellung,
wenn der Vorwärtsbewegungsbetrag
des Eingabeelements relativ zu dem Kraftkolben gleich oder kleiner
als ein vorbestimmter Wert ist; Bewegungsmittel zum Rückwärtsbewegen
des Schiebeventils um einen vorbestimmten Betrag, wenn der Vorwärtsbewegungsbetrag
des Eingabeelements relativ zu dem Kraftkolben größer als
der vorbestimmte Wert ist; und Rückstellmittel
zum Rückstellen
des Schiebeventils auf die vorbestimmte Vorwärtsstellung, wenn der Kraftkolben
und das Schiebeventil auf jeweilige vorbestimmte Stellungen relativ zu
dem Gehäuse
zurückkehren.
Der offenbarte Verstärker
der Unterdruckbauweise weist zudem ein Steuerventil auf, das in
dem Kraftkolben montiert ist und das einen Atmosphärensteuerventilabschnitt hat,
um eine Verbindung zwischen der Kammer mit variablem Druck und der
Atmosphäre
in Zusammenarbeit mit einem an dem Eingabeelement vorgesehenen Atmosphärenventilsitz
herzustellen/zu unterbrechen, und das einen Vakuumsteuerventilabschnitt hat,
um eine Verbindung zwischen der Kammer mit variablem Druck und der
Kammer mit konstantem Druck in Zusammenarbeit mit einem an dem Kraftkolben
vorgesehenen Vakuumventilsitz und/oder einem an dem Schiebeventil
vorgesehenen Vakuumventilsitz herzustellen/zu unterbrechen. Der
offenbarte Verstärker
der Unterdruckbauweise bietet verschiedene Vorteile. Es ist anzumerken,
dass sich der Ausdruck „rückwärts" auf die Seite in
Richtung eines Bremspedals oder auf die Seite in Richtung der Hinterseite
des Fahrzeugs, gesehen von dem Verstärker der Unterdruckbauweise,
bezieht, und dass sich der Ausdruck „vorwärts" auf die Seite in Richtung eines Bremshauptzylinders
oder auf die Seite in Richtung der Vorderseite des Fahrzeugs, gesehen
von dem Verstärker
der Unterdruckbauweise, bezieht.
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Jedoch
ist in dem herkömmlichen
Verstärker der
Unterdruckbauweise ein Halteelement, das teilweise die Haltemittel,
die Bewegungsmittel und die Rückstellmittel
bildet, über
ein Gelenkelement in einem radial kippbarem Zustand an dem Kraftkolben montiert.
Mit anderen Worten, wird das Gelenkelement zum Montieren des Halteelements
an dem Kraftkolben benötigt.
Zudem ist das Halteelement in der Axialrichtung des Kraftkolbens
verlängert
und erstreckt sich entlang der Axialrichtung, wodurch eine Gesamtlänge (axiale
Länge)
des Verstärkers
der Unterdruckbauweise vergrößert ist.
Das Halteelement wird von dem Schiebeventil gelöst, indem es um seinen Eingriffsabschnitt
mit dem Gelenkelement radial nach außen gekippt wird. Somit nimmt
die Genauigkeit der Lösezeitgebung
ab, wodurch sich eine Tendenz in Richtung einer Änderung eines Grenzwerts zum
Bewirken einer Notbremscharakteristik ergibt. Daher neigt die Betätigung der
Notbremsung dazu, inkonsistent zu werden.
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Die
vorliegende Erfindung wurde getätigt, um
die vorstehend erwähnten
Probleme zu lösen, und
es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Verstärker der Unterdruckbauweise
zu schaffen, der einen kompakten Aufbau hat und der einen konsistenten Grenzwert
zum Bewirken einer Notbremscharakteristik bietet.
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Um
die vorgenannte Aufgabe zu lösen,
stellt die vorliegende Erfindung einen Verstärker der Unterdruckbauweise
bereit, der folgendes aufweist: ein Gehäuse mit einer darin ausgebildeten
Druckkammer; eine bewegliche Membran, die in dem Gehäuse in einem
vorwärts/rückwärts beweglichem
Zustand montiert ist und die die Druckkammer in eine Kammer mit
konstantem Druck und in eine Kammer mit variablem Druck teilt; einen
Kraftkolben, der an der beweglichen Membran angeschlossen ist; ein
Eingabeelement, das in dem Kraftkolben vorgesehen ist, so dass es
relativ zu dem Kraftkolben vorwärts
und rückwärts bewegt
wird, und das eine externe Betätigungskraft
aufnimmt; ein Ausgabeelement zum Ausgeben einer durch den Kraftkolben
erzeugten Achsschubkraft zu einer externen Vorrichtung; ein Schiebeventil,
das zwischen dem Kraftkolben und dem Eingabeelement angeordnet ist
und das koaxial zu dem Kraftkolben montiert ist, so dass es vorwärts und rückwärts bewegt
wird; Haltemittel zum Halten des Schiebeventils an einer vorbestimmten
Vorwärtsstellung,
wenn ein Vorwärtsbewegungsbetrag
des Eingabeelements relativ zu dem Kraftkolben gleich oder kleiner
als ein vorbestimmter Wert ist; Bewegungsmittel zum Rückwärtsbewegen
des Schiebeventils um einen vorbestimmten Betrag, wenn der Vorwärtsbewegungsbetrag
des Eingabeelements relativ zu dem Kraftkolben größer als
der vorbestimmte Wert ist; Rückstellmittel
zum Rückstellen
des Schiebeventils auf die vorbestimmte Vorwärtsstellung, wenn der Kraftkolben
und das Schiebeventil auf die jeweiligen vorbestimmten Stellungen
relativ zu dem Gehäuse zurückkehren;
und ein Steuerventil, das in dem Kraftkolben montiert ist und das
einen Atmosphärensteuerventilabschnitt
aufweist, um eine Verbindung zwischen der Kammer mit variablem Druck
und der Atmosphäre
in Zusammenarbeit mit einem an dem Eingabeelement vorgesehenen Atmosphärenventilsitz aufzustellen
und zu unterbrechen, und das einen Vakuumsteuerventilabschnitt aufweist,
um eine Verbindung zwischen der Kammer mit variablem Druck und der
Kammer mit konstantem Druck in Zusammenarbeit mit einem an zumindest
einem aus dem Kraftkolben und dem Schiebeventil vorgesehenen Vakuumventilsitz
aufzustellen und zu unterbrechen. Bei dem erfindungsgemäßen Verstärker der
Unterdruckbauweise weist das Haltemittel ein Klinkenelement auf, das
an dem Kraftkolben auf so eine Weise montiert ist, dass es in einer
radialen Richtung linear beweglich ist, und es weist ein Vorspannelement
auf, um das Klinkenelement radial einwärts vorzuspannen; wobei das
Klinkenelement einen Haken hat, der mit einem an dem Schiebeventil
vorgesehenen Haken in Eingriff gelangen und davon gelöst werden
kann; wobei der Haken des Klinkenelements und das Vorspannelement
die Haltemittel bilden.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verstärker der Unterdruckbauweise
kann das Klinkenelement direkt an dem Kraftkolben montiert sein
und das Klinkenelement ist auf so eine Weise an dem Kraftkolben montiert,
dass es in einer Radialrichtung linear beweglich ist. Somit kann
der Verstärker
der Unterdruckbauweise eine einfache und kompakte Konfiguration
haben. Zudem hat das Klinkenelement den Haken, der mit dem an dem
Schiebeventil vorgesehenen Haken in Eingriff gelangen kann und davon
gelöst
werden kann und der Haken des Klinkenelements, der Haken des Schiebeventils
und das Vorspannelement, das das Klinkenelement radial einwärts vorspannt,
bilden die Haltemittel. Somit ist die Bewegung des Klinkenelements,
die mit dem Lösen seines
Hakens von dem Haken des Schiebeventils einhergeht (die mit der
Betätigung
einer Notbremscharakteristik einhergehende Bewegung des Klinkenelements)
linear. Dementsprechend nimmt die Genauigkeit bei der Lösezeitgebung
zu, wodurch sich ein konsistenter Grenzwert zum Bewirken der Notbremscharakteristik
ergibt. Daher ist die Inkonsistenz bei der Aktivierung eines Notbremsbetriebs
verringert.
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Der
erfindungsgemäße Verstärker der
Unterdruckbauweise kann auf eine solche Weise konfiguriert sein,
dass dann, wenn der Vorwärtsbewegungsgrad
des Eingabeelements relativ zu dem Kraftkolben größer als
der vorbestimmte Wert ist, eine an dem Eingabeelement vorgesehene
Drückabschrägung eine
an dem Klinkenelement vorgesehene passive Abschrägung in Richtung der Außenseite
des Kraftkolben drückt,
wodurch der Haken des Klinkenelements von dem Haken des Schiebeventils
gelöst wird
und eine zwischen dem Schiebeventil und dem Kraftkolben vorgesehene
Feder das Schiebeventil um den vorbestimmten Betrag rückwärts bewegt.
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Der
erfindungsgemäße Verstärker der
Unterdruckbauweise kann auf eine solche Weise konfiguriert sein,
dass dann, wenn der Kraftkolben und das Schiebeventil auf die jeweiligen
vorbestimmten Stellung relativ zu dem Gehäuse zurückkehren, eine an dem Schiebeventil
vorgesehene Drückabschrägung eine
an dem Klinkenelement vorgesehene zweite passive Abschrägung temporär in Richtung
der Außenseite
des Kraftkolbens drückt,
wodurch der Haken des Klinkenelements mit dem Haken des Schiebeventils
wieder in Eingriff gebracht wird, um dadurch das Schiebeventil an
der vorbestimmten Vorwärtsstellung
zu halten.
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Der
erfindungsgemäße Verstärker der
Unterdruckbauweise kann auf eine solche Weise konfiguriert sein,
dass ein einzelnes Klinkenelement in dem Kraftkolben angeordnet
ist. In diesem Fall ist in dem Kraftkolben ein einzelnes sich radial
erstreckendes Loch zum Aufnehmen des Klinkenelements ausgebildet.
Somit kann der Kraftkolben eine ausreichend hohe Festigkeit annehmen.
Zudem kann die Komponententeileanzahl des Verstärkers der Unterdruckbauweise
verringert werden, wodurch der Verstärker der Unterdruckbauweise
eine einfache Konfiguration haben kann.
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Der
erfindungsgemäße Verstärker der
Unterdruckbauweise kann auf eine solche Weise konfiguriert sein,
dass das Klinkenelement in einem in dem Kraftkolben ausgebildeten
und sich radial erstreckenden Loch montiert ist, so dass es in einer
Radialrichtung linear beweglich ist, und es kann radial von dem Kraftkolben
nach außen
vorstehen; und das Vorspannelement zum radial nach innen Vorspannen des
Klinkenelements ist ein ringförmiges
elastisches Element, das an dem Außenumfang des Kraftkolbens
angebracht ist. In diesem Fall können
das Klinkenelement und das Vorspannelement von der Außenseite
des Kraftkolbens montiert werden, wodurch die Montagearbeit des
Klinkenelements und des Vorspannelements an dem Kraftkolben vereinfacht
wird. Da zudem visuell überwacht
werden kann, dass das Klinkenelement von dem Kraftkolben nach außen vorsteht,
kann ein Eingriff und ein Lösen
zwischen dem Haken des Klinkenelements und dem Haken des Schiebeventils
von außerhalb
des Kraftkolbens bestätigt
werden. Daher kann während
der Herstellung des Verstärkers
der Unterdruckbauweise eine Funktionsüberprüfung einfach und zuverlässig durchgeführt werden.
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Der
erfindungsgemäße Verstärker der
Unterdruckbauweise kann auf eine solche Weise konfiguriert sein,
dass in dem Kraftkolben ein Anschlag vorgesehen ist, um den Betrag
der radialen Einwärtsbewegung
des Klinkenelements auf einen vorbestimmten Wert zu beschränken. In
diesem Fall sieht der Anschlag eine Bereitschaftsstellung (Anschlussstellung der
radialen Einwärtsbewegung)
für das
Klinkenelement vor, wenn der Haken des Klinkenelements von dem Haken
des Schiebeventils gelöst
ist. Dies stellt einen problemlosen Rückkehrbetrieb sicher, in dem der
Haken des Schiebeventils mit dem Haken des Klinkenelements wieder
in Eingriff gebracht wird.
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Verschiedene
andere Merkmale und begleitende Vorteile der vorliegendenden Erfindung
sind einfach ersichtlich, da selbige unter Bezugnahme auf die nachstehende
ausführliche
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, wenn dieses
in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen berücksichtigt
wird, verstanden werden kann, wobei:
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1 eine
Schnittansicht ist, die einen Verstärker der Unterdruckbauweise
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 eine
vergrößerte Schnittansicht
ist, die einen Hauptabschnitt aus 1 zeigt;
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3 eine
Schnittansicht entlang der Linie 3-3 aus 2 ist;
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4 eine
Vorderansicht ist, die die Beziehung zwischen dem Schiebeventil
und dem Keilelement zeigt, die in 2 gezeigt
sind;
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5 eine
Seitenansicht des Schiebeventils und des Keilelements ist, die in 4 gezeigt
sind;
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6 eine
Schnittansicht entlang der Linie 6-6 aus 4 ist;
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7 eine
Teilschnittansicht ist, die einen zusammengebauten Zustand des Klinkenelements und
der Ringfeder („Garter"-Feder) zeigt, die
in 2 gezeigt sind;
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8 eine
Seitenansicht ist, die den zusammengebauten Zustand des Kraftkolbens,
des Keilelements, des Klinkenelements und der Ringfeder zeigt, die
in 2 gezeigt sind; und
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9 eine
Perspektivansicht des in 2, 7 und 8 gezeigten
Klinkenelements ist.
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Nun
wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ausführlich
beschrieben. 1 bis 3 zeigen
einen erfindungsgemäßen Verstärker der
Unterdruckbauweise. Der Verstärker
der Unterdruckbauweise hat eine bewegliche Membran 20 und
einen Kraftkolben 30, die an einem Gehäuse 10 montiert sind,
sowie ein Eingabeelement 40, ein Ausgabeelement 50,
ein Schiebeventil 60 und ein Steuerventil 70,
die in dem Kraftkolben 30 montiert sind.
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Wie
in 1 gezeigt ist, weist das Gehäuse 10 eine vordere
Schale 11 und eine hintere Schale 12 auf. Die
vordere Schale 11 und die hintere Schale 12 definieren
eine Druckkammer Ro in sich. Die bewegliche Membran 20 teilt
die Druckkammer Ro in eine Kammer R1 mit konstantem Druck und in
eine Kammer R2 mit variablem Druck. Die Kammer R1 mit konstantem
Druck ist die ganze Zeit über
ein Vakuumeinführrohr 13 mit
einer Vakuumquelle (bzw. einem nicht dargestellten Einlasskrümmer einer
Kraftmaschine) in Verbindung. Die Verbindung zwischen der Kammer
R2 mit variablem Druck und der Kammer R1 mit konstantem Druck und
zwischen der Kammer mit variablem Druck R2 und der Atmosphäre wird
hergestellt/unterbrochen. Das Gehäuse 10 ist mittels
mit Gewinde versehener hinterer Endabschnitte einer Vielzahl von
Zugstangen 14 (1 zeigt lediglich eine einzelne
Zugstange 14) an einem stationären Element, d.h. einem (nicht
gezeigten) Fahrzeugkörper,
fest angebracht. Die Zugstangen 14 erstrecken sich luftdicht
durch das Gehäuse 10 und die
bewegliche Membran 20. Außerdem ist ein Bremshauptzylinder 100 fest
an den mit Gewinde versehenen vorderen Endabschnitten der Zugstangen 14 angeschlossen.
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Die
bewegliche Membran 20 hat eine Metallplatte 21 und
eine Gummimembran 22 und ist in einem relativ zu dem Gehäuse 10 vorwärts/rückwärts beweglichem
Zustand angeordnet. Die Membran 22 ist an ihrem Wulstabschnitt,
der an ihrer Außenumfangskante
ausgebildet ist, zwischen der vorderen Schale 11 und einem
gebogenem Randkantenabschnitt der hinteren Schale 12 luftdicht
zwischengelegt. Die Membran 22 ist zusammen mit der Platte 21 luftdicht
und fest an ihrem Wulstabschnitt, der an ihrer Innenrandkante ausgebildet
ist, in eine Umfangsnut gepasst, die an der Außenfläche eines vorderen Flanschabschnitts
des Kraftkolbens 30 ausgebildet ist.
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Ein
hinterer Endabschnitt 101a eines Zylinderkörpers 101 des
in 1 gezeigten Bremshauptzylinders erstreckt sich
luftdicht durch einen zentralen Zylinderabschnitt der vorderen Schale 11 und steht
in die Kammer R1 mit konstantem Druck vor. Die hintere Fläche eines Flanschabschnitts 101b des Zylinderkörpers 101 stößt gegen
die vordere Fläche der
vorderen Schale 11 an. Ein Kolben 102 des Bremshauptzylinders 100 steht
von dem Zylinderkörper 101 nach
hinten in die Kammer R1 mit konstantem Druck vor und wird mittels
des vorderen Endes des Ausgabeelements 50 nach vorne gedrückt.
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Der
Kraftkolben 30 ist ein hohler Kolben, der mit der beweglichen
Membran 20 verbunden ist. Ein zylindrischer Abschnitt des
Kraftkolbens 30 ist mit der hinteren Schale 12 des
Gehäuses 10 luftdicht
und in einem vorwärts/rückwärts beweglichem
Zustand verbunden. Eine Feder 31, die zwischen dem Kraftkolben 30 und
der vorderen Schale 11 des Gehäuses 10 angeordnet
ist, spannt den Kraftkolben 30 nach hinten vor. Wie in 2 gezeigt
ist, erstreckt sich ein axiales Loch durch den Kraftkolben 30 hindurch.
Das axiale Loch hat in der Richtung von der vorderen Endfläche zu der
hinteren Endfläche
des Kolbens 30 ein Reaktionskammerloch 30a, ein
Kontaktelementaufnahmeloch 30b mit einem Durchmesser, der
kleiner als der des Reaktionskammerlochs 30a ist, ein Tauchkolbenaufnahmeloch 30c,
ein Tauchkolben-und-Ventilaufnahmeloch 30d mit einem Durchmesser,
der größer als
der des Tauchkolbenaufnahmelochs 30c ist, ein Steuerventilaufnahmeloch 30e, und
ein Filteraufnahmeloch 30f. Eine ringförmige Nut 30g ist
an dem Kraftkolben 30 einstückig mit dem Reaktionskammerloch 30a und
koaxial zu dem Kontaktelementaufnahmeloch 30b ausgebildet.
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Der
Kraftkolben 30 hat ein sich mit Bezug auf das Tauchkolbenaufnahmeloch 30c radial
erstreckendes Klinkenelementmontageloch 30h und hat ein
sich mit Bezug auf das Tauchkolben-und-Ventilaufnahmeloch 30d radial erstreckendes
Keilelementeinsetzloch 30i. Zudem hat der Kraftkolben 30 ein
Paar Verbindungslöcher 30j (siehe 2 und 3),
durch welche die Kammer R1 mit konstantem Druck und das Steuerventilaufnahmeloch 30e miteinander
kommunizieren können.
Ein bogenförmiger Vakuumventilsitz 30k ist
an einem hinteren Endabschnitt eines jeden der Verbindungslöcher 30j ausgebildet.
Ein Vakuumventilabschnitt 70a des Steuerventils 70 kann
auf die Vakuumventilsitze 30k aufgesetzt werden.
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Das
Eingabeelement 40 ist in dem Kraftkolben 30 in
einem relativ zu dem Kraftkolben 30 vorwärts/rückwärts beweglichem
Zustand vorgesehen und nimmt eine externe Betätigungskraft auf. Das Eingabeelement 40 hat
einen Tauchkolben 41 und eine Eingabestange 42.
Der Tauchkolben 41 ist in dem Kontaktelementaufnahmeloch 30b und
dem Steuerventilaufnahmeloch 30e des Kraftkolbens 30 aufgenommen
und ist mit Bezug auf den Kraftkolben 30 axial (vorwärts/rückwärts) beweglich.
Die Eingabestange 42 ist an ihrem kugelförmigen Endabschnitt 42a gelenkartig
mit dem Tauchkolben 41 verknüpft und ist an ihrem hinteren
Endabschnitt 42b mit einem Bremspedal 110 verbunden.
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Wie
in 2 gezeigt ist, kann der Tauchkolben 41 an
seinem vorderen Ende über
ein Kontaktelement 81, das in dem Kontaktelementaufnahmeloch 30b des
Kraftkolbens 30 in einem axial beweglichen Zustand montiert
ist, an einem in dem Reaktionskammerloch 30a des Kraftkolbens 30 aufgenommenen Reaktionselement 82 anliegen.
Ein ringförmiger
Atmosphärenventilsitz 41a ist
an dem hinteren Ende des Tauchkolbens 41 ausgebildet. Der
ringförmige Atmosphärenventilsitz 41a kann
auf einen Atmosphärenventilabschnitt 70b des
Steuerventils 70 aufgesetzt und davon getrennt werden.
Das Reaktionselement 82 ist eine Reaktionsgummischeibe.
Während
es in einem zylindrischen Abschnitt 51a des hinteren Elements 51 des
Ausgabeelements 50 aufgenommen ist, liegt das Reaktionselement 82 an
der Reaktionskraftaufnahmefläche
des Kraftkolbens 30 an und kann an der vorderen Fläche des
Kontaktelements 81 anliegen.
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Das
Ausgabeelement 50 hat das hintere Element 51 und
eine Ausgabestange 52 (siehe 1). Das
hintere Element 51 ist zusammen mit dem Reaktionselement 82 in
dem Reaktionskammerloch 30a des Kraftkolbens 30 montiert
und ist in einem axial beweglichem Zustand in die Ringnut 30g gepasst. Die
Ausgabestange 52 ist mit einem vorderen Endabschnitt des
hinteren Elements 51 vereint. Das vordere Ende der Ausgabestange 52 liegt
an einem Eingriffsabschnitt des Kolbens 102 des Bremsenhauptzylinders 100 auf
so einer Weise an, dass es in der Lage ist, den Kolben 102 zu
drücken.
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Wie
in 2 bis 6 gezeigt ist, ist das Schiebeventil 60 zwischen
dem Kraftkolben 30 und dem Eingabeelement 40 angeordnet
und es ist über einen
Dichtungsring 61 koaxial zu dem Kraftkolben 30 in
einem vorwärts/rückwärts beweglichem
Zustand (in einem axial beweglichem Zustand) montiert. Eine zwischen
den Kraftkolben 30 und das Schiebeventil 60 zwischengelegte
Feder 62 spannt das Schiebeventil 60 nach hinten
vor. Ein zweiter Vakuumventilsitz 60a ist an dem hinteren
Ende des Schiebeventils 60 ausgebildet. Der zweite Vakuumventilsitz 60a kann
auf einen zweiten Vakuumventilabschnitt 70c des Steuerventils 70 aufgesetzt
werden. Ein Keilelement 63 und ein Klinkenelement 64, die
an dem Kraftkolben 30 montiert sind, und eine Ringfeder 65 steuern
zusammenwirkend die Axialbewegung des Schiebeventils 60 mit
Bezug auf axiale Stellungen.
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Wie
in 2 und 4 bis 6 gezeigt
ist, hat das Schiebeventil 60 einen ringförmigen Haken 60b und
eine ringförmige
Drückabschrägung 60c an seinem
vorderen Endabschnitt und hat eine Dichtungsmontagenut 60d und
eine Klinkenfläche 60e an seinem
axial mittleren Abschnitt. Der ringförmige Haken 60b kann
mit einem bogenförmigen
Haken 64a, der an dem hinteren, radial inneren Ende des
Klinkenelements 64 ausgebildet ist, in Eingriff gebracht werden
und davon gelöst
werden. Die ringförmige Drückabschrägung 60c kann
mit einer bogenförmigen
passiven Abschrägung 64b,
die an dem hinteren, radial inneren Ende des Klinkenelements 64 ausgebildet
ist, in Eingriff gebracht werden und davon gelöst werden. Die Klinkenfläche 60e kann
mit der vorderen Fläche
des Keilelements 63 in Eingriff gebracht werden und davon
gelöst
werden.
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Um
die Axialbewegung des Tauchkolbens 41 und des Schiebeventils 60 relativ
zu dem Kraftkolben 30 zu beschränken, ist das Keilelement 63 in
das sich radial erstreckende Keilelementeinsetzloch 30i,
das in dem Kraftkolben 30 ausgebildet ist, eingesetzt.
Die axial gemessene Dicke des Keilelements 63 ist kleiner
als die axial gemessene Abmessung des Keilelementeinsetzlochs 30i,
so dass sich das Keilelement 63 um einen vorbestimmten
Betrag relativ zu dem Kraftkolben 30 axial bewegen kann.
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Das
Keilelement 63 kann an der hinteren Schale 12 an
der hinteren Fläche
ihrer entgegengesetzten Endabschnitte, die von dem Kraftkolben 30 radial
auswärts
vorstehen, anliegen.
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Die
Rückwärtsbewegungsbeschränkungsstellung
des Kraftkolbens 30 relativ zu dem Gehäuse 10 liegt dort,
wie in 2 gezeigt ist, wo die vordere Wand des Keilelementeinsetzlochs 30i mit
der vorderen Fläche
des Keilelements 63 in Kontakt ist, während die hintere Fläche von
entgegengesetzten Endabschnitten des Keilelements 63 mit
der hinteren Schale 12 in Kontakt ist. Das Keilelement 63 kann
an seinem zentralen Abschnitt an vorderen und hinteren Wänden 41b bzw. 41c einer
ringförmigen
Nut anliegen, die an einem axial zentralen Abschnitt des Tauchkolbens 41 ausgebildet
ist. Die Rückwärtsbewegungsbeschränkungsstellung
des Tauchkolbens 41 relativ zu dem Kraftkolben 30 ist
dort, wo die vordere Wand 41b der Ringnut mit der vorderen
Fläche des
Keilelements 63 in Kontakt ist, während die hintere Fläche des
Keilelements 63 mit der hinteren Wand des Keilelementeinsetzlochs 30i in
Kontakt ist. Die Vorwärtsbewegungsbeschränkungsstellung
des Tauchkolbens 41 relativ zu dem Kraftkolben 30 ist dort,
wo die hintere Wand 41c der ringförmigen Nut mit der hinteren
Fläche
des Keilelements 63 in Kontakt ist, während die vordere Fläche des
Keilelements 63 mit der vorderen Wand des Keilelementeinsetzlochs 30i in
Kontakt ist.
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Das
Keilelement 63 kann an der vorderen Fläche seines zentralen Abschnitts
an der Klinkenfläche 60e anliegen,
die an einem axial mittleren Abschnitt des Schiebeventils 60 ausgebildet
ist. Wenn der Kraftkolben 30 und das Schiebeventil 60 auf
ihre jeweiligen vorbestimmten Stellungen relativ zu dem Gehäuse 10 zurückgestellt
werden sollen, wie dies in 2 gezeigt
ist, während
sich das Schiebeventil 60 an einer relativ zu dem Kraftkolben 30 rückwärtigen Stellung
befindet, wird der Rückstellbetrieb
folgendermaßen
durchgeführt.
Vor dem Beschränken
der Rückwärtsbewegung
des Kraftkolbens 30 beschränkt das Keilelement 63 die
Rückwärtsbewegung
des Schiebeventils 60, wodurch das Schiebeventil 60 dazu
gebracht wird, auf die vorbestimmte Vorwärtsstellung relativ zu dem
Kraftkolben 30 zurückzukehren.
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Wie
in 1 und 2 gezeigt ist, ist das Klinkenelementmontageloch 30h in
dem Kraftkolben 30 in einem sich radial erstreckendem Zustand
ausgebildet und öffnet
an der Außenfläche des
Kraftkolbens 30, und das Klinkenelement 64 ist
auf so eine Weise in das Klinkenelementmontageloch 30h montiert,
dass es in einer Radialrichtung beweglich ist und von dem Kraftkolben 30 nach
Außen
vorstehen kann. Die Ringfeder 65 ist in Umfangsrichtung
an dem Kraftkolben 30 angebracht und spannt das Klinkenelement 64 radial
einwärts
vor. Außerdem
verwendet das vorliegende Ausführungsbeispiel,
auch wenn dies nicht dargestellt ist, zwei Klinkenelemente 64,
die an mit Bezug auf den Durchmesser gegenüberliegenden Stellen angeordnet
sind.
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Wie
in 2 und 7 bis 9 gezeigt
ist, hat das Klinkenelement 64 den folgenden Aufbau. Der
bogenförmige
Haken 64a, die bogenförmige
passive Abschrägung 64b und
eine bogenförmige
passive Abschrägung 64c sind
an radial inneren Endabschnitten des Klinkenelements 64 ausgebildet. Der
bogenförmige
Haken 64a kann mit dem ringförmigen Haken 60b des
Schiebeventils 60 in Eingriff gebracht und davon gelöst werden.
Die bogenförmige
passive Abschrägung 64c kann
mit der ringförmigen
Drückabschrägung 60c des
Schiebeventils 60 in Eingriff gebracht und davon gelöst werden.
Die bogenförmige
passive Abschrägung 60c kann
mit einer ringförmigen
Drückabschrägung 41d des
Tauchkolbens 41 in Eingriff gebracht und davon gelöst werden.
Ein abgestufter Abschnitt 64d ist an dem radial mittleren
Abschnitt des Klinkenelements 64 ausgebildet. Der abgestufte
Abschnitt 64d kann an einem Anschlag 30h1 (siehe 7),
der an der Wand des Klinkenelementmontagelochs 30h des
Kraftkolbens 30 ausgebildet ist, anliegen. Eine Montagenut 64e für die Ringfeder 65 ist
an einem radial äußerem Endabschnitt
des Klinkenelements 64 ausgebildet.
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Wenn
der Vorwärtsbewegungsbetrag
des Tauchkolbens 41 des Eingabeelements 40 relativ
zu dem Kraftkolben 30 gleich oder kleiner als der vorbestimmte
Wert ist, bleibt die in dem Tauchkolben 41 ausgebildete
Drückabschrägung 41d von
der passiven Abschrägung 64c des
Klinkenelements 64 getrennt. Der Haken 60b des
Schiebeventils 60 und der Haken 64a des Klinkenelements 64 verbleiben
miteinander in Eingriff. Im Ergebnis wird, wie in 2 gezeigt
ist, das Schiebeventil 60 an einer vorbestimmten Vorwärtsstellung
gehalten. Auf diese Weise wirken der Haken 64a des Klinkenelements 64,
der Haken 60b des Schiebeventils 60 und die Ringfeder 65 zusammenwirkend
als Haltemittel zum Halten des Schiebeventils 60 an der
vorbestimmten Vorwärtsstellung.
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Wenn
der Vorwärtsbewegungsbetrag
des Tauchkolbens 41 des Eingabeelements 40 relativ
zu dem Kraftkolben 30 größer als der vorbestimmte Wert
ist, drückt
die an dem Tauchkolben 41 ausgebildete Drückabschrägung 41d die
passive Abschrägung 64c des
Klinkenelements 64, wodurch das Klinkenelement 64 dazu
gebracht wird, sich gegen die Vorspannkraft der Ringfeder 65 radial
auswärts
zu bewegen. Als ein Ergebnis wird der Haken 60b des Schiebeventils 60 von
dem Haken 64a des Klinkenelements 64 gelöst. Die
Feder 62 lässt
das Schiebeventil 60 bei einem vorbestimmten Betrag nach
hinten bewegen, so dass der an dem hinteren Ende des Schiebeventils 60 ausgebildete
zweite Vakuumventilsitz 60a auf den zweiten Vakuumventilabschnitt 70c des
Steuerventils 70 aufgesetzt wird. Auf diese Weise wirken
die Drückabschrägung 41d des
Tauchkolbens 41, die passive Abschrägung 64c des Klinkenelements 64 und
die Feder 62 zusammenwirkend als Bewegungsmittel zum Rückwärtsbewegen
des Schiebeventils 60 um den vorbestimmten Betrag.
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Wenn
das Keilelement 63 den Kraftkolben 30 und das
Schiebeventil 60 dazu bringt, auf ihre jeweiligen vorbestimmten
Stellungen relativ zu dem Gehäuse
zurückzukehren,
wie in 2 gezeigt ist, während sich das Schiebeventil 60 an
einer relativ zu dem Kraftkolben 30 rückwärtigen Stellung befindet, wird
der Rückstellbetrieb
folgendermaßen
durchgeführt.
Unmittelbar bevor der Kraftkolben 30 auf seine vorbestimmte
Stellung zurückgestellt
wird, wird das Schiebeventil 60 auf seine vorbestimmte
Stellung zurückgestellt
und stoppt. Folglich liegt die passive Abschrägung 64b des Klinkenelements 64 an
der Drückabschrägung 60c des
Schiebeventils 60 an und wird dann durch die Drückabschrägung 60c gedrückt. Als
Ergebnis wird das Klinkenelement 64 gegen die Vorspannkraft
der Ringfeder 65 temporär
radial auswärts
gedrückt.
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Wenn
der Kraftkolben 30 auf seine vorbestimmte Stellung zurückkehrt,
lässt somit
die Vorspannkraft der Ringfeder 65 das Klinkenelement 64 radial
einwärts
bewegen, so dass der Haken 64a des Klinkenelements 64 mit
dem Haken 60b des Schiebeventils 60 wieder in
Eingriff kommt. Auf diese Weise wirken das Keilelement 63,
die Drückabschrägung 60c des
Schiebeventils 60, die passive Abschrägung 64b des Klinkenelements 64 und
die Ringfeder 65 zusammenwirkend als Rückstelleinrichtung zum Rückstellen
des Schiebeventils auf die vorbestimmte Vorwärtsstellung.
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Das
Steuerventil 70 weist folgendes auf: einen ringförmigen beweglichen
Abschnitt 70A, der den Vakuumventilabschnitt 70a,
den Atmosphärenventilabschnitt 70b und
den zweiten Vakuumventilabschnitt 70c hat, einen ringförmigen stationären Abschnitt 70B,
der fest und luftdicht an einem in dem Steuerventilaufnahmeloch 30e des
Kraftkolbens 30 ausgebildeten abgestuften Abschnitt gepasst
ist, und einen zylindrischen Faltenbalgabschnitt 70D, der
den ringförmigen
beweglichen Abschnitt 70A und den ringförmigen stationären Abschnitt 70B verbindet. Der
ringförmige
bewegliche Abschnitt 70A ist durch die zwischen dem ringförmigen beweglichen
Abschnitt 70A und die Eingabestange 72 zwischengelegte
Feder 71 nach vorne vorgespannt und ist axial beweglich.
Der ringförmige
stationäre
Abschnitt 70B ist fest an dem Kraftkolben 30 angebracht
und eine Feder 72 ist zwischen dem ringförmigen stationären Abschnitt 70B und
der Eingabestange 42 zwischengelegt, um eine vorwärtsgerichtete
Kraft auf den ringförmigen
stationären
Abschnitt 70B aufzubringen.
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Der
Vakuumventilabschnitt 70a kann auf die gepaarten bogenförmigen Vakuumventilsitze 30k, die
an dem Kraftkolben 30 ausgebildet sind, aufgesetzt und
davon getrennt werden. Wenn der Vakuumventilabschnitt 70a auf
die gepaarten bogenförmigen Vakuumventilsitze 30k aufgesetzt
ist, ist eine Verbindung zwischen der Kammer R1 mit konstantem Druck
und der Kammer R2 mit variablem Druck unterbrochen. Wenn der Vakuumventilabschnitt 70a von
dem gepaarten bogenförmigen
Vakuumventilsitzen 30k getrennt ist, ist eine Verbindung
zwischen der Kammer R1 mit konstantem Druck und der Kammer R2 mit
variablem Druck hergestellt. Der Atmosphärenventilabschnitt 70b kann
auf den an dem Tauchkolben 41 ausgebildeten ringförmigen Atmosphärenventilsitz 41a aufgesetzt
und davon getrennt werden. Wenn der Atmosphärenventilabschnitt 70b auf
den ringförmigen
Atmosphärenventilsitz 41a aufgesetzt
ist, ist eine Verbindung zwischen der Kammer R2 mit variablen Druck
und der Atmosphäre
unterbrochen. Wenn der Atmosphärenventilabschnitt 70b von
dem ringförmigen
Atmosphärenventilsitz 41a getrennt
ist, ist zwischen der Kammer R2 mit variablen Druck und der Atmosphäre eine
Verbindung hergestellt. Der zweite Vakuumventilabschnitt 70c kann
auf den an dem Schiebeventil 60 ausgebildeten zweiten Vakuumventilsitz 60a aufgesetzt
und davon getrennt werden. Wenn der zweite Vakuumventilabschnitt 70c auf
den zweiten Vakuumventilsitz 60a aufgesetzt ist, ist die
Verbindung zwischen der Kammer R1 mit konstantem Druck und der Kammer
R2 mit variablen Druck unterbrochen. Wenn der zweite Vakuumventilabschnitt 70c von
dem zweiten Vakuumventilsitz 60a getrennt ist, ist die
Verbindung zwischen der Kammer R1 mit konstantem Druck und der Kammer
R2 mit variablen Druck hergestellt.
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In
dem Filteraufnahmeloch 30f des Kraftkolbens 30 und
zwischen der Eingabestange 42 und dem Kraftkolben 30 sind
Filter 91 und 92 angeordnet. Die Luft kann durch
ein Ventilationsloch 93a, das in einer Manschette 93 ausgebildet
ist, die dazu angepasst ist, dass sie den zylindrischen Körper des
Kraftkolbens 30 von Außen
schützt,
in die Filter 91 und 92 strömen. Die Manschette 93 ist
an ihrem vorderen Endabschnitt fest an einem röhrenförmigen hinteren Endabschnitt
der hinteren Schale 12 des Gehäuse 10 gepasst und
ist an ihrem hinteren Endabschnitt fest an einem axial mittleren
Abschnitt der Eingabestange 42 gepasst.
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Bei
dem so konfigurierten Verstärker
der Unterdruckbauweise der vorliegenden Erfindung ist der Relativbewegungsbetrag
zwischen dem Eingabeelement 40 und dem Kraftkolben 30 (der
Vorwärtsbewegungsbetrag
des Eingabeelements 40 relativ zu dem Kraftkolben 30)
während
dem herkömmlichen Bremsvorgang
gleich oder kleiner als ein vorbestimmter Wert. Die Drückabschrägung 41d des Tauchkolbens 41 bleibt
von der passiven Abschrägung 64c des
Klinkenelements 64 beabstandet. Das Schiebeventil 60 ist
an der in 2 gezeigten vorbestimmten Vorwärtsstellung
gehalten. Zu diesem Zeitpunkt verbleibt das Schiebeventil 60 relativ
zu dem Kraftkolben 30 stationär, so dass ein herkömmlicher Bremsbetrieb
durchgeführt
wird.
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Während einer
Notbremsung, bei der ein Fahrer schreckhaft auf das Bremspedal 110 tritt,
wird der Relativbewegungsbetrag zwischen dem Eingabeelement 40 und
dem Kraftkolben 30 (der Vorwärtsbewegungsbetrag des Eingabeelements 40 relativ
zu dem Kraftkolben 30) größer als der vorbestimmte Wert.
Zu diesem Zeitpunkt drückt
die Drückabschrägung 41d des
Tauchkolbens 41 gegen die passive Abschrägung 64c des
Klinkenelements 64, wodurch das Klinkenelement 64 dazu
gebracht wird, sich gegen die Vorspannkraft der Ringfeder 65 radial
auswärts
zu bewegen. Als ein Ergebnis wird der Haken 60b des Schiebeventils 60 von
dem Haken 64a des Klinkenelements 64 gelöst. Die
Feder 62 lässt
das Schiebeventil 60 um einen vorbestimmten Betrag rückwärts bewegen.
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Wenn
das Schiebeventil 60 rückwärts bewegt
wird, wird der an dem hinteren Ende des Schiebeventils 60 ausgebildete zweite
Vakuumventilsitz 60a auf den zweiten Vakuumventilabschnitt 70c des Steuerventils 70 aufgesetzt,
wodurch die Verbindung zwischen der Kammer R1 mit konstantem Druck
und der Kammer R2 mit variablen Druck unterbrochen wird. Zu diesem
Zeitpunkt werden der Tauchkolben 41 und die Eingabestange 42 in
einer einheitlichen Art und Weise vorwärts bewegt und das Schiebeventil 60 drückt den
beweglichen Abschnitt 70A des Steuerventils 70 rückwärts. Somit
trennen sich der ringförmige
Atmosphärenventilsitz 41a,
der an dem hinteren Ende des Tauchkolbens 41 ausgebildet
ist, und der Atmosphärenventilabschnitt 70b des
Steuerventils 70 schnell voneinander, wodurch eine Verbindung
zwischen der Kammer R2 mit variablen Druck und der Atmosphäre hergestellt
wird. Als ein Ergebnis werden, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Bremsbetätigung,
das Unterbrechen der Verbindung zwischen der Kammer R1 mit konstantem
Druck und der Kammer R2 mit variablen Druck und das Herstellen der
Verbindung zwischen der Kammer R2 mit variablen Druck und der Atmosphäre schneller
durchgeführt,
so dass eine Ausgabe in einem sprungartigen Zustand größer als
die in einem herkömmlichen Zustand
erbracht werden kann. Somit kann eine größere Achsschubkraft (Ausgabe)
als in dem Fall einer herkömmlichen
Bremsung erzeugt werden.
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Wenn
nach der Vollendung des vorstehend beschriebenen Notbremsbetriebs
das Bremspedal 110 auf seine Ausgangsstellung zurückkehrt,
bewegt sich der Tauchkolben 41 rückwärts, während die vordere Wand 41b einer
darin ausgebildeten Umfangsnut mit dem Keilelement 63 in
Kontakt ist. Wenn das Keilelement 63 an der hinteren Schale 12 anliegt, liegt
das Keilelement 63 an der Klinkenfläche 60e des Schiebeventils 60 an,
wodurch eine weitere Rückwärtsbewegung
des Schiebeventils 60, das sich zusammen mit dem Kraftkolben 30 rückwärts bewegt hat,
verhindert wird. Da sich der Kraftkolben 30 weiter nach
hinten bewegt, liegt daraufhin die passive Abschrägung 64b des
Klinkenelements 64, das sich zusammen mit dem Kraftkolben 30 rückwärts bewegt, an
der Drückabschrägung 60c des
Schiebeventils 60 an und wird dann durch die Drückabschrägung 60c gedrückt. Als
Ergebnis wird das Klinkenelement 64 gegen die Vorspannkraft
der Ringfeder 65 temporär radial
nach außen
gedrückt.
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Wenn
der Kraftkolben 30 auf seine vorbestimmte Stellung zurückkehrt,
lässt die
Vorspannkraft der Ringfeder 65 somit das Klinkenelement 64 radial einwärts bewegen,
so dass der Haken 64a des Klingelelements 64 mit
dem Haken 60b des Schiebeventils 60 wieder in
Eingriff kommt. In diesem Zustand ist der Verstärker der Unterdruckbauweise
für einen weiteren
Notbremsbetrieb vorbereitet.
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In
dem vorstehend beschriebenen Verstärker der Unterdruckbauweise
des vorliegenden Ausführungsbeispiels
ist das Klinkenelement 64 direkt in dem Klinkenelementmontageloch 30h des
Kraftkolbens 30 montiert. Außerdem ist das in dem Klinkenelementmontageloch 30h montierte
Klinkenelement 64 in einer Radialrichtung linear beweglich.
Somit kann der Verstärker
der Unterdruckbauweise eine einfache und kompakte Konfiguration
aufweisen.
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In
dem Verstärker
der Unterdruckbauweise des vorliegenden Ausführungsbeispiels hat das Klinkenelement 64 den
Haken 64a, der mit dem an dem Schiebeventil 60 vorgesehenen
Haken 64b in Eingriff gebracht und davon gelöst werden
kann, und der Haken 64a, der Haken 64b und die
Ringfeder 65, die das Klinkenelement 64 radial
einwärts
vorspannt, bilden die Haltemittel. Somit ist die Bewegung des Klinkenelements
64 zum Lösen
seines Hakens 64a von dem Haken 60b des Schiebeventils 60 (die
Bewegung des Klinkenelements 64, die mit der Aktivierung einer
Notbremscharakteristik einhergeht) linear. Folglich nimmt eine Genauigkeit
der Lösezeitgebung zu,
was in einem konsistenten Grenzwert zum Bewirken der Notbremscharakteristik
resultiert. Daher wird eine Inkonsistenz beim Aktivieren eines Notbremsbetriebs
verringert.
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In
dem Verstärker
der Unterdruckbauweise des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist das Klinkenelement 64 in
dem sich radial erstreckenden Klinkenelementmontageloch 30h,
das in dem Kraftkolben 30 ausgebildet ist, auf eine solche
Weise montiert, dass es in einer radialen Richtung linear beweglich
ist, und es kann von dem Kraftkolben 30 radial nach außen vorstehen,
und die Ringfeder 65 zum radial einwärts Vorspannen des Klinkenelements 64 ist in
Umfangsrichtung an dem Kraftkolben 30 angebracht.
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Somit
können
das Klinkenelement 64 und die Ringfeder 65 von
außerhalb
des Kraftkolbens 30 montiert werden, wodurch die Montagearbeit
des Klinkenelements 64 und der Ringfeder 65 an
dem Kraftkolben 30 vereinfacht wird. Da zudem visuell überwacht
werden kann, ob das Klinkenelement 64 von dem Kraftkolben 30 nach
außen
vorsteht, kann ein Eingriffs- und Lösezustand zwischen dem Haken 64a des
Klinkenelements 64 und dem Haken 60b des Schiebeventils 60 von
außerhalb
des Kraftkolbens 30 bestätigt werden. Daher kann während der
Herstellung des Verstärkers
der Unterdruckbauweise eine Funktionsüberprüfung einfach und zuverlässig durchgeführt werden.
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In
dem Verstärker
der Unterdruckbauweise des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist der Anschlag 30h1 in
dem Klinkenelementmontageloch 30h des Kraftkolbens 30 vorgesehen,
um den Betrag der radialen Einwärtsbewegung
des Klinkenelements 64 auf einen vorbestimmten Wert zu beschränken. Somit
stellt der Anschlag 30h1 eine Bereitschaftsstellung (Anschlussstellung
für eine
radiale Einwärtsbewegung)
für das
Klinkenelement 64 zur Verfügung, wenn der Haken 64a des
Klinkenelements 64 von dem Haken 60b des Schiebeventils 60 gelöst ist. Dies
stellt einen problemlosen Rückstellbetrieb
sicher, in dem der Haken 60b des Schiebeventils 60 mit
dem Haken 64a des Klinkenelements 64 wieder in
Eingriff gebracht wird.
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Das
vorstehende Ausführungsbeispiel
wurde beschrieben, wobei die Verwendung von zwei Klinkenelementen 64 erwähnt wurde.
Jedoch kann die Anzahl von Klinkenelementen wie erforderlich variiert werden.
Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung unter Verwendung eines
einzelnen Klinkenelements ausgeführt
werden. In diesem Fall ist in dem Kraftkolben ein einzelnes sich
radial erstreckendes Loch zum Aufnehmen des Klinkenelements ausgebildet.
Somit kann der Kraftkolben eine ausreichend hohe Festigkeit annehmen.
Zudem kann die Komponententeileanzahl eines Verstärkers der
Unterdruckbauweise verringert werden, wodurch der Verstärker der
Unterdruckbauweise eine einfache Konfiguration haben kann.
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Das
vorstehende Ausführungsbeispiel
wurde unter Erwähnung
der an dem Kraftkolben 30 vorgesehenen Vakuumventilsitze 30k und
des an dem Schiebeventils 60 vorgesehen Vakuumventilsitzes 60a beschrieben.
Jedoch kann in dem Fall, in dem sich der Vakuumventilsitz 60a an
der Stelle des Vakuumventilsitzes 30k des Kraftkolbens 30 befindet, wenn
sich das Schiebeventil 60 an der vorbestimmten Vorwärtsstellung
befindet, auf die Vakuumventilsitze 30k verzichtet werden.
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Das
vorstehende Ausführungsbeispiel
wurde unter Verwendung eines einzelnen Verstärkers der Unterdruckbauweise beschrieben.
Jedoch kann die vorliegende Erfindung auch in Form eines Tandem- oder
Tripelverstärkers
der Unterdruckbauweise ausgeführt
werden oder kann in verschiedenen anderen Formen ausgeführt werden,
ohne von dem Umfang der Erfindungen abzuweichen.
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Ein
Verstärker
der Unterdruckbauweise hat unter anderem einen Kraftkolben, ein
Schiebeventil und einen Haltemechanismus und unterstützt einen Fahrer
während
einer Notbremsung. Der Haltemechanismus ist dazu angepasst, das
Schiebeventil an einer vorbestimmten Vorwärtsstellung zu halten und hat
ein Klinkenelement, das an dem Kraftkolben auf so eine Weise montiert
ist, dass es in einer Radialrichtung linear beweglich ist, und hat
eine Ringfeder zum radial einwärts
Vorspannen des Klinkenelements. Das Klinkenelement hat einen Haken,
der mit einem an dem Schiebeventil vorgesehenen Haken in Eingriff
gebracht und davon gelöst
werden kann. Wenn sich ein Tauchkolben relativ zu dem Kraftkolben
um einen Betrag, der größer als
ein vorbestimmte Wert ist, vorwärts
bewegt, dann drückt
eine an dem Tauchkolben vorgesehene Drückabschrägung eine an dem Klinkenelement
vorgesehene passive Abschrägung
radial auswärts,
wodurch der Haken des Klinkenelements von dem Haken des Schiebeventils gelöst wird.