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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kosmetikum aus einer kosmetischen
Zubereitung und einer Kapsel, in welcher sich die Zubereitung befindet.
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Der
Wunsch, schön
und attraktiv auszusehen, ist von Natur aus im Menschen verwurzelt.
Auch wenn das Schönheitsideal
im Laufe der Zeit Wandlungen erfahren hat, so ist das Streben nach
einem makellosen Äußeren immer
das Ziel der Menschen gewesen. Einen wesentlichen Anteil an einem
schönen
und attraktiven Äußeren hat
dabei der Zustand und das Aussehen der Haut.
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Von
besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist das Erscheinungsbild
der Gesichtshaut, da das Gesicht als „Aushängeschild" des Menschen, von der Umwelt in besonderem
Maße wahrgenommen
wird.
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Die
Gesichtshaut ist aus kosmetischer Sicht von anderen Hautpartien
zu unterscheiden, da sie einerseits im besonderes starken Maße Umwelteinflüssen (z.B.
Kälte,
Wärme,
UV-Strahlung) ausgesetzt
ist, andererseits besonders dünn
und sensibel ist, da sie nicht über
einen wirksamen Hornhautschutz verfügt. Als Folge der besonders
intensiven Umweltbelastungen bei gleichzeitig relativ geringem „Schutzmantel" ist die Gesichtshaut
diejenige Hautregion, welche am schnellsten sichtbar altert, wobei
der vorzeitige Alterungsprozess fast ausschließlich auf Umweltfaktoren (beispielsweise
Lichtschäden)
zurück
zu führen
ist.
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In
besonderem Maße
treten die Alterungserscheinungen der Gesichtshaut im Bereich der
Augenpartien auf. Hier ist die Haut entweder besonders dünn oder
wird durch das ständige
Auf- und Niederklappen der Augendeckel und die Gesichtsmimik, mechanisch
besonders beansprucht. Die Haut verliert in diesem Bereich besonders
schnell an Elastizität
und wird faltig und runzelig („Krähenfüße").
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Um
die sichtbaren Anzeichen vorzeitige Hautalterung der Gesichtshaut
und insbesondere der das menschliche Auge umgebenen Haut kosmetisch
zu behandeln bzw. ihre Entstehung zu verzögern, bedürfen diese Hautpartien einer
besonders intensiven Pflege.
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In
jüngerer
Zeit wurden daher eine Reihe von kosmetischen Zubereitungen speziell
für die
Reinigung und Pflege der Gesichtshaut entwickelt. Viele dieser Zubereitungen
enthalten Wirkstoffe wie Antioxidantien und UV-Lichtschutzfilter.
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Isoflavone,
gelegentlich auch als Isoflavonoide bezeichnet, sind meist gelblich
gefärbte
Pflanzenfarbstoffen, die sich von Isoflavon ableiten.
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Der
Grundkörper
Isoflavon (3-Phenylchromon, 3-Phenyl-4H-1-benzopyran-4-on) kommt
in Kleearten vor. Einige bekanntere Isoflavone sind Daidzein (4',7-Dihydroxy-Isoflavon),
als 7-O-Glucosid
Daidzin in Sojamehl; Genistein (4',5,7-Trihydroxy-Isoflavon) aus Sojabohnen
u. Rotklee; Prunetin (4',5-Dihydroxy-7-methoxy-Isoflavon)
aus der Rinde von Pflaumenbäumen;
Biochanin A (5,7-Dihydroxy-4'-methoxy-Isoflavon)
aus Kichererbsen, Rotklee u. a. Kleearten; Orobol (3',4',5,7-Tetrahydroxy-Isoflavon);
Santal (3',4',5-Trihydroxy-7-methoxy-Isoflavon)
aus Sandelholz, Rotholz u. a. Hölzern;
Pratensein aus frischem Rot- oder Wiesenklee.
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Isoflavonhaltige
kosmetische Zubereitungen des Standes der Technik haben jedoch den
Nachteil, für die „Augenkosmetik" (d.h. für Kosmetika
für die
das menschliche Auge umgebenen Haut, inklusive des Augenlides) wenig
geeignet zu sein: Kosmetische Wirkstoffe wie Isoflavone müssen, nach
der herrschenden Meinung der Fachwelt, in gelöster Form in der Zubereitung
vorliegen, da auf diese Weise der Stofftransport zum Wirkungsort
besonders gut funktioniert. Eine ideale kosmetische Grundlage zum
Lösen von
Isoflavonen stellen Polyole dar.
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„Augenkosmetika" werden meist in
Form von einzelnen Kapseln angeboten in denen die kosmetische Zubereitung
vor Umwelteinflüssen
sicher geschützt
ist. Derartige Aufbewahrungsformen erlauben eine exakte Dosierung
von wirkstoffhaltigen Kosmetika. Ferner erlauben derartige Kosmetika
die Darreichung von hochkonzentrierten Wirkstoff-Zubereitungen sowie die Darreichung
von oxidations- und/oder hydrolyseempfindlichen und/oder lichtlabilen
Wirkstoffen, beispielsweise Antioxidantien. Auch Isoflavone sollten
als kosmetische Wirkstoffe nach Möglichkeit luftdicht verpackt
aufbewahrt werden. Die meisten „Augenkapseln" werden heutzutage
aus Gelatine hergestellt.
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Nachteilig
am Stande der Technik war nun der Umstand, dass Polyole, welche
als „Lösungsmittel" für Isoflavone
besonders geeignet sind, sich nicht in aus Gelatine gefertigten
Kapseln aufbewahren lassen, da sich die Gelatine in Polyolen auflöst.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es nun, ein in Gelatinekapseln
verpacktes, Isoflavone enthaltendes Kosmetikum zu entwickeln, welches
die Isoflavone in physiologisch hoch wirksamen Mengen enthält.
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Überraschend
gelöst
wird die Aufgabe durch ein Kosmetikum aus einer Kapsel mit einem
Volumen von 0,5 bis 2,2 ml Inhalt, enthaltend eine kosmetische Zubereitung
enthaltend
- a) Cyclomethicon, Sojabohnenöl oder Mischungen
aus Cyclomethicon und Paraffinöl
und
- b) pulverförmigen
Isoflavonextrakt.
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Dabei
war es für
den Fachmann insbesondere überraschend,
dass die kosmetische Zubereitung eine hohe kosmetische Wirksamkeit
gegenüber
den Alterungserscheinungen der Haut, insbesondere der Haut um die
Augenpartien, aufweist, obwohl die Isoflavone allenfalls zu einem
geringen Anteil in gelöster
Form im kosmetischen Vehikel vorliegen.
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Ferner
lassen sich die erfindungsgemäßen Zubereitungen
(und die in ihnen enthaltenden Isoflavone) besonders einfach und
gleichmäßig auf
der Haut verteilen, wobei sowohl der Prozess der Auftragung als
auch die Anwendung an sich einen angenehmen sensorischen Eindruck
auf den behandelten Hautpartien zurück lässt. Ein raues, kratzendes
Hautgefühl,
wie es für
partikelhaltige Zubereitungen nicht untypisch ist, wurde nicht beobachtet.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft,
wenn die Kapsel aus Gelatine hergestellt wird. Dabei kann als Gelatine
erfindungsgemäß bevorzugt
Rinder- und/oder SchweineGelatine und/oder Gelatine aus Algen- und/oder Maisstärke eingesetzt
werden.
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Ferner
ist es erfindungsgemäß bevorzugt,
wenn das Kapselvolumen von 1,0 bis 2,0 ml beträgt.
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Die
erfindungsgemäße Zubereitung
des Kosmetikums Die erfindungsgemäße kosmetische Zubereitung
enthält
als topischen Träger
(Komponente a)) Cyclomethicon, Sojabohnenöl oder Mischungen aus Paraffinöl (welches
erfindungsgemäß bei 25 °C flüssig ist)
und Cyclomethicon.
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Das
erfindungsgemäße Cyclomethicon
(INCI Cyclomethicone) ist unter der CAS-Nr. 69430-24-6 abgelegt.
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Das
erfindungsgemäß vorteilhafte
Sojabohnenöl
wird nach der INCI-Nomenklatur mit Glycine Soja bezeichnet und ist
unter der CAS-Nr. 8001-22-7 registriert.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt,
wenn als topischer Träger
(Komponente a)) Cyclomethicon eingesetzt wird.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
enthält
die kosmetische Zubereitung Cyclomethicon in einer Konzentration
von 80 bis 98 Gewichts-%, und bevorzugt in einer Konzentration von
90 bis 98 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitung.
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Die
erfindungsgemäße kosmetische
Zubereitung enthält
den pulverförmigen
Isoflavonextrakt erfindungsgemäß vorteilhaft
in einer Konzentration von 0,01 bis 5 Gewichts-% und erfindungsgemäß bevorzugt
in einer Konzentration von 0,02 bis 2 Gewichts-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
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Die
Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Isoflavonextrakte ist,
da es sich um ein Naturprodukt handelt, natürlichen Schwankungen unterworfen.
Die vorliegende Erfindung umfasst alle Zusammensetzungen, die sich
in der natürlichen
Schwankungsbreite befinden.
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Erfindungsgemäß bevorzugte
Isoflavonextrakte enthalten jedoch mindestens 10 Gewichts-% Isoflavone.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
werden Isoflavonextrakte eingesetzt, die aus Soja gewonnen werden.
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In
einer erfindungsgemäß besonders
bevorzugten Ausführungsform
enthält
der Isoflavonextrakt:
| Glycitein | 0,18
% |
| Glycitin | 1,68
% |
| Malonyl
Glycitin | 0,22
% |
| Acetyl
Glycitin | 1,22
% |
| Daidzein | 0,08
% |
| Daidzin | 3,28
% |
| Malonyl
Daidzein | 0,03
% |
| Acetyl
Daidzin | 2,27
% |
| Genistein | 0,03
% |
| Genistin | 0,84
% |
| Acetyl
Genistin | 0,70
% |
| Malonyl
Genistin | 0,03
% |
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Dabei
können
die einzelnen Konzentrationen naturgemäß um bis zu 50 % von den angegebenen
Mittelwerten abweichen.
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Neben
Isoflavonen kann der Isoflavonextrakt ferner u.a. Proteine, Saponine,
Fette, Kohlenhydrate, Zucker und Oligosaccharide enthalten.
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Erfindungsgemäß vorteilhafte
Isoflavonextrakte sind dadurch gekennzeichnet, dass der pulverförmige Isoflavonextrakt
dergestalt vorliegt, dass mindestens 65 Gewichts-% der Teilchen
eine Korngröße von kleiner 30 μm aufweisen.
Dabei ist es erfindungsgemäß bevorzugt,
wenn mindestens 70 % der Teilchen eine Kormgröße von kleiner 30 μm aufweisen.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
können
Isoflavonextrakte eingesetzt werden, die nach der INCI mit Soybean
(Glycine Soya) Germ Extract deklariert werden.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
sind beispielsweise Isoflavonextrakte, die unter dem Handelsnamen „Isoflavones
150" und „Isoflavones
Micro" bei Lucas
Meyer Cosmetics S.A. erhältlich
sind.
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Erfindungsgemäß vorteilhafte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass die
kosmetische Zubereitung einen oder mehrere Wirkstoffe gewählt aus
der Gruppe der Wirkstoffe Vitamin C, Tocopherylacetat, Bisabolol,
Butylhydroxytoluol, in einer Gesamtkonzentration von 0,01 bis 5 Gewichts-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
enthalten die Zubereitungen Tocopherylacetat in einer Konzentration
von 0,01 bis 0,5 Gewichts-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration
von 0,02 bis 0,3 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
enthalten die Zubereitungen Bisabolol in einer Konzentration von
0,01 bis 2 Gewichts-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration
von 0,01 bis 0,5 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
enthalten die Zubereitungen Butylhydroxytoluol in einer Konzentration von
0,01 bis 0,3 Gewichts-% und besonders bevorzugt in einer Konzentration
von 0,01 bis 0,2 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung.
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Erfindungsgemäß besonders
bevorzugt sind Zubereitungen, die Tocopherylacetat, Bisabolol und
Butylhydroxytoluol enthalten.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen
weitere Ölkomponenten
in einer Gesamtkonzentration von 0,01 bis zu 98 Gewichts-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
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Diese
zusätzlichen Ölkomponenten
können
erfindungsgemäß vorteilhaft
gewählt
werden aus der Gruppe C12–15
Alkylbenzoate, Traubenkernöl
(Vitis vinifera), Nachtkerzenöl
(Oenothera Biennis), Paraffinöl und
Pflanzenöle.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
ist der Einsatz von C12–15
Alkylbenzoaten in einer Konzentration von 0,1 bis 5 Gewichts-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
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Erfindungsgemäß bevorzugt
ist ferner der Einsatz von Traubenkernöl in einer Konzentration von
0,01 bis 1,0 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
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Zur
Einstellung der Viskosität
der Zubereitung werden dieser erfindungsgemäß vorteilhaft ein oder mehrere
Verdickungsmittel zugesetzt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist dabei insbesondere
der Einsatz von Methylmethacrylat/Glycoldimethacrylat Crosspolymer
und/oder Dimethicon-Crosspolymer.
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Das
oder die Verdickungsmittel werden erfindungsgemäß in einer Konzentration von
0,01 bis 0,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung,
eingesetzt.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
kann die erfindungsgemäße Zubereitung
ferner ein oder mehrere Puderrohstoffe enthalten. Erfidungsgemäß bevorzugt
ist dabei der Einsatz von Silika und/oder Maltodextrin.
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Puderrohstoffe
können
erfindungsgemäß vorteilhaft
in einer Menge von 0,01 bis zu 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung in dieser enthalten sein.
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Erfindungsgemäß ist auch
das Verfahren zur kosmetischen Prophylaxe und kosmetischen Behandlung
von Erscheinungen der Hautalterung der das menschliche Auge umgebenen
Haut, inklusive des Augenlides, welches dadurch gekennzeichnet ist,
dass die erfindungsgemäße kosmetische
Zubereitung aus der erfindungsgemäßen Kapsel entnommen und auf
die Haut aufgetragen wird.
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Erfindungsgemäß ist ferner
die Verwendung einer erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitung, welche
in einer erfindungsgemäßen Kapsel
aufbewahrt wird, zur kosmetischen Prophylaxe und kosmetischen Behandlung
der Erscheinungen von Altershaut, insbesondere der das menschliche
Auge inklusive des Augenlides umgebenen Haut.
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Die
nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen,
ohne sie einzuschränken. Alle
Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders
angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen bezogen.
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