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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrlochsteige für Behältnisse
wie z. B. Joghurtbecher oder dergleichen, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
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Derartige
Mehrlochsteigen werden für
die Halterung sowie den Transport von Lebensmittelbechern wie z.
B. Joghurtbechern, Sahnebechern etc. verwendet. Hierbei werden gefüllte Mehrlochsteigen auf
Paletten aufeinander gestapelt, und beispielsweise mit Schrumpffolie
umhüllt
transportiert sowie im Geschäft
gelagert. Derartige Mehrlochsteigen müssen deshalb zum einen eine
ausreichende Stabilität sowohl
in sich als auch in der gestapelten Anordnung gewährleisten,
um eine Beschädigung
der Lebensmittelbecher während
des Transports zu verhindern.
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Aus
der
DE 34 23 091 C2 ist
ein Zuschnitt aus Faltmaterial für
eine Mehrlochsteige bekannt. Hierbei werden beim Auffalten der Wandbereiche Haltestege,
die im Zuschnitt ausgestanzt sind, angehoben und an ihren jeweiligen
Enden miteinander verklebt. Die daraus entstehende Steige besitzt
lediglich eine sehr geringe Steifigkeit, mit der Folge, dass die
Lebensmittelbecher beim Aufstapeln der einzelnen Steigen und/oder
während
des Transports beschädigt
werden können.
Darüber
hinaus ist es aufwendig, Werbeaufdrucke im Innenbereich der Steige
anzuordnen.
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Aus
G 85 07 721.6 ist eine stapelbare
Steige bekannt, bei der ebenfalls durch nach Innenfalten der außenseitigen
Randbereiche um ca. 90° im
Innenbereich befindliche Stege aufgestellt werden, wobei die Stege
hierbei einstückig
mit dem restlichen Material in Verbindung stehen. Auch diese Ausgestaltung
hat den Nachteil einer sehr geringen Steifigkeit und einer aufwendigen
werbemäßigen Aufbereitung
der Außenseiten
der aufgefalteten Steige. Darüber
hinaus ist bei den vorerwähnten
Steigen der Materialausnutzungsgrad vergleichsweise mäßig.
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Die
vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine neuartige Mehrlochsteige
der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, welche eine erheblich verbesserte Steifigkeit bei erhöhtem Materialausnutzungsgrad (Materialreduzierung)
gewährleistet.
Darüber
hinaus soll die Mehrlochsteige eine Entlastung der Becher gewährleisten.
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Die
vorliegende Erfindung wird bei der gattungsgemäßen Mehrlochsteige dadurch
gelöst,
dass zwischen mindestens zwei Reihen von zumindest teilweise begrenzten
Löchern
ein den Boden mit dem Oberteil verbindender Stabilisierungssteg
vorgesehen ist. Der Stabilisierungssteg verläuft demzufolge sozusagen zwischen
zwei Reihen von Löchern
(gegebenenfalls mit Unterbrechungen) durch die Mehrlochsteige hindurch,
verbindet die Stege untereinander und gewährleistet damit eine im Vergleich
zu den bekannten Mehrlochsteigen, bei denen eine Stabilisierung
lediglich im Randbereich erfolgt, wesentlich erhöhte Durchbiegungssteifigkeit,
Torsionssteifigkeit und Steifigkeit parallel zur Ebene des Bodens.
Der Stabilisierungssteg verläuft
im wesentlichen durchlaufend zwischen zwei Reihen von Löchern. Die
Erfindung ermöglicht
darüber
hinaus eine Materialeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen
Zuschnitten von bis zu 40 %.
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Der
Stabilisierungssteg wird zweckmäßigerweise
durch ein jeweils gegeneinander erfolgendes Falten zweier Faltflächen, die
sich parallel zu einer Seite des Zuschnitts durch diesen hindurch
erstrecken, gebildet.
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Die
beiden vorerwähnten
Faltflächen
werden zweckmäßigerweise
nach Auffaltung miteinander verklebt. Beim Stabilisierungssteg handelt
es sich demzufolge um ein wiederum zweilagiges Gebilde, welches
Boden sowie Oberteil gleichermaßen
miteinander verbindet.
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Zweckmäßigerweise
sind aufgrund der Faltung der Faltflächen zur Herstellung des Stabilisierungsstegs
zueinander gehörige
Bereiche – den
Flächenzustand
betrachtet – versetzt
zueinander angeordnet, wobei erst durch die Faltung der Faltflächen, also
durch die Herstellung der Stabilisierungsstege diese Bereiche zueinander
in Position gebracht werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
umfasst der Zuschnitt drei Faltflächen, wobei zwei seitliche
Faltflächen
gegen eine mittlere Faltfläche
faltbar sind. Die seitlichen Faltflächen stehen hierbei mit den
jeweiligen Stegen in Verbindung, so dass durch Faltung der Stege
mit Abstand zum Boden angeordnet sind.
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In
vorteilhafter Weise ist zwischen allen Reihen von Löchern jeweils
ein Stabilisierungssteg vorgesehen, wodurch eine optimale Steifigkeit
erzielbar ist.
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Sofern
gemäß einer
möglichen
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung der Stabilisierungssteg
so zum Zuschnitt ausgerichtet ist, dass er parallel zur Lochreihe
mit der größeren Anzahl
von Löchern
verläuft,
ist ein optimaler Ausnutzungsgrad an Material gegeben. Die Faltflächen untereinander
stehen jeweils über
eine Knicklinie, z. B. eine Perforierungen umfassende Linie oder
eine Linie mit geringerer Materialstärke, in Verbindung.
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Ferner
können
gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung im Bereich der Stabilisierungsstege
Stützlaschen
vorgesehen sein, die im aufgerichteten Zustand der Steige nach oben,
d. h. nur auf oben aufliegende benachbarte Steige gerichtet sind und
eine Aufnahme und Einleitung der Kraft in die Steige gewährleisten.
Hierdurch wird der Gesamtzusammenhalt der gestapelten Steigen verbessert
und eine nachträgliche
Beeinträchtigung
des zu transportierenden Guts ausgeschlossen.
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Eine
weitere Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Stabilisierungsstege nebeneinander vorgesehen sind. Hierdurch
wird einerseits die Steifigkeit der Steige noch erhöht, zum
anderen kann auch eine Soll-Trennlinie zwischen den beiden Stabilisierungsstegen
vorgesehen sein, so dass die Steige mit wenig Handgriffen in kleinere
Steigen verwickelt werden kann.
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Zweckmäßigerweise
sind die mit einer solchen Trennlinie benachbarten Faltflächen der
jeweiligen Stabilisierungsstege nicht miteinander verbunden, so
dass die Steige lediglich entlang der Soll-Trennlinie getrennt werden
kann. Alternativ sind die beiden zur Soll-Trennlinie benachbarten
Faltflächen über trennbare
Verklebungen miteinander verbunden. Sie können bei Bedarf zusammen mit
der Soll-Trennlinie zur Vereinzelung aufgetrennt werden. Die Vereinzelung
solcher Steigen in kleinere Steigen kann mit der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
somit zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Einsatzes der Steige
vorgenommen werden, beispielsweise vom Käufer, vom Einzelhändler oder
aber – falls
gewünscht – auch vom
Erzeuger vor der Abfertigung in den Handel.
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Des
Weiteren sind zweckmäßigerweise
im Eckbereich Einfaltungen vorgesehen, bei denen zwei Flächen gegeneinander
gefaltet und verbunden, vorzugsweise verklebt, werden. Hierdurch
wird eine Erhöhung
der Eckstabilität
gewährleistet.
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Dadurch,
dass der Zuschnitt einen Randbereich aufweist, welcher in gefaltetem
Zustand mit seiner der der Oberseite des Bodens entsprechenden Oberseite
nach außen
gerichtet ist, kann ein Werbeaufdruck auf der Oberseite des Bodens
hierdurch gleichzeitig für
den außen
sichtbaren Seitenbereich vorgenommen werden. Hierdurch kann die
gut sichtbare Oberseite des Zuschnitts bedruckt werden.
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Zweckmäßigerweise
ist der flächige
Zuschnitt an dessen Oberseite, d. h. an der Oberseite des Bodens
bedruckt.
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Zweckmäßigerweise
wird auf der Seite der Steige, die senkrecht zu dem jeweiligen Stabilisierungssteg
verläuft,
eine Lasche nach oben und die benachbarte Lasche nach unten außenliegend
geklappt. Dann werden beide Laschen miteinander verklebt, nachdem
ein Versatz durch das Aufrichten der Steige vollzogen ist. Auch
hierdurch ergibt sich eine besondere Aussteifung der Steige.
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Mit
besonderem Vorteil kann mindestens zwischen zwei in einer Reihe
nebeneinander liegender Löcher
ein Teilsteg vorgesehen sein, der sich über einen Teilbereich in Querrichtung
der Reihe der Löcher
erstreckt. Die Löcher
sind damit nur teilweise begrenzt. Daraus resultiert eine besonders
hohe Verwindungssteifigkeit, da der Boden in Querrichtung nicht
unterbrochen wird. Außerdem
hat dies den Vorteil, dass der durchgängige Boden als große Fläche für den Werbeaufdruck
zur Verfügung
steht.
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Zweckmäßigerweise
kann der Teilsteg über einen
Stützsteg
mit dem Boden in Verbindung stehen, so dass der Teilsteg einen stabilen
Halt hat. Darüber
hinaus führt
eine Mehrzahl von Teil- sowie Stützstegen
zu einer Erhöhung
der Gesamtstabilität
der Mehrlochsteige.
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Der
Stützsteg
kann im wesentlichen parallel zu den Stabilisierungsstegen verlaufen.
Damit verläuft
der Stützsteg
im wesentlichen senkrecht zwischen Oberteil und Boden, was wiederum
zu einer Erhöhung
der Torsionssteifigkeit parallel zur Ebene des Bodens führt. Es
ist aber auch möglich,
dass der Stützsteg
schräg
zum Oberteil und zum Boden verläuft.
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Vorteilhafterweise
können
im Bereich des Oberteils Vorsprünge
insbesondere zum seitlichen Halt eines Behältnisses vorgesehen sein. Insbesondere
können
diese Vorsprünge
im Bereich der Teilstege vorgesehen sein, womit die Teilstege eine
Doppelfunktion, nämlich
den Halt eines Behältnisses
einerseits sowie die Erhöhung
der Steifigkeit der Steige andererseits, erfüllen. Besonders zweckmäßig ist
es, wenn die Vorsprünge
eine gekrümmte
Kontur aufweisen, damit der einzusetzende Becher besonders gut in
seiner Lage stabilisiert werden kann.
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Eine
Steige mit den vorbeschriebenen Teilstegen zeichnet sich durch ihre
gesteigerte Materialeinsparung von etwa 28 % gegenüber handelsüblichen
Steigen aus.
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Die
Teil- sowie Stützstege
können
so angeordnet sein, dass sie in einer Reihe von Löchern, insbesondere
in einer innen liegenden Reihe, direkt gegenüberliegend positioniert sind.
Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die oben beschriebenen
Vorsprünge
im Bereich der Teilstege von beiden Seiten gleichermaßen das
eingesetzte Behältnis
in seiner Lage stabilisieren. Auch die Stabilität der gesamten Steige kann
dadurch erhöht
werden.
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In
den randseitigen Reihen von Löchern
können
die Teil- sowie Stützstege
dagegen nur auf der Seite der Randbereiche vorgesehen sein.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Steige sieht vor, dass quer
zu den Stabilisierungsstegen mindestens ein Querstabilisierungssteg
vorgesehen ist. Der Querstabilisierungssteg ist im wesentlichen
senkrecht zum Stabilisierungssteg angeordnet und verläuft ebenfalls
zwischen zwei Reihen von hintereinander angeordneten Löchern. Hierdurch
wird die Verwindungssteifigkeit sowie Tragfähigkeit der Mehrlochsteige
nochmals zusätzlich
erhöht.
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Vorteilhafterweise
kann der Querstabilisierungssteg an einer Soll-Trennlinie trennbar
sein. Je nach Bedarf kann die Mehrlochsteige an der Soll-Trennlinie
mit wenigen Handgriffen in kleinere Steigen aufgeteilt werden. Die
an der Soll-Trennlinie benachbarten
Faltflächen
können
z. B. nur in ihrem unteren Bereich über eine eine Perforierung
umfassende Linie verbunden sein. Zusätzlich oder alternativ können die
beiden Faltflächen über eine
trennbare Verklebung miteinander verbunden sein. Eine Trennung des
Querstabilisierungssteges kann also wie bei den oben beschriebenen
Stabilisierungsstegen vorgenommen werden.
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Die
beidseitig des Querstabilisierungssteges angeordneten Bereiche der
Mehrlochsteige können zueinander
verschwenkbar sein, so dass die Mehrlochsteigen auf einer dachförmigen Unterlage
oder dergleichen so angeordnet werden können, dass die beiden Bereiche
der Mehrlochsteige schräg
zueinander angeordnet sind und dabei jeweils in eine andere Richtung
weisen. Dies kann zur Präsentation
der in der Mehrlochsteige angeordneten Behältnisse von Vorteil sein.
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Ferner
können
im Bereich mindestens eines Teils des Querstabilisierungssteges
Stützlaschen vorgesehen
sein, die im aufgefalteten Zustand der Mehrlochsteige nach oben
gebogen – wie
die oben bereits beschriebenen Stützlaschen auf den Stabilisierungsstegen – eine Abstützung der
Mehrlochsteige zur darüber
angeordneten Mehrlochsteige gewährleisten.
Dadurch wird ein ausreichender Abstand der darüber angeordneten Steige zu
den Behältern,
die in der darunter angeordneten Steige vorgesehen sind, eingehalten
und die Behälter
werden nicht durch das Gewicht der darüber angeordneten Steigen beeinträchtigt.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist im Bereich
der teilweise begrenzten Löcher
jeweils ein Teilsteg vorgesehen, der sich über einen Teilbereich in Querrichtung
einer Reihe von Löchern
erstreckt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die eingesetzten
Becher innerhalb der teilweise begrenzten Löcher bzw. der jeweiligen Ausnehmung gegen
ein seitliches Verrutschen besonders wirksam gesichert werden. Die
Teilstege haben daher einerseits eine versteifende Wirkung in der
Mehrlochsteige und andererseits bewirken sie einen guten Halt der
Becher innerhalb der Öffnungen.
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Der
jeweilige Teilsteg steht vorteilhafterweise über einen Stützsteg mit
dem Boden in Verbindung. Der Stützsteg
führt ebenfalls
zu einem besseren Halt der Becher sowie einer erhöhten Stabilisierung
und Verwindungssteifigkeit der gesamten Steige. Auch durch die darauf
gesetzten Steigen wird ein besserer Halt der Becher herbeigeführt.
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Der
Teilsteg bzw. der Stützsteg
kann zweckmäßigerweise
jeweils in der Mitte eines teilweise begrenzten Loches angeordnet
sein. Dies hat den Vorteil, dass die eingesetzten Becher zu beiden
Seiten gleichmäßig in ihrer
Position stabilisiert werden.
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Mit
Vorteil kann der Stützsteg
vom Teilsteg zum Boden schräg
nach innen verlaufen, wodurch die eingesetzten Becher einen noch
besseren Halt haben und optimal gegen ein Verrutschen gesichert sind.
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Ferner
kann die Breite des Stützstegs
in Richtung Boden zunehmen und z. B. trapezförmig ausgebildet sein. Auch
diese Ausbildung sorgt für
einen besonders stabilen Sitz der Becher.
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Es
ist möglich,
dass in jeder zweiten Reihe von teilweise begrenzten Löchern die
Teil- sowie Stützstege
direkt gegenüberliegend
angeordnet sind. Zum Beispiel können
die Teil- und Stützstege
nur in den außen
liegenden Reihen einer Steige direkt gegenüberliegend angeordnet sein,
um einen symmetrischen Aufbau der Steige und eine gleichmäßige Kräfteverteilung
insbesondere bei eingesetzten Bechern zu realisieren.
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Wiederkehrende
Merkmale sind der Übersichtlichkeit
halber lediglich einmal mit identischen Bezugszeichen versehen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen
der vorliegenden Erfindung werden anhand der Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese
zeigen:
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1 eine Draufsicht (1A) auf
einen Zuschnitt zur Herstellung einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
sowie eine Teilschnittdarstellung (1B) entlang
der Linie A-A in 1A;
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2 eine Draufsicht (2B) auf
eine zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
vor Vereinzelung (2A), eine Teilschnittdarstellung
(2B) entlang der Linie B-B in 2A sowie
nach Vereinzelung (2C);
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3 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
vor Vereinzelung (3A) sowie nach Vereinzelung
(3B);
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4 eine Draufsicht (4A) einer
vierten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
sowie eine Teilschnittdarstellung (4B) entlang
der Linie C-C in 4A;
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5 eine
Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Herstellung einer fünften Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige;
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6 eine
Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Herstellung einer sechsten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige
sowie
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7 eine
Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Herstellung einer siebten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Mehrlochsteige.
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Bezugsziffer 1 in 1A kennzeichnet
den flächigen
Zuschnitt zur Herstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steige.
Es handelt sich hierbei zweckmäßigerweise
um Material, welches mit entsprechenden Stanzungen bzw. Teilstanzungen
versehen ist. Die in den Figuren dargestellten grob gezeichneten,
durchlaufenden Linien zeigen Stanzungen, wohingegen grob gezeichnete, aber
unterbrochene Linien mit einer durchlaufenden feinen Linie Teilstanzungen
zur Erzeugung von Knicklinien wiedergeben.
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Der
Verpackungsmaterialzuschnitt weist einen Boden 2 auf, welcher
in Draufsicht auf die 1 zu sehen ist.
Dieser Boden 2 ist mit einem nicht dargestellten Werbeaufdruck
vollflächig
oder teilflächig versehen.
In dem Boden 2 sind (im flächigen Zustand) Bereiche vorgesehen,
die als Oberteil 3 vorgesehen sind und nach dem Auffalten
des Zuschnitts zur Herstellung der Mehrlochsteige in einer zur Ebene
des Bodens 2 unterschiedlichen Höhe angeordnet sind. Dieses
Oberteil 3 umfasst einzelne Stege 4, wobei jeweils
zwei benachbarte Stege 4 ein Loch zur Aufnahme eines Behältnisses,
wie z. B. eines Joghurtbechers bilden.
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In
dem jeweiligen Randbereich 5 des Zuschnitts 1 sind
ebenfalls gekrümmte
Bereiche vorgesehen, die im flächigen
Zustand des Zuschnitts versetzt zu den zugehörigen innenliegenden Stegen 4 angeordnet
sind. Der Zuschnitt nach 1 weist zwei
Stabilisierungsstege 7 auf, welche in der Darstellung gemäß 1 jeweils quer verlaufend den Zuschnitt 1 von
der einen zur anderen Seite durchsetzen. Jeder Stabilisierungssteg 7 wird
zwischen den Faltflächen 8 und 9 gebildet,
wobei die Faltfläche zwischen
den Faltflächen 8 und 9 während des
Auffaltens der Mehrlochsteige gemäß 1B nach oben
gezogen wird, so dass die beiden Faltflächen 8 und 9 in
gegenseitige Anlage kommen. Ebenso wird eine weitere Faltfläche 10,
die als Lasche den Steg 4 mit der Faltfläche 9 verbindet,
eingeklappt, so dass gemäß 1B die
Knicklinie zwischen der Faltfläche 10 und
dem Steg 4 in diesem Fall in der gleichen Höhe wie die
Knicklinie zwischen den Faltflächen 8 und 9 liegt.
Teil des Stabilisierungssteges 7 ist eine etwa halbhohe
Faltfläche 20 am
Beginn des Steges 4, die gegen die Faltfläche 8 gefaltet
wird.
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Ferner
wird eine anhängende
Faltfläche 21 des
Bodens 2 gegen den Randbereich 11 gefaltet und
gegebenenfalls verklebt.
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Beim
Auffalten der Mehrlochsteige gemäß der vorher
beschriebenen Art und Weise kommen die gekrümmten Bereiche des jeweils
randseitigen Stegs 4 und die gekrümmten Bereiche des Randbereichs 5 unter
Wegfall des Versatzes in die richtige Position und bilden gemeinsam
ein Loch 6 zur Aufnahme eines (nicht dargestellten) Behältnisses.
Die Bereiche des Bodens 2 sind in 1B, da
nicht geschnitten, gestrichelt dargestellt.
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Darüber hinaus
werden die geringen Seitenbereiche 11, welche parallel
zu den Verstärkungsstegen 7 liegen,
um 90° nach
unten geklappt, so dass die bedruckte Seite außen sichtbar ist.
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Ferner
wird zumindest ein Teil der Randlaschen (vgl. Randlasche 17)
nach unten geklappt und – nach
Aufhebung des Versatzes – mit
der nach oben geklappten Randlasche 18 verklebt. Darüber hinaus wird
die Ecklasche 19 um ca. 90° herumgefaltet und ebenfalls
mit der Randlasche 18 verklebt.
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Im
Bereich eines jeden Versteifungsstegs 7 befindet sich,
hergestellt durch eine Ausstanzung, eine Stützlasche 13, die im
aufgefalteten Zustand der Mehrlochsteige nach oben gebogen eine
Abstützung der
Mehrlochsteige zur benachbarten Mehrlochsteige im gestapelten Verbund
sicherstellt.
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Gemäß der in 2A dargestellten
zweiten Ausführungsform
der Mehrlochsteige gemäß der vorliegenden
Erfindung sind jeweils zwei Stabilisierungsstege 7 in Querrichtung
(vgl. 2A) verlaufend angeordnet. Bei dieser
Ausgestaltung besteht jeder Stabilisierungssteg 7 aus einer
Faltfläche 8 sowie
einer Faltfläche 9,
deren verbindende Knicklinie nach Auffaltung des Versteifungsstegs
bzw. der Steige in eine Ebene oberhalb des Bodens 2 bzw.
oberhalb des jeweiligen Stegs 4 sich befindet. Daneben befindet
sich ein identisch aufgebauter Stabilisierungssteg 7. Beide
Stabilisierungsstege 7 sind durch eine Soll-Trennline,
z. B. Perforationslinie in 2A, voneinander
getrennt. Auch hier verlaufen die Stabilisierungsstege 7 zwischen
den einzelnen benachbarten Reihen der Löcher 6 für die Ausnehmungen.
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Diese
Ausgestaltung ermöglicht
es, dass einzelne Reihen der Mehrlochsteige bei Bedarf abgetrennt
werden. Bei der Ausführungsform
gemäß 2A werden
die Ecklaschen 19 mit den nach oben gefalteten Randlaschen 18 verklebt.
Der Randbereich 11 wird gemäß der Darstellung nach 2B beim
Auffalten der Mehrlochsteige ebenfalls um ca. 90° nach unten gefaltet, so dass
der Werbeaufdruck von außen
gut zu sehen ist.
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Der
Steg 4 wird – siehe 2B – unter
Einfaltung der beiderseitigen Faltflächen 20 nach oben gezogen.
Die Faltflächen 20 stabilisieren
zusätzlich den
Stabilisierungssteg 7 sowie den Randbereich 11. Die
Bereiche des Bodens 2 sind in 2B, da
nicht geschnitten, gestrichelt gezeichnet. Von der Anordnung der
Faltflächen,
die den Stabilisierungssteg bilden, ist in 2B nur
die eine Hälfte
aus Gründen der Übersichtlichkeit
mit Bezugsziffern gekennzeichnet.
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Im
Bereich der Randlasche 18 befindet sich eine Lasche 16,
die mit dem Boden 2 verbunden ist und um 90° nach innen
gefaltet ist.
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2C zeigt
eine kleine, vereinzelte Steige mit nur einer Reihe von Ausnehmungen 6 nach
Abtrennung derselben von der Anordnung nach 2A. Auch
weist diese Ausgestaltung Eckvorsprünge 12 zur Verbesserung
der Stapelbarkeit der gesamten Mehrlochsteige bzw. einer vereinzelten Mehrlochsteige
auf.
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Die
in 3A dargestellte dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Mehrlochsteige besitzt
ebenfalls nebeneinander liegende Stabilisierungsstege 7,
die jeweils durch die Faltflächen 8 und 9 sowie
die diese beiden Faltflächen
verbindende Knicklinie, die im aufgerichteten Zustand der Mehrlochsteige
sich an der Oberseite befindet, gebildet werden. Darüber hinaus
befindet sich auch bei dieser Ausgestaltung zwischen den beiden
Stabilisierungsstegen 7 eine Soll-Trennlinie, die vorstehend als Doppel-Soll-Trennlinie
wegen Außenkonus
der Steige ausgestaltet ist. Die Ecken werden durch Eckfalten 15 zweier
dreieckiger Faltflächen
aufeinander und miteinander verklebt, was diese Mehrlochsteige zusätzlich stabilisiert.
Hierdurch können
besonders stabile Mehrlochsteigen hergestellt werden. Darüber hinaus
werden auch hier die Randlaschen 17 nach unten sowie die
Randlaschen 18 nach oben gefaltet und miteinander verklebt.
Der Randbereich 11 bzw. der darauf befindliche Werbeaufdruck
sind aufgrund einer Faltung nach unten ebenfalls bei der aufgerichteten
Mehrlochsteige von außen
gut sichtbar.
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Auch
von dieser Mehrlochsteige ist in 3B eine
vereinzelte Mehrlochsteige geringfügiger Größe ersichtlich. Darüber hinaus
sind hier im Gegensatz zu den vorstehend beschriebenen Steigen gemäß erster
und zweiter Ausführungsform
eine Doppelreihe an Löchern
vorgesehen.
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4A zeigt
eine vierte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Mehrlochsteige,
bei der ebenfalls zwei Stabilisierungsstege 7 (vgl. auch 4B),
jeweils bestehend aus aufeinander gefalteten Faltflächen 8 und 9,
die durch eine Soll-Trennlinie 14 getrennt sind, vorgesehen
sind. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Mehrlochsteige mit
Doppellochanordnung zu beiden Seiten der Stabilisierungsstege 7.
Die Mehrlochsteige weist Stege 4 auf, die nach dem Auffalten
derselben miteinander im Bereich 22 verklebt werden müssen. Die
Verankerungen der Stege 4 sind (vgl. 4B)
im Boden zueinander versetzt angeordnet. In Verbindung mit dieser Konstruktion
und der Verklebung ist eine erhöhte
Sicherheit gegen ein Durchreißen
gegeben. Ebenso erfolgt eine Eckfaltung 15 mittels einer
entsprechend ausgebildeten Einfaltung von im Eckbereich angeordneten
Faltflächen
sowie gegebenenfalls deren Verklebung. Die Verklebung der Seitenbereiche,
d. h. Randlaschen 17, 18 erfolgt in der Weise
wie bei der dritten Ausführungsform.
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Bei
den in den 5, 6 und 7 dargestellten
Zuschnitten stellt die grob schraffierte Fläche (von rechts oben nach links
unten) den Boden 2 dar, während die fein schraffierte
Fläche
(von links oben nach rechts unten) das Oberteil 3 im aufgefalteten
Zustand ist. Die im aufgefalteten Zustand der Mehrlochsteige senkrecht
angeordneten Flächen weisen
keine Schraffur auf. In den beiden Ausführungsbeispielen gemäß den 5 und 6 ist
zwischen zwei in einer Reihe nebeneinander liegender teilweiser
begrenzter Löcher 6 ein
Teilsteg 23 vorgesehen, der sich über einen Teilbereich in Querrichtung
der Reihe der Löcher 6 erstreckt.
Der in den 1 und 2 mit
Bezugsziffer 4 gekennzeichnete Steg ist damit nicht mehr
als durchgehender Steg ausgeführt,
sondern verläuft
lediglich über
einen Teilbereich in Querrichtung. Damit ist der Boden 2 für die Zentrierung
der Behältnisse
nicht mehr unterbrochen und ein Werbeaufdruck kann großflächig aufgebracht werden.
Außerdem
führt der
durchgehende Boden zu einer größeren Verwindungssteifigkeit
der Mehrlochsteige.
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Einige
Teilstege 23 stehen jeweils über einen Stützsteg 24 mit
dem Boden 2 in Verbindung. Die Stützstege 24 erhöhen ebenfalls
die Steifigkeit der gesamten Steige. Die Stützstege 24 verlaufen
dabei im wesentlichen parallel zu den Stabilisierungsstegen 7.
Die Stützstege 24 können jedoch
durchaus auch schräg
zu den Stabilisierungsstegen verlaufen und damit schräg zum Oberteil
bzw. zum Boden 2 angeordnet sein.
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Im
Bereich des Oberteils 3 sind Vorsprünge 25 insbesondere
zum seitlichen Halt eines Behälters vorgesehen.
Diese Vorsprünge 25 weisen
eine gekrümmte
Kontur in Anpassung an die Außenkontur des
eingesetzten Behältnisses
auf. Die Vorsprünge 25 sind
auch beidseitig der Teilstege 23 vorgesehen.
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Wie
aus den 5 und 6 hervorgeht, sind
in der innen liegenden Reihe von teilweise begrenzten Löchern 6 direkt
gegenüberliegend
Teil- 23 sowie Stützstege 24 vorgesehen.
In den randseitigen Reihen von Löchern 6 dagegen
sind die Teil- 23 sowie
Stützstege 24 nur
auf der Seite der Randbereiche vorgesehen. Diese Teil- sowie Stützstege
genügen, um
eine hohe Steifigkeit der Steige zu schaffen.
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Im
Folgenden wird auf das Ausführungsbeispiel
gemäß 6 Bezug
genommen. Dort ist quer zu den Stabilisierungsstegen 7 ein
Querstabilisierungssteg 7' vorgesehen.
Dieser Querstabilisierungssteg 7' führt zu einer weiteren Erhöhung der Stabilität, der Verwindungssteifigkeit
sowie der Tragfähigkeit
der Steige.
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Der
Querstabilisierungssteg 7' ist
an einer Soll-Trennlinie 26 trennbar. Die Soll-Trennlinie 26 ist als
Perforierung ausgebildet, so dass die beiden Bereiche der Mehrlochsteige
in einfacher Weise mit wenig Kraftaufwand voneinander getrennt werden
können.
Dies erleichtert vor allem die Auftrennung der Steigen in kleinere
Einheiten.
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Der
Querstabilisierungssteg 7' ist
durch jeweils gegeneinander erfolgende Faltung und Miteinander-Verbindung
zweier quer verlaufender Randbereiche 11 von beidseitig
des Querstabilisierungssteges 7' angeordneten Bereichen gebildet.
Insbesondere wird der Querstabilisierungssteg 7' durch ein Verbinden
der benachbarten Randbereiche 5 bzw. Randlaschen 17 und 18 sowie
der Ecklaschen 19 der beidseitig des Stabilisierungssteges 7 angeordneten Bereiche
erhalten. Die beiden Bereiche beidseitig des Querstabilisierungssteges 7' können auch
nur so miteinander verbunden sein, dass sie zueinander verschwenkbar
sind. Dabei sind die beiden Bereiche entlang des Querstabilisierungssteges 7' nur linienmäßig miteinander
verbunden.
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Im
Bereich des Querstabilisierungssteges 7' sind außerdem Stützlaschen 27 vorgesehen,
die gewährleisten,
dass der notwendige Abstand zur darüber angeordneten Steige eingehalten
wird.
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Bei
dem in 7 dargestellten Zuschnitt sind die Teilstege 23 im
Bereich der teilweise begrenzten Löcher 6 vorgesehen,
wobei sich die Teilstege 23 über einen Teilbereich in Querrichtung
einer Reihe von Löchern 6 erstrecken.
Auch hier steht der Teilsteg 23 über einen Stützsteg 24 mit
dem Boden 2 in Verbindung. Die Anordnung der Teilstege 23 sowie der
Stützstege 24 im
Bereich der Löcher 6 führt dazu, dass
die eingesetzten Becher gegen ein seitliches Verrutschen wirksam
gesichert sind. Darüber
hinaus haben die Teilstege 23 in Verbindung mit den Stützstegen 24 eine
versteifende Wirkung der Mehrlochsteige.
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Die
Teilstege 23 sowie die Stützstege 24 sind jeweils
in der Mitte eines teilweise begrenzten Loches 6 angeordnet,
um den eingesetzten Becher zu beiden Seiten gleichermaßen zu stabilisieren.
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Im
aufgefalteten Zustand verläuft
der Stützsteg 24 vom
Teilsteg 23 ausgehend zum Boden 2 schräg nach innen
und sorgt damit einerseits für
einen noch besseren Halt der eingesetzten Becher, wobei diese andererseits
dennoch einfach nach oben entnommen werden können.
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Die
Breite der Stützstege 24 nimmt
in Richtung Boden 2 zu, wobei innen liegende Stützstege 24 die
Form eines gleichseitigen Trapezes aufweisen, während die randseitigen Stützstege 24 eine nicht-symmetrische
Trapezform aufweisen. Die Verbreiterung der Stützstege 24 in Richtung
Boden 2 sorgt für
eine weitere Verbesserung des Haltes der Becher.
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Wie
aus 7 weiterhin hervorgeht, sind in den jeweils außen liegenden
Reihen der teilweise begrenzten Löcher 6 die Teil- 23 sowie
Stützstege 24 direkt
gegenüberliegend
angeordnet, während
in der mittleren Reihe keine Stützstege 24 vorgesehen sind,
um den Stabilisierungssteg 7 nicht durch zu viele Unterbrechungen
in seiner Stabilität
bzw. Festigkeit zu schwächen.
-
Es
wird darauf hingewiesen, dass sämtliche Merkmale
der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen auch untereinander
beliebig ausgetauscht werden können.
Die erfindungsgemäße Mehrlochsteige
weist zum einen eine erheblich verbesserte Steifigkeit zum anderen
einen verbesserten Ausnutzungsgrad an Material auf. Darüber hinaus können die
Fertigungskosten (wie Drucken und Stanzen) bis zu 50 % reduziert
werden, weil mehr Nutzen (z. B. bisher 3 Nutzen, jetzt 6 Nutzen)
auf dem Druckbogen möglich
sind. Darüber
hinaus fällt
nur geringfügiger
Stanzauswurf im Außenbereich
an. Der erfindungsgemäße Zuschnitt
ist daher insbesondere auch für
das Rotativstanzen geeignet. Die Erfindung stellt daher einen ganz
entscheidenden Fortschritt auf dem einschlägigen Gebiet dar.
-
- 1
- Zuschnitt
- 2
- Boden
- 3
- Oberteil
- 4
- Steg
- 5
- Randbereich
- 6
- Loch
- 7
- Stabilisierungssteg
- 8
- Faltfläche
- 9
- Faltfläche
- 10
- Faltfläche
- 11
- Randbereich
- 12
- Eckvorsprung
- 13
- Stützlasche
- 14
- Soll-Trennlinie
- 15
- Eckfaltung
- 16
- Lasche
- 17
- Randlasche
- 18
- Randlasche
- 19
- Ecklasche
- 20
- Faltfläche
- 21
- Faltfläche (Bodenteil)
- 22
- Bereich
der Verklebung
- 23
- Teilsteg
- 24
- Stützsteg
- 25
- Vorsprung
- 26
- Soll-Trennlinie
- 27
- Stützlasche