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DE102004050185A1 - Ausrückeinrichtung für eine Reibungskupplung - Google Patents

Ausrückeinrichtung für eine Reibungskupplung Download PDF

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DE102004050185A1
DE102004050185A1 DE102004050185A DE102004050185A DE102004050185A1 DE 102004050185 A1 DE102004050185 A1 DE 102004050185A1 DE 102004050185 A DE102004050185 A DE 102004050185A DE 102004050185 A DE102004050185 A DE 102004050185A DE 102004050185 A1 DE102004050185 A1 DE 102004050185A1
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DE
Germany
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clutch
disengagement
actuating
force
releaser
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102004050185A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Dr.-Ing. Otto
Franz Dipl.-Ing. Nagler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
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Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
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Priority to US11/251,024 priority patent/US20060081440A1/en
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D13/00Friction clutches
    • F16D13/58Details
    • F16D13/75Features relating to adjustment, e.g. slack adjusters
    • F16D13/755Features relating to adjustment, e.g. slack adjusters the adjusting device being located in or near the release bearing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D23/00Details of mechanically-actuated clutches not specific for one distinct type
    • F16D23/12Mechanical clutch-actuating mechanisms arranged outside the clutch as such

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Abstract

Es wird eine Ausrückeinrichtung zur Betätigung einer Reibungskupplung eines Kraftfahrzeuges beschrieben, welche einen axial, entlang einer Ausrückachse verschiebbaren Ausrücker umfasst, der zur Übertragung einer Kupplungsbetätigungskraft mit einem Ausrückorgan der Reibungskupplung wirkverbunden ist. Die Ausrückeinrichtung weist weiter einen um einen Drehpunkt schwenkbar am Fahrzeug gelagerten Kupplungshebel auf, dessen Verschwenkebene die Ausrückachse im Wesentlichen einschließt, wobei der Kupplungshebel einen ersten Kraftangriffsabschnitt zur Aufnahme der Kupplungsbetätigungskraft von einem Stellglied und einen zweiten Kraftangriffsabschnitt aufweist, der sich mit dem Ausrücker in Wirkverbindung befindet und an diesem einen Kraftangriffsort zur Übertragung der Kupplungsbetätigungskraft definiert. Die Erfindung schlägt vor, den Ausrücker und den Ausrückhebel so zueinander anzuordnen, dass bei Durchführung einer Ausrückbewegung zur Betätigung der Kupplung eine sich dabei ergebende radiale Auslenkung (delta y) des Kraftangriffsortes bezüglich der Ausrückachse über einen Gesamtausrückbereich, der sich aus einem Ausrückhubweg zur Betätigung der Reibungskupplung und einem Kupplungsverschleißweg und/oder einem Toleranzwegbereich bestimmt, minimiert ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Ausrückeinrichtung zur Betätigung einer Reibungskupplung eines Kraftfahrzeuges, insbesondere für eine trockene Reibungskupplung, welche mittels eines verschwenkbaren Kupplungshebels über einen um eine Getriebeeingangswelle angeordneten und dort auf einem Führungsrohr axial geführten Ausrücklager betätigt werden kann. Derartige Ausrückeinrichtungen und Kupplungsanordnungen sind seit langem in der Automobilindustrie bekannt und können in gedrückter und in gezogener Bauweise ausgeführt werden.
  • Eine gattungsgemäße Ausrückeinrichtung zur Betätigung einer gezogenen Reibungskupplung ist zum Beispiel in der DE 34 14 836 A1 offenbart und in der vorliegenden Anmeldung mit einer zugeordneten Reibungskupplung in 1 schematisch dargestellt.
  • Die Reibungskupplung 1 ist axial zwischen einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine und einem ebenfalls nicht dargestellten Getriebe angeordnet und umfasst ein mit der Kurbelwelle 8 der Brennkraftmaschine verbundenes Schwungrad 4, eine durch eine Membranfeder 11 in Richtung des Schwungrades 4 belastbare Druckplat te 3 und eine beidseitig mit einem Belag versehene Kupplungsscheibe 5, die über eine verzahnte Nabe 12 mit der koaxial zur Kupplung 1 geführten Eingangswelle 14 des Getriebes verbunden ist.
  • Die Ausrückeinrichtung 16 zur Betätigung der Reibungskupplung 1 umfasst einen Ausrücker 18, welcher auf einer am Getriebegehäuse 6 konzentrisch zur Getriebeeingangswelle 14 festgelegten Führungshülse 7 axial gleitbeweglich verlagerbar ist. Der Ausrücker 18 greift kupplungsseitig über ein Koppelelement 2 an Zungenenden der Membranfeder 11 und in der Nähe des getriebeseitigen Endes axial über eine plane Anlagefläche 20 an einem Endbereich 19 eines Kupplungshebels 9 an. Der Kupplungshebel 9 ist am Getriebegehäuse 6 um einen Drehpunkt 22 verschwenkbar gelagert und leitet entsprechend der Hebelübersetzung eine mittels eines Stößels 10 eines nicht dargestellten Stellgliedes, bspw. eines Druckzylinders, eingeleitete Betätigungskraft auf den mit dem Ausrücker 18 in Kontakt stehende Endbereich 19, der als Kraftangriffsabschnitt ausgebildet ist, und auf den Ausrücker 18 weiter.
  • Bei einer Bewegung des Ausrückhebels 9 entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgt eine axiale Bewegung des Ausrückers 18 in Richtung des Pfeiles G, wobei die Reibungskupplung 1 ausgerückt und die Drehmitnahmeverbindung zwischen der Kurbelwelle 8 und der Getriebeeingangswelle 14 aufgehoben wird. Bei einer Bewegung des Ausrückhebels 9 im Uhrzeigersinn erfolgt eine Bewegung des Ausrückers 18 in Richtung des Pfeiles F, wobei die Reibungskupplung 1 eingerückt und die Drehmitnahmeverbindung zwischen der Kurbelwelle 8 und der Getriebeeingangswelle 14 wieder hergestellt wird.
  • Der am Ausrücker angreifende Endbereich 19 des Kupplungshebels 9 und die Anlagefläche 20 sind paarig um die Getriebeeingangswelle 14 bzw. um das für die axiale Führung des Ausrückers 18 feststehende Führungsrohr 7 ausgebildet. Es ist ferner ersichtlich, dass die mit dem Ausrücker 18 in Kontakt stehenden Endbereiche 19 des Kupplungshebels 9 jeweils einen konvex, zumindest abschnittweise kreiszylindrisch geformten Nocken 21 aufweisen, welche am Ausrücker 18 an den Anlageflächen 20 anliegen, wodurch sich idealerweise an der Kontaktstelle eine Linienberührung der Wirkpartner ergibt. Zur Erzeugung einer möglichst großen Ausrückkraft ist der am Stellglied wirksame Arm 24 des Kupplungshebels 9 deutlich länger ausgebildet als der am Nocken 21 wirkende Hebelarm 26.
  • Die Anmelderin der o.g. Druckschrift stellt derartige Ausrückeinrichtungen seit einigen Jahren in Serie her, wobei der am Ausrücker angreifende Nocken üblicherweise einen Radius R von 12mm (Nockenradius) aufweist.
  • Die Kinematik der Ausrückeinrichtung wird dadurch bestimmt, dass beim Ausrücken der Reibungskupplung. der Nocken eine Kreisbahn um den Drehpunkt des Kupplungshebels beschreibt, während der Ausrücker eine Axialbewegung au dessen Führungsrohr ausführt. Daraus ergibt sich, dass die Kontaktstelle, d.h. der Kraftangriffsort am Ausrücker räumlich nicht fixiert ist, sondern sich mit fortschreitender Ausrückbewegung sowohl auf der radialen Anlagefläche des Ausrückers als auch auf der Oberfläche des Nockens verschiebt. Die dadurch resultierende Bewegung der Kontaktstelle ergibt sich aus der Überlagerung einer Abwälzbewegung und einer radial bezüglich der Ausrückerachse wirkenden Gleitbewegung, die den bei einer Komponentenzerlegung der Kreisbahn in kartesische Koordinaten wirkenden Anteil quer zur Ausrückachse repräsentiert. Dieser Gleitbewegungsanteil führt aufgrund einer als Normalkraft wirkenden Ausrückervorlastkraft zu einer Querkraft auf den Ausrücker und damit ebenso auf das Führungsrohr. Gleichzeitig wird durch die radiale Verlagerung der Kontaktstelle und der unter einem Winkel zur Ausrückachse angreifenden Betätigungskraft am Ausrücker ein Kippmoment erzeugt, welches zu unerwünschten Reibungsverlusten zwischen Ausrücker und Führungsrohr führt.
  • Um diese Reibungsverluste und mögliche Selbsthemm- und Klemmeffekte zu vermeiden, wird die bekannte Ausrückeinrichtung so ausgelegt, dass im Neuzustand bei einer Kupplungsbetätigung die Kontaktstelle zur Krafteinleitung auf den Ausrücker eine möglichst kleine und über eine Ausrückbewegung möglichst konstante Radiallage zur Ausrückachse einnimmt. Für diesen Fall beschreibt die Bahnkurve des Kraftangriffspunktes bei einer Ausrückbewegung einen Kreisbahnabschnitt, welcher ein lokales Maximum der Radialverschiebung, d.h. den Zenit, einschließt. Somit wird beim Verschwenken des Kupplungshebels die für die Ausrückbewegung erforderliche Axialkomponente der Kreisbahn maximiert und gleichzeitig die Radialkomponente minimiert. Über den zum sicheren Ausrücken der Reibungskupplung vom Ausrücker zurückzulegenden Ausrückweg ist die Bahnkurve der Kontaktstelle näherungsweise symmetrisch zu einer Lateralebene der Ausrückerachse ausgebildet, wie dieses aus 2 ersichtlich wird, welche die radiale Verschiebung des Kraftangriffspunktes delta y in Abhängigkeit vom axial zurückgelegten Ausrückweg für einen Ausrückhub von 14mm darstellt. Die Nulllage der Abszisse stellt geometrisch den Verlauf der Ausrückachse dar. In der Ausgangslage des Ausrückers, also zu Beginn eines Ausrückvorganges, weicht die Kontaktstelle etwa 2,5mm und bei vollständig ausgerückter Kupplung etwa 2,7mm von der Ausrückerachse ab. Die Maximalposition beträgt ca. 3mm, woraus sich im Beispiel eine maximale Radialverschiebung über einen Ausrückhub von 0,5mm ergibt.
  • Die erläuterte Grundkonzeption gemäß dem Stand der Technik hat jedoch den entscheidenden Nachteil, dass die auf den Ausrücker wirkende Querkraft im Verlauf eines Ausrückhubes eine Richtungsumkehr erfährt und damit zu einer Unstetigkeit im Bewegungsablauf führt, welche über die Kupplungspedalcharakteristik vom Fahrzeugführer als störend empfunden wird bzw. negative Einflüsse auf die Regelung eines Stellgliedes zur Folge hat. Die Gesamtheit der damit verbundenen Unstetigkeiten ist in der Fachliteratur unter dem Begriff "Harsh Engagement" bekannt geworden.
  • In 3 sind die Ausrückkraft an einer Kupplung, der pneumatische Druck in einem Druckzylinder und die Stößelkraft des Ausrückzylinders über den Ausrückweg für einen Betätigungszyklus, d.h. Ausrücken und Einrücken, einer aus dem Stand der Technik bekannten Ausrückeinrichtung dargestellt. Die Unstetigkeitsstellen bilden sich durch die umrahmten lokalen Extremwerte in den Kurvenverläufen ab. Die Hysterese im Kraft- bzw. Druckverlauf spiegelt die im Gesamtsystem auftretenden Reibvorgänge zwischen den in Eingriff stehenden Elementen wider.
  • Der für einen Ausrücker vorzuhaltende Ausrückwegbereich auf der Schiebehülse wird neben dem zum Ausrücken der Kupplung erforderlichen Ausrückhub von beispielsweise etwa 12-14mm durch einen Verschleißweg und einen Toleranzwegbereich bestimmt. Der Verschleißweg, der im nachfolgenden Beispiel gemäß 4 maximal 17mm betragen kann, ergibt sich aus der mit der Gebrauchsdauer der Reibungskupplung wachsenden Verringerung der Kupplungsbelagstärke, welche zu einer Axialverlagerung der Druckplatte in Richtung des Schwungrades und dadurch zu einer Verkippung der Membranfeder führt, wodurch schließlich der Ausrücker im Verhältnis der durch die Membranfeder bewirkten Hebelübersetzung seine Axiallage kontinuierlich verändert und der Ausrückwegbereich axial stetig verschoben wird. Bei der in 1 dargestellten Ausrückeinrichtung wandert der Ausrücker bei einem Belagverschleiß in Richtung der Kupplung. Der Toleranzwegbereich berücksichtigt Toleranzen des Einbaumaßes der Kupplung und der Ausrückeinrichtung, die üblicherweise etwa 10-20mm betragen können. Der Ausrückweg, der Verschleißweg und der Toleranzwegbereich definieren in Summe einen Gesamtausrückbereich mit einer Erstreckung von etwa 40 bis 50mm.
  • Die Axiallage des Ausrückers, bei der die oben beschriebene Querkraftrichtungsumkehr auftritt, ist demzufolge abhängig vom Verschleißzustand und der damit einhergehenden axialen Verlagerung des Ausrückhubes innerhalb des Ausrückwegbereiches sowie von den Toleranzen des Einbaumaßes der Kupplung. Aus diesen Gründen ist die Lage des Querkraftrichtungsumkehrpunktes (Harsh-Engagement-Punkt) nicht vorbestimmbar und zudem über den Verschleißweg der Kupplung veränderlich.
  • In 4 ist für einen Nockenradius R von 12mm und eine wirksame Hebellänge L von 23mm die sich daraus ergebende Bahnkurve a des Kraftangriffspunktes und innerhalb des Toleranzwegbereiches drei verschiedene axiale Einbaulagen A, B, C eines Ausrückers eingezeichnet, die den eingerückten, d.h. im Normalfall geschlossenen Zustand einer neuen Kupplung darstellen. Es kann ein Ausrückhub von 12mm mit einer zusätzlichen Reserve von 2mm, also insgesamt 14mm, realisiert werden. Der vorgehaltene Verschleißweg beträgt hierbei 17mm. Im Neuzustand werden je nach Einbaulage von dem Ausrücker jeweils die Abschnitte AA'; BB' bzw. CC' zurückgelegt, wobei sich die bezüglich der Ausrückachse vom Kraftangriffspunkt ergebende Radialverschiebung delta y aus der Differenz der minimalen und maximalen Position des Kraftangriffspunktes des jeweils zugeordneten Abschnitts der Kurve a ergibt.
  • Im Neuzustand mit Einbaulage an der in der 4 rechten Grenze des Toleranzbereiches verläuft die Bahnkurve AA' nur in der oberen Halbebene, wobei sich der Kraftangriffspunkt zu Beginn des Ausrückens 2,6mm und bei vollständig ausgerückter Kupplung 2,8mm im Abstand zur Ausrückachse befindet. Der Kraftangriffspunkt erfährt eine maximale Entfernung von der Ausrückachse von 3,0mm, woraus sich eine Radialverschiebung von 0,4mm ergibt.
  • Aus der 4 ist zu entnehmen, dass bei einer Ausschöpfung des Toleranzwegbereiches der Kraftangriffspunkt über einen Ausrückhub mit zunehmendem Kupplungsverschleiß eine zunehmend vergrößerte Radialverschiebung erfährt. Am Lebensdauerende beträgt diese im ungünstigsten Fall 4,8mm, wobei der Kraftangriffspunkt bei einem Ausrückhub die Nulllage, d.h. die Ausrückachse überfährt. Die auf den Ausrücker einwirkende Querkraftkomponente wird mit steigender Gebrauchsdauer also verstärkt, was erhöhte Reibungsverluste und eine Einbuße des Betätigungskomforts nach sich zieht.
  • Eine Veränderung der Hebelauslegung, d.h. eine Verlängerung des am Ausrücker angreifenden Hebelarmes und eine damit zu erzielende "Abflachung" der Verschwenkkurve ist infolge der an einem Kraftfahrzeug vorgegebenen engen Bauraumverhältnisse nicht möglich.
  • Die Erfindung stellt sich vom erläuterten Stand der Technik ausgehend die Aufgabe, die aus dem Zusammenwirken des Kupplungshebels mit dem Ausrücker resultierenden nachteiligen Effekte (Harsh-Engagement) mit einfachen Mitteln zu reduzieren.
  • Die Aufgabe wird durch eine gattungsgemäße Ausrückeinrichtung gelöst, welche zusätzlich die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs aufweist.
  • Die Erfinder haben zunächst grundlegend erkannt, dass als Maß für den Harsh-Engagement-Effekt die radiale Verschiebung des Kraftangriffspunktes delta y betrachtet werden kann. Davon ausgehend wurde abgeleitet, dass für die Optimierung des Ausrückvorganges und damit für die Kinematik des Kupplungshebels und des Ausrückers nicht nur die vom Kraftangriffspunktes durchfahrene Bahnkurve eines Ausrückhubes im Neuzustand bei einer bezüglich einer Einbautoleranz günstigsten Einbaulage zu berücksichtigen ist, sondern dass vielmehr der gesamte Ausrückwegbereich des Ausrückers vom Beginn bis zum Lebensdauerende, d.h. inklusive des Belagverschleißes und einschließlich einer Einbautoleranz zu betrachten ist.
  • Die Erfinder schlagen zur Minimierung des Harsh-Engagement-Effektes, d.h. zur Minimierung der Radialverschiebung des Kraftangriffspunktes vor, den Ausrücker und den Ausrückhebel so zueinander anzuordnen, dass bei Durchführung einer Ausrückbewegung zur Betätigung der Kupplung eine sich dabei ergebende radiale Auslenkung (delta y) des Kraftangriffsortes bezüglich der Ausrückachse über einen Gesamtausrückbereich, der sich aus einem Ausrückhubweg zur Betätigung der Reibungskupplung und einem Kupplungsverschleißweg und/oder einem Toleranzwegbereich bestimmt, minimiert ist.
  • Dazu ist es beispielsweise möglich, bei einem vorgebenen Kupplungshebel mit festgelegtem Drehpunkt und Hebelarmlängen den Nockenradius gegenüber dem Stand der Technik zu reduzieren, wobei die sich in Abhängigkeit von den verwendeten Werk stoffen ergebende erhöhte Flächenpressung im Kontaktpunkt eine limitierende Größe darstellt.
  • In 4, Kurve b wurde der Nockenradius auf 1 mm reduziert, was im Neuzustand der Kupplung bei Zurücklegung des Ausrückweges AA' zu einer gegenüber der Kurve a größeren Radialverschiebung delta y von ca. 2,1mm führt, wohingegen die während der Gesamtlebensdauer maximal zu erwartende Verschiebung nur ca. 2,7mm beträgt, sich also gegenüber der Kurve a etwa halbiert hat mit der Folge einer beachtlichen Reduzierung des Harsh-Engagement-Effektes. Kurve c stellt zum Vergleich eine Bahnkurve der Kontaktstelle mit einem Nockenradius von 16mm dar.
  • In vorteilhafter Weise kann die Ausrückeinrichtung in Abhängigkeit von der an der Kontakstelle wirkenden Länge L des Kupplungshebels, d.h. dem am Ausrücker wirkenden Verschwenkradius, wie nachfolgend angegeben optimiert werden:
    für L < 60 mm → L/R = 30...60
    für L ≥ 60 mm und L < 100 mm → L/R = 20...80
    für L ≥ 100 mm → L/R = 100
    R – Nockenradius am Kupplungshebel.
  • Alternativ zu einer Verringerung des Nockenradius kann dazu gleichwirkend der Drehpunkt des Kupplungshebels axial verlagert werden, was jedoch im Einzelfall aus Bauraumzwängen innerhalb der Kupplungsglocke schwieriger oder nicht zu realisieren ist. Beispielsweise kann, um den gewünschten Effekt zu erzielen, anstelle einer Verringerung des Nockenradius der Drehpunkt in Richtung Kupplung verschoben werden.
  • Gemäß einem weiteren Lösungsgedanken wird vorgeschlagen, die Geometrie des Kontaktbereiches von Kupplungshebel und Ausrücker so zu modifizieren, dass Verzahnungsgesetze zur Anwendung kommen, wodurch der Einfluss der richtungswechselnden Querkraft auf den Ausrücker reduziert werden kann. Die Wirkungspartner können somit als Zahnflanken einer Verzahnung ausgebildet und so beschaffen sein, dass eine gleichförmige Bewegungsübertragung vom Kupplungshebel auf den Ausrücker erreicht wird, dass die beiden Elemente sich gerade so bewegen, als würden sie sich nur mit den Teil- oder Wälzkreisen berühren und im Berührungspunkt die gleiche Umfangsgeschwindigkeit haben. Dem Fachmann sind hierzu zahlreiche Varianten bekannt, bspw. die Ausbildung als Evolventen-, Zykloiden- oder Hohltriebverzahnung.
  • Bei einer Kupplung mit einem Verschleißausgleich und/oder mit einer Justagevorrichtung zum Toleranzausgleich des Einbaumaßes ergeben sich zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten infolge des reduzierten erforderlichen Ausrückwegbereiches des Ausrückers. Beispielsweise bietet es sich in diesem Fall an, den Umkehrpunkt der Querkraft auf die Ausrückachse zu legen. Desweiteren kann die Bahnkurve der Kontaktstelle so zum Ausrücker angeordnet werden, dass die bei einem Ausrückvorgang beschriebene Kurve entweder vollständig vor oder nach dem Umkehrpunkt liegt.
  • Weitergehend wird vorgeschlagen, die Bahnkurve so anzuordnen, dass diese bei einem Ausrückvorgang bezüglich der Ausrückachse innerhalb eines Radialbereiches zwischen der Ausrückachse und dem Umkehrpunkt, d.h. der maximalen Radialabweichung delta y, liegt.

Claims (1)

  1. Ausrückeinrichtung zur Betätigung einer Reibungskupplung eines Kraftfahrzeuges, umfassend – einen axial, entlang einer Ausrückachse verschiebbaren Ausrücker, der zur Übertragung einer Kupplungsbetätigungskraft mit einem Ausrückorgan der Reibungskupplung wirkverbunden ist, – einen um einen Drehpunkt schwenkbar am Fahrzeug gelagerten Kupplungshebel, dessen Verschwenkebene die Ausrückachse im Wesentlichen einschließt, wobei der Kupplungshebel – einen ersten Kraftangriffsabschnitt zur Aufnahme der Kupplungsbetätigungskraft von einem Stellglied und – einen zweiten Kraftangriffsabschnitt aufweist, der sich mit dem Ausrücker in Wirkverbindung befindet und an diesem einen Kraftangriffsort zur Übertragung der Kupplungsbetätigungskraft definiert, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausrücker und der Ausrückhebel so zueinander angeordnet sind, dass bei Durchführung einer Ausrückbewegung zur Betätigung der Kupplung eine sich dabei ergebende radiale Auslenkung (delta y) des Kraftangriffsortes bezüglich der Ausrückachse über einen Gesamtausrückbereich, der sich aus einem Ausrückhubweg zur Betätigung der Reibungskupplung und einem Kupplungsverschleißweg und/oder einem Toleranzwegbereich bestimmt, minimiert ist.
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