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DE102004055596B3 - Bodenbearbeitungsgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden - Google Patents

Bodenbearbeitungsgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden Download PDF

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DE102004055596B3 DE200410055596 DE102004055596A DE102004055596B3 DE 102004055596 B3 DE102004055596 B3 DE 102004055596B3 DE 200410055596 DE200410055596 DE 200410055596 DE 102004055596 A DE102004055596 A DE 102004055596A DE 102004055596 B3 DE102004055596 B3 DE 102004055596B3
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Ernst Herrmann
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Reinert Martin 91746 Weidenbach De
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B29/00Rollers
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    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B45/00Machines for treating meadows or lawns, e.g. for sports grounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Ein Bodenbearbeitungsgerät (1) zur Pflege von Wiesen und Weiden weist zwei quer zur Fahrtrichtung (F) in einem Trägerrahmen (2) gelagerte Schnecken (3, 4) auf, welche mit einer Kraftübertragungsvorrichtung (8) gekoppelt und zur Förderung von Erde in entgegengesetzten Richtungen ausgebildet sind. Eine den Schnecken (3, 4) in Fahrtrichtung (F) vorgelagerte, eine Fräseroberfläche (15) aufweisende Walze (5) ist derart mit der Kraftübertragungsvorrichtung (8) gekoppelt ist, dass sie in Fahrtrichtung (F) rotiert, wobei die Rotationsgeschwindigkeit die sich bei einem freien Mitlauf der Walze (5) ergebende Rotationsgeschwindigkeit übersteigt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Bodenbearbeitungsgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden, mit zwei quer zur Fahrtrichtung in einem Trägerrahmen gelagerten Schnecken, welche mit einer Kraftübertragungsvorrichtung gekoppelt und zur Förderung von Erde in entgegengesetzten Richtungen ausgebildet sind.
  • Ein derartiges Bodenbearbeitungsgerät ist beispielsweise aus der DE 195 15 483 C2 bekannt. Ein weiteres Bodenbearbeitungssystem ist aus der DE 19 13 873 U zu entnehmen.
  • Das aus der DE 195 15 483 C2 bekannte Bodenbearbeitungsgerät ist als Schleppgerät ausgebildet, welches an einen Schlepper angehängt werden kann und insbesondere zur Einebnung von Bodenunebenheiten vorgesehen ist, die durch Schwarzwild aufgeworfen wurden. In dem Gerät rotieren zwei Schnecken entgegen der Fahrtrichtung, wobei durch einander entgegengerichtete Steigungen der Schnecken diese die Erde in entgegengesetzte Richtungen, jeweils quer zur Fahrtrichtung fördern. Insbesondere im Fall größerer Bodenunebenheiten hat das bekannte Gerät den Nachteil, dass eine vollständige Einebnung häufig nur durch mehrfaches Überfahren der betroffenen Bodenbereiche möglich ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bodenbearbeitungsgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden anzugeben, welches eine besonders rationelle Einebnung von insbesondere durch Schwarzwild aufgeworfenen Bodenunebenheiten ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Bodenbearbeitungsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Unteransprüche beschrieben jeweils vorteil hatte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Dieses Bodenbearbeitungsgerät ist primär zur Pflege von Wiesen und Weiden vorgesehen, eignet sich jedoch ebenso zur Bearbeitung von Ackerböden oder sonstigen, insbesondere landwirtschaftlich genutzten Böden. Das Bodenbearbeitungsgerät weist zwei quer zur Fahrtrichtung in einem Trägerrahmen gelagerte Schnecken auf, welche derart ausgebildet und mit einer Kraftübertragungsvorrichtung gekoppelt sind, dass sie zur Förderung von Erde oder sonstigem Material in entgegengesetzten Richtungen, nämlich jeweils quer zur Fahrtrichtung, geeignet sind. Unter einem Trägerrahmen wird in diesem Zusammenhang nicht nur eine geschlossene Rahmenkonstruktion verstanden, sondern jegliche Konstruktion, die zur Lagerung der Schnecken geeignet ist. Die Förderung von Erde, Grasnabe oder sonstigem Material in entgegengesetzte Richtungen kann auf verschiedene Weise realisiert werden:
    Zum einen ist es möglich, Schnecken mit entgegengerichteten Steigungen, d.h. mit Ausbildung in Art eines Rechtsgewindes bzw. eines Linksgewindes, gleichsinnig rotieren zu lassen. Die Rotation beider Schnecken kann dabei entweder in Fahrtrichtung, d.h. in diejenige Richtung, in die sich ein frei mitlaufendes Rad drehen würde, oder entgegen der Fahrtrichtung erfolgen.
  • Zum anderen ist es auch möglich, Schnecken mit gleichsinniger Steigung, beispielsweise zwei rechtsgängige Schnecken, derart mittels der Kraftübertragungsvorrichtung anzutreiben, dass sie in entgegengesetzte Richtungen rotieren. In diesem Fall weicht, ausgehend von übereinstimmenden Abmessungen und Rotationsgeschwindigkeiten der Schnecken, die Oberflächengeschwindigkeit einer Schnecke relativ zum zu bearbeitenden Untergrund von der Oberflächengeschwindigkeit der zweiten Schnecke relativ zum zu bearbeitenden Untergrund, d.h. zu einem festen Koordinatensystem, ab, sobald das Bodenbearbeitungsgerät in Fahrtrichtung bewegt wird.
  • Im erstgenannten Fall, d.h. bei gleichsinniger Rotation der Schnecken, ändert sich dagegen die Relativgeschwindigkeit der Oberflächen der Schnecken gegenüber dem Untergrund bei variierender Verfahrgeschwindigkeit des Bodenbearbeitungsgerätes stets in gleicher Weise. Die Schnecken sind in jedem Fall – sowohl bei gleichsinniger als auch bei gegensinniger Rotation – vorzugsweise derart ausgebildet, dass von der in Fahrtrichtung vorderen Schnecke gefördertes Material, soweit es nicht bereits derart eingeebnet wird, dass es auf dem Boden liegen bleibt, der hinteren Schnecke zugeführt wird. Dies kann auf einfache Weise dadurch be wirkt werden, dass die Schnecken in Achsrichtung zumindest geringfügig versetzt zueinander angeordnet sind und/oder die vordere Schnecke nur einen Teil der Breite der hinteren Schnecke abdeckt.
  • Unabhängig von der Art des Antriebs der Schnecken rotiert die vordere der Schnecken in vorteilhafter Ausgestaltung entgegen der Fahrtrichtung des Bodenbearbeitungsgerätes. Vor der vorderen Schnecke befindliches Material wie Erde oder lose Grasnarbe wird somit ohne Verdichtung durch die Schnecke vor dieser hergeschoben und zugleich zur Seite gefördert. Die hintere Schnecke rotiert dagegen bevorzugt in Fahrtrichtung, d.h. gegenläufig zur vorderen Schnecke, und zwar mit einer Rotationsgeschwindigkeit, die die Rotationsgeschwindigkeit einer frei mitlaufenden Rolle überschreitet. Auf diese Weise fördert die hintere Schnecke Material nicht nur zur Seite sondern auch unter der Schnecke hindurch nach hinten und leistet damit in gewünschter Weise einen Verdichtungseffekt.
  • Das Bodenbearbeitungsgerät weist zusätzlich eine den Schnecken in Fahrtrichtung vorgelagerte Walze auf, die ebenfalls mit der Kraftübertragungsvorrichtung gekoppelt, d.h. von dieser angetrieben ist. Der Antrieb der Walze ist dabei derart gestaltet, dass sie in Fahrtrichtung rotiert, wobei die Rotationsgeschwindigkeit höher ist als diejenige Rotationsgeschwindigkeit, die sich ergeben würde, wenn die Walze frei mitlaufen würde. Die Walze hat somit einen Bewegungszustand, der im Prinzip dem eines durchdrehenden Antriebsrades entspricht. Die Oberfläche der Walze ist als sogenannte Fräseroberfläche gestaltet, wodurch beim Betrieb des Bodenbearbeitungsgerätes Erde oder sonstiges loses Material ständig in Richtung zu den Schnecken gefördert wird. Die Fräseroberfläche der Walze ist vorzugsweise in Form von sich über die gesamte Walzenbreite erstreckenden Querstegen realisiert. Ebenso könnte die Walze beispielsweise auch Zapfen oder andere eine Förderung von Erde quer zur Achse der Walze ermöglichende Oberflächenstrukturen aufweisen. Die Walze ist wie die Schnecken quer zur Fahrtrichtung des Bodenbearbeitungsgerätes angeordnet. Eine gezielte Verteilung von Erde quer zur Walze in nur einer bestimmten Richtung wird durch die Walze dagegen nicht erzielt. Die Walze mit den Querstegen oder sonstigen Schaufelelementen ver gleichmäßigt jedoch dadurch, dass sie schneller als ein frei mitlaufendes, drehbares Element rotiert, die Materialzufuhr zu den Schnecken. Das Bodenbearbeitungsgerät ist damit geeignet, im Vergleich zu einem Gerät, welches ohne zusätzliche, eine Fräseroberfläche aufweisende, den Schnecken in Fahrtrichtung vorgelagerte Walze arbeitet, auch größere Bodenunebenheiten in einem einzigen Arbeitsgang einzuebnen.
  • Der Gesamtdurchmesser der Walze übersteigt in bevorzugter Ausgestaltung den Durchmesser der Schnecken, wobei beide Schnecken vorzugsweise den gleichen Durchmesser aufweisen. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die Walze besonders geeignet ist, auch größere Aufhäufungen von Erde, Grasnarbe oder sonstigem Material zumindest weitgehend einzuebnen, während die Schnecken in Gewichts- und Raum sparender Weise hauptsächlich die Querverteilung des Materials übernehmen. Zum anderen wird durch die größere Dimensionierung der Walze im Vergleich zu den Schnecken der wesentliche Vorteil erzielt, dass bei identischer Drehzahl der Schnecken und der Walze die Oberflächengeschwindigkeit der Walze im Vergleich zu den Schnecken erhöht ist, so dass in konstruktiv besonders einfacher Weise die Walze, mit Schlupf rotierend, den Schnecken permanent Erde oder sonstiges aufgehäuftes Material zuschaufelt. Als die Schnecke mit der Walze koppelnde Kraftübertragungsvorrichtung wird vorzugsweise ein Kettenantrieb verwendet. Ebenso ist jedoch auch ein Antrieb über Zahnräder oder ein sonstiger Drehbewegungen synchronisierender Antrieb realisierbar.
  • In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind mit dem Trägerrahmen Befestigungsvorrichtungen verbunden, welche eine Befestigung des Bodenbearbeitungsgerätes an der Frontseite eines Traktors oder sonstigen Fahrzeugs ermöglichen. Durch die Anordnung des Bodenbearbeitungsgerätes an der Frontseite der Zugmaschine wird ein Verdichten der beispielsweise durch Wildschweine aufgeworfenen Bodenunebenheiten vermieden, was eine Einebnung des zunächst typischerweise lockeren Materials wesentlich erschweren würde. Des Weiteren hat die frontseitige Anordnung des Bodenbearbeitungsgerätes den Vor teil, dass bei Bedarf ein weiteres Arbeitsgerät, beispielsweise eine Sämaschine, an das Heck des Traktors angehängt werden kann.
  • Der Antrieb der Schnecken sowie der Walze des Bodenbearbeitungsgerätes erfolgt vorzugsweise unabhängig vom Traktor. Hierzu ist eine mit der Kraftübertragungsvorrichtung gekoppelte Antriebswalze vorgesehen, welche mehrere zum Eingriff in den Boden vorgesehene Mitnehmerelemente, beispielsweise in Form angeschweißter Platten, aufweist. Ebenso können die Mitnehmerelemente beispielsweise die Form von Stacheln aufweisen. Der Durchmesser der Antriebswalze übersteigt vorzugsweise den Durchmesser der Schnecken, wodurch ein besonders großes nutzbares Drehmoment der Antriebswalze erzeugt wird. Dagegen ist die Drehzahl der Schnecken vorzugsweise höher als die Drehzahl der Antriebswalze. Die Kraftübertragungsvorrichtung ist dabei vorzugsweise derart ausgelegt, dass die Umlaufgeschwindigkeit der Schneckenoberfläche die Umlaufgeschwindigkeit der Antriebswalze übersteigt. Die den Kraftschluss zwischen Antriebswalze und Untergrund herstellenden Kraftübertragungsvorrichtungen erstrecken sich vorzugsweise nur über einen Teil der Breite der Antriebswalze. Insgesamt ist die Antriebswalze damit nicht nur zum Antrieb der Schnecken sowie der diesen vorgelagerten mit der Fräseroberfläche versehenen Walze, sondern auch als Andruckwalze nutzbar. Sämtliche Walzen und Schnecken sind, mit Ausnahme der Mitnehmerelemente der Antriebswalze, vorzugsweise auf gleicher Höhe angeordnet.
  • Der Bodenantrieb mittels der Antriebswalze hat auch den Vorteil, dass diese auch als Andruckwalze dienende Walze stets mit der gewünschten Drehzahl rotiert. Dagegen bestünde bei einer Walze mit Fremdantrieb das Risiko, dass diese sich entweder zu schnell dreht und damit lose Erde nach hinten auswirft oder gar Erde oder Grasnarbe erst ausreißt oder sich zu langsam dreht und damit Material vor sich herschiebt. All diese möglichen Nachteile eines Fremdantriebs sind mit der am Boden abrollenden Antriebswalze ohne jeden steuerungs- und regelungstechnischen Aufwand vermieden.
  • Nachfolgen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen in vereinfachter Darstellung:
  • 1 eine Draufsicht auf die wesentlichen Funktionselemente eines Bodenbearbeitungsgerätes, und
  • 2 eine schematische Seitenansicht des Bodenbearbeitungsgerätes.
  • Einander entsprechende Teile sind in beiden Figuren mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
  • Ein in den 1 und 2 schematisiert dargestelltes Bodenbearbeitungsgerät 1, welches insbesondere zur Pflege von Wiesen und Weiden vorgesehen ist, weist einen Trägerrahmen 2 auf, in welchem zwei Schnecken 3, 4 sowie eine Walze 5 und eine Antriebswalze 6 gelagert sind. Das gesamte Bodenbearbeitungsgerät 1 ist mittels mit dem Trägerrahmen 2 verbundener Befestigungsvorrichtungen 7 an der Frontseite eines nicht dargestellten Traktors, LKW's oder sonstigen geländegängigen Fahrzeugs befestigbar. Die Befestigungsvorrichtungen 7 bilden dabei Teile eines Dreipunktrahmens. Die Vorwärtsrichtung des Traktors gibt die Fahrtrichtung F des Bodenbearbeitungsgerätes 1, d.h. die Arbeitsrichtung, vor. Die Arbeitsbreite des Bodenbearbeitungsgerätes 1 liegt mit ca. 1,5 bis 2,5 m in der Größenordnung der Breite des Zugfahrzeugs.
  • Die rotierenden Elemente 3, 4, 5, 6 sind über eine Kraftübertragungsvorrichtung 8 miteinander gekoppelt. Diese setzt sich zusammen aus einem ersten Kettenantrieb 9, der die Antriebswalze 6 mit der in Fahrtrichtung F hinteren Schnecke 4 verbindet, und einem zweiten Kettenantrieb 10, der die hintere Schnecke 4 mit der vorderen Schnecke 3 sowie der Walze 5 verbindet. Abweichend von der vereinfachten Darstellung kann Kettenantrieb 9, 10 auch mehrere Ketten umfassen. Die Schnecken 3, 4 sowie die Walze 5 werden nicht extern, etwa über eine Zapfwelle des Traktors, angetrieben, sondern ausschließlich mittels der Antriebswalze 6. Diese weist zu diesem Zweck mehrere Mitnehmerelemente 11 in Form von angeschweißten Platten auf, die im Randbereich der Antriebswalze 6, nahe eines lin ken Holms 12 und eines rechten Holms 13 des Trägerrahmens 2 angeordnet sind und in der Art von Schaufelrädern in den Untergrund eingreifen können. Abgesehen von den Mitnehmerelementen 11 weist die Antriebswalze 6 eine glatte Oberfläche auf und fungiert damit zugleich als Andruckwalze. Der durch den glatten Abschnitt der Antriebswalze 6 gegebene Kerndurchmesser K, auch als Rohrdurchmesser bezeichnet, beträgt 220 mm, der durch die Mitnehmerelemente 11 beschriebene äußere Durchmesser M 340 mm. Der Kettenantrieb 9 zwischen der Antriebswalze 6 und der hinteren Schnecke 4 weist ein Übersetzungsverhältnis von 1,3 auf, wobei sich die Schnecke 4 schneller dreht als die Antriebswalze 6 und Schnecke 4 und Antriebswalze 6 gleichsinnig rotieren. Die Kettenantriebe 9, 10 sind ebenso wie die rotierenden Teile 3, 4, 5, 6 durch eine gestrichelt angedeutete Schutzvorrichtung 14 abgedeckt. Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Antriebswalze 6 größere Durchmesser als die angegebenen Werte aufweisen, was den Vorteil größerer übertragbarer Drehmomente sowie eines leichteren Abrollens insbesondere auf weichem Untergrund hat. Entsprechendes gilt auch für die nachfolgend genannten Dimensionierungen der weiteren rotierenden Teile 3, 4, 5.
  • Der Durchmesser D der Schnecke 4 liegt, ebenso wie der Durchmesser D der Schnecke 3, mit 200 mm etwas unter dem Kerndurchmesser K der Antriebswalze 6. An die gewendelten Bereiche der Schnecken 3, 4 schließt sich jeweils in Förderrichtung F1, F2 ein glatter Wellenabschnitt 17, 18 an, so dass die Schnecken 3, 4 insgesamt in deren Achsrichtung etwas versetzt zueinander angeordnet sind. Durch die vordere Schnecke 3 wird Material vom rechten Holm 13 in Richtung F1 zum linken Holm 12 und durch die hintere Schnecke 4 Material in entgegengesetzter Richtung F2 gefördert.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide Schnecken 3, 4 in der Art eines Rechtsgewindes geformt. Um die Förderung von Material in entgegengesetzte Förderrichtungen F1, F2 zu ermöglichen, sind daher die Schnecken 3, 4 mit unterschiedlicher Drehrichtung angetrieben. Beide Schnecken 3, 4 rotieren mit gleicher Drehzahl. Die Umkehr der Rotationsrichtung der vorderen Schnecke 3 im Ver gleich zur hinteren Schnecke 4 ist mit der Kraftübertragungsvorrichtung 8 beispielsweise folgendermaßen erreichbar: Auf der Welle der hinteren Schnecke 4 befinden sich zwei Zahnräder, auch als Kettenblätter bezeichnet, von denen eines durch den mit der Antriebswalze 6 gekoppelten ersten Kettenantrieb 9 angetrieben ist. Das zweite, koaxial zum ersten Zahnrad angeordnete Zahnrad dreht sich ebenfalls in der durch die Antriebswalze 6 vorgegebenen Drehrichtung. Die Kette des zweiten Kettenantriebs 10 ist von diesem zweiten Zahnrad angetrieben. Der oben liegende Abschnitt dieser Kette wird kraftübertragend an der unteren Seite eines Zahnrades an der vorderen Schnecke 3 entlang geführt, während der unten liegende Abschnitt der Kette im Bereich der vorderen Schnecke 3 ohne Kontakt zur Schnecke 3 oder zu einem mit dieser rotierenden Teil, beispielsweise unterstützt von frei drehbaren, am Trägerrahmen 2 befestigten Zahnrädchen und/oder von einem Führungselement aus Kunststoff, geführt wird. Zur Sicherstellung einer zuverlässigen Kraftübertragung von der Kette zur vorderen Schnecke 3 sind ebenfalls am Trägerrahmen 2 gelagerte Zahnrädchen nutzbar, welche gewährleisten, dass die Kette über einen Bogen einer bestimmten Mindestlänge mit dem Zahnrad an der Schnecke 3 gekoppelt ist. Alternativ zur beschriebenen Drehrichtungsumkehr mittels Kettentrieb ist eine gegenläufige Rotation der Schecken 3, 4 beispielsweise auch durch ein reines Zahnradgetriebe oder durch ein kombiniertes Zahnrad/Ketten-Getriebe realisierbar.
  • Die an der Vorderseite des Bodenbearbeitungsgerätes 1 angeordnete Walze 5 dreht sich in derselben Richtung wie die Antriebswalze 6, d.h. in Vorwärtsrichtung. Der Antrieb der Walze 5 durch die Kette des vorderen Kettenantriebs 10 geschieht, ebenso wie der Antrieb der hinteren Schnecke 4 durch den ersten Kettenantrieb 9, in an sich üblicher Weise, d.h. indem die Kette um ein auf der jeweiligen Welle angeordnetes Kettenblatt gelegt ist. Dadurch, dass der Durchmesser der Walze 5 den Durchmesser der Schnecken 3, 4 übersteigt und die Kette ausschließlich auf der Unterseite am Kettenblatt der vorderen Schnecke 3 entlang geführt ist, verläuft die Kette mit einem leichten Knick im Bereich der vorderen Schnecke 3, wobei sie sich etwas um das Kettenblatt der vorderen Schnecke 3 legt und schon dadurch eine zuverlässige Kraftübertragung zur Schnecke 3 gewährleistet.
  • Die Oberfläche der Walze 5 ist als so genannte Fräseroberfläche 15 ausgebildet, welche durch über die gesamte Breite der Walze 5 verlaufende Querstege 16 realisiert ist. Der Gesamtdurchmesser der Walze 5 einschließlich der Querstege 16 wird mit G, der Durchmesser ohne Querstege 16 als Rohrdurchmesser R bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel entsprechen die Werte des Rohrdurchmessers R sowie des Gesamtdurchmessers G mit 220 mm und 340 mm den Durchmessern K, M der Antriebswalze 6. Die Oberflächengeschwindigkeit der Walze 5 ist durch die gegebenen Übersetzungsverhältnisse insgesamt höher als bei einem frei mitlaufenden rotierenden Element. Die Walze 5 schleudert somit angehäuftes Erdmaterial in Richtung zur vorderen Schnecke 3, die zusammen mit der hinteren Schnecke 4 die weitere Einebnung des Materials übernimmt, wobei die vordere, gegen die Fahrtrichtung F rotierende Schnecke 3 loses Material eher vor sich herschiebt, während die hintere, gegenläufig zur vorderen Schnecke 3 rotierende Schnecke 4 Material zusätzlich zur seitlichen Verteilung auch gezielt an den Boden andrückt. Das Bodenbearbeitungsgerät 1 ist damit besonders zur vollständigen Einebnung von Bodenunebenheiten in einem einzigen Arbeitsgang geeignet.
  • 1
    Bodenbearbeitungsgerät
    2
    Trägerrahmen
    3
    Schnecke
    4
    Schnecke
    5
    Walze
    6
    Antriebswalze
    7
    Befestigungsvorrichtung
    8
    Kraftübertragungsvorrichtung
    9
    Kettenantrieb
    10
    Kettenantrieb
    11
    Mitnehmerelemente
    12
    linker Holm
    13
    rechter Holm
    14
    Schutzvorrichtung
    15
    Fräseroberfläche
    16
    Quersteg
    17
    Wellenabschnitt
    18
    Wellenabschnitt
    D
    Durchmesser
    F
    Fahrtrichtung
    F1
    Förderrichtung
    F2
    Förderrichtung
    G
    Gesamtdurchmesser
    K
    Kerndurchmesser
    M
    äußerer Durchmesser
    R
    Rohrdurchmesser

Claims (10)

  1. Bodenbearbeitungsgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden, mit zwei quer zur Fahrtrichtung (F) in einem Trägerrahmen (2) gelagerten Schnecken (3, 4), welche mit einer Kraftübertragungsvorrichtung (8) gekoppelt und zur Förderung von Erde in entgegengesetzten Richtungen ausgebildet sind, gekennzeichnet durch eine den Schnecken (3, 4) in Fahrtrichtung (F) vorgelagerte, eine Fräseroberfläche (15) aufweisende Walze (5), die derart mit der Kraftübertragungsvorrichtung (8) gekoppelt ist, dass sie in Fahrtrichtung (F) rotiert, wobei die Rotationsgeschwindigkeit die sich bei einem freien Mitlauf der Walze (5) ergebende Rotationsgeschwindigkeit übersteigt sowie durch eine mit der Kraftübertragungsvorrichtung (8) gekoppelten, dem Antrieb der Schnecken (3, 4) dienenden Antriebswalze (6), welche mehrere zum Eingriff in den Boden vorgesehene Mitnehmerelemente (11) aufweist.
  2. Bodenbearbeitungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Trägerrahmen (2) Befestigungsvorrichtungen (7) verbunden sind, die eine Befestigung an der Frontseite eines Traktors ermöglichen.
  3. Bodenbearbeitungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraftübertragungsvorrichtung (8) ein Kettenantrieb (9, 10) vorgesehen ist.
  4. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungsvorrichtung (8) derart ausgebildet ist, dass die Drehzahl einer Schnecke (3, 4) mit der Drehzahl der Walze (5) übereinstimmt.
  5. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungsvorrichtung (8) derart ausgebildet ist, dass die Schnecken (3, 4) gegenläufig rotieren.
  6. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesamtdurchmesser (G) der Walze (5) den Durchmesser (D) einer Schnecke (3, 4) übersteigt.
  7. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräseroberfläche der Walze (5) durch sich über deren gesamte Breite erstreckende Querstege (16) gebildet wird.
  8. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswalze (6) mit einem glatten Oberflächenabschnitt zugleich als Andruckwalze ausgebildet ist.
  9. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungsvorrichtung (8) derart ausgebildet ist, dass die Drehzahl einer Schnecke (3, 4) die Drehzahl der Antriebswalze (6) übersteigt.
  10. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Durchmesser (M) der Antriebswalze (6) den Durchmesser (D) einer Schnecke (3, 4) übersteigt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202014006751U1 (de) 2014-08-16 2014-09-16 Martin Dengler Mulchvertikutierer
DE102013013256A1 (de) 2013-08-09 2015-02-12 Andreas Reinhardt Meyer Bodenbearbeitungsgerät zur Beseitigung von Wildschäden
DE202017101979U1 (de) * 2017-04-04 2018-07-05 Treffler Maschinenbau Gmbh & Co. Kg Landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät

Citations (2)

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DE1913873U (de) * 1964-01-18 1965-04-15 M P M Sicilia S P A Landwirtschaftliches kulturgeraet mit gegenlaeufigen schnecken.
DE19515483C2 (de) * 1995-04-27 1997-07-10 Erich Meiser Schleppgerät zur Pflege von Wiesen und Weiden

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