DE102004058824A1 - Lasten-Frachtschiff mit bordeigenem Ladesystem und auf der Krankatze aufgesetzter Schiffs- und Kranssteuerung - Google Patents
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Abstract
Das vorgeschlagene Lasten-Frachtschiff mit bordeigenem Ladesystem und auf der Krankatze aufgesetzter Schiffs- und Kransteuerung erleichtert den Last- und insbesondere den Containerverkehr zu den kleinen Häfen durch die Kombination der Eigenschaften: DOLLAR A È Die Katamaranbauweise mit geringem Tiefgang erlaubt das Anlegen in Flachwasser-Häfen auch bei Ebbe und erlaubt höhere Fahrgeschwindigkeiten als herkömmliche Verdrängerschiffe. DOLLAR A È Die symmetrische Rumpfausführung mit Fahrtrichtung über "Bug" oder "Heck" vermeidet zeitraubendes und platzintensives Wenden im Hafenbecken, insbesondere in beschränkten Platzverhältnissen. DOLLAR A È Der bordeigene Kreuzbrückenkran erlaubt das auskragende Be- und Entladen über Bug/Heck oder lateral und das Umsortieren der Ware während der Fahrt zum Gewichtsausgleich und zur Tourenbereitstellung. Dieser bordeigene Kran kann durch Wegmessung und ein Rechnerprogramm eine automatische Steuerung erhalten. DOLLAR A È Der Schiffs- und Kransteuerstand auf der Krankatze erlaubt das freie Ändern der Fahrtrichtung, beste Übersicht bei An/Ablegemanövern und volle Kontrolle der Kranarbeiten sowie volle Nutzung der Ladefläche ohne störende Einbauten. DOLLAR A È Ein Aufzugsystem am Kontrollstand gibt dem Bedienpersonal schnellen und sicheren Zugang zu den Containern oder Lasten zum Quai oder zur Wasseroberfläche. DOLLAR A Das neuartige Container- und Frachtschiff ist ideal geeignet für den Transport zwischen den kleinen Häfen weltweit oder als Verteiler (feeder) für die Großterminals.
Description
- Container oder Frachtschiffe werden im Allgemeinen mit hafeneigenen Container-Kränen oder Schwenkkränen be- und entladen. Da diese Anlagen sehr teuer sind, haben nur grosse Häfen (Containerterminals) diese installiert und ziehen damit den Schiffsverkehr auf sich. Kleinere Häfen werden nicht oder nur selten bedient. Das führt neben den systembedigten Verlustzeiten, Kosten und Nachteilen der Grossterminals zu unnötig langen Anfahrwegen über das Strassennetz.
- In den Empfehlungen der EU-Commission wird deshalb der Entwicklung des maritimen Kuzstreckenverkehrs (Short-Sea-Shipping) hohe Priorität eingeräumt.
- Die kleinen Häfen leiden i.A. an ungenügender Fahrtrinnentiefe, fehlender Bekranung und an der Konkurrenz durch den schnellen und preiswerten LKW-Strassentransport.
- Flachgehende Frachtschiffe sind bekannt in Plattboden-Ausführung. Diese sind für die Binnenschiffahrt eingesetzt mit niedrigen Geschwindigkeiten. Catamaran oder Doppelrumpfausführungen sind im Fahrgastbereich Stand der Technik, neuerdings mit hohen Fahrgeschwindigkeiten (Fast-Ship). Ozeangängige Container oder Frachtschiffe in Catamaranausführung sind dagegen noch weitgehend unbekannt, stellen aber die einzige Lösung für die kleinen Häfen dar, wenn nicht umfangreiche Vertiefungsarbeiten an allen Häfen erfolgen sollen. Diese Catamaran Frachtschiffe müssen weiterhin sehr kurze Hafenzeiten und hohe Fahrtgeschwindigkeiten anbieten, um gegen den Konkurrenten LKW-Verkehr zu bestehen.
- Bordeigene Bekranung ist insbesondere mit Schwenkkränen Stand der Technik.
- Für Containershiffe sind
EP 0 970 883 A1 als ein Binnenschiff mit Bug oder Heckentladung von Containern zu beachten und sowie US 2002/0069806 A1 und , "Container Transport Ship equipped with Gentry Crane" zum Erhöhen der Containerbeladungauf dem Schiff. Während die ersten beiden nicht für den Ozeanverkehr vorgesehen sind, ist der letztere als typischer Langstreckenfrachter mit hoher Containerdichte nicht mit autonomer Landbe- oder Entladung ausgestattet.JP59097588 - Bisherige Frachtschiffe sind mit im Heck oder Mittschiff angeordneten festen Brückeneinbauten versehen, welche ausser den Steuerständen noch die Manschafts und Technikinstallationen enthält. Dadurch geht viel Schiffsraum verloren und die Schiffe können i.A. nur mit langwierigen Wendemanövern im Hafen anlegen und abfahren.
- Die Patentanmeldung soll diese Problembereiche entscheident verbessern.
- Beschreibung der Zeichnungen
- Zeichnung 1 zeigt das Frachtschiff in der Gesamtansicht.
- Zeichnung 2 zeigt eine Sicht der Kreuzbrücke mit Blick auf den Kontrollstand von unten.
- Zeichnung 3 zeigt das Frachtschiff am Quai mit abgesenktem Aufzug bei kopfseitiger Entladung.
- Zeichnung 4 zeigt das Frachtschiff am Quai bei lateraler Be/Entladung.
- Beschreibung der Einzelheiten
- Zeichnung 1 zeigt das Frachtschiff in der Gesamtansicht beladen in diesem Falle mit Frachtcontainern.
- Das Schiff besteht aus einem Grundkörper
1 welche ggf. als Verdränger ausgebildet ist. An dem Grundkörper1 werden zwei oder mehr Catamarankörper2 befestigt, welche dem Frachtschiff die nötige Stabilität geben bei geringem Tiefgang und hoher Fahrtgeschwindigkeit. - Unter dem Grundkörper
1 oder den Catamarankörpern2 werden ein oder mehrere lenkbare oder starre Schubeinheiten3 angebracht. - Auf beiden Seiten sind Schutzplatten
4 für Stabilität und gegen Schwallwasser angebracht. - An den Stirnseiten sind schwenkbare Bug/Heckklappen
5 angebracht, die im geöffneten Zustand die Beladung mit LKWs erlauben. - Eine Einheit zur Erzeugung der Antriebsenergie
6 , z.B. Gasturbine/Elektro wird bevorzugt in Containerausfuehrung eingebaut, um die Schubeinheiten3 zu versorgen. - Auf dem Grundkörper
1 sind beiderseitig die statischen Unterstützungen7 der Kranlaufschienen8 angebracht. Diese Unterstützung wird bevorzugt bis an die äusserste Spitzen der Grundkonstruktion gebracht, um die freie Länge der auskragenden Kranlaufschienen kurz zu halten. Die Kranlaufschienen8 kragen beiderseitig derart aus, um ein bequemes Absetzen oder Aufnehmen der Lasten bei bug- oder heckseitiger Anlieferung auf dem Quai zu ermoeglichen. Ersatzweise können auch teleskopierende Kranschienen diese Aufgabe übernehmen. Die Kranlaufschienen werden bug- und heckseitig durch das Querjoch9 stabilisiert. Dieses dient gleichzeitig zur Montage der Navigatinssignale, Kameras und Rettunseinrichtungen. - Auf den Kranlaufschienen
8 lauft die Kreuzbrücke10 , welche wiederum über die seitlichen Bordwände soweit herausragt, dass ein Container seitlich auf dem Quai abgesetzt oder aufgenommen werden kann. Diese Kreuzbrücke ist derart in den Kranlaufschienen8 geführt, dass die Kräfte bei auskragenden Betrieb abgefangen werden. - Zeichnung 2 zeigt eine Sicht der Kreuzbrücke
10 mit Blick auf den Kontrollstand von unten. Die Kreuzbrücke10 besteht aus zwei Seitenwangen10a und10b welche mit dem Joch10c verbunden sind. Die Seitenwangen10a , b werden mit einem Führungsschlitten10d in den Laufschienen8 zusammengehalten und in Schiffslängsrichtung transportiert. Im oberen Teil der Seitenwangen10a , b sind Laufschienen in oder auf denen die Krankatze11 läuft. Die Krankatze kann quer zur Schiffslängsachse den ganzen Schiffsraum und die steuer- und backbord auskragenden Enden der Kreuzbrücke10 bedienen. - Die Krankatze trägt an der Unterseite die Kranketten oder Seile
12 , welche das Lastaufnahmemittel13 hält. In dem gezeichneten Fall wird ein Frachtcontainer14 angehoben. - Die Kreuzbrücke hat eine ausreichende Bauhöhe, so dass ein Container in ihr transportiert und über die Laufschienen gehoben wird. Ausserdem sind die beiden Kreuzbrücken-Seitenwaende
10a , b soweit von einander entfernt, dass ein Container, wenn er in die Kreuzbrücke eingehoben wurde, in Längs- und Querlage transportiert und gedreht werden kann. - Auf der Krankatze
11 ist ein Kontrollstand15 zur Schiffs- und Kransteuerung befestigt, so dass der Kontrollstand die ganze Fläche des Schiffes und die auskragenden Bereiche bestreichen kann und beste Übersicht gewaehrt. Dieser Kontrollstand wird bei Fahrt zwischen den Häfen bevorzugt an den jeweiligen Bug verfahren, um das Fahrgebiet bestens beobachten zu koennen. Im Kontrollstand sind für das Personal die benötigten Einrichtungen, wie Toiletten, Küche und Ruheraum angebracht. - Am Kontrollstand
15 ist ein oder mehrseitig ein Aufzug16 mit einer Aufzugskabine17 angebracht der es erlaubt, Personal oder Lasten von der Höhe des Kontrollstandes auf die Containerebene, die Wasserfläche oder den Quai zu befördern. - Zeichnung 3 zeigt die Aufzugskabine
17 im auf die Quai-Oberfläche abgesenkten Zustand bei kopfseitiger Be/Entladung. - Der Aufzug
16 wird bevorzugt auch mit Fernsteuerung bedient. Wenn das Personal das Schiff verlässt, kann die Aufzugskabine17 wieder zum Kontrollstand15 fahren und dadurch das Schiff gegen unbefugten Besuch absichern. Weitere Leitern zur Notfallevakuierung sind vorgesehen. - Zeichnung 4 zeigt das Frachtschiff am Quai bei lateraler Be/Entladung. Die Kreuzbrücke
10 ist zum Beladeplatz gefahren, die Krankatze11 mit dem Kontrollstand15 ist ans Ende der Kreuzbrücke gefahren und ein Container14 ist vom Quai aufgenommen worden, um ins Schiffsinnere gefahren zu werden zum Abstellen. - Die Container werden mit herkömlichen Transportmitteln wie LKW
18 , Containerstapler oder Rollenbahn19 zum Aufnahmeplatz am Quai gebracht. Als weitere Hilfsmittel können Wechselbrücken20 zum Einsatz kommen.
Claims (6)
- Lasten-Frachtschiff bestehend aus einem Grundkörper
1 an der zwei oder mehr Catamarankörper2 befestigt sind und unter dem Grundkörper1 oder den Catamarankörpern2 ein oder mehrere lenkbare oder starre Schubeinheiten3 angebracht und auf beiden Seiten Schutzplatten4 für Stabilität und gegen Schwallwasser angebracht und an den Stirnseiten schwenkbare Bug/Heckklappen5 angebracht, die im geöffneten Zustand die Beladung mit LKWs erlauben, mit einer Einheit zur Erzeugung der Antriebsenergie6 um die Schubeinheiten3 zu versorgen dadurch gekennzeichnet, dass ein bordeigener Kreuzbrückenkran10 es erlaubt, Lasten über die Bordwand hinaus allseitig auf den Quai oder entsprechende Ablagen abzusetzen oder aufzunehmen ohne Zuhilfenahme eines weiteren Kranes. - Flachgehendes Lasten-Frachtschiff bestehend aus einem Grundkörper
1 in Verdrängerausführung und unter dem Grundkörper1 eine oder mehrere lenkbare oder starre Schubeinheiten3 angebracht und auf beiden Seiten Schutzplatten4 für Stabilität und gegen Schwallwasser angebracht und an den Stirnseiten schwenkbare Bug/Heckklappen5 angebracht, die im geöffneten Zustand die Beladung mit LKWs erlauben mit einer Einheit zur Erzeugung der Antriebsenergie6 um die Schubeinheiten3 zu versorgen dadurch gekennzeichnet, dass ein bordeigener Kreuzbrückenkran es erlaubt, Lasten über die Bordwand hinaus allseitig auf den Quai oder entsprechende Ablagen abzusetzen oder aufzunehmen ohne Zuhilfenahme eines weiteren Kranes und dieser Kreuzbrückenkran mit automatischer Wegeerkennung und Lastaunahme versehen werden kann. - Lasten-Frachtschiff nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der bordeigene Kreuzbrückenkran
10 im oberen Teil eine Laufbahn mit einer Krankatze11 hat, beidseitig ein Joch10c und in den Kranschienen8 beidseitig einen Führungsschlitten10d hat, der die Kreuzbrücke über die Längsachse des Schiffes transportiert; und die Seitenwangen10a und10b der Kreuzbrücke10 so hoch konstruiert sind, dass hohe Lasten, wie Container innerhalb der Kreuzbrücke transportiert werden können und über die Kranlaufschienen8 hinaus auf das auskragende Ende der Kreuzbrücke gefördert werden können und soweit aussenander gebaut sind, dass ein Container in Längsrichtung innerhalb der Seitenwangen10a , b transportiert und gedreht werden kann. - Lasten-Frachtschiff nach Anspruch 1 oder 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass auf der Krankatze
11 des Kreuzbrückenkrans10 ein Kontrollstand15 zur Schiffs- und Kransteuerung befestigt ist, welcher mit der Bewegung der Kreuzbrücke10 und Krankatze mitfährt und somit immer in eine vorteilhafte Position – sei es für die Schiffsbewegung oder die Lastbewegung gebracht werden kann. - Lasten-Frachtschiff nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kontrollstand
15 ausser den Schiffs und Kransteuerpulten alle benötigten Einrichtungen für die Schiffsbesatzung, wie Toiletten, Küche, Ruheräume untergebracht werden. - Lasten-Frachtschiff nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass am Kontrollstand
15 ein oder mehrere Personen- oder Lastenaufzüge16 mit Kabinen17 integriert sind, die es dem Personal ermöglichen die Ebene der Frachten, die Antriebseinheiten, den Raum zur Wasseroberfläche und den Übergang zum Quai zu bewerkstelligen und diese Aufzüge bei Bedarf mit Fernsteuerungen vom Quai aus anzufordern.
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2004
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