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Die
Erfindung betrifft einen Waschapparat für einen Parabolrinnenkollektor,
der ein Absorberrohr und einen rinnenförmigen Spiegel aufweist, mit
einem entlang des Parabolrinnenkollektors verfahrbaren Waschfahrzeug,
das mindestens einen Wassertank und eine der Spiegelkontur folgende
Düsenanordnung
aufweist.
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Solarkraftwerke
mit Parabolrinnenkollektoren werden hauptsächlich in sonnenreichen Wüstengegenden
errichtet. Die Parabolrinnenkollektoren weisen einen rinnenförmigen parabolischen
Spiegel auf, in dessen Brennlinie ein Absorberrohr verläuft, das
von einem flüssigen
Wärmeübertragungsmedium
durchströmt
wird. Das Wärmeübertragungsmedium
führt die
aufgenommene Wärme
zu einem Wärmeverbraucher
ab, beispielsweise einer Turbine mit Generator zur Stromerzeugung.
In Wüstengegenden,
in denen starke Solarstrahlung vorhanden ist, existiert viel Staub
und feiner Sand, die vom Wind durch die Luft geweht werden. Die
für die
solare Konzentration verwendeten Parabolspiegel und das Absorberrohr
umgebende Glasfüllrohr
verschmutzen sehr schnell, so dass ein regelmäßiges Waschen des Parabolrinnenkollektors
trotz der dort oft herrschenden Wasserknappheit erforderlich ist.
Allein in einer Woche kann der Wirkungsgrad eines Parabolrinnenkraftwerks
je nach Wetterlage durch Verstaubung um 3-6% fallen.
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In
DE 27 38 666 A1 ist
ein Waschapparat für Parabolspiegel,
insbesondere Zylinderparabolspiegel, beschrieben. Hierbei ist ein
zylindrischer Spiegel oder Rundspiegel an zwei parallelen Leisten
befestigt, die als Laufschienen für Rollen ausgebildet sind. Auf
diesen Laufschienen läuft
ein Waschanlagengerüst,
welches auf die Spiegelreflexionsflächen gerichtete Sprühdüsen aufweist.
Die Zufuhr der Reinigungsflüssigkeit
erfolgt mittels einer Verrohrung. Für einen Wechsel des Waschapparates
zu einem anderen Parabolspiegel wird die gesamte Reinigungsvorrichtung
abgehoben und auf den nächsten
Spiegel umgesetzt. Die Reinigungsflüssigkeit läuft aus dem horizontal gehaltenen
Parabolspiegel aus einer Abflussöffnung
ab.
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DE 100 28 093 A1 beschreibt
einen plattenförmigen
Sonnenkollektor mit Austrittsdüsen
zum Aufbringen von Waschwasser auf die Kollektoroberfläche. Am
unteren Rand der Kollektoroberfläche
befindet sich eine Auffangvorrichtung, die das Waschwasser in einen
Tank zurückführt. Hierbei
ist sowohl der Sonnenkollektor als auch die Reinigungsvorrichtung
stationär.
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Bisher
erfolgt die Reinigung der Spiegel eines Parabolrinnenkraftwerks
mithilfe eines Waschfahrzeugs, das Wasser gegen den Spiegel sprüht. Die
Wäsche
benötigt
eine große
Zahl an Arbeitskräften
und hat einen hohen Wasserverbrauch. Die Reinigung muss bei Tageslicht
durchgeführt
werden, um den Kollektor nicht zu beschädigen. Durch eine solche Betriebsunterbrechung
wird die Effektivität
der Energiegewinnung zusätzlich
vermindert.
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Besonders
starke Verschmutzungen treten auf, wenn bei Wind in den Morgenstunden
die noch vom Tau behafteten Parabolspiegel und die Glasfüllrohre
den Staub einfangen. Beim späteren
Trocknen des Taues entsteht eine nur schwer zu beseitigende Schmutzschicht,
die zu einer festen Kruste werden kann.
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Aus
der Praxis sind verschiedene Reinigungsmethoden bekannt. Eine Reinigungsmethode besteht
darin, von einem Lastwagen aus mit Hochdruckdüsen gegen den Spiegel des Parabolrinnenkollektors
zu sprühen.
Diese Methode hat eine geringe Reinigungskapazität. Die anfangs stark beschleunigten
Wassertröpfchen
erreichen den Spiegel mit nur geringer Geschwindigkeit. Daher kann
nur der Staub abgespült
werden. Die Gefahr, dass neuer Staub an den feucht zurückgelassenen
Spiegeln hängen
bleibt ist sehr groß.
Ein weiterer Nachteil ist der hohe Wasserverbrauch, da ein hoher
Anteil des versprühten
Wassers die Kollektorspiegel nicht erreicht. Das abtropfende Wasser
versickert im Boden.
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Eine
manuelle Methode sieht vor, einen Hochdruckwasserstrahl auf den
Kollektorspiegel zu lenken. Der Nachteil dieser Methode ist der
hohe Aufwand an Arbeitskräften
und eine sehr geringe Waschgeschwindigkeit. Eine dritte Methode
benutzt einen auf einem Traktor installierten Waschapparat, der
die Kollektorwäsche
durch rotierende Hochdruckdüsen
vornimmt. Diese Methode liefert eine akzeptable Waschqualität, erfordert
aber ebenfalls den Einsatz von viel Wasser. Ferner besteht die Gefahr
von Beschädigungen
des Parabolspiegels durch unachtsames Lenken des Waschfahrzeugs.
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Ein
allgemeiner Nachteil sämtlicher
genannter Waschmethoden besteht darin, dass die Wäsche aus
Sichtgründen
bei Tageslicht durchgeführt
werden muss. Dies hat zur Folge, dass jeder Kollektor für die Wäsche in
die Waschposition gefahren und später wieder in die Arbeitsposition
zurückgefahren
werden muss. Allein dieses Verfahren der Kollektorspiegel dauert
je nach Sonnenstand 5-20 Minuten. Hinzu kommt noch die Dauer des
Waschvorgangs. Insgesamt ist der Kollektor bei einem mittleren Betriebstag von
12 Stunden für
die Wäsche
etwa eine halbe Stunde außer
Betrieb. Dies bedeutet, dass der Kollektor durchschnittlich etwa
4,2% weniger Wärmeenergie
liefern kann als ohne Wäsche.
Zu berücksichtigen
ist ferner, dass die beim Waschen defokussierten Kollektoren weiterhin
von heißem
Wärmeübertragungsmedium
durchflossen werden und daher während
des gesamten Waschvorgangs ihre thermischen Verluste beibehalten.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Waschapparat für einen
Parabolrinnenkollektor. zu schaffen, bei dem bei vergleichbarer
Reinigungskapazität
der Wasserverbrauch erheblich verringert ist.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, in Weiterbildung der
Erfindung einen Waschapparat zu schaffen, der weitgehend automatisch
arbeitet und weniger manuelle Bedienung erfordert.
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Eine
weitere Aufgabe besteht darin, in einer weiteren Weiterbildung der
Erfindung einen Waschapparat zu schaffen, der auch nachts arbeiten
kann und somit den täglichen
Betrieb nicht stört.
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Zusammenfassend
soll ein Waschapparat geschaffen werden, der einen hohen Wasch-Wirkungsgrad
bei geringem Wasserverbrauch hat, mit geringem Personalaufwand betrieben
werden kann, einen Nachtbetrieb und eine schnelle Arbeitsweise ermöglicht.
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Der
Waschapparat nach der vorliegenden Erfindung weist die Merkmale
des Patentanspruchs 1 auf. Hiernach ist an dem Waschfahrzeug eine
Auffangrichtung zum Auffangen des von dem Spiegel ablaufenden Wassers
und zum Zurückführen des
Wassers in den Wassertank vorgesehen.
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Erfindungsgemäß erfolgt
ein Auffangen des Waschwassers direkt durch das Waschfahrzeug und ein
erneutes strategisch gezieltes Einbringen dieses Wassers in den
Waschprozess, wobei in der Rückführung eine
Aufbereitungsvorrichtung vorgesehen sein kann, beispielsweise in
Form eines Filters, eines Abscheiders oder einer Sedimentationsvorrichtung. Auf
diese Weise kann das Waschwasser mehrere Waschzyklen durchlaufen.
Erforderlichenfalls kann das abschließende Abspülen des Spiegels mit reinem
Wasser erfolgen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die jedoch selbständige Bedeutung hat,
ist vorgesehen, dass das Waschfahrzeug an einer Schienenführung in
konstantem Abstand zu dem Parabolrinnenkollektor geführt ist.
Diese Schienenführung
ermöglicht
es, das Waschfahrzeug in engem Abstand entlang des Parabolspiegels
zu bewegen, ohne dass ein manuelles Lenken während des Fahrvorganges erforderlich
wäre. Die
Düsenanordnung ist
so angeordnet und geformt, dass sie der Kontur des Parabolspiegels
folgt. Daher kann das Waschfahrzeug entlang der Schienenführung "blind" fahren, während der
Waschvorgang mit hoher Intensität
und Präzision
ausgeführt
wird. Der Schienenbetrieb ermöglicht
einen Einsatz des Waschapparates auch in den Nachtstunden. Der Parabolspiegel
muss lediglich in eine definierte Waschposition geschwenkt werden
und die Düsenanordnung
auf dem Waschfahrzeug muss so auf die Waschposition des Parabolspiegels
abgestimmt sein, dass die Düsenanordnung der
Spiegelkontur eng folgt.
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Die
Erfindung nutzt die Erkenntnis, dass das Waschwasser bei der Kollektorwäsche immer
an der unteren Spiegelkante abtropft, und dass sich die in Waschposition
gefahrenen Kollektoren, die in einer Reihe angeordnet sind, immer
in zueinander fluchtenden Positionen befinden. Dies ermöglicht eine
Arbeitsweise mit einem Waschfahrzeug, das eine relativ schmale rinnenförmige Auffangvorrichtung
hat, welche entlang der Unterkante des Spiegels bewegt wird.
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Weitere
Möglichkeiten
der Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung und deren Vorteile
sind der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele
zu entnehmen.
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Im
Folgenden werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Waschapparates
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2 eine
Darstellung eines Parabolrinnenkollektors der Waschposition, mit
Schienenführung
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3 eine
schematische Darstellung des Waschfahrzeugs
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4 eine
Darstellung des Waschvorganges des Spiegels nach 2 mit
dem Waschfahrzeug nach 3 während der Kollektorwäsche
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5 ein
Ausführungsbeispiel
der Positionierung der Düsen
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6 einen
Querschnitt durch eine mögliche Ausführung der
Schienenführung
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7 eine
Draufsicht auf eine Ausführungsform
des Fahrgestells des Waschfahrzeugs
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8 ein
Ausführungsbeispiel
einer Führungsradanordnung
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9 ein
Waschfahrzeug mit Anhänger
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10 ein
Beispiel einer Schienenführung
in einem Parabolrinnenkraftwerk
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11 ein
Ausführungsbeispiel
einer Schienen-Einfädelvorrichtung
für das
Waschfahrzeug und
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12 ein
Schaubild für
eine Reinigung mit entmineralisiertem Wasser.
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In 1 ist
der ortsfeste rinnenförmige
Kollektorspiegel mit 10 bezeichnet. Die übrigen dargestellten
Komponenten befinden sich auf einem (nicht gezeigten) Waschfahrzeug,
das in Fahrtrichtung 11 an dem Kollektorspiegel 10 entlang
fährt.
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Das
Fahrzeug weist eine Düsenanordnung 12 aus
zahlreichen Düsen 13 auf,
die auf den Spiegel 10 gerichtet sind, um Wasser mit Hochdruck
auf die Spiegelfläche
zu sprühen.
Die Düsenanordnung 12 ist über eine
Pumpe 14 mit einem Tank 15 verbunden, der das
zu versprühende
Wasser enthält.
Der Tank 15 ist ein Trübwassertank.
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Unter
dem Spiegel 10 befindet sich eine rinnenförmige Auffangvorrichtung 16,
die das von der Unterkante 17 des Spiegels ablaufende und
abtropfende Wasser auffängt.
Die Auffangvorrichtung 16 hat Gefälle zu einem Sumpf 18,
von dem eine Rückführungsleitung 19,
welche eine Pumpe 20 enthält, in den Tank 15 zurückführt. In
der Rückführungsleitung 19 befindet
sich eine Aufbereitungsvorrichtung 21, beispielsweise in
Form eines Filters oder einer Absetzvorrichtung, mit einem Schlammauslass 22 zum Abführen des
Schlamms.
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Ferner
ist ein zweiter Tank 23 vorgesehen, der über eine
Pumpe 24 mit einer Düsenanordnung 25 verbunden
ist. Die Düsenanordnung 25 folgt
der ersten Düsenanordnung 12 in
Fahrtrichtung nach. Der Tank 23 ist ein Reinwassertank.
Die Auffangvorrichtung 16 hat eine solche Länge in Fahrzeuglängsrichtung,
dass sie sowohl das von der Düsenanordnung 12 versprühte Wasser
als auch das von der Düsenanordnung 25 versprühte Wasser
auffängt.
Das in dem Tank 23 enthaltene Reinwasser dient dem Nachspülen.
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Zu
der Reinigungsvorrichtung dienen rotierende Reinigungsbürsten 26,
die im Bereich der Düsenanordnung 12 vorgesehen
sind.
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Das
Waschfahrzeug fährt
an den in Waschposition gefahrenen Kollektorspiegeln 10 in
konstantem Abstand vorbei und wäscht
die Spiegel und das Glasfüllrohr
in verschiedenen Reinigungsstufen:
- 1. Vorwäsche mit
Hochdruckdüsen
unter Verwendung des Trübwassers
im Tank 15
- 2. Mechanische Hauptreinigungsbürsten bzw. Putzrollen während des
Besprühens
mit der Düsenanordnung 12
- 3. Hauptwäsche
mit der Düsenanordnung 12 unter
Verwendung des Trübwassers
- 4. Nachspülen
mit den Mitteldruckdüsen
der Düsenanordnung 25 unter
minimaler Verwendung von Reinwasser.
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Bei
allen oben genannten Reinigungsstufen läuft das Waschwasser an dem
Parabolspiegel herunter und tropft schließlich an der Unterkante 17 in die
von dem Waschfahrzeug mitgeführte
Auffangvorrichtung 16. Das sich in der Auffangvorrichtung 16 ansammelnde
Schmutzwasser wird mithilfe der Pumpe 20 durch die Aufbereitungsvorrichtung 21 in
den Tank 15 gepumpt. Die Aufbereitungsvorrichtung hat die
Aufgabe, die im Wasser lösbaren
Verunreinigungen mechanisch herauszufiltern, so dass das Waschwasser
die Aufbereitungsvorrichtung als Trübwasser mit nur leicht gelösten Verunreinigungen
verlässt. Das
Trübwasser
kann dann erneut dem Waschprozess in den ersten drei Reinigungsstufen
zugeführt werden.
Die letzte nachgeschaltete Nachspülstufe mit Reinwasser bewirkt
bei minimalem Reinwasserverbrauch, dass die Trübwasserreste der zuvor durchgeführten Vor-
und Hauptwaschstufen abgespült
werden.
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2 zeigt
eine Darstellung des Parabolrinnenkollektors 30, dessen
Spiegel 10 in die Waschposition gefahren wurde. In der
Waschposition ist der paraboloide rinnenförmige Spiegel 10 im
Wesentlichen senkrecht angeordnet. Längs der Brennlinie des Spiegels 10 verläuft das
Absorberrohr 31. Das aus Glas bestehende Hüllrohr ist
hier aus Gründen der Übersichtlichkeit
fortgelassen.
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Der
Spiegel 10 ist an einem Mast 32 befestigt. Der
Mastkopf 33 ist um eine horizontale Achse schwenkbar, um
den Spiegel auf die Sonne ausrichten zu können. Von dem Mastkopf 33 steht
auslegerartig ein Absorberrohrträger 34 ab,
an dessen Ende das Absorberrohr 31 befestigt ist. Die Absorberrohrträger 34 sind
in regelmäßigen Abständen angeordnet,
während
das Absorberrohr 31 über
die gesamte Länge
des Parabolrinnenkollektors durchgeht.
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3 zeigt
die dem Parabolrinnenkollektor 30 nach 2 zugehörigen Waschapparat 40.
Der Waschapparat ist auf einem Waschfahrzeug 41 montiert.
Er weist ein aufragendes Gestell 42 auf, an dem die Düsenanordnung 12 befestigt
ist. Die Düsenanordnung 12 hat
eine Orientierung, die derjenigen des Spiegels 10 in der
Reinigungsposition entspricht. Sie ist an einer konvexen Tragstruktur 43 derart
befestigt, dass die Düsen 13 auf
einem konvexen Bogen liegen, welcher dem konkaven Bogen des Spiegels 10 exakt
folgt. Die Tragstruktur 43 weist in der Mitte ihrer Höhe eine
Unterbrechung 44 auf für
den Durchtritt des Absorberrohrträgers 34 (2).
Hinter der Unterbrechung 44 befindet sich ein Düsenkranz 45 aus mehreren
Düsen,
die das Absorberrohr 31 bzw. dessen Füllrohr umgeben und Waschflüssigkeit
gegen das Füllrohr
sprühen
können.
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Das
Gestell 42 weist hinter der Düsenanordnung 12 eine
geschlossene Rückwand 46 auf,
die ein Spritzwasserleitblech bildet. Diese Rückwand besteht aus zwei Platten,
welche einen Winkel von etwas weniger als 180° bilden. Am unteren Ende der Rückwand 46 befindet
sich die Aufangvorrichtung 16. Von der Auffangvorrichtung 16 geht
die zum Tank 15 führende
Rückführungsleitung 19 ab,
welche die Pumpe 20 und die Wasseraufbereitungsvorrichtung 21 enthält. In 3 sind
auch die beiden Tanks 15 und 22 von 1 dargestellt.
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Das
Waschfahrzeug 41 läuft
entlang einer Schienenführung 50,
die auf dem Boden installiert ist, und in konstantem Abstand von
dem Parabolrinnenkollektor verläuft.
Die Schienenführung 50 weist
einen von einer Platte 51 aufragenden Steg 52 auf.
Ein Rad des Waschfahrzeugs 41 ist ein Führungsrad 53 aus zwei
Scheiben, die einen Abstand voneinander haben und den Steg 52 zwischen
sich einschließen. Während das
Führungsrad 53 das
Waschfahrzeug entlang der Schienenführung führt, ist das auf derselben
Achse gegenüberliegend
angeordnete Laufrad 54 ein ungeführtes Antriebsrad.
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4 zeigt
den Waschapparat im Betriebszustand, in welchem das Waschfahrzeug 41 entlang der
Schienenführung 50 fährt, wobei
die Düsenanordnung 12 parallel
und in konstantem Abstand zu dem Spiegel 10 verläuft. In 4 sind
die einzelnen gegen den Spiegel gerichteten Düsenstrahlen mit 56 bezeichnet.
Man erkennt auch den Düsenring 45,
der das Absorberrohr 31 bzw. das entsprechende Glasfüllrohr mit
geringem Abstand umgibt und Hochdruckstrahlen ausstößt. Bei
dieser Ausführungsform können der
Spiegel 10 und das Füllrohr
des Absorberrohres gleichzeitig gereinigt werden. Die Rückwand 46 gewährleistet,
dass der beim Hochdruckreinigen entstehende zurückkommende Wassernebel bzw.
das Spritzwasser nicht verloren geht, sondern an der Rückwand herunter
in die Auffangvorrichtung 16 läuft. Die Rückwand 46 erstreckt
sich über
die gesamte Länge
der Düsenanordnung 12 und
ggf. darüber
hinaus.
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Trotz
Wasserrückgewinnung
durch die Auffangvorrichtung 16 treten vor allem Schmutzwasserverluste
in den ersten drei Waschstufen auf. Im Normalbetrieb sollte nur
so viel Reinwasser in der Nachspülstufe
verwendet werden, wie Schmutzwasser dem System verloren geht. Dann
kann der Füllstand in
dem Tank 15 für
Trübwasser
konstant gehalten und gleichzeitig ein minimaler Reinwasserverbrauch
erzielt werden. Aus diesem Grunde braucht der Tank 15 nicht
sehr groß ausgeführt zu sein.
Ein größerer zweiter
Tank 23 für
Reinwasser gewährleistet
eine große
Reichweite des Waschfahrzeugs. Das Filtern des Schmutzwassers, der
stetige Schmutzwasserverlust beim Vor- und Hauptwaschgang und ein
stetiges Zuführen
von Reinwasser in das System verhindern, dass das wiederverwendete
Trübwasser
immer stärker
verunreinigt.
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5 zeigt
eine Düsenanordnung 25 für den Reinspülvorgang.
Dabei sind die einzelnen Düsen 57 in
der Höhe
gestaffelt, wobei die Höhe
der einzelnen Düsen
in Bezug auf den Spiegel 10 entgegen der Fahrtrichtung 11 abnimmt.
Bei dieser Staffelung wird berücksichtigt,
dass das an der Oberseite des Spiegels verwendete Wasser längere Zeit
benötigt,
um nach unten zu gelangen. Es wird vermieden, dass verunreinigtes
Spülwasser
der oberen Düsen
auf die zuvor von den unteren Düsen
gereinigten Flächen nachfließen kann.
Außerdem
kann der Wasserstrom durch die Düsen
von oben nach unten reduziert werden, da das Ablaufwasser der oberen
Düsen schon eine
Vorreinigung der von den unteren Düsen zu reinigenden Flächen bewirkt.
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In 6 ist
die Schienenführung 50 dargestellt.
Aus Platzgründen
und wegen günstiger
Verwendung der Füße des Parabolrinnenkollektors
als Referenzpunkte für
den Schienenverlauf sollte die Schienenführung 50 unter dem
Kollektor dicht neben dem Fundament verlaufen. Auf diese Weise können Baustahlbügel 59 in
verschiedenen Abständen
bis auf die durch die Kollektorfüße vorgegebene
Referenzhöhe
in den Boden geschlagen werden, auf dem dann ein umgedrehter T-Träger als
Schiene geschweißt
wird. Die gesamte Struktur wird anschließend gemäß 6 in Beton 60 eingegossen.
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7 zeigt
das Fahrgestell des Waschfahrzeugs 41 mit auf der linken
Seite vorgesehenen Führungsrädern 53 und
auf der rechten Seite vorgesehenen Laufrädern 54. Die Laufräder 54 sind
vorzugsweise als Gummiräder
ausgebildet. Da die schweren Wassertanks den Schwerpunkt des Waschfahrzeugs auf
die der Schienenführung 50 abgewandte
Seite verlagern, sollten die Räder
auf dieser Seite möglichst
breit ausgeführt
werden, um die Bodenbelastung zu minimieren. Außerdem sollte der Schwerpunkt
des Fahrzeugs möglichst
hinten liegen, da die Antriebsachse des Fahrzeugs die Hinterachse
ist. Das vordere Schienenrad ist doppelt ausgeführt, um eine sichere Steuerung
des durch das Hinterrad angetriebenen Fahrzeugs zu gewährleisten.
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Das
Problem der verschiedenen Raddrehzahlen aufgrund unterschiedlicher
Raddurchmesser kann durch ein geeignetes Differential mit Getriebe 55 überwunden
werden. Alternativ ist auch ein einrädriger Antrieb durch das rechte
oder linke Hinterrad möglich.
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8 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der das vordere Führungsrad 53 doppelt
ausgeführt
ist, wobei jedes dieser Führungsräder ein
den Steg 52 von zwei Seiten umschließendes Doppelrad ist.
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Um
starke Bodenbelastungen zu vermeiden oder größere Reichweiten ohne Nachfüllung zu
erzielen, kann das Fahrzeug einen oder mehrere Anhänger 61 aufweisen,
wie in 9 dargestellt.
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10 zeigt
den Verlauf einer Schienenführung 50,
die mäanderförmig zwischen
Reihen von Parabolrinnenkollektoren 30 verläuft. Die
Schienenführung 50 verläuft durch
eine Waschfahrzeuggarage 62 und in ihrem Verlauf sind Nachfüllpunkte 63 angeordnet,
die von einem Reinwasserreservoir 64 gespeichert werden.
Bei dieser Anlage ist der Waschprozess automatisiert. Das Waschfahrzeug
fährt automatisch
das gesamte Kollektorfeld ab. Vor dem Waschvorgang befindet sich
das mit Reinwasser aufgefüllte
Waschfahrzeug in der Waschfahrzeuggarage. Von dort führt es schienengeführt zu den
in Waschposition gefahrenen Kollektoren und beginnt mit der Spiegelreinigung.
Nach längeren
Distanzen erreicht das Waschfahrzeug einen der Nachfüllpunkte,
an denen die Reinwassertanks nachgefüllt werden. Außerdem kann
während
des Nachfüllvorganges
eine Filterreinigung im Gegenstrom vorgenommen werden. Das dabei
entstehende Schlammwasser wird entsorgt.
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Sollte
das Waschfahrzeug von einem Fahrer gelenkt werden, ist es nicht
nötig,
eine ununterbrochene Schienenführung
zu verwenden. Vielmehr reicht eine Schienenführung vor jeder Kollektorreihe. Die
Schienenführung
kann die in 11 dargestellte Einfädelvorrichtung 65 aufweisen.
Diese hat zwei in Fahrtrichtung konvergierende Wände 66, die in einen Parallelbereich 67 münden, in
welchem der Steg 52 der Schienenführung 50 endet. Auf
diese Weise werden die Führungsräder des
Waschfahrzeugs automatisch auf die Schienenführung 50 überführt. Der Vorteil
dieser bemannten Lösung
ist der Wegfall kontinuierlicher Schienenkurven und die Möglichkeit
einer direkten Überwachung
des Waschprozesses durch den Fahrer.
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Es
besteht auch die Möglichkeit,
eine elektronische Fernsteuerung des Fahrzeugs vorzunehmen. Hierfür können beispielsweise
im Boden verlegte Induktionsdrähte
oder ein satellitengesteuertes Navigationssystem verwendet werden.
Auch die Anzahl und Art der Reinigungsstufen kann verändert werden.
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Der
Begriff Reinwasser ist im Rahmen der vorliegenden Beschreibung nicht
speziell definiert. Unter diesem Begriff kann sauberes Brunnenwasser verstanden
werden oder auch entmineralisiertes Wasser. Sollte höchste Reinigungsqualität mit entmineralisiertem
Wasser verlangt werden, so kann gemäß 12 zusätzlich zu
der ersten Nachspülstufe 70 eine
zweite Nachspülstufe 71 vorgesehen
werden. Die erste Nachspülstufe 70 arbeitet
mit sauberem Brunnenwasser und die zweite Nachspülstufe 71 mit entmineralisiertem
Wasser. Im Übrigen
entspricht die Vorrichtung derjenigen von 1.