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DE102004045942A1 - Anschlussmodul für einen Schallwandler und Verfahren zum Betrieb einer Beschallungsanlage - Google Patents

Anschlussmodul für einen Schallwandler und Verfahren zum Betrieb einer Beschallungsanlage Download PDF

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DE102004045942A1
DE102004045942A1 DE200410045942 DE102004045942A DE102004045942A1 DE 102004045942 A1 DE102004045942 A1 DE 102004045942A1 DE 200410045942 DE200410045942 DE 200410045942 DE 102004045942 A DE102004045942 A DE 102004045942A DE 102004045942 A1 DE102004045942 A1 DE 102004045942A1
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Jens PRÜFER
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Siemens Corp
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Anschlussmodul (2) für einen Schallwandler (12), insbesondere für einen Lautsprecher (14). Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Lautsprecherbaugruppe (38) und durch die Zusammenstellung mehrerer Lautsprecherbaugruppen zu einer Beschallungsanlage (50) betrifft sie auch eine Beschallunganlage (50) sowie ein Verfahren für den Betrieb einer solchen. Die Erfindung betrifft außerdem ein Schiff. Bei umfangreichen Beschallungsanlagen (50) müssen größere Entfernungen zwischen einem Anlagenverstärker und Lautsprecher (14) leitungsgebunden überwunden werden. Durch eine erfindungsgemäße Schnittstelle zum Anschluss des Schallwandlers an ein IP-Netzwerk (6) ist die Beschallungsanlage (50) mit einem deutlich reduzierten Kabel- und Installationsaufwand realisiert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Anschlussmodul für einen Schallwandler, insbesondere für einen Lautsprecher. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Lautsprecherbaugruppe und durch die Zusammenstellung mehrerer Lautsprecherbaugruppen zu einer Beschallungsanlage betrifft sie auch eine Beschallungsanlage sowie ein Verfahren für den Betrieb einer solchen an einem IP-Netzwerk. Die Erfindung betrifft außerdem ein Schiff.
  • Es ist bekannt für Beschallungsanlagen ein so genanntes 100V-System einzusetzen. Bei umfangreichen Lautsprecheranlagen müssen größere Entfernungen zwischen einem Anlagenverstärker und den Lautsprechern leitungsgebunden überwunden werden. Ein 100V-System funktioniert grundsätzlich wie eine Energieübertragungsleitung. D.h. elektrische Leistung kann über vergleichsweise dünne Leitungsquerschnitte und dennoch mit geringen Leitungsverlusten transportiert werden. Das bedeutet, dass das Lautsprechersignal am Anlagenverstärker mittels eines Übertragers auf 100V hoch transformiert wird und am Lautsprecher muss das 100V-Niveau auf die Nennbetriebsspannung des meist niederohmigen Lautsprechers wieder herunter transformiert werden. Die Qualität und die Dimensionierung dieser Übertrager sind absolut entscheidend für die Klangqualität des gesamten Systems und müssen immer wieder individuell angepasst werden.
  • Ein Lautsprecher für ein 100V-System weist einen solchen Übertrager, der die entsprechende Anpassung an die niedrige Impedanz des Chassis vornimmt, auf. Zusätzlich haben die Kabel einen Einfluss auf die Wiedergabequalität. In ihrem Querschnitt zu gering gewählte Kabel verschlechtern die Qualität erheblich. Auch bei 100V-Systemen sollten die Kabel einen Querschnitt von 1,5mm2, bei größeren Längen, über etwa 40m, 2,5mm2 nicht unterschreiten. Auch auf die Feinlitzigkeit der Kabel ist zu achten. Bei großen Anlagen wie beispielsweise eine Sportarena oder ein Hotel ist der hohe Kosten- und Installationsaufwand für die Verkabelung ein Nachteil. Ein weiterer Nachteil ist die Klangqualität, denn speziell im Bereich tiefer Frequenzen entstehen im Kern des Übertragers hohe magnetische Feldstärken. Gerät das Kernmaterial in den Bereich der Sättigung, so arbeitet der Übertrager nicht mehr linear, hörbare Verzerrungen sind die unausweichliche Folge.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Anschlussmodul für einen Schallwandler anzugeben, das gegenüber dem Stand der Technik mit einem deutlich reduzierten Kabel- und Installationsaufwand auskommt, damit einhergehende Zeit- und Kostenersparnis ermöglicht, mit gleichzeitiger Verbesserung der Klangqualität. Es soll auch ein entsprechendes Verfahren angegeben werden.
  • Diese Aufgabe wird bezogen auf das eingangs genannte Anschlussmodul gemäß der Erfindung durch eine Schnittstelle zum Anschluss eines Schallwandlers an ein IP-Netzwerk gelöst. Durch das Anschlussmodul mit der erfindungsgemäßen Schnittstelle können Schallwandler an bestehende IP-Netzwerke angeschlossen und betrieben werden. So ist eine Zusatzverkabelung für eine Beschallungsanlage oder für eine bestimmte Gruppenverteilung von Lautsprechern hinfällig geworden. Bei Nutzung eines schon vorhandenen IP-Netzwerks sind Kabel- und Installationsaufwand sehr gering.
  • Unter „IP-Netzwerk" wird im Zusammenhang mit der Erfindung ein Netzwerk für die Kommunikation oder den Datenaustausch nach dem Internet Protokoll verstanden.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung gemäß der Erfindung ergeben sich aus den von dem Patentanspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
  • Es ist insbesondere vorteilhaft, dass die Schnittstelle mit einem Mittel zum Decodieren von über das IP-Netzwerk geführten digitalisierten Audiodaten hergerichtet ist.
  • Mit einer solchen Ausführungsform lassen sich Voice-over-IP-Daten, also kodierte Audiodaten, in Analogdaten umsetzen.
  • Unter „Voice-over-IP" versteht man den Transport von Sprache über Datennetzwerke.
  • Falls das Mittel zum Decodieren ein Mikrocontroller ist, so ist das in einer Ausgestaltungsvariante besonders vorteilhaft. Da ein Mikrocontroller beliebige Logiken realisieren und annähernd jede digitale Schaltung ersetzen kann, ist er zum Dekodieren der Daten hergerichtet, insbesondere programmiert. Heutige Mikrocontroller sind so leistungsstark, dass sie neben der Decodierung weitere funktionelle Aufgaben innerhalb der Schnittstelle übernehmen können.
  • In einer weiterführenden vorzugsweisen Ausgestaltung ist der Mikrocontroller bei an das IP-Netzwerk angeschlossener Schnittstelle programmierbar, insbesondere zu Wartungs- und/oder Diagnosezwecken. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Programmcode im Mikrocontroller im eingebauten und/oder im angeschlossenen Zustand veränderbar, bzw. austauschbar ist. Es können beispielsweise Software-Updates oder Parameterlisten in den Mikrocontroller, ohne die Schnittstelle zu demontieren, eingespielt werden.
  • Eine weitere Steigerung der dynamischen Änderung und oder Anpassung der Firmware, also der Software im Mikrocontroller, wird dadurch erreicht, dass die Schnittstelle zur Programmierung und/oder Wartung über das IP-Netzwerk, insbesondere ausgehend von einer entfernten Warte, hergerichtet ist. Mit einer solchen Ausführungsform sind einzelne Schallwandler mit ihren Anschlussmodulen von einer zentralen Leitstelle überwach- und steuerbar. Ein Servicetechniker kann sich mit Hilfe einer Fernüberwachung gezielt ein defektes oder ein softwaretechnisch veraltetes Anschlussmodul heraussuchen und Maßnahmen ergreifen. Auch eine Parameteränderung, beispielsweise eine Ausgangsleistungsanpassung, ist aus der Ferne realisierbar. Dies spart Zeit und Personalkosten.
  • Zweckmäßig ist, dass die Schnittstelle zur Datenreduzierung derart hergerichtet ist, dass zur Datenübertragung über das IP-Netzwerk ein Audiokompressionsverfahren, beispielsweise das Vorbis-Format, nutzbar ist. Durch ein Audiokompressionsverfahren ist die Datenmenge der Übertragung auf ein Vielfaches reduzierbar, das Netz wird entlastet und die Daten sind ohne nennenswerte Kollisionen übertragbar.
  • Das Vorbis-Format bzw. -Verfahren ist numerisch einfach gestaltet, was den Einsatz eines einfachen Mikrocontrollers erlaubt.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Schnittstelle einen Verstärker zum Verstärken der decodierten Audiodaten auf. Die so verstärkten decodierten Audiodaten können sodann auch in einer lauten Umgebung mit einem entsprechend leistungsstarken Schallwandler wahrgenommen werden.
  • Vorzugsweise ist in die Schnittstelle eine Stromversorgungseinrichtung integriert. Mit der Stromversorgungseinrichtung im Anschlussmodul ist die Schnittstelle unabhängig von einem möglichen Batteriebetrieb betreibbar.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stromversorgungseinrichtung über das IP-Netzwerk, beispielsweise mit der Power-over-LAN-Technologie, speisbar. Für Schallwandler kleiner oder mittlerer Leistungsklassen ist die Leistung, die mit der Power-over-LAN-Technologie bereitgestellt wird, ausreichend, um den Mikrocontroller und den Verstärker sicher betreiben zu können.
  • Zweckmäßig ist, dass die Schnittstelle einzeln am IP-Netzwerk und/oder in einer Reihenschaltung, die aus mindestens zwei hintereinander geschalteten Schnittstellen besteht, am IP-Netzwerk betreibbar ist. Durch diese Möglichkeit der Verschaltung ist ein mit den Anschlussmodulen ausgestattetes Schallwandlersystem äußert flexibel und dynamisch einsetzbar. Beispielsweise kann ein einzelner Schallwandler in einem Hotelzimmer oder in einer Schiffskabine den Gast oder Passagier mit Nachrichten versorgen. Der Schallwandler muss nur über das Anschlussmodul an das sowieso vorhandene IP-Netzwerk angeschlossen werden. Mit einer Reihenschaltung von Schnittstellen kann beispielsweise ein langer Korridor versorgt werden. Zusätzlich lassen sich mit dieser Möglichkeit zum einen nochmals Kabel- und Installationskosten sparen und zum anderen wird eine Redundanz der Anbindung durch eine virtuelle Ringstruktur erreicht. Dies setzt allerdings mindestens eine zweite Verbindung mit dem IP-Netzwerk voraus, beispielsweise am Anfang und am Ende der Reihenschaltung, je eine Verbindung zum IP-Netzwerk.
  • Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist, dass die Schnittstelle für den Betrieb in einer Reihenschaltung eine Durchschaltevorrichtung, beispielsweise ein Relais zum Durchschalten von Signalwegen, aufweist, derart, dass bei Unterbrechung der Stromversorgung der IP-Netzwerk-Anschluss der nachfolgenden Schnittstelle, gewährleistet ist. Durch die Durchschaltevorrichtung können Reihenschaltungen von Schnittstellen mit Vorteil sicher betrieben werden.
  • Zweckmäßigerweise bilden der Schallwandler und das Anschlussmodul eine bauliche Einheit, nämlich eine Lautsprecherbaugruppe. Für den universellen Einsatz und für eine sehr einfache Montage ist die Lautsprecherbaugruppe, beispielsweise Bestandteil eines Baukasten-Systems und mit allen nach außen geführten Anschlüssen leicht in die bestehende Infrastruktur zu integrieren.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ist eine Beschallungsanlage mit mindestens einer Lautsprecherbaugruppe und/oder mindestens einem Anschlussmodul, die durch ein IP-Netzwerk und/oder mit einem IP-Netzwerk in Verbindung stehen. Eine derartige Beschallungsanlage grenzt sich mit allen zuvor genannten Vorteilen vom Stand der Technik ab.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist die Beschallungsanlage gekennzeichnet durch eine oder mehrere der folgenden Funktionalitäten:
    • – Kanalunterteilung,
    • – Mehrprogrammfähigkeit,
    • – Rufgruppenzuteilung,
    • – Adressierbarkeit der Rufgruppen,
    • – Einzeladressierbarkeit der Lautsprecherbaugruppen,
    • – Bereitstellung einer Audio-on-Demand-Funktion,
    • – Diagnosemöglichkeit der Lautsprecherbaugruppen,
    • – dynamische Parametrierbarkeit der Lautsprecherbaugruppen.
  • Der Vorteil einer Kanalunterteilung bei Beschallungsanlagen besteht darin, dass verschiedene Kanäle permanent im IP-Netzwerk verfügbar sind und über die jeweils parametrierten Lautsprecherbaugruppen ausgegeben werden können. D.h. eine softwaremäßige Kanaleinstellung an der Lautsprecherbaugruppe ermöglicht die Ausgabe eines anwendungsspezifischen Tonkanals.
  • Ist die Anlage mehrprogrammfähig, so kann mit Vorteil an beispielsweise einem bestimmten Lautsprecher ein zeitlich vorgegebenes Programm ablaufen, z.B. sind für einen Schichtbetrieb programmgesteuert verschiedene Ansagen zu verwenden.
  • Eine Rufgruppenzuteilung ist besonders vorteilhaft für die Bereitstellung von Informationen oder Ansagen für einen bestimmten Personenkreis, der aber zusätzlich in der gegebenen Infrastruktur dezentralisiert angeordnet ist. Beispielsweise würden in einem Krankenhaus auf den unterschiedlichsten Sta tionen nur die Schwesternzimmer zu einer Rufgruppe zusammengeschlossen werden.
  • Eine weiterführende vorteilhafte Funktion ist die Adressierbarkeit der Rufgruppen. So können dynamisch bestimmte Personenkreise dazu genommen oder von den Ansageinformationen ausgeschlossen werden.
  • Vorzugsweise weist eine erfindungsgemäße Beschallungsanlage auch die Funktion der Einzeladressierbarkeit auf. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Hotelgast individuelle Informationen über die Beschallungsanlage in sein Hotelzimmer bekommen kann. Die Voraussetzung für eine Bereitstellung von Audio-on-Demand ist die Einzeladressierbarkeit. Wiederum bei dem Beispiel des Hotelzimmers kann somit dem Gast ein von ihm eigens gewünschtes Hörspiel in seinem Zimmer abgespielt werden.
  • Eine Beschallungsanlage im Zusammenspiel mit mehreren leistungsfähigen Servern und Leitständen weist vorteilhafterweise eine Diagnosemöglichkeit der Lautsprecherbaugruppen auf. An einem übergeordneten Leitstand kann somit beispielsweise die Funktion der Lautsprecherbaugruppe überprüft werden, ob ein Defekt vorliegt, mit oder auf welcher Lautstärke die Baugruppe eingestellt ist, welcher Softwarestand z.Zt. im Mikrocontroller implementiert ist, welcher Parameterliste vorliegt, usw. Die dynamische Parametrierbarkeit einer Lautsprecherbaugruppe ist dann von großem Vorteil, wenn es beispielsweise darum geht, jede einzelne Lautsprecherbaugruppe auf ihr individuelles Umfeld anzupassen.
  • Eine vorteilhafte Verwendung der Beschallungsanlage ist auf einem Schiff, welches ein IP-Netzwerk aufweist.
  • Die eingangs genannte Aufgabe wird bezogen auf das eingangs genannte Verfahren auch dadurch gelöst dass, unter Verwendung einer Schnittstelle über das IP-Netzwerk geführte digitali sierte Audiodaten dekodiert werden und dass, die dekodierten analogen Daten über einen an die Schnittstelle angeschlossenen Schallwandler hörbar gemacht werden.
  • Mittels Software, die aus zwei Teilen besteht, zum einen die Firmware, also die Software die in den Mikrocontrollern bzw. in den Schnittstellen ablauffähig ist, und zum anderen die Leittechniksoftware, die die Voice-over-IP-Daten in dem IP-Netzwerk steuert, werden einzelne oder mehrere der folgenden Forderungen einer Beschallungsanlage weiterhin optional optimiert:
    • – Möglichst breites Frequenzspektrum im gesamten Raum,
    • – Geringste Verzerrungen auch bei hohen Schalldruckpegeln,
    • – Ausreichende Leistungsreserven für dynamische Wiedergabe,
    • – Berücksichtigung von Signallaufzeiten,
    • – Gleichmäßige Schalldruckverteilung im Raum,
    • – Hoher Störabstand,
    • – Bestmögliche Sprachverständlichkeit,
    • – Geringe Neigung zur akustischen Rückkopplung.
  • Bevorzugte, jedoch keinesfalls einschränkende Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr anhand der Zeichnung näher erläutert. Zur Verdeutlichung ist die Zeichnung nicht maßstäblich ausgeführt, und gewisse Merkmale sind nur schematisiert dargestellt. Im Einzelnen zeigt die
  • 1 ein Anschlussmodul für einen Schallwandler,
  • 2 eine Lautsprecherbaugruppe,
  • 3 eine Beschallungsanlage.
  • 1 zeigt ein Anschlussmodul 2 zum Anschließen eines Schallwandlers 12 an ein IP-Netzwerk 6. Das Anschlussmodul 2 ist als robustes, flaches, spritzwassergeschütztes Gehäuse zur Aufnahme einer Schnittstelle 4 ausgeführt. Mittels des Anschlussmoduls 2 wird die Schnittstelle 4 mit den Anschlüs sen für das IP-Netzwerk 6, für einen Powerbus-A 30 und für den Schallwandler 12 versorgt. Zur physikalischen Anbindung des IP-Netzwerks 6 steht ein PHY-MAC-Baustein 22 zur Verfügung. Der PHY-MAC-Baustein ist ein Single-Chip Ethernet Controller. Über nicht dargestellte RJ-45-Buchsen kann eine eingehende Leitung und eine ausgehende Leitung des IP-Netzwerks 6 an den PHY-MAC-Baustein 22 angeschlossen werden.
  • Der PHY-MAC-Baustein 22 beinhaltet eine Durchschaltevorrichtung 20. Die Durchschaltevorrichtung 20 ist als ein Relais ausgeführt und kann, bei Stromausfall, die Signalwege des IP-Netzwerkes 6 durchschalten. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn das Anschlussmodul 2 in einer Reihenschaltung betrieben wird.
  • Der PHY-MAC-Baustein 22 steht mit einem Mikrocontroller 10 in Verbindung. In dem Mikrocontroller 10 werden die Layer-2 bis Layer-4 des Ethernet-Protokollstack per Software umgesetzt. Der Mikrocontroller 10 beinhaltet zusätzlich ein Mittel zum Dekodieren 8. Dieses Mittel zum Dekodieren 8 dient zum Dekodieren der nach einem Audiokompressionsverfahren reduzierten Daten. Das Mittel zum Dekodieren 8 ist eine Software-Implementation nach dem Audiokompressionsverfahren im Vorbis-Format, innerhalb des Mikrocontrollers 10. Die so dekodierten Audiodaten sind die Eingangsgröße für einen D-A-Wandler 9. Der D-A-Wandler 9 liefert als Ausgangsgröße die analogen Audiodaten. Diese analogen Audiodaten werden einem Verstärker 16 zugeführt. Der Verstärker 16 bereitet die signalschwachen Audiodaten aus den D-A-Wandler 9 als leistungsangepasste Audiodaten für den Schallwandler 12 auf.
  • Die Schnittstelle 4 wird über den Powerbus-A 30 mit Strom versorgt. Die Stromversorgungseinrichtung 18 ist direkt an den Powerbus-A 30 angeschlossen und speist den Mikrocontroller 10 und den Verstärker 16.
  • 2 zeigt eine Lautsprecherbaugruppe 38 als bauliche Einheit der Schnittstelle 4 mit einem Lautsprecher 14. Die Lautsprecherbaugruppe 38 ist als robustes, witterungsbeständiges montierbares Gehäuse ausgeführt. Die Lautsprecherbaugruppe 38 hat Anschlussmöglichkeiten für ein IP-Netzwerk 6, sowohl als Eingangsgröße als auch als Ausgangsgröße. Des Weiteren verfügt die Lautsprecherbaugruppe 38 über einen Anschluss für die Stromversorgung mit dem Powerbus-A 30. Das in der Schnittstelle 4 erzeugte Analogsignal ist über einen integrierten Leistungsverstärker an den Lautsprecher 14 geführt.
  • 3 zeigt eine Beschallungsanlage 50. Die Lautsprecherbaugruppen 41 bis 45 sind in einer Reihenschaltung verschaltet. Für die Stromversorgung der Lautsprecherbaugruppen 41 bis 45 stehen zwei Powerbusse, der Powerbus-A 30 und der Powerbus-B 32, zur Verfügung. Der Powerbus-A 30 versorgt die Lautsprecherbaugruppen 41, 43 und 45 mit Strom. Der Powerbus-B 32 versorgt die Lautsprecherbaugruppe 42 und die Lautsprecherbaugruppe 44 mit Strom. Durch diese Art der Stromversorgung wird eine Art Stromversorgungsredundanz aufgebaut, denn fällt die komplette Stromversorgung des Powerbus-B 32 aus, so können immer noch die Lautsprecherbaugruppen 41, 43 und 45 über den Powerbus-A 30 mit Strom versorgt werden. Die Durchschaltevorrichtung 20, siehe 1, sorgt bei den jetzt stromlosen Lautsprecherbaugruppen 42 und 44 für das Durchschalten der Signalwege für das IP-Netzwerk 6.
  • Die Beschallungsanlage 50 hat zwei Einspeisepunkte für das IP-Netzwerk 6. Das IP-Netzwerk 6 ist über einen Switch 34 und über einen Switch 36 an die Beschallungsanlage 50 angeschlossen. Der Switch 34 steht mit der Lautsprecherbaugruppe 41 in Verbindung. Der Switch 36 steht mit der Lautsprecherbaugruppe 45 in Verbindung. Durch diese Art der IP-Netzwerk-Anschaltung wird eine Informationsredundanz erreicht, denn bei Ausfall der Signalleitung zwischen dem Switch 34 und der Lautsprecherbaugruppe 41 kann die gesamte Beschallungsanlage noch über den Switch 36 durch die Verbindung zur Lautspre cherbaugruppe 45 mit digitalisierten Audiodaten versorgt werden.

Claims (16)

  1. Anschlussmodul (2) für einen Schallwandler (12), insbesondere für einen Lautsprecher (14) gekennzeichnet durch eine Schnittstelle (4) zum Anschluss des Schallwandlers (12) an ein IP-Netzwerk (6).
  2. Anschlussmodul (2) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Mittel (8) zum Decodieren von über das IP-Netzwerk (6) geführten digitalisierten Audiodaten.
  3. Anschlussmodul (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (8) zum Decodieren ein Mikrocontroller (10) ist.
  4. Anschlussmodul (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikrocontroller (10) bei an das IP-Netzwerk (6) angeschlossener Schnittstelle (4) programmierbar ist, insbesondere zu Wartungs- und/oder Diagnosezwecken.
  5. Anschlussmodul (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (4) zur Programmierung und/oder Wartung über das IP-Netzwerk (6), insbesondere ausgehend von einer entfernten Warte, hergerichtet ist.
  6. Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (4) zur Datenreduzierung derart hergerichtet ist, dass zur Datenübertragung über das IP-Netzwerk (6) ein Audiokompressionsverfahren, beispielsweise das Vorbis-Format, nutzbar ist.
  7. Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (4) einen Verstärker (16) zum Verstärken der decodierten Audiodaten aufweist.
  8. Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Schnittstelle (4) eine Stromversorgungseinrichtung (18) integriert ist.
  9. Anschlussmodul (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungseinrichtung (18) über das IP-Netzwerk (6), beispielsweise mit der Power-over-LAN-Technologie, speisbar ist.
  10. Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (4) einzeln am IP-Netzwerk (6) und/oder in einer Reihenschaltung, die aus mindestens zwei hintereinander geschalteten Schnittstellen (4) besteht, am IP-Netzwerk (6) betreibbar ist.
  11. Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (4) für den Betrieb in einer Reihenschaltung eine Durchschaltevorrichtung (20), beispielsweise ein Relais zum Durchschalten von Signalwegen, aufweist, derart, dass bei Unterbrechung der Stromversorgung der IP-Netzwerk-Anschluss der nachfolgenden Schnittstelle gewährleistet ist.
  12. Lautsprecherbaugruppe (38) umfassend einen Schallwandler (12) und ein Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler (12) und das Anschlussmodul (2) eine bauliche Einheit bilden.
  13. Beschallungsanlage (50), gekennzeichnet durch mindestens eine Lautsprecherbaugruppe (38) nach Anspruch 12 und/oder mindestens ein Anschlussmodul (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die durch ein IP-Netzwerk (6) und/oder mit einem IP-Netzwerk (6) in Verbindung stehen.
  14. Beschallungsanlage (50) nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine oder mehrere der folgenden Funktionalitäten: – Kanalunterteilung, – Mehrprogrammfähigkeit, – Rufgruppenzuteilung, – Adressierbarkeit der Rufgruppen, – Einzeladressierbarkeit der Lautsprecherbaugruppen, – Bereitstellung einer Audio-on-Demand-Funktion, – Diagnosemöglichkeit der Lautsprecherbaugruppen, – dynamische Parametrierbarkeit der Lautsprecherbaugruppen.
  15. Schiff mit einem IP-Netzwerk (6) gekennzeichnet durch eine Beschallungsanlage (50) nach einem der Ansprüche 13 oder 14.
  16. Verfahren zum Betrieb einer Beschallungsanlage (50) an einem IP-Netzwerk (6), dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung einer Schnittstelle (4) über das IP-Netzwerk (6) geführte digitalisierte Audiodaten dekodiert werden und das die dekodierten analogen Daten durch einen an die Schnittstelle (4) angeschlossenem Schallwandler (12) hörbar gemacht werden.
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