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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Zweitakt-Verbrennungsmotor,
der beispielsweise zur Verwendung bei einer tragbaren Leistungsarbeitsmaschine
geeignet ist, und insbesondere einen Zweitakt-Verbrennungsmotor,
der im Stande ist, Verbrennungsgas (Abgas) per se vollständiger zu
reinigen, und ebenfalls im Stande ist, so weit wie möglich die Menge
der sogenannten Vorbeiströmung
(blow-by) oder der Menge des Luft/Kraftstoff-Gemisches, die abzuführen ist,
ohne für
die Verbrennung verwendet zu werden, zu minimieren.
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Ein
gewöhnlicher
Zweitakt-Benzinmotor, der herkömmlicherweise
bei einer tragbaren Leistungsarbeitsmaschine, wie beispielsweise
einer Kettensäge
oder einer Motorsense verwendet wird, ist so aufgebaut, dass eine
Zündkerze
an dem Kopfabschnitt des Zylinders angeordnet ist, und dass ein
Einlass-Schlitz, ein Spülschlitz
und ein Auslass-Schlitz, die durch einen Kolben zu öffnen und
zu schließen sind,
bereitgestellt werden, um mit der Zylinderbohrung zu kommunizieren
(oder in der inneren Umfangswand des Zylinders bereitgestellt werden).
Gemäß diesem
Zweitakt-Verbrennungsmotor wird ein Zyklus des Motors durch zwei
Hübe des
Kolbens erzielt, ohne einen Hub durchzumachen, der exklusiv dem
Einlass oder dem Auslass zugeordnet ist.
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Genauer
gesagt wird beim Aufwärtshub
des Kolbens ein aus einem Gemisch von Luft, Kraftstoff und Schmiermittel
bestehendes Luft/Kraftstoff-Gemisch von dem Einlass-Schlitz in die
unter dem Kolben angeordnete Kurbelkammer eingeführt. Dann wird beim Abwärtshub des
Kolbens das Luft-Kraftstoff-Gemisch
in der Kurbelkammer vorkomprimiert, wobei ein komprimiertes Gasgemisch
erzeugt wird, das dann in eine Verbrennungsbetätigungskammer geblasen wird,
die oberhalb des Kolbens angeordnet ist, wodurch ermöglicht wird,
dass Verbrennungsgas von dem Auslass-Schlitz abgeführt wird.
Mit anderen Worten wird das Spülen
des Verbrennungsgases ausgeführt,
indem von dem Gasstrom des Luft/Kraftstoff-Gemisches Gebrauch gemacht wird.
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Daher
ist es wahrscheinlicher, dass unverbranntes Luft/Kraftstoff-Gemisch
in das Verbrennungsgas (Abgas) eingemischt wird, womit das Ausmaß der sogenannten
Vorbeiströmung
oder der Betrag des Luft/Kraftstoff-Gemisches, die in die Luftatmosphäre abzuführen ist,
ohne für
die Verbrennung verwendet zu werden, erhöht wird. Aus diesem Grund ist
verglichen mit einem Viertaktmotor der Zweitakt-Verbrennungsmotor nicht nur im Kraftstoffverbrauch
minderwertiger, sondern ebenfalls dadurch nachteilig, dass bewirkt
wird, dass ein großer Betrag
giftiger Bestandteile, wie beispielsweise Kohlenwasserstoffe (HC)
(unverbrannte Bestandteile in einem Kraftstoff) und Kohlenmonoxyd
(CO) (unvollständig
verbrannte Bestandteile in einem Kraftstoff) im Abgas enthalten
ist. Daher kann, sogar wenn der Zweitaktmotor eine kleine Kapazität aufweist,
der Einfluss dieser giftigen Bestandteile auf die Umweltverschmutzung
nicht außer
Acht gelassen werden. Außerdem
gibt es verschiedene Probleme wie die Regelung von Abgas zu bewältigen ist,
von der erwartet wird, dass sie in Zukunft zunehmend strenger wird.
Insbesondere gibt es viele Schwierigkeiten, wie die Minimierung
der Kohlenwasserstoffe (HC) (Gesamtkohlenwasserstoffe (THC)) in
Abgas zu bewältigen
ist.
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Da
der Zweitakt-Verbrennungsmotor ferner ausgestaltet ist, um einen
legierten Kraftstoff zu benutzen, der aus Benzin als Kraftstoff
und Schmieröl besteht,
gibt es Möglichkeiten,
dass das Abgas aufgrund dieses Ölbestandteils
weiter verschmutzt wird, und dass dieser Ölbestandteil übermäßig in die
Verbrennungsbetätigungskammer
strömen
kann (obwohl sie ebenfalls Verbrennungskammer, Betätigungskammer,
Zylinderkammer, etc. genannt werden kann, werden diese Kammern in
der vorliegenden Beschreibung allgemein als Verbrennungsbetätigungskammer
bezeichnet), wodurch manchmal Betriebsfehlfunktionen, wie beispielsweise
Abwürgen des
Motors, begünstigt
werden.
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Im
Hinblick darauf, diese Probleme zu überwinden, wurden verschiedene
Arten von Gegenmaßnahmen
vorgeschlagen. Beispielsweise offenbart die japanische Patentveröffentlichung
Nr. 60-48609 (1985) einen Zweitakt-Verbrennungsmotor, der mit einem Spüldurchgang
eines Gegenspülsystems (System
vom Schnürle-Typ)
ausgestattet ist, wobei die über
dem Kolben zu bildende Verbrennungsbetätigungskammer mit der Kurbelkammer
kommuniziert. Bei diesem Zweitakt-Verbrennungsmotor wird die Querschnittsfläche des
Spülauslass-Schlitzes
(an der Seite der Verbrennungsbetätigungskammer gelegen) des
Spüldurchgangs
kleiner (Verringern der Querschnittsfläche auf 60% oder weniger) als
die Querschnittsfläche
des Spüleinlass-Schlitzes
(an der Seite der Kurbelkammer gelegen) ausgeführt, um dadurch den Durchsatz
der Spülung,
die in die Verbrennungsbetätigungskammer
zu blasen ist, zu verstärken,
wodurch der Spülungswirkungsgrad
erhöht
und das Ausmaß der
Vorbeiströmung
minimiert wird.
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Ferner
offenbart die japanische offengelegte Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 2000-179346, dass,
wenn die Querschnittsfläche
des Einlass-Schlitzes des Spüldurchgangs
ungefähr
die gleiche wie die des Auslass-Schlitzes
des Spüldurchgangs
ist, ermöglicht
wird, dass das Luft/Kraftstoff-Gemisch (Spülgas), das aus der Kurbelkammer gedrückt wurde,
schnell in die Verbrennungsbetätigungskammer
von dem Spülauslass-Schlitz
strömen kann,
womit ermöglicht
wird, dass ein großer
Betrag der Luft/Kraftstoff-Gemisches zusammen mit Abgas in die externe
Atmosphäre
abgeführt
werden kann. Um ein derartiges Phänomen zu verhindern, schlägt die Veröffentlichung
eine erhebliche Verkleinernung der Querschnittsfläche des
Einlass-Schlitzes des Spüldurchgangs
(oder des Spüleinführungsdurchgangs)
verglichen mit der Querschnittsfläche des Spüldurchgangs vor. Durch Verkleinerung
des Spüleinlass-Schlitzes
(oder des Spüleinführungsdurchgangs)
auf diese Art und Weise; ist es möglich, das Spülgas am
schnellen Strömen
in die Werbrennungsbetätigungskammer
von dem Spülauslass-Schlitz
zu hindern, sodass das Spülgas
allmählich
in die Verbrennungsbetätigungskammer
gespeist werden kann, bis der Spülhub
in seiner späteren
Halbstufe platziert ist. Als Ergebnis kann das Ausmaß der Vorbeiströmung sehr
minimiert werden.
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Im
Fall des in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 60-48609 beschriebenen
Zweitakt-Verbrennungsmotors
wird jedoch dafür
gesorgt, dass das Verdichtungsverhältnis (Druck) des Luft/Kraftstoff-Gemisches
innerhalb der Kurbelkammer in der späteren Halbstufe (in der Nachbarschaft des
unteren Totpunkts) des Abwärtshubs
(Spülhubs) verglichen
mit dem Verdichtungsverhältnis
des Luft/Kraftstoff-Gemisches bis zu der Zwischenstufe des Abwärtshubs
niedriger wird, sodass veranlasst wird, dass der Durchsatz des Spülgases,
das in die Verbrennungsbetätigungskammer
von dem Spülauslass
zu blasen ist, ebenfalls abnimmt. Somit ist es unmöglich, einen
ausreichenden Grad der Spülwirkung, wie
gewünscht,
zu erhalten. Stattdessen ist es wahrscheinlicher, dass das Spülgas (Luft/Kraftstoff-Gemisches)
sich mit dem Abgas vermischt, und somit ist es unmöglich, das
Ausmaß der
Vorbeiströmung
ausreichend zu minimieren.
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Ferner
wird im Fall des in der japanischen offengelegten Patentveröffentlichung
(Kokai) Nr. 2000-179346 beschriebenen Zweitakt-Verbrennungsmotors
veranlasst, da aufgrund der Wirkung des verkleinerten Spülauslass-Schlitzes
(Spüleinführungsdurchgang)
das Spülgas
darin gehindert wird, schnell in die Verbrennungsbetätigungskammer
von dem Spülauslass-Schlitz
zu strömen,
dass der Durchsatz des Spülgasstroms
insbesondere in der ersten Hälfte
des Abwärtshubs
(Spülhubs)
des Kolbens niedriger wird als der des Spülstroms, was in der japanischen
Patentveröffentlichung
Nr. 60-48609 beschrieben wird, sodass es unmöglich ist, die Minimierung
des Betrags der Vorbeiströmung
in einem solchen ausreichenden Ausmaß, wie gewünscht, zu erwarten.
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf das Überwinden der oben erwähnten Probleme durchgeführt, und
somit besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen
Zweitakt-Verbrennungsmotor bereitzustellen, der hergestellt werden
kann, ohne die enorme Modifikation seiner Struktur zu erfordern,
der mit niedrigen Kosten hergestellt werden kann, und der im Stande
ist, die Vorbeiströmung
des unverbrannten Luft/Kraftstoff-Gemisches wirksam zu unterdrücken, giftige
Bestandteile, wie beispielsweise Kohlenwasserstoffe (HC), etc.,
die in die Luftatmosphäre
abgeführt
werden können,
soweit wie möglich
zu minimieren, und die Fehlfunktionen zu verhindern, die aufgrund
der übermäßigen Zufuhr des
Schmieröls
in die Verbrennungsbetätigungskammer
hervorgerufen werden.
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KURZZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Im
Hinblick darauf, die oben erwähnte
Aufgabe zu verwirklichen, ist der Zweitakt-Verbrennungsmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung prinzipiell so aufgebaut, dass der Motor mit einem Paar
oder mehreren Paaren von C-förmigen
Spüldurchgängen eines
Gegenstromsystems versehen ist, wobei der/die Spülschlitz e) sowie auch der/die
Spülauslass-Schlitz e) beide
zu der Zylinderbohrung geöffnet sind.
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Der
Motor wird ebenfalls zwischen der Zylinderbohrung und dem Kolben,
der angepasst ist, um sich in der Zylinderbohrung hin und her nach
oben und unten zu bewegen, mit einem Spüleinführungsdurchgang zum Einführen eines
Luft/Kraftstoff-Gemisches von der Kurbelkammer in den/die Spüleinlass-Schlitz
e) versehen, wobei dessen/deren wirksame Öffnungsfläche ausgestaltet ist, um durch
den Kolben im Verlauf des Abwärtshubs
des Kolbens allmählich
verkleinert wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist ein ausgeschnittener Abschnitt zum Bilden des Spüleinführungsdurchgangs
an einer unteren externen Umfangswand des Kolbens ausgebildet, und
die wirksame Öffnungsfläche des/der
Spüleinlass-Schlitzes(e)
ist ausgestaltet, um im Verlauf des Abwärtshubs des Kolbens aufgrund
einer oberen externen Umfangswand des Kolbens mit dem oben erwähnten ausgeschnittenen
Abschnitt allmählich
verkleinert wird.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die Zylinderbohrung mit einer Längsrille versehen, die Teil
des Spüleinführungsdurchgangs bildet.
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Bei
dem Zweitakt-Verbrennungsmotor der vorliegenden Erfindung sollte
die Gesamtquerschnittsfläche
des Spüleinführungsdurchgangs
vorzugsweise nicht mehr als 40% und bevorzugter etwa 1/3 der Gesamtquerschnittsfläche der
Spüldurchgänge betragen.
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Gemäß dem Zweitakt-Verbrennungsmotor der
vorliegenden Erfindung, der wie oben beschrieben aufgebaut ist,
wird, wenn der Druck der Kurbelkammer beim Aufwärtshub des Kolbens verringert wird,
das Luft/Kraftstoff-Gemisch (einem aus Benzin als Kraftstoff, Luft
und Schmieröl
bestehendes zerstäubtes
Gemisch), das von dem Luft/Kraftstoff-Gemisch-Erzeugungsmittel,
wie beispielsweise einem Vergaser, zugeführt werden soll, aufgesaugt
und in der Kurbelkammer gespeichert.
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Wenn
das Luft/Kraftstoff-Gemisch innerhalb dieser, über dem Kolben angeordneten
Verbrennungsbetätigungskammer
explodiert, und durch dessen Zündung
verbrannt wird, wird der Kolben aufgrund der Erzeugung des Verbrennungsgases
nach unten gedrückt.
Bei diesem Abwärtshub
des Kolbens werden sowohl die Luft als auch das Luft/Kraftstoff-Gemisch,
das in der Kurbelkammer und den Spüldurchgängen vorhanden ist, von dem
Kolben komprimiert, und zur gleichen Zeit wird zuerst der Auslass-Schlitz
geöffnet,
und wenn der Kolben weiter abgesenkt wird, wird der an einem stromab
gelegen Ende jedes Spüldurchgangs
bereitgestellte Spülschlitz
geöffnet.
Während
dieses Spülzeitraums,
wobei der Spülauslass-Schlitz
offen gehalten wird, wird bewirkt, dass die wirksame Öffnungsfläche dieses Spülauslass-Schlitzes
aufgrund der Abwärtsbewegung
des Kolbens allmählich
vergrößert wird,
und zur gleichen Zeit wird veranlasst, dass die effektive Öffnungsfläche dieses
Spüleinlass-Schlitzes
allmählich verkleinert
wird. Dann wird ermöglicht,
dass das Luft/Kraftstoff-Gemisch, das in der Kurbelkammer komprimiert
wurde, über
die zwischen der Zylinderbohrung und dem Kolben bereitgestellten
Spüleinführungsdurchgänge in den
Spüleinlass-Schlitz
eingeführt
und dann aus diesem Spüleinlass-Schlitz
zu der stromab gelegenen Seite des Spüldurchgangs ausgestoßen und
in die Richtung der Verbrennungsbetätigungskammer gesaugt werden
kann. Danach wird das Luft/Kraftstoff-Gemisch als ein Spülstrom von
dem Spülauslass-Schlitz
mit einem vorbestimmten horizontalen Spülwinkel zu der Innenwand der Zylinderbohrung
hin ausgeblasen, die dem Auslass-Schlitz gegenüberliegend angeordnet ist.
Beim Auftreffen gegen diese Innenwand der Zylinderbohrung wird veranlasst,
dass der Strom des Luft/Kraftstoff-Gemisches umkehrt, womit das
Verbrennungsgas (Abgas) zu dem Auslass-Schlitz gedrückt wird.
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In
diesem Fall kann, da die Querschnittsfläche des Spüleinführungsdurchgangs kleiner als
die Querschnittsfläche
des Spüldurchgangs
ausgeführt (vorzugsweise
etwa 1/3) und zur. gleichen Zeit der Spüleinlass-Schlitz ausgestaltet
ist, um gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung
des Kolbens allmählich verschmälert (oder
verkleinert) wird, kann der Grad der Verringerung in Druck und Durchsatz
des Spülgases
sogar im späteren
Stadium des Abwärtshubs
des Kolbens (in der Nachbarschaft des unteren Totpunkts) verglichen
mit dem herkömmlichen
Motor minimiert werden, bei dem der Spüleinlass-Schlitz, der sich
zu der Spülkammer öffnet, nicht
verkleinert wird (d.h. die Querschnittsfläche des Spüleinlass-Schlitzes ist im Wesentlichen
die gleiche wie die Querschnittsfläche des Spüldurchgangs). Aus diesem Grund
ist es möglich,
das Spülgas,
das von dem Spülauslass-Schlitz
in die Verbrennungsbetätigungskammer
zu blasen ist, mit einer vorbestimmten Schubkraft (Druck) und mit
einer Richtwirkung zu versehen, bis der Spülhub abgeschlossen ist (bis
der Kolben den unteren Totpunkt erreicht). Daher ist es nun möglich, den
Zerstäubungseffekt
des Kraftstoffs während
des Spülhubs
weiter zu fördern,
um den Spülwirkungsgrad
(Fangwirkungsgrad) zu verbessern und den Verbrennungswirkungsgrad
zu fördern. Als
Ergebnis ist es nun möglich,
die giftigen Bestandteile, insbesondere die Gesamtkohlenwasserstoffe wirksam
zu minimieren und den Kraftstoffverbrauch zusätzlich zu erhöhen.
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Da
der Spüleinführungsdurchgang
durch einfaches Bilden eines ausgeschnittenen Abschnitts in der
Form einer parallelen Abfasung an der unteren externen Umfangswand
(Schürzenabschnitt)
des Kolbens vorgesehen wird, ist es nicht länger erforderlich, Teile getrennt
zu erstellen oder den herkömmlichen
Motor sehr zu modifizieren, womit die vorliegende Erfindung hinsichtlich
der Herstellungskosten äußerst vorteilhaft
gemacht ist.
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Außerdem wird
im Fall des Zweitakt-Verbrennungsmotors
Kraftstoff (Benzin) gewöhnlicherweise
mit Schmieröl
vor der Verwendung gemischt, sodass das Kraftstoff/Schmiermittelgemisch
im Luft/Kraftstoff-Gemisch, das in die Kurbelkammer eingeführt wurde,
der Wirkung der Zentrifugaltrennung insbesondere anlässlich der
Hochgeschwindigkeitsrotation des Motors unterworfen wird, was dazu führt, dass
viel von dem Kraftstoff/Schmierölgemisch von
der Luftkomponente getrennt wird, womit ermöglicht wird, dass das Kraftstoff/Schmierölgemisch
an der Innenwand der Kurbelkammer haften kann. Da in diesem Fall
die Querschnittsfläche
des Spüleinlass-Schlitzes
(der oben erwähnte
Spüleinführungsdurchgang)
relativ schmal ausgeführt
ist, wird ermöglicht,
dass sich das Schmiermittel ohne weiteres von den Kraftstoffbestandteilen
vor der Einführung
des Luft/Kraftstoff-Gemisches in den Spüldurchgang trennen kann, womit
ermöglicht
wird, dass viel von dem Schmieröl
in der Kurbelkammer verbleibt. Somit ist es möglich, sogar wenn der Zufuhrdurchsatz
des Kraftstoffs (des Kraftstoff/Schmierölgemischs) verringert wird
(d.h. sogar wenn das Luft/Kraftstoff-Gemisch magerer gemacht wird),
eine ausreichende Menge von Schmieröl, das zum Schmieren der Schiebebestandteile,
wie beispielsweise des Kolbens, der Pleuelstange, der Kurbelwelle,
etc., erforderlich ist, womit verhindert wird, dass sich die Schmierfähigkeit
dieser Bestandteile verschlechtert.
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Ferner
wird ermöglicht,
dass, wenn die Lage des Motors (einer tragbaren Arbeitsmaschine)
plötzlich
zu einem großen
Ausmaß (wenn
beispielsweise der Körper
einer Kettensäge
plötzlich
nach oben geneigt wird) in seinem Leerlaufbetrieb geändert wird, das
Kraftstoff/Schmierölgemisch,
das als Fluid in der Kurbelkammer verbleibt, übermäßig in die Verbrennungsbetätigungskammer
durch den Spüldurchgang strömt, wenn
der Spüleinlass-Schlitz
an der Seite der Kurbelkammer angeordnet ist, was möglicherweise zu
der Fehlfunktion des Motors, wie beispielsweise einem Abwürgen des
Motors, führt.
Im Fall der vorliegenden Erfindung wird jedoch kaum ermöglicht,
dass das Kraftstoff/Schmierölgemisch,
das als Fluid in der Kurbelkammer zurückgelassen wird, mit einem
Hub in den Spüldurchgang
strömen
kann, wodurch ermöglicht
wird, die Motorfehlfunktion zu unterdrücken.
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KURZBESCHREIBUNG
DER VERSCHIEDENEN ANSICHTEN DER ZEICHNUNG
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1 ist eine Längsschnittansicht,
die eine Ausführungsform
eines Zweitakt-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt;
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2 ist eine entlang der Linie
II-II in 1 genommene
Querschnittsansicht;
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3 ist eine entlang der Linie
III-III in 2 genommene
Querschnittsansicht;
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4 zeigt einen einzelnen
Kolbenkörper, der
bei dem in 1 gezeigten
Motor zu benutzen ist, wobei 4(A) eine
Seitenansicht und 4(B) eine
Unteransicht davon ist.
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5(A) ist eine entlang der
Linie VA-VA in 4(A) und 5(B) eine entlang der Linie
VB-VB in 4(A) genommene
Querschnittsansicht;
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6 ist eine Längsschnittansicht,
die eine weitere Ausführungsform
eines Zweitakt-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt;
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7 ist eine entlang der Linie
VII-VII in 6 genommene
Querschnittsansicht;
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8 zeigt eine Unteransicht
des einzelnen Zylinderkörpers
des in 6 gezeigten Motors;
und
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9 ist eine graphische Darstellung,
die die Ergebnisse der zwischen dem Motor der vorliegenden Erfindung
und dem Motor des Stands der Technik durchgeführten Vergleichsexperimente
zeigt.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Als
nächstes
werden verschiedene Ausführungsformen
des Zweitakt-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung
mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
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1 ist eine Längsschnittansicht,
die eine Ausführungsform
eines Zweitakt-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt; 2 ist eine
entlang der Linie II-II in 1 genommene
Querschnittsansicht; und 3 ist
eine entlang der Linie III-III in 2 genommene
Querschnittsansicht.
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Mit
Bezug auf diese Figuren wird der darin gezeigte Zweitakt-Verbrennungsmotor 1 aus
einem kleinen luftgekühlten
Zweitakt-Benzinmotor des quaternären
Spültyps
gebildet, der angepasst ist, um in einer tragbaren Arbeitsmaschine
benutzt zu werden. Dieser Motor 1 umfasst einen Zylinder 10,
in dem ein Kolben 20 passend eingefügt wird, um zu ermöglichen,
dass sich dieser gegenläufig
auf und ab bewegen kann, und ein Kurbelgehäuse 12, das unterhalb des
Zylinders 10 angeordnet und hermetisch an dem Zylinder 10 befestigt
ist. Das Kurbelgehäuse 12 definiert
eine Kurbelkammer 18 unter dem Zylinder 10 und
trägt drehbar
eine Kurbelwelle (nicht gezeigt), die ausgestaltet ist, um einen
Kolben 20 durch einen Kolbenbolzen 21 und eine
Pleuelstange 24 gegenläufig auf
und ab zu bewegen.
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Der
Zylinder 10 ist an seiner äußeren Umfangswand mit einer
großen
Anzahl von Kühlrippen 16 und
an seinem Kopfabschnitt mit einer quetsch-domförmigen (halbkugelförmigen)
Verbrennungskammer 15a ausgestattet, die die Verbrennungsbetätigungskammer 15 bildet.
Eine Zündkerze 17 ragt
in die Verbrennungskammer 15a hinein.
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Ein
Auslass-Schlitz 34 ist derart vorgesehen, dass er an einer
Seite der Zylinderbohrung 10a des Zylinders 10 offen
ist. An der entgegengesetzten Seite der Zylinderbohrung 10a ist
ein Einlass-Schlitz 33 vorgesehen, der niedriger als der
Auslass-Schlitz 34 angeordnet ist (d.h. an der Seite der
Kurbelkammer 18). Ein Paar von ersten Spüldurchgängen 31 (die
an einer Seite nahe dem Auslass-Schlitz 34 angeordnet sind)
sowie auch ein weiteres Paar von zweiten Spüldurchgängen 32 (die an einer
Seite entgegengesetzt zu oder entfernt von dort, wo der Auslass-Schlitz 34 angeordnet
ist, lokalisiert sind), wobei beide jeweils einen C-förmigen Spüldurchgang
bilden, werden symmetrisch an beiden Seiten des Längsschnittes F-F
bereitgestellt, wobei die imaginäre
Linie in der Breitenrichtung den Auslass-Schlitz 34 und
den Einlass-Schlitz 33 in
zwei gleiche Teile aufteilt, womit ein Gegenspülsystem (Spülsystem vom Schnürle-Typ) gebildet
wird, wobei die Spüleinlass-Schlitze 31a und die
Spülauslass-Schlitze 31b und 32b alle
zu der Zylinderbohrung 10a geöffnet sind. Es sei bemerkt, dass
die Spüleinlass-Schlitze 31a ausgestaltet
sind, um jeweils als ein gemeinsamer Schhitz für sowohl die ersten Spüldurchgänge 31 als
auch die zweiten Spüldurchgänge 32 zu
dienen.
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Die
Spülauslass-Schlitze 31b und 32b,
die an den oberen Enden (stromab gelegene Enden) der ersten Spüldurchgänge 31 und
der zweiten Spüldurchgänge 32 bereitgestellt
werden, sind jeweils horizontal abgelenkt, um einen vorbestimmten
horizontalen Winkel aufzuweisen, und sind alle an der gleichen Höhe in Längsrichtung
angeordnet. Ferner wird die Stelle der oberen Enden dieser Spülauslass-Schlitze 31b und 32b um
einen vorbestimmten Abstand niedriger als das obere Ende des Auslass-Schlitzes 34 eingestellt,
sodass sich beim Abwärtshub
des Kolbens 20 diese Spülauslass-Schlitze 31b und 32b gleichzeitig
einen Moment später
als der Auslass-Schlitz 34 öffnen können.
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Die
Spüleinlass-Schlitze 31a,
die an den unteren Enden (stromauf gelegenen Enden) der ersten Spüldurchgänge 31 und
der zweiten Spüldurchgänge 32 bereitgestellt
werden, sind jeweils ausgestaltet, sodass deren wirksame Öffnungsfläche durch
die Bewegung des Kolbens beim Abwärtshub (Spülhub) des Kolben 20 allmählich verringt
wird, wie hier nachstehend erläutert.
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Bei
dieser Ausführungsform
werden Spüleinführungsdurchgänge 40 zwischen
der Zylinderbohrung 10a und dem Kolben 20 bereitgestellt,
um zu ermöglichen,
ein Luft/Kraftstoff-Gemisch K, das in der Kurbelkammer 18 vorkomprimiert
wurde, in die Spüleinlass-Schlitze 31a einzuführen.
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Genauer
gesagt werden, wie aus 4 und 5 zusätzlich zu 1 und 2 ersichtlich
ist, ausgeschnittene Abschnitte 22s, die jeweils eine halbzylindrische
Konfiguration (oder parallel abgefaste Konfiguration) und näherungsweise
die gleiche Breite wie die des Spüleinlass-Schlitzes 31a aufweisen,
an beiden Seiten einer unteren externen Umfangswand (Schürzenabschnitt) 22B des
Kolbens 20 ausgebildet, wodurch ermöglicht wird, dass diese ausgeschnittenen
Abschnitte 22s als die oben erwähnten Spüleinführungsdurchgänge 40 dienen.
Daher wird veranlasst, dass beim Abwärtshub des Kolbens 20 die
wirksame Öffnungsfläche der
Spüleinlass-Schlitze 31a durch
die Bewegung der oberen externen Umfangswand 22A (die höher als
die ausgeschnittenen Abschnitte 22s angeordnet ist) des
Kolbens 20 allmählich
abnimmt. Mit anderen Worten ist sie so ausgestaltet, dass die Spüleinlass-Schlitze 31a gleichzeitig
mit der Abwärtsbewegung
des Kolbens 20 allmählich
verschmälert
(oder verkleinert) werden können.
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Bei
dieser Ausführungsform
wird eine Gesamtquerschnittsfläche
(eine Gesamtzahl von zwei Durchgängen)
der Spüleinführungsdurchgänge 40 auf
etwa 1/3 einer Gesamtquerschnittsfläche (eine Gesamtzahl von vier Durchgängen) der
oben erwähnten
Spüldurchgänge 31 und 32 eingestellt.
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Wie
in 5(B) gezeigt, wird
an der oberen Umfangswand 22A, die den oberen Rand jedes
ausgeschnittenen Abschnitts 22s des Kolbens 20 definiert,
ein ausgenommener Abschnitt 23 ausgebildet, der eine zentrale
Rippe 23a aufweist und geöffnet ist, um dem Spüleinlass-Schlitz 31a und
den Spülauslass-Schlitzen 31b und 32b gegenüberzuliegen.
Es wird erwartet, dass die Bereitstellung dieser ausgenommenen Abschnitte 23,
zusätzlich
zu einem verstärkten
Leichtermachen des Kolbens, der bereits durch die Bildung der ausgeschnittenen
Abschnitte 22s leichter gemacht wurde, in den folgenden
Beziehungen vorteilhaft ist, d.h. (a) aufgrund des Luft/Kraftstoff-Gemisches
K, das frisch in die Spüldurchgänge 31 und 32 eingeführt wurde
und durch die ausgenommenen Abschnitte 23 läuft, ist
es möglich,
sowohl die Wirkung des Förderns
des Kühlens
des Bolzenvorsprungsabschnitts 26 als auch die vergasungsfördernde
Wirkung des Luft/Kraftstoff-Gemisches K zu erwarten; (b) aufgrund
der Zurückbehaltung
des Schmieröls
ist es möglich,
die Wirkung des Förderns der
Schmierfähigkeit
des Kolbens 20 zu erwarten; (c) aufgrund der Bereitstellung
der zentralen Rippe 23a ist es möglich, die Wirkung des Verstärkens des
Kolbens zu erwarten; und (d) ist es möglich, die Wirkung eines feinen
Einstellens und Rektifizierens des Spülgasstroms zu erwarten.
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Gemäß dem Zweitakt-Verbrennungsmotor 1 dieser
Ausführungsform,
der wie oben beschrieben aufgebaut ist, wird, wenn der Druck in
der Kurbelkammer 18 beim Abwärtshub des Kolbens 20 verringert
wird, das von einem Luft/Kraftstoffmisch-Erzeugungsmittel, wie beispielsweise
einem Vergaser, zugeführte
Luft/Kraftstoff-Gemisch K in die Kurbelkammer 18 gesaugt
und darin gespeichert. Wenn das innerhalb der Verbrennungsbetätigungskammer 15, die über dem
Kolben 20 angeordnet ist, vorhandene Luft/Kraftstoff-Gemisch
K gezündet
wird und explodiert, wird der Kolben 20 aufgrund der Erzeugung
eines Verbrennungsgases nach unten gedrückt. Während dieses Abwärtshubs
des Kolbens 20 wird das in der Kurbelkammer 18 und
in den Spüldurchgängen 31 und 32 vorhandene
Luft/Kraftstoff-Gemisch K durch den Kolben 20 komprimiert,
und zur gleichen Zeit wird zuerst ein Auslass-Schlitz 34 geöffnet, und wenn
der Kolben 20 weiter abgesenkt wird, werden die Spülauslass-Schlitze 31b und 32b geöffnet. Während dieses
Spülzeitraums
wird, wobei die Spülauslass-Schlitze 31b und 32b geöffnet sind,
die wirksame Öffnungsfläche der
Spülauslass-Schlitze 31b und 32b konform
mit der Abwärtsbewegung
des Kolbens 20 allmählich
vergrößert, und
zur gleichen Zeit wird die effektive Öffnungsfläche des Spüleinlass-Schlitzes 31a aufgrund
der Verschiebung der oberen externen Umfangswand 22A des
Kolbens 20 allmählich verkleinert.
Dann wird das Luft/Kraftstoff-Gemisch K, das in der Kurbelkammer 18 komprimiert
wurde, in die SpüleinlassSchlitze 31a durch
die Spüleinführungsdurchgänge 40 eingeführt, die
zwischen der Zylinderbohrung 10a und der unteren externen
Umfangswand 22B des Kolbens 20 bereitgestellt
werden, wie es durch einen gestrichelten Pfeil in 1 angegeben ist. Das Luft/Kraftstoff-Gemisch
K wird dann von den Spüleinlass-Schlitzen 31a in
die stromab gelegene Seite der Spüldurchgänge 31 und 32 ausgestoßen und
in die Richtung der Verbrennungsbetätigungskammer 15 gesaugt.
Danach wird das Luft/Kraftstoff-Gemisch K als ein Spülgasstrom
von den Spülauslass-Schlitzen 31b und 32b mit
einem vorbestimmten horizontalen Spülwinkel zu der inneren Wand
der Zylinderbohrung 10a ausgeblasen, die dem Auslass-Schlitz 34 gegenüberliegend
angeordnet ist. Beim Auftreffen gegen diese innere Wand der Zylinderbohrung 10a wird veranlasst,
dass der Strom des Luft/Kraftstoff-Gemisches K umkehrt, womit das Verbrennungsgas
(Abgas) E zu dem Auslass-Schlitz 34 gedrückt wird.
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In
diesem Fall kann, da die Gesamtquerschnittsfläche der Spüleinführungsdurchgänge 40 kleiner
als die Gesamtquerschnittsfläche
der Spüldurchgänge 31 und 32 ausgeführt wird
(vorzugsweise etwa 1/3) und zur gleichen Zeit die Spüleinlass-Schlitze 31a allmählich schmäler (oder
kleiner) gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung des Kolbens 20 werden,
das Ausmaß der
Verringerung im Druck und den Durchsatz des Spülgases sogar in dem späteren Stadium
des Abwärtshubs
des Kolbens 20 (in der Nachbarschaft des unteren Totpunkts)
verglichen mit dem herkömmlichen
Motor minimiert werden, bei dem Spüleinlass-Schlitze, die zu der
Kurbelkammer offen sind, nicht verkleinert werden (d.h. die Querschnittsfläche der
Spüleinlass-Schlitze
ist im Wesentlichen die gleiche wie die Querschnittsfläche des Spüldurchgangs).
Aus diesem Grund ist es möglich, das
Spülgas
K, das aus den Spülauslass-Schlitzen 31b und 32b in
die Verbrennungsbetätigungskammer 15 zu
blasen ist, mit einer vorbestimmten Schubkraft (Druck) und mit einem
Richtungsvermögen
während
der gesamten Zeitspanne des Spülverfahrens zu
versehen (siehe 3).
Daher ist es nun möglich, den
Zerstäubungseffekt
von Kraftstoff während
des Spülhubs
weiter zu fördern,
den Spülwirkungsgrad (Einfangwirkungsgrad)
zu verbessern und den Verbrennungswirkungsgrad zu verstärken. Als
Ergebnis ist es nun möglich,
die giftigen Bestandteile, insbesondere die Gesamtkohlenwasserstoffe
(THC) zu minimieren und außerdem
den Kraftstoffverbrauch zu verstärken.
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Da
die Spüleinführungsdurchgänge 40 durch einfaches
Bilden von ausgeschnittenen Abschnitten 22s an der unteren
externen. Umfangswand 22B des Kolbens 20 bereitgestellt
werden, ist es nicht länger erforderlich,
Teile getrennt zu erstellen oder den herkömmlichen Motor sehr zu modifizieren,
womit die vorliegende Erfindung hinsichtlich der Herstellungskosten äußerst vorteilhaft
ist.
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Außerdem wird
im Fall des Zweitakt-Verbrennungsmotors
Kraftstoff (Benzin) gewöhnlich
vor der Verwendung mit Schmieröl
gemischt, sodass das Kraftstoff/Schmierölgemisch im Luft/Kraftstoff-Gemisch,
das in die Kurbelkammer eingeführt
wurde, der Wirkung der zentrifugalen Trennung insbesondere bei der
Hochgeschwindigkeitsumdrehung des Motors unterworfen wird, was dazu
führt,
dass viel von dem Kraftstoff/Schmierölgemisch von der Luftkomponente
getrennt wird, womit ermöglicht
wird, dass das Kraftstoff/Schmierölgemisch an der inneren Wand
der Kurbelkammer haften kann. Im Fall des Zweitakt-Verbrennungsmotors 1 gemäß dieser
Ausführungsform
wird ermöglicht,
da die Querschnittsfläche
der Spüleinlass-Schlitze 31a (die
oben erwähnten
Spüleinführungsdurchgänge 40)
relativ schmal ausgeführt
ist, dass sich das Schmieröl
ohne weiteres von der Kraftstoffkomponente vor der Einführung des
Luft/Kraftstoff-Gemisches in die Spüldurchgänge 31 und 32 trennen
kann, womit ermöglicht
wird, dass viel von dem Schmieröl
in der Kurbelkammer 18 zurückgelassen wird. Daher ist
es möglich,
sogar wenn der Zufuhrdurchsatz des Kraftstoffs (des Kraftstoff/Schmierölgemisches)
verringert wird (d.h., sogar wenn das Luft/Kraftstoff-Gemisches
magerer gemacht wird), eine ausreichende Menge von Schmieröl sicherzustellen,
das zum Schmieren der Schiebebestandteile, wie beispielsweise des
Kolbens 21, der Pleuelstange 22, der Kurbelwelle
etc., erforderlich ist, wodurch verhindert wird, dass sich die Schmierfähigkeit
dieser Bestandteile verschlechtert.
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Wenn
die Lage des Motors (einer tragbaren Arbeitsmaschine) plötzlich in
seinem Leerlaufbetrieb zu einem großen Ausmaß geändert wird (wenn beispielsweise
der Körper
einer Kettensäge
plötzlich nach
oben geneigt wird), wird ermöglicht,
dass das Kraftstoff/Schmierölgemisch,
das als Fluid in der Kurbelkammer verbleibt, übermäßig in die Verbrennungsbetätigungskammer
durch den Spüldurchgang strömen kann,
wenn der Spüleinlass-Schlitz
an der Kurbelkammerseite angeordnet ist, was möglicherweise zu einer Motorfehlfunktion,
beispielsweise einem Abwürgen
des Motors, führt.
Im Fall dieser Ausführungsform
wird jedoch kaum ermöglicht,
dass das Kraftstoff/Schmierölgemisch,
das als Fluid in der Kurbelkammer zurückgelassen wird, mit einem
Hub in den Spüldurchgang
strömen
kann, wodurch ermöglicht
wird, die Erzeugung der Fehlfunktion des Motors zu unterdrücken.
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6 und 7 zeigen jeweils eine Längsschnittansicht,
die eine weitere Ausführungsform
eines Zweitakt-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt; und 8 zeigt
eine Unteransicht des einzelnen Körpers des Zylinders 10' des in 6 und 7 gezeigten Motors 1'. Im Fall des
Zweitakt-Verbrennungsmotors 1' gemäß dieser Erfindung werden die
Spüleinführungsdurchgänge 40' durch ausgeschnittene
Abschnitte 22s jeweils an einer unteren externen Umfangswand 22B des
Kolbens 20 und durch zwei Paare von Längsrillen 11s, die
jeweils eine halbmondförmige
Konfiguration im Querschnitt aufweisen, ausgebildet, und jedes Paar
wird an einem unteren Abschnitt der Zylinderbohrung 10a ausgebildet,
um nahezu den gegenüberliegenden
Enden in der Breitenrichtung jedes ausgeschnittenen Abschnitts 22s zu
entsprechen. Diese Längsrillen 11s sind
ausgestaltet, um zu erlauben, dass die Kurbelkammer 18 mit
den unteren Randabschnitten der Spüleinlass-Schlitze 31a kommunizieren
kann.
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Da
diese Längsrillen 11s,
die die Spüleinführungsdurchgänge 40' bilden, zusätzlich an
der Seite des Zylinders 10' bereitgestellt
werden, ist es nun möglich,
dem Spülgas
K, das aus den Spülauslass-Schlitzen 31b und 32b in
die Verbrennungsbetätigungskammer 15 auszublasen
ist, zuverlässiger eine
gewünschte
Richtwirkung zu geben.
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Wenn
Vergleichsexperimente mit dem Motor 1' (dem Motor der vorliegenden Erfindung)
dieser Ausführungsform,
der wie oben beschrieben aufgebaut wurde, und dem Motor (dem herkömmlichen Motor)
durchgeführt
wurden, wobei die zu der Kurbelkammer geöffneten Spüleinlass-Schlitze nicht hinsichtlich
der Abführung
der Gesamtkohlenwasserstoffe (THC) (g/h-PS), der Leistung (PS),
dem spezifischen Kraftstoffverbrauch (SFC = specific fuel consumption)
und dem Kraftstoffverbrauch (L/h) verkleinert wurden, ergaben sich
die in 9 gezeigten Ergebnisse.
In dieser 9 stellt die
horizontale Achse die Drehzahl des Motors dar, wenn der Motor mit
voll geöffnetem
Drosselventil betrieben würde.
Wie aus 9 ersichtlich
ist, wurde herausgefunden, dass die Abführung der Gesamtkohlenwasserstoffe
(THC) bei dem Motor der vorliegenden Erfindung etwa 25% niedriger
als bei dem herkömmlichen
Motor war. Genauer gesagt, wurde herausgefunden, dass der Motor
der vorliegenden Erfindung im Stande war, ohne weiteres den Pan-American
Standard (EPA PHASE II 2005 Klasse IV): 37 g/h-PS zu erfüllen, die
der herkömmliche
Motor verfehlte. Ferner wurde herausgefunden, dass die Leistung
des Motors der vorliegenden Erfindung geringfügig höher als die des herkömmlichen
Motors war. Der spezifische Kraftstoffverbrauch im Motor der vorliegenden
Erfindung wurde verglichen mit dem herkömmlichen Motor um etwa 12%
verbessert, und der Kraftstoffverbrauch im Motor der vorliegenden
Erfindung wurde verglichen mit dem herkömmlichen Motor um etwa 10%
verringert.
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Obwohl
im Vorhergehenden eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ausführlich zwecks
Darstellung erläutert
wurde, ist offensichtlich, dass der Aufbau der Vorrichtung verschiedenartig ohne
Abweichen vom Geist und Schutzumfang der Erfindung, der in den hier
beigefügten
Ansprüchen beansprucht
wird, modifiziert werden kann.
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Beispielsweise
wurden bei den vorhergehenden Ausführungsformen, um die Spüleinführungsdurchgänge 40 zu
bilden, die ausgeschnittenen Abschnitte 22s durch Schneiden
einer unteren Umfangwand 22B des Kolben 20 ausgebildet,
um eine parallel abgefaste Konfiguration zu bilden. Es ist jedoch
offensichtlich, dass die untere externe Umfangswand 22B des
Kolbens 20 ausgeschnitten sein kann, um jede optionale
Konfiguration, wie benötigt,
wie beispielsweise eine U-förmige
Rille, zu bilden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ein Zweitakt-Verbrennungsmotor bereitzustellen, der hergestellt
werden kann, ohne die enorme Modifikation seiner Struktur zu erfordern,
der mit niedrigen Kosten hergestellt werden kann, und der fähig ist,
die Vorbeiströmung
(blow-by) von unverbranntem Luft/Kraftstoff-Gemisch zu unterdrücken, soweit
wie möglich
giftige Komponenten, wie beispielsweise Kohlenwasserstoffe (HC),
zu minimieren, die in die Luftatmosphäre abgeführt werden können, und
die Erzeugung einer Betriebsfehlfunktion zu verhindern, die aufgrund übermäßiger Zufuhr
des Schmieröls
in die Verbrennungsbetätigungskammer
verursacht werden kann.