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Die
Erfindung betrifft eine Sicherheitsstütze für Hubzylinder gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Aus
dem Stand der Technik ist eine Sicherheitsstütze eines Mähdreschers bekannt, mit der
die ausgefahrene Kolbenstange eines Hubrylinders in ihrer Lage zu
dem Zylindergehäuse
des Hubzylinders festgestellt wird. Die Sicherheitsstütze dient
dazu, im Falle eines beispielsweise durch ein Versagen von Hydraulikbauteilen
auftretenden Druckabfalls im Hydrauliksystem, ein mit dem Hubzylinder
angehobenes Schneidwerk gegen Absinken zu sichern, damit der Bereich
unterhalb des Schneidwerks für
Reparaturen oder Wartungen des Mähdreschers
gefahrlos zugänglich
ist. Die Sicherheitsstütze
besteht aus einem U-Profil mit stetigem Querschnitt, das am oberen
Ende im oberen Gelenkpunkt an der Kolbenstange angelenkt ist und über eine
am unteren Ende des U-Profils angeschweißte Kopfplatte auf der Kolbenstange
derart aufliegt, dass das U-Profil parallel zur Kolbenstange verläuft. Fährt die
Kolbenstange ein, stützt
sich die Sicherheitsstütze über die
Kopfplatte an dem Zylindergehäuse
ab.
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Nachteilig
bei dieser bekannten Sicherheitsstütze ist, dass die Sicherheitsstütze an einen
bestimmten Hubzylinder angepasst ist und daher nicht universeller
einsetzbar ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsstütze zu schaffen,
die die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und insbesondere
bei unterschiedlichen Hubzylindertypen eingesetzt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Wirkungen
des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Dadurch,
dass die Sicherheitsstütze
an den Hubzylinder anpassbar ist, kann das U-Profil der Sicherheitsstütze für mehrere
Hubzylinder, deren Kolbenstangendurchmesser unterschiedlich sind,
verwendet werden, wodurch die Vielzahl der unterschiedlichen, zu
bevorratenden Sicherheitsstützen reduziert
werden kann.
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Eine
einfache und daher kostengünstige Ausführung der
erfindungsgemäßen Sicherheitsstütze ergibt
sich, wenn die Sicherheitsstütze
im wesentlichen aus einem Grundkörper
und einer austauschbaren Kopfplatte besteht und die Anpassung der
Sicherheitsstütze
auf den Austausch der Kopfplatte beschränkt.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Grundkörper als
U-Profil ausgebildet und die Kopfplatte an einem freien Ende stirnseitig
an dem U-Profil angeordnet, wobei die Kopfplatte mit wenigstens
einer Schraubverbindung mit dem U-Profit lösbar verbunden ist, so dass
die benötigte
Sicherheitsstütze
aus bevorrateten Fertigteilen montierbar ist.
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Der
Mittelpunkt der Querschnittsfläche
der Kolbenstange liegt vorteilhafterweise auf dem Schwerpunkt der
Querschnittsfläche
des U-Profils, damit die auf die Sicherungsstütze wirkenden Druckkräfte kein
Biegemoment erzeugen, welches das U-Profil zusätzlich belastet.
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Damit
die Sicherheitsstützen
in Eingriff gebracht werden können,
ohne den nicht abgesicherten Bereich unterhalb des abgestützten Maschinenteils zu
betreten, ist an der Kopfplatte vorteilhafterweise ein Griff angeordnet.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Kopfplatte beidseitig
mit dem U-Profil verbindbar, so dass der Griff an der Kopfplatte
beidseitig am U-Profil montierbar ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist innerhalb
des U-Profils ein Anschlag aus Kunststoff angeordnet, indem die
Kolbenstange spielfrei geführt
wird, damit die Oberfläche
der Kolbenstange beim Aufsetzen der Sicherheitsstütze auf der
Kolbenstange vor Beschädigungen
geschützt wird.
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Dadurch,
dass der Anschlag zwischen der Kopfplatte und dem U-Profil geklemmt
ist, werden keine zusätzlichen
Befestigungsmittel benötigt.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, weist
die Kopfplatte eine Ausnehmung auf, in der die Kolbenstange angeordnet
ist, wobei zwischen Kolbenstange und Kopfplatte ein Spalt verbleibt,
damit die Kolbenstange verschleißbegünstigend nicht auf der metallischen
Kopfplatte aufliegt.
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Die
Schraubverbindungen arretieren die Sicherheitsstütze in ihrer Lage zur Kolbenstange,
wenn die Kopfplatte der Sicherheitsstütze an der Stirnfläche des
Zylindergehäuses
anliegt, so dass die Sicherheitsstütze nicht aus der Sicherungsposition
verschwenkt werden kann.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungen
sind Gegenstand weiterer Unteransprüche und werden an Hand eines
in mehreren Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 den
vorderen Teil eines schematisch dargestellten Mähdreschers mit einem Schneidwerk in
Arbeitsstellung,
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2 den
vorderen Teil eines schematisch dargestellten Mähdreschers mit einem Schneidwerk in
Wartungsstellung,
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3 einen
Querschnitt durch eine erste Sicherheitsstütze und einen ersten Hubzylinder
nach Linie I-I in 2,
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4 einen
Querschnitt durch eine zweite Sicherheitsstütze und einen zweiten Hubzylinder nach
Linie I-I in 2,
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5 eine
perspektivische Explosionszeichnung mit einem Ausschnitt der erfindungsgemäßen Sicherheitsstütze und
des Hubzylinders.
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In
der 1 ist eine als selbstfahrender Mähdrescher 1 ausgeführte landwirtschaftliche
Erntemaschine 2 in der Seitenansicht dargestellt, an deren
Schrägförderer 3 ein
Vorsatzgerät 4 in
Form eines Getreideschneidwerks 5 angeordnet ist. Der Schrägförderer 3 ist
mit Hilfe von zwei Hubzylindern 6, die über Hydraulikleitungen an ein
Hydraulikaggregat angeschlossen sind auf an sich bekannte Weise vertikal
zur Fahrtrichtung verschwenkbar, wobei die Kolbenstangen 7 der
Hubzylinder 6 in oberen Gelenkpunkten 8 an dem
Schrägförderer 3 angelenkt sind
und die jeweils zugehörigen
Zylindergehäuse 9 der
Hubzylinder 6 in unteren Gelenkpunkten 10 gelenkig
mit dem Fahrwerk 11 des Mähdreschers 1 verbunden
sind. Die Kolbenstangen 7 der Hubzylinder 6 sind
im wesentlichen eingefahren und das Vorsatzgerät 4 befindet sich
in einer Arbeitsteilung 12 dicht über dem Boden. An jedem Hubzylinder 6 ist
jeweils um den zugehörigen,
oberen Gelenkpunkt 8 schwenkbar eine Sicherheitsstütze 13 angeordnet, die
aus einem als U-Profil 20 ausgeführten Grundkörper 14 und
einer an dem freien Ende des U-Profils 20 stirnseitig angeordneten
Kopfplatte 15 besteht. Die Sicherheitsstützen 13 sind
in eine Transportposition 16 geschwenkt und werden an ihren
freien Enden über
am Schrägförderer 3 befestigte
Haltevorrichtungen 17 parallel zum Schrägförderer 3 gehalten.
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2 zeigt
das für
Wartungs- und Reparaturarbeiten in eine Wartungsposition 18 hochgeschwenkte
Vorsatzgerät 4,
das über
die ausgefahrenen Kolbenstangen 7 der Hubzylinder 6 gehalten wird.
Um zu verhindern, dass die Kolbenstangen 7 bei einem Versagen
von Hydraulikbauteilen z.B. einer berstenden Hydraulikleitung einfahren
und der Schrägförderer 3 mitsamt
dem Vorsatzgerät 4 unbeabsichtigt
absinkt, sind die Sicherheitsstützen 13 in eine
Sicherungsposition 19 verschwenkt, in der die Kopfplatten 15 der
Sicherheitsstützen 13 auf
den Kolbenstangen 7 aufliegen und die U-Profile 20 parallel zu
den Kolbenstangen 7 verlaufen. Kommt es zu einem Versagen
eines Hydraulikbauteils, fahren die Kolbenstangen 7 aufgrund
des in den Hubzylindern 6 abfallenden Druckes ein, bis
die Kopfplatten 15 der Sicherheitsstützen 13 an das Zylindergehäuse 9 anschlagen
und die Kolbenstangen 7 blockieren, wobei die ansonsten
auf die Kolbenstangen 7 wirkenden Druckkräfte in diesem
Fall auf die Sicherheitsstützen 13 wirken.
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An
unterschiedlichen Mähdreschertypen 2 werden
Hubzylinder 6 unterschiedlicher Baugrößen zum Verschwenken des Vorsatzgerätes 4 verwendet, die
sich im wesentlichen durch unterschiedliche Kolbenstangendurchmesser
bzw. Zylindergehäusedurchmesser
voneinander unterscheiden, während die
Hübe der
Kolbenstangen 7 annähernd
gleich groß sind.
Die Baugröße der jeweils
zum Einsatz kommenden Hubzylinder 6 ist abhängig von
dem Gewicht des breitesten und damit schwersten an den jeweiligen
Mähdrescher 2 montierbaren
Vorsatzgerätes 4 und
der daraus resultierenden maximalen Belastung der Hubzylinder 6.
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3 zeigt
einen Querschnitt durch den Hubzylinder 6 einer ersten
Baugröße und durch
die dazugehörige
in die Sicherungsposition 19 verschwenkte Sicherheitsstütze 13.
Das symmetrische U-Profil 20 umgreift die Kolbenstange 7 des
Hubzylinders 6 von oben, wobei der Mittelpunkt 21 des Querschnitts
der Kolbenstange 7 auf dem Schwerpunkt 22 des
Querschnitts des U-Profils 20 liegt. Die hinter dem U-Profil 20 angeordnete
Kopfplatte 15 weist eine nach unten offene Ausnehmung 23 auf,
in der die Kolbenstange 7 des Hubzylinders 6 angeordnet
ist, wobei zwischen der Kolbenstange 7 und der Kopfplatte 15 ein
Spalt 24 vorhanden ist, so dass sich die Kolbenstange 7 und
die Kopfplatte 15 nicht berühren. Zusätzlich ist im rechten Winkel
zur Ausnehmung 23 ein Griff 25 an der Kopfplatte 15 angebracht,
mit dessen Hilfe die Sicherheitsstütze 13 verschwenkt
werden kann. Die Kopfplatte 15 ist beidseitig mit dem U-Profil 20 verbindbar,
so dass der Griff 25 zu beiden Seiten des U-Profils 20 montierbar
ist.
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Um
den von der Sicherheitsstütze 13 auf
das Zylindergehäuse 9 des
Hubzylinders 6 wirkenden Druck zu verringern, ist die Kopfplatte 15 derart
an den Kolbenstangendurchmesser 26 und den Zylindergehäusedurchmesser 27 des
Hubzylinders 6 angepasst, dass sie bis auf einen unterhalb
der Kolbenstange 7 liegenden Teilbereich 28 und
den Spalt 24 an der Stirnfläche 29 des Zylindergehäuses 9 des Hubzylinders 6 anliegt.
Innerhalb des U-Profils 20 ist ein Anschlag 30 mit
einer Ausnehmung 31 angeordnet, in der die Kolbenstange 7 bezüglich der
Sicherheitsstütze 13 spielfrei
gelagert ist. Das U-Profil 20 und die Kopfplatte 15 sind
aus Metall, vorzugsweise Stahl gefertigt, während der Anschlag 30 aus
einem Kunststoff hergestellt wird.
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4 zeigt
einen Querschnitt durch einen zweiten Hubzylinder 33 einer
weiteren Baugröße und durch
die dazugehörige
in die Sicherheitsposition 19 verschwenkten zweite Sicherheitsstütze 34.
Der Kolbenstangendurchmesser 35 des zweiten Hubzylinders 33 ist
größer als
der Kolbenstangendurchmesser 26 des in 3 dargestellten
Hubzylinders 6 und auch der Zylindergehäusedurchmesser 36 des
zweiten Hubrylinders 33 ist größer als der Zylindergehäusedurchmesser 27 des
in 3 dargestellten Hubzylinders 6, wobei
der Mittelpunkt 37 des Querschnitts der Kolbenstange 41 ebenfalls
auf dem Schwerpunkt 22 des U-Profils 20 liegt.
Die zweite Sicherheitsstütze 34 besteht
aus dem gleichen U-Profil 20 wie die in 3 dargestellte
Sicherheitsstütze 13 und
einer an den Kolbenstangendurchmesser 35 sowie den Zylindergehäusedurchmesser 36 des
zweiten Hubzylinders 33 angepassten zweiten Kopfplatte 39 und
einem an den Kolbenstangendurchmesser 35 des zweiten Hubzylinders 33 angepassten
zweiten Anschlag 40. Die Kopfplatte 39 liegt auch
hier bis auf einen unterhalb der Kolbenstange 41 des zweiten
Hubzylinders 33 liegenden Teilbereich 42 und einem Spalt 43 an
der Stirnfläche 44 des
Zylindergehäuses 45 des
zweiten Hubzylinders 33 an. Die Kolbenstange 41 ist
auch bei dieser Ausführung
in dem Anschlag 40 spielfrei gelagert.
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Die
beiden unterschiedlichen Sicherheitsstützen 13, 34 weisen
somit unterschiedliche Kopfplatten 15, 39 und
Anschläge 30, 40 auf,
wogegen das U-Profil 20 bei beiden Sicherheitsstützen 13, 34 identisch
ausgeführt
ist, um die Vielzahl unterschiedlicher Bauteile gering zu halten.
Damit die U-Profile 20 sowie die diversen Kopfplatten 15, 37 und
Anschläge 30, 40 als
Fertigteile bevorratet werden können
und die Sicherheitsstützen 13 in
Abhängigkeit von
den jeweils im Mähdrescher 2 eingebauten
Hubzylindern 6 montierbar sind, sind die über Schraubverbindungen 46 mit
dem U-Profil 20 verbundene Kopfplatte 15, 37 und
Anschläge 30, 40 wie
in 5 dargestellt austauschbar und die Sicherheitsstütze 13 damit
erfindungsgemäß an den
Hubzylinder 6 anpassbar.
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5 zeigt
eine perspektivische Explosionszeichnung der erfindungsgemäßen Sicherheitsstütze 13,
bei der die Kopfplatte 15, 39 über zwei Schraubverbindungen 46 mit
dem U-Profil 20 verbindbar ist. Am Ende des U-Profils 20 sind
hierzu zwei Hülsen 47 angebracht,
deren Durchgangsbohrungen 48 zu jeweils einer Durchgangsbohrung 49 in
der Kopfplatte 15, 39 koaxial sind. Zusätzlich ist
das U-Profil 20 am Ende
mit Ausnehmungen 50 versehen, in denen der Anschlag 30 teilweise
aufnehmbar ist und im montierten Zustand zwischen der Kopfplatte 15, 39 und
dem U-Profil 20 geklemmt wird. Der Anschlag 30 weist weiterhin
Bohrungen 51 auf, so dass der Anschlag 30 spielfrei
auf die Hülsen 47 aufschiebbar
ist. Wie aus den 3, 4 und 5 ersichtlich,
sind die Schraubverbindungen 46, unterhalb des Zylindergehäuses 9 des
Hubzylinders 6 angeordnet und arretieren die Sicherheitsstütze 13 in
ihrer Lage zur Kolbenstange, wenn die Kopfplatte 15, 39 der
Sicherheitsstütze 13 an
der Stirnfläche 29, 44 des
Zylindergehäuses 9, 45 anliegt,
so dass die Sicherheitsstütze 13 nicht
aus der Sicherungsposition 19 verschwenkt werden kann.
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Es
liegt im Rahmen des Könnens
eines Fachmannes die beschriebenen Ausführungsbeispiele in nicht dargestellter
Weise abzuwandeln oder in anderen Maschinensystemen einzusetzen,
um die beschriebenen Effekte zu erzielen, ohne dabei den Rahmen
der Erfindung zu verlassen.
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- 1
- Mähdrescher
- 2
- Landwirtschaftliche
Erntemaschine
- 3
- Schrägförderer
- 4
- Vorsatzgerät
- 6
- Hubzylinder
- 7
- Kolbenstange
- 8
- Oberer
Gelenkpunkt
- 9
- Zylindergehäuse
- 10
- Unterer
Gelenkpunkt
- 11
- Fahrwerk
- 12
- Arbeitsstellung
- 13
- Sicherheitsstütze
- 14
- Grundkörper
- 15
- Kopfplatte
- 16
- Transportposition
- 17
- Haltevorrichtung
- 18
- Wartungsposition
- 19
- Sicherungsposition
- 20
- U-Profil
- 21
- Mittelpunkt
- 22
- Schwerpunkt
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Spalt
- 25
- Griff
- 26
- Kolbenstangendurchmesser
- 27
- Zylindergehäusedurchmesser
- 28
- Teilbereich
- 29
- Stirnfläche
- 30
- Anschlag
- 31
- Ausnehmung
- 33
- Zweiter
Hubzylinder
- 34
- Zweite
Sicherheitsstütze
- 35
- Kolbenstangendurchmesser
- 36
- Zylindergehäusedurchmesser
- 37
- Mittelpunkt
- 39
- Zweite
Kopfplatte
- 40
- Zweiter
Anschlag
- 41
- Kolbenstange
- 42
- Teilbereich
- 43
- Spalt
- 44
- Stirnfläche
- 45
- Zylindergehäuse
- 46
- Schraubverbindung
- 47
- Hülsen
- 48
- Durchgangsbohrung
- 49
- Durchgangsbohrung
- 50
- Ausnehmungen
- 51
- Bohrungen