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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zum Verfolgen von
Produktdaten, beispielsweise Qualitätsdaten, Markeninformation,
Produktionsmaschinenkennung, Produktionszeit, in einer Transportstrecke
der tabakverarbeitenden Industrie.
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Aus
der
DE 102 16 069
A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verfolgen
von Produktdaten einzelner Produkte in einer Maschine der tabakverarbeitenden
Industrie bekannt, die mit einem bestimmten Maschinentakt arbeitet,
d.h. eine bestimmte Zahl von einzelnen Produkten pro Minute verarbeitet.
Die Zuordnung der Produktdaten zu den einzelnen Produkten beruht
dabei auf der genauen Kenntnis des Maschinentakts und der von dem
Produkt in der Maschine zurückgelegten
Weglänge.
Dieses Verfahren läßt sich
nicht auf einen Produktmassenstrom mit einer Vielzahl von ungeordneten
einzelnen Produkten übertragen,
wie beispielsweise in einer Förderstrecke
zwischen einer Zigarettenproduktionsmaschine und einer Packmaschine,
da hier die Zuordnung der Produktdaten zu den einzelnen Produkten verloren
geht. Verstärkt
wird diese Problematik, wenn die Weglänge in der Transportstrecke
variabel ist, wie beispielsweise bei der Verwendung eines variablen Zigarettenspeichers.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und ein System
zum Verfolgen von Produktdaten eines Produktmassenstroms in einer Transportstrecke
der tabakverarbeitenden Industrie bereitzustellen.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe insbesondere durch folgende Schritte und entsprechende
Vorrichtungsmerkmale: Erzeugung von Produktdatensätzen, die
jeweils etwa gleichförmigen
aufeinanderfolgenden Portionen des in die Transportstrecke eintretenden
Produktmassenstroms entsprechen, Schreiben der Produktdatensätze in entsprechende Speichereinheiten
eines FIFO-Speichers, und Lesen der dem aus der Transportstrecke
austretenden Produktmassenstrom entsprechenden Produktdatensätze aus dem
FIFO-Speicher. Die Erfindung beruht insbesondere auf der virtuellen
Portionierung des Produktmassenstroms und der Erzeugung und Speicherung
von Produktdatensätzen,
die den einzelnen Produktportionen entsprechen. Mittels dieser Unterteilung
ist erfindungsgemäß eine Verfolgung über eine Produktportion
gemittelter Produktdaten möglich.
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Ein
FIFO-Speicher ist ein Speichermittel mit einem Speichereingang und
einem Speicherausgang, wobei die Produktdatensätze über den Speichereingang in
das Speichermittel geschrieben und dort in einer festgelegten Reihenfolge
gespeichert werden, und die zuerst in das Speichermittel geschriebenen
Produktdatensätze
in derselben Reihenfolge auch zuerst aus dem Speichermittel über den
Ausgang ausgelesen werden (first in-first out-Prinzip).
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Eine
bevorzugte Umsetzung des FIFO-Speichers ist ein Ringspeicher mit
jeweils einem verschiebbaren Schreib- und Lesezeiger. Vorzugsweise wird
deren Position nach dem Schreiben eines Produktdatensatzes bzw.
nach dem Austreten einer Produktportion aus der Transportstrecke
zu einer logisch benachbarten Speichereinheit verschoben. Weiter vorzugsweise
wird die Position der Schreib- oder Lesezeiger bei einer Unterbrechung
des in die Transportstrecke eintretenden Produktmassenstroms bzw. des
aus der Transportstrecke austretenden Produktmassenstroms festgehalten.
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Eine
weitere bevorzugte Umsetzung des FIFO-Speichers ist ein FIFO-Stapelspeicher
(FIFO stack). Produktdatensätze
von in die Transportstrecke eintretendem Produktmassenstrom werden
in den FIFO-Stapelspeicher geschrieben und Produktdatensätze von
aus der Transportstrecke austretendem Produktmassenstrom werden
aus dem FIFO-Stapelspeichers
gelesen.
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Die
Erfindung ist nicht auf die genannten Umsetzungen eines FIFO-Speichers
beschränkt. Auch
die Verwendung beispielsweise von Schieberegistern ist von der Erfindung
umfaßt.
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Vorzugsweise
erfolgt die Portionierung in gleichmäßige Längenabschnitte des Produktmassenstroms
in Transportrichtung, da diese Größe besonders einfach aus der
För dergeschwindigkeit
bestimmbar ist. Denkbar sind aber auch andere Arten der Portionierung,
beispielsweise in Portionen mit einer etwa gleichen Anzahl von einzelnen
Produkten, oder in Portionen etwa gleichen Gewichts.
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Vorzugsweise
ist die Länge,
bzw. allgemeiner die Größe, der
Produktportionen einstellbar, um eine Anpassung an unterschiedliche
Anforderungen zu ermöglichen.
Vorzugsweise sind die Produktdatensätze zur Speicherung der Länge der
Produktportion in Transportrichtung eingerichtet. Dies kann insbesondere
für Transportstrecken
mit mehreren Förderabschnitten
unterschiedlicher Fördergeschwindigkeit
zweckmäßig sein,
da hier die Länge
der Produktportionen variiert. Vorzugsweise sind die Produktdatensätze zur
Speicherung einer Produktbelegungskennzeichnung eingerichtet, die
angibt, ob der dem Produktdatensatz entsprechende Transportabschnitt
mit Produkt belegt ist. Dies kann zweckmäßig sein, um eine fehlende
oder anderweitige Belegung von Transportabschnitten zu kennzeichnen.
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Zur
Erkennung von in die Transportstrecke eintretendem bzw. daraus austretendem
Produktmassenstrom umfaßt
das Produktdatenverfolgungssystem vorzugsweise entsprechende Eingangs-
bzw. Ausgangssensoren.
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Bei
einer Mehrzahl von Förderabschnitten bzw.
Fördervorrichtungen
in der Förderstrecke
kann es zweckmäßig sein,
jedem Förderabschnitt
bzw. jeder Fördervorrichtung
einen FIFO-Teilspeicher zuzuordnen. Jeder Teilspeicher kann beispielsweise
wie oben beschrieben ein Ringspeicher mit einem Schreib- und Lesezeiger
sein. Jeder Teilspeicher kann beispielsweise auch als FIFO-Stapelspeicher ausgeführt sein.
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Weitere
vorteilhafte Merkmale gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
vorteilhafter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen hervor. Es zeigen:
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1:
eine schematische Übersicht
eines Produktdatenverfolgungssystems für eine Förderstrecke zwischen einer
Zigarettenproduktionsmaschine und einer Packmaschine;
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2:
eine schematische Darstellung eines Produktdatensatzes;
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3A:
eine schematische Darstellung eines durch die Transportstrecke transportierten
Zigarettenmassenstroms zu unterschiedlichen Zeitpunkten;
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3B:
eine schematische Darstellung eines Ringspeichers als FIFO-Speicher
zu den Zeitpunkten gemäß 3A;
und
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3C:
eine schematische Darstellung eines FIFO-Stapelspeichers als FIFO-Speicher
zu den Zeitpunkten gemäß 3A.
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Aus
einer Zigarettenproduktionsmaschine 10 treten Zigaretten
aus und werden in Form eines ungeordneten Zigarettenstroms 11 mit
beispielsweise in der Größenordnung
von 1000 Zigaretten pro Meter Förderstrecke
in Pfeilrichtung mittels einer Förderstrecke 12 zu
einer Packmaschine 13 gefördert. Die Förderstrecke 12 umfaßt eine
Mehrzahl von Fördervorrichtungen 14-17,
die in den Figuren rein schematisch als Förderbänder gezeichnet sind, jedoch
keinesfalls hierauf beschränkt
sind. Die Förderstrecke 12 umfaßt unter
anderem einen FIFO-Zigarettenspeicher 16 mit einer Fördereinrichtung 18,
deren Länge je
nach Speicherbedarf variabel ist, wie in 1 mittels
gestrichelter Linien angedeutet.
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In
der Zigarettenproduktionsmaschine 10 sind Produktdaten
zu den produzierten Zigaretten vorhanden, beispielsweise Zigarettenqualitätsdaten, Markeninformation,
eine Kennzeichnung der Produktionsmaschine 10, Datum und
Uhrzeit der Produktion etc. Das Produktdatenverfolgungssystem umfaßt eine
Datenverarbeitungseinheit 20 mit einem Steuerungsmittel 21 und
einem Speichermittel 22. Das Steuerungsmittel 2l fordert
Produktionsdaten von der Zigarettenproduktionsmaschine 10 an
und schreibt periodisch entsprechende Produktionsdatensätze 30a, 30b, 30c,...
in das Speichermittel 22. Hierdurch wird der Produktmassenstrom 11 virtuell
in Produktportionen 11a, 11b, 11c,... unterteilt,
wie in 1 durch die gepunkteten Linien angedeutet. Wenn
die Fördergeschwindigkeit
des Zigarettenmassenstroms 11 durch die Förderstrecke 12 beispielsweise
20 cm / s beträgt
und das Steuerungsmittel 21 einmal pro Sekunde von der
Zigarettenproduktionsmaschine 10 angeforderte Produktionsdaten
als Produktionsdatensätze 30a, 30b, 30c,...
in das Speichermittel 22 schreibt, so entspricht dies einer
virtuellen Portionierung des Produktmassenstroms 12 in
Produktportionen 11a, 11b, 11c,... mit
einer bestimmte Länge,
in diesem Beispiel einer Portionslänge von 20 cm. Der Produktionsdatensatz
enthält
dabei zweckmäßigerweise über eine
Speicherperiode gemittelte Produktionsdaten.
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Ein
beispielhaftes Format eines Produktionsdatensatzes 30 ist
in 2 gezeigt. Ein Produktionsdatensatz 30 umfaßt beispielsweise
ein Feld 31 zur Speicherung der Zigarettenmarke, ein Feld 32 zur Speicherung
der Kennzeichnung der Zigarettenproduktionsmaschine 10,
ein Feld 33 zur Speicherung von Produktionsdatum und -zeit,
ein Feld 34 zur Speicherung der Portionslänge (hier
in cm), und Felder 35, 36,... zur Speicherung
von Zigarettenqualitätsdaten,
wie mittleres Gewicht, mittlere Gewichts-Standardabweichung etc.
Die Kennzeichnung „1" in dem Produktbelegungskennzeichnungsfeld 40 zeigt
an, daß der
Datensatz 30 einer Produktportion und nicht beispielsweise
einer Leerportion infolge einer Unterbrechung des Produktmassenstroms 11 entspricht.
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Vorzugsweise
erfolgt ein Schreiben von Produktionsdatensätzen in das Speichermittel 22 nur
bei in die Förderstrecke 12 eintretendem
Produkt. Zu diesem Zweck ist der Eingangssensor 23 vorgesehen, der
bei in die Förderstrecke 12 eintretendem
Produkt ein entsprechendes Signal an das Steuermittel 21 sendet,
um den Schreibvorgang zu aktivieren oder um, bei einer Unterbrechung
des in die Förderstrecke 12 eintretenden
Produktmassenstroms, mittels eines entsprechenden Signals den Schreibvorgang
zu unterbrechen.
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Das
Speichermittel 22 umfaßt
in einer bevorzugten Ausführungsform
mindestens einen FIFO-Stapelspeicher 26, in dem die Produktdatensätze 30a, 30b, 30c,...
in festgelegter Reihenfolge in Form eines Stapels gespeichert werden,
wobei die zuerst auf dem Stapel abgelegten Produktdatensätze 30a, 30b, 30c,...
in derselben Reihenfolge 30a, 30b, 30c,
... durch Abtragung des Stapels wieder ausgelesen werden (FIFO-Prinzip).
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Am
austrittsseitigen Ende der Förderstrecke 12 ist
vorzugsweise ein Ausgangssensor 24 vorgesehen, um aus der
Förderstrecke 12 austretendes
Produkt festzustellen. Bei aus der Förderstrecke 12 austretendem
Produkt kann bei Bedarf das Steuermittel 21 den zugehörigen Produktdatensatz
aus dem Speichermittel 22 auslesen und zur weiteren Nutzung
bereitstellen, beispielsweise an die Packmaschine 13 übermitteln.
Dies geschieht bei Verwendung eines FIFO-Stapelspeichers einfach
durch periodisches Abtragen eines Produktdatensatzes vom Stapel.
Aufgrund der festgelegten Reihenfolge innerhalb des Stapels und
des FIFO-Prinzips ist sichergestellt, daß die Produktdatensätze 30a, 30b, 30c,...
den aus der Förderstrecke 12 austretenden
Produktportionen 11a, 11b, 11c, 11d,
... richtig zugeordnet werden, und zwar unabhängig von der jeweiligen Länge der Transportstrecke 12 beispielsweise
in dem Zigarettenspeicher 16. Die Ausleseperiode ist zweckmäßigerweise
an die Austrittsperiode der austretenden Produktportionen 11a, 11b, 11c, 11d,...
angepaßt,
die mit der Länge
der austretenden Produktportionen 11a, 11b, 11c, 11d,...
zusammenhängt.
Bei konstanter Länge
der austretenden Produktportionen 11a, 11b, 11c, 11d,...
und unveränderter
Fördergeschwindigkeit über die
gesamte Transportstrecke 12 entspricht die Ausleseperiode
zweckmäßigerweise
der Speicherperiode.
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Es
muß nicht
unbedingt ein separater Einganssensor 23 vorgesehen sein.
Die Information über
in die Förderstrecke 12 eintretendes
Produkt kann beispielsweise auch aus einer der Förderstrecke 12 vorgeordneten
Komponente, hier der Zigarettenproduktionsmaschine 10 bezogen
werden, wenn dort die eine Produktportion kennzeichnende Information
vorhanden ist. Gleiches gilt für
den Ausgangssensor 24, der entbehrlich sein kann, wenn
die eine Produktportion kennzeichnende Information beispielsweise
aus einer der Förderstrecke 12 nachgeordneten
Komponente, hier der Packmaschine 13 bezogen werden kann.
Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn statt der Länge der
Produktportionen in Transportrichtung die Zahl der Einzelprodukte
pro Portion zur Definition einer Produktportion verwendet wird.
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Es
ist nicht ausgeschlossen, auch bei einer Unterbrechung des in die
Förderstrecke 12 eintretenden
Produktmassenstroms Produktdatensätze in das Speichermittel 22 zu
schreiben. Diese weisen dann zweckmäßigerweise eine entsprechende
Kennzeichnung, beispielsweise „0", in einem Produktbelegungs-Kennzeichnungsfeld 40 des
Produktionsdatensatzes 30 auf (siehe 2).
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Die 3A bis 3C dienen
zur Erläuterung
des Speicher- und Lesevorgangs für
einen Ringspeicher und einen FIFO-Stapelspeicher. In 3A ist
schematisch das Durchlaufen eines Zigarettenmassenstroms durch die
Förderstrecke 12 gezeigt,
wobei von oben nach unten aufeinanderfolgende Zeitpunkte dargestellt
sind. Die vertikale Linie „E" bezeichnet den Eingang,
die vertikale Linie „A" den Ausgang der
Förderstrecke 12.
Eine über
der Linie „E" angeordnete Produktportion
wird vom Eingangssensor 23, eine über der Linie „A" angeordnete Produktportion
vom Ausgangssensor 24 erfaßt. In 3B ist
jeweils der entsprechende Speicherzustand eines Ringspeichers 25 in
dem Speichermittel 22 zum Speichern der Produktdatensätze 30a, 30b, 30c,...
dargestellt. In 3C ist alternativ jeweils der entsprechende
Speicherzustand eines FIFO-Stapelspeichers 26 in dem Speichermittel 22 zum
Speichern der Produktdatensätze 30a, 30b, 30c,...
dargestellt. Die Speichereinheiten 25a, 25b, 25c,...
des Ringspeichers 25 bzw. die Speichereinheiten 26a, 26b, 26c,...
des FIFO-Stapelspeichers 26 dienen jeweils zur Speicherung
eines Produktdatensatzes 30. Der Ringspeicher 25 weist
einen Schreibzeiger 27 und einen Lesezeiger 28 auf.
Der FIFO-Stapelspeichers 26 weist einen Stapeleingang 50 und
einen Stapelausgang 51 auf.
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Zunächst sei
die Ausführungsform
gemäß 3B mit
einem Ringspeicher beschrieben. Zum Zeitpunkt t1, beispielsweise
bei Inbetriebnahme der Förderstrecke 12,
ist der Produktmassenstrom 11 noch nicht in die Förderstrecke 12 eingetreten. Schreibzeiger 27 und
Lesezeiger 28 sind auf die gleiche Speichereinheit 25a des
Ringspeichers 25 gesetzt. Zum Zeitpunkt t2 wird in die
Förderstrecke 12 einlaufendes
Produkt von dem Eingangssensor 23 erfaßt, ein entsprechender Produktdatensatz „1" von dem Steuerungsmittel 21 erzeugt
und in die von dem Schreibzeiger 27 gekennzeichnete Speichereinheit 25a geschrieben.
Danach wird der Schreibzeiger 27 eine Speichereinheit verschoben,
während
der Lesezeiger 28 festgehalten wird, da kein aus der Förderstrecke 12 austretendes
Produkt festgestellt wird. Zum Zeitpunkt t3 wird in die Förderstrecke 12 einlaufendes
Produkt von dem Eingangssensor 23 erfaßt, ein entsprechender Produktdatensatz „2" von dem Steuerungsmittel 21 erzeugt
und in die von dem Schreibzeiger 27 gekennzeichnete Speichereinheit 25b geschrieben..
Danach wird der Schreibzeiger 27 wiederum um eine Speichereinheit
verschoben. Analog wird zum Zeitpunkt t4 der Produktdatensatz entsprechend
der Produktportion „3" in die von dem Schreibzeiger 27 gekennzeichnete
Speichereinheit 25c geschrieben und der Schreibzeiger 27 wiederum um
eine Speichereinheit verschoben. Zum Zeitpunkt t5 stellt der Eingangssensor 23 fest,
daß der
in die Transportstrecke 12 eintretende Produktmassenstrom 11 unterbrochen
ist, und unterbricht daher das Schreiben von Produktdatensätzen in
den Ringspeicher 25. Zum Zeitpunkt t6 stellt der Ausgangssensor 24 fest,
daß Produkt
aus der Transportstrecke 12 austritt. Daher liest er den
Produktdatensatz „1 ", auf den der Lesezeiger 28 verweist,
aus dem Ringspeicher 25 aus, welcher der austretenden Produktportion „1" entspricht. Danach
wird der Lesezeiger 28 um eine Speichereinheit verschoben.
Zum Zeitpunkt t7 wird der Produktdatensatz „4" in die von dem Schreibzeiger 27 gekennzeichnete
Speichereinheit 25d geschrieben und der Schreibzeiger 27 um
eine Speichereinheit verschoben, sowie der Produktdatensatz „2" aus der vom Lesezeiger 28 gekennzeichneten
Speichereinheit 25b gelesen und der Lesezeiger 28 um
eine Speichereinheit verschoben. Zum Zeitpunkt t8 wird der Produktdatensatz „3" aus der vom Lesezeiger 28 gekennzeichneten
Speichereinheit 25c gelesen und der Lesezeiger 28 um
eine Speichereinheit verschoben. Zum Zeitpunkt t9 stellt der Ausgangssensor 24 fest,
daß der
aus der Transportstrecke 12 austretende Produktmassenstrom 11 unterbrochen
ist, und unterbricht daher das Lesen von Produktdatensätzen aus
dem Ringspeicher 25. Zum Zeitpunkt t10 stellt der Ausgangssensor 24 fest, daß Produkt
aus der Transportstrecke 12 austritt. Daher wird der Produktdatensatz „4" aus der vom Lesezeiger 28 gekennzeichneten
Speichereinheit 25d gelesen und der Lesezeiger 28 um
eine Speichereinheit verschoben. Zum Zeitpunkt t11 ist die Transportstrecke 12 leer
und der Ringspeicher 25 befindet sich in einem Zustand
wie zum Zeitpunkt t1. Da die Schreib- und Lesezeiger 27, 28 in
dieser Ausführungsform entlang
den Speichereinheiten verschoben werden, ist der Speicher als Ringspeicher 25 ausgebildet,
so daß nach
einer bestimmten Endspeichereinheit die Schreib- und Lesezeiger 27, 28 zu
einer Anfangsspeichereinheit verschoben werden (s. Zeitpunkt t11).
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Bei
einer Ausführungsform
mit FIFO-Stapelspeicher 26 gemäß 3C ist
der Stapelspeicher 26 zum Zeitpunkt t1 leer. Der Stapelspeicher 26 weist
einen Stapeleingang 50 und einen Stapelausgang 51 auf.
Zum Zeitpunkt t2 wird in die Förderstrecke 12 einlaufendes
Produkt von dem Eingangssensor 23 erfaßt, ein entsprechender Produktdatensatz „1" von dem Steuerungsmittel 21 erzeugt
und auf den Stapel gelegt, d.h. durch den Stapeleingang 50 in
den Stapelspeicher 26 geschrieben. Zum Zeitpunkt t3 wird
in die Förderstrecke 12 einlaufendes
Produkt von dem Eingangssensor 23 erfaßt, ein entsprechender Produktdatensatz „2" von dem Steuerungsmittel 21 erzeugt
und in den Stapelspeicher 26 geschrieben. Analog wird zum
Zeitpunkt t4 der Produktdatensatz „3" entsprechend der Produktportion „3" in den Stapelspeicher 26 geschrieben.
Zum Zeitpunkt t5 stellt der Eingangssensor 23 fest, daß der in
die Transportstrecke 12 eintretende Produktmassenstrom 11 unterbrochen
ist, und unterbricht daher das Schreiben von Produktdatensätzen in
den Stapelspeicher 26. Zum Zeitpunkt t6 stellt der Ausgangssensor 24 fest, daß Produkt
aus der Transportstrecke 12 austritt. Daher nimmt er den
Produktdatensatz „1" vom Stapel, d.h.
er liest den Produktdatensatz „1" aus dem Stapelausgang 51 des
Stapelspeichers 26 aus. Zum Zeitpunkt t7 wird der Produktdatensatz „4" in den Stapelspeicher 26 geschrieben,
sowie der Produktdatensatz „2" aus dem Stapelspeicher 26 gelesen.
Zum Zeitpunkt t8 wird der Produktdatensatz „3" aus dem Stapelspeicher 26 gelesen.
Zum Zeitpunkt t9 stellt der Ausgangssensor 24 fest, daß der aus
der Transportstrecke 12 austretende Produktmassenstrom 11 unterbrochen
ist, und unterbricht daher das Lesen von Produktdatensätzen aus
dem Stapelspeicher 26. Zum Zeitpunkt t10 stellt der Ausgangssensor 24 fest, daß Produkt
aus der Transportstrecke 12 austritt. Daher wird der Produktdatensatz „4" aus dem Stapelspeicher 26 gelesen.
Zum Zeitpunkt t11 ist die Transportstrecke 12 und daher
auch der Stapelspeicher 26 leer.
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Jeder
Fördervorrichtung 14-17 der
Transportstrecke 12 kann ein eigener Teilspeicher, insbesondere
ein Ringspeicher 25 jeweils mit Schreib- und Lesezeiger 27, 28,
oder jeweils ein FIFO-Stapelspeicher 26, zugeordnet sein.
Dies ermöglicht
eine Übergabe
von Produktdatensätzen
von einem Teilspeicher zu einem nächsten Teilspeicher bei der Übergabe
der entsprechenden Produktportionen von eine Fördervorrichtung zur nächsten Fördervorrichtung. Insbesondere
können
die Produktdatensätze
bei ihrer Übergabe
zweckmäßig geändert werden.
Dies kann insbesondere beim Auftreten unterschiedlicher Fördergeschwindigkeiten
in der Transportstrecke 12 vorteilhaft sein.
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Im
Beispiel der 1 sei angenommen, daß sich der
Förderer 14 mit
20 cm/s, der Förderer 15 jedoch
mit 25 cm/s bewegt und die Produktportionen beim Eintritt in die
Förderstrecke 12 eine
Länge L
von 20 cm aufweisen. Nach dem Übergang
der Produktpor tionen von dem Förderer 14 auf
den Förderer 15 werden
diese durch die Geschwindigkeitszunahmelänger und flacher; genauer weisen
sie eine durch das Verhältnis
der Fördergeschwindigkeiten
bestimmte Länge
von 25 cm auf. Wenn nun beispielsweise mittels eines Übergabesensors
zwischen den Förderern 14, 15 festgestellt
wird, daß eine
bestimmte Produktportion aus dem Förderer 14 austritt,
so wird der entsprechende Produktdatensatz aus dem dem Förderer 14 entsprechenden
Teilspeicher des Speichermittels 22 ausgelesen, die Längenangabe
in Feld 34 des Produktdatensatzes entsprechend dem Verhältnis der
Fördergeschwindigkeiten
geändert und
der geänderte
Produktdatensatz in den Teilspeicher des nachfolgenden Förderers 15 geschrieben.
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Es
ist jedoch nicht zwingend erforderlich, daß bei mehreren Fördervorrichtungen 14-17 oder beim
Auftreten unterschiedlicher Fördergeschwindigkeiten
in der Transportstrecke 12 jeder Fördervorrichtung bzw. jedem
Transportabschnitt ein eigener FIFO-Teilspeicher zugeordnet ist.
Dies ist beispielsweise dann entbehrlich, wenn anstelle der Länge der Produktportionen
eine von der Fördergeschwindigkeit
unabhängige
Größe zur Festlegung
der Produktportionen, beispielsweise die Zahl der einzelnen Produkte
pro Produktportion verwendet wird. Ein einziger FIFO-Speicher für die gesamte
Transportstrecke kann dann ausreichen.