DE102004034903A1 - Abdeckungseinrichtung für ein Scharnier eines Flugzeugs - Google Patents
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Abstract
Scharniere, insbesondere bei Toren von Flugzeugen, weisen eine schlechte Aerodynamik auf. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird eine Abdeckungsvorrichtung für ein Scharnier eines Flugzeugs angegeben mit einer flexiblen Abdeckung, die beispielsweise bei einem geschlossenen Scharnier über die Außenkontur des Scharniers gespannt ist. Vorteilhaft ermöglicht dies, Lücken zwischen ersten und zweiten Scharnierteilen zu überdecken, wodurch eine verbesserte Aerodynamik erzielt werden kann.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abdeckung für ein Scharnier, wie z. B. eines Scharniers eines Flugzeugtores. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Abdeckungseinrichtung für ein Scharnier für ein Flugzeug sowie ein Scharnier für ein Tor eines Flugzeugs.
- Im Flugzeugbau werden zum Schutz eines Scharniers gegen auf Rumpf und Tor auftreffendes Regenwasser im Außenbereich des Flugzeugs beidseitig parallel zum Scharnier des Tores Aluminiumprofile aufgenietet. Diese Aluminiumprofile leiten Regenwasser an dem Scharnier vorbei. Insbesondere finden solche Einrichtungen für Frachttore von Frachtflugzeugen Anwendung.
- In nachteiliger Art und Weise erzeugen die außen aufgenieteten Aluminiumprofile einen Luftwiderstand, der beim Einsatz in einem Flugzeug zusätzlichen Treibstoffverbrauch und damit ein erhöhtes Fluggewicht zur Folge haben kann.
- Ferner ist im Flugzeugbau eine unter dem Scharnier innerhalb des Flugzeugs angebrachte Folie bekannt, die sowohl am Tor als auch am Rumpf befestigt ist und eindringendes Regenwasser seitlich am Tor vorbeileitet.
- In nachteiliger Art und Weise verbleibt bei dieser Lösung zwischen dem Tor und der Haut des Flugzeugrumpfes ein Spalt, der Verwirbelungen erzeugen kann, die sich ebenfalls nachteilig auf den Treibstoffverbrauch des Flugzeugs und auf das Fluggewicht des Flugzeugs auswirken können.
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein aerodynamisch verbessertes Scharnierelement anzugeben.
- Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 1 angegeben, wird eine Abdeckungsvorrichtung für ein Scharnier für ein Flugzeug angegeben, wobei das Scharnier eine Außenkontur, ein erstes Scharnierteil und ein zweites Scharnierteil aufweist. Das erste Scharnierteil ist relativ zu dem zweiten Scharnierteil zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung versetzbar. Die Abdeckungsvorrichtung umfasst eine flexible Abdeckung, die einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich aufweist. Der erste Bereich ist an dem ersten Scharnierteil anbringbar und der zweite Bereich ist an dem zweiten Scharnierteil anbringbar. In einem ungedehnten Zustand weist die flexible Abdeckung ein erstes Ausmaß zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich auf. Wenn der erste Bereich an dem ersten Scharnierteil angebracht ist und der zweite Bereich an dem zweiten Scharnierteil angebracht ist und das Scharnier in der ersten Stellung ist, beispielsweise in der geschlossenen Stellung, in der bei Anwendung in einem Flugzeug das Tor des Flugzeugs geschlossen ist, ist ein zweites Ausmaß zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich größer als das erste Ausmaß, wodurch die flexible Abdeckung beispielsweise beim Schließen des Scharniers über einen Bereich der Außenkontur des Scharniers gespannt wird.
- In vorteilhafter Art und Weise, dadurch dass sich beim Schließen des Scharniers die flexible Abdeckung über die Außenkontur des Scharniers oder beispielsweise des Scharnierachsengehäuses spannt, wird bewirkt, dass die Abdeckung fest am Scharnier oder am Scharniergehäuse anliegt. Vorteilhaft unterliegt auf diese Art und Weise die flexible Abdeckung nur einer sehr geringen Verformung durch äußere Krafteinflüsse, da die flexible Abdeckung fest an der Außenkontur des Scharniers anliegt.
- In vorteilhafter Art und Weise werden Lücken, die zwischen dem ersten und dem zweiten Scharnierteil durch die Verbindung der beiden Scharnierteile über eine Scharnierachse vorhanden sind, auf diese Weise durch die flexible Abdeckung nach außen verschlossen und somit gegen äußere Einflüsse geschützt.
- Wie zuvor beschrieben, weisen die vorbekannten Scharniere einen aerodynamischen Widerstand auf, der aus Luftverwirbelungen resultiert, die an den äußeren Lücken in der Scharnierverzahnung oder an Spalten zwischen dem Tor und der Haut des Flugzeugrumpfes entstehen. Durch Anwendung der flexiblen Abdeckung gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Lücken verschlossen bzw. abgedeckt, wodurch die Aerodynamik verbessert wird und daraus resultierend ein Treibstoffverbrauch und ein Gewicht gesenkt wird. Überdies kann vorteilhaft sowohl bei geöffnetem als auch bei geschlossenem Flugzeugtor (bei Verwendung der Abdeckungsvorrichtung bei einem Flugzeugtor) Regenwasser nicht eindringen. Dadurch wird in vorteilhafter Art und Weise das Vorsehen von Aluminiumprofilen als Regenschutz obsolet, wodurch Gewicht und Kosten gespart werden können.
- Überdies ermöglicht die Abdeckungsvorrichtung vorteilhaft einen Schutz des Scharniers vor äußeren Einflüssen, wodurch unter Umständen ein verringerter Wartungsaufwand erzielt werden kann. Überdies ermöglicht die Abdeckungsvorrichtung gemäß dieses Ausführungsbeispiels eine sehr einfache Ausgestaltung und einen einfachen Aufbau, da keine zusätzliche Schließmechanik erforderlich ist. Die Funktion der Abdeckung wird allein über den Schließwinkel des Scharniers erreicht.
- Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 2 angegeben, ist die flexible Abdeckung eine Folienbahn. Dies ermöglicht eine einfache und kostengünstige Realisierung der Abdeckungsvorrichtung.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, ist die flexible Abdeckung ein Elastomermaterial. In vorteilhafter Art und Weise kann dies eine kostengünstige, einfache und haltbare Realisierung ermöglichen.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, weist die flexible Abdeckung beispielsweise in Randbereichen eine Kontur auf, zum Eingriff mit einer entsprechenden Kontur an dem entsprechenden Scharnierteil. Auf diese Art und Weise kann eine einfache Befestigung der Abdeckungsvorrichtung an den Scharnierteilen gewährleistet werden.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Abdeckungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 5 angegeben, weist die flexible Abdeckung eine Aufdickung auf, die in eine entsprechende Einschnürung eines Scharnierteils einführbar ist, so dass die flexible Abdeckung in dem Scharnierteil gehaltert ist.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 6 angegeben, ist die flexible Abdeckung zumindest mit einem Spanngurt versehen, der zur Befestigung der flexiblen Abdeckung an einem Scharnierteil ausgebildet ist. In vorteilhafter Art und Weise kann dies eine sichere Befestigung der flexiblen Abdeckung ermöglichen. Insbesondere kann dies eine Befestigung der flexiblen Abdeckung an einer Seite der Scharnierachse ermöglichen, die gegenüber einer anderen Seite der Scharnierachse ist, auf der die flexible Abdeckung angeordnet ist.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 7 angegeben, wird ein Scharnier für ein Tor eines Flugzeugs angegeben, wobei das Scharnier eine flexible Abdeckung aufweist, die in einer Stellung des Scharniers, beispielsweise wenn das Scharnier geschlossen ist, über die Außenkontur des Scharniers gespannt ist.
- In vorteilhafter Art und Weise kann damit ein Scharnier für ein Tor eines Flugzeugs angegeben werden, welches eine verbesserte Aerodynamik und ein geringeres Gewicht des Flugzeugs ermöglicht.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele eines Scharniers der vorliegenden Erfindung sind in den Ansprüchen 8 bis 12 angegeben.
- Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 13 angegeben, ist das Scharnier ein Teil eines Flugzeugtores, beispielsweise eines Frachttores eines Frachtflugzeugs. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das erfindungsgemäße Scharnier auch beispielsweise an Klappen oder Luken des Flugzeugs vorgesehen werden kann. Auch ist eine Anwendung des erfindungsgemäßen Scharniers beispielsweise in der Fahrzeugindustrie denkbar.
- Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden mit Verweis auf die begleitenden Figuren beschrieben.
-
1 zeigt eine Schnittansicht durch ein Ausgangsbeispiel eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung im geöffneten Zustand. -
2 zeigt eine Schnittansicht durch das Scharnier von1 im geschlossenen Zustand. -
3 zeigt eine dreidimensionale Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung. -
4 zeigt eine dreidimensionale Ansicht eines Scharnierteils gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung. -
5 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung im geschlossenen Zustand. -
6 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Scharniers von5 . -
7 zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Scharnierteils des Scharniers von5 . -
8 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung im geschlossenen Zustand. -
9 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Scharniers von8 . -
10 zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Seitenteils des Scharniers von8 . -
11 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung im geschlossenen Zustand. -
12 zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Scharnierteils des Scharniers von11 . - In der folgenden Beschreibung der
1 bis12 werden gleiche oder sich entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. -
1 zeigt eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung im geöffneten Zustand mit einer Abdeckungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. - Bezugsziffer
1 in1 bezeichnet ein erstes Scharnierteil, das mittels einer Scharnierachse3 mit einem zweiten Scharnierteil2 derart verbunden ist, dass beide oder auch nur eines der ersten und zweiten Scharnierteile1 ,2 eine Drehbewegung um die Scharnierachse3 ausführen können. Auf jeden Fall kann zumindest eines der ersten und zweiten Scharnierteile1 ,2 derart um die Scharnierachse3 gedreht werden, dass das Scharnier zwischen dem geöffneten Zustand, der in1 dargestellt ist, und dem geschlossenen Zustand, der in2 dargestellt ist, versetzt werden kann. - Die Bezugsziffer
4 bezeichnet die flexible Abdeckung. Die flexible Abdeckung4 , die beispielsweise eine Kunststofffolie sein kann oder aus einem Elastomermaterial ausgestaltet sein kann, weist in einem Bereich eine Aufdickung20 auf. In einem weiteren Bereich weist die flexible Abdeckung4 ebenfalls eine Aufdickung20 auf. Die Aufdickungen20 sind in entsprechenden Aufnahmen22 in dem ersten Scharnierteil1 und dem zweiten Scharnierteil2 angeordnet. - Wie
1 zu entnehmen ist, weist das Scharnier in dem geöffneten Zustand eine Lücke6 auf, die, wenn die flexible Abdeckung4 nicht da wäre, beispielsweise Regenwasser eindringen könnte. Die Bezugsziffern12 und14 in1 bezeichnen ein erstes und ein zweites Profil des Scharniers. Die Bezugsziffer8 bezeichnet eine erste Auskragung des ersten Scharnierteils1 und die Bezugsziffer10 bezeichnet eine zweite Auskragung des zweiten Scharnierteils2 . Wie der1 zu entnehmen ist, weisen die Scharnierteile1 ,2 eine im Wesentlichen L-förmige Form auf, wobei ein Eckpunkt des L's als ein Bereich zur Aufnahme der Scharnierachse3 vorgesehen ist. - Wie
1 ebenfalls zu entnehmen ist, weist die flexible Abdeckung4 in einem ungedehnten Zustand ein Ausmaß auf, das größer ist als der Abstand der beiden Aufnahmen22 , wenn das Scharnier in dem geöffneten Zustand ist. Dadurch wölbt sich, wie1 zu entnehmen, die Abdeckung nach außen. Da jedoch die Lücke6 nach wie vor durch die flexible Abdeckung4 abgedeckt ist, kann verhindert werden, dass beispielsweise Regenwasser in die Lücke6 eindringt. Vorzugsweise ist die flexible Abdeckung4 auf der nach außen weisenden Seite des Scharniers vorgesehen. Beispielsweise, wenn das Scharnier bei einem Flugzeugtor angeordnet ist, ist die flexible Abdeckung4 auf der Außenseite des Flugzeugrumpfes angeordnet. -
2 zeigt eine Schnittansicht des Scharniers von1 im geschlossenen Zustand. Wie2 zu entnehmen ist, spannt sich die flexible Abdeckung4 in dem geschlossenen Zustand über die Außenkontur eines Bereichs des Scharniers. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Außenkontur sich nicht auf die gesamte Außenkontur des Scharniers bezieht, sondern einen Ausschnitt oder einen Bereich der Außenkontur des Scharniers betrifft. Insbesondere ist2 zu entnehmen, dass der Bereich des Scharniers, in dem die Scharnierachse3 vorgesehen ist, von der flexiblen Abdeckung4 überdeckt wird. Insbesondere wird die Lücke6 zwischen dem ersten Scharnierteil und dem zweiten Scharnierteil überdeckt. - In vorteilhafter Art und Weise ist ein Ausmaß des Weges zwischen den Aufnahmen
22 über die Außenkontur des Scharniers in dem geschlossenen Zustand größer als die entsprechende Erstreckung der flexiblen Abdeckung4 in einem ungedehnten Zustand. Dadurch wird erzielt, dass die flexible Abdeckung4 über die Kontur des Scharniergehäuses gespannt wird und dadurch fest auf dem Scharniergehäuse aufliegt. In vorteilhafter Art und Weise kann dadurch erzielt werden, dass die flexible Abdeckung4 nur geringer Verformung durch äußere Krafteinflüsse unterliegt. In vorteilhafter Art und Weise wird durch die flexible Abdeckung4 das Scharnier und insbesondere die beweglichen Teile des Scharniers gegen äußere Einflüsse geschützt, was einen Wartungsaufwand des Scharniers verringern kann. Überdies kann, wie2 zu entnehmen ist, eine geschlossene Scharnieraußenfläche erzielt werden, wodurch eine Aerodynamik des Scharniers verbessert werden kann. - Einem Vergleich der
1 und2 ist auf eine einfache Art und Weise die Funktionsweise der Abdeckungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, nämlich insbesondere der flexiblen Abdeckung4 , zu entnehmen. Ist das Scharnier in dem geöffneten Zustand (1 ), ermöglicht die Flexibilität der flexiblen Abdeckung4 , dass sich die flexible Abdeckung wölbt. Wird das Scharnier geschlossen, wird die flexible Abdeckung4 über einem Bereich der Außenkontur des Scharniers gespannt, wodurch eine Lücke6 verschlossen werden kann und wodurch eine Aerodynamik des Scharniers dadurch verbessert werden kann, dass Luftwirbel, die an den Lücken6 entstehen würden, nicht entstehen können. -
3 zeigt eine dreidimensionale Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Scharniers im geschlossenen Zustand. Wie3 zu entnehmen ist, sind die Hauptachsen der Profile12 und14 im Wesentlichen parallel. Zwischen den Profilen12 und14 ist die flexible Abdeckung4 , die lediglich einen kleinen Wulst bildet. Jedoch ist zwischen dem Profil12 und dem Profil14 ein glatter Übergang, der einer Luftströmung nur wenig Widerstand entgegensetzt und nur wenig Verwirbelungen erzeugt. -
4 zeigt eine Draufsicht auf ein Scharnierteil gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Insbesondere ist4 zu entnehmen, dass bei dem Scharnier dieses Ausführungsbeispiels, wie bei einem Klavierband, jedes Scharnierband abwechselnd einen Zahn entlang der Scharnierachse aufweist. Wird die in4 dargestellte erste Scharnierhälfte mit der entsprechenden zweiten Scharnierhälfte zusammengesetzt, so sind die Zähne ineinander verzahnt. - Die im Folgenden mit Verweis auf die
5 bis12 beschriebenen vorteilhaften Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung weisen jeweils eine Struktur ähnlich der Draufsicht von4 auf. In den7 ,10 und12 sind jeweils Schnittansichten der entsprechenden Scharnierteile gezeigt, die entsprechenden Schnitten entlang der Schnittlinie AA' entsprechen, wie sie in4 angedeutet ist. -
5 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Bezugsziffer24 in5 bezeichnet eine Flugzeugstruktur. Die Bezugsziffer26 in5 bezeichnet eine Struktur eines Tores, beispielsweise eines Flugzeugtores, und die Bezugsziffer28 bezeichnet beispielsweise die Haut eines Flugzeugs. Somit ist, wie5 zu entnehmen ist, das Scharnier zwischen dem Flugzeugtor und der Haut des Flugzeugs angeordnet und kann mit der Flugzeugstruktur24 , beispielsweise einer verstärkten Struktur in dem Flugzeugrumpf, verbunden sein. -
6 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Scharniers von5 . Wie6 zu entnehmen ist, erstreckt sich die flexible Abdeckung4 im Wesentlichen parallel zu der Scharnierachse3 . Die Scharnierteile1 und2 weisen jeweils Aufdickungen auf, in denen die Aufnahmen22 für die Aufdickungen20 der flexiblen Abdeckung angeordnet sind. Die Aufnahmen22 weisen einen im Wesentlichen runden Querschnitt auf, mit einer Aussparung, die kleiner als der Durchmesser der Aufnahme22 ist. Auf diese Art und Weise kann die Aufdickung20 in die Aufnahme22 eingefädelt sein. Dies ermöglicht eine einfache und sichere Halterung der flexiblen Abdeckung4 auf dem ersten und zweiten Scharnierteil. -
7 zeigt eine Schnittansicht durch das zweite Scharnierteil2 des in5 gezeigten Ausführungsbeispiels. Wie7 zu entnehmen ist, weist das zweite Scharnierteil2 eine im Wesentlichen L-förmige Form auf, wobei an dem Eckpunkt des L's eine Aufnahme für die Scharnierachse3 vorgesehen ist. Der kurze Schenkel des L's wird durch eine Auskragung10 ausgebildet, der lange Schenkel des L's durch das Profil14 , das, wie7 zu entnehmen ist, schrittweise eine verringerte Dicke aufweisen kann. -
8 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiels des Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung. Wie8 zu entnehmen ist, ist die flexible Abdeckung4 mittels zumindest zwei Spanngurten in den Zahnlücken der jeweiligen Scharnierteile1 und2 angebracht. Die Spanngurte38 können beispielsweise in die flexible Abdeckung4 eingegossen sein. Auf jeden Fall sind die Spanngurte38 an den Seitenbereichen der flexiblen Abdeckung4 befestigt. Beispielsweise können die Enden der Spanngurte38 als Aufdickungen ausgestaltet sein, die in den entsprechenden Aufnahmen in der flexiblen Abdeckung4 angeordnet sind. Die anderen Enden der Spanngurte erstrecken sich jeweils durch die entsprechende Lücke6 zu der entsprechenden ersten oder zweiten Auskragung8 oder10 . - Die Auskragungen
8 und10 können jeweils mit entsprechenden Gewinden36 versehen sein. Auf diese Art und Weise kann der entsprechende Spanngurt38 mittels einer Schraube mit der entsprechenden Auskragung8 ,10 verschraubt werden. - In vorteilhafter Art und Weise sind an den ersten und zweiten Scharnierteilen Schultern
44 ausgeformt, wodurch entsprechend geformte Seitenbereiche der flexiblen Abdeckung jeweils in Position gehalten werden. In vorteilhafter Art und Weise ermöglicht diese Befestigung der flexiblen Abdeckung eine Halterung von hinten. Dies bedeutet, dass die flexible Abdeckung4 , die auf einer Seite der Scharnierachse3 angeordnet ist, mittels der Spanngurte38 an den Auskragungen8 und10 auf einer gegenüberliegenden Seite der Scharnierachse3 befestigt ist. Vorteilhaft kann dadurch beispielsweise eine Montage von Innen ermöglicht werden. -
9 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Scharniers von8 , wobei der Spanngurt38 mittels einer Schraube in dem Gewinde36 in der Bohrung34 verschraubt ist. -
10 zeigt eine Schnittansicht des zweiten Scharnierteils2 des Scharniers von8 . -
11 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des Scharniers gemäß der vorliegenden Erfindung. In dem in11 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen das erste Scharnierteil1 und das zweite Scharnierteil2 Bohrungen mit Gewinden auf. Diese Bohrungen sind mit der Bezugsziffer42 bezeichnet. Die Abdeckung4 ist mittels Schrauben44 mit den entsprechenden Scharnierteilen auf beiden Seiten des Scharniers verschraubt. -
12 zeigt eine Schnittansicht des ersten Seitenteils von11 . - Das in
11 und12 gezeigte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ermöglicht eine einfache, auch nachträgliche Montage der flexiblen Abdeckung. Allerdings entstehen an den Löchern für die Schrauben kleine Verwirbelungen, die insbesondere im Vergleich mit den in1 bis10 gezeigten Ausführungsbeispielen eine leicht verschlechterte Aerodynamik bewirken. - Ergänzend ist auch darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner ist darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkungen anzusehen.
Claims (13)
- Abdeckungsvorrichtung für ein Scharnier für ein Flugzeug, wobei das Scharnier eine Außenkontur, ein erstes Scharnierteil (
1 ) und ein zweites Scharnierteil (2 ) aufweist, wobei das erste Scharnierteil (1 ) relativ zu dem zweiten Scharnierteil (2 ) zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung versetzbar ist, wobei die Abdeckungsvorrichtung umfasst: eine flexible Abdeckung (4 ); wobei die flexible Abdeckung (4 ) einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich aufweist; wobei der erste Bereich an dem ersten Scharnierteil (1 ) anbringbar ist; wobei der zweite Bereich an dem zweiten Scharnierteil (2 ) anbringbar ist; wobei die flexible Abdeckung (4 ) in einem ungedehnten Zustand ein erstes Ausmaß zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich aufweist; wobei, wenn der erste Bereich an dem ersten Scharnierteil (1 ) angebracht ist und der zweite Bereich an dem zweiten Scharnierteil (2 ) angebracht ist, in der ersten Stellung des Scharniers ein zweites Ausmaß zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich größer ist als das erste Ausmaß, wodurch die flexible Abdeckung (4 ) über einen dichten Bereich der Außenkontur des Scharniers spannbar ist. - Abdeckungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die flexible Abdeckung (
4 ) eine Folienbahn ist. - Abdeckungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei die flexible Abdeckung (
4 ) aus einem Elastomere-Material ist. - Abdeckungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Bereich oder der zweite Bereich der flexiblen Abdeckung (
4 ) eine erste Kontur (20 ) aufweist, zum Eingriff mit einer entsprechenden zweiten Kontur (22 ) an dem ersten Scharnierteil (1 ) oder dem zweiten Scharnierteil (2 ); wobei die erste Kontur (20 ) ausgestaltet ist, zusammenwirkend mit der zweiten Kontur (22 ) zumindest einen Teil einer Zugkraft zu haltern, die durch Dehnung der flexiblen Abdeckung (4 ) entsteht wenn das Scharnier in der ersten Stellung ist. - Abdeckungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der erste Bereich oder der zweite Bereich eine Aufdickung (
20 ) aufweist; wobei die Aufdickung (20 ) derart ausgebildet ist, mittels einer entsprechend an dem ersten Scharnierteil oder dem zweiten Scharnierteil ausgeformten Einschnürung (22 ) in Eingriff zu gehen, um die flexible Abdeckung (4 ) an dem ersten oder zweiten Scharnierteil (1 ,2 ) zu haltern. - Abdeckungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das erste oder zweite Scharnierteil (
1 ,2 ) eine Auskragung (8 ,10 ) in einer von der flexiblen Abdeckung wegweisenden Richtung aufweist, wobei die Abdeckungsvorrichtung umfasst zumindest einen Spanngurt (38 ); wobei der Spanngurt (38 ) zur Befestigung der flexiblen Abdeckung (4 ) an der Auskragung (8 ,10 ) an dem ersten oder zweiten Scharnierteil (1 ,2 ) ausgebildet ist. - Scharnier für ein Tor eines Flugzeugs, wobei das Scharnier eine Außenkontur aufweist, wobei das Scharnier umfasst: ein erstes Scharnierteil (
1 ); ein zweites Scharnierteil (2 ); wobei das erste Scharnierteil (1 ) relativ zu dem zweiten Scharnierteil (2 ) zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung versetzbar ist; eine flexible Abdeckung (4 ); wobei die flexible Abdeckung (4 ) einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich aufweist; wobei der erste Bereich an dem ersten Scharnierteil (1 ) befestigt ist; wobei der zweite Bereich an dem zweiten Scharnierteil (2 ) befestigt ist; wobei die flexible Abdeckung (4 ) in einem ungedehnten Zustand ein erstes Ausmaß zwischen dem ersten und dem zweiten Bereich aufweist; wobei, in der ersten Stellung des Scharniers ein zweites Ausmaß zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich größer ist als das erste Ausmaß, wodurch die flexible Abdeckung über einen dritten Bereich der Außenkontur des Scharniers spannbar ist. - Scharnier nach Anspruch 7, wobei der erste Bereich oder der zweite Bereich der flexiblen Abdeckung (
4 ) eine erste Kontur (20 ) aufweist, zum Eingriff mit einer entsprechenden zweiten Kontur (22 ) an dem ersten Scharnierteil (1 ) oder dem zweiten Scharnierteil (2 ); wobei die erste Kontur (20 ) ausgestaltet ist, zusammenwirkend mit der zweiten Kontur (22 ) zumindest einen Teil einer Zugkraft zu haltern, die durch Dehnung der flexiblen Abdeckung (4 ) entsteht, wenn das Scharnier in der ersten Stellung ist. - Scharnier nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei der erste Bereich oder der zweite Bereich eine Aufdickung (
20 ) aufweist; wobei die Aufdickung (22 ) derart ausgebildet ist, mittels einer entsprechend an dem ersten Scharnierteil (1 ) oder dem zweiten Scharnierteil (2 ) ausgeformten Einschnürung (22 ) in Eingriff zu gehen, um die flexible Abdeckung (4 ) an dem ersten oder zweiten Scharnierteil (1 ,2 ) zu haltern. - Scharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei das erste oder zweite Scharnierteil (
1 ,2 ) eine Auskragung (8 ,10 ) in einer von der flexiblen Abdeckung (4 ) wegweisenden Richtung aufweist; wobei zumindest einen Spanngurt (38 ) vorgesehen ist; wobei der Spanngurt (38 ) zur Befestigung der flexiblen Abdeckung (4 ) an der Auskragung (8 ,10 ) an dem ersten oder zweiten Scharnierteil (1 ,2 ) ausgebildet ist. - Scharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei die flexible Abdeckung (
4 ) eine Folienbahn ist. - Scharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei die flexible Abdeckung (
4 ) aus einem Elastomere-Material ist. - Scharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 12, wobei das Scharnier ein Teil eines Flugzeugtores ist.
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