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DE102004036555A1 - Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl - Google Patents

Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl Download PDF

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DE102004036555A1
DE102004036555A1 DE102004036555A DE102004036555A DE102004036555A1 DE 102004036555 A1 DE102004036555 A1 DE 102004036555A1 DE 102004036555 A DE102004036555 A DE 102004036555A DE 102004036555 A DE102004036555 A DE 102004036555A DE 102004036555 A1 DE102004036555 A1 DE 102004036555A1
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DE
Germany
Prior art keywords
oil pump
pump
adjustable
piston
pumping system
Prior art date
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Application number
DE102004036555A
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English (en)
Inventor
Bernhard Dipl.-Ing. Dürr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Andreas Stihl AG and Co KG
Original Assignee
Andreas Stihl AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Andreas Stihl AG and Co KG filed Critical Andreas Stihl AG and Co KG
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Ceased legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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    • F04B53/18Lubricating
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl (1) zu einer Schneidkette einer Kettensäge. Das Pumpsystem umfaßt eine in der Fördermenge benutzerseitig einstellbare Ölpumpe (2). Es ist eine Basis-Ölpumpe (3) zur einstellbaren Ölpumpe (2) parallel geschaltet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl zu einer Schneidkette einer Kettensäge mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Kettensägen weisen eine Führungsschiene auf, an deren umlaufenden Kante eine Schneidkette mit einzelnen Kettengliedern geführt ist. Die gelenkige Verbindung der Kettenglieder sowie die Schneidzähne sind im Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt. Zur Vermeidung eines übermäßigen Verschleißes und zur Erzielung eines verbesserten Schnittergebnisses wird der Schneidkette ein Schmieröl mittels eines Pumpsystems zugeführt.
  • Abhängig vom zu bearbeitenden Schnittgut ist eine bestimmte Ölfördermenge angestrebt. Bei unterschiedlichen zu schneidenden Holzarten haben sich unterschiedliche Fördermengen an Schmieröl als zweckmäßig für ein gutes Schnittergebnis herausgestellt. Dazu sind Pumpsysteme mit benutzerseitig einstellbaren Ölpumpen bekannt, bei denen das Bedienpersonal einer Kettensäge die Fördermenge des Schmieröles an das zu bearbeitende Schneidgut anpassen kann.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Fördermenge einer Ölpumpe abhängig von der Ölviskosität ist. Diese kann sich jedoch während des Betriebes ändern. Eine Erwärmung des Schmieröles durch äußere Einflüsse wie Witterung oder kurzzeitige Erwärmung durch die Betriebstemperatur eines Antriebsmotors kann zu einer erheblichen Verringerung der Viskosität führen. Eine damit einhergehende, unter Umständen erhebliche Schwankung der Fördermenge soll seitens des Bedienpersonals durch Nachstellung der einstellbaren Ölpumpe ausgleichbar sein. Ebenso ist es angestrebt, Schwankungen der Fördermenge beim Wechsel der Ölsorte ausgleichen zu können.
  • Es hat sich gezeigt, daß die viskositätsabhängige Fördermenge unerwartet hohen Schwankungen unterliegt. Eine bei Betriebstemperatur gefundene, zumindest näherungsweise optimale Ölfördermenge kann dazu führen, daß nach längerer Arbeitsunterbrechung bei abgekühltem Schmieröl die anfänglich geförderte Ölmenge zu gering ist. Es kann ein übermäßiger Verschleiß der Schneidkette auftreten. Ebenso kann bei zu geringer Ölfördermenge das Schnittergebnis unbefriedigend sein.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Pumpsystem derart weiterzubilden, daß eine zuverlässige Schmierung der Schneidkette in einem größeren Betriebsbereich sichergestellt ist.
  • Die Aufgabe wird durch ein Pumpsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Dazu wird ein Pumpsystem vorgeschlagen, bei dem zu mindestens einer einstellbaren Ölpumpe eine Basis-Ölpumpe parallel geschaltet ist. Die Basis-Ölpumpe fördert dabei eine Basis-Ölmenge, die auch bei kalten Betriebbedingungen und entsprechend hoch viskosem Schmieröl eine Grundversorgung der Schneidkette mit Schmieröl sicherstellt. Mittels der parallel geschalteten, benutzerseitig einstellbaren Ölpumpe kann bedarfsabhängig eine Zusatzölmenge der Schneidkette zugeführt werden. Es tritt dabei keine Beeinträchtigung der Grundversorgung mittels der Basis-Ölpumpe auf. Eine Fehleinstellung der einstellbaren Ölpumpe oder auch sich ändernde Umgebungsbedingungen führen nicht zu einer Unterversorgung mit Schmieröl.
  • Es kann zweckmäßig sein, auch die Basis-Ölpumpe einstellbar auszubilden. Beispielsweise kann durch Einstellung der Basis-Ölpumpe eine Anpassung der Grund-Förderleistung an eine bestimmte Holzsorte oder an einen bestimmten Schmieröltyp erfolgen, während mittels der einstellbaren Ölpumpe Schwankungen der Betriebsparameter beispielsweise infolge temperaturabhängiger Viskositätsschwankungen ausgeglichen werden. In zweckmäßiger Weiterbildung ist die Basis-Ölpumpe hinsichtlich der Fördermenge fest eingestellt. Eine unbeabsichtigte benutzerseitige Fehleinstellung ist vermieden. Die einstellbare Ölpumpe weist dabei vorteilhaft im Vergleich zur Basis-Ölpumpe eine verringerte maximale Förderleistung auf. Fehleinstellungen des Pumpsystems sind mittels des entsprechend geringen Einstellbereiches vermieden.
  • In vorteilhafter Weiterbildung ist die Ölpumpe als Kolbenpumpe mit einem um seine Längsachse drehend antreibbaren Kolbenteil ausgebildet, wobei am Kolbenteil eine umlaufende Schrägnut vorgesehen ist, in die ein in Achsrichtung gehäusefest gehaltener Steuerstift eingreift. Der Kolbenteil kann kontinuierlich drehend angetrieben werden, wobei mittels des Steuerstiftes und der Schrägnut eine oszillierende Axialbewegung mit ge ringem mechanischen Aufwand erzeugt wird. Eine derartige Pumpe ist einfach aufgebaut und weist eine gute Lebensdauer bei geringem mechanischem Verschleiß auf.
  • In einer zweckmäßigen Ausbildung ist je ein Kolben der beiden Pumpen an einem gemeinsamen Kolbenteil festgelegt und dabei insbesondere einteilig mit dem Kolbenteil ausgeführt. Zum Antrieb beider Kolben ist nur ein entsprechendes Kolbenteil erforderlich. Die Pumpe ist als integrales Bauteil kompakt und einfach aufgebaut. Es ist nur ein Antrieb für beide Pumpen erforderlich. Die Kolben weisen dabei vorteilhaft unterschiedliche Durchmesser auf, wobei sie in einer entsprechend abgestuften Zylinderbohrung in einem insbesondere einteilig ausgeführten Pumpengehäuse geführt sind. Die unterschiedlichen Kolbendurchmesser führen zu unterschiedlichen Förderleistungen beider Pumpen, wobei der kleinere Kolbendurchmesser in Verbindung mit der einstellbaren Ölpumpe in erwünschter Weise zu einem verringerten maximalen Fördervolumen führt. Bei einer abgestuften Zylinderbohrung wirkt der dichtend geführte Kolben mit dem geringeren Durchmesser gleichzeitig auch als Abdichtung des Zylinderraumes, in dem der größere Kolben geführt ist. Separate Dichtmittel sind nicht erforderlich. Die Pumpe ist einfach im Aufbau und kostengünstig in der Fertigung.
  • Für eine einfache Einstellbarkeit der Ölfördermenge kann die Anordnung eines Leitungsventils insbesondere ansaugseitig der einstellbaren Ölpumpe zweckmäßig sein. Ein Leitungsventil ist einfach im Aufbau und durch die ansaugseitige Anordnung sind Druckspitzen in der Pumpe bei geschlossenem Ventil vermieden.
  • Das Leitungsventil kann unmittelbar im Gehäuse der Ölpumpe integriert sein, so daß das Ventil und das Pumpengehäuse ein einteiliges Bauteil bilden. Steht nur ein geringer oder ein stark zerklüfteter Einbauraum zur Verfügung, kann es zweckmäßig sein, das Ventil zur Einstellung der Ölmenge vom Pumpengehäuse getrennt auszubilden. Dadurch kann besonderen Einbaubedingungen Rechnung getragen werden.
  • Das Leitungsventil kann als Schaltventil ausgeführt sein, mittels dessen wahlweise eine zusätzliche Ölfördermenge hinzu- bzw. abgeschaltet werden kann. In zweckmäßiger Weiterbildung ist das Leitungsventil als insbesondere stufenlos einstellbares Steuerventil ausgeführt. Dazu eignet sich insbesondere eine Ausführung als Drehkolbenventil. Die mittels der einstellbaren Ölpumpe geförderte Zusatz-Ölmenge ist feinfühlig nachstellbar. Der mechanische Aufwand und damit der Kostenaufwand ist gering.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 in einer Längsschnittdarstellung ein Pumpsystem mit zwei integrierten Pumpen und zwei einteilig ausgebildeten Kolben im unteren Totpunkt,
  • 2 die Anordnung nach 1 mit der Kolbenanordnung im oberen Totpunkt,
  • 3 die Anordnung nach den 1 und 2 mit geschlossenem Leitungsventil,
  • 4 in einer schematischen Querschnittdarstellung Einzelheiten des drehbaren Kolbens der Anordnung nach den 1 bis 3,
  • 5 die Anordnung nach 4 mit um 180° verdrehtem Kolben,
  • 6 in einer schematischen Längsschnittdarstellung eine Variante einer einstellbaren Ölpumpe mit einem Kolben im oberen Totpunkt, eingestellt auf geringen Kolbenhub,
  • 7 die Anordnung nach 6 mit dem Kolben im unteren Totpunkt,
  • 8 die Anordnung nach 6 bei maximalem Kolbenhub,
  • 9 die Anordnung nach 7 bei maximalem Kolbenhub und mit dem Kolben im unteren Totpunkt.
  • 1 zeigt in einer Schnittdarstellung ein Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl 1 zu einer Schneidkette einer nicht dargestellten Kettensäge. Das Pumpsystem umfaßt eine benutzerseitig einstellbare Ölpumpe 2 sowie eine Basis-Ölpumpe 3. Die beiden Ölpumpen 2, 3 weisen jeweils eine Zulaufleitung 24, 26 sowie eine Ablaufleitung 25, 27 auf. Durch die Zulaufleitungen 24, 26 wird das Schmieröl 1 angesaugt und durch die Ablaufleitungen 25, 27 ausgestoßen. Die einstellbare Ölpumpe 2 und die Basis-Ölpumpe 3 sind über ihre zugehörigen Zulaufleitungen 24, 26 mit dem gleichen nicht dargestellten Öltank verbunden. Die beiden Ablaufleitungen 25, 27 führen zur Schneidkette der Ket tensäge, woraus sich eine Parallelschaltung der beiden Ölpumpen 2, 3 ergibt. Es können auch weitere einstellbare Ölpumpen 2 zur Erzielung mehrerer Schaltstufen parallel geschaltet sein.
  • Das Pumpsystem kann als System mit Zahnradpumpen, Membranpumpen oder dergleichen ausgebildet sein und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als System von Kolbenpumpen ausgeführt. Dazu ist ein Kolbenteil 4 mit kreisrundem Querschnitt vorgesehen, welches um eine Drehachse 20 in Richtung des Pfeiles 30 drehbar ist. Das Kolbenteil 4 ist dichtend in einem Pumpengehäuse 11 geführt, wobei im Pumpengehäuse 11 ein Steuerstift 6 bezogen auf die Richtung der Drehachse 20 gehäusefest gehalten ist. Das Kolbenteil 4 weist eine umlaufende Schrägnut 5 auf, in die der Steuerstift 6 eingreift. Die Schrägnut 5 verläuft schräg zur Senkrechten auf die Drehachse 20. Aus der Drehung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeils 30 folgt über den in der Schrägnut 5 laufenden, ortsfest gehaltenen Steuerstift 6 eine oszillierende Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung seiner Drehachse 20. Das Kolbenteil 4 ist etwa in seinem unteren Totpunkt gezeigt, von wo aus das Kolbenteil 4 bei weiterer Drehung eine Axialbewegung in Richtung des Pfeiles 19 ausführt.
  • Am Kolbenteil 4 sind einteilig zwei Kolben 7, 8 mit entsprechenden Durchmessern D1, D2 angeformt, wobei der Durchmesser D1 des oberen Kolbens 8 kleiner als der Durchmesser D2 des unteren Kolbens 7 ist. Der untere Kolben 7 weist den gleichen Durchmesser D2 wie das übrige Kolbenteil 4 auf. Die beiden Kolben 7, 8 gehen stufenartig ineinander über. Im Bereich der Kolben 7, 8 ist das Pumpengehäuse 11 mittels einer Stufenbohrung als entsprechender Zylinder 9, 10 ausgeführt, wobei die beiden Kolben 7, 8 in den jeweiligen Zylindern 9, 10 dichtend in axialer Richtung und auch in Umfangsrichtung gleitend geführt sind.
  • Oberhalb des kleineren Kolbens 8 ist ein im Betrieb mit Schmieröl 1 gefüllter Pumpenraum vorgesehen, der durch den Kolben 8 und das Pumpengehäuse 11 begrenzt ist. Umfangseitig des Kolbens 8 münden die zugehörige Zulaufleitung 24 und die Ablaufleitung 26. Der Kolben 8 weist seitlich eine Aussparung 22 auf, über die bei der gezeigten Drehstellung des Kolbenteiles 4 der Pumpenraum 21 mit der oberen Ablaufleitung 25 strömungsleitend verbunden ist. Bei einer Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 19 wird das sich im oberen Pumpenraum 21 befindende Schmieröl 1 durch die Ablaufleitung 25 herausgedrückt und in Richtung der nicht gezeigten Sägekette gefördert.
  • Die Basis-Ölpumpe 3 ist vergleichbar zur einstellbaren Ölpumpe 2 aufgebaut. Ein unterer Pumpenraum 31 der Basis-Ölpumpe 3 ist durch den Kolben 7, das Pumpengehäuse 11 sowie innenseitig durch eine Umfangswand des kleineren Kolbens 8 begrenzt. Mittels einer seitlichen Aussparung 22 am Kolben 7 ist der untere Pumpenraum 31 mit der entsprechenden unteren Ablaufleitung 27 strömungsleitend verbunden. Zuvor über die untere Zulaufleitung 26 angesaugtes Schmieröl 1 wird bei einer Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 19 aus dem unteren Pumpenraum 31 durch die untere Ablaufleitung 27 in Richtung des Pfeiles 29 zur nicht dargestellten Sägekette gefördert.
  • Die beiden Kolben 7, 8 bzw. die zugehörigen Zylinder 9, 10 sind in ihren Durchmessern derart bemessen, daß bei einem bestimmten Hub des Kolbenteiles 4 die einstellbare Ölpumpe 2 eine geringere maximale Förderleistung aufweist als die Basis-Ölpumpe 3. Der Hub des Kolbenteiles 4 und damit der beiden Kolben 7, 8 ergibt sich aus der Schrägstellung der Nut 5 in Verbindung mit der festen Lagerung des Steuerstiftes 6. Die Zulaufleitung 26 und die Ablaufleitung 27 der Basis-Ölpumpe weisen ebensowenig wie die Zwangssteuerung des Kolbenteiles 4 eine Einstellvorrichtung auf. Die Fördermenge bzw. die Förderleistung der Basis-Ölpumpe ist damit fest eingestellt. Es kann auch eine Fördermengeneinstellung der Basis-Ölpumpe zur werkseitigen oder benutzerseitigen Justierung vorgesehen sein, beispielsweise mittels eines einstellbaren Hubes des Kolbenteiles 4 oder durch Drosseleinrichtungen in der Zulaufleitung 26 oder Ablaufleitung 27.
  • Das Pumpengehäuse 11 ist im oberen Bereich des Pumpsystems bzw. im Bereich der Zulauf- und Ablaufleitungen 24, 25, 26, 27 von einem Leitungsgehäuse 43 umschlossen. Vorteilhaft ist im Bereich der oberen Zulaufleitung 24 ein Leitungsventil 12 angeordnet. Dazu ist ein etwa zylindrischer Ventilkörper 23 vorgesehen, der im Leitungsgehäuse 43 – oder unmittelbar im Pumpengehäuse 11 – angeordnet sein kann und drehbar gelagert ist. Das Pumpengehäuse 11 bildet zusammen mit einem Teil der Zulaufleitung 24 und dem Leitungsventil 12 ein gemeinsames Bauteil. Das regelnde Leitungsventil 12 ist integriert.
  • In der gezeigten Drehstellung des Ventilkörpers 23 fluchtet eine den Ventilkörper 23 durchgreifende Bohrung 14 mit der oberen Zulaufleitung 24. Die Zulaufleitung 24 ist damit durchgängig strömungsleitend. Der Ventilkörper 23 weist eine umlaufende Nut 15 auf, in die ein im Leitungsgehäuse 43 festgelegter Sicherungsstift 16 eingreift. Der Ventilkörper 23 ist dadurch in axialer Richtung gesichert. Stirnseitig weist der Ventilkörper 23 einen Schlitz 18 zur Aufnahme eines Schraubendrehers oder dgl. auf. Durch Drehung des Ventilkörpers 23 wird die Bohrung 14 aus ihrer zur Zulaufleitung 24 fluchtenden Lage herausgedreht. Ein Zulaufstrom von Schmieröl 1 ist dadurch ansaugseitig der einstellbaren Ölpumpe 2 bis auf Null drosselbar. Zur Begrenzung der Drehbewegung des Ventilkörpers 23 weist dieser einen Anschlag 17 auf. Das Fördervolumen der Ölpumpe 2 ist dadurch benutzerseitig einstellbar.
  • Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel, bei dem das Leitungsventil 12 unmittelbar im Gehäuse 11 der Ölpumpe 2 integriert ist bzw. im Bereich der Zulaufleitung 24 angeformt ist, kann es zweckmäßig sein, das Leitungsventil 12 vom Pumpengehäuse 11 getrennt auszubilden. Es besteht dann die Möglichkeit, das Leitungsventil 12 mit Abstand vom Pumpengehäuse 11 einzubauen. Dies ist dann von Vorteil, wenn nur ein geringer oder ein stark zerklüfteter Einbauraum zur Verfügung steht. Die Verbindung des Leitungsventils 12 mit der einstellbaren Ölpumpe 2 kann über starre oder flexible Leitungen erfolgen, die zweckmäßig aufsteckbar sind.
  • 2 zeigt die Anordnung nach 1 mit um etwa 180° gedrehtem Kolbenteil 4. Aus dem Eingriff des Steuerstiftes 6 in die Schrägnut 5 ergibt sich eine Relativposition des Kolbenteils 4 bezüglich des Pumpengehäuses 11, bei der sich das Kolbenteil 4 etwa im oberen Totpunkt befindet. Das Volumen der Pumpenräume 21, 31 ist minimal. Bei der gezeigten Drehstellung liegen die Aussparungen 22 den Zulaufleitungen 24, 26 zugewandt, wodurch diese mit den Pumpenräumen 21, 31 strömungslei tend verbunden sind. Die Ablaufleitungen 25, 27 sind mittels der Umfangswände der Kolben 7, 8 verschlossen.
  • Bei einer weiteren Drehung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 30 erfolgt eine Hubbewegung abwärts in Richtung des Pfeiles 32. In der Folge vergrößern sich die Volumina der Pumpenräume 21, 31, wodurch Schmieröl 1 über die Zulaufleitungen 24, 26 angesaugt wird.
  • Aus einem kontinuierlichen Drehantrieb des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 30 ergibt sich eine oszillierende Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 19 (1) bzw. des Pfeiles 32 (2). In Verbindung mit der wechselseitigen strömungsleitenden Verbindung der Pumpenräume 21, 31 mittels der Aussparungen 22 entweder zu den Zulaufleitungen 24, 26 oder zu den Ablaufleitungen 25, 27 folgt ein zyklischer Pumpvorgang beider Ölpumpen 2, 3.
  • 3 zeigt die Anordnung nach 1 mit geschlossenem Leitungsventil 12. Der Ventilkörper 23 ist gegenüber der in 1 gezeigten Position um 90° verdreht. Die Bohrung 14 steht quer zur oberen Zulaufleitung 24, wodurch diese geschlossen ist. Der Zulauf von Schmieröl 1 durch die obere Zulaufleitung 24 in den oberen Pumpenraum 21 ist unterbrochen. Die einstellbare Ölpumpe 2 fördert kein Schmieröl 1, während die Basis-Ölpumpe 3 Schmieröl 1 durch die untere Ablaufleitung 27 in Richtung des Pfeiles 29 zur Schneidkette fördert.
  • Der Ventilkörper 23 ist stufenlos drehbar gestaltet, wodurch mittels einer frei wählbaren Relativdrehung der Bohrung 14 zur Zulaufleitung 24 ein Drosselungseffekt stufenlos eingestellt werden kann. Das Leitungsventil 12 ist dadurch ein stufenlos einstellbares Steuerventil. Durch den gezeigten drehbaren Ventilkörper 23 ist das Steuerventil 13 als Drehkolbenventil ausgeführt. Es kann auch zweckmäßig sein, einen linear verschieblichen Ventilkörper 23, eine Drosselklappe, eine verstellbare Blende oder dgl. vorzusehen. Es kann auch ein in zwei oder mehr Positionen vorgegeben schaltbares Schaltventil zweckmäßig sein.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Pumpsystem als integriertes System der beiden Ölpumpen 2, 3 mit einem gemeinsamen Pumpengehäuse 11, Leitungsgehäuse 43 und einteiligem Kolbenteil 4 ausgebildet. Es können auch zwei separate Ölpumpen 2, 3 unterschiedlicher oder gleicher Bauart vorgesehen sein. Beispielsweise kann bei einer getrennten Ausbildung der beiden Ölpumpen 2, 3 die Basis-Ölpumpe 3 mit einem festen Hub und die einstellbare Ölpumpe mit einem variablen Hub des entsprechenden Kolbens 7, 8 ausgestattet sein. Geeignet ist dazu beispielsweise eine Ausbildung entsprechend den 6 bis 9.
  • 4 zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung die Anordnung nach 2 im Bereich des oberen Kolbens 8. Die Zulaufleitung 24 ist bei der gezeigten Drehstellung des in Richtung des Pfeiles 30 drehend antreibbaren Kolbens 8 über die seitliche Aussparung 22 am Kolben 8 mit der oberen Zulaufleitung 24 strömungsleitend verbunden. Gleichzeitig ist die Ablaufleitung 25 mittels der Umfangswand des Kolbens 8 verschlossen. Bei einer Abwärtsbewegung des Kolbens 8 strömt Schmieröl 1 (2) in Richtung des Pfeiles 33 zur Aussparung 22 und von dort in den oberen Pumpenraum 21 (2).
  • 5 zeigt die Anordnung nach 4 mit um 180° gedrehtem Kolben 8. Die Zulaufleitung 24 ist mittels der Umfangswand des Kolbens 8 verschlossen. Die Ablaufleitung 25 ist strömungsleitend mit der Aussparung 22 verbunden. Bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens 8 strömt Schmieröl 1 aus dem oberen Pumpenraum 21 (1) über die Aussparung 22 durch die Ablaufleitung 25 in Richtung des Pfeiles 28.
  • 6 zeigt in einer schematischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel einer hinsichtlich der Fördermenge einstellbaren Ölpumpe. Die gezeigte Ölpumpe kann für sich alleine oder in einem Pumpsystem nach den 1 bis 5 eingesetzt werden. Die hier nicht näher gezeigten Einzelheiten zur Steuerung des Ölflusses mittels des drehbaren Kolbenteiles 4 können ebenfalls nach den 1 bis 5 ausgeführt sein.
  • An einem freien Ende des Kolbenteiles 4 ist ein Zahnrad 36 mit einer Schrägverzahnung angebracht. Das Zahnrad 36 ist zum Eingriff in eine Antriebsschnecke vorgesehen, wodurch das Kolbenteil 4 um seine Drehachse 20 in Richtung des Pfeiles 30 drehend antreibbar ist. Das Kolbenteil 4 ist drehbar und längsverschieblich im Pumpengehäuse 11 gelagert. Der Steuerstift 6 greift in die Schrägnut 5 ein, wobei aus der Drehbewegung in Richtung des Pfeiles eine oszillierende Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Doppelpfeiles 44 erfolgt.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Steuerstift 6 in radialer Richtung bezogen auf die Drehachse 20 in Richtung des Doppelpfeiles 35 verschieblich ausgebildet. Dazu ist der Steuerstift 6 mit einem Schaft 38 versehen, der im Gehäuse 11 längsverschieblich gelagert ist. Die längsverschiebliche Lage rung kann beispielsweise über ein nicht dargestelltes Gewinde erfolgen. Bei einer Drehung des Steuerstiftes 6 beispielsweise an einem Kopf 39 kann eine Radialverschiebung des Steuerstiftes 6 in Richtung des Doppelpfeiles 35 erfolgen.
  • An seinem dem Kolbenteil 4 zugewandten Ende des Schaftes 38 ist ein Kugelabschnitt 37 angeordnet, der in die Schrägnut 5 eingreift. Die Schrägnut 5 ist in Achsrichtung seitlich durch im wesentlichen ebene, parallel zueinander verlaufende und zur Senkrechten auf die Drehachse 20 schrägstehende Nutwänden 41, 42 begrenzt. Der Kugelabschnitt 37 greift im wesentlichen spielfrei oder mit geringem Spiel zwischen die Nutwände 41, 42, woraus sich eine Zwangssteuerung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Doppelpfeiles 44 ergibt.
  • Bei einer Drehbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 30 ergibt sich oszillierend eine Veränderung der Schrägstellung der Nutwände 41, 42 relativ zum Kugelabschnitt 37. Aus der kugeligen Oberfläche folgt dabei eine verschleißmindernde Abrollbewegung der Nutwände 41, 42 auf den Kugelabschnitt 37.
  • Der Steuerstift 6 ist in einer Radialposition gezeigt, bei der der Kugelabschnitt 37 nahe der Drehachse 20 liegt. Nach 7 folgt daraus, daß bei einer Drehung um 180° in Verbindung mit der Schrägstellung der Nutwände 41, 42 ein Hub h1 des Kolbenteiles 4 ausgeführt wird.
  • 8 zeigt die Anordnung nach 6, bei der der Steuerstift 6 radial nach außen verschoben ist. Der Kugelabschnitt 37 liegt dabei näherungsweise in einer Kugelaufnahme 40 des Pumpengehäuses 11, wobei er jedoch noch in die Schrägnut 5 eingreift. Aus dem vergrößerten radialen Abstand des Kugelabschnitts 37 zur Drehachse 20 folgt in Verbindung mit der Schrägstellung der Nutwände 41, 42, daß im gezeigten oberen Totpunkt der obere Pumpenraum 21 ein verringertes Volumen gegenüber dem Volumen nach 6 aufweist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel liegt der Kolben 8 näherungsweise stirnseitig am Pumpengehäuse 11 an.
  • 9 zeigt die Anordnung nach 8 mit um etwa 180° gedrehtem Kolbenteil 4. Das Kolbenteil 4 befindet sich dabei im unteren Totpunkt, wobei sich aus dem vergrößerten radialen Abstand des Kugelabschnittes 37 zur Drehachse 20 im Vergleich zur Position nach den 6 und 7 ein vergrößerter Hub h2 ergibt. Im gezeigten unteren Totpunkt ist damit das Volumen des oberen Pumpenraumes 21 größer als im unteren Totpunkt bei nach innen verschobenem Steuerstift 6 nach 7. Der sich aus dem Hub h1 bzw. h2 ergebende Hubraum steigt damit etwa linear zum radialen Abstand des Kugelabschnittes 37 von der Drehachse 20. Die Förderleistung der gezeigten Ölpumpe ist etwa linear abhängig vom Hubraum und damit einstellbar über die radiale Position des Steuerstiftes 6 relativ zur Drehachse 20.
  • Der Steuerstift 6 kann auch so weit radial nach außen verschoben werden, daß der Kugelabschnitt 37 vollständig in der Kugelaufnahme 40 liegt und dabei nicht mehr in die Schrägnut 5 eingreift. Es ergibt sich eine leichte Montierbarkeit bzw. Demontierbarkeit des Kolbenteiles 4.
  • In den übrigen Merkmalen und Bezugszeichen kann die Anordnung nach den 6 bis 9 mit der Anordnung nach den 1 bis 5 übereinstimmen.

Claims (10)

  1. Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl (1) zu einer Schneidkette einer Kettensäge, umfassend mindestens eine in der Fördermenge benutzerseitig einstellbare Ölpumpe (2), dadurch gekennzeichnet, daß zur einstellbaren Ölpumpe (2) eine Basis-Ölpumpe (3) parallel geschaltet ist.
  2. Pumpsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis-Ölpumpe (3) hinsichtlich der Fördermenge fest eingestellt ist.
  3. Pumpsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Ölpumpe (2) im Vergleich zur Basis-Ölpumpe (3) eine verringerte maximale Förderleistung aufweist.
  4. Pumpsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölpumpe (2, 3) als Kolbenpumpe mit einem um seine Längsachse drehend antreibbaren Kolbenteil (4) ausgebildet ist, wobei am Kolbenteil (4) eine umlaufende Schrägnut (5) vorgesehen ist, in die ein in Achsrichtung gehäusefest gehaltener Steuerstift (6) eingreift.
  5. Pumpsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Kolben (7, 8) der beiden Ölpumpen (2, 3) an einem gemeinsamen Kolbenteil (4) festgelegt und insbesondere einteilig mit dem Kolbenteil (4) ausgeführt ist.
  6. Pumpsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben (7, 8) unterschiedliche Durchmesser (D1, D2) aufweisen und in einer entsprechend abgestuften Zylinderbohrung (9, 10) in einem insbesondere einteilig ausgeführten Pumpengehäuse (11) geführt sind.
  7. Pumpsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Ölpumpe (2) mittels eines Leitungsventils (12) in ihrer Fördermenge einstellbar ist.
  8. Pumpsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsventil (12) ansaugseitig der einstellbaren Ölpumpe (2) angeordnet ist.
  9. Pumpsystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungsventil (12) ein insbesondere stufenlos einstellbares Steuerventil (13) ist.
  10. Pumpsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (13) ein Drehkolbenventil ist.
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