[go: up one dir, main page]

DE102004046865A1 - Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems - Google Patents

Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems Download PDF

Info

Publication number
DE102004046865A1
DE102004046865A1 DE102004046865A DE102004046865A DE102004046865A1 DE 102004046865 A1 DE102004046865 A1 DE 102004046865A1 DE 102004046865 A DE102004046865 A DE 102004046865A DE 102004046865 A DE102004046865 A DE 102004046865A DE 102004046865 A1 DE102004046865 A1 DE 102004046865A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
identification data
identification
data carrier
message
reading device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE102004046865A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102004046865B4 (de
Inventor
Werner Koele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Infineon Technologies AG
Original Assignee
Infineon Technologies AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Infineon Technologies AG filed Critical Infineon Technologies AG
Priority to DE102004046865.6A priority Critical patent/DE102004046865B4/de
Priority to US11/236,023 priority patent/US20060145816A1/en
Publication of DE102004046865A1 publication Critical patent/DE102004046865A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102004046865B4 publication Critical patent/DE102004046865B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06KGRAPHICAL DATA READING; PRESENTATION OF DATA; RECORD CARRIERS; HANDLING RECORD CARRIERS
    • G06K19/00Record carriers for use with machines and with at least a part designed to carry digital markings
    • G06K19/06Record carriers for use with machines and with at least a part designed to carry digital markings characterised by the kind of the digital marking, e.g. shape, nature, code
    • G06K19/067Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components
    • G06K19/07Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components with integrated circuit chips
    • G06K19/0723Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components with integrated circuit chips the record carrier comprising an arrangement for non-contact communication, e.g. wireless communication circuits on transponder cards, non-contact smart cards or RFIDs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Near-Field Transmission Systems (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Identifikations-Datenträger, mit einem Substrat, mit einer auf und/oder in dem Substrat gebildeten Antenne und mit einem auf und/oder in dem Substrat gebildeten integrierten Schaltkreis, der mit der Antenne gekoppelt ist, wobei der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet ist, dass er auf eine mittels der Antenne empfangene, an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht hin der Antenne ein Rückmeldungssignal erzeugt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Identifikations-Datenträger, eine Lese-Vorrichtung, ein Identifikations-System und ein Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems.
  • In vielen Gebieten des täglichen Lebens werden Identifizierungsmarken zum Identifizieren von Personen oder Gegenständen eingesetzt. Gemäß dem Stand der Technik werden Identifizierungsmarken auf der Basis von Barcodes verwendet, die allerdings in der Anwendung personalintensiv und somit teuer sind, da sie unter Verwendung einer optischen Lese-Vorrichtung ausgelesen werden müssen, die von einem Benutzer bedient werden muss. Außerdem können Barcodesysteme auf vielen Anwendungsgebieten von Identifizierungsmarken (zum Beispiel Diebstahlsicherungssysteme in Kaufhäusern) nicht sinnvoll eingesetzt werden.
  • Für solche Anwendungen geeignet sind die "Radio Frequency Identification Tags" (RFID-Tags). Ein RFID-Tag enthält üblicherweise eine Antenne, einen Schaltkreis zum Empfangen und Senden elektromagnetischer Wellen (Transponder) und einen Signalverarbeitungsschaltkreis. Ein solcher RFID-Tag ist somit häufig aus einem kleinen Silizium-Chip aufgebaut, der an eine auf einem Plastikträger aufgebrachte Antenne angeschlossen ist.
  • Ein RFID-Tag ermöglicht es, kontaktlos Daten lesen bzw. speichern zu können. Solche Daten werden auf RFID-Tags (anschaulich elektronische Etiketten) gespeichert. Die gespeicherten Daten werden mittels elektromagnetischer Wellen gelesen, die über die Antenne in den RFID-Tag eingekoppelt werden können.
  • RFID-Tags sind somit kleine, per Funk auslesbare Transponder, die aus einem Speicherchip und einer separaten Antenne gebildet sind. In dem Speicherchip kann jeweils ein einzigartiger elektronischer Produktcode (EPC, "Electronic Product Code") gespeichert sein, der Chancen hat, den heutzutage im Handel üblichen 13-stelligen EAN-Barcode ("Europäische Artikelnummer") zu ersetzen. Jedes einzelne Produkt kann mittels des EPC-Codes weltweit mit einer einmaligen Nummer versehen werden.
  • Viele deutsche und ausländische Firmen aus dem Einzelhandelssektor planen den Einsatz von RFID-Technologien im Zulieferbereich. Das Investitionsvolumen wird allein in den USA bis zum Jahr 2008 auf 1.3 Milliarden US-Dollar geschätzt, siehe [1].
  • Zum Erreichen eines großen Umsatzvolumens ist es wichtig, dass die Kommunikation zwischen einem Lesegerät und Identifikations-Datenträgern zuverlässig und störungsfrei geführt werden kann.
  • Jeder Identifikations-Datenträger ist weltweit mit einer einmaligen Kennzeichnung, einer sogenannten UID ("Unique Identifier") gekennzeichnet.
  • In einem Identifikations-System mit einem Lesegerät und einer Mehrzahl von Transpondern kann es vorkommen, dass eine fehlerhafte UID detektiert wird, wenn mehrere der Identifikations-Datenträger (Transponder) zeitlich simultan antworten. Anschaulich kann es aufgrund einer unerwünschten Überlagerung von Einzelwellen der Identifikations-Datenträger (mittels welcher Einzelwellen jeder der Identifikations-Datenträger einem Lesegerät seine UID übermittelt) zu parasitären Artefakten kommen. Solche parasitären Wellenüberlagerungen können dem Lesegerät die Anwesenheit einer UID und somit eines Identifikations-Datenträgers vortäuschen, der real gar nicht im Detektionsbereich eines Lesegeräts vorhanden ist.
  • Die Erkennung solcher falscher UIDs wird gemäß dem Stand der Technik nicht bzw. nur mangelhaft vorgenommen. Dadurch kann es vorkommen, dass in einem Lesegerät real nicht vorhandene UIDs angezeigt werden. Zum Beispiel ist experimentell beobachtet worden, dass es bei dreißig real vorhandenen Identifikations-Datenträgern im Einflussbereich eines Lesegeräts vorkommen kann, dass fälschlicherweise einunddreißig Identifikations-Datenträger erkannt werden.
  • Ein Identifikations-System aus einem Lesegerät und mindestens einem Identifikations-Datenträger wird gemäß der Industrienorm ISO 15693 bzw. ISO 18000.3-1 betrieben, siehe [2], [3].
  • Die ISO 15693 ermöglicht zwar eine Fehlerkorrektur mittels eines CRC-Verfahrens ("cyclic redundant check", zyklisches Redundanzprüfverfahren), das heißt mittels eines Algorithmus, mit dem aus einer gegebenen Nachricht in systematischer Weise ein Codewort konstruiert werden kann. In ungünstigen Fällen kommt es jedoch bei Anwesenheit mehrerer Identifikations-Datenträger aufgrund einer Überlagerung mehrerer Antwortsignale zu einer trotz des CRC-Verfahrens fälschlicherweise als gesichert und gültig angesehenen Antwort.
  • Die ISO 15693 beschreibt ein Antikollisionsverfahren, bei dem mit einem Inventory-Befehl zunächst einzelne Transponder erkannt und danach mit einem StayQuiet-Befehl in den Quiet- Zustand geschickt werden. Ein Identifikations-Datenträger (Transponder), der in den Quiet-Zustand gebracht ist, ignoriert im Weiteren Befehle, bis er wieder in einen aktiven Zustand zurückgebracht wird. Da das Lesegerät eines Identifikations-Datenträgers keine Möglichkeit hat, zu überprüfen, ob ein in den StayQuiet-Zustand geschickter zuvor erkannter Identifikations-Datenträger tatsächlich vorhanden ist oder ob die zugehörige UID lediglich ein Artefakt der Überlagerung von Wellen anderer Identifikations-Datenträger ist, kann es gemäß dem Stand der Technik vorkommen, dass ein Lesegerät eine Mehrzahl von Identifikations-Datenträgern erkennt, obwohl eine oder mehrere der Identifikations-Datenträger mit fehlerhaft ermittelten UIDs gar nicht im Feld enthalten sind.
  • Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, dass ein Identifikations-Datenträger mit höherer Zuverlässigkeit von einem Lesegerät erkennbar ist.
  • Dieses Problem wird durch einen Identifikations-Datenträger, durch eine Lese-Vorrichtung, durch ein Identifikations-System und durch ein Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
  • Der erfindungsgemäße Identifikations-Datenträger enthält ein Substrat, eine auf und/oder in dem Substrat gebildete Antenne und einen auf und/oder in dem Substrat gebildeten integrierten Schaltkreis, der mit der Antenne gekoppelt ist. Der integrierte Schaltkreis ist derart eingerichtet, dass er auf eine mittels der Antenne empfangenen, an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht hin der Antenne ein Rückmeldungssignal erzeugt.
  • Ferner ist erfindungsgemäß eine Lese-Vorrichtung zum Kommunizieren mit einem Identifikations-Datenträger geschaffen, mit einer elektromagnetischen Strahlungsquelle, die zum Senden elektromagnetischer Strahlung eingerichtet ist, die von einem Identifikations-Datenträger empfangbar ist, mit einer Detektions-Einrichtung zum Erfassen von elektromagnetischer Strahlung, die von einem Identifikations-Datenträger gesendet ist, und mit einer Steuereinheit, die derart eingerichtet ist, dass sie der elektromagnetischen Strahlungsquelle ein Steuersignal zum Senden einer speziell an einen Identifikations-Datenträger adressierten Nachricht bereitstellen kann, derart, dass der speziell adressierte Identifikations-Datenträger aufgefordert wird, auf die Nachricht hin ein Rückmeldungssignal zu senden, das von der Detektions-Einrichtung erfassbar ist.
  • Darüber hinaus ist erfindungsgemäß ein Identifikations-System bereitgestellt, das mindestens einen Identifikations-Datenträger mit den oben beschriebenen Merkmalen und eine Lese-Vorrichtung mit den oben beschriebenen Merkmalen zum Kommunizieren mit dem Identifikations-Datenträger aufweist.
  • Ferner ist erfindungsgemäß ein Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems geschaffen, wobei das Identifikations-System mindestens einen Identifikations-Datenträger mit den oben beschriebenen Merkmalen und eine Lese-Vorrichtung mit den oben beschriebenen Merkmalen zum Kommunizieren mit dem Identifikations-Datenträger aufweist. Bei dem Verfahren sendet die elektromagnetische Strahlungsquelle eine speziell an einen Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht, mit welcher der speziell adressierte Identifikations-Datenträger aufgefordert wird, auf die Nachricht hin ein Rückmeldungssignal zu senden. Auf die empfangene Nachricht hin wird von dem Identifikations-Datenträger ein Rückmeldungssignal gesendet, das von der Detektions-Einrichtung erfasst wird.
  • Eine Grundidee der Erfindung ist anschaulich darin zu sehen, dass ein Kommunikations-Protokoll zur Kommunikation zwischen Identifikations-Datenträgern und einem Lesegerät derart implementiert wird, dass auf ein Kommando bzw. eine Nachricht einer Lese-Vorrichtung hin, mit dem ein ganz bestimmter Identifikations-Datenträger angesprochen wird, ein Rückmeldungs- bzw. Bestätigungssignal ("Acknowlegement") von dem angesprochenen Identifikations-Datenträger an das Lesegerät zurückgesendet wird. Dadurch wird die Lese-Vorrichtung eindeutig darüber informiert, dass der einzige mit dem Kommando angesprochene Identifikations-Datenträger tatsächlich physisch in dem Einflussbereich des Lesegeräts vorhanden ist. Dadurch kann erkannt werden, wenn von der Lese-Vorrichtung ein in einem elektrischen Feld real gar nicht vorhandener Identifikations-Datenträger fälschlich als anwesend identifiziert worden ist. Wenn nämlich auf das Kommando des Lesegeräts hin, das genau einen unitären Identifikations-Datenträger anspricht (zum Beispiel indem dessen UID in dem Kommando enthalten ist), kein Rückmeldungssignal detektierbar ist, kann die Lesevorrichtung darauf schließen, dass der ermittelte Identifikations-Datenträger real in dem elektrischen Feld gar nicht vorhanden ist. Dadurch ist die Fehlerrobustheit des Systems aus Identifikations-Datenträgern und Lese-Vorrichtung erfindungsgemäß erheblich verbessert, da ein irrtümliches Identifizieren einer UID aufgrund der parasitären Überlagerung von elektromagnetischen Wellen unterschiedlicher Identifikations-Datenträger dadurch vermieden ist, dass nach dem Auffinden einer UID sicher verifiziert werden kann, ob ein der UID zugehöriger Identifikations-Datenträger tatsächlich vorhanden ist oder nicht.
  • Somit kann insbesondere im Rahmen der ISO 15693 (bzw. ISO 18000.3-1) auf ein Kommando (zum Beispiel auf ein StayQuiet-Kommando) eines Lesegeräts hin, von einem angesprochenen Identifikations-Datenträger eine Antwort an die Lese-Vorrichtung geschickt werden, welches zum Beispiel die UID des angesprochenen Identifikations-Datenträgers enthält. Dadurch kann erfindungsgemäß die Erkennung falscher Seriennummern (UID) von RFID-Transpondern eliminiert werden, da nach dem Erkennen einer UID ein zugehöriger Identifikations-Datenträger von dem Lesegerät angesprochen werden kann und zum Senden eines Bestätigungssignals aufgefordert wird. Nur wenn der Identifikations-Datenträger körperlich tatsächlich vorhanden ist, kann er ein solches Bestätigungssignal senden. Bei Erhalt eines Bestätigungssignals klassifiziert das Lesegerät den verifizierten Identifikations-Datenträger als physisch vorhanden. Andernfalls kann die zuvor identifizierte UID als falsch oder zumindest als verdächtig klassifiziert werden. Gegebenenfalls kann mit einem zusätzlichen Kontrollverfahren (zum Beispiel händisch) überprüft werden, ob ein als falsch oder als verdächtig klassifizierter Identifikations-Datenträger tatsächlich in dem Einflussbereich des Lesegeräts fehlt.
  • Das Kommando des Lesegeräts, auf dessen Erhalt hin der entsprechende Identifikations-Datenträger eine Antwort sendet, kann einen beliebigen Inhalt haben. Zum Beispiel kann ein solches Kommando ein StayQuiet-Befehl sein, mit dem das Lesegerät einen bestimmten Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand schickt, in welchem der Identifikations-Datenträger bis zu seiner Reaktivierung auf weitere Kommandos nicht reagiert. Vor dem Übergang in den Ruhezustand sendet der Identifikations-Datenträger, an den das Kommando gerichtet ist, noch ein positives Bestätigungssignal, mit welchem dem Lesegerät der tatsächliche Empfang des Kommandos durch den Identifikations-Datenträger angezeigt wird.
  • Erfindungsgemäß kann zum Beispiel der StayQuiet-Befehl mit einem Option_flag erweitert werden. Dadurch wird auf einen StayQuiet-Befehl hin von dem Identifikations-Datenträger eine Antwort an das Lesegerät gesendet. Ein Identifikations-Datenträger kann somit ein positives Acknowledge an einen Reader senden, wenn der Identifikations-Datenträger in den Quiet-State übergeht. Dieses Verfahren ist im Rahmen der Industrienormen ISO 15693 bzw. ISO 18000.3-1 kompatibel zu einem darin bereits definierten StayQuiet-Befehl. Dieser sieht ein erfindungsgemäß implementierbares Option_flag nicht vor.
  • Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Erkennen von falschen (zusätzlichen und real nicht vorhandenen) UIDs durch ein Lesegerät. Dieses kann auf eine empfangene UID hin zum Beispiel einen StayQuiet-Befehl absetzen. Es wird dieser durch ein Acknowlege beantwortet, wenn der Identifikations-Datenträger tatsächlich vorhanden ist. Wenn keine Antwort empfangen wird, ist dieser Transponder nicht vorhanden und die UID wird ignoriert. Dadurch ist erfindungsgemäß die Zuverlässigkeit beim Ermitteln der in einem elektrischen Feld einer Lese-Vorrichtung befindlichen Identifikations-Datenträger signifikant verbessert.
  • Eine wichtige Idee der Erfindung besteht somit darin, durch die Erweiterung des StayQuiet-Befehls eine eineindeutige Erkennung aller RFID-Transponder in einem Antennenfeld eines RFID-Lesers zu ermöglichen. Das Verfahren der Erfindung erlaubt ein schnelles und sicheres Erkennen. Es kommt somit zu keiner unerwünschten Erkennung zusätzlicher und physisch nicht vorhandener UIDs durch den RFID-Leser.
  • Das Implementieren eines Bestätigungssignals eines Identifikations-Datenträgers in Reaktion auf ein zuvor gesendetes Kommando des Lesegerät eliminiert somit falsche UIDs, ermöglicht eine Überprüfung, ob ein Identifikations-Datenträger (noch) in dem Einflussbereich des Lesegeräts vorhanden ist, ermöglicht schneller als gemäß der ISO-Norm eine solche Überprüfung und ist vollkompatibel zu der ISO 18000.3-1, das heißt kann vollständig im Rahmen dieser Industrienorm implementiert werden. Ein Option_flag, in welchem die Aufforderung zum Senden eines Bestätigungssignals enthalten ist, kann als Teil der Flag-Struktur in dem Kommunikationsprotokoll des Lesers vorgesehen sein.
  • Erfindungsgemäß kann ein RFID-Tag von sich aus auf jedes beliebige, aber eindeutig das jeweilige RFID-Tag adressierende Kommando eines Lesegeräts hin ein Acknowlegement senden. Insbesondere das Setzen eines Option_flag und das Auffordern zum Senden eines Bestätigungssignals in Reaktion auf ein StayQuiet-Kommando stellt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar.
  • Die erfindungsgemäße Erkennung einer fehlerhaft erkannten UID, das heißt eines detektierten aber real nicht vorhandenen Identifikations-Datenträgers, ist mit hoher Geschwindigkeit möglich. Eine schnelle Transponder-Erkennung führt zu einer hohen Leistungsfähigkeit eines solchen Systems. Insbesondere ist eine schnellere Antikollisionsprüfung bzw. -auswertung bei dem erfindungsgemäßen System ermöglicht.
  • Auch ein in einem Quiet-Zustand befindliches RFID-Tag kann auf ein entsprechendes Kommando des Lesegeräts hin nochmals antworten, so dass mit dem Lesegerät überprüft werden kann, ob ein zuvor in dem Einflussbereich des Lesegeräts befindlicher Identifikations-Datenträger immer noch vorhanden ist. Mit dem Kommando kann zum Beispiel bei einem Übergang von einem Ready-Zustand in einen Quiet-Zustand, bei einem Übergang von einem Select-Zustand in einen Quiet-Zustand oder bei einem Kommando zum Verbleiben in einem bereits zuvor eingenommenen Quiet-Zustand von dem Identifikations-Datenträger ein Antwortsignal gesendet werden, welches die Information enthält, dass der Identifikations-Datenträger mit der unitären UID in dem elektrischen Feld vorhanden ist.
  • Zusammenfassend besteht ein Kernaspekt der Erfindung darin, dass ein Lesegerät zunächst die UIDs aller in seinem Einflussbereich befindlicher Identifikations-Datenträger ermittelt, wobei in den ermittelten UIDs auch parasitäre UIDs enthalten sein können. Das Lesegerät kann dann einem ganz bestimmten der ermittelten Identifikations-Datenträger ein Kommando senden, das einzig an diesen unitären Identifikations-Datenträger (nicht aber an alle anderen Identifikations-Datenträger) gerichtet ist, zum Beispiel indem der unitäre Identifikations-Datenträger mittels seiner weltweit einmaligen UID angesprochen wird. Das Kommando enthält die Aufforderung an den Identifikations-Datenträger, ein Bestätigungssignal an das Lesegerät zurückzusenden, in dem eindeutig kodiert ist, welcher Identifikations-Datenträger das Bestätigungssignal gesendet hat. Empfängt das Lesegerät solch ein Bestätigungssignal, so kann es daraus schließen, dass ein Identifikations-Datenträger mit der zugehörigen UID tatsächlich in dem Einflussbereich des Lesegeräts enthalten ist. Andernfalls kann die UID als parasitär klassifiziert werden. Wiederholt das Lesegerät den Zyklus des Sendens eines Kommandos und des Detektierens eines Bestätigungssignals mit jedem einzelnen der ermittelten Identifikations-Datenträger, so kann störungssicher verifiziert werden, welche Identifikations-Datenträger tatsächlich vorhanden sind und welche nicht. Das Kommando kann abgesehen von der Aufforderung zum Aussenden eines Bestätigungssignals eine zusätzliche Aufforderung enthalten, zum Beispiel eine Aufforderung an den Identifikations-Datenträger, in einen Quiet-Zustand überzugehen.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
  • Im Weiteren werden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Identifikations-Datenträgers beschrieben, die auch für die Lese-Vorrichtung, das Identifikations-System und das Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems gelten.
  • Der integrierte Schaltkreis kann derart eingerichtet sein, dass er auf eine mittels der Antenne empfangenen, an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht hin, dass der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergehen soll, der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergeht und der Antenne ein Rückmeldungssignal erzeugt.
  • Anders ausgedrückt ist der integrierte Schaltkreis gemäß dieser Weiterbildung derart eingerichtet, dass er auf ein von der Antenne empfangenes StayQuiet-Kommando hin, welches StayQuiet-Kommando speziell an den Identifikations-Datenträger adressiert ist, in einen StayQuiet-Zustand übergeht und der Antenne ein Signal zum Senden eines Rückmeldungssignals bereitstellt. Gemäß dieser Weiterbildung enthält das Kommando somit ein StayQuiet-Kommando, welches den zugehörigen Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand bringt, in welchem der Identifikations-Datenträger bis zu einer Reaktivierung deaktiviert bleibt und nachfolgende Signale ignoriert. Ein in dem Quiet-Zustand befindlicher Identifikations-Datenträger kann durch ein anderes Steuersignal der Lese-Vorrichtung reaktiviert werden, zum Beispiel in einen Ready-Zustand oder in einen Select-Zustand übergeführt werden. In einem Ready-Zustand ist das RFID-Tag für Kommandos wieder empfänglich, in einem Select-Zustand ist das RFID-Tag ausgewählt.
  • Das StayQuiet-Kommando überführt nur den dadurch eindeutig adressierten Identifikations-Datenträger in den Ruhezustand. Das Kommando ist daher einzig auf weltweit genau einen Identifikations-Datenträger zugeschnitten, wobei auch die angehängte Aufforderung zum Aussenden eines Bestätigungssignals einzig auf weltweit genau einen Identifikations-Datenträger zugeschnitten ist. Alle anderen Identifikations-Datenträger, denen andere unitäre UIDs zugeordnet sind, reagieren weder auf das StayQuiet-Kommando noch auf die Aufforderung zum Senden eines Bestätigungssignals.
  • Der integrierte Schaltkreis des Identifikations-Datenträgers kann derart eingerichtet sein, dass in dem Rückmeldungssignal eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers kodiert ist.
  • Das Rückmeldungssignal enthält gemäß dieser Ausgestaltung somit anschaulich die UID, das heißt die weltweit einmalig für den Identifikations-Datenträger vergebene Identifikationskennzeichnung. Dadurch kann die Lese-Vorrichtung, welche aus einem übermittelten Signal die Identifikationskennzeichnung dekodiert hat, eindeutig erkennen, dass der identifizierte Identifikations-Datenträger mit der jeweiligen UID tatsächlich im Einflussbereich der Lese-Vorrichtung vorhanden ist.
  • Bei dem Identifikations-Datenträger kann der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet sein, dass er der Antenne ein Signal zum Senden eines Rückmeldungssignals bereitstellt, wenn die speziell an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers enthält.
  • Gemäß dieser Ausgestaltung sendet der Identifikations-Datenträger nur dann das Bestätigungssignal an die Lese-Vorrichtung zurück, wenn das Kommando eindeutig und ausschließlich an speziell diesen Identifikations-Datenträger gerichtet ist, insbesondere wenn das Kommando den Identifikations-Datenträger eindeutig anhand seiner UID adressiert.
  • Der Identifikations-Datenträger kann eine Einrichtung zum Befestigen des Identifikations-Datenträgers an einem Objekt, insbesondere an einer Produktverpackung, aufweisen.
  • Eine solche Einrichtung kann zum Beispiel eine Klebeverbindung oder eine sonstige Verbindung zwischen dem Identifikations-Datenträger und einer Verpackung eines Produkts oder an einem Produkt selbst sein. Dadurch kann das Produkt, an welchem der Identifikations-Datenträger anbringbar ist, über die UID weltweit eindeutig identifiziert werden. In einer Speichereinrichtung des Identifikations-Datenträgers können auch auslesbare Informationen über das Produkt gespeichert sein, wie zum Beispiel ein Preis des Produkts oder sonstige Produktinformationen. Solche Informationen können von dem Lesegerät ausgelesen werden.
  • Der Identifikations-Datenträger kann als Radio Frequency Identification Tag (RFID-Tag) eingerichtet sein, der insbesondere in einem Frequenzbereich von 13.56 MHz betrieben werden kann.
  • Einsatzgebiete eines solchen RFID-Tags sind elektronische Warensicherheitssysteme zum Unterbinden von Diebstählen, Anwendungen in der Automatisierungstechnik (zum Beispiel die automatische Identifizierung von Fahrzeugen im Verkehr im Rahmen von Mautsystemen), Zugangskontrollsysteme, bargeldloses Zahlen, Skipässe, Tankkarten, Tierkennzeichnung und Anwendungen in Leihbüchereien.
  • Insbesondere kann der Identifikations-Datenträger als Identifikations-Datenträger gemäß ISO 15693 eingerichtet sein, und mit dieser Industrienorm voll kompatibel arbeiten.
  • Der Identifikations-Datenträger kann derart eingerichtet sein, dass er auf Empfang des Kommandos hin von einem betriebsbereiten Zustand (Ready-Zustand) in einen Ruhezustand (StayQuiet-Zustand), von einem ausgewählten Zustand (Select-Zustand) in einen Ruhezustand (StayQuiet-Zustand) oder von einem Ruhezustand (StayQuiet-Zustand) in einen Ruhezustand (StayQuiet-Zustand) übergeht.
  • Mit anderen Worten muss mit dem Kommando nicht notwendigerweise der Identifikations-Datenträger ausgehend von einem aktiven Zustand (Ready-Zustand, Select-Zustand) in den StayQuiet-Zustand geschickt werden, es kann auch ein StayQuiet→StayQuiet-Kommando abgesetzt werden.
  • Im Weiteren werden Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lese-Vorrichtung beschrieben, die auch für den Identifikations-Datenträger, das Identifikations-System und das Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems gelten.
  • Bei der Lese-Vorrichtung kann die Steuereinheit derart eingerichtet sein, dass sie der elektromagnetischen Strahlungsquelle ein Steuersignal zum Senden einer von einem Identifikations-Datenträger empfangbaren Nachricht, dass der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergehen soll, bereitstellt, welche Nachricht speziell an einen Identifikations-Datenträger adressiert ist.
  • Die Detektions-Einrichtung kann derart eingerichtet sein, dass sie aus dem Rückmeldungssignal eine einmalige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers dekodiert.
  • Die Lese-Vorrichtung kann gemäß ISO 15693 eingerichtet sein.
  • Im Weiteren werden Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Identifikations-Systems beschrieben, die auch für den Identifikations-Datenträger, die Lese-Vorrichtung und das Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems gelten.
  • Das Identifikations-System weist vorzugsweise eine Mehrzahl von Identifikations-Datenträgern auf. Bei einem solchen System aus einer Lese-Vorrichtung und mehreren Identifikations-Datenträgern kann das erfindungsgemäß angeforderte Rückmeldungssignal vorteilhaft dazu verwendet werden, das Verifizieren von jedem einzelnen der Identifikations-Datenträger mit hoher Zuverlässigkeit zu ermöglichen. Anders ausgedrückt kann bei einem erkannten UID verifiziert werden, ob ein diesem UID zugehöriger der Identifikations-Datenträger im Einflussbereich der Lese-Vorrichtung tatsächlich vorhanden ist oder nicht.
  • Das Identifikations-System kann derart eingerichtet sein, dass mit ihm jeder von zumindest einem Teil der Identifikations-Datenträger identifizierbar ist, indem mittels der Lese-Vorrichtung eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren eines Identifikations-Datenträgers von jedem des zumindest einen Teils der Identifikations-Datenträger identifiziert wird, und eine möglicherweise fehlerhaft identifizierte Identifikationskennzeichnung erkannt wird, indem dem möglicherweise zugehörigen Identifikations-Datenträger eine Nachricht übermittelt wird, ein daraufhin möglicherweise von dem Identifikations-Datenträger gesendetes Rückmeldungssignal detektiert wird, und aus dem Vorliegen oder Fehlen des Rückmeldungssignals entschieden wird, ob eine identifizierte Identifikationskennzeichnung als fehlerhaft klassifiziert wird.
  • Gemäß dieser Ausgestaltung kann jeder einzelne der Identifikations-Datenträger fehlerrobust erkannt werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Weiteren näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 ein Abfrageprotokoll einer erfindungsgemäßen Lese-Vorrichtung,
  • 2 und 3 Antwortprotokolle eines erfindungsgemäßen Identifikations-Datenträgers für den Fall einer fehlerbehafteten und für den Fall einer fehlerfreien Abarbeitung des Abfrageprotokolls aus 1,
  • 4 ein Identifikations-System gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
  • 5 ein Zustandsdiagramm mit Zuständen, die ein Identifikations-Datenträger der Erfindung einnehmen kann,
  • 6 ein Abfrageprotokoll einer erfindungsgemäßen Lese-Vorrichtung,
  • 7 ein Antwortprotokoll eines erfindungsgemäßen Identifikations-Datenträgers.
  • Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen Bezugsziffern versehen.
  • Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich.
  • Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an einem ISO 15693 (ISO 18000.3-1) kompatiblen Transponder eine Erweiterung des StayQuiet-Befehls vorgenommen.
  • Der Transponder kann den StayQuiet-Befehl mit aktiviertem Option_flag erkennen und kann eine Antwort auf die von dem Lesegerät an ihn gerichtete Anfrage (Request) schicken. Die erfindungsgemäße Systemerweiterung kann in einem integrierten Schaltkreis des RFIDs vorgenommen werden. In einem RFID-Lesegerät ist die Erweiterung ebenfalls implementiert, um den oder die Transponder korrekt ansprechen zu können.
  • Ausgehend von einem StayQuiet-Befehl, der in der ISO 15693 definiert ist, kommen gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die folgenden Erweiterungen hinzu.
  • In einem aktiven Zustand ("active state") sendet der Transponder eine Antwort, wenn er ein gültiges StayQuiet-Kommando erhält. Die Antwort wird nur gesendet, wenn ein option_flag gesetzt ist.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 1 ein Abfrageformat 100 einer erfindungsgemäßen Lese-Vorrichtung beschrieben.
  • In 1 sind eine Mehrzahl von Abfrageabschnitten 101 gezeigt, von denen jedem eine jeweilige Datenmenge 102 zugeordnet ist.
  • Das Abfrageprotokoll 100 beginnt mit einem SOF-Abfrageabschnitt ("start of frame"). Nachfolgend wird ein 8 Bit langer Flag-Abschnitt abgesetzt, der von einem 8 Bit langem StayQuiet-Abschnitt gefolgt wird. Ist in dem Flag-Abschnitt ein entsprechendes Flag gesetzt, so wird ein Transponder, an den das Abfrageprotokoll 100 gerichtet wird, aufgefordert, ein Bestätigungssignal zu senden. Der StayQuiet-Abschnitt bewirkt in einem Transponder, an den das Abfrageprotokoll gerichtet wird, in einen Ruhezustand überzugehen. Danach wird ein 64 Bit langer UID-Abschnitt abgesetzt, der eine weltweit unitäre UID eines angesprochenen Transponders enthält. Dem UID-Abschnitt folgt ein 16 Bit langer CRC-Abfrageabschnitt. Der letzte Abfrageabschnitt ist ein EOF-Abfrageabschnitt ("end of frame").
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 2 ein Antwortformat 200 eines Identifikations-Datenträgers (RFID-Tag) beschrieben, wie es im Fall eines negativen Acknowlegements eines StayQuiet-Befehls von dem Identifikations-Datenträger an eine Lese-Vorrichtung abgesandt wird, wenn ein Fehler aufgetreten ist.
  • Anders ausgedrückt erfolgt eine Rückmeldung eines von der Lese-Vorrichtung mittels einer unitären UID angesprochenen RFID-Tags gemäß dem Antwortprotokoll 200 von 2, wenn in dem RFID-Tag bei der Abarbeitung des Abfrageprotokolls 100 von 1 ein Fehler auftritt.
  • Das Antwortformat 200 enthält eine Mehrzahl von Antwortabschnitten 201, denen jeweilige Datenmengen 202 zugeordnet sind.
  • Ein SOF-Antwortabschnitt ("start of frame") wird von einem 8 Bit langen Flag-Antwortabschnitt gefolgt, dem ein 8 Bit langer ErrorCode-Antwortabschnitt nachfolgt. Auf diesem folgt ein 16 Bit langer CRC-Antwortabschnitt, bevor am Ende des Antwortformats 200 ein EOF-Antwortabschnitt ("end of frame") vorgesehen ist. In dem ErrorCode-Antwortabschnitt ist die Information kodiert, dass bei der Abarbeitung des Abfrageprotokolls 100 in dem RFID-Tag ein Fehler aufgetreten ist.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 3 ein Antwortformat 300 beschrieben, mit dem ein positives Acknowlegement eines StayQuiet-Befehls gegeben wird.
  • In dem Antwortformat 300 ist eine Mehrzahl von Antwortabschnitten 301 vorgesehen, denen jeweils eine Datenmenge 302 zugeordnet ist.
  • Gefolgt von einem SOF-Antwortabschnitt ("start of frame"), folgt ein 8Bit langer Flag-Antwortabschnitt, und danach ein 16 Bit langer CRC-Antwortabschnitt. Am Ende dieses Antwortformats 300 steht ein EOF-Antwortabschnitt ("end of frame").
  • Das Antwortformat 300 wird von einem RFID-Tag abgesetzt, der zuvor ein speziell an dieses RFID-Tag adressiertes Kommando gemäß dem Abfrageprotokoll 100 erhalten und fehlerfrei abgearbeitet hat. Damit bestätigt der RFID-Tag den Erhalt des Kommandos uns informiert dadurch das Lesegerät über die Anwesenheit des RFID-Tags.
  • Erfindungsgemäß sendet somit ein Transponder auf ein StayQuiet-Kommando mit aktivierten Option_flag hin eine Antwort.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 4 ein Identifikations-System 400 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
  • Das Identifikations-System 400 enthält einen ersten RFID-Tag 401, einen zweiten RFID-Tag 411, ... und einen n-ten RFID-Tag 421. Ferner ist eine Lese-Vorrichtung 430 bereitgestellt, die mit den RFID-Tags 401, 411, ..., 421 kommunizierfähig vorgesehen ist.
  • Der erste Identifikations-Datenträger 401 enthält einen ersten Kunststoffträger 402, auf dem eine erste Antenne 403 und ein mit dieser gekoppelter erster monolithisch integrierter CMOS-Schaltkreis 404 aufgebracht sind. Der monolithisch integrierte, in Siliziumtechnologie gefertigte erste integrierte Schaltkreis 404 enthält eine erste Steuereinheit 405 und einen ersten EEPROM-Speicher 406 ("electrically erasable and programmable read only memory"). In dem ersten EEPROM-Speicher 406 ist ein UID ("Unique Identifier") des ersten RFID-Tags 401, das heißt eine weltweit einmalige Kennzeichnung des ersten RFID-Tags 401, gespeichert. Wird elektrische Energie über die erste Antenne 403 in den ersten RFID-Tag 401 eingekoppelt, so kann damit die erste Steuereinheit 405 betrieben werden. Diese detektiert ein empfangenes Signal und verarbeitet dieses, wobei gegebenenfalls ein Signal von der ersten Antenne, gesteuert durch die erste Steuereinheit 405, abgestrahlt werden kann.
  • Der zweite RFID-Tag 411 ist ähnlich aufgebaut wie der erste RFID-Tag 401 und enthält einen zweiten Kunststoffträger 412, eine zweite Antenne 413, einen zweiten integrierten Schaltkreis 414, eine zweite Steuereinheit 415 und einen zweiten EEPROM-Speicher 416. Ferner ist ein n-ter RFID-Tag 421 bereitgestellt, der ähnlich aufgebaut ist wie der erste RFID-Tag 401 bzw. wie der zweite RFID-Tag 411, und der einen n-ten Kunststoffträger 422, eine n-te Antenne 423, ein n-ten integrierten Schaltkreis 424, eine n-te Steuereinheit 425 sowie einen n-ten EEPROM-Speicher 426 aufweist.
  • In jedem der RFID-Tags 401, 411, ..., 421 ist ein weltweit einmaliger UID gespeichert, wobei die Lese-Vorrichtung 430 mittels Sendens eines ersten Signals das Senden eines Signals von jedem der RFID-Tags 401, 411, ..., 421 bewirken kann. Aus den von den RFID-Tags 401, 411, ..., 421 abgestrahlten Signalen kann die Lese-Vorrichtung 430 die UIDs ermitteln, welche den jeweiligen RFID-Tags 401, 411, ..., 421 zugeordnet sind.
  • Die Lese-Vorrichtung 430 enthält eine Sendespule 431, mittels welcher elektromagnetische Strahlung abstrahlbar ist, die von einem jeweiligen der RFID-Tags 401, 411, ..., 421 empfangbar ist. Die von der Sendespule 431 abgestrahlten elektromagnetischen Wellen werden von einem Sendesignal-Generator 432 gesteuert, welcher ein Sendesignal generiert und dieses der Sendespule 431 bereitstellt. Die Funktionalität des Sendesignal-Generators 432 wird von der Steuereinrichtung 435 gesteuert.
  • Ferner enthält die Lese-Vorrichtung 430 eine Empfangsspule 433 zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, die von einem jeweiligen der RFID-Tags 401, 411, ..., 421 emittiert ist. Diese empfangene elektromagnetische Strahlung kann einer Detektionseinheit 434 bereitgestellt werden, die eine in dem Signal kodierte Information dekodieren kann. Diese Information kann von der Detektionseinheit 434 der Steuereinrichtung 435 bereitgestellt werden.
  • Im Weiteren wird die Funktionalität des Identifikations-Systems 400 beschrieben.
  • Wenn die Lese-Vorrichtung 430 die in ihrem Einflussbereich befindlichen RFID-Tags 401, 411, ..., 421 identifizieren will, sendet sie hierfür ein entsprechendes Signal an die jeweiligen RFID-Tags 401, 411, ..., 421. Entsprechend der Funktionalität der Steuereinheiten 405, 415, ..., 425 senden die RFID-Tags 401, 411, ..., 421 dann ein elektromagnetisches Signal, in dem der jeweilige UID als Information enthalten ist, der in dem jeweiligen EEPROM-Speicher 406, 416, 426 gespeichert ist. Diese Signale können von der Empfangsspule 433 empfangen und von der Detektionseinheit 434 dekodiert werden.
  • Bei einer Vielzahl von in dem Einflussbereich der Lese-Vorrichtung 430 befindlichen RFID-Tags 401, 411, ..., 421 kann es vorkommen, dass aufgrund einer parasitären Wellenüberlagerung der von den einzelnen RFID-Tags 401, 411, ..., 421 abgestrahlten elektromagnetischen Wellen in der Lese-Vorrichtung 430 zusätzliche UIDs detektiert werden, zu denen ein entsprechendes RFID-Tag physisch gar nicht vorhanden ist. Dies kann gemäß dem Stand der Technik zu einem fehlerhaften Identifizieren von UIDs führen.
  • Erfindungsgemäß ist nunmehr eine eindeutige Erkennung aller im Einflussbereich der Lese-Vorrichtung 430 befindlichen RFID-Tags 401, 411, ..., 421 ermöglicht und ein fehlerhaftes Identifizieren von UIDs vermieden. Dies wird bewerkstelligt, indem nach dem Identifizieren aller UIDs jeder einzelne der RFID-Tags 401, 411, ..., 421 verifiziert wird.
  • Für einen ermittelten RFID-Tag 401, 411, ..., 421 kann wie folgt verifiziert werden, ob dieser RFID-Tag 401, 411, ..., 421 in dem Einflussbereich der Lese-Vorrichtung 430 tatsächlich vorhanden ist oder ob es sich bloß um ein Artefakt handelt: Nachdem die Lese-Vorrichtung 430 zunächst die UIDs aller in seinem Einflussbereich befindlicher RFID-Tags 401, 411, ..., 421 ermittelt hat, wobei in den ermittelten UIDs auch parasitäre UIDs enthalten sein können, sendet die Lese-Vorrichtung 430 dann einem ganz bestimmten der ermittelten RFID-Tags 401, 411, ..., 421 ein Kommando, das einzig an diesen unitären RFID-Tag 401, 411, ..., 421 (nicht aber an alle anderen RFID-Tags 401, 411, ..., 421) gerichtet ist. Dieses Auswählen eines bestimmten RFID-Tags 401, 411, ..., 421 erfolgt, indem der unitäre RFID-Tag 401, 411, ..., 421 mittels seines weltweit einmaligen UIDs angesprochen wird. Das Kommando enthält die Aufforderung an den RFID-Tag 401, 411, ..., 421, ein Bestätigungssignal an die Lese-Vorrichtung 430 zurückzusenden, in dem eindeutig kodiert ist, welcher RFID-Tag 401, 411, ..., 421 das Bestätigungssignal gesendet hat. Empfängt die Lese-Vorrichtung 430 solch ein Bestätigungssignal, so kann es daraus schließen, dass ein RFID-Tag 401, 411, ..., 421 mit der zugehörigen UID tatsächlich in dem Einflussbereich der Lese-Vorrichtung 430 physisch enthalten ist. Andernfalls kann die UID als parasitär klassifiziert werden. Die Lese-Vorrichtung 430 wiederholt dann den Zyklus des Sendens eines Kommandos und des Detektierens eines Bestätigungssignals mit jedem einzelnen der ermittelten RFID-Tags 401, 411, ..., 421. So kann störungssicher verifiziert werden, welche der ermittelten RFID-Tags 401, 411, ..., 421 tatsächlich vorhanden sind und welche nicht. Das Kommando enthält gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel zusätzlich zu der Aufforderung zum Aussenden eines Bestätigungssignals ein StayQuiet-Kommando an den jeweiligen RFID-Tag 401, 411, ..., 421 mit der Aufforderung, in einen Quiet-Zustand überzugehen.
  • Fehlerhaft ermittelte UIDs können somit erfindungsgemäß sicher eliminiert werden.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 5 ein Diagramm 500 beschrieben, in dem schematisch mögliche Betriebszustände eines RFID-Tags eines Identifikations-Systems gezeigt sind, und Übergänge zwischen diesen Betriebszuständen, die mittels entsprechender Steuersignale einer Lese-Vorrichtung ausgelöst werden können.
  • In 5 ist ein Power-Off-Zustand 501 gezeigt, in dem ein Identifikations-Datenträger in einem ausgeschalteten Zustand ist. Von diesem Power-Off-Zustand 501 kann das RFID-Tag mittels eines entsprechenden Kommandosignals in einen Ready-Zustand 502 gebracht werden, in dem das RFID-Tag fertig für den Einsatz ist. Ausgehend von dem Ready-Zustand kann durch ein StayQuiet-Signal das RFID-Tag in einen Quiet-Zustand 504 gebracht werden, in welchem es bis auf Weiteres deaktiviert ist und Signale im Weiteren ignoriert. Erst nach einem Reaktiviersignal geht ein in dem Quiet-Zustand befindliches RFID-Tag wieder in einen aktiven Zustand zurück. Ausgehend von dem Ready-Zustand 502 kann mit einem entsprechenden Antikollisionsignal das RFID-Tag in den Select-Zustand 503 gebracht werden. Auch kann von dem Select-Zustand 503 der Identifikations-Datenträger in den Quiet-Zustand 504 oder in den Power-Off-Zustand 501 gebracht werden. Zwischen dem Quiet-Zustand 504 und dem Power-Off-Zustand 502 kann durch ein Reset-to-Ready-Signal ein Übergang hervorgerufen werden. Bei einem Übergang von dem Select-Zustand 503 in den Power-Off-Zustand 501 wird das entsprechende RFID-Tag aus dem elektromagnetischen Feldbereich einer Lese-Vorrichtung entfernt.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 6 ein Abfrageprotokoll 600, das von einer Lese-Vorrichtung an ein Tag gerichtet werden kann, in einer Inventory-Phase beschrieben.
  • In 6 sind eine Mehrzahl von Abfrageabschnitten 601 und die entsprechenden Datenmengen 602 gezeigt. Bei der Inventory-Abfrage gemäß 6 wird nach einem SOF-Abfrageabschnitt ("start of frame") ein Flag-Abfrageabschnitt, nachfolgend ein Inventory-Abfrageabschnitt, dann eine Maskenlänge und nachfolgend eine Maske abgesetzt.
  • Maskenlänge und Maske werden im Rahmen eines Antikollisionsverfahrens implementiert.
  • Im Weiteren wird bezugnehmend auf 7 ein Antwortprotokoll 700 beschrieben, das von einem RFID-Tag an eine Lese-Vorrichtung gesendet werden kann, wobei das Antwortformat 700 eine Mehrzahl von Antwortabschnitte 701 mit zugehörigen Datenmengen 702 aufweist.
  • Nach einem SOF-Antwortabschnitt ("start of frame"), folgt ein Flag-Antwortabschnitt mit einer Länge von 8 Bit, danach ein DSFID ("data storage format identifier") und danach folgt ein UID-Antwortabschnitt mit einer Länge von 64 Bit, und danach ein CRC-Antwortabschnitt mit einer Länge von 16 Bit.
  • In diesem Dokument sind folgende Veröffentlichungen zitiert:
    • [1] "C't – Magazin für Computer und Technik", Heise Zeitschriften Verlag, Ausgabe 3/2004, Seite 46
    • [2] ISO 15693, Teil 1-3, Contactless integrated circuits cards
    • [3] ISO 18000.3, RFID for Item Management – Air Interface, Part 3 – Parameters for Air interface at 13.56 MHz
  • 100
    Abfrageformat
    101
    Abfrageabschnitte
    102
    Datenmengen
    200
    Antwortformat
    201
    Antwortabschnitte
    202
    Datenmengen
    300
    Antwortformat
    301
    Antwortabschnitte
    302
    Datenmengen
    400
    Identifikations-System
    401
    erster RFID Tag
    402
    erster Kunststoffträger
    403
    erste Antenne
    404
    erster integrierter Schaltkreis
    405
    erste Steuereinheit
    406
    erster EEPROM-Speicher
    411
    zweiter RFID Tag
    412
    zweiter Kunststoffträger
    413
    zweite Antenne
    414
    zweiter integrierter Schaltkreis
    415
    zweite Steuereinheit
    416
    zweiter EEPROM-Speicher
    421
    n-ter RFID Tag
    422
    n-ter Kunststoffträger
    423
    n-te Antenne
    424
    n-ter integrierter Schaltkreis
    425
    n-te Steuereinheit
    426
    n-ter EEPROM-Speicher
    430
    Lese-Vorrichtung
    431
    Sendespule
    432
    Sendesignal-Generator
    433
    Empfangsspule
    434
    Detektionseinheit
    435
    Steuereinrichtung
    500
    Diagramm
    501
    PowerOff-Zustand
    502
    Ready-Zustand
    503
    Select-Zustand
    504
    Quiet-Zustand
    600
    Abfrageformat
    601
    Abfrageabschnitte
    602
    Datenmengen
    700
    Antwortformat
    701
    Antwortabschnitte
    702
    Datenmengen

Claims (16)

  1. Identifikations-Datenträger, • mit einem Substrat; • mit einer auf und/oder in dem Substrat gebildeten Antenne; • mit einem auf und/oder in dem Substrat gebildeten integrierten Schaltkreis, der mit der Antenne gekoppelt ist; • wobei der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet ist, dass er auf eine mittels der Antenne empfangenen, an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht hin der Antenne ein Rückmeldungssignal erzeugt.
  2. Identifikations-Datenträger nach Anspruch 1, wobei der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet ist, dass er auf eine mittels der Antenne empfangenen, an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht hin, dass der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergehen soll, der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergeht und der Antenne ein Rückmeldungssignal erzeugt.
  3. Identifikations-Datenträger nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet ist, dass in dem Rückmeldungssignal eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers kodiert ist.
  4. Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der integrierte Schaltkreis derart eingerichtet ist, dass er der Antenne ein Signal zum Senden eines Rückmeldungssignals bereitstellt, wenn die speziell an den Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers enthält.
  5. Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer Einrichtung zum Befestigen des Identifikations-Datenträgers an einem Objekt.
  6. Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, eingerichtet als Radio Frequency Identifikation Tag.
  7. Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, eingerichtet als Identifikations-Datenträger gemäß ISO 15693.
  8. Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, der derart eingerichtet ist, dass er auf Empfang der Nachricht hin • von einem betriebsbereiten Zustand in einen Ruhezustand; • von einem ausgewählten Zustand in einen Ruhezustand; oder • von einem Ruhezustand in einen Ruhezustand; übergeht.
  9. Lese-Vorrichtung zum Kommunizieren mit einem Identifikations-Datenträger, • mit einer elektromagnetischen Strahlungsquelle, die zum Senden elektromagnetischer Strahlung eingerichtet ist, die von einem Identifikations-Datenträger empfangbar ist; • mit einer Detektions-Einrichtung zum Erfassen von elektromagnetischer Strahlung, die von einem Identifikations-Datenträger gesendet ist; • mit einer Steuereinheit, die derart eingerichtet ist, dass sie der elektromagnetischen Strahlungsquelle ein Steuersignal zum Senden einer speziell an einen Identifikations-Datenträger adressierten Nachricht bereitstellen kann, derart, dass der speziell adressierte Identifikations-Datenträger aufgefordert wird, auf die Nachricht hin ein Rückmeldungssignal zu senden, das von der Detektions-Einrichtung erfassbar ist.
  10. Lese-Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Steuereinheit derart eingerichtet ist, dass sie der elektromagnetischen Strahlungsquelle ein Steuersignal zum Senden einer von einem Identifikations-Datenträger empfangbaren Nachricht, dass der Identifikations-Datenträger in einen Ruhezustand übergehen soll, bereitstellt, welche Nachricht speziell an einen Identifikations-Datenträger adressiert ist.
  11. Lese-Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Detektions-Einrichtung derart eingerichtet ist, dass sie aus dem Rückmeldungssignal eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren des Identifikations-Datenträgers dekodiert.
  12. Lese-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, eingerichtet als Lese-Vorrichtung gemäß ISO 15693.
  13. Identifikations-System, • mit mindestens einem Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8; • mit einer Lese-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12 zum Kommunizieren mit dem Identifikations-Datenträger.
  14. Identifikations-System nach Anspruch 13, mit einer Mehrzahl von Identifikations-Datenträgern nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
  15. Identifikations-System nach Anspruch 14, das derart eingerichtet ist, dass mit ihm jeder von zumindest einem Teil der Identifikations-Datenträger identifizierbar ist, indem mittels der Lese-Vorrichtung • eine eindeutige Identifikationskennzeichnung zum eindeutigen Identifizieren eines Identifikations-Datenträgers von jedem des zumindest einen Teils der Identifikations-Datenträger identifiziert wird; • eine möglicherweise fehlerhaft identifizierte Identifikationskennzeichnung erkannt wird, indem dem möglicherweise zugehörigen Identifikations-Datenträger eine Nachricht übermittelt wird, ein daraufhin möglicherweise von dem Identifikations-Datenträger gesendetes Rückmeldungssignal detektiert wird, und aus dem Vorliegen oder Fehlen des Rückmeldungssignals entschieden wird, ob eine identifizierte Identifikationskennzeichnung als fehlerhaft klassifiziert wird.
  16. Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems, wobei das Identifikations-System aufweist: • mindestens einen Identifikations-Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8; • eine Lese-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12 zum Kommunizieren mit dem Identifikations-Datenträger; wobei bei dem Verfahren • die elektromagnetische Strahlungsquelle eine speziell an einen Identifikations-Datenträger adressierte Nachricht sendet, mit welcher der speziell adressierte Identifikations-Datenträger aufgefordert wird, auf die Nachricht hin ein Rückmeldungssignal zu senden; • auf die empfangene Nachricht hin von dem Identifikations-Datenträger ein Rückmeldungssignal gesendet wird, das von der Detektions-Einrichtung erfasst wird.
DE102004046865.6A 2004-09-27 2004-09-27 Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems Expired - Fee Related DE102004046865B4 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004046865.6A DE102004046865B4 (de) 2004-09-27 2004-09-27 Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems
US11/236,023 US20060145816A1 (en) 2004-09-27 2005-09-27 Identification data storage medium and method

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004046865.6A DE102004046865B4 (de) 2004-09-27 2004-09-27 Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102004046865A1 true DE102004046865A1 (de) 2006-04-06
DE102004046865B4 DE102004046865B4 (de) 2018-01-25

Family

ID=36062002

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102004046865.6A Expired - Fee Related DE102004046865B4 (de) 2004-09-27 2004-09-27 Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems

Country Status (2)

Country Link
US (1) US20060145816A1 (de)
DE (1) DE102004046865B4 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN101278534B (zh) * 2005-08-11 2011-06-08 株式会社半导体能源研究所 半导体器件和无线通信系统
TWI455037B (zh) * 2008-09-12 2014-10-01 Mstar Semiconductor Inc 射頻識別標籤之控制方法以及使用此方法的射頻識別系統
CN102156898B (zh) * 2011-04-07 2013-09-04 清华大学 一种具有信息标识的芯片及其制备方法
US10361754B2 (en) * 2014-11-18 2019-07-23 Qualcomm Incorporated Enabling use of stay quiet requests in a near field communication device

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4857893A (en) * 1986-07-18 1989-08-15 Bi Inc. Single chip transponder device
US5491468A (en) * 1993-06-24 1996-02-13 Westinghouse Electric Corporation Identification system and method with passive tag
US6466131B1 (en) * 1996-07-30 2002-10-15 Micron Technology, Inc. Radio frequency data communications device with adjustable receiver sensitivity and method
US6104311A (en) * 1996-08-26 2000-08-15 Addison Technologies Information storage and identification tag
DE19646153A1 (de) * 1996-11-08 1998-05-14 Siemens Nixdorf Inf Syst Warenkorbabtaster
US6249227B1 (en) * 1998-01-05 2001-06-19 Intermec Ip Corp. RFID integrated in electronic assets
EP1105825A1 (de) * 1998-08-21 2001-06-13 Pinpoint Corporation Verfahren und vorrichtung zur datenübertragung in einem verfolgungssystem
US7088248B2 (en) * 2004-03-24 2006-08-08 Avery Dennison Corporation System and method for selectively reading RFID devices
US20060007049A1 (en) * 2004-07-01 2006-01-12 Zvi Nitzan Battery-assisted backscatter RFID transponder

Also Published As

Publication number Publication date
US20060145816A1 (en) 2006-07-06
DE102004046865B4 (de) 2018-01-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2033137B1 (de) Datenträger und verfahren zur kontaktlosen kommunikation zwischen dem datenträger und einem lesegerät
DE69814438T2 (de) Elektronisches etikett mit hf-modem zur überwachung der leistung eines fahrzeugs, mit filterung
DE69528246T2 (de) Elektronisches Identifizierungssystem
DE69622213T2 (de) Elektronisches Identifizierungssystem
US7961097B2 (en) RFID based monitoring system and method
EP1415263A2 (de) Verfahren zur datenübertragung zwischen einem schreib-lese-gerät und einem datenspeicher, und verwendung eines verfahrens in einem identifikationssystem
DE60307318T2 (de) Verfahren zum erkennen einer gruppenzugehörigkeit von transpondern
EP3290948B1 (de) Positionserfassungssensor und -system
CN103336932B (zh) 选择的标签的同时编程
DE60303824T2 (de) Inventurverfahren für transponder mittels einer kommunikationsstation
EP1738297A2 (de) Verfahren zum auswählen eines oder mehrerer transponder
DE60223407T2 (de) Kommunikationsstation zur transponderinventur mittels wählbarer speicherbereiche der transponder
DE102004037347A1 (de) Identifikationsdatenträger-Anordnung, Lese-Vorrichtung und Identifikations-System
EP1933260B1 (de) System und Verfahren zur RFID-basierten Überwachung
DE69900900T2 (de) Transponder system mit quittierungen assoziiert mit dem entsprechenden transponder
DE19949572B4 (de) Verfahren zum Identifizieren mehrerer Transponder
DE102004046865B4 (de) Identifikations-Datenträger, Lese-Vorrichtung, Identifikations-System und Verfahren zum Betreiben eines Identifikations-Systems
AU2896699A (en) Synchronization method for rfid system including tags having different memory sizes
DE69900679T2 (de) Verfahren zum simultanen schreiben einer gemeinschaftlichen nachricht in kontaktlosen etiketten
CN101145180A (zh) 一种用于射频识别的多标签防碰撞方法
DE102004008472B4 (de) Datenerfassungssystem mit Lesegerät und Verfahren zum Überprüfen der Funktionsfähigkeit eines derartigen Lesegeräts
US7436307B2 (en) Method and system for setting parameters of a field station in a communications network
CN101136053A (zh) 一种用于射频识别的多标签防碰撞方法
EP0981102B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Auslesen und Beschreiben von mindestens zwei Transpondertypen
DE102016202144B3 (de) Lesegerät zum Lesen von Informationen aus einem Funketikett und zugehöriges Leseverfahren

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final
R082 Change of representative
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee