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DE102004029959B4 - Gasdurchlässige Plasmaelektrode, Verfahren zum Herstellen der gasdurchlässigen Plasmaelektrode und Parallelplatten-Reaktor - Google Patents

Gasdurchlässige Plasmaelektrode, Verfahren zum Herstellen der gasdurchlässigen Plasmaelektrode und Parallelplatten-Reaktor Download PDF

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DE102004029959B4
DE102004029959B4 DE102004029959A DE102004029959A DE102004029959B4 DE 102004029959 B4 DE102004029959 B4 DE 102004029959B4 DE 102004029959 A DE102004029959 A DE 102004029959A DE 102004029959 A DE102004029959 A DE 102004029959A DE 102004029959 B4 DE102004029959 B4 DE 102004029959B4
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Abstract

Gasdurchlässige Plasmaelektrode aufweisend:
• ein elektrisch leitfähiges Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist; und
• eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht,
• wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht im elektrisch leitfähigen Behältnis gegenüberliegend dem Boden angeordnet ist und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden ist,
• wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht eine Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern aufweist, welche elektrisch leitfähigen Körner zumindest teilweise derart angeordnet sind, dass eine gasdurchlässige Schicht ausgebildet ist, und
• wobei die elektrisch leitfähigen Körner jeweils unterschiedlicher gasdurchlässiger Teilschichten einen jeweils unterschiedlichen Durchmesser aufweisen, derart, dass die Größe der Löcher, die beim Verbinden der einzelnen elektrik leitfähigen Körner entsteht, von Teilschicht zu Teilschicht monoton abnimmt oder zunimmt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine gasdurchlässige Plasmaelektrode, ein Verfahren zum Herstellen der gasdurchlässigen Plasmaelektrode und ein Parallelplatten-Reaktor.
  • Bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen werden häufig so genannte Plasmaelektroden verwendet. Beispielsweise werden diese als Elektrode in so genannten Parallelplatten-Reaktoren verwendet, durch welche Elektrode hindurch bei einem Plasma Chemical Vapor Deposition Prozess (PCVD-Prozess) oder bei einer Plasma-Trockenätzung Gase zugeführt werden. Generell wird in eine Plasmaelektrode Gas eingeleitet und verteilt, welches dann beim Verlassen der Plasmaelektrode zum Plasma ionisiert wird.
  • In 3 ist schematisch eine herkömmliche Plasmaelektrode 300 dargestellt. Die Plasmaelektrode 300 weist einen Hochfrequenzschild 301 aus Keramik auf, welcher teilweise einen topfförmigen Elektrodenkopf 302 umschließt, welcher aus einem leitfähigen Material besteht. Der topfförmige Elektrodenkopf 302 weist einen Bodenbereich und einen Randbereich auf. Der Bodenbereich des Elektrodenkopfs 302 weist in seinem Zentralbereich eine Öffnung 303 auf, durch welche ein Gas in die Plasmaelektrode 300 eintreten kann. Gegenüber dem Bodenbereich des topfförmigen Elektrodenkopfes 302 ist eine so genannte Buffer-Platte 304 angeordnet, welche mehrere Öffnungen 305 aufweist und welche dazu verwendet wird, das durch die Öffnung 303 in die Plasmaelektrode 300 eintretende Gas über den ganzen Bereich der Plasmaelektrode 300 zu verteilen, um das Ausbilden eines so genannten Zentral- Spots zu verhindern. Ferner weist die Plasmaelektrode 300 eine perforierte so genannte Schauerplatte 306 auf, welche dazu verwendet wird, das durch die Buffer-Platte 304 hindurchtretende Gas gleichmäßig über die gesamte Fläche der Schauerplatte 306 aus der Plasmaelektrode 300 als ionisiertes Gas austreten zu lassen. Hierzu weist die Schauerplatte 306 eine große Anzahl kleiner Öffnungen auf, durch welche das Gas bzw. das zu einem Plasma ionisierte Gas aus der Plasmaelektrode 300 austritt. Die Buffer-Platte 304 und die Schauerplatte 306 sind ebenso wie der Elektrodenkopf 302 aus einem leitfähigen Material, im Allgemeinen aus einem Metall, und sind mittels Schrauben 307 im Randbereich der Plasmaelektrode 300 fest miteinander verbunden. Durch die Schrauben 307 wird auch eine elektrische Kontaktierung des Elektrodenkopfes 302, der Buffer-Platte 304 und der Schauerplatte 306 untereinander sichergestellt.
  • Die Plasmaelektrode 300 wird, wie bereits dargestellt, in PCVD-Prozessen oder Plasma-Trockenätzprozessen dazu verwendet Plasma in eine Prozesskammer zuzuführen und stellt mittels ihres Aufbaus sicher, dass das Plasma gleichmäßig verteilt zugeführt wird. In 3 ist mittels der Pfeile 308, 309 und 310 schematisch der Durchtritt des Gases/Plasmas durch die Plasmaelektrode 300 dargestellt. Das Gas wird durch die zentrale Öffnung 303 des Elektrodenkopfes 303 in die Plasmaelektrode 300 eingeleitet, was durch den Pfeil 308 schematisch angedeutet ist. Innerhalb eines ersten Hohlraumes 311, welcher durch den Randbereich des Elektrodenkopfes 302 und der Buffer-Platte 304 gebildet wird, verteilt sich das Gas und tritt durch die Öffnungen 305 der Buffer-Platte 304 hindurch, was schematisch durch die Pfeile 309 dargestellt ist. Die Schauerplatte 306, welche sich im Pfad des Gases/Plasmas durch die Plasmaelektrode 300 hindurch nach der Buffer-Platte 304 befindet, verteilt das Gas/Plasma nochmals gleichmäßiger über den gesamten Bereich der Plasmaelektrode 300. Hierzu wird durch die Buffer-Platte 304 und die Schauerplatte 306 ein zweiter Hohlraum 312 gebildet. Ferner weist die Schauerplatte eine Vielzahl von Öffnungen auf, durch welche hindurch das ionisierte Gas, d. h. das Plasma, aus der Plasmaelektrode 300 austritt, was in 3 durch die Pfeile 310 schematisch dargestellt ist.
  • Durch den beschriebenen Aufbau der Plasmaelektrode 300 wird sichergestellt, dass das Gas/Plasma gleichmäßig über einen größeren Bereich verteilt wird. Die in 3 schematisch dargestellte Plasmaelektrode 300 weist jedoch den Nachteil auf, dass der Herstellungsprozess teuer ist, da beispielsweise die Herstellung der Schauerplatte mit ihrer großen Anzahl von kleinen Öffnungen, welche notwendig sind, um das Gas/Plasma möglichst gleichmäßig, zum Beispiel über einen Wafer, zu verteilen, recht kostenintensiv ist. Ein weiterer Kostenfaktor sind beispielsweise auch die Schrauben, welche aus speziellem antikorrosiven Stahl sind. Ferner führt die Verwendung der Schrauben auch zu einer im Allgemeinen schlechten, d. h. hohen, Impedanz der gesamten Plasmaelektrode, da der elektrische Kontakt zwischen dem Elektrodenkopf, der Bufferplatte und der Schauerplatte unbefriedigend ist.
  • In WO 03/001558 A1 wird eine Plasmaelektrode beschrieben mit einer porösen Schicht aus einem Keramik-Material, wobei das Keramik-Material eine kontinuierliche dreidimensionale Netzwerkstruktur aufweist mit stochastisch verteilten Porengrößen. Die Netzwerkstruktur des Keramik-Materials basiert auf der netzwerkartigen Struktur eines Polyurethan-Schaums, welcher als Basismaterial verwendet wird. Der Urethan-Schaum wird in eine das keramische Material enthaltende Lösung eingetaucht. Bei einem anschließenden Erhitzen härtet das keramische Material aus, während das Urethan-Basismaterial verbrennt.
  • In US 6,118,218 A wird eine Plasmaelektrode beschrieben mit einer porösen metallischen Schicht, welche durch ein Sinterverfahren aus metallischen Puder-Partikeln mit einer definierten Größe hergestellt wird. Die Schicht weist eine Struktur mit einer hohen Löcherdichte sowie einer homogenen Verteilung der Löchergrößen auf, wobei Löchergrößen im Sub-Mikrometer- bzw. Mikrometer-Bereich verwendet werden.
  • Aus US 2004/0110059 A1 ist eine poröse Schicht bekannt, welche aus mehreren Teilschichten aus Titan-Puder-Partikeln mit jeweils unterschiedlichen Durchmessern besteht.
  • In US 6,451,157 B1 wird eine Ablenkplatte (baffle plate) aus Silizium bzw. Silizium-Carbid offenbart, welche Ablenkplatte zum Beispiel während eines Plasma-Ätzprozesses Verunreinigungen eines Halbleiter-Substrats (z. B. Silizium-Wafer) durch Teilchen und/oder Metall vermindern soll.
  • Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Plasmaelektrode, ein Verfahren zum Herstellen einer Plasmaelektrode und einen Parallelplatten-Reaktor zu schaffen, wobei die Plasmaelektrode einfacher herzustellen ist und eine verbesserte Impedanz aufweist.
  • Das Problem wird durch die gasdurchlässige Plasmaelektrode, das Verfahren zum Herstellen der gasdurchlässigen Plasmaelektrode und den Parallelplatten-Reaktor mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
  • Eine gasdurchlässige Plasmaelektrode weist ein elektrisch leitfähiges Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist, und eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht auf, wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht im elektrisch leitfähigen Behältnis gegenüber dem Boden angeordnet ist und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden ist. Die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht weist eine Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern auf, welche elektrisch leitfähigen Körner zumindest teilweise derart angeordnet, und vorzugsweise miteinander verbunden, sind, dass eine gasdurchlässige Schicht ausgebildet ist.
  • Bei einem Verfahren zum Herstellen einer gasdurchlässigen Plasmaelektrode wird in einen elektrisch leitfähigen Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist, eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht ausgebildet, welche mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden wird. Das Ausbilden der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht erfolgt mittels Ausbildens einer Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern, welche elektrisch leitfähigen Körner nachfolgend derart miteinander und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden werden, dass die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht ausgebildet wird.
  • Ein Parallelplatten-Reaktor weist eine Druckkammer mit einer gasdurchlässigen Plasmaelektrode und einer Ziehelektrode auf, wobei die Plasmaelektrode ein elektrisch leitfähiges Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist, und eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht aufweist, wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht im elektrisch leitfähigen Behältnis gegenüber dem Boden angeordnet ist und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden ist, und wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht eine Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern aufweist, welche elektrisch leitfähigen Körner zumindest teilweise derart angeordnet sind, dass eine gasdurchlässige Schicht ausgebildet ist.
  • Ein Aspekt der Erfindung kann anschaulich darin gesehen werden, dass mittels Verwendens einer gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht eine Plasmaelektrode bereitgestellt werden kann, welche auf einfache und kostengünstige Weise hergestellt werden kann und einen homogenen Plasmaaustritt aus der Plasmaelektrode bewirkt. Anschaulich ersetzt die erfindungsgemäße gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht die Buffer-Platte und die Schauerplatte der Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik und wird dazu verwendet ein Gas, welches durch die Öffnung im Boden des Behältnisses in die Plasmaelektrode eintritt, gleichmäßig über die gesamte Fläche, d. h. die gesamte Ausdehnung der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht, zu verteilen und aus dieser als ionisiertes Gas, d. h. als Plasma, austreten zu lassen. Die Ionisierung des Gases, d. h. das Ausbilden des Plasmas geschieht hierbei beim Austritt des Gases aus der Plasmaelektrode. Das elektrisch leitfähige Behältnis kann als im wesentlichen wannenförmiges oder topfförmiges Behältnis ausgebildet sein und entspricht anschaulich dem Elektrodenkopf der Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik.
  • Mittels des Ausbildens einer gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht einer Plasmaelektrode aus miteinander verbundenen leitfähigen Körnern schafft es die Erfindung eine Plasmaelektrode bereitzustellen, welche auf einfache und kostengünstige Weise hergestellt werden kann und einen homogenen Plasmaaustritt aus der Plasmaelektrode bewirkt.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung, die im Zusammenhang mit der Plasmaelektrode beschrieben sind, gelten sinngemäß auch für das Verfahren zum Herstellen der Plasmaelektrode und für den Parallelplatten-Reaktor.
  • Vorzugsweise sind die elektrisch leitfähigen Körner miteinander versintert.
  • Das Versintern der elektrisch leitfähigen Körner stellt eine einfache Art des Herstellens der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht aus elektrisch leitfähigen Körnern dar. Insbesondere stellt das Sintern eine einfache Möglichkeit bereit, mittels welcher die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht mit dem leitfähigen Behältnis verbunden werden kann, ohne dass, wie im Stand der Technik, Schrauben verwendet werden müssen. Anschaulich wird die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht beim Ausbilden aus den elektrisch leitfähigen Körnern mittels Sinterns fest mit dem leitfähigen Behältnis verbunden. Somit entfallen gegenüber dem Stand der Technik die Schrauben, welche aus bestimmtem Material ausgebildet sein müssen. Ferner wird durch das feste miteinander Verbinden der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht mit dem leitfähigen Behältnis die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass sich die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht von dem leitfähigen Behältnis löst, wie es bei Plasmaelektroden gemäß dem Stand der Technik vorkommt, wenn sich die Schrauben im Laufe der Zeit lockern. Ferner wird auch der Nachteil der Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik, dass mit dem Lockern der Schrauben auch die Uniformität des Plasmaaustritts aus der Plasmaelektrode verringert wird und gleichzeitig die Impedanz der Plasmaelektrode erhöht wird, durch das feste miteinander Verbinden der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht mit dem leitfähigen Behältnis umgangen.
  • Das feste miteinander Verbinden der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht mit dem leitfähigen Behältnis hat ferner den Vorteil, dass Energie- und Teilchenverluste durch Zünden einer Bogenentladung verhindert werden können, welche Bogenentladung in Plasmaelektroden gemäß dem Stand der Technik vorkommen, wenn sich die Schrauben lockern, welche die Buffer-Platte bzw. die Schauerplatte an den Elektrodenkopf befestigen.
  • Durch das Sintern, d. h. das einer bestimmten Temperatur bei einem bestimmten Druck Aussetzen, kann erreicht werden, dass die elektrisch leitfähigen Körner und das leitfähige Behältnis einen zusammenhängenden Körper ausbilden, welcher eine im Wesentlichen glatte Oberfläche aufweist. Beim Sintern ist zu beachten, dass sichergestellt wird, dass eine ausreichende Elastizität und eine ausreichende Gasdurchlässigkeit der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht erreicht wird. Dies kann beispielsweise durch die Wahl des Sinterdrucks und/oder der Temperatur beim Sintern sichergestellt werden. Beim Durchführen des Sinterns ist auch das Material der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht zu beachten.
  • Anschaulich bilden die Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten eine Art porösen Körper aus, wobei die einzelnen Poren jedoch miteinander verbunden sind, so dass Gase durch den porösen Körper hindurchtreten können. Durch das Vorsehen einer Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten aus elektrisch leitfähigen Körnern ist es möglich, eine mechanisch stabile gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht zu schaffen. Die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht aus einer Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten bildet anschaulich eine Platte aus, welche neben einer guten elektrischen Leitfähigkeit auch eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweist, wodurch ein Durchbiegen, d. h. eine mechanische Verformung, der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht durch unterschiedliches Erwärmen verringert wird. Die Wärmeleitfähigkeit und die Impedanz der erfindungsgemäßen gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht sind dabei annähernd so gut wie die Wärmeleitfähigkeit und Impedanz eines massiven leitfähigen Körpers. Das Ausbilden eines porösen Körpers ist auch vorteilhaft, weil mittels diesem die Wahrscheinlichkeit eines Zündens eines Mikroplasmas verringert wird gegenüber der Wahrscheinlichkeit des Zündens eines Mikroplasmas in dem Hohlraum zwischen der Buffer-Platte und der Schauerplatte in der Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik. Das Zünden eines Mikroplasmas führt wiederum zu Energie- und Teilchenverlusten, welche mittels einer erfindungsgemäßen Plasmaelektrode verringert werden. Das Verhindern der Zündwahrscheinlichkeit in einer erfindungsgemäßen Plasmaelektrode ist möglich, da die einzelnen Poren ein sehr viel kleineres Volumen als der einzelne Hohlraum in der Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik aufweisen.
  • Durch das Ausbilden des porösen Körpers wird auch die freie Wegstrecke des Gases/Plasmas durch die Plasmaelektrode verringert, wodurch eine Rückdiffusion des Gases/Plasmas in die Plasmaelektrode verringert wird. Unter der freien Wegstrecke wird hierbei die Wegstrecke verstanden, welche ein Gas/Plasma ohne Streuung zurücklegt. Diese entspricht in Plasmaelektroden gemäß dem Stand der Technik im wesentlichen der Ausdehnung der Hohlräume, welche zwischen dem Elektrodenkopf, der Buffer-Platte und der Schauerplatte ausgebildet sind. Diese Hohlräume sind wesentlich größer als die einzelnen Poren des porösen Körpers der erfindungsgemäßen Plasmaelektrode.
  • In einer Weiterbildung weisen die elektrisch leitfähigen Körner jeder gasdurchlässigen Teilschicht einen unterschiedlichen Durchmesser auf.
  • Die Durchmesser der elektrisch leitfähigen Körner in den einzelnen gasdurchlässigen Teilschichten können vom Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses her abnehmen.
  • Durch das Vorsehen von Teilschichten, welche elektrisch leitfähige Körner unterschiedlichen Durchmessers, d. h. unterschiedlicher Größe, aufweisen, wobei die Größe der elektrisch leitfähigen Körner vom Boden des leitfähigen Behältnisses, durch welchen das Gas in die Plasmaelektrode eintritt, zu der entgegengesetzten Seite der gasdurchlässigen Schicht abnimmt, ist es möglich einen Gradienten in der Porengröße zu erhalten. Unter Porengröße wird die Größe der Löcher verstanden, welche beim miteinander Verbinden der einzelnen elektrisch leitfähigen Körner verbleiben, und welche die Gasdurchlässigkeit der einzelnen gasdurchlässigen Teilschichten und damit der gesamten gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht gewährleisten.
  • Unter Gradient der Porengröße wird in der Anmeldung verstanden, dass die Porengröße von Teilschicht zu Teilschicht monoton abnimmt oder zunimmt, d. h. ausgehend von einer ersten Teilschicht eine in Richtung eines Gasdurchsatzes nachfolgende Teilschicht stets eine größere Porengröße aufweist, was einem positiven Gradienten entspricht, oder ausgehend von einer ersten Teilschicht eine in Richtung eines Gasdurchsatzes nachfolgende Teilschicht stets eine kleinere Porengröße aufweist, was einem negativen Gradienten entspricht. Der negative Gradient, d. h. eine immer geringer werdende Porengröße wird besonders bevorzugt, da hierdurch eine stabile gleichmäßige Gasdruckverteilung in der gasdurchlässigen Schicht erzielt werden kann. Erfindungsgemäß kann durch das Verwenden von elektrisch leitfähigen Körnern geringen Durchmessers erreicht werden, dass die Verteilung des Plasmas bei Austritt aus der Plasmaelektrode sehr homogen ist.
  • Die elektrisch leitfähigen Körner weisen bevorzugt im wesentlichen Kugelform auf.
  • Durch das Verwenden von elektrisch leitfähigen Körnern, welche im wesentlichen kugelförmig sind, ist es möglich eine gleichmäßige, d. h. eine homogene Anordnung von Löchern an der Oberfläche der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht auszubilden, durch welche Oberfläche das Plasma aus der Plasmaelektrode austritt. Dies führt zu einer homogenen Zuführung des Plasmas, beispielsweise über einen Wafer hinweg, welcher in einem Parallelplatten-Reaktor mittels Plasmaprozessen prozessiert wird. Beim Verwenden von kugelförmigen elektrisch leitfähigen Körpern werden durch ein miteinander Versintern der Kugeln im wesentlichen im Querschnitt dreieckige Löcher in der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht erzeugt.
  • In einem Ausführungsbeispiel weist jede gasdurchlässige Teilschicht eine Mehrzahl von Lagen von elektrisch leitfähigen Körnern auf.
  • Durch das Verwenden von mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Körnern für jede einzelne gasdurchlässige Teilschicht ist es auf einfache Weise möglich eine mechanisch stabile gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht, anschaulich einen porösen gasdurchlässigen Körper, auszubilden, was gleichzeitig das Ausbilden einen Gradienten des Gas- bzw. Plasmadruckes durch den porösen Körper bewirkt. Das Verwenden von mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Körnern führt zu einer dickeren gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht, wodurch die Wärmeleitfähigkeit und die elektrische Leitfähigkeit der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht erhöht werden. Auch ist durch die größere Dicke eine festere Verbindung mit einem geringeren Kontaktwiderstand zwischen der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht und dem leitfähigen Behältnis möglich.
  • Besonders bevorzugt weisen die elektrisch leitfähigen Körner der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht Graphit und/oder Aluminium auf.
  • Graphit und Aluminium sind Materialien, welche besonders geeignet für die Ausbildung der elektrisch leitfähigen Körner sind, weil diese auf einfache Weise in Körnerform, welche anschaulich auch als Granulat bezeichnet werden kann, ausgebildet werden können. Ferner lassen sich diese Materialien auf einfache Weise miteinander und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis versintern, welches vorzugsweise aus dem gleichen Material ist wie die elektrisch leitfähigen Körner.
  • In einer Weiterbildung ist eine Oberfläche der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht, welche dem Boden des leitfähigen Behältnisses abgewandt ist, eloxiert.
  • Durch das Eloxieren wird eine Schutzschicht geschaffen, welche das Entstehen und Ablösen von Partikeln von der Plasmaelektrode verhindern kann. Beispielsweise kann es beim Plasmareinigen mittels C2F6 zu einer Ausbildung von Aluminiumfluorid-Partikeln kommen, welche zu einer Verschmutzung führen können.
  • In einem Ausführungsbeispiel weist die gasdurchlässige Schicht zumindest einen gasdurchlässigen Zwischenboden auf, welcher zwischen zwei gasdurchlässigen Teilschichten angeordnet ist.
  • Mittels des Bereitstellens eines gasdurchlässigen Zwischenbodens ist es auf besonders einfache Art möglich eine ideale Anordnung der einzelnen elektrisch leitfähigen Körner, beispielsweise, falls kugelförmige elektrisch leitfähige Körner verwendet werden, eine ideale Kugelpackung, zu erreichen. Durch den gasdurchlässigen Zwischenboden, welcher anschaulich als ein Gitterrost angesehen werden kann, können die einzelnen gasdurchlässigen Teilschichten voneinander getrennt werden. Vorzugsweise ist das Material des Zwischenbodens das Gleiche wie das Material der elektrisch leitfähigen Körner.
  • Zusammenfassend kann ein Aspekt der Erfindung darin gesehen werden, dass eine Plasmaelektrode ein Verfahren zum Herstellen der Plasmaelektrode und ein Parallelplatten-Reaktor geschaffen wird, bei welchen die Buffer-Platte und die Schauerplatte einer Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik durch einen porösen gasdurchlässigen Körper ersetzt wird. Der poröse gasdurchlässige Körper wird vorzugsweise ausgebildet, indem in ein elektrisch leitfähiges Behältnis, welches in seinem Boden eine zentrale Gasbohrung aufweist und welches als Material z. B. Aluminium oder Graphit aufweist, einlagige oder mehrlagige Teilschichten mit elektrisch leitfähigen Kugeln, z. B. aus Aluminium oder Graphit, eingebracht werden. Vom Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses aus verringert sich hierbei der Kugeldurchmesser von Teilschicht zu Teilschicht. Die Kugeldurchmesser einzelner Teilschichten können hierbei zwischen 10 mm und 1 mm gewählt werden, beispielsweise von 10 mm über 7 mm, 4 mm, 3 mm zu 1 mm.
  • Nachfolgend wird das elektrisch leitfähige Behältnis mit den darin angeordneten Schichten von elektrisch leitfähigen Kugeln gesintert, wobei sie zu einem thermisch und elektrisch leitenden porösen Festkörper versintern, welcher jedoch weiterhin gasdurchlässig ist. Die Kugeldurchmesser der letzten Teilschicht, d. h. der Teilschicht, welche am weitesten von dem Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses entfernt ist, oder anders ausgedrückt, durch welche Teilschicht das Plasma, welches als Gas durch die Zentralbohrung in die Plasmaelektrode eintritt, aus der Plasmaelektrode austritt, definiert hierbei die Größe der Gasaustrittsöffnungen der Plasmaelektrode.
  • Bei dem Verwenden von elektrisch leitfähigen Kugeln ergeben sich im Querschnitt annähernd dreieckige Gasaustrittsöffnungen und die Fläche der Plasmaelektrode, in welcher sich die Gasaustrittsöffnungen befinden, die so genannte Elektrodenoberfläche, ist wellig rau. Dies führt jedoch im Allgemeinen nicht zu Nachteilen bei der Verwendung der Plasmaelektrode bei Plasma Chemical Vapor Deposition Prozessen (PCVD-Prozzese) oder Plasmaätz-Prozessen. Unter bestimmten Umständen kann die wellige Rauhigkeit sogar ein Zündverhalten der Plasmaelektrode günstig beeinflussen. Alternativ kann die Elektrodenoberfläche beispielsweise mittels Schleifens geglättet werden.
  • Die Gefahr einer Rückdiffusion von Plasma in die Plasmaelektrode ist zu vernachlässigen, solange der Gasversorgungsdruck der Plasmaelektrode groß gegenüber dem Druck ist, welcher in einer Kammer herrscht, in welche das Plasma nach Durchtritt durch die Plasmaelektrode hineintritt, beispielsweise eine Vakuumkammer, in welcher ein Wafer einem PCVD-Prozess oder einem Plasmaätzschritt unterzogen wird. Wird das Material des Granulats, d. h. das Material der elektrisch leitfähigen Körner, gleich wie das Material des elektrisch leitfähigen Behältnisses gewählt, kann auch die Deposition von Oxiden oder Nitriden in der Plasmaelektrode, d. h. in den Poren des porösen Körpers, verringert werden, wohingegen es bei Plasmaelektroden gemäß dem Stand der Technik zu Depositionen von Oxiden und Nitriden an der relativ kalten Buffer-Platte kommt. Auch kann erfindungsgemäß der poröse Körper geheizt werden, um die Gefahr der Deposition weiter zu senken. Die kleinen Poren oder Hohlräume in der Plasmaelektrode verringern auch die Wahrscheinlichkeit des Ausbildens eines depositionsbegünstigenden Plasmas in der Plasmaelektrode.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Weiteren näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung einer Plasmaelektrode gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
  • 2 eine schematische Darstellung eines Parallelplatten-Reaktors mit einer erfindungsgemäßen Plasmaelektrode; und
  • 3 eine schematische Darstellung einer Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik.
  • Bezugnehmend auf die Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
  • 1 zeigt schematisch eine Plasmaelektrode 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Plasmaelektrode 100 weist einen Hochfrequenzschild 101 aus Keramik auf, welcher ein Behältnis, oder anschaulich ausgedrückt einen topf- oder wannenförmigen Elektrodenkopf 102 aufweist, welcher aus einem leitfähigen Material besteht, vorzugsweise Aluminium oder Graphit. Der Elektrodenkopf 102 weist einen Bodenbereich und einen Randbereich auf. Der Bodenbereich des Elektrodenkopfes 102 weist in seinem Zentralbereich eine Öffnung 103 auf, durch welche Gas in die Plasmaelektrode 100 eintreten kann.
  • Gegenüber dem Bodenbereich des Elektrodenkopfes 102 ist eine gasdurchlässige Schicht 104 ausgebildet, welches eine poröse elektrisch leitfähige Schicht ist und welche aus mehreren gasdurchlässigen Teilschichten 105, 106 und 107 ausgebildet ist. In 1 weist die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht 104 drei gasdurchlässige Teilschichten auf, erfindungsgemäß kann die Zahl der gasdurchlässigen Teilschichten jedoch größer oder kleiner sein. Die gasdurchlässige Schicht 104 weist Kugeln auf, welche aus einem elektrisch leitfähigen Material, vorzugsweise Aluminium oder Graphit sind. Die Kugeln der einzelnen gasdurchlässigen Teilschichten 105, 106 und 107 weisen einen unterschiedlichen Kugeldurchmesser auf. Die Kugeln der ersten gasdurchlässigen Teilschicht 105 weisen einen Kugeldurchmesser von 10 mm auf, die Kugeln der zweiten gasdurchlässigen Teilschicht 106 weisen einen Kugeldurchmesser von 4 mm auf und die Kugeln der dritten gasdurchlässigen Teilschicht 107 weisen einen Kugeldurchmesser von 1 mm auf.
  • Die einzelnen Kugeln der gasdurchlässigen Schicht 104 werden unter Verwendung von Wärme und Druck gesintert, wobei ein poröser Körper entsteht, welcher gasdurchlässig ist, und welcher die gasdurchlässige Schicht 104 ausbildet. Ferner wird beim Sintern eine feste Verbindung zwischen der gasdurchlässigen Schicht 104 und dem Elektrodenkopf 102 ausgebildet. Das Ausbilden der festen Verbindung wird unterstützt, indem für den Elektrodenkopf 102 und die Kugeln der gasdurchlässigen Schicht das gleiche Material verwendet werden. Die gasdurchlässige Schicht 104 oder der poröse Körper weist hierbei, beginnend von dem Boden des Elektrodenkopfes 102 aus, eine abnehmende Kugelgröße auf, wodurch sich ein Gradient in der Porengröße oder anders ausgedrückt in der Größe der Zwischenräume zwischen den Kugeln einer einzelnen gasdurchlässigen Teilschicht ergibt.
  • Die Plasmaelektrode 100 wird, wie bereits dargestellt, in PCVD-Prozessen oder Plasma-Trockenätzprozessen dazu verwendet Plasma zuzuführen und stellt mittels ihres Aufbaus sicher, dass das Plasma gleichmäßig verteilt zugeführt wird. In 1 ist mittels der Pfeile 108 und 109 schematisch der Durchtritt des Gases/Plasmas durch die Plasmaelektrode 100 dargestellt. Das Gas wird durch die zentrale Öffnung 103 des Elektrodenkopfes 102 in die Plasmaelektrode 100 eingeleitet, was durch den Pfeil 108 schematisch angedeutet ist, und tritt, in der in 1 dargestellten Plasmaelektrode 100, durch eine Vielzahl von Öffnungen der dritten gasdurchlässigen Teilschicht als ionisiertes Gas, d. h. als Plasma, aus der Plasmaelektrode 100 aus, was durch eine Mehrzahl von Pfeilen 109 dargestellt ist.
  • Durch den beschriebenen Aufbau der Plasmaelektrode 100 wird sichergestellt, dass das Gas/Plasma gleichmäßig über einen großen Bereich verteilt wird, d. h. über den gesamten Bereich der gasdurchlässigen Schicht 104, welche eine Elektrodenoberfläche bildet. Insbesondere wenn die Kugeln der gasdurchlässigen Schicht 104 aus Aluminium sind, wird die Elektrodenoberfläche eloxiert, wodurch die Elektrodenoberfläche härter und gegenüber äußeren Einflüssen unempfindlicher wird.
  • Eine gasdurchlässige Schicht einer Plasmaelektrode gemäß der Erfindung kann beispielsweise fünf gasdurchlässige Teilschichten aufweisen und mittels des nachfolgend dargestellten Verfahrens hergestellt werden.
  • In einen Elektrodenkopf 102 aus Aluminium oder Graphit wird eine erste Teilschicht aus mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Kugeln mit einem Durchmesser von 10 mm auf den Boden des Elektrodenkopfes angeordnet. Auf die erste Teilschicht wird eine zweite Teilschicht aus mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Kugeln mit einem Kugeldurchmesser von 7 mm angeordnet. Auf die zweite Teilschicht wird eine dritte Teilschicht aus mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Kugeln mit einem Kugeldurchmesser von 4 mm angeordnet. Auf die dritte Teilschicht wird eine vierte Teilschicht aus mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Kugeln mit einem Kugeldurchmesser von 2 mm angeordnet. Auf die vierte Teilschicht wird eine fünfte Teilschicht aus mehreren Lagen von elektrisch leitfähigen Kugeln mit einem Kugeldurchmesser von 1 mm angeordnet. Das Material der Kugeln aller Teilschichten ist hierbei das gleiche Material wie das des Elektrodenkopfes 102, d. h. Aluminium bzw. Graphit. Zum Verbessern der Homogenität der Kugelpackung innerhalb der einzelnen Teilschichten können gasdurchlässige Zwischenböden zwischen einer oder mehrerer Teilschichten angeordnet werden.
  • Nachfolgend wird der Elektrodenkopf 102 zusammen mit den Teilschichten aus Kugeln erwärmt und/oder unter Druck gesetzt, wodurch die einzelnen Kugeln miteinander versintern und ein poröser gasdurchlässiger Körper, d. h. die gasdurchlässige Schicht 104 ausgebildet wird. Ferner sintert gleichzeitig der poröse Körper an den Elektrodenkopf 102, wodurch eine feste Verbindung dieser beiden Elemente entsteht, welche sowohl eine große mechanische Stabilität als auch für eine gute elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit bewirkt.
  • 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Parallelplatten-Reaktors, in welchem eine erfindungsgemäße Plasmaelektrode verwendet werden kann.
  • Ein Parallelplatten-Reaktor 200 weist eine Vakuumkammer 201 auf. Innerhalb der Vakuumkammer 201 ist eine Plasmaelektrode 202 angeordnet, welche eine Gaseintrittsöffnung 203 aufweist. In der 2 unterhalb der Plasmaelektrode 202 ist in der Vakuumkammer 201 eine Gegenelektrode 204 angeordnet, welche als Ziehelektrode bezeichnet wird. Auf der Ziehelektrode 204 sind in 2 schematisch zwei Wafer 205 dargestellt, welche mittels des Parallelplatten-Reaktors 200 in einem Plasmaätzschritt oder einem PCVD-Prozessschritt prozessiert werden. Die Vakuumkammer 201 weist ferner Plasmaaustrittsöffnungen 206 auf, durch welche das ionisierte Gas, d. h. das Plasma, welches als Gas durch die Gaseintrittsöffnung 203 und die Plasmaelektrode 202 in die Vakuumkammer 201 eingeleitet wird, aus der Vakuumkammer 201 geleitet wird. Ferner weist der Parallelplatten-Reaktor 200 einen Hochfrequenzgenerator 207 auf, welcher einerseits mit der Plasmaelektrode 202 gekoppelt ist und andererseits mit der Ziehelektrode 204 gekoppelt ist.
  • Zusammenfassend kann ein Aspekt der Erfindung darin gesehen werden, dass eine Plasmaelektrode ein Verfahren zum Herstellen der Plasmaelektrode und ein Parallelplatten-Reaktor geschaffen wird, bei welchen die Buffer-Platte und die Schauerplatte einer Plasmaelektrode gemäß dem Stand der Technik durch einen porösen gasdurchlässigen Körper ersetzt wird. Der poröse gasdurchlässige Körper wird vorzugsweise ausgebildet, indem in ein elektrisch leitfähiges Behältnis, welches in seinem Boden eine zentrale Gasbohrung aufweist und welches als Material z. B. Aluminium oder Graphit aufweist, einlagige oder mehrlagige Teilschichten mit elektrisch leitfähigen Kugeln, z. B. aus Aluminium oder Graphit, eingebracht werden. Vom Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses aus verringert sich hierbei der Kugeldurchmesser von Teilschicht zu Teilschicht.
  • 100
    Plasmaelektrode
    101
    Hochfrequenzschild
    102
    Elektrodenkopf
    103
    Öffnung
    104
    gasdurchlässige Schicht
    105
    erste gasdurchlässige Teilschicht
    106
    zweite gasdurchlässige Teilschicht
    107
    dritte gasdurchlässige Teilschicht
    108
    Pfeil (Gasfluss)
    109
    Pfeile (Gas/Plasmafluss)
    200
    Parallelplatten-Reaktor
    201
    Vakuumkammer
    202
    Plasmaelektrode
    203
    Gaseintrittsöffnung
    204
    Ziehelektrode
    205
    Wafer
    206
    Plasmaaustrittsöffnung
    207
    Hochfrequenzgenerator
    300
    Plasmaelektrode
    301
    Hochfrequenzschild
    302
    Elektrodenkopf
    303
    Öffnung
    304
    Buffer-Platte
    305
    Öffnungen
    306
    Schauerplatte
    307
    Schrauben
    308
    Pfeil (Gasfluss)
    309
    Pfeile (Gasfluss)
    310
    Pfeile (Gas/Plasmafluss)
    311
    erster Hohlraum
    312
    zweiter Hohlraum

Claims (10)

  1. Gasdurchlässige Plasmaelektrode aufweisend: • ein elektrisch leitfähiges Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist; und • eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht, • wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht im elektrisch leitfähigen Behältnis gegenüberliegend dem Boden angeordnet ist und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden ist, • wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht eine Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern aufweist, welche elektrisch leitfähigen Körner zumindest teilweise derart angeordnet sind, dass eine gasdurchlässige Schicht ausgebildet ist, und • wobei die elektrisch leitfähigen Körner jeweils unterschiedlicher gasdurchlässiger Teilschichten einen jeweils unterschiedlichen Durchmesser aufweisen, derart, dass die Größe der Löcher, die beim Verbinden der einzelnen elektrik leitfähigen Körner entsteht, von Teilschicht zu Teilschicht monoton abnimmt oder zunimmt.
  2. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß Anspruch 1, bei welcher die elektrisch leitfähigen Körner miteinander versintert sind.
  3. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, bei welcher die Durchmesser der elektrisch leitfähigen Körner in den einzelnen gasdurchlässigen Teilschichten vom Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses her abnehmen.
  4. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher die elektrisch leitfähigen Körner im wesentlichen Kugelform aufweisen.
  5. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher jede gasdurchlässige Teilschicht eine Mehrzahl von Lagen von elektrisch leitfähigen Körnern aufweist.
  6. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher die elektrisch leitfähigen Körner der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht Graphit und/oder Aluminium aufweisen.
  7. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welcher eine Oberfläche der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht, welche dem Boden des elektrisch leitfähigen Behältnisses abgewandt ist, eloxiert ist.
  8. Gasdurchlässige Plasmaelektrode gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welcher die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht zumindest einen gasdurchlässigen Zwischenboden aufweist, welcher zwischen zwei gasdurchlässigen Teilschichten angeordnet ist.
  9. Verfahren zum Herstellen einer gasdurchlässigen Plasmaelektrode, bei dem in einem elektrisch leitfähigen Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist, eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht ausgebildet wird, welche mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden wird, wobei das Ausbilden der gasdurchlässigen porösen elektrisch leitfähigen Schicht mittels Ausbildens einer Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern erfolgt, welche elektrisch leitfähigen Körner derart miteinander und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden werden, dass die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht ausgebildet wird, wobei die elektrisch leitfähigen Körner jeder gasdurchlässigen Teilschicht einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen.
  10. Parallelplatten-Reaktor, aufweisend eine Druckkammer mit einer gasdurchlässigen Plasmaelektrode und einer Ziehelektrode, wobei die Plasmaelektrode aufweist: • ein elektrisch leitfähiges Behältnis mit einem Boden, welcher eine Bohrung aufweist; und • eine gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht, • wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht im elektrisch leitfähigen Behältnis gegenüberliegend dem Boden angeordnet ist und mit dem elektrisch leitfähigen Behältnis verbunden ist, und • wobei die gasdurchlässige poröse elektrisch leitfähige Schicht eine Mehrzahl von gasdurchlässigen Teilschichten mit jeweils mindestens einer Lage von elektrisch leitfähigen Körnern aufweist, welche elektrisch leitfähigen Körner zumindest teilweise derart angeordnet sind, dass eine gasdurchlässige Schicht ausgebildet ist, und • wobei die elektrisch leitfähigen Körner jeder gasdurchlässigen Teilschicht einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen.
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