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Die
Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, der mit einem Ventiltrieb
versehen ist.
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Beschreibung der verwandten
Technik
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Für Kraftfahrzeuge
fordert man die Verringerung unverbrannter Kraftstoffkomponenten,
die zum Abgas gehören.
Daher wurde vorgeschlagen, ein Kraftfahrzeug mit einem Abgasreinigungskatalysator zu
versehen, der an einem Abgasrohr angeordnet ist, um unverbrannte
Komponenten im Abgas zu entgiften. Zur wirksamen Verwendung des
Abgasreinigungskatalysators muß die
Temperatur des Abgasreinigungskatalysators erhöht werden, bis er aktiviert wird.
Somit ist es in einem Kaltzustand, z. B. unmittelbar nach dem Start
eines Kraftfahrzeugs, schwierig, den Abgasreinigungskatalysator
zu aktivieren, da die Abgastemperatur nicht hoch ist.
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Andererseits
ist ein Verfahren bekannt, bei dem die Phase der Öffnungszeit
eines Einlaßventils und
eines Auslaßventils
verschoben wird, um die Überschneidung
während
des Öffnens
dieser Ventile zu steuern, so daß unverbrannte Komponenten
im Abgas reduziert werden können,
wenn ein Motor kalt ist. Gemäß der JP-A-2002-155767
wird die Öffnungszeit
eines Einlaßventils
gegenüber
dem oberen Totpunkt eines Kolbens nach früh verstellt, um so die Abgasmenge
zu erhöhen,
die in einen Einlaßkanal zurückströmt und nochmals
verbrannt wird (inneres EGR-Gas), so daß unverbrannter Kraftstoff
im Abgas verbrannt und die Temperatur des Einlaßkanals infolge von Wärme des
Abgases erhöht
wird, was die Vergasung von Kraftstoff erleichtert, der als nächstes eingespritzt
wird, so daß unverbrannte
Komponenten im Abgas reduziert werden können.
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Wird
aber gemäß dem o.
g. herkömmlichen Verfahren,
bei dem die Überschneidung
gesteuert wird, eine Komponente aus der Öffnungszeit oder Schließzeit bestimmt,
ist die andere Komponente eindeutig festgelegt. Bei Frühverstellung
der Öffnungszeit
des Einlaßventils
wird daher auch seine Schließzeit nach
früh verstellt,
was die Menge von Kraftstoff/Luft-Gemisch reduziert, die in einem
Zylinder erwärmt
wird und in den Einlaßkanal
zurückströmt, und
die Erleichterung für
als nächstes
eingespritzten Kraftstoff sowie die Kraftstoffverbrennung in einem
Kraftstoff/Luft-Gemisch behindert. Das heißt, es ist unmöglich, unverbrannte
Kraftstoffkomponenten effizient zu reduzieren, da die Öffnungszeit
und die Schließzeit
des Einlaßventils
nicht unabhängig voneinander
bestimmt werden können.
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Daher
besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, einen Verbrennungsmotor
bereitzustellen, der unverbrannte Komponenten im Abgas durch Optimieren
der Öffnungszeit
und Schließzeit
von Einlaßventilen
reduzieren kann, wenn der Verbrennungsmotor kalt ist.
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Diese
Aufgabe kann mit den in den Ansprüchen festgelegten Merkmalen
gelöst
werden.
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Zur
Realisierung dieser Aufgabe wird ein Verbrennungsmotor bereitgestellt,
der aufweist: ein Einlaßventil,
ein Auslaßventil,
einen Abgasreinigungskatalysator und einen Ventiltrieb, der das
Einlaßventil
und das Auslaßventil
zu vorbestimmten Zeiten öffnet
und schließt,
in einem Warmzustand des Verbrennungsmotors das Einlaßventil
schließt,
nachdem ein Kolben den unteren Totpunkt erreicht, und das Auslaßventil öffnet, bevor
der Kolben den unteren Totpunkt erreicht, die Öffnungszeit des Einlaßventils
gegenüber
der Öffnungszeit
des Einlaßventils im
Warmzustand nach früh
verstellt und die Schließzeit
des Einlaßventils
gegenüber
der Schließzeit
des Einlaßventils
im Warmzustand nach spät
verstellt, wenn der Verbrennungsmotor kalt ist, und das Auslaßventil
im wesentlichen zur gleichen Zeit wie die Öffnungszeit des Auslaßventils
im Warmzustand öffnet
sowie das Auslaßventil
im wesentlichen zur gleichen Zeit wie die Schließzeit des Auslaßventils
im Warmzustand schließt,
wenn der Verbrennungsmotor kalt ist.
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Zur
Realisierung der o. g. Aufgabe wird ferner ein Verbrennungsmotor
bereitgestellt, der aufweist: ein Einlaßventil, ein Auslaßventil,
einen Abgasreinigungskatalysator und einen Ventiltrieb, der das
Einlaßventil
und das Auslaßventil
zu vorbestimmten Zeiten öffnet
und schließt,
in einem Warmzustand des Verbrennungsmotors das Einlaßventil schließt, nachdem
ein Kolben den unteren Totpunkt erreicht, und das Auslaßventil öffnet, bevor
der Kolben den unteren Totpunkt erreicht, und aufweist: ein einlaßseitiges
Ansteuerteil, das das Einlaßventil
ansteuert, ein auslaßseitiges
Ansteuerteil, das das Auslaßventil
ansteuert, einen festen Spieleinstellmechanismus, der das Ventilspiel
zwischen dem Einlaßventil
und dem einlaßseitigen
Ansteuerteil auf einen von null abweichenden vorbestimmten Wert
einstellt, und einen automatischen Spieleinstellmechanismus, der das
Ventilspiel zwischen dem Auslaßventil
und dem auslaßseitigen
Ansteuerteil im wesentlichen auf null hält.
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Im
folgenden werden das Wesen der Erfindung sowie weitere Aufgaben
und Vorteile anhand der beigefügten
Zeichnungen erläutert,
in denen gleiche Bezugszeichen durchweg die gleichen oder ähnliche
Teile in den Darstellungen bezeichnen. Es zeigen:
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1 eine Schnittansicht eines
Verbrennungsmotors gemäß einer
ersten und zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
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2(a) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels des Einlaßventils
in einem ersten Kaltzustand gemäß der ersten
und zweiten Ausführungsform;
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2(b) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels des Einlaßventils
in einem zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Verbrennungsmotors gemäß der ersten
und zweiten Ausführungsform;
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2(c) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels des Einlaßventils
in einem Warmzustand gemäß der ersten
und zweiten Ausführungsform;
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3(a) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels eines Auslaßventils
im ersten Kaltzustand gemäß der ersten
und zweiten Ausführungsform;
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3(b) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels des Auslaßventils
im zweiten Kaltzustand für einige
Zeit nach dem Start des Verbrennungsmotors gemäß der ersten und zweiten Ausführungsform;
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3(c) eine Vorderansicht
eines Ventilspiels des Auslaßventils
in einem Warmzustand gemäß der ersten
und zweiten Ausführungsform;
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4 ein Zeitdiagramm der Öffnungszeit und
Schließzeit
des Einlaßventils
und des Auslaßventils
gemäß der ersten
Ausführungsform;
und
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5 ein Zeitdiagramm der Öffnungszeit und
Schließzeit
des Einlaßventils
und des Auslaßventils
gemäß der zweiten
Ausführungsform.
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Nähere Beschreibung
der Erfindung
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben,
die bevorzugte Ausführungsformen
darstellen. Allerdings sollte klar sein, daß die Maße, Materialien, Formen und
Anordnungen von Einzelteilen nicht auf die folgenden Ausführungsformen
beschränkt
sind, sondern daß Änderungen
im Geltungsbereich der beigefügten
Ansprüche
vorgenommen werden können, ohne
vom Schutzumfang abzuweichen.
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Nachstehend
wird ein Verbrennungsmotor gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung anhand von 1 bis 4 beschrieben. Gemäß 1 ist der Verbrennungsmotor
z. B. ein Hubkolben-Ottomotor 1 für ein Kraftfahrzeug. Der Motor 1 weist
einen Zylinderblock 2, einen Zylinderkopf 3 und
einen Zylinderkopfdeckel 4 auf.
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Der
Zylinderblock 2 hat einen darin eingebauten Zylinder 21 und
ist so konfiguriert, daß ein Kolben 22 im
Zylinder 21 gleitet. Zu beachten ist, daß der Motor 1 ein
Vierzylinder-Reihenmotor
ist, der mit vier Zylindern 21 und vier Kolben 22 versehen
ist. Jeder der Kolben 22 ist mit einer Kurbelwelle 24 über ein
Pleuel 23 verbunden, und die Gleitbewegung jedes der Kolben 22 wird
in die Drehbewegung der Kurbelwelle 24 umgewandelt.
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Der
Zylinderkopf 3 ist mit einem Ende des Zylinderblocks 2 verbunden,
das durch den Zylinder 21 geöffnet ist, und ist mit einem
Brennraum 31 versehen, der mit dem Zylinder 21 verbunden
ist. Versehen ist der Zylinderkopf 3 mit einem Einlaßkanal 32, der
mit dem Brennraum 31 verbunden ist und in den ein Kraftstoff/Luft-Gemisch
strömt,
das durch Mischen von z. B. Luft und Kraftstoff erzeugt wird, und einem
Auslaßkanal 33,
der mit dem Brennraum 31 verbunden ist und in den Verbrennungsgas
strömt, das
durch Verbrennung z. B. eines Kraftstoff/Luft-Gemischs erzeugt wird,
das in den Brennraum 31 eingelassen wird. Außerdem verfügt der Motor 1 über ein im
Inneren des Brennraums 31 vorgesehenes Ventilsystem 5 zum
Einlassen eines Kraftstoff/Luft-Gemischs und Abgeben von Abgas.
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Das
Ventilsystem 5 verfügt über ein
Einlaßventil 51,
das den Einlaßkanal 32 öffnet und
schließt, ein
Auslaßventil 52,
das den Auslaßkanal 33 öffnet und
schließt,
und einen Ventiltrieb 53, der das Einlaßventil 51 und das
Auslaßventil 52 öffnet und
schließt sowie
ihre Öffnungszeit
und Schließzeit
auf die optimale Zeit einstellt. Zu beachten ist, daß Ventilöffnung einen
Zustand bezeichnet, in dem das Einlaßventil 51 oder das
Auslaßventil 52 nach
unten geschoben ist, um den Brennraum 31 mit dem Einlaßkanal 32 oder dem
Auslaßkanal 33 zu
verbinden, und Ventilschließung
einen Zustand bezeichnet, in dem das Einlaßventil 51 oder das
Auslaßventil 52 aus
einem geöffneten
Zustand nach oben geschoben ist, um den Einlaßkanal 32 oder den
Auslaßkanal 33 vom
Brennraum 31 zu trennen.
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Das
Einlaßventil 51 und
das Auslaßventil 52 sind
durch eine Ventilführung 54 gleitend
gelagert, die zwischen dem Einlaß- und Auslaßventil 51 und 52 und
einer Dicke 3a des Zylinderkopfs 3 so eingefügt ist,
daß jeweilige
Schaftenden 51a und 52a von ihnen aus der Dicke 3a freiliegen.
Das Einlaßventil 51 und das
Auslaßventil 52 sind
so konfiguriert, daß ein
Ventilfederteller 55 in der Umgebung jedes der jeweiligen Schaftenden 51a und 52a angeordnet
ist, ein Ventilfederblech 56 an einem schaftendenseitigen
Ende 54a der Ventilführung 54 angeordnet
ist und eine Ventilfeder 57 zwischen dem Ventilfederteller 55 und dem
Ventilfederblech 56 angeordnet ist. Mit dieser Anordnung
werden das Einlaßventil 51 und
das Auslaßventil 52 infolge
der Wirkung der Ventilfeder nach oben geschoben und sind daher konstant
geschlossen.
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Der
Ventiltrieb 53 soll das Einlaßventil 51 und das
Auslaßventil 52 durch
Nutzung einer Drehkraft der Kurbelwelle 24 öffnen und
schließen
und beruht z. B. auf dem SOHC-Verfahren (Verfahren mit einzelner
obenliegender Nockenwelle). Der Ven tiltrieb 53 verfügt über eine
Nockenwelle 34, eine Nocke 34a, einen einlaßseitigen
Kipphebel 6 (einlaßseitiges
Ansteuerteil), einen auslaßseitigen
Kipphebel 62 (auslaßseitiges
Ansteuerteil), einen Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 (fester
Spieleinstellmechanismus), einen hydraulischen Ventilspieleinsteller
(Hydrostößel) 8 (automatischer
Spieleinstellmechanismus) usw.
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Eine
nicht gezeigte Kurbelwellen-Riemenscheibe, die an einem Ende der
Kurbelwelle 24 befestigt ist, und ein nicht gezeigtes Nockenwellenrad, das
an einem Ende der Nockenwelle 34 befestigt ist, die durch
eine Nabe 3b des Zylinderkopfs 3 drehbar gelagert
ist, sind über
einen nicht gezeigten Steuerriemen so miteinander verbunden, daß eine Drehkraft
der Kurbelwelle 24 zur Nockenwelle 34 übertragen
wird.
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Außerdem ist
der einlaßseitige
Kipphebel 6, der das Einlaßventil 51 durch Nutzung
einer Drehkraft der Nockenwelle 34 ansteuert, an der Nabe 3b befestigt.
Im wesentlichen die Mitte des einlaßseitigen Kipphebels 6 ist
so gelagert, daß er
um eine Kipphebelwelle 61 drehbar ist. Ein nockenseitiges Ende 6a des
einlaßseitigen
Kipphebels 6 kommt mit der Nocke 34a der Nockenwelle 34 in
Kontakt, und ein ventilseitiges Ende 6b des einlaßseitigen
Kipphebels 6 kommt mit dem Schaftende 51a des
Einlaßventils 51 in
Kontakt. Bei Drehung der Nockenwelle 34 schiebt die Nocke 34a das
eine nockenseitige Ende 6a des einlaßseitigen Kipphebels 6 nach
oben, wonach das ventilseitige Ende 6b des einlaßseitigen Kipphebels
das Einlaßventil 51 um
die Kipphebelwelle 61 als Drehpunkt nach unten schiebt,
um das Einlaßventil 51 zu öffnen.
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Der
auslaßseitige
Kipphebel 62, der das Auslaßventil 52 ansteuert,
wird durch die Nabe 3b wie im Fall des einlaßseitigen
Kipphebels 6 gelagert, und das Auslaßventil 52 wird auf
die gleiche Weise wie das Einlaßventil 51 geöffnet.
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Ein
zwischen dem ventilseitigen Ende 6b des einlaßseitigen
Kipphebels 6 und dem Schaftende 51a des Einlaßventils 51 gebildetes
Ventilspiel wird auf einen von null abweichenden Wert eingestellt, wozu
z. B. der Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 über eine
Einstellschraube 71 verwendet wird. Gemäß 2 ist der Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 mit
einem Schraubenloch 72 ausgebildet, das das ventilseitige
Ende 6b des einlaßseitigen
Kipphebels 6 durchläuft,
und die Einstellschraube 71 greift in das Schraubenloch 72 ein.
Der Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 stellt
das Ventilspiel ein, indem er die Größe einstellt, mit der die Einstellschraube 71 vom
ventilseitigen Ende 6b des einlaßseitigen Kipphebels 6 zum
Einlaßventil 51 vorsteht.
Die Einstellschraube 71 wird durch eine Mutter 73 befestigt, wenn
das Ventilspiel vollständig
eingestellt ist. Zu beachten ist, daß das Ventilspiel auf einen
solchen Wert eingestellt ist, daß das Schaftende 51a des
Einlaßventils 51 auch
dann nicht mit der Einstellschraube 71 in Kontakt kommt,
wenn sich der Schaft 51b des Einlaßventils 51 infolge
von Wärmedehnung
dehnt.
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Gemäß 3 ist der Hydrostößel 8,
der bekannt ist, an einem ventilseitigen Ende 62b des auslaßseitigen
Kipphebels 62 befestigt, um so die Bildung eines Ventilspiels
zwischen dem ventilseitigen Ende 62b und dem Schaftende 52a des
Auslaßventils 52 zu
verhindern. Der Hydrostößel 8 weist
einen Hauptkörper 81 und
einen Stößelkolben 82 auf,
von dem ein Ende mit dem Schaftende 52a des Auslaßventils 52 in
Kontakt steht. Der Stößelkolben 82 wird hydraulisch
betätigt
und wird relativ zum Hauptkörper 81 nicht
verschoben, wenn Last momentan auf den Stößelkolben 82 wie beim Öffnen und
Schließen
des Auslaßventils 52 ausgeübt wird.
Der Stößelkolben 82 wird
z. B. als Reaktion auf eine solche Last nach oben geschoben, die
den Stößelkolben 82 für eine lange
Zeit wegen Wärmedehnung
des Schafts 52b des Auslaßventils 52 nach oben
schiebt. Daher bildet sich kein Ventilspiel zwischen dem Schaftende 52a des
Auslaßventils 52 und
dem ventilseitigen Ende 62b des auslaßseitigen Kipphebels 62,
d. h. dem Stößelkolben 82.
Somit hält
der Hydrostößel 8 das
Ventilspiel, das zwischen dem Schaftende 52a des Auslaßventils 52 und
dem ventilseitigen Ende 62b des auslaßseitigen Kipphebels 62 gebildet
ist, im wesentlichen auf null.
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Der
Zylinderkopfdeckel 4 ist mit dem Zylinderkopf 3 so
verbunden, daß er
die Nabe 3b im Zylinderkopf 3 und das Ventilsystem 5 abdeckt.
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Der
Einlaßkanal 32 ist
mit einem Saugrohr 35 verbunden. Im Saugrohr 35 ist
ein Einspritzventil 9, das Kraftstoff einspritzt, in der
Umgebung des Einlaßkanals 32 angeordnet.
Das Einspritzventil 9 ist mit einem elektronischen Steuergerät (ECU) 91 verbunden,
das die Kraftstoffeinspritzung steuert.
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Das
ECU 91 steuert das Einspritzventil 9 durch Bestimmen
des Zustands des Kraftfahrzeugs, z. B. des Zustands des Motors 1,
in Übereinstimmung mit
Fahrzeuggeschwindigkeit, Gaspedal- bzw. Drosselklappenöffnung,
Einlaßmenge,
Kühlwassertemperatur
usw. Als Ergebnis bilden die Luft, die das Saugrohr 35 durchströmt hat,
und der aus dem Einspritzventil 9 eingespritzte Kraftstoff
ein Kraftstoff/Luft-Gemisch, das für den Zustand des Kraftfahrzeugs
geeignet ist. Außerdem
magert das ECU 91 das Kraftstoff/Luft-Verhältnis des
Kraftstoff/Luft-Gemischs ab (Abmagerungseinrichtung).
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Eine
Zündkerze 92 ist
am Brennraum 31 angebracht. Die Zündkerze 92 ist mit
dem ECU 91 verbunden, das die Zündzeit steuert. Außerdem verstellt das
ECU 91 die Zündzeit
nach spät
(Spätverstellungseinrichtung).
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Der
Auslaßkanal 33 ist
mit einem Abgasrohr 36 verbunden, nach dem ein Abgasreinigungskatalysator 93 zur
Abgasreinigung angeordnet ist.
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Im
folgenden wird der Betrieb des Ventilsystems 5 anhand von 2 bis 4 beschrieben. Ein Zustand, in dem der
Motor 1 kalt ist, bevor der Fahrer den Motor 1 startet,
ist als erster Kaltzustand des Motors 1 definiert. Das
Ventilspiel des Einlaßventils 51 im
ersten Kaltzustand ist in 2(a) mit
A bezeichnet. Beispielsweise beträgt das Ventilspiel A etwa 0,2 mm,
was der Anfangswert des Ventilspiels in einem Zustand ist, in dem
weder das Einlaßventil 51 noch der
Zylinderkopf 3 durch Wärme
ausgedehnt ist. In diesem Zustand ist gemäß 3(a) auch das Auslaßventil 52 nicht durch
Wärme ausgedehnt.
Das Ventilspiel des Auslaßventils 52 ist
durch den Einsatz des Hydrostößels 8 im
wesentlichen null.
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Als
Warmzustand des Motors 1 wird ein Zustand bezeichnet, in
dem das Einlaßventil 51,
das Auslaßventil 52 und
der Zylinderkopf 3 infolge von Wärme ausgedehnt sind, die durch
Verbrennung eines Kraftstoff/Luft-Gemisches erzeugt wird. Zu beachten
ist, daß das
hierbei zu verbrennende Kraftstoff/Luft-Gemisch z. B. unverbrannte
Komponenten im Abgas aufweist, die zurückgeblasen und wieder in den
Einlaßkanal 32 eingelassen
werden.
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Im
Warmzustand des Motors 1 dehnt sich der Schaft 51b des
Einlaßventils 51 infolge
von Wärmedehnung
um einen Betrag B gemäß 2(c) aus. Der Ausdehnungsbetrag
B des Schafts 51b beträgt
z. B. etwa 0,05 mm. Außerdem
dehnt sich der Zylinderkopf 3 um einen Betrag D z. B. in
Axialrichtung des Einlaßventils 51 infolge
von Wärmedehnung
aus. Der Ausdehnungsbetrag D des Zylinderkopfs 3 beträgt z. B.
etwa 0,05 mm. Das heißt,
das Einlaßventil 51 hat ein
Ventilspiel E im Warmzustand des Motors 1. Das Ventilspiel
E ist im wesentlichen mit dem Anfangswert A identisch, da sich der
Ausdehnungsbetrag B und der Ausdehnungsbetrag D ausgleichen.
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Im
Warmzustand des Motors 1 dehnt sich der Zylinderkopf 3 auch
auf der Auslaßseite
um einen Betrag Y in Axialrichtung des Auslaßventils 52 aus, und
der Schaft 52b des Auslaßventils 52 dehnt
sich um einen Betrag X gemäß 3(c) aus, aber das Ventilspiel
des Auslaßventils 52 ist
wegen der Anwendung des Hydrostößels 8 im
wesentlichen null.
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Da
das Ventilspiel E des Einlaßventils 51 im Warmzustand
des Motors 1 im wesentlichen mit dem Anfangswert A identisch
ist, sind die Öffnungs-
und Schließzeit
des Einlaßventils 51 im
Warmzustand die gleichen wie im ersten Kaltzustand, was eine durchgezogene
Linie in 4 zeigt. Da
zudem das Ventilspiel des Auslaßventils 52 im
Warmzustand des Motors 1 im wesentlichen null wie im ersten
Kaltzustand ist, sind die Öffnungs-
und Schließzeit
des Auslaßventils 52 im
Warmzustand die gleichen wie im ersten Kaltzustand, was eine durchgezogene
Linie in 4 zeigt.
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Zu
beachten ist, daß die Öffnungs-
und Schließzeit
des Einlaßventils 51 und
des Auslaßventils 52 im
Warmzustand des Motors 1 optimale Zeiten zur Reduzierung
unverbrannter Komponenten im Abgas im Warmzustand des Motors 1 sind.
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Die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 im Warmzustand
des Motors 1 (siehe die durchgezogene Linie in 4) ist auf eine Zeit eingestellt,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 10 Grad relativ zum oberen Totpunkt
des Kolbens 22 nach früh
verstellt ist und im Aufwärtshub
des Kolbens 22 liegt.
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Die
Schließzeit
des Einlaßventils 51 im Warmzustand
des Motors 1 (siehe die durchgezogene Linie in 4) ist auf eine Zeit eingestellt,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 50 Grad relativ zum unteren Totpunkt
des Kolbens 22 nach spät
verstellt ist und im Aufwärtshub
des Kolbens 22 liegt. Insbesondere liegt die Schließzeit des
Einlaßventils 51 im
Warmzustand des Motors 1 z. B. in einer Übergangsperiode
im Einlaßhub
während
der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 von der Zeit, zu der ein Kraftstoff/Luft-Gemisch
in den Zylinder 21 infolge der Strömungsträgheit von Einlaßluft eingelassen
wird, bis zu der Zeit, zu der das eingelassene Gemisch in den Einlaßkanal 32 bei Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 zurückgeblasen wird.
Zu beachten ist, daß die
Schließzeit
des Einlaßventils 51 im
Warmzustand des Motors 1 eine Zeit sein kann, zu der ein
Kraftstoff/Luft-Gemisch in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird.
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Die Öffnungszeit
des Auslaßventils 52 im Warmzustand
des Motors 1 (siehe die durchgezogene Linie in 4) ist auf eine Zeit eingestellt,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 50 Grad relativ zum unteren Totpunkt
des Kolbens 22 nach früh
verstellt ist. Grund dafür
ist, daß beim Öffnen des
Auslaßventils 52,
bevor der Kolben 22 den unteren Totpunkt bei einem Arbeitshub
erreicht, Verbrennungsgas nicht nur zur Expansion verwendet werden
kann, sondern als Abgas mit einer hohen Temperatur abgegeben werden kann,
was die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 schnell
erhöht.
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Die
Schließzeit
des Auslaßventils 52 im Warmzustand
des Motors 1 (siehe die durchgezogene Linie in 4) ist auf eine Zeit eingestellt,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 10 Grad relativ zum oberen Totpunkt
des Kolbens 22 nach spät
verstellt ist. Daher bilden die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 und die Öffnungszeit
des Auslaßventils 52 eine Überschneidung über den
oberen Totpunkt des Kolbens während
der Auf- und Abwärtsbewegung
des Kolbens 22.
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Startet
der Fahrer den Motor 1, wird bei einem Einlaßhub ein
Kraftstoff/Luft-Gemisch in den Brennraum 31 eingelassen, während sich
der Kolben nach unten bewegt, und die Zündkerze 92 zündet das
Kraftstoff/Luft-Gemisch. Für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 dehnen sich nur
das Einlaßventil 51 und
das Auslaßventil 52,
die Wärme
eher als der Zylinderkopf 3 aufnehmen, durch Wärme infolge
von Verbrennung des Kraftstoff/Luft-Gemisches, und die jeweiligen
Schäfte 51b und 52b des Einlaß- und Auslaßventils 51 und 52 dehnen
sich aus. Dieser Zustand ist als zweiter Kaltzustand des Motors 1 definiert.
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Im
zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 dehnt sich der
Schaft 51b des Einlaßventils 51 um
den Betrag B gemäß 2(b). Der Dehnungsbetrag
B des Schafts 51b beträgt
z. B. etwa 0,05 mm. Dadurch hat das Einlaßventil 51 ein Ventilspiel
C. Das Ventilspiel C beträgt
z. B. etwa 0,15 mm, was kleiner als der Anfangswert A ist.
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Im
zweiten Kaltzustand dehnt sich der Schaft 52b des Auslaßventils 52 um
den Betrag X gemäß 3(b) aus, aber das Ventilspiel
des Auslaßventils 52 wird
durch Anwendung des Hydrostößels 8 im
wesentlichen auf null gehalten, und die Öffnungszeit und Schließzeit des
Auslaßventils 52 sind
im wesentlichen die gleichen wie im Warmzustand des Motors 1 (siehe
die durchgezogene Linie in 4).
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Die Öffnungszeit
und Schließzeit
des Einlaßventils 51 im
zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 sind in 4 durch eine strichpunktierte
Linie dargestellt. Infolge einer Ventilspielverringerung kommt das
Schaftende 51a des Einlaßventils 51 mit der
Einstellschraube 71 des Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 zu
einer früheren
Zeit in Kontakt, wenn die Nocke 34a das nockenseitige Ende 6a des
einlaßseitigen
Kipphebels 6 nach oben schiebt. Daher ist die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 im
Kurbelwinkel etwa 5 Grad nach früh
verstellt, vergleicht man sie mit der im Warmzustand des Motors 1 (siehe
die durchgezogene Linie in 4). Die
Frühverstellung
der Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 erhöht die Überschneidung
zwischen der Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 und
der Öffnungszeit des
Auslaßventils 52 während der
Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22. Insbesondere wird eine steigende Abgasmenge
mit unverbrannten Komponenten, die in der letzten Hälfte eines
Auslaßhubs
zunehmen, in den Einlaßkanal 32 und
das Saugrohr 35 infolge des Unterdrucks von Einlaßluft und
bei der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 zurückgeblasen.
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Gleichzeitig
werden das Schaftende 51a des Einlaßventils 51 und die
Einstellschraube 71 zu einer späteren Zeit außer Kontakt
miteinander gebracht. Daher wird die Schließzeit des Einlaßventils 51 im Kurbelwinkel
z. B. etwa 5 Grad nach spät
verstellt, vergleicht man sie mit der im Warmzustand des Motors 1 (siehe
die durchgezogene Linie in 4).
Die Spätverstellung
der Schließzeit
des Einlaßventils 51 bewirkt,
daß eingelassenes
Kraftstoff/Luft-Gemisch (mit Abgas, das teilweise eingelassen wird,
nachdem es in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wurde) in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird, während sich
der Kolben 22 nach oben bewegt. Das eingelassene Gemisch
hat eine erhöhte
Temperatur im Zylinder 21 und Brennraum 31, deren
Temperatur infolge von wiederholter Verbrennung gestiegen ist. Daher erhöht das zurückgeblasene
Kraftstoff/Luft-Gemisch die Temperatur eines als nächstes eingelassenen Kraftstoff/Luft-Gemisches
und steigert die Temperatur jeweiliger Wände des Einlaßkanals 32 und
Saugrohrs 35. Dies erleichtert die Vergasung von Kraftstoff,
der als nächstes
eingespritzt wird. Zu beachten ist, daß in dem Fall, in dem die Schließzeit des
Einlaßventils 51 in
einer Zeitperiode liegt, in der ein Kraftstoff/Luft-Gemisch im Warmzustand
des Motors 1 zurückgeblasen
wird, die zurückgeblasene
Gemischmenge steigt.
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Da
ferner die Zeitperiode, in der das Schaftende 51a des Einlaßventils 51 und
die Einstellschraube 71 miteinander in Kontakt stehen,
infolge einer Abnahme des Ventilspiels zunimmt, steigt der Nockenhubprozentsatz
der Nockenwelle 34, der in den Ventilhub umgesetzt wird,
weshalb der Ventilhub zunimmt. Das heißt, die eingelassene Gemischmenge
steigt, und die durch Kraftstoffverbrennung erzeugte Wärmeenergiemenge
nimmt zu.
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Das
ECU 91 (Abmagerungs- und Spätverstellungseinrichtung) hält das Kraftstoff/Luft-Verhältnis des
Kraftstoff/Luft-Gemisches mager, indem es die Kraftstoffmenge steuert, die
durch das Einspritzventil 9 im zweiten Kaltzustand für einige
Zeit nach dem Start des Motors 1 eingespritzt wird. Dies
erhöht die
Temperatur des Abgases, so daß die
Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 schnell steigen kann.
Außerdem
erhöht
das ECU 91 die Abgastemperatur durch Spätverstellen der Zündzeit der
Zündkerze 92,
so daß die
Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 schnell steigen
kann.
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Ist
dann einige Zeit nach dem Start des Motors 1 vergangen,
wird der Motor 1 infolge eines Temperaturanstiegs durch
Verbrennung des Kraftstoff/Luft-Gemisches in den Warmzustand überführt. Im
Warmzustand des Motors 1 dehnen sich der Zylinderkopf 3 sowie
das Einlaßventil 51 und
das Auslaßventil 52 durch
Wärme aus.
Im Warmzustand des Motors 1 wurde die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 ausreichend
erhöht,
weshalb das ECU 91 davon absehen kann, das Kraftstoff/Luft-Verhältnis des
Kraftstoff/Luft-Gemisches mager zu halten und die Zündzeit nach
spät zu
verstellen.
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Im
Warmzustand des Motors 1 haben das Einlaßventil 51 und
das Auslaßventil 52 die
o. g. Ventilspiele gemäß 2(c) und 3(c). Die Öffnungszeit und Schließzeit des
Einlaßventils 51 und
des Auslaßventils 52 entsprechen
dem Öffnen
und Schließen
zu den o. g. Zeiten gemäß den durchgezogenen
Linien in 4.
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Im
beschreibungsgemäß aufgebauten
Motor 1 verstellt im zweiten Kaltzustand für einige
Zeit nach dem Start des Motors 1 der Ventiltrieb 53 die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 verglichen
mit der im Warmzustand nach früh,
um dadurch die Abgasmenge zu erhöhen,
die infolge von Unterdruck im Einlaßkanal 32 in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird. Daher erleichtert der Strom des Abgases, das in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird, die Kraftstoffzerstäubung
im Einlaßkanal 32 und
Saugrohr 35 und erhöht
die Temperatur der jeweiligen Wände
des Einlaßkanals 32 und
Saugrohrs 35, um die Kraftstoffvergasung zu erleichtern.
Da insbesondere ein Kraftstoff/Luft-Gemisch auch im zweiten Kaltzustand
für einige
Zeit nach dem Start des Motors 1 stabil verbrannt werden
kann, lassen sich unverbrannte Komponenten im Abgas reduzieren.
Da außerdem
Abgas mit unverbrannten Kraftstoffkomponen ten, das in der letzten
Hälfte
eines Auslaßhubs
zunimmt, in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
und erneut verbrannt wird, können
unverbrannte Komponenten im Abgas weiter reduziert werden.
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Ferner
verstellt im zweiten Kaltzustand für einige Zeit nach dem Start
des Motors 1 der Ventiltrieb 53 die Schließzeit des
Einlaßventils 51 relativ
zur Zeit des unteren Totpunkts des Kolbens 22 nach spät, d. h.
beim Aufwärtshub
des Kolbens, vergleicht man sie mit der im Warmzustand, weshalb
ein Kraftstoff/Luft-Gemisch, dessen Temperatur im Zylinder 21 erhöht wurde,
in den Einlaßkanal 32 und
das Saugrohr 35 zurückgeblasen
wird. Dies erleichtert die Erhöhung
der Temperatur eines Kraftstoff/Luft-Gemisches, das als nächstes eingelassen wird,
und die Erhöhung
der Temperatur der jeweiligen Wände
des Einlaßkanals 32 und
des Saugrohrs 35, um die Vergasung von Kraftstoff zu erleichtern,
der im nächsten
Zyklus eingespritzt wird. Das heißt, da ein Kraftstoff/Luft-Gemisch
auch im zweiten Kaltzustand stabil verbrannt werden kann, lassen
sich unverbrannte Komponenten im Abgas reduzieren. Zu beachten ist,
daß wenn
im Warmzustand des Motors 1 die Schließzeit des Einlaßventils 51 in
einer Zeitperiode liegt, in der ein Kraftstoff/Luft-Gemisch in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird, die Kraftstoff/Luft-Gemischmenge, die zurückgeblasen wird, erhöht ist,
weshalb sich die gleichen Effekte wie zuvor beschrieben erhalten
lassen.
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Da
ferner der Ventiltrieb 53 die Öffnungszeit des Auslaßventils 52 auf
eine Zeit einstellt, bevor der Kolben 22 den unteren Totpunkt
erreicht, kann unabhängig
davon, ob sich der Motor 1 im zweiten Kaltzustand oder
im Warmzustand befindet, die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 erhöht werden, da
Verbrennungsgas als Abgas mit einer hohen Temperatur abgegeben wird.
Daher kann die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 auch
dann erhöht
werden, wenn sich der Motor 1 im zweiten Kaltzustand befindet.
Unabhängig
davon, ob sich der Motor 1 im zweiten Kaltzustand oder
im Warmzustand befindet, hält
der Ventiltrieb 53 ferner die Öffnungszeit des Auslaßventils 52 im
wesentlichen konstant auf der optimalen Zeit, die früher als
die Zeit liegt, zu der der Kolben 22 den unteren Totpunkt
erreicht. Daher läßt sich
verhindern, daß die
Frühverstellung
der Öffnungszeit
des Auslaßventils 52 die
Zeitperiode reduziert, in der ein Kraftstoff/Luft-Gemisch verbrannt wird,
und verhindern, daß unverbrannte
Komponenten im Abgas zunehmen. Zugleich ist es möglich zu verhindern, daß die Spätverstellung
der Schließzeit des
Auslaßventils 52 bewirkt,
daß mehr
Verbrennungsgas zur Expansion verwendet wird, um die Temperatur
von Abgas zu senken, was einen schnellen Temperaturanstieg des Abgasreinigungskatalysators 93 behindert.
Das heißt,
da die Öffnungszeit des
Auslaßventils 52 konstant
auf der optimalen Zeit unabhängig
davon gehalten wird, ob sich der Motor 1 im Kaltzustand
oder im Warmzustand befindet, können
unverbrannte Komponenten im Abgas reduziert werden.
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Ferner
hält der
Ventiltrieb 53 die Öffnungszeit
des Auslaßventils 52 im
wesentlichen konstant auf der optimalen Zeit unabhängig davon,
ob sich der Motor 1 im Kaltzustand oder im Warmzustand
befindet. Daher läßt sich
verhindern, daß die
Frühverstellung
der Schließzeit
des Auslaßventils 52 die
Menge von Abgas reduziert, daß in
den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird. Zugleich ist es möglich
zu verhindern, daß die
Spätverstellung
der Schließzeit
des Auslaßventils 52 bewirkt,
daß Abgas,
das nicht zur Zerstäubung
und Vergasung von Kraftstoff beiträgt, übermäßig in den Brennraum 31 eingelassen
wird, um instabile Verbrennung eines Kraftstoff/Luft-Gemisches zu
bewirken und unverbrannte Komponenten im Abgas zu erhöhen, und
zu verhindern, daß ein schneller
Temperaturanstieg des Abgasreinigungskatalysators 93 infolge
eines Rückgangs
der Abgastemperatur behindert wird. Das heißt, da die Schließzeit des
Auslaßventils 52 im
wesentlichen konstant auf der optimalen Zeit unabhängig davon
gehalten wird, ob sich der Motor 1 im zweiten Kaltzustand
oder im Warmzustand befindet, können
unverbrannte Komponenten im Abgas reduziert werden.
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Da
ferner im zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 der Ventiltrieb 53 die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 auf
eine Zeit vor der Zeit nach früh
verstellt, zu der der Kolben 22 den oberen Totpunkt erreicht, d.
h. beim Aufwärtshub des
Kolbens 22, wird Abgas infolge des Unterdrucks des Einlaßkanals 32 und
der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 in den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen. Daher
wird die Abgasmenge erhöht,
die zurückgeblasen
wird, um die Zerstäubung
und Vergasung von Kraftstoff zu erleichtern.
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Da
ferner der Ventiltrieb 53 den einlaßseitigen Kipphebel 6 aufweist
und den Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 verwendet, kann
im zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 automatisch
nach früh
verstellt werden, und die Schließzeit des Einlaßventils 51 kann
automatisch nach spät
verstellt werden.
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Da
zudem der Ventiltrieb 53 den auslaßseitigen Kipphebel 62 aufweist
und den Hydrostößel 8 einsetzt,
um das Ventilspiel im wesentlichen auf null zu halten, können die Öffnungszeit
und Schließzeit des
Auslaßventils 52 automatisch
im wesentlichen konstant unabhängig
davon gehalten werden, ob sich der Motor 1 im Kaltzustand
oder im Warmzustand befindet.
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Zu
beachten ist, daß im
Ventiltrieb 53 auf der Grundlage des SOHC-Verfahrens, bei
dem eine Nockenwelle 34 das Einlaßventil 51 und das
Auslaßventil 52 betätigt, die Überschneidung
auch durch Ändern
der Phase der Nockenwelle 34 nicht eingestellt werden kann,
weshalb ein solcher Aufbau, bei dem der Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 und
der Hydrostößel 8 auf
der Einlaßseite
bzw. der Auslaßseite
vorgesehen sind, besonders wirksam für den Ventiltrieb 53 auf
der Grundlage des SOHC-Verfahrens ist.
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Ferner
wird im Motor 1 mit dem zuvor beschriebenen Aufbau das
Kraftstoff/Luft-Verhältnis
eines Kraftstoff/Luft-Gemisches abgemagert, um die Abgastemperatur
zu erhöhen,
so daß die
Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 schnell angehoben
wird. Daher können
auch im zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 unverbrannte Komponenten
im Abgas weiter reduziert werden. In diesem Fall kann das Kraftstoff/Luft-Gemisch
infolge des zuvor beschriebenen Aufbaus stabil verbrannt werden,
und es besteht keine Möglichkeit,
daß die
Verbrennung des Kraftstoff/Luft-Gemisches instabil wird, auch wenn
die Abmagerungseinrichtung verwendet wird, die die Verbrennung eines Kraftstoff/Luft-Gemisches
destabilisiert.
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Weiterhin
wird im Motor 1 mit dem zuvor beschriebenen Aufbau das
Kraftstoff/Luft-Verhältnis
eines Kraftstoff/Luft-Gemisches
abgemagert, um die Abgastemperatur zu erhöhen, so daß die Temperatur des Abgasreinigungskatalysators 93 schnell
angehoben wird. Daher können
auch im zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 unverbrannte Komponenten
im Abgas weiter reduziert werden. In diesem Fall kann das Kraftstoff/Luft-Gemisch
infolge des zuvor beschriebenen Aufbaus stabil verbrannt werden,
und es besteht keine Möglichkeit,
daß die
Verbrennung des Kraftstoff/Luft-Gemisches instabil wird, auch wenn
die Spätverstellungseinrichtung
zum Einsatz kommt, die die Verbrennung des Kraftstoff/Luft-Gemisches
destabilisiert.
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Im
folgenden wird eine zweite Ausführungsform
der Erfindung anhand von 5 beschrieben. Die
zweite Ausführungsform
unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform darin, daß die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 im
Warmzustand des Motors 1 auf eine Zeit eingestellt wird,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 3 Grad relativ zum oberen Totpunkt
des Kolbens 22 nach spät
verstellt ist, und die Schließzeit des
Einlaßventils 51 im
Warmzustand des Motors 1 auf eine Zeit eingestellt wird,
die im Kurbelwinkel z. B. etwa 63 Grad relativ zum unteren Totpunkt
des Kolbens 22 nach spät
verstellt ist.
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Die
Ventilspiele des Einlaßventils 51 und
des Auslaßventils 52 können auf
Anfangswerte eingestellt sein oder können die gleichen wie in der
ersten Ausführungsform
im zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 oder im Warmzustand
des Motors 1 sein. Die Öffnungszeit
und Schließzeit
des Auslaßventils 52 können im
wesentlichen die gleichen wie in der ersten Ausführungsform sein. Elemente und
Teile, die denen der ersten Ausführungsform
entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet, und
auf ihre Beschreibung wird verzichtet.
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Im
zweiten Kaltzustand für
einige Zeit nach dem Start des Motors 1 wird die Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 auf
eine Zeit eingestellt, die im Kurbelwinkel etwa 5 Grad ver glichen
mit der im Warmzustand nach früh
verstellt ist und etwa 2 Grad relativ zum oberen Totpunkt des Kolbens 22 nach
früh verstellt
ist. Daher wird Abgas in den Einlaßkanal 32 infolge
des Unterdrucks des Einlaßkanals 32 und
der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 22 zurückgeblasen, so
daß sich
die gleichen Effekte wie in der ersten Ausführungsform erreichen lassen.
Beim Einstellen der Schließzeit
des Einlaßventils 51 auf
eine Zeit, die im Kurbelwinkel z. B. etwa 5 Grad verglichen mit
der im Warmzustand nach spät
verstellt ist, wird die Menge von Kraftstoff/Luft-Gemisch, die in
den Einlaßkanal 32 zurückgeblasen
wird, erhöht,
um die gleichen Effekte wie in der ersten Ausführungsform zu erhalten.
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Zu
beachten ist, daß in
der zuvor beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsform ein Ottomotor als
Motor 1 verwendet wird, jedoch auch ein Dieselmotor zum
Einsatz kommen kann. Auch bei Verwendung eines Dieselmotors als
Motor 1 lassen sich die gleichen Effekte wie in der ersten
und zweiten Ausführungsform
erhalten.
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Ferner
basiert der Ventiltrieb 53 des Motors 1 nicht
unbedingt auf dem SOHC-Verfahren, sondern kann z. B. auf dem DOHC-Verfahren
(Verfahren mit doppelter obenliegender Nockenwelle) beruhen, bei dem
zwei Nockenwellen 34 verwendet werden.
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Außerdem sind
die Öffnungs-
und Schließzeit
des Einlaßventils 51 und
des Auslaßventils 52 im Warmzustand
des Motors 1 nicht auf jene in der ersten und zweiten Ausführungsform
beschränkt,
sondern können
für den
Motor 1 zweckmäßig geändert sein,
in dem das Ventilsystem 5 verwendet wird. Zudem sind der
Frühverstellungsbetrag
der Öffnungszeit
des Einlaßventils 51 und
der Spätverstellungsbetrag
der Schließzeit
des Einlaßventils 51 im
zweiten Kaltzustand des Motors 1 nicht auf jene in der
ersten und zweiten Ausführungsform
beschränkt,
sondern können
für den
Motor 1 zweckmäßig geändert sein, in
dem das Ventilsystem 5 verwendet wird.
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Obwohl
weiterhin in der ersten und zweiten Ausführungsform der Schraub-Spieleinstellmechanismus 7 als
fester Spieleinstellmechanismus verwendet wird, um das einlaßseitige
Ventilspiel festzulegen, ist die Erfindung nicht darauf be schränkt, sondern
es kann z. B. ein Plättchen-Spieleinstellmechanismus
unter Verwendung eines Plättchens
zum Einstellen des Ventilspiels zum Einsatz kommen.
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Außerdem ist
der Ventiltrieb 53 nicht unbedingt vom Kipphebeltyp wie
in der ersten und zweiten Ausführungsform,
sondern kann von einem direktwirkenden Typ sein. In diesem Fall
kann als einlaßseitiges
Ansteuerteil ein Umkehrstößel, der
mit einem Plättchen-Spieleinstellmechanismus
versehen ist, der das Ventilspiel mit Hilfe eines Plättchens
einstellt, anstelle des einlaßseitigen
Kipphebels 6 gebraucht werden, und als auslaßseitiges
Ansteuerteil kann ein Umkehrstößel, der
mit einem automatischen Spieleinstellmechanismus versehen ist, anstelle
des auslaßseitigen
Kipphebels 62 zur Anwendung kommen, so daß beide
dieser Stößel auf
der Einlaßseite
und auf der Auslaßseite
durch jeweilige Nocken 34a von Nockenwellen 34 betätigt werden,
die jeweils auf der Einlaßseite
bzw. der Auslaßseite
vorgesehen sind.
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Überdies
ist der Ventiltrieb 53 nicht unbedingt vom Kipphebeltyp,
bei dem im wesentlichen die jeweiligen Mitten des einlaßseitigen
Kipphebels 6 und des auslaßseitigen Kipphebels 62 mit
Hilfe der Kipphebelwellen 61 gelagert sind, sondern kann
vom Schwenkhebeltyp sein, bei dem Nockenwellen 34 jeweils
auf der Einlaßseite
und auf der Auslaßseite
vorgesehen sind, der einlaßseitige
Kipphebel 6 durch eine Nocke 34a der Nockenwelle 34 auf
der Einlaßseite
betätigt
wird und der auslaßseitige
Kipphebel 62 durch eine Nocke 34a der Nockenwelle 34 betätigt wird,
wobei jeweilige eine Enden des einlaßseitigen Kipphebels 6 und
des auslaßseitigen
Kipphebels 62 als Drehpunkte dienen und wobei jeweilige
andere Enden von ihnen als ventilseitige Enden dienen die jeweils
mit dem Einlaßventil 51 bzw.
dem Auslaßventil 52 in
Kontakt kommen.