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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere
für ein
Kraftfahrzeug, mit einem Sitzteil und mit einem Rückenteil,
wobei das Rückenteil
relativ zum Sitzteil durch Drehung um eine quer zur Hauptsitzrichtung
verlaufende und gemeinsame Drehachse von einer Gebrauchsposition
in eine Klappposition verstellbar ist, wobei eine Verstellvorrichtung
zum Verstellen des Fahrzeugsitzes vorgesehen ist, mittels der das
Sitzteil entlang einer Längsführung, die
form-, stoff- und/oder
kraftschlüssig
mit der Karosserie verbunden ist, reversibel in Verstellrichtung
verstellbar ist, wobei die Verstellvorrichtung eine Merkvorrichtung
umfasst, wobei die Merkvorrichtung ein Anschlagmittel und eine Mitnehmervorrichtung
umfasst, wobei die Mitnehmervorrichtung gemeinsam mit dem Sitzteil
entlang der Längsführung verstellbar
ist, wobei die Mitnehmervorrichtung einen Mitnehmer aufweist, wobei
die Merkvorrichtung in einen Verbundstatus sowie einen Trennstatus
verstellbar ist, wobei im Verbundstatus das Anschlagmittel mit dem
Mitnehmer zumindest teilweise form- und/oder kraftschlüssig verbunden
ist und der Mitnehmer sowie das Anschlagmittel gemeinsam mit der
Mitnehmervorrichtung entlang der Längsführung verstellbar ist, wobei
im Trennstatus das Anschlagmittel mit der Längsführung zumindest teilweise form-
und/oder kraftschlüssig
verbunden ist.
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Es
sind eine Vielzahl Fahrzeugsitze mit Verstellvorrichtungen bekannt,
mittels denen die Fahrzeugsitze entlang einer Längsführung verstellbar sind. Insbesondere
für zweitürige Kraftfahrzeuge
ist es vorteilhaft, Fahrzeugsitze mit einer Easy Entry – Funktion
auszustatten, in der das Rückenteil
relativ zum Sitzteil und/oder der Fahrzeugsitz entlang der Längsführung verstellt
ist, da dadurch der Zugang zu einer hinter dem Fahrzeugsitz befindlichen
Sitzreihe erleichtert ist. Solche Fahrzeugsitze werden bevorzugt
mit einer Merkvorrichtung ausgestattet, mittels der der Sitz nach
dem Verstellen in die Easy Entry – Position in dieselbe Ausgangsposition
zurückverstellbar
ist.
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Die
US 6,227,596 offenbart einen
Kraftfahrzeugsitz, der auf Gleitschienen angeordnet ist. Die Gleitschienen
weisen eine verstellbare Schiene auf, die entlang einer fixierten
Schiene verstellbar ist. Der Sitz sieht eine Schienenverriegelung
zur Arretierung der verstellbaren Schiene mit der fixierten Schiene vor.
Zwischen der verstellbaren Schiene und der fixierten Schiene ist
eine Merkvorrichtung angeordnet, die eine Gleitkufe umfasst, welche
auf der fixierten Schiene angeordnet ist. In der Gleitkufe ist mittels
einem Drehgelenk eine Schaltklinke angeordnet, die entgegen einer
Federkraft mit Zähnen
in Ausnehmungen der fixierten Schiene feststellbar ist und die Merkposition
definiert. Die Vorrichtung ist aus sehr vielen Einzelteilen aufgebaut
und daher schwierig und zeitintensiv zu fertigen.
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Aufgabe
der Erfindung ist daher, einen entlang einer Längsführung verstellbaren Fahrzeugsitz zu
schaffen, der eine Merkvorrichtung aufweist zum Zurückstellen
des Fahrzeugsitzes in die Ausgangsposition, wobei die Merkvorrichtung
einfach und aus wenigen Bauteilen aufgebaut sowie einfach und kostengünstig zu
fertigen und zu montieren ist, und wobei der Fahrzeugsitz für einen
Nutzer leicht zu handhaben ist.
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Die
Aufgabe wird gelöst
mit einem Fahrzeugsitz gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
Die Merkvorrichtung wird daher im wesentlichen durch lineare Bewegungen
betätigt,
so dass sie keine Bauteile, die auf Drehachsen gelagert sind, benötigt. Ihr
Aufbau ist daher einfach und sie ist leicht montierbar. Weiterhin hat
die Höhenverstellung
des Mitnehmers im Trennstatus der Merkvorrichtung relativ zum Verbundstatus
den Vorteil, dass der Mitnehmer sich sowohl beim Verbinden der Mitnehmervorrichtung
mit als auch beim Trennen von dem Anschlagmittel im wesentlichen
in derselben Höhe
befindet, so dass das Verbinden sowie das Trennen gleitend erfolgt
und keine zusätzlichen
Bewegungen von Bauteilen erfordert.
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Bevorzugt
weist die Verstellvorrichtung eine Oberschiene auf, mit der die
Mitnehmervorrichtung form-, stoff- und/oder kraftschlüssig verbunden
ist. Dadurch wird die Mitnehmervorrichtung bei Verstellen des Fahrzeugsitzes
mit verstellt. Bevorzugt ist die Mitnehmervorrichtung mittels Nieten
mit der Oberschiene verbunden, besonders bevorzugt mittels einer
Steck- oder Schnappverbindung, da diese Verbindungen einfach und
kostengünstig
herstellbar und leicht montierbar sind. Der Fachmann versteht, dass auch
andere Verbindungen möglich
sind, die bei einer auf die Mitnehmervorrichtung wirkenden Kraft nicht
zerstört
werden.
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Bevorzugt
ist die Mitnehmervorrichtung entgegen einer Kraft, besonders bevorzugt
entgegen einer Federkraft, in die Verstellposition verstellbar. Auch
bei ruckartigen Bewegungen des Fahrzeugsitzes, beispielsweise bei
Fahrten des Fahrzeugs über unebenes
Gelände,
verstellt sich die Mitnehmervorrichtung daher nicht ungewollt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Anschlagmittel einen Anschlag und die Mitnehmervorrichtung
einen Gegenanschlag auf, wobei im Trennstatus die Position des Anschlags
relativ zur Längsführung eine
Merkposition definiert. Dadurch ist die vor dem Trennen der Mitnehmervorrichtung und
des Anschlagmittels vom Fahrzeugsitz eingenommene Position bekannt
und der Fahrzeugsitz kann nach dem Verstellen entlang der Längsführung zurück in die
Merkposition verstellt werden.
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Vorzugsweise
weist die Längsführung ein Form-
und/oder Kraftschlussmittel auf, wobei das Anschlagmittel ein Rastmittel
aufweist, und wobei das Rastmittel mit dem Form- und/oder Kraftschlussmittel im
Trennstatus reversibel in Eingriff ist. Daher verbleibt das Anschlagmittel
auch bei großen
auf das Anschlagmittel wirkenden Kräften sicher in Eingriff mit
dem Form- und/oder Kraftschlussmittel. Der Fachmann versteht, dass
jedes Rastmittel sowie jedes Form- und/oder Kraftschlussmittel verwendbar ist,
die reversibel sicher miteinander in Eingriff sind. Bevorzugt ist
das Rastmittel jedoch eine Nocke oder ein Bolzen und das Form- und/oder
Kraftschlussmittel sind Aussparungen, in die die Nocke oder der
Bolzen eingreift. Besonders bevorzugt wird die Nocke oder der Bolzen
zusätzlich
mittels Federkraft in der Aussparung gesichert.
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Vorzugsweise
wirkt in Klappposition der Rückenlehne
der Anschlag mit dem Gegenanschlag in der Merkposition zumindest
teilweise form- und/oder kraftschlüssig zusammen, wobei das Rastmittel
mit dem Form- und/oder Kraftschlussmittel zumindest teilweise form-
und/oder kraftschlüssig
zusammenwirkt, wobei der Anschlag das Verstellen des Fahrzeugsitzes
in der Merkposition entgegen der Verstellrichtung begrenzt. In Klappposition
der Rückenlehne stoppt
das Anschlagmittel daher den Fahrzeugsitz, wobei die auftretende
Kraft zumindest teilweise in die Karosserie geleitet wird und nicht
vollständig
von der Mitnehmervorrichtung und dem Anschlagmittel aufgenommen
werden muss, was sich positiv auf die Dimensionierung der Bauteile
auswirkt.
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Vorzugsweise
weist der Fahrzeugsitz ein Betätigungsmittel
auf zum Verstellen des Mitnehmers in die Verstellposition, wobei
das Betätigungsmittel durch
Klappen der Rückenlehne
von der Gebrauchsposition in die Klappposition betätigbar ist.
Dadurch ist sichergestellt, dass das Anschlagmittel durch Klappen
der Rückenlehne
immer in den Trennstatus überführt wird
und die Merkposition definiert. Beim Verstellen des Fahrzeugsitzes
in die Easy Entry – Position
ist daher immer die zuvor eingenommene Fahrzeugsitzposition bekannt.
Die Handhabung ist für
einen Nutzer einfach.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist in Klappposition der Rückenlehne
der Mitnehmer in Verstellposition durch Verstellen des Fahrzeugsitzes von
der Merkposition in Verstellrichtung sicherbar. Der Mitnehmer verbleibt
beim Verstellen des Fahrzeugsitzes daher in seiner Verstellposition
und muss beim Verbinden mit dem Anschlagmittel nicht nochmals bewegt
werden.
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Vorzugsweise
ist in Gebrauchsposition der Rückenlehne
der Mitnehmer in Verstellposition durch Verstellen des Fahrzeugsitzes
in die Merkposition entsicherbar und in der Merkposition entsichert.
Das Verbinden mit dem Anschlagmittel erfolgt daher beim Verstellen
des Fahrzeugsitzes in der Gebrauchsposition der Rückenlehne
im wesentlichen gleitend. In der Merkposition erfolgt das Verbinden
der Mitnehmervorrichtung und des Anschlagmittels vom Trennstatus
in den Verbundstatus durch Höhenverstellen
des Mitnehmers. Wenn ein Nutzer den Fahrzeugsitz bei Verstellen
entgegen der Verstellrichtung im Trennstatus nutzt, das heißt bei Gebrauchsposition
der Rückenlehne,
erfolgt das Verbinden der Mitnehmervorrichtung und des Anschlagmittels
in den Verbundstatus für
den Nutzer nahezu nicht spürbar.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
erfolgt das Sichern des Mitnehmers in der Verstellposition mit einer
Kraft und das Entsichern des Mitnehmers entgegen der Kraft, bevorzugt
einer Federkraft. Diese Lösung
ist einfach und kostengünstig
herstellbar und unterstützt
den Vorgang der Sicherung der Verstellposition des Mitnehmers. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sichert die Feder die Verstellposition des Mitnehmers. Dadurch werden keine
zusätzlichen
Bauteile zur Sicherung benötigt, wodurch
die Vorrichtung weiter vereinfacht und kostengünstiger herstellbar ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Verstellvorrichtung in der Gebrauchsposition der Rückenlehne
verriegelt oder manuell entriegelt. Dadurch ist das Verstellen des
Fahrzeugsitzes für
den Nutzer bei Gebrauch manuell jederzeit möglich, beispielsweise auch
während
der Fahrt. Wird daher nach Verstellen des Fahrzeugsitzes durch Klappen der
Rückenlehne
in die Klappposition, beispielsweise in die Easy Entry-Position,
die Rückenlehne
in die Gebrauchsposition zurückgeklappt,
ohne in die Merkposition zurückverstellt
worden zu sein, kann der Sitz manuell entgegen der Verstellrichtung
in die Merkposition und darüber
hinaus zurück
verstellt werden.
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Vorzugsweise
ist die Verstellvorrichtung in Klappposition der Rückenlehne
und dem Trennstatus der Mitnehmervorrichtung entriegelt. In Klappposition der
Rückenlehne
muss der Nutzer daher keine weiteren Betätigungsmittel verstellen, so
dass er zum Verstellen des Fahrzeugsitzes seine beiden Hände frei zur
Verfügung
hat. Die Handhabung des Fahrzeugsitzes und insbesondere das Verstellen
des Fahrzeugsitzes in die Easy Entry- Position ist daher einfach
durchführbar.
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Der
erfindungsgemäße Fahrzeugsitz
ist für den
Nutzer einfach handhabbar und ermöglicht nach Verstellen des
Fahrzeugsitzes bei geklappter Rückenlehne
das Zurückstellen
in eine Merkposition. Bei Zurückstellen
während
der Fahrzeugsitz genutzt wird, erfolgt das Verbinden der Mitnehmervorrichtung und
des Anschlagmittels in der Merkposition für den Nutzer im wesentlichen
nicht spürbar
und das Zurückstellen
ist über
die Merkposition hinaus möglich. Die
Merkvorrichtung ist aus wenigen Bauteilen aufgebaut und ihre Fertigung
daher leicht und schnell und bevorzugt auch automatisiert möglich. Der
erfindungsgemäße Fahrzeugsitz
ist daher kostengünstig herstellbar.
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Im
folgenden wird die Erfindung mittels Figuren beschrieben. Die Beschreibungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken
nicht ein.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung.
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2 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Ausführungsform aus 1.
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3 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Verbundstatus der Merkvorrichtung.
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4 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, in der Merkposition.
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5 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, nach Verstellen des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung.
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6 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, nach Verstellen des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung,
in Gebrauchsposition der Rückenlehne.
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7 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
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8 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Ausführungsform aus 7.
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9 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Verbundstatus der Merkvorrichtung.
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10 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, in der Merkposition.
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11 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, nach Verstellen des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung.
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12 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus der Merkvorrichtung, bei Verstellposition
des Mitnehmers, nach Verstellen des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung,
in Gebrauchsposition der Rückenlehne.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung. Sie
zeigt eine Merkvorrichtung 12, die eine Mitnehmervorrichtung 121 und
ein Anschlagmittel 2 umfasst, im Verbundstatus V. Die Mitnehmervorrichtung 121 ist
mittels Nieten 16 mit einer Oberschiene 80 verbunden,
die entlang einer Längsführung 90 verstellbar
ist. Die Mitnehmervorrichtung 121 weist einen Mitnehmer 1 mit zwei
im wesentlichen horizontal angeordneten Armen 50 auf, die
entgegen der Kraft einer Druckfeder 3 von der dargestellten
Position in eine in der 2 dargestellten Verstellposition
VP im wesentlichen entlang einer Vertikalen verstellbar sind. Das
Anschlagmittel 2 ist form- und/oder kraftschlüssig mit dem
Mitnehmer 1 verbunden und wird von diesem getragen. Das
Anschlagmittel 2 weist ein Rastmittel 4 auf, das
im Trennstatus T, der in 2 dargestellt ist, form- und/oder kraftschlüssig mit
Aussparungen 14 der Längsführung 90 verbunden
ist. Das Betätigen der
Mitnehmervorrichtung 121 erfolgt mittels einem Bowdenzug.
Dargestellt sind ein Bowdenzughalter 30, ein Befestigungshebel 31 sowie
ein Drehlagerbolzen 32, der bei Betätigen des Bowdenzugs gedreht
wird.
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2 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Ausführungsform aus 1.
Die Merkvorrichtung 12 befindet sich im Trennstatus T.
Durch Drehen des Drehlagerbolzens 32 bei Klappen der Rückenlehne
wird ein Betätigungshebel 13 betätigt, mittels
dem die Mitnehmervorrichtung 121, die mittels Nieten 16 mit
der Oberschiene 80 verbunden ist, betätigt wird. Entgegen der Kraft
der Druckfeder 3 wird über
einen Bolzen 35 der Mitnehmer 1 – der in dieser
Darstellung nicht sichtbar ist – in
die Verstellposition VP verstellt, wobei das Anschlagmittel 2 verstellt
wird und mit seinem Rastmittel 4 in Eingriff mit den Aussparungen 14 der
Längsführung 90 gerät. Das Anschlagmittel 2 weist
eine Sicherungsfeder 33 auf. Die Sicherungsfeder 33 weist
beiderseitig Greifer 34 auf, die nach dem Trennen des Anschlagmittels 2 von
der Mitnehmervorrichtung 121 unter die Längsführung 90 greifen,
so dass das Anschlagmittel 2 in den Aussparungen 14 der
Längsführung 90 zusätzlich gesichert
ist.
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3 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Verbundstatus V der Merkvorrichtung 12.
Im Verbundstatus V ist der Fahrzeugsitz bei entriegelter Verstellvorrichtung
entlang der Längsführung 90 mit
der Oberschiene 80 verstellbar, wobei die Merkvorrichtung 12 verstellt
wird. Die Position des Mitnehmers 1 ist so gewählt, dass
das Rastmittel 4 des Anschlagmittels 2 einen ausreichenden Abstand 36 von
der Längsführung 90 aufweist,
vorzugsweise ca. 0,8 – 1,5mm.
Der Betätigungshebel 13 zum
Betätigen
der Mitnehmervorrichtung 121 liegt an dem Bolzen 35,
mittels dem der Mitnehmer 1 entgegen der Kraft der Druckfeder 3 in
seine Verstellposition VP verstellbar ist, an. Der Mitnehmer 1 ist
mittels einer Halterung 37 an einer Führung 39 der Mitnehmervorrichtung 121 angeordnet.
Die Führung 39 ist mittels
Nieten 16 an der Oberschiene 80 angeordnet. An
der Führung 39 ist
außerdem
eine Blattfeder 5 angeordnet, die im Verbundstatus V an
dem Anschlagmittel 2 anliegt und gegen das Anschlagmittel 2 drückt. Die
Blattfeder 5 weist eine Anformung 38 auf, die
in eine Kulisse 40 der Führung 39 greift. Sichtbar ist
weiterhin die Sicherungsfeder 33, mittels der das Anschlagmittel 2 in
den Aussparungen 14 der Längsführung 90 zusätzlich gesichert
werden kann.
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4 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12,
bei Verstellposition VP des Mitnehmers 1, in einer Merkposition
M. Bei Eingriff des Rastmittels 4 in Aussparungen 14 der
Längsführung 90 definiert
die Position eines Anschlags 41 des Anschlagmittels 2 relativ
zur Längsführung 90 die
Merkposition M. Durch Klappen der Rückenlehne in ihre Klappposition
wird der Betätigungshebel 13 in
die durch den Pfeil A angedeutete Richtung verstellt, wodurch der Bolzen 35 der
Mitnehmervorrichtung 121 entgegen der Kraft der Druckfeder 3 abgesenkt
wird, wobei der Mitnehmer 1 in die Verstellposition VP
abgesenkt wird. Dabei gerät
das Rastmittel 4 in Eingriff mit den Aussparungen 14 der
Längsführung 90,
und auch die Halterung 37 des Mitnehmers 1 wird
abgesenkt. Die Anformung 38 der Blattfeder 5,
die an der Führung 39 angeordnet
ist, greift in die Kulisse 40 der Führung 39. Die Führung 39 weist
einen Gegenanschlag 42 auf, mit dem sie am Anschlag anliegt 41.
Bei Verstellen der Mitnehmervorrichtung 121 aus einer beliebigen
in Verstellrichtung verstellten Position in die Merkposition M entgegen
der Verstellrichtung, die durch den Pfeil B angedeutet ist, schlägt der Gegenanschlag 17 an
den Anschlag 21 an und begrenzt bei in Klappposition geklappter
Rückenlehne
das Verstellen der Mitnehmervorrichtung 121 über die
Merkposition M hinaus. Der dabei auftretende Kraftfluss ist durch
die Pfeile und den Verlauf D angedeutet.
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5 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12,
bei Verstellposition VP des Mitnehmers 1, nach Verstellen
des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung B. Das Anschlagmittel 2 ist
mit seinem Rastmittel 4 in Eingriff mit den Aussparungen 14 der
Längsführung 90 und
definiert mit seinem Anschlag 21 die Merkposition M. Die
Mitnehmervorrichtung 121 und das Anschlagmittel 2 sind
voneinander getrennt. Die Blattfeder 5 liegt nicht mehr
am Anschlagmittel 2 an, so dass die Anformung 38 der
Blattfeder 5 in eine Ausformung 41 der Halterung 37,
die in 4 sichtbar ist, greifen kann. Außerdem greift
sie in die Kulisse 40 der Führung 39, so dass
der Mitnehmer 1 in der Verstellposition VP gesichert ist.
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6 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 1 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12,
bei Verstellposition VP des Mitnehmers 1, nach Verstellen
des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung B, in Gebrauchsposition der
Rückenlehne. Durch
Klappen der Rückenlehne
in ihre Gebrauchsposition wird der Betätigungshebel 13 entgegen
der in 4 gezeigten Verstellrichtung A zurückgestellt. Dennoch
verbleibt der Mitnehmer 1 entgegen der Kraft der Druckfeder 3 in
seiner abgesenkten Verstellposition VP, da er mit der Ausformung 41 seiner Halterung 37 mittels
der Anformung 38 der Blattfeder 5 mit der Kulisse 40 der
Führung 39 gesichert
ist. Der Abstand zwischen dem Betätigungsmittel 13 und dem Bolzen 35 beträgt vorzugsweise
ca. 4,5 – 5,5 mm
und ist durch die Pfeile 42 angedeutet.
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Bei
Verstellen des Fahrzeugsitzes entgegen der Verstellrichtung B wird
die Blattfeder 5 mittels dem Anschlagmittel 2 in
Verstellrichtung B gedrückt, wobei
die Anformung 38 aus der Ausformung 41 der Halterung 37 gedrückt wird,
wobei der Mitnehmer 1 entsichert wird. Dabei wird die Sicherungsfeder 33 des
Anschlagmittels 2 durch den Mitnehmer 1 zusammengedrückt, so
dass die Greifer 34 außer
Eingriff mit den Aussparungen 14 der Längsführung 90 geraten und
das Anschlagmittel 2 angehoben werden kann. Mittels der
Kraft der Druckfeder 3 werden der Mitnehmer 1 sowie
das Anschlagmittel 2 dann in der Merkposition angehoben.
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Der
Vorgang erfolgt gleitend und ist für einen Nutzer im wesentlichen
nicht spürbar.
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7 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die 7 zeigt
die Merkvorrichtung 12 mit der Mitnehmervorrichtung 121 und
dem Anschlagmittel 2 im Trennstatus T. Der Mitnehmer 1 befindet
sich in der Verstellposition VP. Das Anschlagmittel 2 weist
ein Rastmittel 4 in Form eines Bolzens auf, der in diesem Status
in Aussparungen 14 der Längsführung 90 eingreift.
Im folgenden wird anstelle des Begriffes Rastmittel der Begriff
Bolzen 4 verwendet. Zusätzlich
ist der Eingriff des Bolzens 4 in die Längsführung 90 mittels einer
Sicherungsfeder 5, hier eine Druckfeder, gesichert. Das
Anschlagmittel 2 weist außerdem einen Gleitschlitten 43 auf,
der an Führungsschienen 70,
die mit der Längsführung 90 form-,
stoff- und/oder kraftschlüssig
verbunden sind, angeordnet und entlang diesen verstellbar ist. Das
Anschlagmittel 2 weist am Gleitschlitten 43 einen
Anschlag 21 auf, der die Merkposition M definiert. Das
Verstellen des Mitnehmers 1 in seine Verstellposition VP
erfolgt im wesentlichen entlang einer Vertikalen entgegen der Kraft
einer Blattfeder 3, die mittels einer Niet 16 am Gehäuse 44 der
Mitnehmervorrichtung 121 angeordnet ist. Zum Verriegeln
des Mitnehmers 1 in der Verstellposition VP weist die Mitnehmervorrichtung 121 eine
Blockierplatte 4 mit einer Kulisse 4 auf, in die eine
im wesentlichen horizontal angeordnete Anformung 47 einer
zweiteiligen Steuerplatte 45 der Mitnehmervorrichtung 121 und
eine im wesentlichen vertikal angeordnete Anformung 46 des
Mitnehmers 1 eingreifen.
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8 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Ausführungsform aus 7.
Die 8 zeigt die Merkvorrichtung 12 ebenfalls
im Trennstatus T. Gezeigt ist eine der Blockierplatten 48 der
Mitnehmervorrichtung 121 mit ihrer im wesentlichen T-förmige Kulisse 49.
In der Kulisse 49 sind die Anformungen 46, 47 der
Steuerplatte 45 sowie des Mitnehmers 1 sichtbar.
Die Anformung 47 der Steuerplatte 45 befindet
sich im horizontalen Bereich der Kulisse 49 und blockiert
die Anformung 46 des Mitnehmers 1, so dass dieser
nicht aus der Verstellposition VP verstellt werden kann.
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9 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Verbundstatus V der Merkvorrichtung 12.
In diesem Status ist die Merkvorrichtung 12 mit der Oberschiene 80,
mit der sie durch Steckverbindungen 51 verbunden ist, entlang
der Längsführung 90 verstellbar.
Der Mitnehmer 1 ist zumindest teilweise mittels zwei im
wesentlichen horizontal angeordneten Armen 50 form- und/oder
kraftschlüssig
mit dem Bolzen 4 des Anschlagmittels 2 verbunden.
Die Darstellung zeigt die Steuerplatte 45 mit einem ersten
Teil 451 und einem zweiten Teil 452, die im wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die Steuerplatte kann mittels
einer Blattfeder 3 entgegen der Verstellrichtung B verschoben werden,
wenn die Mitnehmervorrichtung 121 von dem Anschlagmittel 2 getrennt
ist und in Verstellrichtung B verschoben wird. Das Anschlagmittel 2 weist einen
Anschlag 21 auf und das Gehäuse einen Gegenanschlag 17,
die in dieser Position im wesentlichen aneinander anliegen. Der
Abstand 36 des Bolzens 4 von der Längsschiene 90 ist
so gewählt,
dass der Bolzen das Verstellen der Merkvorrichtung nicht behindert,
bevorzugt beträgt
er ca. 0,8 – 1,2
mm.
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10 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12,
bei Verstellposition VP des Mitnehmers 1, in der Merkposition
M. Der Bolzen 4 befindet sich in Eingriff mit einer Aussparung 14 der
Längsführung 90 und
wird mittels Federkraft einer Druckfeder 5 zusätzlich in
dieser Position gesichert. Der Mitnehmer 1 wird entgegen
der Kraft einer Blattfeder 3 von einem Betätigungsmittel,
das nicht eingezeichnet ist, in der Verstellposition VP gehalten
und ist noch nicht gesichert. Anschlag 21 und Gegenanschlag 17 liegen
in der Merkposition M aneinander an.
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11 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12,
bei Verstellposition VP des Mitnehmers 1, nach Verstellen
des Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung B. Die Steuerplatte 45 ist
mittels der Blattfeder 3 entgegen der Verstellrichtung
B verschoben, so dass die Anformung 47 der Steuerplatte 45 die
Anformung 46 des Mitnehmers 1, die nicht sichtbar
ist, in der Kulisse 49 der Blockierplatte 48 sichert
und der Mitnehmer 1 nicht aus der Verstellposition VP verstellt
werden kann. Der Bolzen 4 des Anschlagmittels 2 befindet
sich in Eingriff mit einer Aussparung 14 der Längsführung 90,
so dass der Anschlag 21 die Merkposition M definiert.
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12 zeigt
eine Seitenansicht der Ausführungsform
aus 7 im Trennstatus T der Merkvorrichtung 12 bei
Verstellposition VP des Mitnehmers 1 nach Verstellen des
Fahrzeugsitzes in Verstellrichtung B in Gebrauchsposition der Rückenlehne.
Die Steuerplatte 45 liegt beim Verstellen der Mitnehmervorrichtung 121 in
die Merkposition M und entgegen der Verstellrichtung B vor dem Gegenanschlag 17 an dem
Anschlagmittel 2 an und verstellt die Steuerplatte 45 sowie
ihre Anformung 47 entlang der Kulisse 49 in der
Blockierplatte 48 in Verstellrichtung B. Dadurch sichert
die Steuerplatte 45 den Mitnehmer 1 in der Merkposition
M nicht mehr in der Verstellposition VP. Da der Betätigungshebel,
der nicht eingezeichnet ist, den Mitnehmer 1 in der Gebrauchsposition
der Rückenlehne
nicht in der Verstellposition VP hält, ist der Mitnehmer 1 in
der Merkposition M entsichert und kann den Bolzen 4 des
Anschlagmittels 2 entgegen der Kraft der Druckfeder 5 anheben,
so dass dieser nicht mehr mit der Längsführung 90 in Eingriff
ist.
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- 1
- Mitnehmer
- 2
- Anschlagmittel
- 21
- Anschlag
- 3
- Druckfeder
oder Blattfeder
- 4
- Rastmittel
- 5
- Druckfeder
oder Blattfeder
- 12
- Merkvorrichtung
- 121
- Mitnehmervorrichtung
- 13
- Betätigungsmittel
- 14
- Form-
und/oder Kraftschlussmittel
- 16
- Niet
- 17
- Gegenanschlag
- 30
- Bowdenzughalter
- 31
- Befestigungshebel
- 32
- Drehlagerbolzen
- 33
- Sicherungsfeder
- 34
- Greifer
der Sicherungsfeder
- 35
- Bolzen
- 36
- Abstand
des Rastmittels von der Längsführung
- 37
- Halterung
- 38
- Anformung
der Blattfeder 5
- 39
- Führung
- 40
- Kulisse
der Führung
- 41
- Ausformung
- 42
- Abstand
des Betätigungsmittels
vom Bolzen
- 43
- Gleitschlitten
- 44
- Gehäuse
- 45
- Steuerplatte
- 451
- Erster
Teil der Steuerplatte
- 452
- Zweiter
Teil der Steuerplatte
- 46
- Anformung
des Mitnehmers
- 47
- Anformung
der Steuerplatte
- 48
- Blockierplatte
- 49
- Kulisse
in der Blockierplatte
- 50
- Arme
des Mitnehmers
- 70
- Führungsschienen
- 80
- Oberschiene
- 90
- Längsführung, Unterschiene
- A
- Schwenkrichtung
des Schwenkhebels beim Klappen der Rückenlehne
- B
- Verstellrichtung
- D
- Kraftfluss
beim Stoppen des Sitzes
- VP
- Verstellposition
des Mitnehmers
- V
- Verbundstatus
der Merkvorrichtung
- T
- Trennstatus
der Merkvorrichtung
- M
- Merkposition