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Die
Erfindung betrifft ein Pumpsystem zur Förderung von Schmieröl zu einer
Schneidkette einer Kettensäge
mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Kettensägen weisen
eine Führungsschiene auf,
an deren umlaufenden Kante eine Schneidkette mit einzelnen Kettengliedern
geführt
ist. Die gelenkige Verbindung der Kettenglieder sowie die Schneidzähne sind
im Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt. Zur Vermeidung eines übermäßigen Verschleißes und
zur Erzielung eines verbesserten Schnittergebnisses wird der Schneidkette
ein Schmieröl
mittels eines Pumpsystems zugeführt.
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Abhängig vom
zu bearbeitenden Schnittgut ist eine bestimmte Ölfördermenge angestrebt. Bei unterschiedlichen
zu schneidenden Holzarten haben sich unterschiedliche Fördermengen
an Schmieröl als
zweckmäßig für ein gutes
Schnittergebnis herausgestellt. Dazu sind Pumpsysteme mit benutzerseitig
einstellbaren Ölpumpen
bekannt, bei denen das Bedienpersonal einer Kettensäge die Fördermenge
des Schmieröles
an das zu bearbeitende Schneidgut anpassen kann.
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Es
hat sich gezeigt, daß die
Fördermenge
einer Ölpumpe
abhängig
von der Ölviskosität ist. Diese kann
sich jedoch während des
Betriebes ändern. Eine
Erwärmung
des Schmieröles
durch äußere Einflüsse wie
Witterung oder kurzzeitige Erwärmung durch
die Betriebstemperatur eines Antriebsmotors kann zu einer erheblichen
Verringerung der Viskosität
führen.
Eine damit einhergehende, unter Umständen erhebliche Schwankung
der Fördermenge
soll seitens des Bedienpersonals durch Nachstellung der einstellbaren Ölpumpe ausgleichbar
sein. Ebenso ist es angestrebt, Schwankungen der Fördermenge beim
Wechsel der Ölsorte
ausgleichen zu können.
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Es
hat sich gezeigt, daß die
viskositätsabhängige Fördermenge
unerwartet hohen Schwankungen unterliegt. Eine bei Betriebstemperatur
gefundene, zumindest näherungsweise
optimale Ölfördermenge
kann dazu führen,
daß nach
längerer
Arbeitsunterbrechung bei abgekühltem
Schmieröl
die anfänglich
geförderte Ölmenge zu
gering ist. Es kann ein übermäßiger Verschleiß der Schneidkette
auftreten. Ebenso kann bei zu geringer Ölfördermenge das Schnittergebnis
unbefriedigend sein.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Pumpsystem derart weiterzubilden,
daß eine
zuverlässige
Schmierung der Schneidkette in einem größeren Betriebsbereich sichergestellt
ist.
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Die
Aufgabe wird durch ein Pumpsystem mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
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Dazu
wird ein Pumpsystem vorgeschlagen, bei dem zu mindestens einer einstellbaren Ölpumpe eine
Basis-Ölpumpe
parallel geschaltet ist. Die Basis-Ölpumpe fördert dabei eine Basis-Ölmenge,
die auch bei kalten Betriebbedingungen und entsprechend hoch viskosem
Schmieröl
eine Grundversorgung der Schneidkette mit Schmieröl sicherstellt.
Mittels der parallel geschalteten, benutzerseitig einstellbaren Ölpumpe kann
bedarfsabhängig
eine Zusatzölmenge
der Schneidkette zugeführt
werden. Es tritt dabei keine Beeinträchtigung der Grundversorgung mittels
der Basis-Ölpumpe
auf. Eine Fehleinstellung der einstellbaren Ölpumpe oder auch sich ändernde Umgebungsbedingungen
führen
nicht zu einer Unterversorgung mit Schmieröl.
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Es
kann zweckmäßig sein,
auch die Basis-Ölpumpe
einstellbar auszubilden. Beispielsweise kann durch Einstellung der
Basis-Ölpumpe eine
Anpassung der Grund-Förderleistung
an eine bestimmte Holzsorte oder an einen bestimmten Schmieröltyp erfolgen,
während
mittels der einstellbaren Ölpumpe Schwankungen
der Betriebsparameter beispielsweise infolge temperaturabhängiger Viskositätsschwankungen
ausgeglichen werden. In zweckmäßiger Weiterbildung
ist die Basis-Ölpumpe
hinsichtlich der Fördermenge
fest eingestellt. Eine unbeabsichtigte benutzerseitige Fehleinstellung
ist vermieden. Die einstellbare Ölpumpe
weist dabei vorteilhaft im Vergleich zur Basis-Ölpumpe eine verringerte maximale Förderleistung
auf. Fehleinstellungen des Pumpsystems sind mittels des entsprechend
geringen Einstellbereiches vermieden.
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In
vorteilhafter Weiterbildung ist die Ölpumpe als Kolbenpumpe mit
einem um seine Längsachse drehend
antreibbaren Kolbenteil ausgebildet, wobei am Kolbenteil eine umlaufende
Schrägnut
vorgesehen ist, in die ein in Achsrichtung gehäusefest gehaltener Steuerstift
eingreift. Der Kolbenteil kann kontinuierlich drehend angetrieben
werden, wobei mittels des Steuerstiftes und der Schrägnut eine
oszillierende Axialbewegung mit ge ringem mechanischen Aufwand erzeugt
wird. Eine derartige Pumpe ist einfach aufgebaut und weist eine
gute Lebensdauer bei geringem mechanischem Verschleiß auf.
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In
einer zweckmäßigen Ausbildung
ist je ein Kolben der beiden Pumpen an einem gemeinsamen Kolbenteil
festgelegt und dabei insbesondere einteilig mit dem Kolbenteil ausgeführt. Zum
Antrieb beider Kolben ist nur ein entsprechendes Kolbenteil erforderlich.
Die Pumpe ist als integrales Bauteil kompakt und einfach aufgebaut.
Es ist nur ein Antrieb für
beide Pumpen erforderlich. Die Kolben weisen dabei vorteilhaft unterschiedliche
Durchmesser auf, wobei sie in einer entsprechend abgestuften Zylinderbohrung in
einem insbesondere einteilig ausgeführten Pumpengehäuse geführt sind.
Die unterschiedlichen Kolbendurchmesser führen zu unterschiedlichen Förderleistungen
beider Pumpen, wobei der kleinere Kolbendurchmesser in Verbindung
mit der einstellbaren Ölpumpe
in erwünschter
Weise zu einem verringerten maximalen Fördervolumen führt. Bei
einer abgestuften Zylinderbohrung wirkt der dichtend geführte Kolben
mit dem geringeren Durchmesser gleichzeitig auch als Abdichtung
des Zylinderraumes, in dem der größere Kolben geführt ist.
Separate Dichtmittel sind nicht erforderlich. Die Pumpe ist einfach
im Aufbau und kostengünstig
in der Fertigung.
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Für eine einfache
Einstellbarkeit der Ölfördermenge
kann die Anordnung eines Leitungsventils insbesondere ansaugseitig
der einstellbaren Ölpumpe
zweckmäßig sein.
Ein Leitungsventil ist einfach im Aufbau und durch die ansaugseitige
Anordnung sind Druckspitzen in der Pumpe bei geschlossenem Ventil vermieden.
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Das
Leitungsventil kann unmittelbar im Gehäuse der Ölpumpe integriert sein, so
daß das
Ventil und das Pumpengehäuse
ein einteiliges Bauteil bilden. Steht nur ein geringer oder ein
stark zerklüfteter Einbauraum
zur Verfügung,
kann es zweckmäßig sein,
das Ventil zur Einstellung der Ölmenge
vom Pumpengehäuse
getrennt auszubilden. Dadurch kann besonderen Einbaubedingungen
Rechnung getragen werden.
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Das
Leitungsventil kann als Schaltventil ausgeführt sein, mittels dessen wahlweise
eine zusätzliche Ölfördermenge
hinzu- bzw. abgeschaltet
werden kann. In zweckmäßiger Weiterbildung
ist das Leitungsventil als insbesondere stufenlos einstellbares Steuerventil
ausgeführt.
Dazu eignet sich insbesondere eine Ausführung als Drehkolbenventil.
Die mittels der einstellbaren Ölpumpe
geförderte
Zusatz-Ölmenge
ist feinfühlig
nachstellbar. Der mechanische Aufwand und damit der Kostenaufwand
ist gering.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigen:
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1 in einer Längsschnittdarstellung
ein Pumpsystem mit zwei integrierten Pumpen und zwei einteilig ausgebildeten
Kolben im unteren Totpunkt,
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2 die Anordnung nach 1 mit der Kolbenanordnung
im oberen Totpunkt,
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3 die Anordnung nach den 1 und 2 mit geschlossenem Leitungsventil,
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4 in einer schematischen
Querschnittdarstellung Einzelheiten des drehbaren Kolbens der Anordnung
nach den 1 bis 3,
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5 die Anordnung nach 4 mit um 180° verdrehtem
Kolben,
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6 in einer schematischen
Längsschnittdarstellung
eine Variante einer einstellbaren Ölpumpe mit einem Kolben im
oberen Totpunkt, eingestellt auf geringen Kolbenhub,
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7 die Anordnung nach 6 mit dem Kolben im unteren
Totpunkt,
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8 die Anordnung nach 6 bei maximalem Kolbenhub,
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9 die Anordnung nach 7 bei maximalem Kolbenhub
und mit dem Kolben im unteren Totpunkt.
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1 zeigt in einer Schnittdarstellung
ein Pumpsystem zur Förderung
von Schmieröl 1 zu
einer Schneidkette einer nicht dargestellten Kettensäge. Das
Pumpsystem umfaßt
eine benutzerseitig einstellbare Ölpumpe 2 sowie eine
Basis-Ölpumpe 3. Die
beiden Ölpumpen 2, 3 weisen
jeweils eine Zulaufleitung 24, 26 sowie eine Ablaufleitung 25, 27 auf. Durch
die Zulaufleitungen 24, 26 wird das Schmieröl 1 angesaugt
und durch die Ablaufleitungen 25, 27 ausgestoßen. Die
einstellbare Ölpumpe 2 und
die Basis-Ölpumpe 3 sind über ihre
zugehörigen
Zulaufleitungen 24, 26 mit dem gleichen nicht
dargestellten Öltank
verbunden. Die beiden Ablaufleitungen 25, 27 führen zur
Schneidkette der Ket tensäge,
woraus sich eine Parallelschaltung der beiden Ölpumpen 2, 3 ergibt.
Es können
auch weitere einstellbare Ölpumpen 2 zur
Erzielung mehrerer Schaltstufen parallel geschaltet sein.
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Das
Pumpsystem kann als System mit Zahnradpumpen, Membranpumpen oder
dergleichen ausgebildet sein und ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
als System von Kolbenpumpen ausgeführt. Dazu ist ein Kolbenteil 4 mit
kreisrundem Querschnitt vorgesehen, welches um eine Drehachse 20 in
Richtung des Pfeiles 30 drehbar ist. Das Kolbenteil 4 ist dichtend
in einem Pumpengehäuse 11 geführt, wobei im
Pumpengehäuse 11 ein
Steuerstift 6 bezogen auf die Richtung der Drehachse 20 gehäusefest
gehalten ist. Das Kolbenteil 4 weist eine umlaufende Schrägnut 5 auf,
in die der Steuerstift 6 eingreift. Die Schrägnut 5 verläuft schräg zur Senkrechten
auf die Drehachse 20. Aus der Drehung des Kolbenteiles 4 in Richtung
des Pfeils 30 folgt über
den in der Schrägnut 5 laufenden,
ortsfest gehaltenen Steuerstift 6 eine oszillierende Hubbewegung
des Kolbenteiles 4 in Richtung seiner Drehachse 20.
Das Kolbenteil 4 ist etwa in seinem unteren Totpunkt gezeigt,
von wo aus das Kolbenteil 4 bei weiterer Drehung eine Axialbewegung
in Richtung des Pfeiles 19 ausführt.
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Am
Kolbenteil 4 sind einteilig zwei Kolben 7, 8 mit
entsprechenden Durchmessern D1, D2 angeformt, wobei der Durchmesser D1 des oberen Kolbens 8 kleiner als
der Durchmesser D2 des unteren Kolbens 7 ist.
Der untere Kolben 7 weist den gleichen Durchmesser D2 wie das übrige Kolbenteil 4 auf.
Die beiden Kolben 7, 8 gehen stufenartig ineinander über. Im
Bereich der Kolben 7, 8 ist das Pumpengehäuse 11 mittels
einer Stufenbohrung als entsprechender Zylinder 9, 10 ausgeführt, wobei
die beiden Kolben 7, 8 in den jeweiligen Zylindern 9, 10 dichtend in
axialer Richtung und auch in Umfangsrichtung gleitend geführt sind.
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Oberhalb
des kleineren Kolbens 8 ist ein im Betrieb mit Schmieröl 1 gefüllter Pumpenraum
vorgesehen, der durch den Kolben 8 und das Pumpengehäuse 11 begrenzt
ist. Umfangseitig des Kolbens 8 münden die zugehörige Zulaufleitung 24 und
die Ablaufleitung 26. Der Kolben 8 weist seitlich
eine Aussparung 22 auf, über die bei der gezeigten Drehstellung
des Kolbenteiles 4 der Pumpenraum 21 mit der oberen
Ablaufleitung 25 strömungsleitend
verbunden ist. Bei einer Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung
des Pfeiles 19 wird das sich im oberen Pumpenraum 21 befindende
Schmieröl 1 durch
die Ablaufleitung 25 herausgedrückt und in Richtung der nicht
gezeigten Sägekette
gefördert.
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Die
Basis-Ölpumpe 3 ist
vergleichbar zur einstellbaren Ölpumpe 2 aufgebaut.
Ein unterer Pumpenraum 31 der Basis-Ölpumpe 3 ist durch
den Kolben 7, das Pumpengehäuse 11 sowie innenseitig durch
eine Umfangswand des kleineren Kolbens 8 begrenzt. Mittels
einer seitlichen Aussparung 22 am Kolben 7 ist
der untere Pumpenraum 31 mit der entsprechenden unteren
Ablaufleitung 27 strömungsleitend
verbunden. Zuvor über
die untere Zulaufleitung 26 angesaugtes Schmieröl 1 wird
bei einer Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des
Pfeiles 19 aus dem unteren Pumpenraum 31 durch
die untere Ablaufleitung 27 in Richtung des Pfeiles 29 zur
nicht dargestellten Sägekette
gefördert.
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Die
beiden Kolben 7, 8 bzw. die zugehörigen Zylinder 9, 10 sind
in ihren Durchmessern derart bemessen, daß bei einem bestimmten Hub
des Kolbenteiles 4 die einstellbare Ölpumpe 2 eine geringere maximale
Förderleistung
aufweist als die Basis-Ölpumpe 3.
Der Hub des Kolbenteiles 4 und damit der beiden Kolben 7, 8 ergibt
sich aus der Schrägstellung der
Nut 5 in Verbindung mit der festen Lagerung des Steuerstiftes 6.
Die Zulaufleitung 26 und die Ablaufleitung 27 der
Basis-Ölpumpe
weisen ebensowenig wie die Zwangssteuerung des Kolbenteiles 4 eine Einstellvorrichtung
auf. Die Fördermenge
bzw. die Förderleistung
der Basis-Ölpumpe
ist damit fest eingestellt. Es kann auch eine Fördermengeneinstellung der Basis-Ölpumpe zur
werkseitigen oder benutzerseitigen Justierung vorgesehen sein, beispielsweise mittels
eines einstellbaren Hubes des Kolbenteiles 4 oder durch
Drosseleinrichtungen in der Zulaufleitung 26 oder Ablaufleitung 27.
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Das
Pumpengehäuse 11 ist
im oberen Bereich des Pumpsystems bzw. im Bereich der Zulauf- und
Ablaufleitungen 24, 25, 26, 27 von
einem Leitungsgehäuse 43 umschlossen.
Vorteilhaft ist im Bereich der oberen Zulaufleitung 24 ein
Leitungsventil 12 angeordnet. Dazu ist ein etwa zylindrischer
Ventilkörper 23 vorgesehen,
der im Leitungsgehäuse 43 – oder unmittelbar
im Pumpengehäuse 11 – angeordnet
sein kann und drehbar gelagert ist. Das Pumpengehäuse 11 bildet
zusammen mit einem Teil der Zulaufleitung 24 und dem Leitungsventil 12 ein
gemeinsames Bauteil. Das regelnde Leitungsventil 12 ist
integriert.
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In
der gezeigten Drehstellung des Ventilkörpers 23 fluchtet
eine den Ventilkörper 23 durchgreifende
Bohrung 14 mit der oberen Zulaufleitung 24. Die
Zulaufleitung 24 ist damit durchgängig strömungsleitend. Der Ventilkörper 23 weist
eine umlaufende Nut 15 auf, in die ein im Leitungsgehäuse 43 festgelegter
Sicherungsstift 16 eingreift. Der Ventilkörper 23 ist
dadurch in axialer Richtung gesichert. Stirnseitig weist der Ventilkörper 23 einen
Schlitz 18 zur Aufnahme eines Schraubendrehers oder dgl.
auf. Durch Drehung des Ventilkörpers 23 wird
die Bohrung 14 aus ihrer zur Zulaufleitung 24 fluchtenden Lage
herausgedreht. Ein Zulaufstrom von Schmieröl 1 ist dadurch ansaugseitig
der einstellbaren Ölpumpe 2 bis
auf Null drosselbar. Zur Begrenzung der Drehbewegung des Ventilkörpers 23 weist
dieser einen Anschlag 17 auf. Das Fördervolumen der Ölpumpe 2 ist
dadurch benutzerseitig einstellbar.
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Abweichend
vom gezeigten Ausführungsbeispiel,
bei dem das Leitungsventil 12 unmittelbar im Gehäuse 11 der Ölpumpe 2 integriert
ist bzw. im Bereich der Zulaufleitung 24 angeformt ist,
kann es zweckmäßig sein,
das Leitungsventil 12 vom Pumpengehäuse 11 getrennt auszubilden.
Es besteht dann die Möglichkeit,
das Leitungsventil 12 mit Abstand vom Pumpengehäuse 11 einzubauen.
Dies ist dann von Vorteil, wenn nur ein geringer oder ein stark zerklüfteter Einbauraum
zur Verfügung
steht. Die Verbindung des Leitungsventils 12 mit der einstellbaren Ölpumpe 2 kann über starre
oder flexible Leitungen erfolgen, die zweckmäßig aufsteckbar sind.
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2 zeigt die Anordnung nach 1 mit um etwa 180° gedrehtem
Kolbenteil 4. Aus dem Eingriff des Steuerstiftes 6 in
die Schrägnut 5 ergibt
sich eine Relativposition des Kolbenteils 4 bezüglich des Pumpengehäuses 11,
bei der sich das Kolbenteil 4 etwa im oberen Totpunkt befindet.
Das Volumen der Pumpenräume 21, 31 ist
minimal. Bei der gezeigten Drehstellung liegen die Aussparungen 22 den
Zulaufleitungen 24, 26 zugewandt, wodurch diese
mit den Pumpenräumen 21, 31 strömungslei tend
verbunden sind. Die Ablaufleitungen 25, 27 sind
mittels der Umfangswände
der Kolben 7, 8 verschlossen.
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Bei
einer weiteren Drehung des Kolbenteiles 4 in Richtung des
Pfeiles 30 erfolgt eine Hubbewegung abwärts in Richtung des Pfeiles 32.
In der Folge vergrößern sich
die Volumina der Pumpenräume 21, 31,
wodurch Schmieröl 1 über die
Zulaufleitungen 24, 26 angesaugt wird.
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Aus
einem kontinuierlichen Drehantrieb des Kolbenteiles 4 in
Richtung des Pfeiles 30 ergibt sich eine oszillierende
Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 19 (1) bzw. des Pfeiles 32 (2). In Verbindung mit der
wechselseitigen strömungsleitenden
Verbindung der Pumpenräume 21, 31 mittels
der Aussparungen 22 entweder zu den Zulaufleitungen 24, 26 oder
zu den Ablaufleitungen 25, 27 folgt ein zyklischer
Pumpvorgang beider Ölpumpen 2, 3.
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3 zeigt die Anordnung nach 1 mit geschlossenem Leitungsventil 12.
Der Ventilkörper 23 ist
gegenüber
der in 1 gezeigten Position
um 90° verdreht.
Die Bohrung 14 steht quer zur oberen Zulaufleitung 24,
wodurch diese geschlossen ist. Der Zulauf von Schmieröl 1 durch
die obere Zulaufleitung 24 in den oberen Pumpenraum 21 ist
unterbrochen. Die einstellbare Ölpumpe 2 fördert kein
Schmieröl 1, während die
Basis-Ölpumpe 3 Schmieröl 1 durch
die untere Ablaufleitung 27 in Richtung des Pfeiles 29 zur Schneidkette
fördert.
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Der
Ventilkörper 23 ist
stufenlos drehbar gestaltet, wodurch mittels einer frei wählbaren
Relativdrehung der Bohrung 14 zur Zulaufleitung 24 ein Drosselungseffekt
stufenlos eingestellt werden kann. Das Leitungsventil 12 ist
dadurch ein stufenlos einstellbares Steuerventil. Durch den gezeigten
drehbaren Ventilkörper 23 ist
das Steuerventil 13 als Drehkolbenventil ausgeführt. Es
kann auch zweckmäßig sein,
einen linear verschieblichen Ventilkörper 23, eine Drosselklappe,
eine verstellbare Blende oder dgl. vorzusehen. Es kann auch ein
in zwei oder mehr Positionen vorgegeben schaltbares Schaltventil zweckmäßig sein.
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Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist das Pumpsystem als integriertes System der beiden Ölpumpen 2, 3 mit
einem gemeinsamen Pumpengehäuse 11,
Leitungsgehäuse 43 und
einteiligem Kolbenteil 4 ausgebildet. Es können auch
zwei separate Ölpumpen 2, 3 unterschiedlicher
oder gleicher Bauart vorgesehen sein. Beispielsweise kann bei einer getrennten
Ausbildung der beiden Ölpumpen 2, 3 die Basis-Ölpumpe 3 mit
einem festen Hub und die einstellbare Ölpumpe mit einem variablen
Hub des entsprechenden Kolbens 7, 8 ausgestattet
sein. Geeignet ist dazu beispielsweise eine Ausbildung entsprechend
den 6 bis 9.
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4 zeigt in einer schematischen
Querschnittsdarstellung die Anordnung nach 2 im Bereich des oberen Kolbens 8.
Die Zulaufleitung 24 ist bei der gezeigten Drehstellung
des in Richtung des Pfeiles 30 drehend antreibbaren Kolbens 8 über die seitliche
Aussparung 22 am Kolben 8 mit der oberen Zulaufleitung 24 strömungsleitend
verbunden. Gleichzeitig ist die Ablaufleitung 25 mittels
der Umfangswand des Kolbens 8 verschlossen. Bei einer Abwärtsbewegung
des Kolbens 8 strömt
Schmieröl 1 (2) in Richtung des Pfeiles 33 zur
Aussparung 22 und von dort in den oberen Pumpenraum 21 (2).
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5 zeigt die Anordnung nach 4 mit um 180° gedrehtem
Kolben 8. Die Zulaufleitung 24 ist mittels der
Umfangswand des Kolbens 8 verschlossen. Die Ablaufleitung 25 ist
strömungsleitend
mit der Aussparung 22 verbunden. Bei einer Aufwärtsbewegung
des Kolbens 8 strömt
Schmieröl 1 aus
dem oberen Pumpenraum 21 (1) über die
Aussparung 22 durch die Ablaufleitung 25 in Richtung
des Pfeiles 28.
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6 zeigt in einer schematischen
Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer hinsichtlich der Fördermenge
einstellbaren Ölpumpe.
Die gezeigte Ölpumpe
kann für
sich alleine oder in einem Pumpsystem nach den 1 bis 5 eingesetzt
werden. Die hier nicht näher
gezeigten Einzelheiten zur Steuerung des Ölflusses mittels des drehbaren
Kolbenteiles 4 können
ebenfalls nach den 1 bis 5 ausgeführt sein.
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An
einem freien Ende des Kolbenteiles 4 ist ein Zahnrad 36 mit
einer Schrägverzahnung
angebracht. Das Zahnrad 36 ist zum Eingriff in eine Antriebsschnecke
vorgesehen, wodurch das Kolbenteil 4 um seine Drehachse 20 in
Richtung des Pfeiles 30 drehend antreibbar ist. Das Kolbenteil 4 ist
drehbar und längsverschieblich
im Pumpengehäuse 11 gelagert.
Der Steuerstift 6 greift in die Schrägnut 5 ein, wobei
aus der Drehbewegung in Richtung des Pfeiles eine oszillierende
Hubbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Doppelpfeiles 44 erfolgt.
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Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Steuerstift 6 in radialer Richtung bezogen auf
die Drehachse 20 in Richtung des Doppelpfeiles 35 verschieblich
ausgebildet. Dazu ist der Steuerstift 6 mit einem Schaft 38 versehen,
der im Gehäuse 11 längsverschieblich
gelagert ist. Die längsverschiebliche Lage rung
kann beispielsweise über
ein nicht dargestelltes Gewinde erfolgen. Bei einer Drehung des Steuerstiftes 6 beispielsweise
an einem Kopf 39 kann eine Radialverschiebung des Steuerstiftes 6 in
Richtung des Doppelpfeiles 35 erfolgen.
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An
seinem dem Kolbenteil 4 zugewandten Ende des Schaftes 38 ist
ein Kugelabschnitt 37 angeordnet, der in die Schrägnut 5 eingreift.
Die Schrägnut 5 ist
in Achsrichtung seitlich durch im wesentlichen ebene, parallel zueinander
verlaufende und zur Senkrechten auf die Drehachse 20 schrägstehende Nutwänden 41, 42 begrenzt.
Der Kugelabschnitt 37 greift im wesentlichen spielfrei
oder mit geringem Spiel zwischen die Nutwände 41, 42,
woraus sich eine Zwangssteuerung des Kolbenteiles 4 in
Richtung des Doppelpfeiles 44 ergibt.
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Bei
einer Drehbewegung des Kolbenteiles 4 in Richtung des Pfeiles 30 ergibt
sich oszillierend eine Veränderung
der Schrägstellung
der Nutwände 41, 42 relativ
zum Kugelabschnitt 37. Aus der kugeligen Oberfläche folgt
dabei eine verschleißmindernde Abrollbewegung
der Nutwände 41, 42 auf
den Kugelabschnitt 37.
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Der
Steuerstift 6 ist in einer Radialposition gezeigt, bei
der der Kugelabschnitt 37 nahe der Drehachse 20 liegt.
Nach 7 folgt daraus,
daß bei
einer Drehung um 180° in
Verbindung mit der Schrägstellung
der Nutwände 41, 42 ein
Hub h1 des Kolbenteiles 4 ausgeführt wird.
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8 zeigt die Anordnung nach 6, bei der der Steuerstift 6 radial
nach außen
verschoben ist. Der Kugelabschnitt 37 liegt dabei näherungsweise
in einer Kugelaufnahme 40 des Pumpengehäuses 11, wobei er
jedoch noch in die Schrägnut 5 eingreift. Aus
dem vergrößerten radialen
Abstand des Kugelabschnitts 37 zur Drehachse 20 folgt
in Verbindung mit der Schrägstellung
der Nutwände 41, 42,
daß im gezeigten
oberen Totpunkt der obere Pumpenraum 21 ein verringertes
Volumen gegenüber
dem Volumen nach 6 aufweist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
liegt der Kolben 8 näherungsweise stirnseitig
am Pumpengehäuse 11 an.
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9 zeigt die Anordnung nach 8 mit um etwa 180° gedrehtem
Kolbenteil 4. Das Kolbenteil 4 befindet sich dabei
im unteren Totpunkt, wobei sich aus dem vergrößerten radialen Abstand des
Kugelabschnittes 37 zur Drehachse 20 im Vergleich
zur Position nach den 6 und 7 ein vergrößerter Hub h2 ergibt. Im gezeigten unteren Totpunkt ist
damit das Volumen des oberen Pumpenraumes 21 größer als im
unteren Totpunkt bei nach innen verschobenem Steuerstift 6 nach 7. Der sich aus dem Hub
h1 bzw. h2 ergebende
Hubraum steigt damit etwa linear zum radialen Abstand des Kugelabschnittes 37 von der
Drehachse 20. Die Förderleistung
der gezeigten Ölpumpe
ist etwa linear abhängig
vom Hubraum und damit einstellbar über die radiale Position des
Steuerstiftes 6 relativ zur Drehachse 20.
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Der
Steuerstift 6 kann auch so weit radial nach außen verschoben
werden, daß der
Kugelabschnitt 37 vollständig in der Kugelaufnahme 40 liegt und
dabei nicht mehr in die Schrägnut 5 eingreift.
Es ergibt sich eine leichte Montierbarkeit bzw. Demontierbarkeit
des Kolbenteiles 4.
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In
den übrigen
Merkmalen und Bezugszeichen kann die Anordnung nach den 6 bis 9 mit der Anordnung nach den 1 bis 5 übereinstimmen.