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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Füllmaschine umlaufender Bauart
zum Füllen
von Flaschen oder dergleichen Behälter mit einem flüssigen Füllgut.
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Bekannt
ist eine Füllmaschine
(
DE 30 43 200 ) zum Füllen von
Flaschen oder dergleichen Behälter
mit einem flüssigen
Füllgut,
bei der zur Anpassung an unterschiedliche Flaschenhöhen der
um eine vertikale Maschinenachse umlaufend antreibbare Rotor aus
zwei Rotorelementen besteht, nämlich aus
einem Standflächen
für die
Flaschen bildenden, um die vertikale Maschinenachse umlaufend antreibbaren
Drehtisch (erstes Rotorelement) sowie aus einem zweiten Rotorelement,
welches für
diese Anpassung in Richtung der Maschinenachse höhenverstellbar ist und an welchem
der Kessel für
das flüssige Füllgut sowie
auch die Füllelemente
vorgesehen sind.
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Nachteilig
bei bekannten Füllmaschinen
ist u.a., dass sie zwar in der Regel eine Anpassung an unterschiedliche
Behälterhöhen ermöglichen,
bei dieser Anpassung aber stets auch eine Anpassung oder Neueinstellung
der für
die gesteuerte Hubbewegung der Füllelemente
vorhandenen Steuer- oder Hubkurven oder ein Austauschen dieser Hubkurven erforderlich
machen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Füllmaschine
aufzuzeigen, die bei einfacher konstruktiver Ausbildung die vorgenannten
Nachteile vermeidet und eine vereinfachte Betriebsweise ermöglicht,
insbesondere auch ein schonendes Füllen und/oder eine Anpassung
an unterschiedliche Behältergrößen ohne
zusätzlichen
Aufwand.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist eine Füllmaschine
entsprechend dem Patentanspruch 1 oder 3 ausgebildet.
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Nach
einem Aspekt der Erfindung ist die Hubsteuerung für das Heranbewegen
der Füllelemente
an den jeweiligen zu füllenden
Behälter
(vor dem Einleiten des Füllvorgangs)
und für
das Wegbewegen des Füllelementes
nach dem Füllvorgang
so ausgebildet, dass jedes Füllelement
sich in der angehobenen Stellung oberhalb des Bodens des Kessels befindet,
sodass beim Leerfüllen
der Füllmaschine das
flüssige
Füllgut
aus den angehobenen Füllelementen
in den Kessel und von dort über
die abgesenkten Füllelemente
abfließen
kann, ebenso auch ein flüssiges
Reinigungsmedium beim Reinigen der Füllmaschine.
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Nach
einem zweiten Aspekt der Erfindung sind auch die Hubsteuerung bzw.
die Steuermittel für die
gesteuerte Hubbewegung der Füllelemente
beim Anpassen der Füllmaschine
an unterschiedliche Behälterhöhen, d.h.
bei der Höhenverstellung
des zweiten Rotorelementes mit diesem mitbewegbar, so dass die Höhenverstellung
keinen Einfluss auf die gesteuerte Hubbewegung hat, also bei der
Höhenverstellung
keine zusätzliche
Einstellung der Steuermittel, beispielsweise der Steuer- und Hubkurven
erforderlich ist.
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Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im
Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es
zeigen:
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1 in
vereinfachter Darstellung und im Vertikalschnitt eine Füllmaschine
umlaufender Bauart gemäß der Erfindung;
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2 in
Schnittdarstellung eines der Füllelemente
der Füllmaschine
der 1.
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Die
in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Füllmaschine
umlaufender Bauart dient zum Füllen
von Flaschen 2 oder dergl. Behälter mit einem flüssigen Füllgut, z.B.
Getränk,
beispielsweise mit Wein. Die Füllmaschine 1,
die bei der dargestellten Ausführungsform
eine füllrohrlose
Einkammervakuumfüllmaschine
ist, umfasst u.a. einen Maschinenrahmen 3, mit dem die
Maschine auf einem Untergrund aufsteht und an dem um eine vertikale
Maschinenachse MA ein Rotor 4 drehbar gelagert ist. Dieser Rotor 4 besteht
u.a. aus einem Drehtisch 5, der an seinem Außenumfang
mit einem Lagerring 6 an der Oberseite des Maschinenrahmens 3 um
die Maschinenachse MA drehbar gelagert ist. An der Oberseite bildet
der Drehtisch 5 Standflächen,
auf denen die Flaschen 2 aufrecht stehend, d.h. mit ihrer
Flaschenachse in vertikaler Richtung und damit parallel zur Achse
MA orientiert mit jeweils ihrem Flaschenboden aufstehen. Bei der
dargestellten Ausführungsform sind
die Standflächen
von der Oberseite eines die Achse MA konzentrisch umschließenden Ringes 7 gebildet.
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Unterhalb
des Lagerringes 6 ist der Drehtisch 5 mit einer
Außenverzahnung 8 versehen, über die
der Drehtisch 5 von einem Antrieb 9 um die Achse MA
umlaufend angetrieben wird. Bei der dargestellten Ausführungsform
umfasst der Antrieb 9 eine im Inneren des Maschinenrahmens 3 und
am Randbereich dieses Rahmens untergebrachten Getriebemotor 10,
der über
eine in vertikaler Richtung orientierte Welle 11 mit einer
Zahnradgetriebeanordnung 12 antriebsmäßig verbunden ist, welche dann
mit der Außenverzahnung 8 des
Drehtisches 5 zusammenwirkt.
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Der
Rotor 4 umfasst weiterhin ein inneres, mit seiner Achse
achsgleich mit der Achse MA angeordnetes und bei der dargestellten
Ausführungsform als
Hohlzylinder ausgebildetes, säulenartiges
zweites Rotorelement 13, welches mit seinem oberen Abschnitt
einen Kessel 14 mit Kesselboden 15 bildet. Während des
Füllvorgangs
ist der Innenraum des Kessels 14 z.B. niveaugesteuert bis
zu einem vorgegebenen Niveau N, mit dem flüssigen Füllgut gefüllt, so dass sich im Kessel 14 ein
u.a. auch durch den Boden 15 begrenzter Flüssigkeitsraum 14.1 und
darüber
ein Gasraum 14.2 ergeben. In den Flüssigkeitsraum 14.1 mündet unterschichtig
eine Versorgungsleitung 16 zum Zuführen des flüssigen Füllgutes, und zwar unterhalb
des Niveaus N. In den Gasraum 14.2 mündet eine Unterdruckleitung 17,
die mit einer geeigneten Unterdruckquelle verbunden ist.
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Der
Rotor 4 umfasst weiterhin eine Vielzahl von Füllelementen 18,
die in gleichmäßigen Winkelabständen um
die Achse MA sowie um das Rotorelement 13 verteilt vorgesehen
sind und die sich in vertikaler Richtung jeweils über den
von dem Ring 7 gebildeten Standflächen befinden. Jedes Füllelement 18 ist
an einem außenliegenden
Ende eines mit seiner Längserstreckung
radial zur Achse MA orientierten Auslegers 19 befestigt,
der seinerseits mit seinem innenliegenden Ende am oberen Ende einer
Hubstange 20 gehalten ist. Die einzelnen Hubstangen 20, die
mit ihrer Längsachse
jeweils parallel zur Achse MA orientiert sind und einen radialen
Abstand von der Achse MA aufweisen, der kleiner ist als der Abstand
des zugehörigen
Füllelementes 18,
sind in Richtung der Achse MA um einen vorgegebenen Hub auf und
ab bewegbar. Hierfür
sind die Hubstangen 20 geführt, und zwar einerseits in
der Nähe
ihres oberen Endes jeweils an einem oberen Lager 21, welches
an einem für
sämtliche
Lager 21 gemeinsamen, die Achse MA konzentrisch umschließenden und
am Rotorelement 13 gehaltenen Tragring 22 vorgesehen
ist, sowie am unteren Ende an einer Führungsstange 23, auf
der das untere Ende jeder Hubstange 20 axial verschiebbar
und verdrehungssicher gehalten ist. Jede Führungsstange 23 besitzt
hierfür
beispielsweise einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt,
auf dem die Hubstange 20 mit einer angepassten Gleitführung oder
Führungsöffnung geführt ist.
Die einzelnen Führungsstangen 23 sind
an einem unteren mit dem Rotorelement verbundenen und über dieses
flanschartig überstehenden
Tragring 24 gehalten. Auch andere Möglichkeiten für eine verdrehungssichere
Führung
der Hubstangen sind denkbar, beispielsweise die Führung jeder
Hubstange an jeweils zwei Führungsstangen.
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Drehbar
gelagert um die Achse MA ist das innere Rotorelement 13 unter
Verwendung einer Spurlagersäule 25 und
eines Spurlagergehäuses 26,
und zwar auch an einem Lagerträger 27.
Der Lagerträger 27,
die Spurlagersäule 25 und
das Spurlagergehäuse 26 befinden
sich dabei innerhalb des Maschinenrahmens 3 und unterhalb
des Drehtisches 5. Die Spurlagersäule 25, die achsgleich
mit der Achse MA angeordnet ist, ist mit ihrem unteren Ende fest
mit dem Maschinenrahmen 3 verbunden. Der Lagerträger 27 und
das an diesem Lagerträger 27 gelagerte Rotorelement 13 mit
den Hubstangen 20 und Füllelementen 18 ist
zur Anpassung der Füllmaschine 1 an unterschiedliche
Flaschenhöhen
höhenverstellbar, d.h.
in vertikaler Richtung einstellbar, wobei bei dieser Höheneinstellung
das Spurlagergehäuse 26 axial auf
der Spurlagersäule 25 gleitet.
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Die
Höheneinstellung
des Lagerträgers 27 erfolgt
bei der dargestellten Ausführungsform über eine
Gewindespindel 28, die mit ihrer Achse parallel zur Achse
MA orientiert ist, gegenüber
der Spurlagersäule 25 und
dem Spurlagergehäuse 26 radial
versetzt ist und die mit ihrem Gewinde in ein Muttergewinde im Lagerträger 27 eingreift.
Die Spindel 28 ist drehbar, aber axial nicht verschiebbar
im Maschinenrahmen 3 gelagert und zwar derart, dass über die Spindel
auch die vertikale Last des Lagerträgers 27 und der an
diesem Lagerträger
gelagerten Elemente über
die Spindel 28 auf dem Maschinenrahmen 3 übertragen
werden können.
Mit eine außen
am Maschinenrahmen zugängliche
Kurbel 29 und ein Kegelradgetriebe 30 ist die
Spindel 28 für
eine manuelle Höhenverstellung
drehbar. Es versteht sich, dass im Bedarfsfall auch mehrere, über einen
gemeinsamen Antriebsstrang betätigbare
Spindeln 28 für
die Höhenverstellung
vorgesehen werden können,
falls dies erforderlich ist. Es versteht sich weiterhin, dass die Höhenverstellung
auch motorisch erfolgen kann.
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Um
ein unerwünschtes
Verdrehen des Lagerträgers 27 um
die Achse MA zu vermeiden, ist gegenüber dieser Achse radial versetzt
am Maschinenrahmen 3 eine mit ihrer Achse parallel zur
Achse MA orientierten Führungssäule 31 vorgesehen,
an der der Lagerträger 27 zusätzlich geführt ist.
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Um
das Rotorelement 13 mit dem Drehtisch 5 mitzubewegen,
gleichzeitig aber die Höhenverstellung
des Rotorelementes 13 gegenüber dem Maschinenrahmen 3 und
damit auch gegenüber
dem am Maschinenrahmen 3 drehbar, aber nicht höhenverstellbaren
Drehtisch 5 vornehmen zu können, sind Übertragungsmittel 32 vorgesehen,
die das Rotorelement 13 mit dem Drehtisch für die Drehbewegung
antriebsmäßig verbinden,
aber die Höhenverstellung zulassen.
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
sind diese Übertragungsmittel 32 von
wenigstens einer Führungsstange 33 gebildet,
die mit ihrer Achse parallel zur Achse MA orientiert und mit ihrem
unteren Ende fest am Drehtisch 5 gehalten ist. Auf dieser Führungsstange 33 ist
ein mit dem Rotorelement 13 verbundenes Führungselement 34 axial
verschiebbar geführt.
Auch andere Ausführungen
sind für
diese Übertragungsmittel 32 denkbar.
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Für die gesteuerte
Auf- und Abbewegung bzw. Hubbewegung der Hubstangen 20 und
der an diesen gehaltenen Füllelemente 18 dient
eine Steuer- oder Hubkurve 35, die an dem Lagerträger 27 vorgesehen
ist und mit der Steuer- oder Hubrollen 36 an den unteren
Enden der Hubstangen 20 zusammenwirken und zwar derart,
dass einem ansteigenden Bereich der mit dem Rotor 4 nicht
mitdrehenden Steuerkurve 35 die jeweilige Hubstange 20 z.B.
gegen ihr Eigengewicht und das Gewicht des Füllelementes 18 angehoben
und in dem abfallenden Bereich der Hubkurve 35 durch ihr
Eigengewichtes und das Gewichtes des Füllelementes 18 abgesenkt
wird.
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Die
einzelnen Füllelemente 18 sind
jeweils über
zwei flexible Leitungen 37 und 38 mit dem Kessel
verbunden, und zwar über
die Leitung 37 mit dem Flüssigkeitsraum 14 und über die
Leitung 38 mit dem Gasraum 14.2. Die Leitung 37 mündet dabei
in den Flüssigkeitsraum 14.1 etwa
auf dem Niveau des Bodens 15.
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An
dem Lagerträger 27 ist
eine zusätzliche mit
ihrer Achse in vertikaler Richtung orientierte Hubstange 39 mit
ihrem unteren Ende befestigte, die oberhalb des Maschinenrahmens 3 in
einer Säule 40 geführt ist.
Das obere, aus der Säule 40 vorstehende Ende
der Hubstange 39 ist mit einem Lager oder Träger 41 versehen,
an welchem die beiden Leitungen 16 und 17 gehalten
sind, so dass auch diese bei der Höhenverstellung mit bewegt werden.
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Die
Ausbildung der Füllelemente 18 ist
in der 2 näher
im Detail dargestellt. Jedes Füllelement 18 besteht
aus einem Gehäuse 42,
in welchem ein Flüssigkeitskanal 43 ausgebildet
ist, der mit seinem einen Ende mit der Leitung 37 verbunden
ist und am anderen Ende an einer an der Unterseite des jeweiligen
Gehäuses 42 gebildeten
Abgabeöffnung
mit Flüssigkeitsventil 44 mündet. Die
Abgabeöffnung
ist von einer ringförmigen
Dichtung 45 umgeben, gegen die jeweilige Flasche 2 beim
Füllen
mit dem Rand 2.1 ihrer Flaschenöffnung dicht anliegt, und zwar
angepresst durch das Eigengewicht des Füllelementes 18 und
der zugehörigen
Hubstange 20, ggf. unterstützt auch durch nicht dargestellte
Federmittel, die die jeweilige Hubstange 20 und das zugehörige Füllelement 18 in
die untere Position vorspannen.
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Das
Flüssigkeitsventil 44 ist
von einem Ventilkörper 46 gebildet
ist, der bei der Darstellung der 2 die Abgabeöffnung verschließt und hierfür gegen
einen von dem Rand der Abgabeöffnung
gebildeten Ventilsitz 47 unter Einwirkung einer nicht dargestellten
Druck- oder Schließfeder
dicht anliegt. Zum Öffnen
des Flüssigkeitsventils 44 bzw.
der Abgabeöffnung
wird der Ventilkörper 46 in
Richtung der Füllelementachse
FA in vertikaler Richtung nach unten bewegt, so dass das flüssige Füllgut dann
bei geöffnetem
Flüssigkeitsventil 44 aus
dem Flüssigkeitskanal 43 zwischen
dem Ventilkörper 46 und
dem Ventilsitz 47 gebildeten Ringspalt der jeweiligen Flasche 2 an
deren Innenwand zufließen
kann.
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Der
Ventilkörper 46 ist
an einem Rückgasrohr 48 vorgesehen,
welches achsgleich mit der Füllelementachse
FA angeordnet, mit einem Abschnitt 48.1 über den
Ventilkörper 46 nach
unten vorsteht und am unteren Ende offen ist. Das in der 2 nicht dargestellte
obere Ende des Rückgasrohres 48 ist mit
der Leitung 38 verbunden. Weiterhin ist das Rückgasrohr 48 im
Gehäuse 42 für das Öffnen und Schließen des
Flüssigkeitsventils 44 axial
verschiebbar, und zwar gesteuert durch eine nicht dargestellte Steuereinrichtung,
beispielsweise eine mechanische, elektromagnetische oder pneumatische
Steuereinrichtung, die synchron mit dem Umlauf des Rotors 4 betätigt wird.
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Es
besteht weiterhin auch die Möglichkeit, die
Füllelemente 18 jeweils
so auszubilden, dass ein den Ventilkörper 46 bildendes
Gehäuseteil 46.1,
in welchem dann beispielsweise das Rückgasrohr 48 für eine Einstellung
der Füllhöhe axial
verstellbar vorgesehen ist,. an seinem in der 2 nicht
dargestellten oberen Ende mit dem Ausleger 19 der zugehörigen Hubstange 20 verbunden
ist, während
das Ventilgehäuse 42 axial
bzw. in Richtung der Füllelementachse
(FA) gegen die vorstehend erwähnte
Druck- oder Schließfeder
auf dem Gehäuseteil 46.1 axial verschiebbar
ist, sodass beim Absenken und Aufsetzen eines Füllelementes 18 auf
eine Falsche 2 zunächst
das Ventilgehäuse 42 mit
der Ringdichtung 45 gegen den Rand 2.1 der Flaschenöffnung zur
Anlage kommt und dann beim weiteren nach unten Bewegen der Hubstange 20 unter
Zurückbleiben
des Ventilgehäuses 42 das
Flüssigkeitsventil 44 öffnet.
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Im
oberen Bereich bzw. am Anschluss 49, über den der Flüssigkeitskanal 43 mit
der Leitung 37 verbunden ist, bildet der Flüssigkeitskanal 43 eine Gassperre 50,
und zwar dadurch, dass dort der Strömungsweg für das über den Anschluss 49 eintretende
Füllgut
zunächst
in einem ersten Abschnitt 50.1 in vertikaler Richtung nach
oben und dann anschließend
in einem zweiten Abschnitt 50.2 der Gassperre 50 nach
einer Umlenkung um 360° in
vertikaler Richtung nach unten verläuft. Wie die 2 auch
zeigt, liegt das untere geschlossene Ende 50.1.1 des Abschnittes 50.1 niveaugleich
mit dem Anschluss 49, sodass beim einem Entleeren der Füllmaschine 1 bzw.
der Füllelemente 18 keine
Flüssigkeits-
oder Füllgutreste
in dem die jeweilige Gassperre 50 bildenden Labyrinth verbleiben.
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Zum
Füllen
der Flaschen 2 mit dem flüssigen Füllgut werden die Flaschen 2 bei
eingeschalteter Füllmaschine 1,
d.h. bei umlaufendem Rotor 4 über einen Transporteur 51 zugeführt und
an einer Flaschen- oder Behälteraufgabe,
von der in der 1 schematisch nur ein Übergabestern 52 dargestellt
ist, an jeweils eine unter einem Füllelement 18 gebildete Füllposition übergeben,
so dass die betreffende Flasche 2 dort mit ihrem Boden
auf dem Ring 7 aufsteht. Der Stern 52 ist bei
der dargestellten Ausführungsform
ebenfalls über
die Zahnradanordnung 12 angetrieben. Nach der Übergabe
einer Flasche 2 wird auf einem ersten Winkelbereich der
Drehbewegung des Rotors 4 das jeweilige Füllelement
durch Absenken der Hubstange 12 auf die Flasche 2 abgesenkt,
so dass das Füllelement
dann mit der Ringdichtung 45 abgedichtet gegen das Füllelement
anliegt. Nach dem Öffnen
des Flüssigkeitsventils 44 fließt das flüssige Füllgut unter
Falldruck aus dem Flüssigkeitsraum 14.1 in
die jeweilige Flasche 2. Das hierbei aus der Flasche 2 verdrängte Gas-
oder Luftvolumen gelangt in den Gasraum 14.2 und wird von
dort über
die Leitung 17 abgeführt.
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Das
Zufließen
des flüssigen
Füllgutes
in die jeweilige Flasche 2 wird dadurch beendet, dass das untere,
offene Ende des Rückgasrohres 48 in
den in der Flasche 2 beim Füllen aufsteigenden Füllgutspiegel
eintaucht und damit ein weiteres Entweichen von Luft aus der Flasche 2 über das
Rückgasrohr
nicht mehr möglich
ist. Auch über
die Gassperre 50 ist ein Luft- oder Gasstrom in den Kessel 14 nicht
möglich. Die
Gassperre 50 weist hierfür eine ausreichende axiale
Länge auf.
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An
einem vorgegebenen Winkel der Drehbewegung des Rotors 4 wird
das jeweilige Flüssigkeitsventil 44 durch
die vorstehend erwähnte
Steuereinrichtung oder durch das Anheben der zugehörigen Hubstange 20 zwangsweise
geschlossen, so dass dann das jeweilige Füllelement 18 durch
Anheben der zugehörigen
Hubstange 20 von der gefüllten Flasche 2 entfernt
werden kann und diese an einem Behälter- oder Flaschenauslauf,
der weder wenigstens einen dem Übergabestern 52 entsprechenden Übergabestern
aufweist, auf den Transporteur 51 zur Weiterleitung an
eine Verschließmaschine übergeben wird.
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Eine
Besonderheit der beschriebenen Füllmaschine 1 besteht
darin, dass sich die Hub- oder Steuerkurve 35 an
dem Lagerträger 27 befindet,
die Hub- oder Steuerkurve 35 also bei der Höhenverstellung
zur Anpassung an unterschiedliche Flaschengrößen mit dem Lagerträger 27 und
den übrigen
an diesem Lagerträger
vorgesehenen Funktionselementen mitbewegt wird, so dass bei einer
Anpassung der Füllmaschine
an unterschiedlichen Flaschenhöhen
lediglich diese Höhenverstellung
notwendig ist, aber keine weitere Anpassung der Füllmaschine.
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Eine
weitere Besonderheit der beschriebenen Füllmaschine 1 besteht
darin, dass sich die Anschlüsse 49 und
die Füllelemente 18 sowie
der in jedem Füllelement 18 ausgebildete
Flüssigkeitskanal 43 auf
seiner gesamten Länge
zwischen dem Flüssigkeitsventil
an der Abgabeöffnung
und dem Anschluss 46 unabhängig von der Höhenverstellung des
Rotorelementes 13 und der mit diesem verbundenen Funktionselemente,
d.h. unabhängig
von der Anpassung der Füllmaschine 1 an
unterschiedliche Flaschenhöhen
oberhalb des Niveaus des Bodens 15 und bei abgesenktem
Füllelement
unterhalb dieses Niveaus befinden.
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Hierdurch
weist die Füllmaschine 1 u.a.
den Vorteil auf, dass der Kessel 14, aber auch die zum Zuführen des
flüssigen
Füllgutes
dienenden Leitungen 37 über
die Füllelemente 18 komplett
oder nahezu komplett entleert werden können und zwar deswegen, weil
im abgesenkten Zustand jedes Füllelement 18 mit
seinem Flüssigkeitskanal
deutlich unter dem Niveau des Bodens 15 angeordnet ist
und sich im angehobenen Zustand deutlich über diesem Niveau befindet,
so dass im Kessel 14 vorhandenes Füllgut über die abgesenkten und geöffneten
Füllelemente
in die zugehörigen
Flaschen 2 fließen
kann und bei angehobenen Füllelementen
sich diese und deren Gassperren sowie auch die Leitungen 37 in
den Kessel 14 entleeren. Dies ermöglicht auch eine vereinfachte Reinigung
der Füllmaschine 1.
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Durch
die Anordnung der Füllelemente 18 um
das Rotorelement 13 bzw. um den Kessel 14, auch
mit einem bezogen auf die Maschinenachse MA radialen Abstand von
der Umfangswand des Kessels, besteht zum einen die beschriebene
Möglichkeit,
dass sich die Füllelemente 18,
zumindest aber deren Anschlüsse 49 im
angehobenen Zustand der Füllelemente 18 oberhalb
des Niveaus des Kesselbodens 15 befinden. Weiterhin besteht
durch diese Ausbildung die Möglichkeit,
bei ausreichend großem Hub
für die
Füllelemente 18 die
Fallhöhe
(vertikale Höhendifferenz
zwischen Füllgutspiegel
im Kessel 14 und Niveau der geöffneten Abgabeöffnung beim
Füllen)
klein zu halten, womit u. a. ein schonendes Füllen, d. h. insbesondere auch
ein Füllen
ohne Schaumbildung bei einem zur Schaumbildung neigenden Füllgut sowie
ein aromaschonendes und Alkoholverluste vermeidendes Füllen möglich ist.
Bedingt durch die geringe Fallhöhe
ist es ferner möglich, den
Unterdruck im Kessel 14 erheblich zu reduzieren, was u.
a. zu dem angestrebten aromaschonenden und Alkoholverluste vermeidenden
Füllen
beiträgt.
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Durch Änderung
des Niveaus des Füllgutspiegels
im Kessel 14 sind weiterhin die Fallhöhe und damit der Falldruck
beim Füllen
einstellbar und an das jeweilige Füllgut anpassbar.
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Durch
die beschriebene Bauform ergibt sich ein reduzierter Durchmesser
für den
Kessel 14 mit dem Vorteil, dass die im Kessel vom Füllgutspiegel gebildete
freiliegende Oberfläche
relativ klein ist und somit auch über diese Oberfläche bedingte
Beeinträchtigungen
des Füllgutes
reduziert sind. Weiterhin ergibt sich durch das geringe Kesselvolumen
ein hoher Durchsatz des flüssigen
Füllgutes
im Kessel, was ebenfalls zum Erhalt der Qualität des abgefüllten Füllgutes beiträgt.
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Sämtliche
durch die leeren und gefüllten
Flaschen 2 sowie durch die gegen die Flaschen 2 anliegenden
Füllelemente 18 mit
zugehörigen
Hubstangen 20 bedingten Lasten bzw. Kräfte werden vom Rotorelement
bzw. Drehtisch 5 aufgenommen und von diesem bzw. dessen
Lagerung (Lagering 6) direkt auf den Maschinenrahmen 3 übertragen,
so dass der Lagerträger 27 von
diesen Kräften
entlastet ist.
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Die
Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind,
ohne dass dadurch der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke
verlassen wird. So wurde vorstehend davon ausgegangen, dass die
Füllelemente 18 solche
ohne Füllrohr
sind. Selbstverständlich
können
auch Füllelemente
mit Füllrohr
Verwendung finden. Ferner kann die Füllmaschine auch für eine drucklose
Füllung
ausgebildet sein.
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- 1
- Füllmaschine
- 2
- Flasche
- 2.1
- Flaschenmündung
- 3
- Maschinenrahmen
- 4
- Rotor
- 5
- Drehtisch
- 6
- Lagerring
- 7
- Standfläche bzw.
Ring
- 8
- Außenverzahnung
- 9
- Antrieb
- 10
- Getriebemotor
- 11
- Welle
- 12
- Zahnradanordnung
- 13
- Rotorelement
- 14
- Kessel
- 14.1
- Flüssigkeitsraum
- 14.2
- Gasraum
- 15
- Boden
- 16,
17
- Leitung
- 18
- Füllelement
- 19
- Ausleger
- 20
- Hubstange
- 21
- Lagerelement
- 22
- Führungs-
oder Tragring
- 23
- Führungsstange
- 24
- Tragring
- 25
- Spurlagersäule
- 26
- Spurlagergehäuse
- 27
- Lagerträger
- 28
- Verstellspindel
- 29
- Kurbel
- 30
- Kegelgetriebe
- 31
- Führungssäule
- 32
- Übertragungsmittel
- 33
- Führungsstange
- 34
- Führungselement
- 35
- Hubkurve
- 36
- Steuer-
oder Hubrollen
- 37,
38
- flexible
Leitung
- 39
- zusätzliche
Hubstange
- 40
- Führungssäule
- 41
- Träger
- 42
- Füllelementgehäuse
- 43
- Flüssigkeitskanal
- 44
- Flüssigkeitsventil
an Abgabeöffnung
(Fußventil)
- 45
- Ringdichtung
- 46
- Ventilkörper
- 46.1
- Gehäuseteil
- 47
- Ventilsitz
- 48
- Rückgasrohr
- 48.1
- überstehende
Länge des
Rückgasrohres
- 49
- Anschluss
- 50
- Gassperre
- 50.1
- erster
Abschnitt der Gassperre
- 50.1.1
- geschlossenes
Ende
- 50.2
- zweiter
Abschnitt der Gassperre
- 51
- Transporteur
- 52
- Stern
- MA
- vertikale
Maschinenachse
- FA
- vertikale
Füllelementachse