Aufgabe
der Erfindung ist es eine Klimaanlage und ein Verfahren zum Betrieb
einer Klimaanlage bereitzustellen, die unter Beibehaltung des obengenannten
Steueralgorithmus die Hystereseaussteuerung auf einfache Weise anpassbar
macht.
Gelöst wird
die Aufgabe durch eine Klimaanlage mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und ein Verfahren zum Betrieb einer Klimaanlage mit den Merkmalen
des Anspruchs 9. Bei einer derartigen Klimaanlage oder einem derartigen
Verfahren ist über einen
Steuerungsalgorithmus des Regelungsrechners die einzustellende Mischstellung
der Luftmischeinrichtung zur Heizleistungserhöhung und die Mischstellung
zur Heizleistungsreduzierung gemäß zweier
unterschiedlicher Steuerungskurven gesteuert, wobei zur Umkehr der
Ansteuerung von einer gesteuerten Heizleistungserhöhung hin
zu einer Heizleistungsverringerung oder umgekehrt der Ansteuerung
der umgekehrten Heizleistungsveränderung eine
Hystereseaussteuerung anhand einer Hysteresesteuervorgabe vorgeordnet
ist. Die Hysteresesteuervorgabe ist durch den vom Steueralgorithmus
bestimmten Unterschied der beiden Mischstellungen festgelegt, die
sich für
den Wert der Heizleistung, bei dem sich die Ansteuerung umkehrt,
anhand der beiden Steuerungskurven ergeben.
Bei
einer erfindungsgemäßen Klimaanlage oder
einem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Betreiben einer Klimaanlage sind im Rechner eine Mischvorgabekurve
und ein Hystereparameter abgelegt, anhand derer durch einen Festlegungsalgorithmus
mindestens eine der Steuerungskurven mindestens bereichsweise vorgegeben
ist. Der beispielsweise über
eine Programmierbedienung oder eine Verrechnung anderer Parameter
veränderbare
Hystereseparameter erlaubt nun eine einfache Einstellbarkeit der
Hysteresesteuervorgabe. Dabei wird mittels des Hystereseparameters
mindestens für
den Bereich der Steuerungskurve, den der Festlegungsalgorithmus
des Regelungsrechners wirksam mittels des Hystereseparameters und
der Mischvorgabekurve festlegt, die Hysteresesteuervorgabe zur Überwindung
des durch mechanisches Spiel bedingten Totweges beziehungsweise
des zugehörigen
Stellungsoffsets bei einem Bewegungsrichtungswechsel des Antriebs
der Luftmischeinrichtung anpassbar.
Der
Festlegungsalgorithmus kann anhand des Hystereseparameters aus einer
Kurvenschar einer Datenbank eine Kurvenauswahl treffen, wobei diese
Kurve beispielsweise als Mischvorgabekurve beziehungsweise Steuerkurve
zugrundegelegt oder als Offsetkurve zur Überlagerung mit einer Mischvorgabekurve
herangezogen werden kann.
Der
Hystereseparameter kann aber auch im Rahmen des Festlegungsalgorithmus
zur Verrechnung, beispielsweise zur Multiplikation mit einem Hysteresegrundwert
oder einer Offsetkurve dienen, wobei die ermittelten Werte der Mischvorgabekurve überlagert,
also addiert oder subtrahiert werden. Im einfachsten Fall wird durch
den Festlegungsalgorithmus der Hystereseparameter durch bloße Addition oder
Subtraktion des Parameterwertes vom jeweiligen durch die Mischvorgabekurve
berechneten Wert zur Ermittlung des zugehörigen Wertes der Steuerungskurve
herangezogen. Dabei ist der Wert des Hystereseparameters ein über den
festzulegenden Kurvenbereich konstanter Offsetwert.
Der
Regelungsrechner kann mittels des Hystereseparameters entweder eine
der beiden Steuerungskurven oder auch beide Steuerkurven festlegen,
was insbesondere von der mechanischen Anbindung des Antriebs der
Mischeinrichtung an die Klappen und damit der dazugehörigen Spielbehaftung
abhängt.
Eine Berücksichtigung
des Hystereseparameters bei der Festlegung beider Steuerungskurven
ist insbesonder dann notwendig, wenn der Antrieb sowohl für die Warmluftklappen,
wie auch für die
Kaltluftklappen der Luftmischeinrichtung über spielbehaftete kinematische
Elemente erfolgt. Ist der Antrieb direkt an einer der Klappen angebunden, muss
nur eine der Steuerungskurven mindestens bereichsweise mittels des
Hystereseparameters und einer Mischvorgabekurve vom Regelungsrechner
festgelegt werden.
Der
Regelungsrechner einer erfindungsgemäßen Klimaanlage kann beispielsweise
in ein Steuergerät
der Klimaanlage, ein Klimabediengerät, einen Zentralrechner des
Fahrzeugs oder abgesetzte Fahrzeugsteuergeräte integriert sein. Es können auch
verschiedene Rechenfunktionen gesplittet auf verschiedenen Geräten ausgeführt werden.
Dabei kann der Regelungsrechner Mikroprozessoren, Speichereinheiten,
Analogrechner, Sensoren, Steuergeräte, Motoren, Aktuatoren, Bedienelemente,
Anzeigen und Schnittstellen, beispielsweise zur Verbindung mit weiteren
Steuergeräten,
aufweisen.
Eine
erfindungsgemäße Klimaanlage
oder ein erfindungsgemäßes Verfahren
zum Betrieb einer Klimaanlage ermöglicht durch die veränderbare
Ablegbarkeit des Hystereseparameters im Regelungsrechner und die
mittels des Hystereseparameters und einer Mischvorgabekurve erfolgenden
Festlegung mindestens eines Bereiches einer Steuerkurve eine einfache
Anpassbarkeit der Hysteresesteuervorgabe im Regelungsrechner der
Klimaanlage an variante oder variable Größen des mechanischen Lagerspiels
in der Kinematik des Klappenantriebs der Kalt- und Warmluftmischklappe der Luftmischeinrichtung.
Beispielsweise können
durch produktionsbedingte Unterschiede der mechanischen Hysterese bei
verschiedenen Anlagen gleichen Baumusters über die einzelnen Anlagen variante
Hysteresegrößen gegeben
sein oder beispielsweise durch Abnutzung über die Betriebszeit einer
Anlage variable Hysterese auftreten.
Um
Bauteil- oder Montagetoleranzen auszugleichen und die Regelung einer
Klimaanlage dadurch zu verbessern, dass die spezifische Hysterese jeder
einzelnen Anlage und nicht eine vorab durch Versuchsreihen ermittelte
Hysteresevorgabe eingestellt wird, wird beispielsweise im Rahmen
einer üblichen
Funktionsprüfung
oder aber eines Erstbetriebs der Anlage ein Grundwert des Hystereseparameters ermittelt
und im Regelungsrechner abgelegt. Die Ermittlung des Grundwertes
Hystereseparameters kann für
jede einzelne Anlage erfolgen oder, falls beispielsweise langsam
veränderbare
Bauteiltoleranzen berücksichtigt
werden müssen,
in vorgegebenen Abständen
durch eine Messung ermittelt werden, wobei der in dieser Messung
ermittelte Grundwert bei den bis zur nächsten Einzelmessung folgenden
Anzahl ungemessener Anlagen im Regelungsrechner abgelegt wird.
Insbesondere
um eine nur im Einzelfall unzulängliche
Hysteresesteuervorgabe zu korrigieren, ist in einer Ausführungsform
der Klimaanlage vorgesehen, den Hystereseparameter mittels einer
Eingabebedienung, die am Fahrzeug beispielsweise unmittelbar am
Bediengerät
des Regelungsrechners vorzugsweise in einem Servicemodus oder auch über ein
Servicegerät
erfolgen kann, abzustimmen. Hierbei kann eine vorzugsweise durch
Servicevorgaben festgelegte Korrektur des Hystereseparameters anhand
von auftretenden Fehlern oder Mängeln
der Klimaregelung erfolgen.
Betriebszeitbedingte
Veränderungen
der mechanischen Hysterese, beispielsweise durch abnutzungsbedingt
steigendes Lagerspiel, welche auf einfache Weise beispielsweise
durch Dauerlaufversuche oder Berechnung ermittelbar sind, können in der
Hysteresesteuervorgabe berücksichtigt
werden, indem der Regelungsrechner durch Kategorisierung oder Verrechnung
von Betriebszeitparametern veränderte
Werte des Hystereseparameters errechnet oder bestimmt, die dann
zur Festlegung der Steuerungskuve herangezogen werden.
Bei
einer Ausführungsform
der Klimaanlage ist die Mischvorgabekurve fest im Rechner abgelegt, wodurch
insbesondere weniger Rechenvorgänge und
zugehöriger
Speicherplatz benötigt
werden und damit ein weniger komplexer Regelungsrechner mit geringeren
Anschaffungskosten notwendig ist. Im Allgemeinen reicht eine einzelne
Mischvorgabekurve, die im Wesentlichen durch die von der Geometrie
der Anlage und den verwendeten Aggregaten bestimmten Strömungsverhältnisse
in der Klimaanlage festgelegt ist. Die fest abgelegte Mischvorgabekurve kann
desweiteren als ein Element einer Datenbank abgelegt sein, in der
eine Auswahl an verschiedenen Mischvorgabekurven hinterlegt sind. Über diese
Ausführungsform
hinaus kann die Mischvorgabekurve unter Verrechnung von Betriebsparametern,
beispielsweise zur Berücksichtigung
verschiedener Belüftungsmodi,
im Regelungsrechner veränderbar sein.
Bei
einer besonderen Ausführungsform
ist eine der Steuerungskurven mit der Mischvorgabekurve identisch.
Dabei ergibt sich die andere Steuerungskurve durch Festlegung des
Regelungsrechners mittels des Hystereseparameters, dessen Parameterwert
dazu beispielsweise von der Mischvorgabekurve abgezogen wird. Eine
derartige Ausführungsform
benötigt
besonders wenig Rechner- und Speicherkapazität.
Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist eine der Steuerungskurven vorzugsweise in einem Bereich mittlerer
Heizleistung durch die Mischvorgabekurve, insbesondere eine mit
der anderen Steuerungskurve identischen Mischvorgabekurve, und den
Hystereseparameter festgelegt, wobei die Festlegung der Steuerungskurve
in diesem Bereich in besonders einfacher Weise durch Addition oder
Subtraktion des Hystereseparameterwertes zu oder von der Mischvorgabekurve,
also der anderen Steuerungskurve, erfolgt. Beide Steuerungkurven
enden im selben Punkt maximaler Heizleistung mit vollständig geöffneter
Warmluftklappe und geschlossener Kaltluftklappe und im selben Punkt
minimaler Heizleistung mit vollständig geöffneter Kaltluftklappe und
geschlossener Warmluftklappe. Die Bewegung der Luftmischeinrichtung
in unmittelbarer Nähe
dieser Steuerpunkte ist durch teilweise erfolgendes Anliegen der
jeweils schließenden
Klappen und ein dadurch gegebenes Vorspannen der Antriebskinematik
nur in geringerem Maße hysteresebehaftet
als im restlichen Bewegungs- beziehungsweise Mischstellungsbereich.
Demzufolge sind in diesen Bereichen auch nur geringere Hystereseunterschiede
oder -veränderungen
zu erwarten als im restlichen Bewegungs- beziehungsweise Mischstellungsbereich
und damit ein Hystereseabgleich nicht unbedingt notwendig. Somit
kann zur Verringerung von notwendiger Rechenschritte im Regelungsrechner
im Bereich minimaler und maximaler Heizleistung ein Teilbereich
beider Regelkurven fest abgelegt sein und sich die Festlegung einer
der Steuerungskurven auf einen Bereich mittlerer Heizleistungen
berschränken.
Es
kann zudem in einer besonderen Ausgestaltung zur Vermeidung von
Kurvensprüngen
im festabgelegten Kurvenbereich und im Kurvenbereich der vom Rechner
mittels der Mischvorgabekurve und des Hystereseparameters bestimmt
wird je ein Übergabepunkt
definiert sein, zwischen denen die Steuerkurve interpoliert ist.
Dadurch kann ein gleichmäßigeres
Regelverhalten der Klimaanlage erreicht werden.
Die
Steuerkurven eines Ausführungsbeispiels
sind in der Zeichnung gezeigt, wobei:
1 Eine
skizzenhafte Darstellung einer erfindungsgemäßen Klimaanlage und
2 Die
Steuerkurven zur Steuerung der Mischstellung der Luftmischeinrichtung
X nach der Sollheizleistung L einer erfindungsgemäßen Klimaanlage
oder eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Betrieb einer Klimaanlage zeigen.
In 1 ist
eine Ausführungsform 100 einer erfindungsgemäßen Klimaanlage
dargestellt. Diese weist eine Temperaturregelungseinrichtung auf,
welche eine im Luftverteiler 102 der Klimaanlage 100 einzustellende
Temperatur durch Mischung von Warmluft mit Kaltluft steuert. Die
Warmluft wird mittels Durchströmen
des Wärmetauschers 101 erzeugt.
Die Kaltluft strömt über einen
Bypass am Wärmetauscher
vorbei. Die Steuerung der Mischung erfolgt durch Einstellen der
Mischposition der Luftmischeinrichtung 120. Die Luftmischeinrichtung
weist einen ein Steuergestänge
antreibenden Schrittmotor 121 und zwei von diesem Steuergestänge gegenläufig angetriebene
Klappen: die Warmluftklappe 122 und die Kaltluftklappe 123 auf.
Dabei bewegen sich die mechanisch gekoppelten Klappen 122 und 123 von
einer ersten Endstellung mit dicht geschlossener Warmluftklappe 122 und
geöffneter
Kaltluftklappe 123 kontinuierlich bis zu einer entgegengesetzten Endstellung
mit offener Warmluftklappe 122 und dicht geschlossener Kaltluftklappe 123.
Die gesteuerte Mischstellung wird durch die gefahrene Schrittanzahl
des Schrittmotors 121 in Bezug auf eine festgelegte Grundposition
beschrieben. Der Aktuator 121 wird von einem mit ihm verbundenen
Regelungsrechner 110 angesteuert der über verschiedene Schnittstellen 111 mit
Bedieneinheiten, Steuergeräten
und Sensoren des Fahrzeugs und der Serviceschnittstelle verbunden
ist.
2 zeigt
ein Steuerungsdiagramm mit Steuerungskurven, die bei. einem Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Klimaanlage
oder einem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Betrieb einer Klimaanlage einem Algorithmus zur Steuerung einer
Mischstellung nach der Eingangsgröße Sollheizleistung H zugrundeliegen.
Der
Kreuzungspunkt der Koordinatenachsen des gezeigten Graphen definiert
einen Punkt 11, an dem die auf der Abszisse aufgetragene
Sollheizleistung L einen minimalen Wert L0,
der üblicherweise den
Wert Null hat, aufweist. Die angesteuerte Stellposition X, die auf
der Ordinate aufgetragen ist, entspricht in diesem Punkt der Begrenzungsstellung
X0 der Luftmischeinrichtung bei offener
Kaltluftklappe und geschlossener Warmluftklappe, in der ihr Wert üblicherweise
zu Null definiert ist. Die Begrenzungsstellung X0 ist
in der Luftmischeinrichtung beispielsweise über einen mechanischen Anschlag,
beispielsweise die anschlagende Warmluftklappe, festgelegt.
Der
Punkt 11 des Steuerdiagramms begrenzt eine Steuerungskurve 1 und
Steuerungskurven 2 beziehungsweise 2' im Bereich
minimaler Heizleistungen. Steuerungskurve 1 wird zur Steuerung
einer Mischstellung X nach der Heizleistung L bei Erhöhung der
Heizleistung L herangezogen, die Steuerungskurven 2 beziehungsweise 2' zur Steuerung
einer Mischstellung X nach der Heizleistung L bei Reduzierung der
Heizleistung L.
Ausgehend
von diesem Zustand ist bei Anforderung von höherer Heizleistung eine Mischstellung
X anzusteuern, die sich nach der Kurve 1 aus der angeforderten
Heizleistung ergibt. Dabei kann die Luftmischeinrichtung bis zur
dortigen Begrenzungsstellung Xmax der Mischstellung,
die beispielsweise durch die vollständigen Öffnung der Warmluftklappe oder
die auf Anschlag gehende, schließende Kaltluftklappe festgelegt
ist angesteuert werden. Diese Begrenzungsstellung wird bei Anforderung
einer maximalen Heizleistung Lmax im Punkt 12 des
Diagramms angesteuert. Der Steuerpunkt 12 begrenzt die
Steuerungskurven 1 und 2, beziehungsweise 2' im Bereich
maximaler Heizleistung.
Soll
ausgehend von einer maximalen Heizleistung Lmax eine
reduzierte Heizleistung eingestellt werden, wird die korrespondierenden
Mischstellung anhand einer dazugehörigen Abregelkurve angesteuert.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Abregelkurve bereichsweise veränderbar. Beispielhaft sind
die Abregelkurven 2 und 2' gezeigt.
Durch
die Definition eines Wertes La der Sollheizleistung
L, beispielsweise über
eine zugehörige Mischstellung
Xa auf der Kurve 1, und eines Wertes Lb, der beispielsweise über einen zugehörigen Wert Xb der Mischstellung X auf der Kurve 2 festgelegt wird,
sind ein Bereich niedriger Heizleistung von L0 bis
La, ein Bereich mittlerer Heizleistung von
La bis Lb und ein
Bereich hoher Heizleistung von Lb bis Lmax definiert. Die Werte der zugehörigen Mischstellungen
Xa und Xb, die zur
Festlegung von La und Lb herangezogen
werden, sind vorzugsweise wiederum dadurch bestimmt, dass sie in
der Größenordnung
des 2- bis 3-fachen eines Grundwertes H' der Hysterese von der jeweils zugeordneten
Begrenzungsstellung X0, beziehungsweise
Xmax entfernt sind.
Über den
Bereich geringer Heizleistung zwischen L0 und
La, dem Bereich mittlerer Heizleistung von
La und Lb und dem
Bereich hoher Heizleistung zwischen Lb und
Lmax sind auf den Kurven 1, 2 und 2' die entsprechenden
Kurvenbereiche geringer, mittlerer und hoher Heizleistung definiert.
So können
auf der Kurve 2 der Kurvenbereich 21 im Bereich
geringer Heizleistungen, der Kurvenbereich 22 im Bereich mittlerer
Heizleistungen und der Kurvenbereich 23 im Bereich hoher
Heizleistungen festgelegt werden.
Auf
den Abregelkurven des gezeigten Ausführungsbeispiels, die die Mischstellung
X abhängig von
der Heizleistung L bei Heizleistungsreduzierung beschreiben, ist
der Kurvenverlauf vom Regelungsrechner im Bereich mittlerer Heizleistung
zwischen La und Lb über eine
Mischvorgabekurve und den Hystereseparameter festgelegt. Die Kurve 2' ist dabei eine Ausgangskurve
der Abregelkurve, die vor einem ersten veränderten Ablegen des Hystereseparameters im
Regelungsrechner den Wert der Mischstellung X in Abhängigkeit
von der Heizleistung L bei Reduzierung der Heizleistung L vorgibt.
Diese kann als Mischvorgabekurve fest im Regelungsrechner abgelegt
sein. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Kurve nur in den Kurvenbereichen 21, zwischen L0 und La, und 23,
zwischen Lb, und Lmax fest
im Regelungsrechner abgelegt. Auf diesen Kurvenbereichen 21 und 23 sind Übergabepunkte 26 und 29 definiert,
die den jeweiligen Teilbereich der Kurvenbereiche 21 und 23 zu
mittleren Heizleistungen hin begrenzen, der unabhängig vom
veränderbar
ablegbaren Hystereseparameter allen Abregelkurven zugrundeliegt.
Der Bereich mittlerer Heizleistung der Kurve 2' errechnet sich
aus dem als Mischvorgabekurve zugrundegelegten Kurvenbereichs der
Kurve 1 zwischen La und Lb mittels des als Offsetwert subtrahierten
Hysteresegrundparameters H'.
Beim
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Wert H des Hystereseparameters abweichend von dem in der
Erstprogrammierung des Regelungsrechners festgelegten Erstwert H' des Hystereseparameters
verändert
abgelegt. Der Wert H kann beispielsweise durch einen Eichlauf des
Regelungsrechners mit der ihm zugeordneten Klimaanlage als Grundwert ermittelt
und in der dortigen Prüfstation
in den Regelungsrechner programmiert werden. Es kann auch ein abgleichbarer
Grundwert H des Hystereseparameters, der beispielsweise durch statistische
Messung und Auswertung von Klimaanlagen in der Produktion ermittelt
wird, an einer Programmierstation am Montageband auf den Regelungsrechner überspielt
werden und den Erstwert H' ersetzen.
Weiterhin kann beispielsweise im Werkstattservice nach einer vorgebenen
Betriebszeit oder wegen Beanstandungen der Regelgüte ein Korrekturwert
H des Hystereseparameters an einer Serviceschnittstelle des Regelungsrechners
programmiert.
Der
Kurvenbereich 22 bei mittlerer Heizleistung der Steuerungkurve 2 errechnet
sich nun durch Subtraktion des neuen Hystereseparameterwertes H,
der gegenüber
dem Hysteresegrundparameter H' einen
leicht erhöhten
Wert aufweist. Der jeweilige Wert des Hystereseparameters ist somit
ein Offsetwert zur Subtraktion von der als Mischvorgabekurve zugrundegelegten
Kurve 1, im Bereich mittlerer Heizleistungen zwischen La und Lb. Der auf
diese Weise vom Regelungsrechner festgelegte Kurvenbereich 22 ist
durch die beiden Steuerpunkte 27 und 28 zu den
Bereichen geringer und hoher Heizleistung hin begrenzt. Zwischen
diesen Begrenzungspunkten und den ihnen jeweils zugeordneten Übergabepunkten 26 und 29 auf
den fest abgelegten Kurvenbereichen 21 und 23 der
Kurve 2 werden zur Vermeidung von Sprungstellen je ein Übergabeabschnitt 24 und 25 der
Kurve 2 interpoliert. Diese Übergangsabschnitte 24 und 25 sind
Kurvenabschnitte der Kurve 2 im Bereich geringer und hoher
Heizleistung, die im Gegensatz zu den fest abgelegten Kurven 21 und 23 vom
Regelungsrechner anhand der Mischvorgabekurve und des Hystereseparameters
H über
die Interpolation mittelbar festgelegt werden. Der durch den Regelungsrechner
anhand der als Mischvorgabekurve dienenden Kurve 1 und
des Hystereseparameter H festgelegte Bereich der Abregelkurve 2 umfasst
somit über
den Kurvenbereich mittlerer Heizleistungen zwischen La und
Lb hinaus den Bereich zwischen den Übergabepunkten 26 und 29.
In 2 ist
weiterhin ein Regelvorgang skizziert, bei dem nach einer stetigen
Erhöhung
der Heizleistung L bis zu einem Wert L1 die Heizleistung wieder
reduziert wird. Der Verlauf des Eingangswertes der Sollheizleistung
ist durch die Pfeile an der Abszisse angedeutet: Zunahme von L bis
zum Wert L1 und anschließende
Abnahme des Wertes. Während
der Erhöhung
der Heizleistung ergab sich die anzusteuerende Mischstellung anhand
der Kurve 1. Zum Erreichen der Sollheizleistung vom Wert
L1 musste die Mischstellung X1 angesteuert werden. Zur gegensinnigen
Ansteuerung der Heizleistungsveränderung zur
Reduzierung der Heizleistung wird zunächst der Hystereseoffset ausgesteuert,
der im gezeigten Ausführungsbeispiel über den
Verlauf der Steuerungskurven konstant dem Wert H des Hystereseparameters
entspricht. Bei gleichbleibender Heizleistung L1 wird vor einer
weiteren Ansteuerung zur Reduzierung der Heizleistung die Mischstellung
X2 angesteuert. Die Differenz von X1 und X2 entspricht dem Hystereseoffset
und im gezeigten Ausführungsbeispiel
damit dem Hystereseparameter H. Ausgehend von der Mischsstellung
X2 erfolgt eine Ansteuerung der Luftmischeinrichtung mit stetig
abnehmenden Mischstellungswerten zur Reduzierung der Heizleistung.
Ohne
den vorangegangenen Abgleich des im Regelungsrechner abgelegten
Wertes des Hystereseparameters H auf das tatsächliche mechanische Spiel der
Luftmischeinrichtung würde
die Regeleinrichtung die Hysterese H' berücksichtigen
und vor weiterem Abregeln der Heizleistung die Mischstellung X2' ansteuern. Die weiteren
Mischstellungen bei stetig reduzierten Heizleistungen L kleiner
L1 würde der
Regelungsrechner nach der Kurve 2' festlegen und dabei einen erheblichen
Heizleistungsoffset zwischen Sollheizleistung L und von der Luftmischanlage
gelieferten Heizleistung einstellen. Der Offset entspricht der Differenz
der Heizleistungen die sich einerseits nach Kurve 2'und andererseits
nach Kurve 2 für
einen Mischstellungswert ergeben.
Die
gezeigte Festlegung der Steuerungskurven durch den Regelungsrechner
anhand des Hystereseparameters und der Mischvorgabekurve ermöglicht eine
besonders einfache Abstimmung der Klimaanlage auf Veränderungen
der Anlagenhysterese.