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ANWENDUNGSGEBIET
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung bezieht sich generell auf ein System und ein Verfahren
zum Bereitstellen von Druckluft in einem Federraum. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf ein druckempfindliches internes 2-Wegeventil,
welches einen Federraum mit Druckluft, die vorher gefiltert und
getrocknet wurde, be- und entlüftet.
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Druckmittelbetätigte Bremssysteme
werden seit langer Zeit dazu eingesetzt, Kraftfahrzeuge sicher und
effektiv zu fahren. Insbesondere werden auf Nutzfahrzeugen, wie
beispielsweise LKWs, Druckluftbremsen eingesetzt, da solche Fahrzeuge
typischerweise große
Fahrzeuggewichte besitzen. Die betreffende träge Masse dieser Nutzfahrzeuge
erfordert in Verbindung mit den hohen Geschwindigkeiten, mit denen
solche Fahrzeuge bewegt werden, ein Bremssystem, welches einen Bremsvorgang
mit hoher Bremskraft schnell ermöglicht.
Eine Systemkomponente von Druckluftbremssystemen ist ein Bremszylinder,
der die für
einen Bremsvorgang notwendige Kraft bereitstellt.
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Bei
einem typischen Federspeicherbremszylinder mit Membran können die
Bremsen auf verschiedene Weise eingelegt werden. Bei einer normalen
Bremssituation wird Druckluft in die Bremskammer geschickt, die
die Membran belastet. Die Membran ist typischerweise elastisch ausgebildet,
so dass über
eine Kolbenstange die Bremsen betätigt werden. Für die Aussteuerung
einer Hilfs- und/oder Parkbremsung sind Federspeicherzylinder mit
Speicher federn bekannt, die eine erhebliche Energie speichern und
damit in der Lage sind, eine hohe Bremskraft zu verursachen, falls
die Druckluft ausfallen sollte. In normaler Fahrsituation wird die
Speicherfeder jedoch durch die Druckluft zusammengedrückt und verbleibt
damit in ihrer gelösten
Stellung. Wenn die Lösekammer
entlüftet
wird, expandiert die Speicherfeder und verschiebt über die
Membran die Kolbenstange, so dass auf diese Weise die Bremsen angelegt
werden. Dies geschieht bei Ausfall von Druckluft oder bei bewusster
Entlüftung
der Lösekammer, wenn
sich das Fahrzeug in der abgestellten Stellung befindet.
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Die
Speicherfeder ist in einem Federraum angeordnet. Die Einheit besitzt
eine elastische Membran, die an einen Kopf geklammert ist (der manchmal
auch als Federgehäuse
oder Federkammer bezeichnet wird), und einen Flanschteil (manchmal
bekannt als Adapter). Die Speicherfeder wird in der Federkammer
zwischen dem Kopf und der Membran zusammengepresst. Die Speicherfeder
besitzt eine hohe Federkonstante und ist normalerweise auf einer Höhe von weniger
als 3 Inches (76,2 mm) zusammengepresst, während sie in nicht zusammengedrücktem Zustand
eine Höhe
von 9 bis 12 Inches (228 bis 305 mm) aufweist. Die Speicherfeder
ist damit in der Lage, eine entsprechend hohe potentielle Energie
zu speichern, die eine Kraft auf den Kopf von etwa 2000 bis 3000
Pounds (8,89 bis 13,34 kN) übersteigt.
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Da
die Speicherfeder relativ große
Kräfte aufnehmen
muss, ist sie in an sich unnötiger
Weise durch Schmutz und Feuchtigkeit gefährdet und einer Korrosion ausgesetzt.
Die Speicherfeder wird auch in Notbremssituationen benutzt, wenn
das Druckluftsystem auf dem Fahrzeug schlecht funktioniert, ausfällt oder
zusätzlich
eingesetzt wird. Die Korrosion an der Speicherfeder kann zu gefährlichen
Situationen führen
bis hin zu einem Komplettausfall des Bremssystems des Fahrzeugs.
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Gewöhnlich wird
bei solchen Druckluftbremssystemen Luft aus der Atmosphäre durch
einen Luftfilter/Lufttrockner geführt. Dies führt dazu, dass der Kompressor
saubere trockene Luft an das Bremssystem abgibt. Bei der Entlüftung des
Federraums gelangt jedoch Luft aus der Atmosphäre direkt in den Federraum,
weil die Druckluft nicht dazu eingesetzt wird, an der Entlüftung teilzunehmen,
wenn die Hilfs- oder Parkbremse betätigt wird. Dieser Zustand ist
unbefriedigend, weil Schmutz und Feuchtigkeit auf diese Weise in
den Federraum eindringen können,
was die Gefahr der Korrosion der Speicherfeder einschließt.
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Es
haben bereits verschiedene Systeme versucht, Schmutz und Feuchtigkeit
von dem Federraum fernzuhalten. So zeigen die
US 3,736,842 und
3,800,668 ein Atmungssystem für Federspeicherbremszylinder,
welches den Fluss von Luft in der Einheit zu und aus dem Federraum
ermöglicht,
so dass Schmutz und Feuchtigkeit von der Atmosphäre von dem Federraum ferngehalten
werden. Die beschriebenen Systeme benutzen einen O-Ring als Dichtung zwischen
der Steuerkammer und der Bremskammer. In der Parkstellung bei eingelegter
bzw. gelöster Bremse
bewegt sich die Bremseinheit und es entsteht eine Verbindung zwischen
dem Federraum und dem Steuerraum oder zwischen dem Federraum und der
Bremskammer. Bei der seitlichen Bewegung der Bremseinheit verschleißt der O-Ring, so dass Druckluft
zwischen dem Steuerraum und der Bremskammer in unnötiger Weise
verloren geht. Dies wiederum führt
dazu, dass der Kompressor des Systems unnötig arbeiten muss, um die Druckluftverluste
auszugleichen.
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Ein
weiterer Nachteil der in den beiden Druckschriften beschriebenen
Systeme ist darin zu sehen, dass die Bremsanordnung schwingt, sobald das
interne Atmungsventil in die Offenstellung überführt ist. Dies führt darüber hinaus
zu unnötigen
Zyklen des Systems. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das
Gehäuse
des Federraums so dimensioniert sein muss, dass es größeren Drücken aus
dem Steuerraum standhält.
Zusätzlich
vergrößert der
zusätzliche
Druck auf die Federkammer die Geschwindigkeit und die Wahrscheinlichkeit,
dass die Federspeicherbremse angezogen wird, wenn das System der
Hilfs-/Parkbremse verloren geht.
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Auch
die
US 4,890,540 bemüht sich
mit einem anderen System um die Behebung dieser Probleme. Es wird
ein System mit mehreren Atmungslöchern
im Gehäuse
der Speicherfeder beschrieben. Die Atmungslöcher sind im oberen Teil des
Gehäuses
angeordnet, um die Menge an Feuchtigkeit und Schmutz, die in das
Gehäuse
eintreten, zu begrenzen. Das System verhindert jedoch nicht das
Eindringen von Feuchtigkeit in das Gehäuse der Speicherfeder. Auch
das Eindringen von Verunreinigungen wird nicht verhindert. Das System
kann bestenfalls das Eindringen von Verunreinigungen in das Gehäuse verlangsamen.
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In
der
US 6,006,651 wird
ein gasdurchlässiges
Filterelement beschrieben, welches sich über eine Öffnung in dem Gehäuse erstreckt,
so dass die Luft, die aus der Atmosphäre in die innere Bremskammer
einströmt,
im Wesentlichen frei von Verunreinigungen ist. Jedoch verhindert
dieses System nicht das Eindringen von Feuchtigkeit in das Gehäuse der
Speicherfeder. Derartige Filter befinden sich in geringer Höhe am Fahrzeug über der
Fahrbahn und verhindern das Eindringen von Verunreinigungen. Sie
müssen
jedoch fortlaufend ausgetauscht werden, weil sie verschmutzen. Insoweit
erfordert das System eine entsprechende Wartung.
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Ein
weiteres System ist in der
US
4,889,037 beschrieben. Dabei besteht eine Verbindung zwischen
der Federkammer und einer Atmungskammer, die ihrerseits in die Atmosphäre entlüftet wird.
Diese Verbindung ist vorgesehen, damit feste Bestandteile und Fluide,
die in die Atmungskammer gelangen, keine Probleme in dem Federraum
hervorrufen. Jedoch geschieht auch hier ein Austausch zwischen dem
Federraum und der Atmosphäre,
der lediglich eine Verzögerung
erbringt. Es werden sich Verunreinigungen in der Atmungskammer aufbauen,
wodurch jedoch das Eindringen von Verunreinigungen in die Federkammer
nicht ausgeschlossen wird. Zusätzlich
kann mit diesem System das Eindringen von Feuchtigkeit in den Federraum
nicht verhindert werden.
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Aus
der
US 5,937,733 und
der
US 6,006,651 ist
eine Filteranordnung bekannt, die Durchbrechungen in dem Federraum
abdeckt. Die Filteranordnung dient zur Filterung von Luft aus der
Atmosphäre
in den Federraum. Dieses System leidet an den gleichen Problemen,
wie der Gegenstand der
US 6,006,651 .
Das Eindringen von Feuchtigkeit wird nicht vermieden, und das System
erfordert eine entsprechende Wartung, um die Filter sauber und in Funktion
zu erhalten.
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Zur
Behebung dieser Nachteile geht es um ein Bremssystem, welches den
Eintritt von Schmutz und Feuchtigkeit in den Federraum der Speicherfeder
minimiert.
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Weiterhin
soll ein Bremssystem aufgezeigt werden, mit welchem trockene gefilterte
Luft in den Federraum der Speicherfeder eingebracht werden kann.
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Weiterhin
soll das Bremssystem Luftverluste minimieren.
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Es
soll ein Bremssystem aufgezeigt werden, welches den Austausch von
Luft zwischen dem Betriebsbremsteil des Federspeicherbremszylinders und
dem Federspeicherteil vereinfacht.
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Eine
weitere Aufgabe besteht darin, ein Bremssystem bereitzustellen,
welches die Beanspruchung der Speicherfeder reduziert.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Diese
und andere Ziele der Erfindung werden durch einen Federspeicherbremszylinder
erreicht, der ein inneres Atmungsventil aufweist, welches zwischen
der Bremskammer und dem Federraum eingeschaltet ist. Auf diese Weise
wird trockene gefilterte Luft in die Bremskammer eingebracht, die dann über das
Atmungsventil auch in den Federraum gelangt, und zwar infolge eines
sich über
das Atmungsventil aufbauenden Differenzdruckes.
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Auf
diese Weise gelangt auch nur trockene und gefilterte Luft in den
Federraum, so dass die Gefahr einer Korrosion oder Beschädigung der
Speicherfeder des Federspeicherteils durch Schmutz und/oder Feuchtigkeit
eliminiert ist.
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Das
interne Atmungsventil besitzt einen Ventilkopf, der von der Druckluft
in der Bremskammer beaufschlagt wird und somit die Leitungsverbindung zwischen
der Bremskammer und dem Federraum absperrt, wenn ein Grenzwert des
Differenzdruckes erreicht ist. Das Atmungsventil wird dann wieder öffnen und
so die Verbindung zwischen der Bremskammer und dem Federraum wiederherstellen,
sobald der Differenzdruck unter einen Grenzwert fällt.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform nach
der vorliegenden Erfindung ist ein Federspeicherbremszylinder vorgesehen,
der eine Bremskammer und in seinem Federspeicherteil eine Lösekammer
und einen Federraum aufweist. Der Federspeicherbremszylinder besitzt
weiterhin ein Ventil, welches die Bremskammer mit dem Federraum
verbindet, wobei das Ventil zwischen einer Offenstellung und einer
Schließstellung
hin- und her bewegbar ist. In der Offenstellung stellt es die Verbindung
zwischen der Bremskammer und dem Federraum her. In der Schließstellung
sperrt es diese Verbindung ab. Das Ventil wird in Richtung auf die
Offenstellung durch eine Kraft belastet und ist in die Schließstellung überführbar, sobald
eine von einem Differenzdruck (DP) verursachte Druckkraft zwischen
der Bremskammer und dem Federraum auftritt, der die Kraft übersteigt.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
nach der vorliegenden Erfindung ist ein Ventil in einem Federspeicherbremszylinder
vorgesehen, der eine Bremskammer und einen Federraum aufweist. Der
Federspeicherteil besitzt eine Lösekammer
und einen Federraum. Das Ventil weist einen Durchgang auf, welcher
die Bremskammer mit dem Federraum verbindet. Der Durchgang besitzt eine
Fläche
(A2). Das Ventil besitzt weiterhin einen Ventilkörper, der
in dem Durchgang angeordnet ist und zwischen einer Offenstellung
und einer Schließstellung
hin- und her bewegbar ist. In der Schließstellung wird die Verbindung
zwischen der Bremskammer und dem Federraum abgesperrt. Der Ventilkörper befindet
sich dabei in der Schließstellung.
Der Ventilkörper
besitzt einen Ventilkopf mit einer Fläche (A1), die größer als
die Fläche
(A2) ist. Der Ventilkopf ist dem Druck in
der Bremskammer ausgesetzt und kann so in die Schließstellung überführt werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
nach der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben
eines Federspeicherbremszylinders eines Kraftfahrzeugs aus einer
Parkstellung mit eingelegter Bremse in eine Parkstellung mit gelöster Bremse
aufgezeigt, wobei getrocknete und gefilterte Luft in einen Federraum
geführt
wird, um eine Beschädigung
der dort angeordneten Speicherfeder zu verhindern. Das Verfahren
weist folgende Schritte auf:
Verbinden einer Bremskammer mit
dem Federraum über
eine Leitung für
ein Medium und über
ein Ventil, das durch eine Kraft in die Offenstellung beaufschlagt ist;
Einbringen von Druckluft in die Bremskammer, um eine Druckdifferenz
(DP) zwischen der Bremskammer und dem Federraum aufzubauen; Überführen des
Ventils in die Schließstellung,
sobald die durch die Druckdifferenz (DP) verursachte Druckkraft die
Kraft übersteigt;
Einbringen von Druckluft in eine Lösekammer, die von der Bremskammer
und dem Federraum abgedichtet ist, um den Federraum zusammenzudrücken: Entlüften der
Bremskammer; Öffnen
des Ventils, sobald die Kraft die von der Druckdifferenz (DP) verursachte
Druckkraft übersteigt;
und Freigeben der Druckluft aus dem Federraum durch das Ventil.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
nach der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben
eines Federspeicherbremszylinders eines Kraftfahrzeuges aus einer
Parkstellung mit gelöster
Bremse in eine Parkstellung mit eingelegter Bremse, wobei getrocknete
und gefilterte Luft in einen Federraum geführt wird, um eine Beschädigung der
dort angeordneten Speicherfeder zu verhindern, aufgezeigt. Das Verfahren
weist folgende Schritte auf: Verbinden einer Bremskammer mit dem Federraum über eine
Leitung für
ein Medium und über
ein Ventil, das durch eine Kraft in die Offenstellung beaufschlagt
ist; Einbringen von Druckluft in die Bremskammer, um eine Druckdifferenz
(DP) zwischen der Bremskammer und dem Federraum aufzubauen; Überführen des
Ventils in die Schließstellung, sobald
die durch die Druckdifferenz (DP) verursachte Druckkraft die Kraft übersteigt;
Entlüften
einer Lösekammer,
die von der Bremskammer und dem Federraum abgedichtet ist, um den
Federraum expandieren zu lassen; Entlüften der Bremskammer; Öffnen des
Ventils, sobald die Kraft die von der Druckdifferenz (DP) verursachte
Druckkraft übersteigt;
und Einsaugen von Luft in den Federraum, um die durch die Expansion
des Federraums verursachte Druckdifferenz (DP) an dem Ventil auszugleichen.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform nach der vorliegenden
Erfindung ist ein Ventil vorgesehen, welches eine Bremskammer mit einem
Federraum eines Federspeicherbremszylinders über einen Durchgang mit einer
Fläche
(A2) verbindet. Das Ventil weist einen Ventilkörper auf, der in dem Durchgang
angeordnet und zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung
verschiebbar ist. In der Schließstellung
wird die Verbindung zwischen der Bremskammer und dem Federraum abgesperrt,
wobei sich der Ventilkörper
in der geschlossenen Stellung befindet. Der Ventilkörper besitzt
einen Ventilkopf mit einer Fläche
(A1), die größer ist als die Fläche (A2). Das Ventil ist in Richtung auf die Offenstellung
durch eine Kraft (F) belastet und in die Schließstellung verschiebbar, sobald
eine von einer Druckdifferenz (DP) verursachte Druckkraft die Kraft (F) übersteigt.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter
bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert
und beschrieben.
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KURZBESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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1 zeigt
ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung des Federspeicherbremssystems.
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2 zeigt
einen Schnitt durch einen kombinierten Federspeicherbremszylinder
nach der vorliegenden Erfindung mit einem inneren Atmungsventil in
einer Stellung, in der die Speicherfeder zusammengedrückt, die
Kolbenstange vollständig
zurückgezogen
und das Atmungsventil in der Offenstellung ist.
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3 zeigt
den Federspeicherbremszylinder gemäß 2 in der
Stellung mit zusammengedrückter
Speicherfeder, voll ausgefahrener Kolbenstange und dem Atmungsventil
in der Schließstellung.
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4 zeigt
den Federspeicherbremszylinder in der Stellung mit voll entspannter
Speicherfeder und voll ausgefahrener Kolbenstange sowie mit dem Atmungsventil
in der Offenstellung.
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5 zeigt
eine Ausführungsform
des Atmungsventils in der Offenstellung.
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6 zeigt
das Atmungsventil in der Schließstellung.
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FIGURENBESCHREIBUNG
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1 zeigt
ein Blockdiagramm eines Bremssystems 10 einschließlich einer
Einheit 20 mit Kompressor/Filter/Lufttrockner, einem Behälter 30 für Druckluft,
einem Steuerventil 40 und einem Federspeicherbremszylinder 100.
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Die
Einheit 20 aus Kompressor/Filter/Lufttrockner weist einen
Einlass zum Ansaugen von Luft aus der Atmosphäre auf. Die aus der Atmosphäre angesaugte
Luft wird gefiltert, um Verunreinigungen zu entfernen, die sich
in der Luft befinden können.
Die Luft wird getrocknet, um Feuchtigkeit aus der Luft abzuführen. Die
Einheit 20 aus Kompressor/Filter/Lufttrockner kann jeden
geeigneten Kompressor und jedes geeignete Filter aufweisen, wie
sie im Stand der Technik benutzt werden, um Luft aus der Atmosphäre zu trocknen
und zu filtern.
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Die
Einheit 20 aus Kompressor/Filter/Lufttrockner steht über eine
Leitung mit einem Behälter 30 für Druckluft
in Verbindung, der der Speicherung dient. Typischerweise ist dem
Behälter
ein Rückschlagventil
(nicht dargestellt) vorgeschaltet. Die gefilterte und getrocknete
Luft wird also in den Behälter 30 überführt und
dort als Druckluftvorrat bevorratet. Der Behälter 30 für Druckluft
kann aus jedem geeigneten Material bestehen, typischerweise aus
einem Lufttank, in dem die gefilterte und getrocknete Luft bevorratet
wird, bis sie von dem Bremssystem 10 benötigt wird.
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Der
Behälter 30 für Druckluft
steht über
eine Leitung mit einem Steuerventil 40 in Verbindung, von dem
wiederum eine Leitung zu dem Federspeicherbremszylinder 30 führt. Das
Steuerventil 40 kann gestuft betätigt werden, um Druckluft aus
dem Behälter 30 zu
dem Federspeicherbremszylinder 100 zu schicken, je nach
Erfordernis. Das Steuerventil 40 kann auch als Schnelllöseventil
ausgebildet sein, um eine schnelle Entlüftung des Federspeicherbremszylinders 100 in
die Atmosphäre
herbeizuführen.
Das Steuerventil 40 kann über verschiedene Eingänge (nicht
dargestellt) betätigt
werden, beispielsweise durch das Niedertreten eines Bremspedals
(nicht dargestellt) durch einen Benutzer oder durch die Betätigung der
Ansteuerung einer Parkbremse (nicht dargestellt). Obwohl nur eine
Leitung von dem Steuerventil 40 zu dem Federspeicherbremszylinder 10 dargestellt
ist, können
mehrere Verbindungsleitungen bestehen, um Druckluft in verschiedene
Kammern des Federspeicherbremszylinders 100 zu schicken,
und zwar in Abhängigkeit
von der jeweiligen Betätigungssituation.
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So
kann beispielsweise die Betätigung
eines Bremspedals (nicht dargestellt) durch einen Fahrer dazu führen, dass
das Steuerventil 40 Druckluft zu dem Federspeicherbremszylinder 100 schickt,
um die Bremsen des Fahrzeugs (nicht dargestellt) zu betätigen. Auch
die Betätigung
eines Steuerventils (nicht dargestellt) am Armaturenbrett für eine Parkbremse
kann dazu führen,
dass Druckluft zu dem Federspeicherbremszylinder 100 geführt wird
oder dieser entlüftet
wird, um entweder die Parkbremse einzulegen oder zu lösen.
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2 verdeutlicht
die Ausbildung eines Federspeicherbremszylinders 100 in
der Ausgangs- oder
Lösestellung,
also z. B. während
der normalen Fahrt. Der Federspeicherbremszylinder 100 weist generell
einen Betriebsbremsteil 102 und einen Federspeicherteil 104 auf.
Der Betriebsbremsteil 102 besitzt eine Membran 114,
die eine Bremskammer 108 von einem Rückführfederraum 106 abteilt.
Der Federspeicherteil 104 weist eine Lösekammer 110 und einen
Federraum 112 auf. Der Betriebsbremsteil 102 besitzt
ein Gehäuse 103,
während
das Gehäuse 105 Bestandteil
des Federspeicherteils 104 ist.
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Im
Betriebsbremsteil 102 stützt sich an der Membran 114 ein
Teller 120 ab, der mit einer Kolbenstange 116 versehen
ist. Die Einheit aus Teller 120 und Kolbenstange 116 bewegt
sich in Achsrichtung hin und her, je nach dem, ob die Bremskammer 108 belüftet oder
die Lösekammer 110 entlüftet wird.
Die seitlich hin- und hergehende Bewegung der Kolbenstange 116 ist
auch anhand der 3 und 4 erkennbar,
wobei gemäß 3 die
Brems kammer 108 belüftet
ist, während
die Lösekammer
ebenfalls belüftet
ist. 4 zeigt die Situation, in der die Lösekammer 110 entlüftet ist.
Die Kolbenstange 116 ist Bestandteil einer üblichen
Radbremse und kommt mit einem Deckel (nicht dargestellt) oder einem
Arm (nicht dargestellt) in Wirkverbindung, um die Bremse (nicht
dargestellt) anzuziehen bzw. den Bremsvorgang durchzuführen.
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Die
Druckluftanschlüsse
zu der Bremskammer 108 und zu der Lösekammer 110 sind
nicht dargestellt. Schrauben 118 dienen der Befestigung
des Gehäuses 105 an
einer Mittelwand. Das Gehäuse 103 des
Betriebsbremsteils 102 wird durch einen lösbaren Klemmring
in bekannter Weise hergestellt. Zum Durchführen einer normalen Betriebsbremsung schickt
der Fahrer durch Niedertreten des Fußpedals des Kraftfahrzeugs
Druckluft in die Bremskammer 108. Der Druck beträgt typischerweise
45 psi, also etwa 3 bar. Aus 3 ist erkennbar,
dass nach dem Belüften
der Bremskammer 108 die Membran 114 über den
Teller 120 die Kolbenstange 116 seitlich ausfährt, wobei
sich zunehmend das Volumen der Bremskammer 108 vergrößert, während sich
das Volumen des Rückführfederraums 106 verkleinert.
Die im Rückführfederraum 106 befindliche
Luft gelangt durch eine Durchbrechung im Gehäuse 103 in die Atmosphäre. Gleichzeitig
wird ein Schutzbalg 122 und eine Rückführfeder 124 zusammengedrückt. Durch das
seitliche Ausfahren der Kolbenstange 116 werden die Bremsen
angelegt bzw. betätigt.
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Sobald
der Fahrer das Fußbremspedal
freigibt, wird die Bremskammer 108 entlüftet, so dass die Rückführfeder 124 in
der Lage ist, die Einheit aus Teller 120 und Kolbenstange 116 in
die voll eingefahrene Ausgangsstellung zurückzuführen, in der die Radbremse
nicht betätigt
ist. Dabei vergrößert sich
das Volumen im Rückführfederraum 106,
wobei durch die Durchbrechung im Gehäuse 103 Luft aus der
Atmosphäre
nachströmt.
Diese Luft hat jedoch keine Verbindung zu der Luft in der Bremskammer,
weil der Rückführfederraum 106 durch
die Membran 114 von der Bremskammer 108 getrennt
ist.
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In
den 2 und 3 ist auch ein inneres Atmungsventil 126 angedeutet.
Das innere Atmungsventil 126 verbindet die Bremskammer 108 mit
einem Raum 128 innerhalb eines Kolbens 134, der
andererseits an den Federraum 112 angeschlossen ist. Im Federraum 112 ist
eine Speicherfeder 130 angeordnet, die in den 2 und 3 in
völlig
zusammengepresstem Zustand dargestellt ist, da die Lösekammer 110 belüftet ist.
Typischerweise herrscht in der Lösekammer 110 ein
Druck von etwa 100 psi, also etwa 7 bar, um die Speicherfeder 130 zusammenzudrücken. Es
versteht sich, dass die Lösekammer 110 auch
einen Anschluss (nicht dargestellt) für die Be- und Entlüftung der
Lösekammer 110 aufweist.
Typischerweise gehören
zu dieser Federspeicherbremse eine Steuereinrichtung auf dem Armaturenbrett,
beispielsweise ein Schalter, der dazu dient, die Parkbremse einzulegen
oder zu lösen,
was durch Entlüftung
bzw. Belüftung
der Lösekammer 110 geschieht.
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Aus 2 ist
auch ein Bolzen 132 erkennbar, der ein Ende des Raums 128 hintergreift
und als mechanische Löseeinrichtung
dient. Der Bolzen 132 ist mit einem Gewinde versehen, so
dass im Falle der Wartung oder Reparatur des Federspeicherbremszylinders 100 die
Speicherfeder 130 mechanisch gefesselt in die zusammengedrückte Stellung überführt werden
kann, indem eine Mutter auf den Bolzen 132 aufgeschraubt
wird. Hierdurch wird es möglich,
den Federspeicherbremszylinder 100 in bekannter Weise auseinanderzubauen,
ohne dass die Gefahr einer Verletzung durch eine plötzliche
Expansion der Speicherfeder 130 besteht.
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4 zeigt
den Federspeicherbremszylinder 100 in einer Stellung, in
der die Lösekammer 110 entlüftet ist.
Sobald der Druck in der Lösekammer 110 so gefallen
ist, dass die dadurch verursachte Kraft kleiner als die Kraft der
Speicherfeder 130 in zusammengedrücktem Zustand ist, wird die
Speicherfeder expandieren und dabei das Volumen des Federraums 112 vergrößern, während gleichzeitig
das Volumen der Lösekammer 110 abnimmt.
Es tritt die gleiche Folge ein, wie Sie bereits in Verbindung mit 3 beschrieben
wurde, indem die Kolbenstange 116 seitlich ausgefahren
wird, was zu einer Betätigung
des Bremssystems führt. 4 zeigt
die Stellung der Teile des Federspeicherbremszylinders 100,
in der Parksituation des Fahrzeugs, bei der es also nicht bewegt
wird.
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Aus
den 2 bis 4 ist erkennbar, dass Druckluft
in die Bremskammer 108 geschickt werden kann, wobei über das
interne Atmungsventil 126 und den Raum 128 Verbindung
zu dem Federraum 112 besteht. Es ist wichtig, das Einbringen
von Verunreinigungen und Feuchtigkeit in den Federraum 112 zu minimieren
und/oder zu vermeiden, um die mit relativ starker Kraft bemessene
Speicherfeder 130 wirksam gegen Korrosion und/oder sonstige
Beschädigung
zu schützen.
Aus diesem Grunde wird die aus der Atmosphäre entnommene Luft gefiltert
und getrocknet in das System eingebracht. Auf diese Weise kann nur trockene
gefilterte Luft in den Federraum 112 gelangen. Es ist weiter
erkennbar, dass die Lösekammer 110 mit
dem Federraum 112 nicht in Verbindung steht.
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Die 5 und 6 zeigen
eine Ausführungsform
des inneren Atmungsventils 126 in der Offenstellung und
der Schließstellung.
Das innere Atmungsventil 126 weist ein Gehäuse 150,
einen Ventilkörper 152,
einen Ventilkopf 154 und einen Durchgang 158 auf.
Wie in den 5 und 6 dargestellt,
ist das innere Atmungsventil 126 als Sitzventil ausgebildet.
Druckluft, die auf den Ventilkopf 154 einwirkt, der mit
dem Ventilkörper 152 verbunden
ist, führt
dazu, dass der Ventilkörper 152 sich
in dem Durchgang 158 seitlich verschiebt. Der Ventilkörper 152 unterbricht
die Verbindung von der einen Seite des internen Atmungsventils zu
der anderen, wenn er sich in der Schließstellung befindet. Dabei arbeitet der
Ventilkörper 152 mit
einem Sitz 160 in dem Durchgang 158 zusammen.
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Das
interne Atmungsventil 126 weist auch eine Ventilfeder 162 auf,
die den Ventilkörper 152 in Richtung
der Offenstellung belastet. In einer bevorzugten Ausführungsform
stützt
sich die Ventilfeder 162 an einem Absatz 164 ab,
der im Bereich des Durchgangs 158 gebildet ist und damit
die Ventilfeder 162 in dem Durchgang 158 des Gehäuses 150 festlegt.
Der Ventilkörper 152 kann
einen Fortsatz 166 aufweisen, an dem sich andererseits
die Ventilfeder 162 abstützt.
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Die
Ventilfeder 162 ist so bemessen, dass sie eine Kraft (F)
bereitstellt, die größer als
eine Druckkraft aus einem Differenzdruck (DP) von etwa 9 psi (etwa
0,6 bar) bemessen ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die
Ventilfeder 162 auch so dimensioniert sein kann, dass sie
auf jede andere Druckdifferenz (DP) abgestimmt ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
trägt der
Ventilkörper 152 eine
Dichtung 156, die beispielsweise als O-Ring ausgebildet
und auf dem Ventilkörper 152 gelagert
ist. Die Dichtung 156 arbeitet mit dem Sitz 160 zusammen.
Die Dichtung 156 kann aus jedem geeigneten Material bestehen,
welches geeignet ist, einen Sperreffekt herbeizuführen, beispielsweise
Gummi oder flexibler Kunststoff.
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Der
Ventilkörper 162 weist
an seinem einen Ende den Ventilkopf 154 auf, der der Druckluft
in der Bremskammer 108 ausgesetzt ist. Die Bewegung des
Ventilkörpers 152 ist
von einer Anzahl Faktoren abhängig,
beispielsweise der Druckdifferenz (DP), dem Verhältnis der Fläche (A2) des Ventilkopfes 154 zu der Fläche (A1) des Durchgangs 158 und der Federkraft
(F).
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
besitzt der Ventilkopf 154 eine Fläche (A2),
während
der Durchgang 158 eine Fläche (A1)
aufweist, wobei (A2) = 10·(A1). Bei dieser Abstimmung wird sich der Ventilkörper 152 in
die Schließstellung
bewegen, sobald ungefähr
1 psi Druckdifferenz (DP) über
das interne Atmungsventil 126 auftritt. Dies ist deshalb
der Fall, weil das Flächenverhältnis von
10 : 1 des Verhältnisses
(A2) = 10·(A1)
des Ventilkopfs 154 zu dem Durchgang 158 dazu
führt,
dass ungefähr
10 psi (1 psi·10) auftritt.
Die durch eine Druckdifferenz von 10 psi verursachte Druckkraft
ist größer als
die Kraft der Ventilfeder 162. Praktisch wird beim Einsteuern
von Druckluft in die Bremskammer 108 durch Betätigung des Bremspedals
auf den Ventilkopf 154 ein Druck von etwa 45 psi einwirken,
so dass das interne Atmungsventil 126 schnell in die Schließstellung überführt wird.
In einer anderen Ausführungsform
kann die Fläche
(A2) ungefähr gleich der Quadratwurzel
aus 10, also 3,16, sein.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird der Druck in der Bremskammer 108 mit (P108)
und der Druck in dem Federraum 112 mit (P112)
bezeichnet. Das interne Atmungsventil schließt, wenn folgende Bedingung
erfüllt
ist [(P108)·(A2)] – F > (P112)·(A1). Das interne Atmungsventil öffnet dagegen,
wenn die nachfolgende Bedingung erfüllt ist: F – [(P108)·(A2) > (P112)·(A1).
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Obwohl
bei dieser besonderen Ausführungsform
das Verhältnis
mit 10 : 1 ausgewählt
wurde, kann auch jedes andere Verhältnis genommen werden, wie
beispielsweise 2 : 1, 5 : 1, 10 : 1 oder jedes andere Verhältnis, je
nach der gewünschten
Empfindlichkeit.
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Aus
den 5 und 6 ist auch erkennbar, dass das
interne Atmungsventil 126 von einem Sicherungsring 168 gehalten
ist, der den Ventilkörper 162 in
dem Durchgang 158 sichert. Es ist eine Durchbrechung 170 gebildet, über die
die Verbindung zwischen dem Ventilkopf 154 und der Bremskammer 108 besteht.
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Nachfolgend
werden verschiedene Betätigungsfolgen
des Systems beschrieben.
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Start
des Fahrzeugs und Beginn des Fahrvorgangs. 4 zeigt
den Federspeicherbremszylinder 100 in der Parkstellung
des Fahrzeugs. Zu Beginn betätigt
der Fahrer das Fußpedal,
so dass die Bremskammer 108 belüftet wird. Dies führt dazu, dass
das interne Atmungsventil 126 schnell schließt, weil
Druckluft auf den Ventilkopf 154 einwirkt. Die Luft versucht,
in den Raum 128 zu gelangen, kann dies jedoch nicht, weil
das interne Atmungsventil bei einer Druckdifferenz von etwa 1 psi
schließt.
Der Fahrer betätigt
dann ein Ventil auf dem Armaturenbrett, um die Federspeicherbremse
zu lösen.
Dabei wird die Lösekammer 110 belüftet und
die Speicherfeder 130 zusammengedrückt. Dabei entsteht ein Druck
in dem Federraum 112, der sich auf den Raum 128 auswirkt. Jedoch
kann der Aufbau dieses Druckes in dem Raum 128 nicht in
die Bremskammer 108 gelangen, weil das interne Atmungsventil 126 geschlossen
ist. In der Bremskammer 108 herrscht immer noch ein Druck
von etwa 45 psi infolge der Betätigung
des Fußbremsventils
durch den Fahrer, so dass das interne Atmungsventil 126 in
der Schließstellung
verbleibt. In dem Raum 128 und in dem Federraum 112 wird
sich ein Druck von etwa 13 psi aufbauen, wenn die Speicherfeder 130 vollständig zusammengepresst
ist. Der Druckaufbau in der Lösekammer 110 wird
sich fortsetzen, so dass die Kraft der Speicherfeder 130 und
zusätzlich
die 13 psi auf der Rückseite des
Kolbens des Federspeicherbremsteils 104 überwunden
werden. Es wird dann die Stellung der Teile des Federspeicherbremszylinders 100 erreicht,
die in 3 dargestellt ist.
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Nachdem
der Fahrer die Parkbremse durch Belüften der Lösekammer 110 mit ungefähr 100 psi gelöst hat,
kann der Fahrer auch eine Betätigung
des Fußpedals
beenden, um den Druck in der Bremskammer 108 zu erniedrigen.
Der Druck in der Bremskammer 108 wird über die Steuerleitung (nicht
dargestellt) schnell abgebaut, insbesondere dann, wenn das Steuerventil
als Schnelllöseventil
(nicht dargestellt) ausgebildet ist. Daraufhin wird sich in der Bremskammer 8 ein
Druck von 0 psi einstellen, so dass die Kraft der Ventilfeder 162 ausreicht,
das interne Atmungsventil 126 zu öffnen und die 13 psi Druck
in dem Raum 128 und in dem Federraum 112 zu erniedrigen.
Damit ist die Relativstellung der Teile des Federspeicherbremszylinders 100 erreicht,
wie sie in 2 dargestellt sind. Die Bremsen
sind also gelöst
und das Fahrzeug kann hinweg gefahren werden.
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Normale
Fahrt und Bremsung. Anfangs herrscht in der Bremskammer 108 ein
Druck von 0 psi, wie in 2 dargestellt. Der Druck in
der Lösekammer 110 beträgt ungefähr 100 psi
und der Druck in dem Raum 128 und dem Federraum 112 ist
ebenfalls 0 psi, da das interne Atmungsventil 126 offen
ist.
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Bei
Einleitung eines Bremsvorgangs durch den Fahrer gelangt Druckluft
mit 45 psi in die Bremskammer, wodurch dieser plötzliche Druckanstieg zu einem
Schließvorgang
an dem internen Atmungsventil 126 führt. Theoretisch kann die Luft
den Ventilkopf 154 umströmen, wenn der Bremsvorgang
hinreichend langsam eingeleitet wird, wobei dann das Flächenverhältnis nicht
10 : 1, sondern eher 1 : 1 ist. Jedoch ist der Spalt um den Ventilkopf 154 so
eng bemessen, dass ein schnelles Schließen des internen Atmungsventils 126 die
Folge ist. Wie vorher bereits beschrieben, ist der Druck in der
Bremskammer 108 so groß,
dass die daraus resultierende Druckkraft die Kraft der Ventilfeder 162 übersteigt,
also das Atmungsventil 126 schließt. Damit erreichen die Teile des
Federspeicherbremszylinders 100 die in 3 dargestellte
Stellung.
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Sobald
der Fahrer das Fußbremspedal
loslässt,
ist die Rückführfeder 124 in
der Lage, die Bremse zu lösen.
Die Bremskammer 108 wird entlüftet, wie vorher beschrieben,
und die Teile des Federspeicherbremszylinders 100 kehren
in die in 2 dargestellte Ausgangslage
zurück.
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Einlegen
der Parkbremse. Wie es vorher in Verbindung mit dem Zustand "normale Fahrt" beschrieben wurde,
beträgt
der Druck in der Bremskammer 108 0 psi, wie in 2 erkennbar.
Der Druck in der Lösekammer 110 beträgt ungefähr 100 psi
und der Druck in dem Raum 128 und dem Federraum 112 ist
0 psi, wobei das interne Atmungsventil 126 sich in der
Offenstellung befindet. Der Fahrer steuert dann eine Bremsung aus,
wie sie in Verbindung mit der Situation "normale Fahrt" beschrieben wurde, indem in der Bremskammer
schnell ein Druck von 45 psi aufgebaut wird, was dazu führt, dass
das interne Atmungsventil 126 schnell schließt. Die
Bremse wird durch den Fahrer weiterhin betätigt. Dabei befinden sich also
die Teile des Federspeicherbremszylinders in der in 3 dargestellten
Relativlage.
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Damit
wird das Fahrzeug abgebremst, und der Fahrer betätigt das Steuerventil (nicht
dargestellt) auf dem Armaturenbrett zum Einlegen der Parkbremse,
so dass in der Folge der Druck in der Lösekammer 110 von ungefähr 100 psi
auf 0 psi abfällt.
Während
dieses Druckabfalls auf 0 psi wird ein Zustand eintreten, bei dem
die Speicherfeder 130 die Druckkraft überwindet und damit den Kolben 134 durch
die Bremskammer 108 ausfährt, was schließlich zu
einem Einlegen der Parkbremse führt,
wie es in 4 dargestellt ist.
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Der
Druck in der Bremskammer 108 ist immer noch 45 psi, was
dazu führt,
dass das interne Atmungsventil 126 geschlossen bleibt.
Bei geschlossenem Atmungsventil 126 und infolge der Verschiebung
des Kolbens 134 entsteht in dem Raum 128 und dem
damit verbundenen Federraum 112 ein Vakuum von ungefähr – 9 psi.
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In
abgebremstem Zustand und mit eingelegter Parkbremse entlastet dann
der Fahrer das Fußbremsventil,
was zu einer Entlüftung
der Bremskammer 108 führt,
indem sich dort der Druck von ungefähr 45 psi auf 0 psi abbaut.
Der Druck in dem Raum 128 und in dem Federraum 112 beträgt jetzt
immer noch – 9
psi. Da jedoch der Druck in der Bremskammer 108 0 psi erreicht
hat, ist die Speicherfeder 162 in der Lage, die aus der
Druckdifferenz von – 9
psi entstehende Druckkraft zu überwinden
und das Atmungsventil 126 in die Offenstellung zu überführen. Der Öffnungsvorgang
des internen Atmungsventils 126 vereinfacht die Entlüftung des
Vakuums in dem Raum 128 und dem Federraum 112 in
Richtung auf die Steuerleitung (nicht dargestellt), die letztlich
Verbindung zur Atmosphäre über das
Schnelllöseventil (nicht
dargestellt) hat. Wenn dieser Zustand erreicht ist, herrscht in
der Bremskammer 108, in dem Raum 128, in der Lösekammer 110 und
im Federraum 112 überall
ein Druck von 0 psi.
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Obwohl
die Erfindung anhand einer besonderen Anordnung der Teile und der
angegebenen Merkmale und dergleichen beschrieben wurde, ist sie darauf
nicht beschränkt,
sondern umfasst andere Modifikationen und Abwandlungen, wie sie
für Fachleute
zugänglich
sind.
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- 10
- Bremssystem
- 20
- Einheit
- 30
- Behälter
- 40
- Steuerventil
- 100
- Federspeicherbremszylinder
- 102
- Betriebsbremsteil
- 103
- Gehäuse
- 104
- Federspeicherteil
- 105
- Gehäuse
- 106
- Rückführfederraum
- 108
- Bremskammer
- 110
- Lösekammer
- 112
- Federraum
- 114
- Membran
- 116
- Kolbenstange
- 118
- Schraube
- 120
- Teller
- 122
- Schutzbalg
- 124
- Rückführfeder
- 126
- inneres
Atmungsventil
- 128
- Raum
- 130
- Speicherfeder
- 132
- Bolzen
- 134
- Kolben
- 150
- Gehäuse
- 152
- Ventilkörper
- 154
- Ventilkopf
- 156
- Dichtung
- 158
- Durchgang
- 160
- Sitz
- 162
- Ventilfeder
- 168
- Sicherungsring
- 170
- Durchbrechung