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DE102004022596A1 - Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts und Overlay-Messgerät - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts und Overlay-Messgerät Download PDF

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DE102004022596A1
DE102004022596A1 DE200410022596 DE102004022596A DE102004022596A1 DE 102004022596 A1 DE102004022596 A1 DE 102004022596A1 DE 200410022596 DE200410022596 DE 200410022596 DE 102004022596 A DE102004022596 A DE 102004022596A DE 102004022596 A1 DE102004022596 A1 DE 102004022596A1
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Withdrawn
Application number
DE200410022596
Other languages
English (en)
Inventor
Christoph Dr. Nacke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Qimonda AG
Original Assignee
Infineon Technologies AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Infineon Technologies AG filed Critical Infineon Technologies AG
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/70Microphotolithographic exposure; Apparatus therefor
    • G03F7/70483Information management; Active and passive control; Testing; Wafer monitoring, e.g. pattern monitoring
    • G03F7/70491Information management, e.g. software; Active and passive control, e.g. details of controlling exposure processes or exposure tool monitoring processes
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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, insbesondere bei der Strukturierung eines Halbleiterwafers mit einem Schaltungsmuster. Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts und ein Overlay-Messgerät, das geeignet ist, dieses Verfahren auszuführen. Ziel der Erfindung ist es, einen Halbleiterwafer photolithographisch mit einem Schaltungsmuster zur Bildung einer integrierten Schaltung zu strukturieren und anschließend eine erste Teilmenge von Overlay-Targets zur Bestimmung von Versatzwerten auszuwerten. Dabei wird aus einer ersten Teilmenge von ersten Versatzwerten ein systematischer Lagefehler in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats und ein mittlerer Lagefehler anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge bestimmt. Ausgehend von dem Simulationsmodell des Projektionsapparats werden zweite Versatzwerte für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge berechnet, die sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzen. Somit werden auch die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge mit in eine Abschätzung darüber einbezogen, ob die Versatzwerte eine bestimmte Overlay-Spezifikation erfüllen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, insbesondere bei der Strukturierung eines Halbleiterwafers mit einem Schaltungsmuster. Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts und ein Overlay-Messgerät, das geeignet ist, dieses Verfahren auszuführen.
  • Zur Herstellung integrierter Schaltungen werden üblicherweise auf Halbleiterwafern mit verschiedenen elektrischen Eigenschaften versehene Schichten aufgebracht und jeweils lithographisch strukturiert. Ein lithographischer Strukturierungsschritt kann darin bestehen, einen photoempfindlichen Resist aufzutragen, diesen mit einer gewünschten Struktur für die betreffende Ebene zu belichten und zu entwickeln, sowie anschließend die somit entstandene Resist-Maske in die unterliegende Schicht in einem Ätzschritt zu übertragen.
  • Mit den stetig ansteigenden Integrationsdichten integrierter Schaltungen erhöhen sich auch die Anforderungen an die Lagegenauigkeit einer auf das Halbleitersubstrat zu projizierenden Struktur. Insbesondere dann, wenn bereits Vorebenen in unterliegenden Schichten, z. B. in einem lithographischen Projektionsschritt übertragen werden, müssen immer striktere Toleranzgrenzen bezüglich der gegenseitigen Ausrichtung der aktuell auf das Substrat zu projizierenden Struktur relativ zu den Strukturen der genannten Vorebenen berücksichtigt wer den, um die Funktionsfähigkeit der Schaltung zu gewährleisten.
  • Dichte Linien-Spalten-Muster, wie sie etwa im Bereich der Herstellung von dynamischen Speichern mit wahlfreiem Zugriff (DRAM) gebildet werden, weisen beispielsweise im Bereich der ersten Schaltungsebenen Linienbreiten von 70, 90 oder 110 nm auf. Bei modernen Technologien der DRAM-Herstellung wird die zur Ausrichtung zweier Strukturen erforderliche Genauigkeit, die auch als Overlay-Budget bezeichnet wird, aufgrund der kleiner werdenden Strukturauflösungen immer weiter sinken. So beträgt beispielsweise die tolerierbare Lageungenauigkeit bei der 100-nm-Prozesslinie nur noch ungefähr 20 nm. Derzeitige und zukünftige Prozesslinien sind somit sensitiv auf Fehler in der Lagegenauigkeit.
  • Für den lithographischen Projektionsschritt eines solchen Schaltungsmusters wird üblicherweise für die ersten kritischen Ebenen ein Wafer-Scanner verwendet, der im Vergleich zu einem Wafer-Stepper ein höheres Auflösungsvermögen aufweist. In einem Wafer-Scanner erfolgt die Belichtung des photoempfindlichen Resists entlang eines Belichtungsschlitzes. Der Halbleiterwafer wird im Allgemeinen auf einem Substrathalter abgelegt und zur Belichtung in eine entsprechende Position gefahren. Dann wird das auf einer Maske angeordnete Schaltungsmuster sukzessive in einzelne Belichtungsfelder auf den photoempfindlichen Resist übertragen. Dabei werden während der Belichtung eines Belichtungsfeldes der Substrathalter und eine den Belichtungsschlitz definierende Blende gegeneinander verschoben. Der Belichtungsschlitz überstreicht dabei das Belichtungsfeld aufgrund der gleichmäßigen Bewegung des Substrathalters und der Blende. Üblicherweise beträgt die Größe eines Belichtungsfeldes etwa 26 mm × 35 mm.
  • Die Belichtung der einzelnen Belichtungsfelder wird üblicherweise so ausgeführt, dass die Oberseite des Halbleiterwafers in ein Muster von Belichtungsfeldern in der Form einer Matrix oder eines Gitters (englisch: grid) unterteilt wird und mit dem Wafer-Scanner bzw. dem Wafer-Stepper sukzessive belichtet wird.
  • Die Bestimmung der Lagegenauigkeit zweier übereinanderliegender Schichten erfolgt während der Produktion von integrierten Schaltungen normalerweise mit so genannten Overlay-Targets. Dabei handelt es sich um zwei Teilstrukturen, die jeweils getrennt auf jede der Schichten abgebildet werden. Die erste Teilstruktur kann aus einem rechteckigen Strukturelement bestehen, das von einer rahmenförmigen zweiten Teilstruktur umgeben wird. Overlay-Targets werden üblicherweise zusammen mit anderen Justiermarken im Sägerahmenbereich angeordnet. Die oben beschriebene Struktur ist als Box-In-Box-Marke oder auch als Box-In-Frame-Marke bekannt. Üblicherweise wird der Versatz der einzelnen Teilstrukturen zueinander mit einem Overlay-Messgerät, beispielsweise einem optischen Mikroskop, vermessen.
  • Bei der Belichtung eines Halbleiterwafers mit einem Wafer-Scanner sind mehrere Effekte bekannt, die zu Overlay-Fehlern führen können. Diese Overlay-Fehler lassen sich allgemeine zwei Kategorien von Fehlerquellen zuordnen. Zum einen können Fehler auftreten, die bei der Belichtung innerhalb eines Belichtungsfeldes entstehen. Diese Fehlerquellen werden üblicherweise als Intrafeld-Fehler oder Feld-Fehler (field error) bezeichnet. Zum anderen sind Fehlerquellen bekannt, die durch die Aufteilung des Halbleiterwafers in einzelne Belichtungsfelder verursacht werden und die für jedes Belichtungsfeld unterschiedlich sein können. Diese Fehlerquellen werden üblicherweise als Interfeld-Fehler oder Grid-Fehler bezeichnet.
  • Bei den Infrafeld-Fehlern sind unter anderem die folgenden Beiträge von Bedeutung. So kann beispielsweise die Belichtung in einem Belichtungsfeld um einen festen Winkel verdreht oder um einen konstanten Faktor im Abbildungsmaßstab falsch sein. Im ersten Fall spricht man von einem Rotationsfehler, der zweite Fall wird üblicherweise als Vergrößerungsfehler bezeichnet. Rotationsfehler werden beispielsweise durch eine Fehljustage des Reticles verursacht.
  • Interfeld-Fehler werden bei der Belichtung eines Belichtungsfeldes durch die Steuerung des Substrathalters verursacht. Eine Fehlerquelle ist durch eine Verdrehung der Position des Belichtungsfeldes um einen von der Position des Belichtungsfeldes auf dem Halbleiterwafer abhängigen Winkel gegeben (so genannter Grid-Rotations-Fehler). Eine weitere Fehlerquelle stellt der ebenfalls von der Position des Belichtungsfeldes auf dem Halbleiterwafer abhängige Skalierungsfehler dar (Grid-Vergrößerungsfehler). Darüber hinaus spielt bei der Belichtung mit einem Wafer-Scanner noch der so genannte Translationsfehler eine Rolle, der durch unterschiedliche Scan-Richtungen und unterschiedliche Geschwindigkeiten in verschiedenen Scan-Richtungen des Wafer-Scanners bedingt wird. Der Translationsfehler ist normalerweise betragsmäßig kleiner als die anderen oben genannten Fehler.
  • Die Intrafeld- und Interfeld-Fehler lassen sich jeweils getrennt für eine Komponente in eine erste Richtung (beispielsweise die x-Richtung) und für eine Komponente senkrecht dazu (y-Richtung) angeben. Um die genauen Beiträge der Intrafeld- und Interfeld-Fehler bestimmen zu können, wird üblicherweise ein Simulationsmodell des Projektionsapparats verwendet, das beispielsweise für einen Wafer-Scanner eine Berechnungsvorschrift mit zehn Parametern zur Korrektur der einzelnen Fehlerquellen in nachfolgenden Belichtungsschritten umfasst.
  • Bei der Herstellung integrierter Schaltungen sind üblicherweise mehrere Overlay-Targets für jedes Belichtungsfeld vorgesehen. Es werden jedoch nicht für jeden Halbleiterwafer sämtliche Overlay-Targets vermessen, üblicherweise erfolgt nur eine stichprobenartige Untersuchung einiger ausgewählter Overlay-Targets. Um abschätzen zu können, ob der vorliegende Halbleiterwafer die Overlay-Spezifikation erfüllt, wird üblicherweise aus der Stichprobenmessung eine Aussage für den gesamten Halbleiterwafer getroffen. Falls die Stichprobe bestimmten statistischen Kriterien nicht genügt, wird der Halbleiterwafer einer Nachbearbeitung zugeführt. Dabei wird üblicherweise die bereits strukturierte Resist-Schicht wieder entfernt, es wird eine neue Resist-Schicht aufgebracht und anschließend erneut photolithographisch strukturiert.
  • In einem der Technik bekannten Verfahren wird in einem ersten Schritt aus den gemessenen Versatzwerten für jedes Overlay-Target ein Mittelwert bestimmt. Anschließend wird aus den gemessenen Versatzwerten die Standardabweichung errechnet, woraus sich ein maximaler Overlay-Fehler errechnet, der beispielsweise durch den Mittelwert und den dazu addierten dreifachen Wert der Standardabweichung bestimmt wird. Sollte dieser maximale Overlay-Fehler oberhalb einer vorgegebenen Schwelle liegen, wird der Halbleiterwafer einer Nachbearbeitung zugeführt. Dieses Verfahren ist jedoch sehr ungenau, da davon ausgegangen wird, dass die Versatzwerte einer Normalverteilung gehorchen.
  • Aus der DE-A1-100 48 809 ist ein Verfahren bekannt, das insbesondere eine bessere Bestimmung des größten Lagefehlers ermöglichen soll, da nicht mehr von einer Normalverteilung ausgegangen wird. Gemäß dieser Druckschrift werden die vorhandenen Lagefehler in eine parametrische und eine zufällige Verteilung aufgeteilt. Anschließend wird ein Algorithmus zur Bestimmung des größten Lagefehlers verwendet, der es ermöglichen soll, die erwartete Wahrscheinlichkeit für die erforderliche Mindestspezifikation zu bestimmen sowie unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades den Halbleiterwafer einer Nacharbeit zuzuführen.
  • Die vorgenannten Verfahren sind jedoch mit Problemen verbunden. Das erstgenannte Verfahren weist insbesondere den Nachteil auf, dass systematische Fehlerkomponenten (die z. B. beim Belacken oder beim Messen entstehen) nicht berücksichtigt werden. Bei näherer Betrachtung führt das Verfahren gemäß DE-A1-100 48 809 zu einer Unterschätzung der systematischen Fehlerkomponenten durch zu stark gemitteite Werte.
  • Es ist daher Aufgabe der Erfindung, in einem ersten Aspekt ein Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, insbesondere bei der Strukturierung eines Halbleiterwafers mit einem Schaltungsmuster, anzugeben und in einem zweiten Aspekt ein Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts anzubieten, die die oben genannten Probleme überwinden.
  • Diese Aufgabe wird in ihrem ersten Aspekt erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass folgende Schritte ausgeführt werden:
    • – Bereitstellen eines Halbleiterwafers mit einer auf einer Vorderseite des Halbleiterwafers aufgebrachten Resistschicht;
    • – Bereitstellen von wenigstens zwei Schaltungsebenen zur Projektion je eines Schaltungsmusters zur Bildung einer integrierten Schaltung, wobei für die erste Schaltungsebene mehrere erste Messmarken vorgesehen sind, die geeignet sind, zusammen mit zweiten Messmarken der zweiten Schaltungsebene jeweils ein Overlay-Target zu bilden;
    • – Bereitstellen eines Projektionsapparates;
    • – Bereitstellen eines eine Berechnungsvorschrift enthaltenden Simulationsmodells für den Projektionsapparat;
    • – Aufteilen der Vorderseite des Halbleiterwafers in eine Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern;
    • – Sukzessives Projizieren des Schaltungsmusters in Belichtungsfelder auf die Resistschicht, um eine Resiststruktur zu bilden;
    • – Aufteilen der Belichtungsfelder in eine erste Teilmenge und in eine zweite Teilmenge;
    • – Bestimmen von ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge, wobei sich die ersten Versatzwerte aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen;
    • – Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats;
    • – Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge;
    • – Bestimmen eines zweiten Versatzwertes für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird; und
    • – Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts liegt.
  • Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung in ihrem ersten Aspekt ist es, einen Halbleiterwafer photolithographisch mit einem Schaltungsmuster zur Bildung einer integrierten Schaltung zu strukturieren und anschließend eine erste Teilmenge von Overlay-Targets zur Bestimmung von Versatzwerten auszuwerten. Dabei wird aus einer ersten Teilmenge von ersten Versatzwerten ein systematischer Lagefehler in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats und ein mittlerer Lagefehler anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge bestimmt. Ausgehend von dem Simulationsmodell des Projektionsapparats werden zweite Versatzwert für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge berechnet, die sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzen. Somit werden auch die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge mit in eine Abschätzung darüber einbezogen, ob die Versatzwerte eine bestimmte Overlay-Spezifikation erfüllen. Dabei werden die systematischen Beiträge von dem Simulationsmodell des Projektionsgeräts geliefert, die statistischen Beiträge folgen den gemessenen Werten der ersten Teilmenge. Dies führt zu einer genauen und konsistenten Bestimmung der zweiten Versatzwerte, ohne dass bestimmte Annahmen bezüglich der statistischen Verteilung oder Mittelwertsbildungen das Ergebnis beeinträchtigen könnten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bereitstellens des Schaltungsmusters, dass das Schaltungsmus ter von einem im wesentlichen rechteckigen Sägerahmen umgeben ist und für die erste Schaltungsebene mindestens vier erste Messmarken vorgesehen sind, die geeignet sind, zusammen mit mindestens vier zweiten Messmarken der zweiten Schaltungsebene jeweils ein Overlay-Target zu bilden, wobei die mindestens vier Overlay-Targets an jeweils einer Ecke des Sägerahmens angeordnet sind.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise werden für jedes Belichtungsfeld mindestens vier Overlay-Targets bereitgestellt, die an den Extrempunkten des Belichtungsfeldes positioniert sind. Diese ermöglicht eine präzise Bestimmung der Versatzwerte, da sich eventuelle Lagefehler über die gesamte Abmessung des Belichtungsfeldes am genauesten bestimmen lassen.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bereitstellens des Projektionsapparats, dass für den Projektionsapparat ein Wafer-Scanner bereitgestellt wird.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird für den Projektionsapparat ein Wafer-Scanner verwendet, der insbesondere für kritische Schaltungsebenen aufgrund des Auflösungsvermögens bevorzugt ist.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bereitstellens des Simulationsmodells, dass ein Simulationsmodell mit mindestens zehn Parametern bereitgestellt wird, das geeignet ist, einen Translationsfehler, einen Grid-Rotationsfehler, einen Grid-Vergrößerungsfehler, einen Feld-Rotationsfehler und einen Feld-Vergrößerungsfehler jeweils in zwei senkrecht zueinander stehenden Koordinatenachsen anzugeben.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise werden die in nachfolgenden Belichtungsschritten korrigierbaren Lagefehler bei der Projektion einer Schaltungsebene im Simulationsmodell berücksichtigt, wobei zur Verbesserung der Zuordnung der Lagefehler diese in jeweils zwei getrennten und zueinander senkrecht stehenden Koordinatenachsen angeben werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens von ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge umfasst
    • – Bereitstellen eines Overlay-Messgeräts; und
    • – Vermessen der Overlay-Targets in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge mit dem Overlay-Messgerät.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird ein in der Technik übliches Overlay-Messgerät zur Bestimmung der ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge verwendet. Dies erlaubt eine einfache und zuverlässige Bestimmung der ersten Versatzwerte, wobei auf üblicherweise in der Halbleiterfertigung vorhandene Geräte zurückgegriffen werden kann.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die ersten Versatzwerte jeweils in x-Richtung und y-Richtung bestimmt.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird eine Zuordnung der ersten Versatzwerte und der in der Berechnungsvorschrift parametrisierten Lagefehler des Projektionsapparates ermöglicht, um eine präzise Bestimmung beispielsweise der systematischen Lagefehler durchzuführen.
  • In einer weiteren bevorzugten-Ausführungsform wird darüber hinaus für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge aus den ersten Versatzwerten und den systematischen Lagefehlern ein residualer Fehlerwert für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge bestimmt.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge aus den gemessenen ersten Versatzwerten ein residualer Fehlerwert bestimmt, der um die Beiträge der systematischen Lagefehler korrigiert ist. Auf einfache Weise kann der residuale Fehlerwert durch Subtraktion der gemessenen ersten Versatzwerte und des berechneten systematischen Lagefehlers bestimmt werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird darüber hinaus die Standardabweichung des residualen Fehlerwertes in x- und y-Richtung bestimmt, die anschließend zur Bestimmung der zehn Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates herangezogen wird, indem der minimale Wert der Standardabweichung bestimmt wird.
  • Die Minimierung des residualen Fehlerwertes ist das zentrale Anliegen bei der Bestimmung des systematischen Lagefehlers. Durch Berechnung der Standardabweichung der residualen Fehlerwerte lässt sich ein einfaches lineares Gleichungssystem aufstellen, das zur optimalen Bestimmung der Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates herangezogen wird. Dies erlaubt eine präzise und effektive Bestimmung der Parameter des Simulationsmodells.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens des mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge, dass der Mittelwert der residualen Fehlerwerte in x- und y-Richtung als mittlerer Lagefehler bestimmt wird.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird ein alle Belichtungsfelder berücksichtigender mittlerer Lagefehler bestimmt, wobei die Abweichungen der einzelnen residualen Fehlerwerte in x- und y-Richtung als Maß für den statistischen Beitrag der ersten Versatzwerte herangezogen werden kann.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird darüber hinaus aus den residualen Fehlerwerten in x- Richtung und y-Richtung ein Wert für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers anhand einer Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird eine Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt, die angibt, wie die residualen Fehlerwerten in x- Richtung und y-Richtung um den mittleren Lagefehler fluktuieren. Dadurch kann der statistische Beitrag zu den ersten Versatzwerten mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt werden, die nötigenfalls aus einer Messung oder aufgrund von Erfahrungswerten bestimmt wird.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung eine Normalverteilung und für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers werden die Standartabweichung der residualen Fehlerwerte jeweils in x-Richtung und y-Richtung bestimmt.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise ist es möglich, für die Wahrscheinlichkeitsverteilung eine Normalverteilung zu verwenden, da diese oftmals die Fluktuation des mittleren Lagefehlers ausreichend genau beschreibt. Dies ermöglicht eine einfache Bestimmung des statistischen Beitrags zu den Versatzwerten.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Aufteilens der Belichtungsfelder in die erste Teilmenge und die zweite Teilmenge, dass die erste Teilmenge ungefähr 10% der Belichtungsfelder beinhaltet.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird nur ein kleiner teil der Belichtungsfelder beispielsweise mit einem Overlay-Messgerät vermessen, was zu einem höheren Durchsatz bei der Waferinspektion führt. Aufgrund der Bestimmung der zweiten Versatzwerte in den nicht durch Messung ausgewerteten Belichtungsfeldern der zweiten Teilmenge führt dies jedoch nicht zu einer Verschlechterung der Qualitätskontrolle.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bereitstellens der Schaltungsebenen, dass ein Schaltungsentwurf eines Halbleiterspeichers mit dynamischen Speicherzellen umfassend Grabenkondensatoren bereitgestellt wird, der im Bereich der Grabenkondensatoren kleinste Abmessungen von 100 nm oder weniger aufweist.
  • Halbleiterspeicher mit dynamischen Speicherzellen werden oftmals in einem hochvolumigen Fertigungsprozess hergestellt und weisen aufgrund der kleinen Strukturen ein limitiertes Overlay-Budget auf. Das erfindungsgemäße Verfahren spricht genau diesen Problemkreis an, in dem die Bestimmung der Overlay-Spezifikation zeitsparend anhand einer Teilmenge von gemessenen Overlay-Targets durchgeführt wird, wobei insbesondere die Genauigkeit auch bei sehr engen Spezifikationen wichtig ist. Damit kann werden der Herstellung von Halbleiterspeichern ei ne schnelle und genau Aussage über die Qualität des Overlays getroffen werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, dass der vorgegebene Versatzwert ungefähr 20 nm beträgt.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird erreicht, dass die bei modernen Technologien vorgesehenen Werte des Overlay-Budgets verwendet werden könne, um die Halbleiterwafer entsprechend der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte zu charakterisieren.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, dass der vorgegebene Anteil der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenes Versatzwertes wenigstens 99% beträgt.
  • Bei der Herstellung integrierter Schaltungen müssen viele verschiedenen Spezifikationen eingehalten werden, um eine hohe Gutausbeute zu erzielen. Da zu große Lageungenauigkeiten zum Ausfall der Schaltung führen könnten, wird bevorzugt ein hoher Anteil der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenes Versatzwertes gefordert.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird für Halbleiterwafer, deren erste Versatzwerte und zweite Versatzwerte einen niedrigeren Anteil aufweisen, folgender Schritt ausgeführt.
    • - Zuführen des Halbleiterwafers zu einer Nachbearbeitung.
  • Halbleiterwafer, die zu viele Belichtungsfelder mit zu großen Versatzwerten aufweisen, werden gemäß dieser Vorgehensweise nicht weiter produziert. In einer Nachbearbeitung lassen sich eventuell die auftretenden Fehler korrigieren, so dass die bereits prozessierten Halbleiterwafer nicht verloren sind. Dies erlaubt eine kostengünstige Produktion von integrierten Schaltungen.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Zuführens zur Nachbearbeitung folgendes:
    • – Entfernen der Resistschicht;
    • – Aufbringen einer weiteren Resistschicht auf die Vorderseite des Halbleiterwafers; und
    • – erneutes Projizieren des Schaltungsmusters in die Belichtungsfelder auf der weiteren Resistschicht.
  • Bevorzugt wird die Vermessung die Waferinspektion vor dem Übertragen der Resist-Maske in die darunter liegende Schicht ausgeführt. Dadurch kann für Halbleiterwafer, die zu viele Belichtungsfelder mit zu großen Versatzwerten aufweisen, die Resist-Maske wieder entfernt werden und der letzte Projektionsschritt wird wiederholt. Dies erlaubt eine kostengünstige Produktion von integrierten Schaltungen.
  • Die Aufgabe der wird in einem weiteren Aspekt erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts gelöst, das folgende Schritte umfasst:
    • – Bereitstellen eines Eingangsdatensatzes, der eine Vielzahl von ersten Versatzwerten umfasst, wobei die ersten Versatzwerte aus Messungen einer ersten Teilmenge von Overlay-Targets zweier Schaltungsebenen, die in einer Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern auf einem Halbleiterwafer mit einem Projektionsapparat aufgebracht wurden, bestimmt wurden und sich aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen;
    • – Bereitstellen eines eine Berechnungsvorschrift enthaltenden Simulationsmodells für den Projektionsapparat;
    • – Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge anhand des Simulationsmodells des Projektionsapparats;
    • – Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge;
    • – Bestimmen eines zweiten Versatzwertes für jedes Belichtungsfeld einer von der ersten Teilmenge verschiedenen zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird; und
    • – Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts liegt.
  • Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung in ihrem zweiten Aspekt ist es, Daten eines Overlay-Messgeräts dahingehend auszuwerten, dass aus einem Datensatz, der vom Overlay-Messgerät gemessene erste Versatzwerte umfasst, zweite Versatzwerte zu berechnen, die für diejenigen Belichtungsfeldpositionen bestimmt werden, für die keine erste Versatzwerte vorliegen. Dabei wird aus der ersten Teilmenge von ersten Versatzwerten ein systematischer Lagefehler in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge anhand eines Simulationsmodells eines bei einer Projektion verwendeten Projektionsapparats und ein mittlerer Lagefehler anhand der um die syste matischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge bestimmt. Ausgehend von dem Simulationsmodell des Projektionsapparats werden zweite Versatzwert für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge berechnet, die sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird zur Bestimmung von systematischen Lagefehlern anhand des Simulationsmodells folgende Berechnung durchgeführt: Ovl_X(x,y) = TransX + CF(x)·GMagX – CF(y)·GRotY + IF(x)·FMagX – IF(y)·FRotY, und Ovl_Y(x,y) = TransY + CF(y)·GMagY + CF(x)·GRotX + IF(y)·FMagY + IF(x)·FRotX;wobei x die Position des Belichtungsfeldes entlang der ersten Koordinatenachse, y die Position des Belichtungsfeldes entlang der zweiten Koordinatenachse, Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) den systematischen Lagefehler, TransX bzw. TransY Parameter des Translationsfehlers, GMagX bzw. GMagY Parameter des Grid-Vergrößerungsfehlers, GRotX bzw. GRotY Parameter des Grid-Rotationsfehlers, FMagX bzw. FMagY Parameter des Feld-Vergrößerungsfehlers und FRotX bzw. FRotY Parameter des Feld-Rotationsfehlers jeweils in x-Richtung und y-Richtung repräsentieren und CF bzw. IF eine Zerlegung der Koordinatenwerte in einen Beitrag auf dem Halbleiterwafer bzw. innerhalb eines Belichtungsfeldes repräsentieren.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise kann eine Berechnungsvorschrift verwendet werden, die die üblicherweise dominierenden Beiträge der Lagefehler bei der Projektion mit einem Wafer-Scanner parametrisiert. Dadurch kann eine einfache Bestimmung der einzelnen Beiträge erfolgen, die beispielsweise nachfolgend zur Korrektur bei weiteren Belichtungen anderer Halbleiterwafer verwendet werden können.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird der residuale Fehlerwert gemäß folgender Gleichungen berechnet wird: Res_X = M_X – Ovl_X_(x,y) und Res_Y = M_Y – Ovl_Y_(x,y),wobei Res_X bzw. Res_Y den residualen Fehlerwert in x- bzw. y-Richtung und M_X bzw. M_Y den ersten Versatzwert in x- bzw. y-Richtung repräsentieren.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise werden in einfachen Berechnungsschritten die Messergebnisse eines Overlay-Targets um die systematischen Lagefehler, die vom Projektionsapparat stammen, korrigiert. Der verbleibende oder residuale Fehler kann auf diese Weise einfach bestimmt werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens der zweiten Versatzwerte für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge:
    • – Berechnen der Werte Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) der systematischen Lagefehler in x- und y-Richtung an wenigstens vier Positionen innerhalb des Belichtungsfeldes;
    • – Bestimmen der maximalen Werte der systematischen Lagefehler jeweils in x- und y-Richtung;
    • – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in x-Richtung anhand folgender Gleichung: B_X = Ovl_X(x,y) + 3·SIGMA, wobei x die Position des Belichtungsfeldes, B_X den zweiten Versatzwert in x-Richtung, Ovl_X(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in x- Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren; und
    • – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in y-Richtung anhand folgender Gleichung: B_Y = Ovl_Y(x,y) + 3·SIGMA, wobei y die Position des Belichtungsfeldes, B_Y den zweiten Versatzwert in y-Richtung und Ovl_Y(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in y-Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird für jedes der zweiten Teilmenge zugeordnete Belichtungsfeld ein Versatzwert berechnet, der zum einen die systematischen Beiträge über das Simulationsmodell und zum anderen die statistischen Beiträge über die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte der ersten Teilmenge berücksichtigt. Dadurch erhält man eine präzise Vorhersage für sämtliche Belichtungsfelder, in denen keine Messung von Versatzwerten durchgeführt wurde. Unter Verwendung der Berechnungsvorschriften des Simulationsmodells werden die systematischen Lagefehler in x-Richtung und y-Richtung mit den an die tatsächlichen Verhältnisse bei der Projektion angepassten Beiträgen berücksichtigt. Dadurch kann die Ortsabhängigkeit der systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells bestimmt werden. Die statistischen Beiträge wiederum werden aus den gemessenen Versatzwerten abgeleitet, so dass die Versatzwerte der zweiten Teilmenge mit großer Genauigkeit und frei von willkürlichen Annahmen abgeschätzt werden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte:
    • – Bereitstellen eines Datenfeldes mit ersten Speicherstellen, die geeignet sind, wenigstens einen Zahlenwert zu speichern, wobei jeder ersten Speicherstelle jeweils ein Bereich von Versatzwerten zugeordnet wird, so dass das Datenfeld Versatzwerte innerhalb einer vorgegebenen unteren Grenze und einer vorgegebenen oberen Grenze abdeckt; und
    • – Zuweisen jedes ersten Versatzwertes und zweiten Versatzwertes an eine der ersten Speicherstellen, wobei der Inhalt der Speicherstelle die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte umfasst.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise werden die ersten Versatzwerte und zweiten Versatzwerte in einem Histogramm abgespeichert, das durch die Speicherzellen repräsentiert wird. Dies erlaubt insbesondere eine einfache Bestimmung der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform repräsentieren die untere Grenze einen Versatzwert von ungefähr 5 nm und die obere Grenze einen Versatzwert von ungefähr 25 nm und repräsentiert der Bereich einer Speicherstelle etwa 0,25 nm.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird das Datenfeld mit den ersten Speicherzellen in Bereiche aufgeteilt, die den in modernen Fertigungsprozessen auftretenden Bereich von Versatzwerten abdecken. Damit lässt sich das Verfahren beispielsweise bei der Fertigung von Halbleiterspeichern einsetzen.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten Speicherzellen darüber hinaus geeignet, die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte jeweils getrennt für einen Anteil in Richtung einer ersten Koordinatenachse und einen für einen Anteil in Richtung einer zweiten Koordinatenachse abzuspeichern.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise ist das Datenfeld geeignet, die Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte getrennt in x-Richtung und y-Richtung abzuspeichern. Dies ermöglicht eine für beide Richtungen getrennte Bestimmung darüber, ob eine vorgegebene Overlay-Spezifikation eingehalten wird.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Zähler vorgesehen, der geeignet ist, die Gesamtzahl von ersten Versatzwerten und zweiten Versatzwerten zu bestimmen, und bei dem der Inhalt der zweiten Speicherzellen jeweils auf die Gesamtzahl normiert wird.
  • Gemäß dieser Vorgehensweise wird eine normierte Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte bestimmt, wodurch die Auswertung der Häufigkeitsverteilung auf einfache Weise durchgeführt werden kann.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 ein Belichtungsgerät in einer schematischen Querschnittsansicht zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß des ersten Teilaspekts;
  • 2 ein Overlay-Messgerät in einer schematischen Querschnittsansicht zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß des ersten und des zweiten Aspekts;
  • 3 in einer Draufsicht schematisch die Vorderseite eines Halbleiterwafers bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 4 in einer weiteren Draufsicht schematisch die Vorderseite eines Halbleiterwafers bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 5 in einem Diagramm Versatzwerte, die während der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach dem ersten und zweiten Teilaspekt bestimmt werden;
  • 6 in einem Diagramm ein kumulierte und normierte Darstellung von Versatzwerten, die während der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach dem ersten und zweiten Teilaspekt bestimmt werden;
  • 7 in einem Diagramm ein vergrößerter Ausschnitt aus dem Diagramm gemäß 6;
  • 8 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt in einem Flussdiagramm; und
  • 9 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt in einem Flussdiagramm.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden für eine Belichtung in einem Belichtungsfeld einer ersten Ebene mit ei nem Wafer-Scanner und einer zweiten Ebene mit einem Wafer-Stepper beschrieben, die jeweils die gleiche Größe des Belichtungsfeld aufweisen. Die Erfindung ist aber auch auf mehrere Schaltungsebenen mit unterschiedlicher Konfiguration der verwendeten Belichtungsgeräte anwendbar. So ist es ebenfalls möglich, mehrere bezüglich der kleinsten Abmessungen kritische Schaltungsebenen mit einem Wafer-Scanner zu belichten und anschließend eine Belichtung mit einem Wafer-Stepper durchzuführen.
  • In 1 ist in einer schematischen Querschnittsansicht der Aufbau eines Projektionsapparats 5 gezeigt. Der Projektionsapparat 5 umfasst einen beweglichen Substrathalter 12. Auf dem Substrathalter 12 ist ein Halbleiterwafer 10 abgelegt, auf den auf einer Vorderseite eine Resistschicht 14 beispielsweise durch Aufschleudern aufgebracht ist.
  • Der Projektionsapparat 5 umfasst weiter eine Lichtquelle 16, die über dem Substrathalter 12 angeordnet ist, und geeignet ist, Licht beispielsweise mit einer Wellenlänge von 248 nm, 193 nm oder 157 nm abzustrahlen. Das von der Lichtquelle 16 abgestrahlte Licht wird durch ein Projektionsobjektiv 20 auf die Oberfläche des Halbleiterwafers 10 projiziert.
  • Zwischen der Lichtquelle 16 und dem Projektionsobjektiv 20 ist ein Reticle 18 angebracht, das mit einem Muster einer Schaltungsebene versehen ist. Bei einem Wafer-Scanner ist ein Belichtungsschlitz zwischen dem Reticle 18 und dem Projektionsobjektiv 20 angebracht (nicht in 1 gezeigt). Durch die Steuerung des Substrathalters 12 wird die Vorderseite des Halbleiterwafers 10 sukzessive in einzelnen Belichtungsfeldern strukturiert.
  • Für die Schaltungsebenen wird beispielsweise ein Schaltungsentwurf eines Halbleiterspeichers mit dynamischen Speicherzellen umfassend Grabenkondensatoren bereitgestellt, der im Bereich der Grabenkondensatoren kleinste Abmessungen von 100 nm oder weniger aufweist.
  • Nach der photolithographischen Projektion wird die Lagegenauigkeit der aktuell belichteten Schicht relativ zu bereits vorhandenen Ebenen mit einem Overlay-Messgerät 22 bestimmt. Dazu wurde die bereits in eine Schicht oder das Substrat übertragen erste Schaltungsebenen mit Messmarken versehen, die geeignet sind, zusammen mit Messmarken der aktuell projizierten zweiten Schaltungsebene ein Overlay-Target zu bilden. Das Overlay-Messgerät 22 umfasst einen weiteren Substrathalter 23, der geeignet ist, den Halbleiterwafer 10 aufzunehmen.
  • Auf der Vorderseite des Halbleiterwafers 10 ist eine Resiststruktur 14' aufgebracht, die durch Entwickeln aus der Resistschicht 14 entstandem ist. Das Overlay-Messgerät 22 umfasst darüber hinaus eine weitere Lichtquelle 24, um die Vorderseite des Halbleiterwafers 10 mit Licht zu bestrahlen. Das von der Vorderseite des Halbleiterwafers 10 reflektierte Licht wird in einem Mikroskop 26 nachgewiesen, das mit einem Verarbeitungsmittel, beispielsweise einem Prozessor 27 verbunden ist. Mittels des Mikroskops 26 und des Prozessors 27 werden Messdaten von Overlay-Targets der einzelnen Belichtungsfelder verarbeitet.
  • Hier setzt das erfindungsgemäße Verfahren in seinen beiden Teilaspekten an. Die Belichtungsfelder werden einer ersten Teilmenge und einer zweiten Teilmenge zugewiesen, wie in 3 gezeigt ist. Jedes Belichtungsfeld weist mehrere Overlay-Targets auf, die von ersten Messmarken in der ersten Schaltungsebene und zweiten Messmarken in der zweiten Schaltungsebene werden. Beispielhaft ist in 3 ein Belichtungsfeld 28 dargestellt, das fünf Overlay-Targets 30 umfasst, wobei mindestens vier Overlay-Targets 30 an jeweils einer Ecke eines das Belichtungsfeld umgebenden Sägerahmens angeordnet sind.
  • Das Aufteilen der Belichtungsfelder in die erste Teilmenge und die zweite Teilmenge wird so ausgeführt, dass die erste Teilmenge nur einen kleine Anteil, beispielsweise 10%, der Belichtungsfelder beinhaltet. Damit wird der Zeitaufwand bei der Vermessung des Halbleiterwafers 10 mit dem Overlay-Messgerät 22 deutlich verringert, was zu einem höheren Durchsatz führt.
  • Die ersten Messmarken 32 der ersten Schaltungsebene sind in 3 durch kreisförmige Symbole und zweite Messmarken 34 der zweiten Schaltungsebene in Form eines Kreuzes dargestellt. In 3 sind beispielhaft insgesamt neun Belichtungsfelder gezeigt, die jeweils fünf Overlay-Targets umfassen und zusammen die erste Teilmenge 36 repräsentieren. Durch Vermessung dieser Overlay-Targets erhält man die ersten Versatzwerte der ersten Teilmenge 36.
  • Wie bereits eingangs erwähnt setzten sich die ersten Versatzwerte für jedes Overlay-Target 30 der ersten Teilmenge aus einem systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammen. Bei der Bestimmung der ersten Versatzwerte mittels des Overlay-Messgeräts werden die ersten Versatzwerte jeweils getrennt für eine erste Koordinatenachse, die in 3 als x-Richtung bezeichnet ist, und für eine zweite Koordinatenachse, die in 3 als y-Richtung bezeichnet ist, bestimmt.
  • Nachfolgend wird der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld 26 der ersten Teilmenge 36 anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats 5 bestimmt. Dazu wird ein Simulationsmodell des Projektionsapparats 5 bereitgestellt, das geeignet ist, einen Translationsfehler, einen Grid-Rotationsfehler, einen Grid-Vergrößerungsfehler, einen Feld-Rotationsfehler und einen Feld-Vergrößerungsfehler jeweils in zwei senkrecht zueinander stehenden Koordinatenachsen anzugeben.
  • Zur Bestimmung von systematischen Lagefehlern mit dem Simulationsmodell werden beispielsweise für einen Wafer-Scanner der Firma CANON folgende Berechnung durchgeführt: Ovl_X(x,y) = TransX + CF(x)·GMagX – CF(y)·GRotY + IF(x)·FMagX – IF(y)·FrotY, und Ovl_Y(x,y) = TransY + CF(y)·GMagY + CF(x)·GRotX + IF(y)·FMagY + IF(x)·FrotX.
  • Bei dieser Berechnungsvorschrift bezeichnet x die Position des Belichtungsfeldes entlang der ersten Koordinatenachse und y die Position des Belichtungsfeldes entlang der zweiten Koordinatenachse. Ziel der Berechnung ist es, den systematischen Lagefehler Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) in beiden Koordinatenrichtungen zu bestimmen. Dieser Lagefehler setzt sich aus folgenden Beiträgen zusammen: TransX bzw. TransY sind Parameter des Translationsfehlers, GMagX bzw. GMagY repräsentieren Parameter des Grid-Vergrößerungsfehlers, GRotX bzw. GRotY Parameter des Grid-Rotationsfehlers, FMagX bzw. FMagY Parameter des Feld-Vergrößerungsfehlers und FRotX bzw. FRotY Parameter des Feld-Rotationsfehlers. Diese werden jeweils in x-Richtung und y-Richtung angegeben.
  • Die Symbole CF bzw. IF repräsentieren eine Zerlegung der Koordinatenwerte in einen Beitrag auf dem Halbleiterwafer bzw. innerhalb eines Belichtungsfeldes, d.h. für die Koordinatenwerte in x-Richtung und y-Richtung gilt: x = CF(x) + IF(x), und y = CF(y) + IF(y).
  • Anschließend wird für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge aus den ersten Versatzwerten und den systematischen Lagefehlern ein residualer Fehlerwert bestimmt wird.
  • Der residuale Fehlerwert wird für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge gemäß folgender Gleichungen berechnet: Res_X = M_X – Ovl_X(x,y), und Res_Y = M_Y – Ovl_Y(x,y).
  • Dabei repräsentieren Res_X bzw. Res_Y den residualen Fehlerwert in x- bzw. y-Richtung und M_X bzw. M_Y den ersten Versatzwert in x- bzw. y-Richtung.
  • Anschließend wird die Standardabweichung des residualen Fehlerwertes in x- und y-Richtung bestimmt. Deren Wert errechnet sich aus der Wurzel der Summe der Quadrate der residualen Fehlerwert in x- bzw. y-Richtung. Diese Berechnung ist dem Fachmann bekannt und wird deshalb hier nicht genauer erläutert.
  • Anschließend wird die Standardabweichung des residualen Fehlerwertes in x- und y-Richtung zur Bestimmung der zehn Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates herangezogen. Dazu wird ein lineares Gleichungssystem aufgestellt, wobei für alle Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates der minimale Wert der Standardabweichung bestimmt wird. Diese Parameter des Simulationsmodells können auch an den Projektionsapparat zurückgeführt werden, um den jeweiligen Lagefehler schon bei der Belichtung zu korrigieren.
  • Die residualen Fehlerwerte in x- und y-Richtung werden anschließend zur Bestimmung eines mittleren Lagefehlers herangezogen und stellen die um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge dar.
  • Darüber hinaus wird aus den residualen Fehlerwerten in x- und y-Richtung ein Wert für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers anhand einer Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt. Dazu ist beispielsweise eine Normalverteilung geeignet, wobei für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers die Standartabweichung der residualen Fehlerwerte jeweils in x- und y-Richtung bestimmt werden. Dies ist jedoch nicht einschränkend zu verstehen, da dem Fachmann viele Wahrscheinlichkeitsverteilungen bekannt sind, die für diesen Schritt verwendet werden können.
  • Bis zu dieser Stelle des Verfahrens wurden die systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells und statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers aus der Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt. Diese Größen werden im Folgenden dafür verwendet die nicht mit dem Overlay-Messgerät 22 vermessenen zweiten Versatzwerte zu bestimmen.
  • Die zweiten Versatzwertes für jedes Belichtungsfeld 5 der zweiten Teilmenge setzen sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammen. Der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler wird anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt. Dazu werden die Koordinatenwerte der Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge in die Berechnungsvorschriften für den systematischen Lagefehler Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) eingesetzt.
  • Dazu werden die Werte Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) der systematischen Lagefehler in x- und y-Richtung an wenigstens vier Positionen innerhalb des Belichtungsfeldes berechnet. Aus diesen vier Werten für Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) wird im Folgenden
    der maximalen Werte der systematischen Lagefehler jeweils in x- und y-Richtung bestimmt. Es ist aber auch vorgesehen beispielsweise den Mittelwert oder eine andere geeignete Größe, z.B. gewichteter Mittelwert, geometrischer Mittelwert, kleinster Wert o.ä., zu verwenden
  • Das Bestimmen des zweiten Versatzwertes in x-Richtung wird anhand folgender Gleichung durchgeführt: B_X = Ovl_X(x,y) + 3·SIGMA.
  • Dabei repräsentieren x die Position des Belichtungsfeldes, B_X den zweiten Versatzwert in x-Richtung, Ovl_X(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in x-Richtung und SIGMA die Standardabweichung SIGMA der residu alen Fehlerwerte. Die Multiplikation der Standardabweichung der residualen Fehlerwerte mit dem Faktor drei hat in der Praxis die besten Ergebnisse erzielt. Es soll jedoch explizit nicht ausgeschlossen werden, auch andere Faktoren zu verwenden, die beispielsweise im Bereich von eins bis fünf liegen können. Für Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die nicht normalverteilt sind, kann eine ähnliche Größe angegeben werden. Es ist im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen, den statistischen Beitrag, der hier durch die Standardabweichung SIGMA repräsentiert ist, aus beliebigen Verteilungen oder auch durch Anpassung an Messwerte zu bestimmen.
  • Analog erfolgt das Bestimmen des zweiten Versatzwertes in y-Richtung anhand folgender Gleichung: B_Y = Ovl_Y(x,y) + 3·SIGMA.
  • Dabei repräsentieren y die Position des Belichtungsfeldes, B_Y den zweiten Versatzwert in y-Richtung, Ovl_Y(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in y-Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte.
  • Das Ergebnis der Berechnung der zweiten Versatzwerte in x-Richtung und y-Richtung ist graphisch in 4 illustriert. Die errechneten zweiten Versatzwerte werden in dieser Darstellung durch Overlay-Targets repräsentiert, deren erste und zweite Messmarken entsprechende zweite Versatzwerte aufweisen. Für Belichtungsfelder, die der ersten Teilmenge angehören, wird ebenfalls ein entsprechendes Overlay-Target eingezeichnet. Es ist im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen, dass die zweite Teilmenge um die Belichtungsfelder der ersten Teilmenge erweitert wird, so dass sämtliche Belichtungsfelder auf dem Halbleiterwafer 10 durch jeweils einen Versatzwert repräsentiert werden, der anhand oben genannter Berechnungsvorschriften gewonnen wurde.
  • Aus den zweiten Versatzwerten B_X bzw. B_Y wird im Folgenden eine Verteilung oder Histogramm 40 der zweiten Versatzwerte gebildet. Das Histogramm 40 kann auch die ersten Versatzwerte berücksichtigen oder um die für die Belichtungsfelder der ersten Teilmenge analog zu den zweiten Versatzwerten berechneten Versatzwerte erweitert werden, so dass die zweiten Versatzwerte für den gesamten Halbleiterwafer bestimmt werden. Ein typisches Histogramm 40 ist in 5 gezeigt.
  • Um eine einfache Bestimmung des Histogramm 40 der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte zu ermöglichen, wird ein Datenfeld mit ersten Speicherstellen bereitgestellt. Die ersten Speicherstellen sind geeignet, wenigstens einen Zahlenwert zu speichern. Der Inhalt jeder Speicherstelle umfasst die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte. Dazu wird jeder ersten Speicherstelle jeweils ein Bereich von Versatzwerten zugeordnet. Das Datenfeld deckt somit Versatzwerte innerhalb einer vorgegebenen unteren Grenze und einer vorgegebenen oberen Grenze ab. Durch Zuweisen jedes ersten Versatzwertes und zweiten Versatzwertes an eine der ersten Speicherstellen werden die ersten Versatzwerte und zweiten Versatzwerte wie in einem Histogramm abgespeichert, das durch die Speicherzellen repräsentiert wird.
  • Der in modernen Fertigungsprozessen relevante Bereich von Versatzwerten umfasst beispielsweise bei der Fertigung von Halbleiterspeichern die untere Grenze von ungefähr 5 nm und die obere Grenze von ungefähr 25 nm. Der Bereich von Versatz werten, der einer ersten Speicherstelle zugewiesen wird, beträgt beispielsweise etwa 0,25 nm. In 5 wird das Histogramm 40 gemäß diesen Werten für die untere Grenze und die obere Grenze gezeigt.
  • Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch vorgesehen, die ersten Speicherzellen so auszuführen, dass die ersten Versatzwerte oder die zweiten Versatzwerte jeweils getrennt für einen Anteil in x-Richtung für einen Anteil in y-Richtung abgespeichert werden können.
  • Aus dem Histogramm 40 wird im Folgenden eine Häufigkeitsverteilung 42 bestimmt. Die Häufigkeitsverteilung 42 dient dazu, zu bestimmen, welcher Anteil 44 der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts 46 liegt. Um diesen Anteil zu bestimmen, wird in einer möglichen Ausführungsform das Datenfeld um zweite Speicherstellen erweitert.
  • Die zweiten Speicherstellen umfassen für ihren Bereich die Summe der Anzahl der ab der unteren Grenze zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte. Dadurch wird ein kumuliertes Histogramm oder Häufigkeitsverteilung 42 erzeugt, das in einem nachfolgenden Schritt auf die Gesamtzahl der ersten Versatzwerte und zweiten Versatzwerte normiert wird. Die zweiten Speicherzellen sind darüber hinaus geeignet, die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte jeweils getrennt für einen Anteil in Richtung einer ersten Koordinatenachse und einen für einen Anteil in Richtung einer zweiten Koordinatenachse abzuspeichern. Die kumulierte und normierte Häufigkeitsverteilung 42 ist in 6 gezeigt, wobei die Häufigkeitsverteilung 42 aus dem Histogramm 40 gemäß 5 berechnet wurde.
  • Um die Normierung durchzuführen, wird beispielsweise ein Zähler vorgesehen ist, der geeignet ist, die Gesamtzahl von ersten Versatzwerten und zweiten Versatzwerten zu bestimmen.
  • Diese Gesamtzahl wird dann zur Normierung des Inhalts der zweiten Speicherzellen herangezogen.
  • In 7 ist in einer vergrößerten Darstellung der relevante Bereich zur Bestimmung des Anteils 44 der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenen Versatzwerts 46 gezeigt. In diesem Beispiel beträgt der vorgegebene Versatzwert 46 ungefähr 20 nm, wobei beispielhaft gefordert wird, dass der vorgegebene Anteil 44 der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenes Versatzwertes wenigstens 99% beträgt. wie in 7 zu erkennen ist würde dieser Halbleiterwafer 10 diese Overlay-Spezifikation erfüllen und kann den weiteren Prozess-Schritten der Fertigung zugeführt werden.
  • Diejenigen Halbleiterwafer 10, deren erste Versatzwerte und zweite Versatzwerte einen niedrigeren Anteil aufweisen, werden einer Nachbearbeitung zugeführt. Die Nachbearbeitung umfasst beispielsweise das Entfernen der Resistschicht. Nachfolgend wird eine weitere Resistschicht auf die Vorderseite des Halbleiterwafers 10 aufgebracht und danach wird das Schaltungsmusters erneut in die Belichtungsfelder auf der weiteren Resistschicht projiziert.
  • In 8 sind die wesentlichen Verfahrensschritte bei der Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, insbesondere bei der Strukturierung eines Halbleiterwafers mit einem Schaltungsmuster, zusammengefasst, die den ersten Aspekt der Erfindung darstellen.
  • Im Schritt 100 erfolgt das Bereitstellen eines Halbleiterwafers 10 mit einer auf einer Vorderseite des Halbleiterwafers 10 aufgebrachten Resistschicht 14.
  • Anschließend wird im Schritt 102 das Bereitstellen von wenigstens zwei Schaltungsebenen zur Projektion je eines Schaltungsmusters zur Bildung einer integrierten Schaltung durchgeführt.
  • Nach dem Bereitstellen eines Projektionsapparates 5 im Schritt 104 und dem Bereitstellen eines eine Berechnungsvorschrift enthaltenden Simulationsmodells für den Projektionsapparat 5 im Schritt 106 erfolgt das Aufteilen der Vorderseite des Halbleiterwafers 10 in eine Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern 26.
  • Anschließend wird im Schritt 108 das Schaltungsmuster sukzessive in Belichtungsfelder 26 auf die Resistschicht 14 projiziert.
  • Danach erfolgt im Schritt 110 das Aufteilen der Belichtungsfelder 26 in eine erste Teilmenge 36 und in eine zweite Teilmenge.
  • Anschließend werden im Schritt 112 erste Versatzwerte für jedes Overlay-Target 30 in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge bestimmt, wobei sich die ersten Versatzwerte aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen.
  • Danach erfolgt das Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld 26 der ersten Teilmenge 36 anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats 5 im Schritt 114 und das Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge im Schritt 116. Anschließend wird im Schritt 118 ein zweiter Versatzwert für jedes Belichtungsfeld 5 der zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, bestimmt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird.
  • Abschließend erfolgt im Schritt 120 das Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung 42 der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil 44 der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts 46 liegt.
  • In 9 sind die wesentlichen Verfahrensschritte bei der Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts, zusammengefasst, die den zweiten Aspekt der Erfindung darstellen.
  • Im Schritt 130 erfolgt das Bereitstellen eines Eingangsdatensatzes, der eine Vielzahl von ersten Versatzwerten umfasst, wobei die ersten Versatzwerte aus Messungen einer ersten Teilmenge von Overlay-Targets zweier Schaltungsebenen, die in einer Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern 26 auf einem Halbleiterwafer 10 mit einem Projektionsapparat 5 aufgebracht wurden, bestimmt wurden und sich aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen.
  • Im Schritt 132 wird ein eine Berechnungsvorschrift enthaltendes Simulationsmodell für den Projektionsapparat 5 bereitgestellt.
  • Anschließend erfolgt im Schritt 134 das Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld 26 der ersten Teilmenge 36 anhand des Simulationsmodells des Projektionsapparats 5 und danach im Schritt 136 das Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge.
  • Anschließend wird im Schritt 138 ein zweiter Versatzwert für jedes Belichtungsfeld 26 einer von der ersten Teilmenge verschiedenen zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, bestimmt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird.
  • Abschließend erfolgt im Schritt 140 das Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung 42 der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil 44 der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts 46 liegt.
  • Das Verfahren gemäß 9 ist insbesondere geeignet, das Overlay-Messgerät 22 gemäß 2 zu steuern. Das Overlay-Messgerät 22, wie in 2 gezeigt, umfasst neben dem Substrathalter 23, der geeignet ist den Halbleiterwafer 10 aufzunehmen, der Lichtquelle 24 zur Beleuchtung des auf dem Substrathalter 23 abgelegten Halbleiterwafers 10 und dem Mikroskop 26, das geeignet ist, von dem Halbleiterwafer 10 reflektiertes Licht der Lichtquelle 24 zu detektieren und daraus einen Eingangsdatensatz zu erzeugen, ein Verarbeitungsmittel 27. Dem Verarbeitungsmittel 27 wird der Eingangsdatensatz zu geführt, wobei das Verarbeitungsmittel 27 geeignet ist, das Verfahren gemäß 9 auszuführen.
  • Das Verarbeitungsmittel 27 umfasst beispielsweise einen oder mehrere Prozessoren, die über eine Verbindung, beispielsweise ein Netzwerk, mit einem Rechner verbunden sind. Auf einem für den Rechner lesbarem Speichermedium, beispielsweise ein magnetischer Datenträger oder ein optischer Datenträger, sind die Befehle gespeichert sind, die es dem einem oder den mehreren Prozessoren ermöglichen, das Verfahren zur Steuerung des Overlay-Messgeräts 22 auszuführen.
  • 5
    Projektionsapparat
    10
    Halbleiterwafer
    12
    Substrathalter
    14
    Resistschicht
    16
    Lichtquelle
    18
    Reticle
    20
    Projektionsobjektiv
    22
    Overlay-Messgerät
    24
    weitere Lichtquelle
    26
    Mikroskop
    27
    Verarbeitungsmittel
    28
    Belichtungsfeld
    30
    Overlay-Target
    32
    erste Messmarke
    34
    zweite Messmarke
    36
    erste Teilmenge
    38
    residualer Fehlerwert
    40
    Histogramm
    42
    Häufigkeitsverteilung
    44
    Anteil
    46
    maximaler Versatzwert
    100–138
    Verfahrenschritte

Claims (46)

  1. Verfahren zur Bestimmung von Lagefehlern bei der photolithographischen Projektion, insbesondere bei der Strukturierung eines Halbleiterwafers mit einem Schaltungsmuster, umfassend folgende Schritte: – Bereitstellen eines Halbleiterwafers (10) mit einer auf einer Vorderseite des Halbleiterwafers (10) aufgebrachten Resistschicht (14); – Bereitstellen von wenigstens zwei Schaltungsebenen zur Projektion je eines Schaltungsmusters zur Bildung einer integrierten Schaltung, wobei für die erste Schaltungsebene mehrere erste Messmarken (32) vorgesehen sind, die geeignet sind, zusammen mit zweiten Messmarken (34) der zweiten Schaltungsebene jeweils ein Overlay-Target (30) zu bilden; – Bereitstellen eines Projektionsapparates (5); – Bereitstellen eines eine Berechnungsvorschrift enthaltenden Simulationsmodells für den Projektionsapparat (5); – Aufteilen der Vorderseite des Halbleiterwafers (10) in eine Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern (26); – Sukzessives Projizieren des Schaltungsmusters in Belichtungsfelder (26) auf die Resistschicht (14), um eine Resiststruktur zu bilden; – Aufteilen der Belichtungsfelder (26) in eine erste Teilmenge (36) und in eine zweite Teilmenge; – Bestimmen von ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target (30) in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge, wobei sich die ersten Versatzwerte aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen; – Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld (26) der ersten Teilmenge (36) anhand eines Simulationsmodells des Projektionsapparats (5); – Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge; – Bestimmen eines zweiten Versatzwertes für jedes Belichtungsfeld (5) der zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird; und – Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung (42) der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil (44) der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts (46) liegt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Schritt des Bereitstellens des Schaltungsmusters umfasst, dass das Schaltungsmuster von einem im wesentlichen rechteckigen Sägerahmen umgeben ist und für die erste Schaltungsebene mindestens vier erste Messmarken vorgesehen sind, die geeignet sind, zusammen mit mindestens vier zweiten Messmarken der zweiten Schaltungsebene jeweils ein Overlay-Target (30) zu bilden, wobei die mindestens vier Overlay-Targets (40) an jeweils einer Ecke des Sägerahmens angeordnet sind.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem der Schritt des Bereitstellens des Projektionsapparats (5) umfasst, dass für den Projektionsapparat (5) ein Wafer-Scanner bereitgestellt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der Schritt des Bereitstellens des Simulationsmodells umfasst, dass ein Simulationsmodell mit mindestens zehn Parametern bereitgestellt wird, das geeignet ist, einen Translationsfehler, einen Grid- Rotationsfehler, einen Grid-Vergrößerungsfehler, einen Feld-Rotationsfehler und einen Feld-Vergrößerungsfehler jeweils in zwei senkrecht zueinander stehenden Koordinatenachsen anzugeben.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem zur Bestimmung von systematischen Lagefehlern mit dem Simulationsmodell folgende Berechnung durchgeführt wird: Ovl_X(x,y) = TransX + CF(x)·GMagX – CF(y)·GRotY + IF(x)·FMagX – IF(y)·FRotY, und Ovl_Y(x,y) = TransY + CF(y)·GMagY + CF(x)·GRotX + IF(y)·FMagY + IF(x)·FRotX;wobei x die Position des Belichtungsfeldes entlang der ersten Koordinatenachse, y die Position des Belichtungsfeldes entlang der zweiten Koordinatenachse, Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) den systematischen Lagefehler, TransX bzw. TransY Parameter des Translationsfehlers, GMagX bzw. GMagY Parameter des Grid-Vergrößerungsfehlers, GRotX bzw. GRotY Parameter des Grid-Rotationsfehlers, FMagX bzw. FMagY Parameter des Feld-Vergrößerungsfehlers und FRotX bzw. FRotY Parameter des Feld-Rotationsfehlers jeweils in x-Richtung und y-Richtung repräsentieren und CF bzw. IF eine Zerlegung der Koordinatenwerte in einen Beitrag auf dem Halbleiterwafer bzw, innerhalb eines Belichtungsfeldes repräsentieren.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Schritt des Bestimmens von ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target (30) in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge umfasst: – Bereitstellen eines Overlay-Messgeräts (22); und – Vermessen der Overlay-Targets (30) in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge mit dem Overlay-Messgerät (22).
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die ersten Versatzwerte jeweils in x-Richtung und y-Richtung bestimmt werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem darüber hinaus für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge aus den ersten Versatzwerten und den systematischen Lagefehlern ein residualer Fehlerwert für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge bestimmt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem der residuale Fehlerwert gemäß folgender Gleichungen berechnet wird: Res_X = M_X – Ovl_X(x,y) und Res_Y = M_Y – Ovl_Y(x,y), wobei Res_X bzw. Res_Y den residualen Fehlerwert in x- bzw. y-Richtung und M_X bzw. M_Y den ersten Versatzwert in x- bzw. y-Richtung repräsentieren.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, bei dem darüber hinaus die Standardabweichung des residualen Fehlerwertes in x- und y-Richtung bestimmt wird, die anschließend zur Bestimmung der zehn Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates herangezogen werden, indem der minimale Wert der Standardabweichung bestimmt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, bei dem der Schritt des Bestimmens des mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge umfasst, dass der Mittelwert der residualen Fehlerwerte in x- und y-Richtung als mittlerer Lagefehler bestimmt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem darüber hinaus aus den residualen Fehlerwerten in x- und y-Richtung ein Wert für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers anhand einer Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem darüber hinaus die Wahrscheinlichkeitsverteilung eine Normalverteilung ist und für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers die Standartabweichung der residualen Fehlerwerte jeweils in x- und y-Richtung bestimmt werden.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 13, bei dem der Schritt des Bestimmens der zweiten Versatzwerte für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge umfasst: – Berechnen der Werte Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) der systematischen Lagefehler in x- und y-Richtung an wenigstens vier Positionen innerhalb des Belichtungsfeldes; – Bestimmen der maximalen Werte der systematischen Lagefehler jeweils in x- und y-Richtung; – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in x-Richtung anhand folgender Gleichung: B_X = Ovl_X(x,y) + 3·SIGMA, wobei x die Position des Belichtungsfeldes, B_X den zweiten Versatzwert in x-Richtung, Ovl_X(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in x-Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren; und – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in y-Richtung anhand folgender Gleichung: B_Y = Ovl_Y(x,y) + 3·SIGMA, wobei y die Position des Belichtungsfeldes, B_Y den zweiten Versatzwert in y-Richtung, Ovl_Y(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in y- Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem der Schritt des Aufteilens der Belichtungsfelder in die erste Teilmenge und die zweite Teilmenge umfasst, dass die erste Teilmenge ungefähr 10% der Belichtungsfelder beinhaltet.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem der Schritt des Bereitstellens der Schaltungsebenen umfasst, dass ein Schaltungsentwurf eines Halbleiterspeichers mit dynamischen Speicherzellen umfassend Grabenkondensatoren bereitgestellt wird, der im Bereich der Grabenkondensatoren kleinste Abmessungen von 100 nm oder weniger aufweist.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte umfasst, dass der vorgegebene Versatzwert (46) ungefähr 20 nm beträgt.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte umfasst, dass der vorgegebene Anteil (44) der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenes Versatzwertes wenigstens 99% beträgt.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem für Halbleiterwafer, deren erste Versatzwerte und zweite Versatzwerte einen niedrigeren Anteil aufweisen, folgender Schritt ausgeführt wird: – Zuführen des Halbleiterwafers zu einer Nachbearbeitung.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem der Schritt des Zuführens zur Nachbearbeitung folgendes umfasst: – Entfernen der Resistschicht; – Aufbringen einer weiteren Resistschicht auf die Vorderseite des Halbleiterwafers (10); und – erneutes Projizieren des Schaltungsmusters in die Belichtungsfelder auf der weiteren Resistschicht.
  21. Verfahren zur Auswertung von Messergebnissen eines Overlay-Messgeräts, das folgende Schritte umfasst: – Bereitstellen eines Eingangsdatensatzes, der eine Vielzahl von ersten Versatzwerten umfasst, wobei die ersten Versatzwerte aus Messungen einer ersten Teilmenge von Overlay-Targets zweier Schaltungsebenen, die in einer Mehrfachanordnung von Belichtungsfeldern (26) auf einem Halbleiterwafer (10) mit einem Projektionsapparat (5) aufgebracht wurden, bestimmt wurden und sich aus ersten systematischen Lagefehlern und einem mittleren Lagefehler zusammensetzen; – Bereitstellen eines eine Berechnungsvorschrift enthaltenden Simulationsmodells für den Projektionsapparat (5); – Bestimmen der systematischen Lagefehler in jedem Belichtungsfeld (26) der ersten Teilmenge (36) anhand des Simulationsmodells des Projektionsapparats (5); – Bestimmen eines mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge; – Bestimmen eines zweiten Versatzwertes für jedes Belichtungsfeld (26) einer von der ersten Teilmenge verschiedenen zweiten Teilmenge, der sich aus zweiten systematischen Lagefehlern und dem mittleren Lagefehler zusammensetzt, wobei der Beitrag der zweiten systematischen Lagefehler anhand des Simulationsmodells für die Belichtungsfelder der zweiten Teilmenge bestimmt wird; und – Bestimmen einer Häufigkeitsverteilung (42) der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte, um zu bestimmen, welcher Anteil (44) der Belichtungsfelder innerhalb eines vorgegebenen Versatzwerts (46) liegt.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem der Schritt des Bereitstellens des Simulationsmodells umfasst, dass ein Simulationsmodell mit mindestens zehn Parametern bereitgestellt wird, das geeignet ist, einen Translationsfehler, einen Grid-Rotationsfehler, einen Grid-Vergrößerungsfehler, einen Feld-Rotationsfehler und einen Feld-Vergrößerungsfehler jeweils in zwei senkrecht zueinander stehenden Koordinatenachsen anzugeben.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem zur Bestimmung von systematischen Lagefehlern anhand des Simulationsmodells folgende Berechnung durchgeführt wird: Ovl_X(x,y) = TransX + CF(x)·GMagX – CF(y)·GRotY + IF(x)·FMagX – IF(y)·FRotY, und Ovl_Y(x,y) = TransY + CF(y)·GMagY + CF(x)·GRotX + IF(y)·FMagY + IF(x)·FRotX;wobei x die Position des Belichtungsfeldes entlang der ersten Koordinatenachse, y die Position des Belichtungsfeldes entlang der zweiten Koordinatenachse, Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) den systematischen Lagefehler, TransX bzw. TransY Parameter des Translationsfehlers, GMagX bzw. GMagY Parameter des Grid-Vergrößerungsfehlers, GRotX bzw. GRotY Parameter des Grid-Rotationsfehlers, FMagX bzw. FMagY Parameter des Feld-Vergrößerungsfehlers und FRotX bzw. FRotY Parameter des Feld-Rotationsfehlers jeweils in x-Richtung und y-Richtung repräsentieren und CF bzw. IF eine Zerlegung der Koordinatenwerte in einen Beitrag auf dem Halbleiterwafer bzw. innerhalb eines Belichtungsfeldes repräsentieren.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, bei dem der Schritt des Bestimmens von ersten Versatzwerten für jedes Overlay-Target (30) in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge umfasst: – Bereitstellen eines Overlay-Messgeräts (22); und – Vermessen der Overlay-Targets (30) in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge mit dem Overlay-Messgerät (22).
  25. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24, bei dem die ersten Versatzwerte jeweils in x-Richtung und y-Richtung bestimmt werden.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25, bei dem darüber hinaus für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge aus den ersten Versatzwerten und den systematischen Lagefehlern ein residualer Fehlerwert für jedes Overlay-Target in jedem Belichtungsfeld der ersten Teilmenge bestimmt wird.
  27. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem der residuale Fehlerwert gemäß folgender Gleichungen berechnet wird: Res_X = M_X – Ovl_X(x,y) und Res_Y = M_Y – Ovl_Y(x,y), wobei Res_X bzw. Res_Y den residualen Fehlerwert in x- bzw. y-Richtung und M_X bzw. M_Y den ersten Versatzwert in x- bzw. y-Richtung repräsentieren.
  28. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 oder 27, bei dem darüber hinaus die Standardabweichung des residualen Fehlerwertes in x- und y-Richtung bestimmt wird, die anschließend zur Bestimmung der zehn Parameter des Simulationsmodells des Projektionsapparates herangezogen werden, indem der minimale Wert der Standardabweichung bestimmt wird.
  29. Verfahren nach Anspruch 26 bis 28, bei dem der Schritt des Bestimmens des mittleren Lagefehlers anhand der um die systematischen Lagefehler korrigierten ersten Versatzwerte der Belichtungsfelder der ersten Teilmenge umfasst, dass der Mittelwert der residualen Fehlerwerte in x- und y-Richtung als mittlerer Lagefehler bestimmt wird.
  30. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 29, bei dem darüber hinaus aus den residualen Fehlerwerten in x- und y-Richtung ein Wert für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers anhand einer Wahrscheinlichkeitsverteilung bestimmt wird.
  31. Verfahren nach Anspruch 30, bei dem darüber hinaus die Wahrscheinlichkeitsverteilung eine Normalverteilung ist und für die statistische Fluktuation des mittleren Lagefehlers die Standartabweichung der residualen Fehlerwerte jeweils in x- und y-Richtung bestimmt werden.
  32. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 31, bei dem der Schritt des Bestimmens der zweiten Versatzwerte für jedes Belichtungsfeld der zweiten Teilmenge umfasst: – Berechnen der Werte Ovl_X(x,y) bzw. Ovl_Y(x,y) der systematischen Lagefehler in x- und y-Richtung an wenigstens vier Positionen innerhalb des Belichtungsfeldes; – Bestimmen der maximalen Werte der systematischen Lagefehler jeweils in x- und y-Richtung; – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in x-Richtung anhand folgender Gleichung: B_X = Ovl_X(x,y) + 3·SIGMA, wobei x die Position des Belichtungsfeldes, B_X den zweiten Versatzwert in x-Richtung, Ovl_X(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in x- Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren; und – Bestimmen des zweiten Versatzwertes in y-Richtung anhand folgender Gleichung: B_Y = Ovl_Y(x,y) + 3·SIGMA, wobei y die Position des Belichtungsfeldes, B_Y den zweiten Versatzwert in y-Richtung und Ovl_Y(x,y) den aus dem Simulationsmodell bestimmten systematischen Lagefehler in y-Richtung und SIGMA die Standardabweichung der residualen Fehlerwerte repräsentieren.
  33. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 32, bei dem der Schritt des Aufteilens der Belichtungsfelder in die erste Teilmenge und die zweite Teilmenge umfasst, dass die erste Teilmenge ungefähr 10% der Belichtungsfelder beinhaltet.
  34. Verfahren nach Anspruch 33, bei dem der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte umfasst, dass der vorgegebene Versatzwert (46) ungefähr 20 nm beträgt.
  35. Verfahren nach Anspruch 34, bei dem der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte umfasst, dass der vorgegebene Anteil (44) der Belichtungsfelder innerhalb des vorgegebenen Versatzwertes wenigstens 99% beträgt.
  36. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, bei dem der Schritt des Bestimmens der Häufigkeitsverteilung der ersten Versatzwerte und der zweiten Versatzwerte folgendes umfasst: – Bereitstellen eines Datenfeldes mit ersten Speicherstellen, die geeignet sind, wenigstens einen Zahlenwert zu speichern, wobei jeder ersten Speicherstelle jeweils ein Bereich von Versatzwerten zugeordnet wird, so dass das Daten feld Versatzwerte innerhalb einer vorgegebenen unteren Grenze und einer vorgegebenen oberen Grenze abdeckt; und – Zuweisen jedes ersten Versatzwertes und zweiten Versatzwertes an eine Speicherstelle, wobei der Inhalt der Speicherstelle die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte umfasst.
  37. Verfahren nach Anspruch 36, bei dem die untere Grenze einen Versatzwert von ungefähr 5 nm und die obere Grenze einen Versatzwert von ungefähr 25 nm repräsentieren und bei dem der Bereich einer Speicherstelle etwa 0,25 nm repräsentiert.
  38. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 37, bei dem die ersten Speicherzellen darüber hinaus geeignet sind, die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte jeweils getrennt für einen Anteil in Richtung einer ersten Koordinatenachse und einen für einen Anteil in Richtung einer zweiten Koordinatenachse abzuspeichern.
  39. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 38, bei dem das Datenfeld darüber hinaus zweite Speicherzellen umfasst, die jeweils einer ersten Speicherstelle entsprechen, wobei der Inhalt der zweiten Speicherstelle die Summe der Inhalte derjenigen ersten Speicherzellen umfasst, die gleichen oder kleineren ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte zugewiesenen wurden.
  40. Verfahren nach Anspruch 39, bei dem die zweiten Speicherzellen darüber hinaus geeignet sind, die Anzahl der ihr zugewiesenen ersten Versatzwerte oder zweiten Versatzwerte jeweils getrennt für einen Anteil in Richtung einer ersten Koordinatenachse und einen für einen Anteil in Richtung einer zweiten Koordinatenachse abzuspeichern.
  41. Verfahren nach Anspruch 40, bei dem ein Zähler vorgesehen ist, der geeignet ist, die Gesamtzahl von ersten Versatzwerten und zweiten Versatzwerten zu bestimmen, und bei dem der Inhalt der zweiten Speicherzellen jeweils auf die Gesamtzahl normiert wird.
  42. Overlay-Messgerät, das folgendes umfasst: – einen Substrathalter, der geeignet ist einen Halbleiterwafer auf zunehmen; – eine Lichtquelle zur Beleuchtung eines auf dem Substrathalter abgelegten Halbleiterwafers; und – ein Mikroskop, das geeignet ist, von dem Halbleiterwafer reflektiertes Licht der Lichtquelle zu detektieren und daraus einen Eingangsdatensatz zu erzeugen, der einem Verarbeitungsmittel zugeführt wird, wobei das Verarbeitungsmittel geeignet ist, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35 auszuführen.
  43. Overlay-Messgerät nach Anspruch 42, bei dem das Verarbeitungsmittel einen oder mehrere Prozessoren umfasst.
  44. Für einen Rechner lesbares Speichermedium, auf dem Befehle gespeichert sind, die es einem oder mehreren Prozessoren ermöglichen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 41 auszuführen.
  45. Speichermedium nach Anspruch 44, das einen magnetischen Datenträger umfasst.
  46. Speichermedium nach Anspruch 44, das einen optischen Datenträger umfasst.
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