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Die
Erfindung betrifft einen Axialkolbenverdichter, insbesondere CO2-Verdichter, für Fahrzeug-Klimaanlagen, bestehend
aus
- – einem
einen Triebwerksraum begrenzenden Gehäuse,
- – einem
Zylinderblock, und
- – einem
Kavitäten
für Saug-
und Druckgas aufweisenden Zylinderkopf.
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Derartige
Axialkolbenverdichter sind allgemein bekannt. Sie bestehen entweder
aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium, oder aus Stahl. Ein Beispiel
für die
letztgenannte Ausführungsform
zeigt die
DE 198 33 604
A1 , von der in
5 ein Längsschnitt dargestellt ist.
Dementsprechend besteht der bekannte Axialkolbenverdichter aus einem
Zylinderkopf
4 mit Sauggas- und Druckgasanschlüssen, einem
Zylinderblock
14 mit mehreren gleichmäßig über den Umfang einer Verdichterlängsachse
8 angeordneten
Zylindern
16, in denen Kolben
9 axial hin- und
herverschiebbar gelagert sind, und einem Gehäuse
3, welches – da aus
Stahl hergestellt – relativ
dünnwandig
ausgebildet ist. An der dem Zylinderkopf
4 abgewandten
Stirnseite des Gehäuses
3 ist dieses
durch einen Deckel
17 verschlossen, durch den sich eine
Antriebswelle
7 hindurcherstreckt. Die Antriebswelle
7 ist über eine
elektromagnetische Kupplung mit einer Antriebsscheibe
6 koppelbar.
Des weiteren ist die Antriebswelle
7 innerhalb des Gehäuses
3 mit
einem Taumelscheibenmechanismus verbunden. Dieser besteht aus einer
mit der Antriebswelle
7 drehverbundenen Schrägscheibe
10.
Relativ zur Schrägscheibe
10 ist
eine Taumelscheibe
12 drehbar gelagert, und zwar über Axiallager
11 einerseits
und Radiallager
18 andererseits. Die Taumelscheibe
12 ist über Kolbenstangen
13 mit
den Kolben
9 verbunden. Das Gehäuse
3 begrenzt einen
Triebwerksraum
5, innerhalb dem der vorgenannte Taumelscheibenmechanismus
angeordnet ist. Abhängig
vom Betrieb des Kompressors ist die Schrägscheibe
10 mehr oder
weniger stark gegenüber
der Antriebswelle
7 geneigt.
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Da
es sich hierbei um einen an sich bekannten Mechanismus handelt,
bedarf es hier keiner näheren Erläuterung.
Zwischen Zylinderkopf 4 und Zylinderblock 14 ist
noch eine Ventilplatte 15 angeordnet. Zylinderblock 14 und
Ventilplatte 15 befinden sich innerhalb des Gehäuses 3.
Deckel 17, Gehäuse 3 und
Zylinderkopf 4 werden durch mehrere gleichmäßig über den
Umfang verteilt angeordnete Verbindungsschrauben 19 zusammengehalten.
Der Zusammenhalt von Zylinderblock 14, Ventilplatte 15 und
Zylinderkopf 4 erfolgt durch gesonderte Verbindungsschrauben 20.
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Dadurch,
dass Gehäuse
und Zylinderkopf aus Stahl gefertigt sind, eignet sich der beschriebene
Verdichter besonders gut für
die CO2-Kältemittelanwendung. CO2-Dichter zeichnen sich durch hohe Betriebstemperaturen
und Betriebsdrücke
aus. Diesem CO2-spezifischen Parametern kann der aus
Stahl gefertigte Kompressor langfristig widerstehen. Vor allem treten
bei solchen CO2-Verdichtern hohe Differenzdrücke zwischen der
Saug- und der Druckseite einerseits und auch dem Triebwerksraum
andererseits auf. Diesen hohen Differenzdrücken kann der aus Stahl gefertigte
Verdichter gut standhalten.
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R134a-Verdichter
bestehen vorzugsweise aus Aluminiumwerkstoffen, die eine geringere
Festigkeit besitzen und auch nur niedrigeren Temperaturen standhalten
können.
Für R134a
als Kältemittel
ist die Standfestigkeit von Aluminium ausreichend. Dabei ist jedoch
zu bedenken, dass bereits ab 100°C
von einer deutlich verringerten Festigkeit von Aluminium ausgegangen
werden muß.
Dementsprechend sollten Verdichter aus Aluminium nicht über 100°C hinaus
belastet werden. Die Festigkeit von Aluminium bei Temperaturen ab
150°C erreicht
nur noch Werte von etwa 20 bis maximal 60% der Festigkeit bei Raumtemperatur.
Da es bei Verdichtern für
Fahrzeug-Klimaanlagen sehr häufig
zu relativ hohen Druck- und Temperaturschwankungen kommt, muß selbst
bei R134a-Verdichtern hochwertiges Aluminium verwendet werden, um
den vorgenannten Schwankungen standhalten zu können. Aus diesem Grunde wird
zunehmend Stahl als Werkstoff für
Axialkolbenverdichter der hier fraglichen Art verwendet.
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Es
ist auch noch zu bedenken, dass der Zylinderkopf eines CO2-Verdichters eine Vielzahl von Kanälen und
Einbauteilen aufweist, die die Herstellung des Zylinderkopfes entsprechend
verteuert. Folgende Bauteile/Funktionen müssen in einem Zylinderblock
in der Regel integriert werden:
- – (A) ein
(oder zwei) Regelventile mit korrespondierenden Gasführungskanälen
- – (B)
eine Ölabscheidevorrichtung
- – (C)
Sauggasanschluß und
Druckgasanschluß
- – (D)
Sicherheitsvorkehrungen, wie z. B. Berstscheiben oder Abblasventile
- – (E)
(differenz)druckabhängiges
Absperrventil (check valve) auf der Saug- und/oder Hochdruckseite
für das
Anfahren des Verdichters
- – (F) Überströmventil
zwischen Saug- und Druckseite, etc.
- – (G)
Befestigung/Halter
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Aus
der
DE 100 37 659
A1 ist ebenfalls ein Axialkolbenverdichter bekannt, dessen
Zylinderkopf aus Stahl hergestellt ist. Über eine Ringmutter wird der
Zylinderkopf in das zylindrische oder topfförmige Gehäuse eingepasst und eingeschraubt.
Auch ist es denkbar, den Zylinderkopf als Ganzes in das Gehäuse einzuschrauben.
Zu diesem Zweck müssen
das Gehäuse
und der Zylinderkopf miteinander korrespondierende Innen- und Außengewinde
aufweisen.
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Die
DE 35 34 289 A1 zeigt
eine Kleinkältemaschine
mit einem Zylinderkopf bestehend aus einem Deckel aus Aluminium-Druckguß und einer
zwischen diesem und einem Zylinderblock angeordneten Ventilplatte aus
Gußeisen.
Die Kavitäten,
nämlich
Druckgaskammer und Sauggaskammer, befinden sich im Deckel.
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Es
sei auch noch darauf hingewiesen, dass insbesondere bei CO2-Verdichtern eine Isolation zwischen der
Sauggas- und Druckgasseite vorgesehen wird, um einen übermäßigen Wärmeaustausch
zwischen diesen beiden Seiten zu vermeiden. Vor allem soll das Sauggas
nicht unnötig
durch das Druckgas vorgewärmt
werden; denn darunter würde
die Effizienz des Verdichters nicht unbeträchtlich leiden. Die vorgenannte
Isolierung erfolgt in Form einer Wand-Beschichtung. Dabei hat sich
Stahl als Untergrund für
eine solche Beschichtung sehr vorteilhaft erwiesen. Aluminiumwerkstoffe
sind dafür
weniger geeignet.
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Die
bekannten Ausführungsformen,
bei denen Stahl verwendet wird, zeichnen sich dadurch aus, dass praktisch
sämtliche
Teile, insbesondere der gesamte Zylinderkopf aus Stahl hergestellt
ist mit der Folge eines relativ hohen Verdichter-Gewichts.
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Aufgrund
der Vielzahl von Kanälen
und Bauteilen im Zylinderkopf muß dieser entsprechend bearbeitet werden
(Bohren, Fräsen,
Gewindeschneiden, etc.). Da Stahl schwieriger zu bearbeiten ist
als Aluminium, wäre es
wünschenswert,
auch bei einem CO2-Verdichter leichter bearbeitbares Aluminium
für den
Zylinderkopf zu verwenden.
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Zur
Vereinfachung der Herstellung wäre
es außerdem
wünschenswert,
wenn der Zylinderkopf in einem sogenannten Urformverfahren, wie
Schmieden, Pressen oder Gießen
hergestellt werden könnte.
Um eine höhere
Festigkeit zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn der Zylinderkopf
durch Schmieden oder Pressen hergestellt wird. Nur ist dann wiederum
eine spanabhebende Nachbearbeitung erforderlich, die entsprechende Bearbeitungskosten
zur Folge hat.
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Schließlich wird
angestrebt, für
den Zylinderkopf ein Material einzusetzen, welches eine geringe
Wärmeleitfähigkeit
aufweist. Stahllegierungen, die eine solche Eigenschaft besitzen,
sind in der Regel schwer zu bearbeiten.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, zur Vermeidung
der vorgenannten Nachteile herkömmlicher
Zylinderköpfe
einen Kompromiss vorzuschlagen, der sich sowohl durch leichte Bearbeitung
einerseits als auch ausreichend hohe Festigkeit andererseits auszeichnet
und der darüber
hinaus gewichtssparend ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, wobei
vorteilhafte Details in den Unteransprüchen beschrieben sind.
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Der
Kern der vorliegenden Erfindung besteht also darin, einen Zylinderkopf
aus wenigstens zwei Teilen bereitzustellen, wobei derjenige Teil,
der Kavitäten
mit großem
Volumen umfasst, wie Sauggas- und Druckgaskammer, aus Stahl oder
einer Stahllegierung besteht, während
der andere Teil des Zylinderkopfes, in dem nur kleine Kavitäten vorgesehen
sind, wie Gasführungskanäle für die Regelung,
Befestigungen und Anschlüsse
sowie Gewinde für
Regelventile, Sicherheitseinrichtungen oder dergleichen, aus einem
Material besteht, welches weniger fest, jedoch leichter bearbeitbar
ist. Vorzugsweise besteht dieser andere Teil aus Aluminium oder
einer Aluminiumlegierung.
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Stahl
repräsentiert
einen Werkstoff hoher Festigkeit, die auch bei hohen Temperaturen
sichergestellt ist. Aluminium dagegen ermöglicht in erster Linie eine
gute Bearbeitbarkeit, insbesondere spanende Bearbeitung. Die Festigkeit
des aus Aluminium hergestellten Zylinderkopfteils ist natürlich geringer
als die des aus Stahl hergestellten Teils. Da der aus Aluminium
oder dergleichen Leichtmetall oder auch temperaturfestem Kunststoff
hergestellte Teil des Zylinderkopfs nur kleine Kavitäten aufweist,
kommt es auf die Festigkeit dieses Teils weniger an. Insbesondere
muß der
die größeren Kavitäten umfassende
Teil dauerhaft fest sein, und zwar auch bei höheren Temperaturen von bis
zu 200 bis 250°C.
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Bevorzugt
ist eine Stahl-Aluminium-Kombination. Es ist jedoch auch denkbar,
eine Kombination Stahl/Stahl oder Aluminium/Aluminium, wobei dann
entsprechende Legierungen dieser beiden Werkstoffe auszuwählen sind
derart, dass der eine Werkstoff leichter zu bearbeiten ist, während sich
der andere Werkstoff durch eine höhere Festigkeit auszeichnet.
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Bei
einer besonders einfachen Konstruktion sind die beiden den Zylinderkopf
bildenden Teile miteinander verschraubt, und zwar entweder unmittelbar
oder mittelbar durch gesonderte Verbindungsschrauben ähnlich wie
bei der Ausführungsform
nach 5. Alternativ ist es auch denkbar, dass die beiden
Teile des Zylinderkopfes miteinander verschweißt, insbesondere reibverschweißt sind.
Auch ist eine Verklebung der beiden vorgenannten Teile möglich.
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Bei
Anwendung einer Schraubverbindung erfolgt diese vorzugsweise unter
Zwischenschaltung einer gesonderten Fluiddichtung, insbesondere
elastomerbeschichteten Metallsickendichtung.
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Der
aus hochfestem Material, wie z. B. Stahl oder einer Stahllegierung
hergestellte Teil des Zylinderkopfes ist vorzugsweise als Schmiedeteil
ausgebildet, während
der andere Teil ein Guß-
oder Pressteil sein kann. Das Schmiedeteil kann so gefertigt werden,
dass eine Nachbearbeitung, insbesondere spanabhebende Nachbearbeitung
entfällt.
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Bei
einer Ausführungsform,
bei der der aus hochfestem Material hergestellte Teil des Zylinderkopfes mit
dem Gehäuse
schraubverbunden ist, ist es möglich,
ohne Unterlegscheiben auszukommen; denn sowohl der vorgenannte Teil
des Zylinderkopfes als auch die Verbindungsschrauben bestehen aus
gleich hochfestem Material, so dass selbst bei hohen Anzugsmomenten
eine Materialverformung ausscheidet.
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Nachstehend
wird eine bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verdichters,
insbesondere eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Zylinderkopfes anhand der beigefügten
Zeichnung näher
erläutert.
Es zeigen:
-
1a einen
erfindungsgemäß ausgebildeten
Zylinderkopf in Explosionsdarstellung, und zwar von der Triebwerkskammerseite
her gesehen;
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1b den
Zylinderkopf gemäß 1a ebenfalls
in Explosionsdarstellung, jedoch von der Oberseite des Zylinderkopfes
aus gesehen;
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2 den
hochfesten Teil eines Zylinderkopfes gemäß den 1a, 1b in
perspektivischer Ansicht;
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3 einen
Axialkolbenverdichter mit erfindungsgemäßem Zylinderkopf in perspektivischer
Ansicht;
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4a den
Zylinderkopf entsprechend 1b unter
zusätzlicher
Darstellung der Gehäuse-Verbindungsschrauben;
und
-
4b den
Zylinderkopf entsprechend der Darstellung gemäß 1a, ebenfalls
unter Darstellung der Gehäuse-Verbindungsschrauben.
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Der
in den 1a und 1b dargestellte
Zylinderkopf besteht aus zwei Teilen, nämlich einem der Triebwerkskammer
zugewandten Teil 21 und einem äußeren Teil 22, wobei
diese beiden Teile durch Verbindungsschrauben 44 miteinander
verbindbar sind, und zwar unter Zwischenschaltung einer elastomerbeschichteten
Metallsickendichtung 23. Der Teil 21 des Zylinderkopfes,
der eine Druckgaskammer 41 sowie Sauggaskam mer 40 umfaßt, besteht
aus Stahl oder einer Stahllegierung, d. h. hochfestem Material.
Vorzugsweise wird der Teil 21 als Schmiedeteil zur Verfügung gestellt,
welches nur noch geringfügig
bearbeitet werden muß,
und zwar vorzugsweise nur noch in axialer Richtung unter Ausbildung
von
- – mehreren,
hier 14 über
den Umfang verteilt angeordneten Bohrungen 37 für Gehäuse-Befestigungsschrauben,
- – einer
ovalen Bohrung 30 zur tangentialen Anströmung eines
Zentrifugal-Ölabscheiders
zur Trennung von Öl
und Druckgas (zum Druckgasanschluß des Verdichters),
- – einer
nierenförmigen Öffnung 31 zum
Eintritt von Sauggas in eine zentrale Kammer,
- – drei
kleinen Bohrungen 32 (mit einem Durchmesser von etwa 2
mm) zur Beaufschlagung von Regelventilen mit den drei Druckniveaus „Hochdruck", „Saugdruck" und „Triebwerksraumdruck",
- – einer
Bohrung 33 zur Rückführung abgeschiedenen Öls (einschließlich Sitz
für Drosselstelle
des Öls,
Filter etc.),
- – Bohrungen 34 für eine Verstiftung
im Flanschbereich, und
- – Gewindebohrungen,
hier vier Gewindebohrungen 36 für die Befestigungsschrauben 44,
mittels denen die beiden Zylinderkopfteile 21, 22 miteinander
verbunden werden.
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Die
Metallsickendichtung 23 weist drei große Öffnungen 24, 25 und 26 auf,
die neben einer Materialeinsparung und Einstellung der Pressung
auf den Stegen keine weitere Funktion übernehmen, insbesondere keine
zu dichtenden Volumina einschließen. Ansonsten sind lediglich
relativ kleine Öffnungen
und Durchbrüche
zwischen den beiden Zylinderkopfteilen abzudichten, und zwar die
folgenden Bohrungen und Öffnungen des
Zylinderkopfteils 21:
- – Gewindebohrungen 36,
- – Druck-Beaufschlagungsbohrungen 32,
- – nierenförmigen Öffnung 31,
- – ovale
Bohrung 30.
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Die
entsprechenden Bohrungen und Öffnungen
befinden sich im übrigen
auch an der dem Zylinderkopfteil 21 zugewandten Seite des äußeren Zylinderkopfteils 22,
welches aus leicht bearbeitbarem Material, insbesondere Aluminium
oder einer Aluminiumlegierung besteht. Dieser Zylinderkopfteil 22 umfaßt eine
Vielzahl von kleineren Kavitäten
zur Ausbildung von Gasführungskanälen oder
für den
Einbau von Ventilen oder dergleichen. Da die Bearbeitung des dafür verwendeten
Materials relativ leicht und einfach ist, stellt die Ausbildung
auch komplizierterer, ineinander übergehender Kavitäten keine
besondere Schwierigkeit dar. Da der Zylinderkopfteil 21 als
relativ dünne
Scheibe ausgebildet ist, sind die in diesem Bauteil ausgebildeten
Axialdurchgänge
und -bohrungen relativ kurz mit der Folge entsprechend kurzer Arbeitsvorgänge. Die
erwähnten Bohrungen
und Durchgänge
lassen sich sehr einfach auf einem Bearbeitungszentrum herstellen.
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Wie
der 1a noch entnommen werden kann, sind die die Sauggaskammer
einerseits und Druckgaskammer andererseits definierenden bzw. begrenzenden
Kavitäten
jeweils ringförmig
ausgebildet. Sie sind insbesondere durch einen ringförmigen Steg 27 voneinander
getrennt.
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Wie
bereits oben dargelegt, sind lediglich kleine Öffnungen und Durchgänge zwischen
den beiden Zylinderkopfbauteilen gegenüber der äußeren Umgebung abzudichten.
Dementsprechend gering ist die Gesamtlänge der erforderlichen Dichtkanten
bzw. -sicken mit der Folge einer entsprechend geringen Gefahr von
Leckagen. Statt einer elastomerbeschichteten Metallsickendichtung 23 können auch
andere Dichtungen verwendet werden, wie z. B. elastomer- oder PTFE-beschichtete
Metallringe, insbesondere C- oder O-Ringe.
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Wie
bereits oben ausgeführt,
kann auf der Anordnung einer Dichtung 23 zwischen den beiden
Zylinderkopfteilen ganz verzichtet werden, wenn diese unmittelbar
fluiddicht miteinander verbunden werden, z. B. durch Reib- oder
Magnetpulsschweißen
oder durch Kleben.
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Grundsätzlich ist
es auch denkbar, beide Zylinderkopfteile aus demselben Grundmaterial
herzustellen, wobei natürlich
die Legierungen unterschiedlich sind, und zwar so, dass der äußere Zylinderkopfteil
leichter zu bearbeiten ist als der dem Triebwerksraum näherliegende
Teil. Das Material des dem Triebwerksraum näherliegenden Zylinderkopfteil
muß sich
natürlich
durch eine ebenso hohe Festigkeit auszeichnen wie Stahl.
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Der
Triebwerksraum-nähere
Zylinderkopfteil wird – wie
bereits erwähnt – vorzugsweise
auch hochfestem Stahl geschmiedet, während der äußere Zylinderkopfteil vorzugsweise
gegossen wird, und zwar aus Aluminium oder einer ähnlichen
Leichtmetalllegierung. Grundsätzlich
ist es natürlich
auch denkbar, den äußeren Teil
des Zylinderkopfes zu schmieden oder zu pressen.
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Denkbar
ist es, den Flanschbereich des Zylinderkopfes bzw. den Triebwerksraum-näheren Teil desselben axial
weiter zu erstrecken derart, dass eine Ventilplatte zumindest teilweise
von diesem Teil umschlossen ist. Dabei ist vorgesehen, dass der
entsprechende Zylinderkopfbauteil direkt an den Zylinderblock angeflanscht
wird und somit zwischen dem Zylinderkopf und den Zylinderblock nur
eine Dichtung nach außen
hin notwendig wird. In diesem Zusammenhang sind folgende drei Varianten
denkbar:
- – die
Baugruppe Ventilplatte liegt in einer „Tasche" des Zylinderblocks,
- – die
Baugruppe Ventilplatte liegt in einer „Tasche" des Zylinderkopfes, oder
- – die
Baugruppe Ventilplatte liegt in zwei „Taschen" beider Bauteile.
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In
einer Außenansicht
des Verdichters 28 entsprechend 3 ergibt
sich in jedem dieser drei Fälle nur
eine einzige Dichtstelle 29 nach außen hin, wie 3 deutlich
erkennen lässt.
Eine weitere Dichtstelle wird durch die Metallsickendichtung 23 zwischen
den beiden Zylinderkopfteilen 21, 22 definiert.
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Im übrigen wird
angestrebt, dass die Teile 21, 22 mit minimierten
Kontaktflächen
aneinanderliegen, z. B. nur lokal an bestimmten Stellen, d. g. quasi „auf Stelzen". Die entsprechenden
Stellen sind dann z. B. Dichtstellen und die Bereiche der Verschraubungen;
dazwischen kann ausgespart werden.
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3 läßt im übrigen noch
die Schraubköpfe
der Gehäusebefestigungsschrauben 35 sehr
gut erkennen, mittels denen der Triebwerkskammer-nähere Teil 21 des
Zylinderkopfes unmittelbar mit dem Gehäuse 38 des Verdichters 28 verbunden
ist. Die Zuord nung der Gehäuseverbindungsschrauben 35 zu
dem Zylinderkopfteil 21 zeigen im übrigen noch sehr deutlich die 4a und 4b.
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Grundsätzlich wäre es auch
denkbar, mittels der Gehäusebefestigungsschrauben 35 auch
die beiden Zylinderkopfteile 21, 22 miteinander
zu verbinden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist dies jedoch
nicht der Fall. Vielmehr ist dort der äußere Zylinderkopfteil 22 mittels
gesonderter Schrauben 44 am Triebwerkraum-näheren Zylinderkopfteil 21 befestigt.
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Da
sowohl die Gehäusebefestigungsschrauben 35 als
auch der Zylinderkopf 21 aus demselben hochfesten Material,
insbesondere Stahl, bestehen, kann auf Unterlegscheiben zwischen
den Schraubenköpfen
einerseits und dem Zylinderkopfteil 21 andererseits verzichtet
werden, wodurch das Gesamtgewicht des Verdichters entsprechend reduziert
wird.
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Darüber hinaus
darf noch darauf hingewiesen werden, dass durch die Verschraubung
des Zylinderkopfteils 21 mit dem Gehäuse 38 des Verdichters 28 die
Gehäusebefestigungsschrauben 35 etwas
kürzer
ausgebildet werden können
als bei einem herkömmlichen
Verdichter, wie er z. B. anhand der 5 dargestellt
ist. Auch dadurch ergibt sich eine zusätzliche Gewichtsersparnis.
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Dadurch,
dass der die größeren Kavitäten umfassende
Zylinderkopfteil 21 vorzugsweise aus Stahl besteht, kann
die Saugseite von der Druckseite relativ einfach voneinander isoliert
werden durch entsprechende Isolationsbeschichtung der Begrenzungswand
zwischen diesen beiden Kavitäten.
Stahl eignet sich für
eine entsprechende Beschichtung besonders gut, wie eingangs bereits
erwähnt.
Im übrigen
zeichnet sich die zweiteilige Ausführungsform des Zylinderkopfes
gegenüber
einer einteiligen Ausführungsform
auch durch eine vergrößerte Gesamtoberfläche aus
mit dem Vorteil eines höheren
Wärmeaustauschgrades
mit der äußeren Umgebung.
Dementsprechend besser ist die Wärmeabfuhr,
wodurch die Effizienz des Verdichters insgesamt gefördert wird.
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Wie
bereits erwähnt,
ist es wichtig, den Wärmeaustausch
zwischen der Saugseite und der Druckseite so gering wie möglich zu
halten. Dieses Ziel kann unter anderem auch dadurch erreicht werden,
dass ein geeigneter Stahlwerkstoff für den Zylinderkopfteil 21 verwendet
wird, d. h. ein Werkstoff mit besonders geringer Wärmeleitfähigkeit.
So weist z. B. die Stahllegierung 18 CrNi8 eine Wärmeleitfähigkeit
von 40 W/mK (demgegenüber
Baustahl ca. 50 W/mK) auf. Die Wärmeleitfähigkeit
der Stahllegierung X40CrMoV-1 besitzt eine Wärmeleitfähigkeit von nur etwa 20 W/mK.
Die Legierung X5CrNi18 10 (V2A) besitzt eine Wärmeleitfähigkeit
von sogar nur etwa 16 W/mK. Diese Werkstoffe sind also für den Zylinderkopfteil 21 besonders
gut geeignet, wobei sich diese Werkstoffe auch noch durch eine hohe
Zugfestigkeit auszeichnen. Auch ist die Neigung zu Korrosion sehr
gering. Diese Vorteile wiegen den Nachteil einer schlechteren spanenden
Bearbeitbarkeit auf. Andererseits soll der Zylinderkopfteil 21 so
hergestellt werden, dass eine spanende Nachbearbeitung möglichst
vermieden wird. Lediglich die erwähnten Axialdurchgänge und
-bohrungen sind erforderlich bzw. müssen nachbearbeitet werden.
Da die Länge
dieser Durchgänge
und Bohrungen relativ kurz ist, kann der Nachteil einer schwierigeren
spanenden Bearbeitung hingenommen werden.
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Im übrigen wird
als Isolation zwischen der Saug- und Druckseite vorzugsweise eine
Polytetrafluorethylen-Beschichtung (PTFE-Beschichtung) vorgeschlagen.
Diese Beschichtung hält
auf Stahl oder einer Stahllegierung besonders gut.
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Im
Zusammenhang mit den Bauteilmassen lässt sich im Vergleich zum Stand
der Technik zur erfindungsgemäßen Ausbildung
folgendes sagen:
| | Gewicht |
| Zylinderkopf
gemäß Stand
der Technik nach Abbildung 5 aus Stahl | ca.
1380 g |
| Zylinderkopf
gemäß Stand
der Technik aus Aluminium | ca.
480 g |
| Zylinderkopfteil 22 aus
Aluminium | ca.
250 g |
| Zylinderkopfteil 21 aus
Stahl | ca.
440 g |
| Elastomerbeschichtete
Metallsickendichtung 23 | ca.
10 g |
| Befestigungsschrauben 44 zwischen
den Teilen 21 und 22 Gewichtseinsparung durch
Verkürzung | ca.
25 g |
| der
Gehäusebefestigungsschrauben 35 | ca. –65 g |
| Verzicht
auf Unterlegscheiben (Gewichtsreduzierung) | ca. –35 g |
| Zweiteiliger
Zylinderkopf Aluminium/Stahl (Gesamtgewicht) | ca.
625 g. |
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Die
obige Darstellung lässt
erkennen, dass nur mit einem etwas erhöhten Gewicht gegenüber einem Zylinderkopf
aus Aluminium sämtliche
Vorteile eines Zylinderkopfes aus Stahl einerseits sowie sämtliche
Vorteile eines Zylinderkopfes aus Aluminium andererseits erzielt
werden. Gegenüber
einem reinen Stahl-Zylinderkopf lässt sich immerhin eine Gewichtsersparnis
um mehr als 50% erzielen. Der aus zwei Teilen 21, 22 bestehende
Zylinderkopf gemäß Erfindung
ist in den 1a und 1b mit
der Bezugsziffer 39 gekennzeichnet.
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Unter
Bezugnahme auf die Bauteile/Funktionen, die herkömmlich ein Zylinderkopf umfasst,
insbesondere die in der Beschreibungseinleitung erwähnten Bauteile/Funktionen
(A) bis (G), sei darauf hingewiesen, dass diese auf die Teile
21,
22 der
vorliegenden Erfindung vorzugsweise wie folgt aufgeteilt werden: Alternative 1:
| Teil 21: | (F) in Bezug
auf die Saug- und Druckkammern 40 bzw. 41 |
| Teil 22: | (A) bis
(E) und (G) |
| | Anm.: dargestelltes
Ausführungsbeispiel |
Alternative
2:
| Teil 21: | (B) bis (G) |
| Teil 22: | nur (A) |
| | Anm.: Teil 22 ist
dann praktisch nur ein „control
block". |
Alternative
3:
| Teil 21: | (B), (D)
bis (G) |
| Teil 22: | (A) und (C) – Sauggasanschluß |
| | Anm.: Sauggas-gefüllter „control
block". |
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Alternative 4:
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- wie Alternative 1, aber Befestigung/Halter (G) in Teil 21 integriert,
da festigkeitsrelevant.
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- 1
- Taumelscheibenmechanismus
- 2
- Verdichter
- 3
- Gehäuse
- 4
- Zylinderkopf
- 5
- Triebwerksraum
- 6
- Antriebsscheibe
- 7
- Antriebswelle
- 8
- Längsachse
- 9
- Kolben
- 10
- Schrägscheibe
- 11
- Axiallager
- 12
- Taumelscheibe
- 13
- Kolbenstange
- 14
- Zylinderblock
- 15
- Ventilplatte
- 16
- Zylinder
- 17
- Gehäusedeckel
- 18
- Radiallager
- 19
- Verbindungsschraube
- 20
- Verbindungsschraube
- 21
- Triebwerksraum-näherer Teil
des Zylinderkopfes
- 22
- äußerer Teil
des Zylinderkopfes
- 23
- Metallsickendichtung
- 24
- Öffnung
- 25
- Öffnung
- 26
- Öffnung
- 27
- Steg
- 28
- Verdichter
- 29
- Dichtstelle
- 30
- ovale
Bohrung bzw. Langlochbohrung
- 31
- nierenförmige bzw.
auch tropfenförmige Öffnung
- 32
- Bohrung
- 33
- Bohrung
- 34
- Bohrung
für Verstiftung
- 35
- Gehäusebefestigungsschraube
- 36
- Gewindebohrung
- 37
- Bohrung
- 38a
- Zylinderblock
- 38b
- Gehäuse
- 39
- Zylinderkopf
- 40
- Sauggaskammer
- 41
- Druckgaskammer
- 44
- Verbindungsschraube