DE102004020596B4 - Zaumzeug - Google Patents
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Abstract
Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und einen Kehlriemen (14) und wenigstens einen Gebissriemen (15) sowie einen Reithalfterriemen (16) hält und relativ breit ausgebildet ist, wobei sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen (24, 25, 26) einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Anschlüsse der Riemen (24, 25, 26) an das Genickstück (11) Verstärkungsnähte vorhanden sind.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und einen Kehlriemen und wenigstens einen Gebissriemen sowie einen Reithalfterriemen hält und relativ breit ausgebildet ist, wobei sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen.
- Derartige Zaumzeuge oder Trensen sind in unterschiedlichen Ausführungen und für unterschiedliche Verwendungszwecke bekannt. Allen Zaumzeugen gemeinsam ist das so genannte Genickstück, an dem ein oder mehrere Riemen befestigt sind, um das Pferd mittels Zügel oder Longierleine zu reiten oder zu führen.
- Bei einer Reittrense werden zum Beispiel drei Riemen benötigt. Der Reithalfterriemen ist mit einem Nasenriemen verbunden, der unter dem Unterkopf des Pferdes verschlossen wird. Der Gebissriemen trägt das Gebissstück, an dem auch die Zügel befestigt werden können. Der um die Kehle des Pferdes geführte Kehlriemen hält die Trense sicher am Kopf des Pferdes. Der Reithalfterriemen ist dabei als separater schmaler Riemen ausgebildet, der lose unterhalb des Genickstücks verläuft. Dies ist für das Pferd unbequem zu tragen.
- Das Genickstück ist als gerader Riemen ausgebildet, dessen vordere Stirnkante gegen die empfindlichen Ohrhöcker drückt. Auch dies ist für das Pferd äußerst unangenehm und kann zudem bei einer zu fest angelegten Trense Schmerzen verursachen. Weiterhin wird die Bewegungsfreiheit der Ohren eingeschränkt.
- Ein Zaumzeug der eingangs geschilderten Art ist aus der nachveröffentlichten europäischen Patentanmeldung
EP 1 359 115 A1 bekannt. Hier wird ein Zaumzeug beschrieben, das ein Genickstück aufweist, an das sich drei Riemen nebeneinander liegend anschließen. Das Problem bei einem derartigen Zaumzeug besteht in dem Bereich des Anschlusses der Riemen an das Genickstück. Aufgrund der teilweise hohen Kräfte besteht die Gefahr, dass das Zaumzeug an dieser Stelle einreißt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zaumzeug dieser Art so auszubilden, dass ein Einreißen desselben im Bereich der Anschlüsse der Riemen an das Genickstück nicht zu befürchten ist.
- Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass im Bereich der Anschlüsse der Riemen an das Genickstück Verstärkungsnähte vorhanden sind. Hierdurch wird ein Einreißen des Zaumzeugs im Bereich der Anschlüsse zuverlässig vermieden. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen werden, dass zwischen den einzelnen Riemen im Bereich des Anschlusses an das Genickstück runde Ausstanzungen vorgesehen werden. Auch damit wird ein Einreißen zuverlässig verhindert.
- Wie das Zaumzeug ausgebildet ist oder für welche Zwecke es benutzt wird, ist grundsätzlich beliebig. Das Zaumzeug kann als Reittrense mit Kehlriemen, Reithalfterriemen oder Gebissriemen ausgebildet sein. Bei einer Reittrense schließen sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Reithalfterriemen und der Gebissriemen einstückig neben einander an. Es kann aber auch vorgesehen werden, dass das Zaumzeug als Kappzaum mit Kehlriemen und Nasenriemen ausgebildet ist. Hier schließen sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Nasenriemen einstückig nebeneinander an.
- Bei einem Kandarenzaum umfasst das Zaumzeug Kehlriemen, Reithalfterriemen und zwei Gebissriemen. Hier werden sich an das Genickstück der Kehlriemen, der Reithalfterriemen und wenigstens ein oder beide Gebissriemen einstückig nebeneinander anschließen.
- Gemäß einer weitergehenden Ausführungsform der Erfindung umfasst das Genickstück auf seiner den Ohren des Pferdes zugewandten Seite Aussparungen. Dadurch wird erreicht, dass das Genickstück nicht mehr scharfkantig an die Ohren oder Ohrhöckern anstößt, sondern großflächig auf den Bereich hinter den Höckern aufliegt. Das Tragen des Zaumzeugs wird somit für das Pferd wesentlich angenehmer.
- Wie die Aussparungen ausgebildet sind, ist grundsätzlich beliebig. Es kann vorgesehen werden, dass eine Aussparung für beide Ohren vorhanden ist, und dass sich das Genickstück seitlich neben den Ohren wieder erweitert. Zweckmäßig ist es aber insbesondere, wenn jedem Ohr eine separate Aussparung zugeordnet ist. Dann kann sich das Genickstück sicher zwischen den Ohren abstützen, ohne an die Ohrhöcker anzustoßen. Dabei ist es günstig, wenn die Aussparungen jeweils bogenförmig und in Richtung auf das Ohr konkav ausgebildet sind. Das Genickstück liegt dann besonders gut und ohne scharfe Kanten an.
- Alle sich an das Genickstück anschließende Riemen können in der Länge über herkömmliche Schnallenverschlüsse verändert werden. Ein Anpassen an unterschiedliche Pferdegrößen und/oder Kopfformen ist daher ohne weiteres möglich. Die Riemen und das Genickstück des Zaumzeugs bestehen vorzugsweise aus Leder.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 die Seitenansicht auf eine herkömmliche Reittrense, -
2 die Einzelheit X in1 , jedoch gemäß der Erfindung und -
3 die Einzelheit Y in1 , jedoch gemäß der Erfindung - Das in der Zeichnung dargestellte Zaumzeug weist ein Genickstück
11 auf, das hinter den Ohren12 des Pferdes verläuft. An den seitlichen Anlenkungsbereichen13 teilt sich das Genickstück in einen Kehlriemen14 und einen Gebissriemen15 auf. An dem Gebissriemen sind über Gebissringe die Zügel befestigt. Weiterhin umfasst die Reittrense einen Reithalfterriemen16 , dessen vorderer Bereich mit dem Nasenriemen17 verbunden ist, der unter dem Unterkopf des Pferdes verschließbar ist. An dem Nasenriemen17 kann auch ein Sperrriemen23 vorhanden sein. Der hintere Bereich18 des Reithalfterriemens verläuft lose unter dem Genickstück11 . Weiterhin ist ein quer verlaufender Stirnriemen19 angenäht, der über die Stirn des Pferdes verläuft. Insoweit entspricht das in1 dargestellte Zaumzeug einer herkömmlichen Reittrense und bedarf keiner weiteren Erläuterung. -
2 zeigt den seitlichen Anlenkungsbereich13 in einer vergrößerten Darstellungsform und in einer anderen Ausführung. Hier ist das Genickstück11 breiter als herkömmliche Genickstücke ausgebildet. Die Breite ist so gewählt, dass sich wenigstens drei Riemen24 ,25 ,26 nebeneinander einstückig an das Genickstück anschließen. Der Riemen24 ist dem Kehlriemen14 , der Riemen25 dem Gebissriemen15 und der Riemen26 dem Reithalfterriemen16 zugeordnet. Ein separater Riemen unterhalb des Genickstücks für das Reithalfter ist nicht mehr erforderlich. - Im Bereich des Anschlusses der Riemen
24 ,25 ,26 an das Genickstück können Verstärkungsnähte vorgesehen werden, die ein Einreißen verhindern. Alternativ oder zusätzlich können zwischen den einzelnen Riemen24 ,25 ,26 im Bereich des Anschlusses an das Genickstück11 runde Ausstanzungen27 vorgesehen werden. Auch hierdurch wird ein Einreißen verhindert. -
3 zeigt den oberen Bereich des Genickstücks11 im Bereich der Ohren12 , jedoch in einer anderen Ausführungsform. Das Genickstück11 weist auf seiner den Ohren zugekehrten Stirnkante20 im Bereich der Ohren12 jeweils eine konkave Aussparung21 auf, die jeweils teilweise um einen Ohrhöcker22 herum verläuft. Das Genickstück stößt daher nicht mehr an die empfindlichen Ohren oder Ohrhöcker an. Vielmehr kann sich das Genickstück großflächig am Hinterkopf abstützen. Die für die Orientierung des Pferdes zwingend erforderliche Bewegungsfreiheit der Ohren12 bleibt erhalten.
Claims (8)
- Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und einen Kehlriemen (
14 ) und wenigstens einen Gebissriemen (15 ) sowie einen Reithalfterriemen (16 ) hält und relativ breit ausgebildet ist, wobei sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen (24 ,25 ,26 ) einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Anschlüsse der Riemen (24 ,25 ,26 ) an das Genickstück (11 ) Verstärkungsnähte vorhanden sind. - Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und einen Kehlriemen (
14 ) und wenigstens einen Gebissriemen (15 ) sowie einen Reithalfterriemen (16 ) hält und relativ breit ausgebildet ist, wobei sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen (24 ,25 ,26 ) einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Riemen (24 ,25 ,26 ) im Bereich des Anschlusses an das Genickstück (11 ) runde Ausstanzungen (27 ) vorgesehen sind. - Zaumzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es als Reittrense mit Kehlriemen (
14 ), Reithalfterriemen (16 ) und Gebissriemen (15 ) ausgebildet ist. - Zaumzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es als Kandarenzaum mit Kehlriemen, Reithalfterreimen und zwei Gebissriemen ausgebildet ist.
- Zaumzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Genickstück der Kehlriemen, der Reithalfterriemen und beide Gebissriemen einstückig nebeneinander anschließen.
- Zaumzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Genickstück (
11 ) auf seiner den Ohren (12 ) des Pferdes zugewandten Seite wenigstens eine den Ohren zugeordnete Aussparung (12 ) aufweist. - Zaumzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Ohr (
12 ) eine Aussparung (12 ) vorgesehen ist. - Zaumzeug nach Anspruch 6 oder 7. dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (
21 ) bogenförmig an dem Ohrhöcker anliegen.
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