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DE102004034100A1 - Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern - Google Patents

Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern Download PDF

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DE102004034100A1
DE102004034100A1 DE200410034100 DE102004034100A DE102004034100A1 DE 102004034100 A1 DE102004034100 A1 DE 102004034100A1 DE 200410034100 DE200410034100 DE 200410034100 DE 102004034100 A DE102004034100 A DE 102004034100A DE 102004034100 A1 DE102004034100 A1 DE 102004034100A1
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actuator
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DE200410034100
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Kai Dr.-Ing. Staiger
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ZF Friedrichshafen AG
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ZF Friedrichshafen AG
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern, insbesondere von Stellgliedern zum Verändern der Fahrwerksgeometrie von Kraftfahrzeugen, mit einem wenigstens ein verschiebbares Ausgangsglied (6) aufweisenden Stellantrieb (2) und einer diesem Ausgangsglied nachgeordneten Getriebeanordnung zum Verändern der Wirkrichtung und/oder einer zwischen Ausgangsglied (6) und Stellgliedern (16, 18) wirksamen Übersetzung. Erfindungsgemäß ist jedes Ausgangsglied (6) mit einem verstellbaren, beispielsweise verschiebbaren oder verschwenkbaren, Steuerelement (8) antriebsgekoppelt, an welchem eine gegenüber der Richtung und/oder Größe des Verschiebeweges (4) des Ausgangsgliedes (6) unterschiedliche Richtung bzw. Größe der Verschiebewege (20, 22) für die mit dem Steuerelement (8) gekoppelten Stellglieder (16, 18) abgreifbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Einrichtungen zum Verstellen von Stellgliedern zur Veränderung der Fahrwerksgeometrie von Kraftfahrzeugen sind in vielfachen Ausgestaltungen bekannt. Sie werden beispielsweise dazu verwendet, die Vorspannung der Federung oder der Stabilisatoren von Fahrzeugen zu beeinflussen.
  • Aus der WO 99/67100 ist bereits eine Einrichtung zum Verändern der Vorspannung der beiden Stabilisatorhälften einer Fahrzeugvorderachse bzw. einer Fahrzeughinterachse bekannt, bei der die Ausgangsglieder des Stellantriebes eine Drehbewegung ausführen, die direkt als Torsionsmoment in die Stabilisatorhälften eingeleitet wird. Der eigentliche Stellantrieb ist ein Elektromotor, dessen Drehbewegung über ein aufwendiges Reduziergetriebe untersetzt, d.h. für den angestrebten Zweck reduziert werden muss.
  • Durch die DE 902 226 ist eine Einrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zum Vorspannen zweier Zusatzfedern zu einer Kraftfahrzeug-Hauptfederung bekannt, bei der ein als Stellantrieb dienender Elektromotor zwei verschiebbare Ausgangsglieder aufweist. Auch bei dieser Einrichtung werden die Drehungen des Elektromotors über ein Zahnradgetriebe und eine diesem nachgeordnete Spindel-/Spindelmutter-Anordnung in konstruktiv und fertigungstechnisch aufwendiger Weise in die Verschiebebewegungen der Stellglieder umgewandelt. Neben dem erheblichen Konstruktions- und Fertigungsaufwand wird ein weiterer Nachteil der bekannten Einrichtungen darin gesehen, dass diese auch energieaufwendig sind und einen relativ großen Einbauraum beanspruchen.
  • Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu schaffen, welche konstruktiv einfach und deshalb kostengünstig herzustellen ist, und welche einen verhältnismäßig geringen Einbauraum beansprucht.
  • Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnehmbar sind.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich eine Einrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art dadurch vereinfachen lässt, dass zumindest ein Teil der erforderlichen Bewegungsumlenkung und Übersetzungsänderung einem einzigen, mit dem Ausgangsglied gekoppeltem Steuerelement zugeordnet werden kann, wie anhand mehrer Ausführungsbeispiele dargeslegt wird.
  • Demnach ist die erfindungsgemäße Einrichtung zum Verstellen der Stellglieder dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ausgangsglied mit einem verschiebbaren oder verschwenkbaren Steuerelement antriebsgekoppelt ist, an welchem eine gegenüber der Verschiebebewegung des Ausgangsgliedes umgelenkte Verschiebebewegung und/oder ein gegenüber dem Verschiebeweg des Ausgangsgliedes unterschiedlicher Verschiebeweg abgreifbar ist, welche auf das Stellglied übertragen werden.
  • Das Steuerelement ist ganz allgemein ein einziges, einerseits mit dem Ausgangsglied und andererseits mit dem Stellglied direkt gekoppeltes Zwischenglied, welches die gewünschte Umlenkung und Übersetzungsänderung bewirkt, wie weiter unten anhand von Ausführungsbeispielen erläutert wird.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Steuerelement als Steuernocken mit Nockenflächen ausgebildet, an denen wenigstens ein Stellglied anliegt. Durch die Bewegung des Steuernockens wird das oder werden die Stellglieder direkt verstellt.
  • Bei einer besonders einfachen Ausführungsform ist das Steuerelement mit dem Ausgangsglied fest verbunden, wird also mit diesem linear bewegt, und hat wenigstens eine schräg zur Verschieberichtung des Ausgangsgliedes ausgerichtete gerade Steuerfläche. Dadurch lässt sich in einfacher Weise die Verschiebebewegung des Ausgangsgliedes in eine dazu quer gerichtete Verschiebebewegung eines Stellgliedes umwandeln. Über den Winkel zwischen Steuerfläche und Verschieberichtung lässt sich die wirksame Übersetzung zumindest in einem gewissen Rahmen verändern.
  • Für den Fall, dass die Aufgabe besteht, zwei Stellglieder gleichzeitig, jedoch gegensinnig zu verschieben, ist vorgesehen, dass das Steuerelement im wesentlichen keilförmig mit zwei in einem Winkel zueinander stehenden geraden Nockenflächen ausgebildet ist, an denen jeweils ein Stellglied anliegt. Durch die Wahl unterschiedlicher Winkel der Steuerflächen gegenüber der Verschieberichtung können unterschiedliche Verschiebewege der Stellglieder erreicht werden.
  • Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Steuerelement ein schwenkbar angeordneter Steuernocken mit einer kurvenförmigen Nockenfläche, wobei der Steuernocken mit dem Ausgangsglied schwenkantriebsverbunden ist. Durch die Gestaltung der kurvenförmigen Nockenfläche kann der Verschiebeweg des Stellgliedes eine weitgehend beliebige Funktion des Verschiebeweges des Ausgangsgliedes sein.
  • Bei einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung ist das Steuerelement ein schwenkbar angeordneter, mit dem Ausgangsglied schwenkantriebsverbundener Schwenkhebel, an welchem ein Stellglied anliegt, wobei der Verbindungspunkt zwischen Ausgangsglied und Schwenkhebel und der Anlagepunkt des Stellgliedes am Schwenkhebel unterschiedliche Abstände vom Schwenklagerpunkt des Schwenkhebels haben. Auf diese Weise lässt sich mit einfachen Mitteln eine zwischen Ausgangsglied und Stellglied wirksame Übersetzung variieren.
  • In einer besonders einfachen Ausgestaltung kann das Ausgangsglied des Stellantriebes direkt mit einem Stellglied antriebsverbunden sein, wobei dann Verschieberichtung und Verschiebeweg des Ausgangsgliedes vorzugsweise gleich der Verschieberichtung und dem Verschiebeweg des Stellgliedes sind.
  • Weiter vorne wurde eine Ausgestaltung beschrieben, bei der ein einziges Ausgangsglied zwei Stellglieder betätigt. Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stellantrieb zwei gegenläufige Ausgangsglieder hat, von denen jedes mit einem Stellglied antriebsverbunden ist. Diese Antriebsverbindung kann wiederum über ein Steuerelement erfolgen, welches in der bereits beschriebenen Weise eine Änderung der Verschieberichtung und der wirksamen Übersetzung ermöglicht.
  • Der Stellantrieb kann ein Elektromotor mit einem nachgeordneten, eine Drehbewegung in eine Axialbewegung des Ausgangsgliedes umwandelnden einfachen Getriebe sein. Eine besonders kompakte und damit Einbauraum sparende Ausgestaltung ergibt sich, wenn der Elektromotor einen innen liegenden Läufer mit einer zur Läuferachse koaxialen zentralen Bohrung mit einem inneren Schraubgewinde in der Art einer drehbaren Spindelmutter hat, mittels dessen eine mit dem Schraubgewinde zusammenwirkende koaxiale, ein Ausgangsglied bildende drehfeste Spindel axial verstellt wird. Der Läufer bildet auf diese Weise ein Getriebeelement, welches direkt mit dem Ausgangsglied zusammenwirkt.
  • Die Stellglieder der vorliegend beschriebenen Einrichtungen sind vorzugsweise jeweils linear verschiebbare Stellglieder, die direkt oder unter Zwischenschaltung von weiteren Getriebegliedern auf die Fahrwerksgeometrie einwirken.
  • Als Stellantriebe im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen alle Stellantriebe in Frage, die ein verschiebbares Ausgangsglied haben, nämlich beispielsweise hydraulische, magnetostriktive oder piezoelektrische Antriebe.
  • Die Erfindung lässt sich anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutern. Dazu ist der Beschreibung eine Zeichnung beigefügt. In dieser zeigt
  • 1 schematisch einen Stellantrieb mit einem linear verschiebbaren Ausgangsglied und einem daran angeordneten keilförmigen Steuerelement zum gegensinnigen Verstellen zweier Stellglieder,
  • 2 einen Stellantrieb mit einem als verschwenkbarer Steuernocken ausgebildeten Steuerelement und einem daran anliegenden Stellglied,
  • 3 einen Stellantrieb mit einem als Schwenkhebel ausgebildeten Steuerelement und einem daran anliegenden Stellglied,
  • 4 einen Stellantrieb mit zwei gegensinnig verstellbaren Ausgangsgliedern,
  • 5 schematisch einen als Stellantrieb dienenden Elektromotor mit einem als Spindelmutter ausgebildeten Läufer und einer damit zusammenwirkenden, als Stellglied dienenden Spindel, sowie
  • 6 schematisch einen Stabilisator eines Kraftfahrzeuges und einen Stellantrieb etwa gemäß der 4 zum Vorspannen des Stabilisators.
  • 1 zeigt demnach einen Stellantrieb 2 mit einem linear in Richtung des durch einen Doppelpfeil bezeichneten Verschiebeweges 4 verschiebbaren Ausgangsglied 6. Als Stellantrieb 2 kommt jeder geeignete Stellantrieb in Frage, welcher ein linear verschiebbares Ausgangsglied aufweist, nämlich beispielsweise ein elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Stellantrieb oder auch ein Stellantrieb, welcher nach dem magnetostriktiven oder piezoelektrischen Prinzip arbeitet.
  • An dem dem Stellantrieb 2 abgewandten Ende des Ausgangsgliedes 6 ist ein Steuerelement 8 angeordnet, an welchem eine gegenüber der Verschiebebewegung des Ausgangsgliedes 6 umgelenkte Verschiebebewegung und/oder ein gegenüber dem Verschiebeweg des Ausgangsgliedes 6 unterschiedlicher Verschiebeweg abgreifbar ist, welche auf Stellglieder übertragen werden.
  • In der Ausgestaltung gemäß der 1 ist als Steuerelement 8 ein keilförmiger Steuernocken 10 mit Nockenflächen 12 und 14 vorgesehen, die geradlinig ausgebildet und schräg zur Richtung des Verschiebeweges 4 des Ausgangsgliedes 6 ausgerichtet sind. An den Nockenflächen 12 bzw. 14 liegt jeweils ein Stellglied 16 bzw. 18 an, die bei einer Verschiebung des Steuernockens 10 in Richtung des Verschiebeweges 4 in Richtung der durch Doppelpfeile bezeichneten Verschiebewege 20 bzw. 22 verstellt werden.
  • Wie die 1 erkennen lässt, wird durch den Steuernocken 10 die Verschiebebewegung des Ausgangsgliedes 6 in dazu rechtwinklige Verschiebebewegungen (Verschiebewege 20, 22) umgelenkt. Die Größe der Verschiebe wege 20 bzw. 22 im Verhältnis zum Verschiebeweg 4 hängt von der Wahl des Keilwinkels α ab, d.h. je kleiner der Keilwinkel α ist, um so kleiner sind die Verschiebewege 20 bzw. 22.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, die Schrägstellung der Nockenflächen 12 bzw. 14 gegenüber der Richtung des Verschiebeweges 4 unterschiedlich zu wählen, so dass auch die Verschiebewege 20 bzw. 22 unterschiedlich sind.
  • 2 zeigt eine Anordnung mit einem Stellantrieb 24, einem Ausgangsglied 26 und einem damit antriebsgekoppelten Steuerelement 28, über das ein Stellglied 30 betätigt wird. Das Steuerelement 28 ist als schwenkbar angeordneter Exzenter-Steuernocken 32 mit einer kurvenförmigen Nockenfläche 34 ausgebildet, an der das Stellglied 30 anliegt. Der Steuernocken 32 ist an einem Lagerbock 36 schwenkbar aufgehängt und mit dem Ausgangsglied 26 schwenkantriebsverbunden.
  • Bei einer Verstellung des Ausgangsgliedes 26 in Richtung des durch einen Doppelpfeil bezeichneten Verschiebeweges 38 wird der Steuernocken 32 in Richtung des Doppelpfeiles 39 verschwenkt, wodurch das Stellglied 30 in Richtung des durch einen Doppelpfeil bezeichneten Verschiebeweges 40 verstellt wird. Die Größe des Verschiebeweges 40 hängt von der Form der Nockenfläche 34 ab und kann eine nichtlineare Funktion des Verschiebeweges 38 sein. Die Richtung 40 des Verschiebeweges kann beliebig gewählt werden. Sie hängt davon ab, an welchem Punkt des Umfanges des Steuernockens 32 das Stellglied 30 anliegt.
  • Wie 2 erkennen lässt, ist der Stellantrieb 24 fest angeordnet. Damit das linear bewegte Ausgangsglied 26 der Schwenkbewegung des Steuernockens 32 folgen kann, ist es mit diesem über ein Langloch 42 verbunden.
  • 3 zeigt einen Stellantrieb 44 mit einem Ausgangsglied 46 und einem damit antriebsgekoppelten Steuerelement 48, an welchem ein Stellglied 50 anliegt. Das Steuerelement 48 ist als Schwenkhebel 52 ausgebildet, welcher bei einer Verstellung des Ausgangsgliedes 46 in Richtung des durch einen Doppelpfeil bezeichneten Verschiebeweges 54 in Richtung des Doppelpfeiles 56 verschwenkt wird. Dabei wird das Stellglied 50 in Richtung des durch einen Doppelpfeil bezeichneten Verschiebeweges 58 linear verschoben.
  • Die Richtung des Verschiebeweges 58 des Stellgliedes 50 entspricht in diesem Fall der Richtung des Verschiebeweges 54 des Ausgangsgliedes 46, so dass insofern eine Umlenkung nicht stattfindet. Die Größe des Verschiebeweges 58 im Verhältnis zum Verschiebeweg 54 lässt sich durch den Abstand des Anlagepunktes 60 vom Schwenklagerpunkt 62 des Schwenkhebels 52 bestimmen.
  • Während 1 ein Ausführungsbeispiel zeigt, bei welchem zwei Stellglieder 16, 18 durch ein Steuerelement 8 betätigt werden, zeigt 4 einen Stellantrieb 64 mit zwei gegensinnig bewegten Ausgangsgliedern 66 und 68. Ein derartiger Stellantrieb kann beispielsweise ein Elektromotor sein, welcher zwei interne Spindel-/Spindelmutter-Anordnungen mit entgegengesetzten Gewindesteigungen antreibt.
  • 5 zeigt einen Stellantrieb 70, welcher als Elektromotor 72 mit einem äußeren Stator 74 und einem inneren Rotor 76 ausgebildet ist. Der Rotor 76 hat eine zur Rotorachse 78 koaxiale zentrale Bohrung 80 mit einem inneren Schraubgewinde nach Art einer drehbaren Spindelmutter, mittels derer eine mit dem Schraubgewinde zusammenwirkende koaxiale, ein Ausgangsglied 82 bildende drehfeste Spindel axial verstellt wird.
  • 6 zeigt schematisch eine Stabilisatoranordnung 84 mit einem Torsionsstab, welcher in der Mitte geteilt ist und die beiden Torsionsstabhälften 86a und 86b bildet. Im Bereich der Teilung des Torsionsstabes ist ein Stellantrieb 88 angeordnet, welcher nach Art der in 4 dargestellten Ausgestaltung zwei in Richtung der Doppelpfeile 90 bzw. 92 gegensinnig verstellbare Ausgangsglieder 94 bzw. 96 hat.
  • Das Ausgangsglied 94 ist über einen Hebel 98 mit dem inneren Ende der Torsionsstabhälfte 86a verbunden, während das Ausgangsglied 96 über einen Hebel 100 mit dem inneren Ende der Torsionsstabhälfte 86b verbunden ist. Durch Betätigen des Stellantriebes 88 lässt sich die Vorspannung in den Torsionsstabhälften 86a und 86b gegensinnig verändern, um in an sich bekannter Weise einer Wankbewegung (Rollbewegung) eines Fahrzeuges entgegenzuwirken. Wenn beispielsweise die Ausgangsglieder 94 und 96 nach außen verstellt werden, dann werden auf die Torsionsstabhälften 86a bzw. 86b jeweils die durch die Pfeile 102 bzw. 104 bezeichneten entgegengesetzten Torsionsmomente aufgebracht.
  • 2
    Stellantrieb
    4
    Verschiebeweg
    6
    Ausgangsglied
    8
    Steuerelement
    10
    Steuernocken
    12
    Nockenfläche
    14
    Nockenfläche
    16
    Stellglied
    18
    Stellglied
    20
    Verschiebeweg
    22
    Verschiebeweg
    24
    Stellantrieb
    26
    Ausgangsglied
    28
    Steuerelement
    30
    Stellglied
    32
    Steuernocken
    34
    Nockenfläche
    36
    Lagerbock
    38
    Verschiebeweg
    39
    Doppelpfeil
    40
    Verschiebeweg
    42
    Langloch
    44
    Stellantrieb
    46
    Ausgangsglied
    48
    Steuerelement
    50
    Stellglied
    52
    Schwenkhebel
    54
    Verschiebeweg
    56
    Doppelpfeil
    58
    Verschiebeweg
    60
    Anlagepunkt
    62
    Schwenklagerpunkt
    64
    Stellantrieb
    66
    Ausgangsglied
    68
    Ausgangsglied
    70
    Stellantrieb
    72
    Elektromotor
    74
    Stator
    76
    Rotor
    78
    Rotorachse
    80
    zentrale Bohrung
    82
    Spindel
    84
    Stabilisatoranordnung
    86a, 86b
    Torsionsstabhälften
    88
    Stellantrieb
    90
    Doppelpfeil
    92
    Doppelpfeil
    94
    Ausgangsglied
    96
    Ausgangsglied
    98
    Hebel
    100
    Hebel
    102
    Torsionsmoment
    104
    Torsionsmoment

Claims (14)

  1. Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern, insbesondere von Stellgliedern zum Verändern der Fahrwerksgeometrie von Kraftfahrzeugen, mit einem wenigstens ein verschiebbares Ausgangsglied aufweisenden Stellantrieb und einer diesem Ausgangsglied nachgeordneten Getriebeanordnung zum Verändern der Wirkrichtung und/oder einer zwischen Ausgangsglied und Stellglied wirksamen Übersetzung, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ausgangsglied (6) mit einem verstellbaren Steuerelement (8) antriebsgekoppelt ist, an welchem eine gegenüber der Richtung und/oder Größe des Verschiebeweges (4) des Ausgangsgliedes (6) unterschiedliche Richtung bzw. Größe der Verschiebewege (20, 22) für mit dem Steuerelement (8) gekoppelte Stellglieder (16, 18) abgreifbar ist.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (8) als Steuernocken mit wenigstens einer Nockenfläche (12 bzw. 14) ausgebildet ist, an denen wenigstens ein Stellglied (16 bzw. 18) anliegt.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuernocken (10) mit dem Ausgangsglied (6) fest verbunden ist und wenigstens eine schräg zur Richtung des Verschiebeweges (4) des Ausgangsgliedes (6) ausgerichtete Nockenfläche (12 bzw. 14) aufweist.
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuernocken (10) im wesentlichen keilförmig mit zwei in einem (α) zueinander stehenden Nockenflächen (12, 14) ausgebildet ist, an denen jeweils ein Stellglied (16, 18) anliegt.
  5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (28) ein schwenkbar angeordneter Steuernocken (32) mit einer kurvenförmigen Nockenfläche (34) ist, welcher mit dem Ausgangsglied (26) schwenkantriebsverbunden ist.
  6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (48) ein schwenkbar angeordneter, mit dem Ausgangsglied (46) schwenkantriebsverbundener Schwenkhebel (52) ist, und dass an dem Schwenkhebel (52) ein Stellglied (50) anliegt, wobei der Verbindungspunkt des Schwenkhebels (52) mit dem Ausgangsglied (46) und der Anlagepunkt (60) des Stellgliedes (50) am Schwenkhebel (52) unterschiedliche Abstände vom Schwenklagerpunkt (62) des Schwenkhebels (52) haben.
  7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsglied eines Stellantriebes direkt mit einem Stellglied antriebsverbunden ist.
  8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (64) zwei gegenläufige Ausgangsglieder (66, 68) hat, deren jedes ein Stellglied ansteuert.
  9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (70) ein Elektromotor (72) mit einem nachgeordneten, eine Drehbewegung in eine Axialbewegung des Ausgangsgliedes umwandelnden Getriebe ist.
  10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (72) einen innen liegenden Rotor (76) mit einer zur Rotorachse (78) koaxialen zentralen Bohrung (80) mit einem inneren Schraubge winde hat, mittels dessen eine mit dem Schraubgewinde zusammenwirkende koaxiale, ein Ausgangsglied bildende Spindel (82) axial verstellt wird.
  11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied bzw. die Stellglieder (16, 18) jeweils linear verschiebbar sind.
  12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (2) ein hydraulischer Antrieb ist.
  13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (2) ein magnetostriktiver Antrieb ist.
  14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (2) ein piezoelektrischer Antrieb ist.
DE200410034100 2004-07-15 2004-07-15 Einrichtung zum Verstellen von mechanischen Stellgliedern Withdrawn DE102004034100A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11305606B2 (en) 2018-07-12 2022-04-19 Ningbo Geely Automobile Research & Development Co. Anti-roll bar for a vehicle

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US11305606B2 (en) 2018-07-12 2022-04-19 Ningbo Geely Automobile Research & Development Co. Anti-roll bar for a vehicle
EP3594030B1 (de) * 2018-07-12 2022-10-19 Ningbo Geely Automobile Research & Development Co., Ltd. Wankstabilisator für ein fahrzeug

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