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Die
vorliegende Erfindung betrifft generell ein Verfahren sowie ein
System zum Durchführen
eines Gewinnspiels.
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Mit
der zunehmenden Verbreitung elektronischer Übertragungs- und Kommunikationsnetze
und deren Einzug in das Privatleben der Menschen werden immer häufiger auch
Gewinnspiele unter zumindest teilweiter Nutzung solcher Netze angeboten
und durchgeführt.
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Beispielsweise
ist aus der
DE 198
33 218 A1 ein Telefonspielsystem bekannt, welches eine
einer zentralen Telefonanlage zugeordnete Teilnehmer-Identifizierungseinheit,
eine Zähleinheit
zum Zählen
von Anrufen von Teilnehmern sowie eine der Zähleinheit nachgeordnete Vergleichseinheit
zum Vergleichen des Zählwerts
der Zähleinheit
mit zumindest einer vorgegebenen Zahl umfasst. Weiterhin ist eine
Kommunikationseinheit vorgesehen, die bei Übereinstimmung des Zählwerts
mit der zumindest einen vorgegebenen Zahl den zum übereinstimmenden
Zählwert
gehörenden
Teilnehmer über
den durch die Übereinstimmung
gegebenen Gewinnfall informiert. Damit soll ein einfaches jederzeitiges
Mitspielen für
die Teilnehmer gesichert werden, welches bestimmte Anrufer, beispielsweise
jeden 100., 500. oder 1000. Anrufer, zu Gewinnern macht.
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Aus
einer anderen Druckschrift, der
DE 100 07 091 A1 , ist beispielsweise ein
Verfahren zur Ermittlung und Wiedergabe von Gewinnquoten ergebnisorientierter
Wettspiele, beispielsweise von Sportwetten mit festen Gewinnquoten,
bekannt. Mit diesem Verfahren soll es ermöglicht werden, jederzeit und überall die
Gewinnquoten individueller Wettspiele kostengünstig und individuell zu ermitteln
und wiederzugeben.
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Die
letztgenannte Lösung
soll es einem Nutzer ermöglichen,
durch eine Eingabe die Gewinnquoten von ergebnisorientierten Wettspielen über eine Telekommunikationsverbindung
jederzeit und überall in
Erfahrung bringen zu können.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie ein System
zum Durchführen
eines Gewinnspiels bereitzustellen, bei dem das Gewinnspiel auf
der Basis einer Abfolge bestimmter Ereignisse durchgeführt wird.
Dabei soll sich die Situation, ob eine Gewinnsituation vorliegt
oder nicht, dadurch ergeben, ob eine bestimmte, vorgegebene Reihenfolge
bestimmter Ereignisse eintritt oder nicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
das Verfahren mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 sowie
das System mit den Merkmalen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
14. Weitere Vorteile, Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung sowie der Zeichnung. Merkmale, Vorteile und Details,
die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben sind,
gelten dabei selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System, und umgekehrt.
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Selbstverständlich ist
die Erfindung nicht auf die Durchführung von Gewinnspielen, die
bestimmte Ereignisse betreffen, beschränkt. Auch ist die Erfindung
nicht auf das Auftreten einer bestimmten Anzahl unterschiedlicher
Ereignisse beschränkt.
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Im
Folgenden wird die Erfindung zur besseren Verdeutlichung bisweilen
anhand von Ereignissen in Form von Fußballspielen beschrieben, ohne dass
die Erfindung jedoch auf dieses eine konkrete Beispiel beschränkt wäre. Im Fall
eines Fußballspiels können Ereignisse
beispielsweise darin bestehen, dass die ausgewählte Fußballmannschaft gewinnt, verliert
oder unentschieden spielt.
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Gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren bereitgestellt, das durch
folgende Schritte gekennzeichnet ist:
- a) es
werden elektronisch ein oder mehrere Stammdatensätze erzeugt, jeweils bestehend
aus einer Zeichenabfolge mehrerer ereignisbezogener Zeichen, wobei
die Zeichenabfolge wenigstens zwei unterschiedliche Zeichentypen
umfasst und wobei jeder Zeichentyp einem bestimmten Ereignis entspricht;
- b) für
jeden Stammdatensatz wird elektronisch ein Identifizierungscode
erzeugt, der mit dem dazugehörigen
Stammdatensatz automatisch zu einer Ereignisdatei verknüpft wird;
- c) jede Ereignisdatei wird auf ein Speichermedium gespeichert
und auf einen Nutzer übertragen;
- d) bei Eintritt einer bestimmten Ereignisabfolge, die zumindest
einer Untermenge der ereignisbezogenen Zeichen und/oder einer Untermenge
der Zeichenabfolge wenigstens einer Ereignisdatei entspricht, wird
die entsprechende Ereignisdatei vom Nutzer auf eine Rechnereinheit übertragen und
in einer Speichereinheit zumindest temporär abgespeichert;
- e) die Identifizierungscodes aller übertragenen Ereignisdateien
werden elektronisch mit einem Referenzcode verglichen;
- f) bei Übereinstimmung
des Referenzcodes mit einem Identifizierungscode wird der der entsprechenden
Ereignisdatei zugehörige
Nutzer automatisch ermittelt und benachrichtigt.
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Um
das erfindungsgemäße Verfahren
durchzuführen,
werden zunächst
in Bezug auf die Ereignisse, die dem Gewinnspiel zugrunde gelegt
werden sollen, bestimmte Stammdatensätze erzeugt. Diese Stammdatensätze können besonders
vorteilhaft mittels einer Rechnereinheit, beispielsweise unter Zuhilfenahme
eines Zufallsgenerators, erzeugt werden.
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Ein
erzeugter Stammdatensatz umfasst dabei eine Zeichenabfolge mehrerer
ereignisbezogener Zeichen. Dabei ist die Erfindung nicht auf eine
bestimmte Ausgestaltung der Zeichenabfolge, insbesondere nicht auf
eine bestimmte Art und Anzahl von ereignisbezogenen Zeichen, beschränkt. Einige
nicht ausschließliche
Beispiele hierzu werden im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläutert.
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Voraussetzung
für die
Zeichenabfolge ist lediglich, dass diese wenigstens zwei unterschiedliche Zeichentypen
umfasst, wobei jeder Zeichentyp einem bestimmten Ereignis entspricht.
Das bedeutet, dass die Zeichenabfolge eine bestimmte Abfolge von wenigstens
zwei unterschiedlichen Ereignissen widerspiegelt.
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Der
auf diese Weise insbesondere automatisch erzeugte Stammdatensatz
wird anschließend mit
einem elektronisch erzeugten Identifizierungscode verknüpft. Auf
diese Weise kann jeder erzeugte Stammdatensatz beziehungsweise jede
Zeichenabfolge ereignisbezogener Zeichen mittels des Identifizierungscodes
individualisiert werden. Jeder erzeugte Stammdatensatz wird mit
dem dazugehörigen Identifizierungscode
zu einer Ereignisdatei verknüpft. Auf
diese Weise kann sichergestellt werden, dass jeder der erzeugten
Ereignisdateien nur ein einziges Mal vorkommt. Durch die Erzeugung
der Stammdatensätze
allein kann die Situation auftreten, dass identische Zeichenabfolgen
ereignisbezogener Zeichen mehrfach erzeugt werden.
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Die
Identifizierungscodes hingegen werden vorzugsweise derart erzeugt,
dass jeder Identifizierungscode nur ein einziges Mal erzeugt wird.
Die aus einer Kombination von Stammdatensatz und Identifizierungscode
bestehende Ereignisdatei ist somit in ihrer Gesamtheit auch nur
ein einziges Mal vorhanden.
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Die
erzeugten Ereignisdateien werden anschließend auf ein geeignetes Speichermedium
gespeichert und dann auf die Nutzer übertragen. Auf diese Weise
erhält
jeder Nutzer eine auf ihn individualisierte Zeichenabfolge ereignisbezogener
Zeichen, die bei der Durchführung
des Gewinnspiels herangezogen werden können.
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Die
Durchführung
des Gewinnspiels an sich stellt sich dabei generell wie folgt dar.
Wenn nun eine bestimmte Abfolge von Ereignissen auftritt, die zumindest
einer Untermenge ereignisbezogener Zeichen und/oder einer Untermenge
der Zeichenabfolge wenigstens einer Ereignisdatei entspricht, wird
diese Ereignisdatei, die zuvor auf den Nutzer übertragen wurde, von diesem
auf eine Rechnereinheit übertragen
und in einer Speichereinheit zumindest temporär abgespeichert. Die Speichereinrichtung
kann beispielsweise Bestandteil der Rechnereinheit sein. Ebenso
ist es denkbar, dass die Speichereinrichtung von der Rechnereinheit
unabhängig
ist und dass die übertragenen
Ereignisdateien von der Rechnereinheit zu dieser Speichereinrichtung übertragen
werden.
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In
der Rechnereinheit kann die der eingetretenen Ereignisabfolge entsprechende
Zeichenabfolge ereignisbezogener Zeichen ebenfalls abgespeichert
werden. Wenn nun die Ereignisdatei übertragen wird, kann in der
Rechnereinheit zunächst überprüft werden,
welche Zeichenabfolgen der Stammdatensätze mit der Zeichenabfolge
der tatsächlich
eingetretenen Ereignisabfolge übereinstimmen.
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Erfindungsgemäß werden
auf jeden Fall die Identifizierungscodes aller übertragenen Ereignisdateien
elektronisch mit einem Referenzcode verglichen. Dieser Referenzcode
kann, beispielsweise an anderer Stelle und/oder zu einer anderen
Zeit, zunächst
elektronisch erzeugt werden beziehungsweise worden sein. Die Erzeugung
des Referenzcodes kann beispielsweise auf die gleiche Weise erfolgen, wie
dies im Zusammenhang mit der Erzeugung des Identifizierungscodes
beschrieben worden ist.
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Sofern
sich eine Übereinstimmung
des Referenzcodes mit einem der Identifizierungscodes ergibt, wird
der der entsprechenden Ereignisdatei zugehörige Nutzer automatisch ermittelt
und benachrichtigt.
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Vorteilhaft
kann vorgesehen sein, dass alle auf die Rechnereinheit übertragenen
Ereignisdateien elektronisch in einer Auswahldatei zusammengefasst und
in einer Speichereinheit abgespeichert werden. Auf diese Weise kann
der anschließende
Vergleich der Identifizierungscodes mit dem Referenzcode vereinfacht
werden, da hierfür
nur noch eine einzige Datei überprüft werden
muss.
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Diesbezüglich sind
grundsätzlich
verschiedene Vorgehensweisen möglich.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die in der Rechnereinheit
erstellte Auswahldatei zum Vergleich mit dem Referenzcode zu einer
weiteren, von der ersten Rechnereinheit unabhängigen Rechnereinheit, übertragen
wird. Das hätte
den Vorteil, dass der eigentliche Vergleich der Identifizierungscodes
mit dem Referenzcode, und damit die eigentliche Gewinnermittlung,
auf einer zentralen Rechnereinheit durchgeführt werden könnte. Die Übertragung
der Ereignisdateien könnte
beispielsweise zunächst
auf anderen Rechnereinheiten erfolgen, die beispielsweise bestimmte
geographische Gebiete oder dergleichen abdecken. Dort könnten dann
jeweils entsprechende Teil-Auswahldateien erzeugt und zu der zentralen Rechnereinheit übertragen
werden. In dieser zentralen Rechnereinheit könnten die einzelnen Teil-Auswahldateien
anschließend
zu einer Gesamt-Auswahldatei
zusammengefasst werden.
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In
anderer Ausgestaltung kann beispielsweise vorgesehen sein, dass
nur eine einzige Rechnereinheit vorgesehen ist und dass die in der
Rechnereinheit erstellte Auswahldatei in der Rechnereinheit selbst
mit dem Referenzcode verglichen wird.
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Auch
die Stammdatensätze
können
auf unterschiedliche Weise erzeugt und ausgestaltet werden. Nachfolgend
werden diesbezüglich
einige nicht ausschließliche
Beispiele näher
erläutert.
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Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass elektronisch ein oder mehrere Stammdatensätze erstellt
wird/werden, der/die jeweils aus einer Zahlenabfolge unterschiedlicher
Zahlen besteht/bestehen. Natürlich
ist Erfindung nicht nur auf Zahlen beschränkt. Denkbar ist generell auch
jede Form alphabetischer, numerischer, alpha-numerischer Zeichen und
dergleichen.
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Besonders
vorteilhaft können
die Zahlen der Zahlenfolge aus den Ziffern „0" und „1" gebildet werden. Eine solche Zahlenabfolge
ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn es sich bei den Ereignissen um
Fußballspiele
handelt. Wenn ein Ereignis beispielsweise darin besteht, dass die
zu betrachtende Fußballmannschaft
ein Spiel gewinnt, könnte
für dieses
Ereignis die Ziffer „1" gewählt werden.
Wenn die Fußballmannschaft
unentschieden spielt, könnte
für dieses
Ereignis die Ziffer „0" gewählt werden.
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Wie
weiter oben beschrieben wurde, ist die Zeichenabfolge nicht auf
eine bestimmte Anzahl von Zeichen beschränkt. Vorteilhaft kann der wenigstens eine
Stammdatensatz jedoch in Form einer Zeichenabfolge von sechs Zeichen
erstellt werden.
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In
weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Untermenge,
bei der eine Ereignisdatei vom Nutzer auf eine Rechnereinheit übertragen
wird, eine Anzahl von vier ereignisbezogenen Zeichen und/oder eine
Zahlenabfolge von vier ereignisbezogenen Zeichen umfasst.
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Vorzugsweise
kann vorgesehen sein, dass als Stammdatensätze Zeichenabfolgen mehrerer Zeichen
von wenigstens zwei unterschiedlichen Zeichentypen in beliebiger
Reihenfolge erstellt werden. Dies kann beispielsweise unter Zuhilfenahme
eines Zufallsgenerators realisiert werden.
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Auch
der Identifizierungscode kann auf unterschiedliche Weise erzeugt
beziehungsweise ausgestaltet werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass der Identifizierungscode in Form einer mehrstelligen Ziffernkombination,
insbesondere als 7-stellige Ziffernkombination, erzeugt wird. Natürlich sind
auch andere Zeichentypen denkbar, beispielsweise alphabetische Zeichen,
alphanumerische Zeichen und dergleichen.
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Die
vorliegende Erfindung ist des Weiteren auch nicht auf bestimmte
Arten von Speichermedien, auf denen die Ereignisdateien gespeichert
werden, beschränkt.
Beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, kann die wenigstens
eine Ereignisdatei auf einem als Chipkarte ausgebildeten Speichermedium abgespeichert
werden. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Ereignisdatei auf ein
Printmedium gedruckt wird.
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In
weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass bei Eintritt bestimmter
Ereignisse die Ereignisabfolge gemäß Schritt d) des erfindungsgemäßen Verfahrens
weiter oben unterbrochen und Schritt d) erneut gestartet wird. Auf
diese Weise können
bestimmte Ereignisse dazu führen,
dass der Schritt der Gewinnermittlung unterbrochen und neu gestartet wird.
Bei dem oben genannten Beispiel, bei dem die Ereignisse Fußballspiele
darstellen, könnte
es sich bei einem solchen Ereignis beispielsweise um eine Situation
handeln, in der die zu betrachtende Fußballmannschaft ein Fußballspiel
verliert.
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Vorzugsweise
kann die von einem Nutzer auf die Rechnereinheit zu übertragene
Ereignisdatei mit zusätzlichen
nutzerspezifischen Daten verknüpft
und anschließend
zur Rechnereinheit übertragen
werden. Auf diese Weise kann die Ermittlung und Benachrichtigung
eines Nutzers, dem eine Ereignisdatei zugeordnet ist, bei der es
zu einer Übereinstimmung
des Referenzcodes mit dem Identifizierungscode gekommen ist, weiter
vereinfacht werden. Bei den nutzerspezifischen Daten kann es sich
beispielsweise um Daten bezüglich
des Namens des Nutzers, der Anschrift des Nutzers und dergleichen
handeln.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird auch ein System zum Durchführen eines Gewinnspiels
auf der Basis einer Abfolge bestimmter Ereignisse bereitgestellt,
dass erfindungsgemäß durch
die folgenden Merkmale gekennzeichnet ist: Mittel zum elektronischen
Erstellen wenigstens eines Stammdatensatzes, wobei der wenigstens
eine Stammdatensatz aus einer Zeichenabfolge mehrerer ereignisbezogener
Zeichen besteht, wobei die Zeichenabfolge wenigstens zwei unterschiedliche
Zeichentypen umfasst und wobei jeder Zeichentyp einem bestimmten
Ereignis entspricht; Mittel zum elektronischen Erzeugen eines Identifizierungscodes
für jeden
Stammdatensatz; Mittel zum automatischen Verknüpfen des wenigstens einen Stammdatensatzes
und des wenigstens einen Identifizierungscodes zu wenigstens einer
Ereignisdatei; wenigstens ein Speichermedium zum Abspeichern der
wenigstens einen Ereignisdatei; wenigstens eine Rechnereinheit, auf
die zumindest eine Untermenge aller Ereignisdateien übertragen
wird oder werden kann; wenigstens eine Speichereinheit zum zumindest
temporären
Abspeichern der übertragenen
Ereignisdateien; Mittel zum elektronischen Vergleichen der Identifizierungscodes
aller übertragenen
Ereignisdateien mit einem Referenzcode; und Mittel zum automatischen
Ermitteln und Benachrichtigen eines Nutzers bei Übereinstimmung des Referenzcodes
mit einem Identifizierungscode.
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Das
System weist vorzugsweise Mittel zur Durchführung des wie vorstehend beschriebenen
erfindungsgemäßen Verfahrens
auf. Diesbezüglich wird
somit auch auf die vorstehenden Ausführungen zum erfindungsgemäßen Verfahren
vollinhaltlich Bezug genommen und hiermit verwiesen.
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Die
Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung näher
erläutert.
Dabei zeigt die einzige Figur schematisch den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
sowie Komponenten des erfindungsgemäßen Systems.
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Das
in der Figur dargestellte konkrete Ausführungsbeispiel zeigt ein Verfahren
zum Durchführen
eines Gewinnspiels auf der Basis einer Abfolge bestimmter Ereignisse,
wobei es sich bei diesen Ereignissen um Ausgänge von Fußballspielen einer bestimmten
Fußballmannschaft
handelt. Teilnehmer (Nutzer) A bis F des Gewinnspiels erhalten zu
Beginn einer Fußballsaison
ein Speichermedium, beispielsweise in Form einer Tippkarte. Jedes
Speichermedium enthält
einen Stammdatensatz 10, bestehend aus einer Zeichenabfolge
ereignisbezogener Zeichen 11. Im vorliegenden Beispiel
handelt es sich dabei um eine 6-stellige Zahlenkombination mit den Zahlen „0" (steht für ein Unentschieden
der Fußballmannschaft)
und „1" (steht für einen
Sieg der Fußballmannschaft).
Diese beiden Zahlentypen sind je Speichermedium in beliebiger Reihenfolge
hintereinander aufgeführt.
Der Stammdatensatz 10 kann elektronisch mit Hilfe eines
Zufallsgenerators erzeugt werden. Jeder Stammdatensatz 10 stellt
einen Bestandteil einer Ereignisdatei 13 dar.
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Ein
weiteres Merkmal der Ereignisdatei 13 wird durch einen
Identifizierungscode 12 gebildet, bei dem es sich um eine
individuelle 7-stellige Ziffernkombination handeln kann. In der
Ereignisdatei 13 wird der Identifizierungscode 12 mit
dem dazugehörigen
Stammdatensatz 10 verknüpft.
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Die
auf diese Weise erzeugten Ereignisdateien 13 werden auf
die einzelnen Nutzer A bis F übertragen.
Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Nutzer A bis
F Speichermedien erhalten, auf denen die Ereignisdateien 13 jeweils
abgespeichert sind. Spielt nun die Fußballmannschaft eine bestimmte
Anzahl von Spielen ohne Niederlage, was dem Eintritt einer bestimmten
Ereignisabfolge und damit zumindest einer Untermenge der gesamten Zeichenabfolge
im Stammdatensatz 10 entspricht (beispielsweise soll die
Fußballmannschaft
mindestens vier Spiele hintereinander ohne Niederlage spielen),
so haben sich diejenigen Nutzer A, C, D für die Auswahl beim Gewinnspiel
qualifiziert, die diese Kombination an „Sieg" und „Unentschieden" in Richtiger Reihenfolge
in Form von „1" und „0" in ihrem Stammdatensatz 10 beziehungsweise
ihrer Ereignisdatei 13 finden.
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Bei
einer Niederlage der Fußballmannschaft kann
vorgesehen sein, dass die Zählreihe
wieder von neuem beginnt. Auf diese Weise kann jeder Nutzer A bis
F an jedem der Spieltage in einer Fußballsaison in das Gewinnspiel
einsteigen.
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Die
Nutzer A, C, D, die aufgrund einer richtigen Reihenfolge an mindestens
vier Spielergebnissen einen entsprechenden Stammdatensatz 10 haben, übertragen
ihre Ereignisdatei auf eine Rechnereinheit 14, wo die eingehenden
Ereignisdateien 13 elektronisch zu einer Auswahldatei 15 zusammengefasst
werden. Um einen Gewinner später
leichter auswählen
zu können,
können
die übertragenen
Ereignisdateien 13 mit weiteren nutzerspezifischen Daten,
beispielsweise betreffend den Namen, die Adresse und dergleichen
verknüpft
und anschließend
zur Rechnereinheit 14 übertragen
werden.
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In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die in der Rechnereinheit 14 erzeugte
Auswahldatei 15 zur eigentlichen Gewinnermittlung anschließend auf
eine zweite Rechnereinheit 16 übertragen wird, bei der es
sich in diesem Fall um einen zentralen Server oder dergleichen handeln kann.
Natürlich
ist auch denkbar, dass die Gewinnermittlung in der Rechnereinheit 14 selbst
erfolgen kann.
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Um
die Gewinnermittlung vornehmen zu können, wird, vorzugsweise zu
Beginn des Gewinnspiels, in einer Instanz 19 zur Erzeugung
eines Referenzcodes ein Referenzcode 17 erzeugt. Dies kann beispielsweise
in einer Rechnereinheit, per Zufallsgenerator, unter notarieller
Aufsicht und dergleichen, geschehen. Bei dem Referenzcode 17 handelt
es sich im vorliegenden Beispiel ebenfalls um eine 7-stellige Ziffernkombination.
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Der
Referenzcode 17 wird an die Rechnereinheit 16 übertragen
und dort abgelegt. In der Rechnereinheit 16 wird der Referenzcode 17 mit
der Auswahldatei 15 verglichen, was durch den Doppelpfeil dargestellt
ist. Insbesondere werden die Identifizierungscodes 12 der
in der Auswahldatei 15 zusammengefassten Ereignisdateien 13 mit
dem Referenzcode 17 verglichen. Befindet sich exakt der
Referenzcode 17 als Identifizierungscode 12 in
einer der Ereignisdateien 13, so ist der dazugehörige Gewinnspielteilnehmer,
im vorliegenden Beispiel der Nutzer A, ein Gewinner des Gewinnspiels.
Um den Nutzer A von seinem Gewinn zu informieren, wird – vorzugsweise
automatisch in der Rechnereinheit 16 – eine Gewinn-Nachricht 18 erzeugt
und an den Nutzer A übertragen.
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In
dem vorliegenden Beispiel kann es beispielsweise so sein, dass in
der Rechnereinheit 14 zunächst alle eingehenden Ereignisdateien 13 gesammelt
und zu der Auswahldatei 15 zusammengefasst werden. Diese
Auswahldatei 15 kann dann möglicherweise verschlüsselt und
anschließend
auf die Rechnereinheit 16 zur Gewinnermittlung übertragen
werden.
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- 10
- Stammdatensatz
- 11
- ereignisbezogenes
Zeichen
- 12
- Identifizierungscode
- 13
- Ereignisdatei
- 14
- Rechnereinheit
- 15
- Auswahldatei
- 16
- zweite
Rechnereinheit
- 17
- Referenzcode
- 18
- Gewinnnachricht
- 19
- Instanz
zum Erzeugen eines Referenzcodes
- A – F
- Nutzer
des Systems (Teilnehmer des Gewinnspiels)